Spinner
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Description
Book Information
Author Description
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, ›Vom Ende der Einsamkeit‹, stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Benedict Wells’ Bücher sind in 40 Sprachen erschienen, sein neuester Roman ›Hard Land‹ wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Benedict Wells lebt in Zürich.
Characteristics
7 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Moderne Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
Ich mochte Dostojewskis Werk "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" sehr und habe hier tatsächlich einige Parallelen gesehen. Wahrscheinlich hat Benedict Wells sich davon auch beeindrucken und dann beeinflussen lassen. Die Erlebnisse einer melancholischen und teilweise aggressiv pessimistischen Figur, die sich selbst riesige Steine vor die Füße wirft. Und das alles sehr gekonnt mit Humor gespickt. Der chaotische Handlungsstrang hat mir sehr gefallen und auch stilistisch war das Buch wesentlich besser als "Becks letzter Sommer". Ich habe mir viele schöne Zitate und Abschnitte im Text markiert und mich über talentierte Formulierungen gefreut. Trotzdem wirkte der Text im krassen Gegensatz dazu manchmal etwas holprig und die Szenen zu gekünstelt.
Abgebrochen.
Ich habe das Hörbuch gehört und ziemlich schnell wieder abgebrochen. Jesper, absoluter Einzelgänger, ist einsam, hat keine Kohle und die Menschen, die in seinem Leben auftauchen, verprellt er. Aber schon zu Beginn tauchen immer wieder Menschen auf - eine Studentin, sein „bester Freund“ Gustav, die Frau im weißen Kleid, der andere beste Freund (?), die Mutter. Alles bleibt episodenhaft, es passiert auch irgendwie nix. Da bin ich irgendwie raus.
Der Protagonist Jesper stellt sich nicht den Geschehnissen der Vergangenheit, was großen Einfluss auf seine Gegenwart hat. Es werden einige wichtige Themen aufgegriffen, aber nicht bis in den tiefen Kern ausgeleuchtet (wie Wells es in seinen späteren Werken hervorragend gemacht hat). Mit Jesper ist ihm ein skurriler, wenn auch nicht gerade sympathischer Charakter, gelungen. Ich würde das Buch empfehlen, da ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt habe und man nie genau wusste, wohin alles führen wird. Insgesamt vielleicht einen Tick schwächer als vier Sterne für mich, aber ich bin einfach ein riesen Fan von Wells Art zu Schreiben.
Hat mich erst zum Ende hin abgeholt, aber kein Vergleich zu seinen anderen Büchern. Ich konnte viele Gedankengänge nachvollziehen und nach "die Geschichten in uns" sehe ich auch den autobiografischen Anteil. Manchmal war mir die Geschichte aber zu konfus und ich wusste nicht, wohin es gehen soll, auch wenn grade dies wohl gewollt war.
„Es ist der Fluch der Jugend, dass man glaubt, ständig zu leiden. Doch wenn diese Zeit vorbei ist, stellt man verwundert fest, dass man sie geliebt hat. Und dass sie nie mehr zurückkommt.“
Eine verrückte Woche im Leben des 20-jährigen Jesper Lier, der als angehender Schriftsteller in Berlin lebt. Sein Leben ist geprägt von Ziellosigkeit, Selbstzweifeln, Schwermut, der Suche nach sich selbst und dem Wunsch nach Veränderung. An vielen Stellen habe ich mich an mein jüngeres Ich zurückerinnert und mich im Geschriebenen wiedererkannt. So richtig warm geworden mit der Geschichte und mit Jesper bin ich erst gegen Ende des Buches, doch dann habe ich es gefühlt. ♥️
Eine Woche die sein Leben verändert - Ein Antiheld?
Lese ich in der Biografie von Benedict Wells fallen mir sofort Parallelen zu dem Buch auf. Es sind definitiv autobiographische Züge in dem Buch enthalten. Jesper Lier ist 20 Jahre alt und von München nach Berlin geflüchtet um Schriftsteller zu werden. Seine Manuskripte werden jedoch abgelehnt. Sein Leben bestreitet er durch einen Nebenjob bei der Zeitung. Seine Freunde verprellt er immerwieder und ist eher ein Einzelgänger in einer depressiven Phase seines Lebens. Benedict Wells gelingt es hier durch seinen Schreibstil die Schwere und das tragischkomische zu spüren. Die Tragik überwiegt und man fragt sich wie es weitergehen soll. Seine verbliebenen Freunde und ein tragischer Schicksalschlag helfen ihm vermutlich auf die Beine zu kommen.
Meine Meinung zu Spinner: - Benedict Wells Erstlingswerk (mit 19 Jahren geschrieben) und autobiographisch - Das Setting hat mir sehr gefallen, Berlin in den 2000ern - Der Protagonist Jesper wirkt zuerst unsympathisch, aber ich verstand die Gedanken und seine Gefühlswelt zu 100% - Der Autor versteht es, die Traurigkeit und Wut von Jesper in seinen Taten zu beschreiben, wie es kaum ein anderer kann - Ich konnte mich gut mit Jesper identifizieren - Schreibstil war was ganz besonderes, locker, aber auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit -> ich habe sehr viel markiert - Am Anfang fehlte für mich der rote Faden, am Ende hat sich alles zusammengefügt. - Mir hat es sehr Spaß gemacht Jesper auf seine Reise zu begleiten und sehr mitgefühlt - Becks letzter Sommer hat mir einen Tick besser gefallen - Daher von mir 4 ☆☆☆☆
Ich bin mit großen Erwartungen in dieses Buch gegangen, weil ich schon aus der Vergangenheit Werke des Autors Benedict Wells kannte. "Becks letzter Sommer" ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher... Okay Hörbücher, sollte ich vielleicht dazu sagen. Ich betone das so, weil es von Christian Ulmen eingelesen wurde, und es das Ganze wahrscheinlich noch etwas mehr zu einem besonderen Hörerlebnis machte. "Spinner" dagegen liest der Autor selbst. Nicht, dass es jetzt grundsätzlich ein Problem für mich wäre. Es gibt tolle Autoren, die auch toll lesen. Heinz Strunk, Benjamin von Stuckrad-Barre, Ronja von Rönne, Sven Regner, und noch viele mehr, verleihen ihren Geschichten durch ihr Lesen dieses Besondere, was wahrscheinlich auch nur der Autor kann. Bei Wells und diesem Buch habe ich ehrlich gesagt sehr lange gefremdelt. Er liest irgendwie abgehakt. Keine Ahnung, ob bewusst, also als Stilmittel, oder ob es einfach seine Art ist. Es hat mich anfänglich nicht überzeugt... Nach etwa 1/3 der Geschichte hat er mich dann vielleicht nicht unbedingt gehabt, aber es war mir egal, weil die Gesichte mich hatte!😯😎😦🙃... Keine Frage, die Story ist unterhaltsam, und allein deshalb schon hörenswert, mich hat es aber auch auf einer persönlichen Ebene stark angesprochen... Wahrscheinlich schon allein der Titel😅😅... Immer wieder fand ich mich in den Gedanken der Hauptfigur wieder. Das Schreiben an sich wird thematisiert... Das erfolglose Schreiben als Autor, um dann doch irgendwann auf eine Person zu treffen, die es liest und fragt, wie nah alles an der Realität sei🥲. Kann sein, dass ich es schon ähnlich erlebt habe🤔😬... Genauso werden das Zweifeln und Scheitern - auch und besonders im zwischenmenschlichen Bereich - aufgegriffen. Also die Beziehung zum anderen Geschlecht, die hier so schön als "Abstellgleis der Freundschaft" bezeichnet wird... Ein Zitat, besser die Beschreibung eines Zustands, die mich ebenfalls sehr direkt erwischt hat: "trauriger Verstand, dafür eine lächelnde Seele"...Schluck🙄🙄... Eine weitere Selbstbeschreibung des Hauptcharakters ließ mich dann schließlich fast erschaudern: "Dass ich mich Menschen gegenüber nicht öffnen kann, stattdessen hinter einer ironischen Fassade verschwinde... Dass ich jede ernste Situation mit einem Lächeln oder einen Witz auflöse... Dass ich nur Nähe zulassen kann, wenn ich schreibe... Dass ich mich zugleich hinter meinen Worten verstecke."... Schluck, Schluck🙄😬... Besonders diese persönlichen Bezüge, haben diese Geschichte in mein Herz gelassen💔❤️🩹😏... Okay, dass ist sicher keine allgemeingültige Basis, auf deren Grundlage man ein Werk bewertet, aber es ist ja mein persönlicher Eindruck hier🤷♂️... Ja, als hoffnungsloser Romantiker hätte ich mir noch ein wenig mehr Lovestory gewünscht. Nicht übertrieben, einfach in diese Leichtigkeit der Geschichte mit eingebaut. Das hat mir irgendwie gefehlt. Vor allem, da sie zum Ende hin quasi auf der Straße lag und nicht aufgegriffen wurde... Trotzdem ist mein Gesamteindruck ein durchaus positiver. Als Hörbuchkonsument bewerte ich natürlich zusätzlich zur Geschichte und dem Schreibstil auch das Hörerlebnis. Wie erwähnt, muss ich da für mich ein paar Abzüge machen. Nichts desto trotz, eine absolute Hörempfehlung 🙂👍🎧🎧🎧 , 5️⃣
“Und es verschwand auch nicht immer, wenn man es ins Licht zerrte und mit anderen darüber sprach.”
Zum Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit Jesper warm zu werden, jedoch hat sich das Buch bewehrt. Jeder hatte mal eine kurze Phase der Selbstfindung, beim anderen länger beim anderen kürzer. Dieses Buch schafft es, dass man sich gehört fühlt.
Jesper Lier nimmt uns mit in seine Welt, die Welt der „sinnsuchenden“ Generation, und das auf herrlich humorvoller Ebene.
„Schon komisch. Vor ein paar Jahren hatte ich noch das Gefühl gehabt, durchs Leben zu gleiten oder zu schweben, aber das war vorbei. Alles, was mal einfach schien, war plötzlich fremd und schwierig. Als hätte ich das Schweben verlernt. Ich weiß nicht, ob mich jemand versteht.“ Jesper Lier, 20 Jahre alt und gefangen in einer Endlosschleife des gescheiterten Schriftstellers. Eine turbulente „Odyssee“ durch Berlin mit seinen Freunden, lässt ihn alles in Frage stellen, was in seinem Leben bisher so „sinnlos“ erschien. „Ich weiß nicht, ob mich jemand versteht.“ - Oh doch, ich bin mir sicher, dass viele das Gefühl kennen, nach der Schule nicht zu wissen wohin mit sich und seinen Träumen. Und vor allem, wenn all diese Träume an der Realität zersplittern, sieht man sich die Scherben mühsam zusammensuchen. Wells schafft es, dieses Gefühl auf so humorvolle Art und Weise zu transportieren, das ich oftmals schmunzeln musste. Denn die Verbundenheit mit dem Protagonisten und die hieraus resultierende Erkenntnis, mit all den Ängsten und Sorgen nicht alleine zu sein, tut gut. Auch wenn die „wilde Odyssee“ mir in manchen Momenten etwas zu spinnert war, hatte ich sehr viel Freude mit dem Roman. Eine Empfehlung an all diejenigen, die manchmal nicht wissen, wohin mit sich und ihrem Leben und auch an diejenigen, die solch eine Phase schon einmal erlebt haben.
3,5 Sterne für das Erstlingswerk dieses grandiosen Autors
Ein weiterer Coming of age Roman von Benedict Wells ist gelesen. Man merkt deutlich, dass dies sein erster Roman war, aber an vielen Stellen erkennt man den kommenden Autoren schon. Vor allem die letzten 35 Seiten haben noch den den letzten halben Stern verdient. Lieblingszitat: " Das dunkle in einem verschwand nicht, wenn man es ignorierte. Es verschwand, wenn man es ins Licht zerrte und mit anderen darüber sprach."
„Ich guckte noch mal runter, dann wandte ich mich ab. Ich hatte den Tod ohnehin nicht verdient, ich konnte ihn doch gar nicht bezahlen, denn er kostete das Leben, und davon hatte ich noch viel zu wenig.“
Benedict Wells ist und bleibt einfach meine Nummer 1. Wenn ich ein richtig gutes Buch lesen möchte, lese ich eins von ihm und irgendwie tut der Gedanke weh, dass ich irgendwann alle gelesen haben werde. 😄 Einfach unfassbar, dass er dieses Buch mit 19 geschrieben hat! Es ist so humorvoll, ich habe ständig Passagen abfotografiert, weil sie mich zum Nachdenken oder auch einfach zum Lachen gebracht haben. Lest es 🫶🏼

'Die wenigen Buchstaben meiner Tastatur reichen leider nicht aus, um das Gefühl zu beschreiben, das mich in dieser Sekunde erfüllte'
Man merkt schnell, dass es sich bei diesem Buch um ein Buch von Benedict Wells handelt. Man ist sofort drin in dieser ehrlichen, fast nackten Sprache und Geschichte. Interessanterweise habe ich auch sofort gemerkt, dass es eins seiner ersten Bücher sein muss, denn es klang noch nicht so reif wie die anderen Romane, die ich von ihm gelesen habe. Definitiv lesenswert.
„Das Leben war nicht besonders einfallsreich. Es brachte immer den gleichen Trick, und trotzdem fiel jeder darauf rein.“
Wieder einmal hat mich der Autor dazu gebracht, ganz intensive Emotionen beim Lesen zu fühlen. Wieder einmal geht es ein Stück weit um Einsamkeit, es geht um die Planlosigkeit und die eigenen Träume, die unerreichbar scheinen und man dennoch für sie brennt, auch dann, wenn man es vielleicht mal auf eine andere Art versuchen sollte. Es war bedrückend, aber auf eine besondere Art und Weise auch befreiend. Stellenweise war es dann etwas wirr, aber das hält sich in Maßen. Manchmal hätte ich Jesper oder seine Freunde gerne geschüttelt, war enttäuscht oder gar genervt von seinen Entscheidungen aber andererseits konnte ich mich stellenweise auch so gut mit ihm identifizieren (oder viel mehr mit seinen Gedankengängen), dass ich es auch irgendwie nachvollziehen konnte. Mein Buch ist nun um einige Sticky Tabs schwerer, weil es – wie soll es bei Benedict Wells auch anders sein – so viele schöne, poetische Stellen zum Markieren gab. Ein ganz schönes Buch, aber sicher nicht sein bestes. Empfehlen würde ich es dennoch allen, vor allem denjenigen, die selbst einen Hang zur Melancholie haben oder das Gefühl kennen, im Leben „stecken zu bleiben“. „Wichtig war nur, dass ich nicht mehr stillstand, dass ich mich den Dingen wieder stellte, egal, was aus mir werden würde. Denn alles andere wäre falsch, denke ich, unecht, irgendwie so, wie wenn man verrauchte Luft einatmet. Man kann damit leben, aber es ist nicht das Wahre, man atmet nicht so tief ein, wie man könnte.“

Zwischen Berufung und Identität sucht Jesper in der Hauptstadt seine Geschichte - eine Story zwischen jugendlicher Hoffnung und Scheitern, sich suchen, verlieren und finden.
Ich habe mit Jesper gelitten, geseufzt, hätte ihn gern geschüttelt, habe ob seines Selbstmitleides gestöhnt . Ich habe mit ihm gehofft und gesucht. Erzählt wird Jespers Geschichte aus seiner Perspektive - stets zwischen Fiktion und Wahrheit und manchmal wusste ich als Leserin selbst nicht, auf welcher Seite wir gerade stehen, was Wirklichkeit ist, was die Faszination eines jungen Schriftstellers, was seine Krankheit. Der Schreibstil ist typisch Benedict Wells: nicht aufgebläht, strukturiert, wenig bis gar nicht verschachtelt und doch sind immer mal wieder Sätze und Passagen dazwischen, die mit Stilmitteln spielen, z.B.: „ Doch es gibt Fehler, die notwendig sind. Manchmal muss man ein kleines bisschen sterben, um wieder ein wenig mehr zu leben.“ Ich musste mich immer wieder erst warm lesen, wenn das Buch weggelegt hätte und konnte dann aber jedes Mal kaum aufhören. „Spinner“ beschreibt eine Woche im Leben des 20jährigen Jesper in dessen Ich-Perspektive. Die Nebenfiguren sind berechenbar, aber bringen die Story hilfreich voran, veranschaulichen die Nuancen von Freundschaft und Beziehungen, in denen Jesper sich bewegt und bieten Anknüpfungspunkte, um über die eigene Verortung im eigenen Leben, in den eigenen (Lebens-)Träumen und den verschiedenen Beziehungen nachzudenken. Jesper ist mir von Seite zu Seite ans Herz gewachsen, während ich ihn regelmäßig verflucht habe. Danke für diese Facetten von „Alleinsamkeit“!
Etwas langatmig
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. „Vom Ende der Einsamkeit“ hat mir total gut gefallen. Keine Ahnung ob es daran liegt, dass es der erste Roman von Benedict Wells ist, aber der Schreibstil kam mir komplett anders vor. Musste mich zwischendurch wirklich zwingen weiterzulesen. Hin und wieder gab es schöne Passagen und gegen Ende wurde es noch einmal etwas besser, aber sonst war es ziemlich zäh, mit einer depressiven Stimmung. Die für mich schönsten Zeilen: Das dunkle in einem verschwand nicht, wenn man es ignorierte. Es verschwand, wenn man es ins Licht zerrte und mit anderen darüber sprach.
Ein wirres deprimierendes Chaos
Ich kann ehrlich gesagt nichtmal wirklich sagen worum es in dem Buch ging. Es klang im Klappentext so vielversprechend & hoffnungsvoll die Orientierungslosigkeit in den 20ern nachempfinden zu können aber im Endeffekt passieren so viele wirre und unerklärliche Ereignisse, die ich nicht zuordnen kann. Das ganze macht für mich schlichtweg keinen Sinn. Der Protagonist Jesper Lier ist ein absolut unangenehmer, heuchlerischer & verzweifelter Charakter der einfach unerträglich ist zu lesen. Die Thematik hätte so viel Potenzial gehabt aber ich bin wirklich enttäuscht. Ich habe es wirklich nur zu Ende gelesen, weil ich Hoffnung hatte, dass da noch etwas Gutes & aussagekräftiges kommt. Definitiv eine heftige Enttäuschung, nachdem mir „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells so gut gefallen hat. Würde ich absolut nicht weiterempfehlen.
wunderschönes, tiefgründiges Buch
Mein erstes Buch von Benedict Wells & definitiv nicht mein letztes! Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um in den Schreibstil reinzukommen, aber dann hat mich die Story rund um Jesper gepackt! Benedict Wells findet ganz tolle Worte, für Themen wie Erwachsenwerden, Orientierungslosigkeit in den 20ern, etc. Sollte finde ich jeder gelesen haben. Ich habe mich selbst sehr mit Jesper im Kern identifizieren können, obwohl wir ganz andere Leben führen und einen ganz andern Umgang haben.
Chaotischer Typ, mit chaotischem Leben.
„Ich habe keine Angst vor der Zukunft, verstehen Sie? Ich habe ein kleines bisschen Angst vor der Gegenwart.“ Anfangs fand ich die Story und Jesper echt merkwürdig komisch. Ich konnte das Buch aber trotzdem nicht beiseite legen, da die Story irgendwie fesselnd war. Der Schreibstil war total angenehm und einfach zu lesen. Ich habe Jesper und seinen besten Kumpel Gustav echt ins Herz geschlossen. 🥹

Sich das Leben schön zu reden, macht es leider nicht schöner; es legt lediglich ein Tuch über die Grube, die man sich selbst gräbt.
Spinner — der Titel der Geschichte ist Programm. Es geht um einen von sich selbstüberzeugten, lügenden, depressiven Spinner, der auf der Suche nach Identität und den Sinn des Lebens geradewegs auf den Abgrund zusteuert. Der Hauptcharackter und besagter Spinner heißt Jesper Lier und besitzt wie jeder andere 19-jährige Träume und Hoffnungen… und absolut kein Plan über das Leben. Er zieht in die Großstadt Berlin, „seinem Traum hinherjagend“ bald ein berühmter und anerkannter Autor, ein unentdecktes Genie zu werden. Gefangen in seinem Kellerloch, in der Stadt mit „übergroßen Egos, die in lächerlichem Kontrast zu Ihren kleinen armseligen Existenzen stehen.“ Man kann Jesper Lier nicht mögen. Seine Art, wie er wirklich über jeden spottet, macht ihn zum größten Gespött der Geschichte. Niemandem gönnt er nur einen kleinen Funken Glück, denn das Leben schlägt immer dann zu, wenn man seinen Blick abwendet… und das Leben scheint einen Gefallen darin gefunden zu haben, bei Jesper immer wieder zu zuschlagen. Jeder der sein glückliches Entkommen nicht als Zufall betrachtet, sei ein verlogener Idiot. Man kann ihn nur bemitleiden, wie pessimistisch und unsicher er durchs Leben schwankt. Anstatt sich mit seinen Ängsten und Verlusten auseinanderzusetzen, flieht er in die Welt des Alkohols und der Drogen und verliert sich letztlich in seinem Roman, der ihm sowohl Freund als auch Trostspender ist, der Leidensgenosse. Und als wäre das Ganze noch nicht genug, drückt er seine Mitmenschen von sich weg. Stößt sie sogar vor den Kopf, falls sie es wagen sollten zu nahe zukommen und quält sich letztlich mit seiner selbstauferlegten Einsamkeit. Es macht einen wütend, wie unbeholfen und selbstschädigend er mit seinem Leben umgeht und es schließlich als nur halb so wild abtut. Aber viel wütender hat es mich gemacht, wie sehr ich mich in ihm wiedergefunden habe. Ja man kann Jesper Lier einfach nicht mögen. Aber er ist echt und dafür liebe ich ihn. Seine brutale ehrliche Sicht aufs Leben. Seine authentische Art. Seine Unverblümtheit. Seine unzähligen hässlichen Gedanken, mit denen sich jeder mindestens schon einmal quälen musste. Und vor allem liebe ich die vielen wunderschönen Zitate: „Ich hab halt einen traurigen Verstand und ne lächelnde Seele.“
In erster Linie hab ich es gelesen weil es in Berlin spielt. Mit dem Roman(anti)helden konnte ich mich durchaus identifizieren. Sein durchschlagender Erfolg beim weiblichen Geschlecht, seine Träume und Sehnsüchte mit Anfang 20. Und dann der Absatz „Es ist der Fluch der Jugend, dass man glaubt ständig zu leiden. Doch wenn diese Zeit vorbei ist, stellt man verwundert fest, dass man sie geliebt hat. Und dass sie nie mehr zurückkommt.“ Den Stil von Benedict Wells mag ich auch sehr. Kurz: 4 Sterne und ich würd‘s empfehlen.
Ich finde dieses Buch ist wirklich gut. Es war mein erstes Buch von Wells. Zugegeben waren manche Stellen etwas langweilig und habe sich total gezogen, aber alles in allem ist es Buch was man mal nebenher lesen bzw. auf Spotify hören kann. Das Thema des Buches ist eigentlich sehr spannend, gerade für junge Erwachsene. Und es enthält auch einige schöne Zitate :)
Zu Anfang hatte ich wirklich das Gefühl, dass dieses Buch ein Reinfall wird. Ich bin nach 'Vom Ende der Einsamkeit' ein großer Fan von Wells geworden, allerdings war es das einzige Buch, das ich da von ihm kannte. Er hat ewig daran geschrieben und es scheint sein wichtigstes Werk zu sein. Das hier war gänzlich anders. Im Humor erkannte man ihn teilweise wieder und auch mochte ich gerade den im Buch sehr gerne. Das änderte wenig daran, dass ich die Hauptperson Jesper nicht so ganz leiden mochte. Er ist auch wirklich nicht der einfachste Mensch. Das liegt natürlich einigen Erlebnissen zugrunde, was auch durchaus nachvollziehbar ist, aber die Sympathie stellte sich dennoch erst am Ende etwas ein. Letztendlich war es ein nettes Buch für zwischendurch, das durchaus gute Ansätze bietet, aber nicht wirklich vom ganzen Talent zeugt, welches der Autor tatsächlich besitzt. Soweit ich informiert bin, ist dies sein erstes Werk. Wenn ja, dann merkt man es, aber es macht es nicht völlig mies. Wie gesagt, ich musste mal schmunzeln, fieberte mal mit, aber alles in allem war es mittelmäßig verfasst. Was alles andere als mittelmäßig war, sondern geradezu grandios, war die Idee an sich. Ich fand den Handlungsverlauf in Ordnung, manche Teile davon richtig toll und tiefgründig und gerade die letzten 50 Seiten machten nochmal einiges wett. Den letzten Teil fand ich echt super. Daher auch immer noch gute drei Sterne.
Chaotisch aber gut 🖤🌃
Weil das Cover und der Titel mich sehr angesprochen haben, habe ich das Buch einfach blind gekauft und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders mochte ich die dichte Atmosphäre des Berliner Stadtlebens und wie Themen wie Identitätskrise nach der Schule, Verlust, Nostalgie und unerwiderte Liebe umgesetzt wurden. Die Figuren wirkten meist lebendig und sympathisch, zudem brachte der Roman mit seinem Humor eine Leichtigkeit hinein. Einige Zitate fand ich besonders stark und haben mich wirklich zum nachdenken gebracht. Allerdings war der Protagonist für mich nicht immer nachvollziehbar, manchmal sogar anstrengend oder überzogen. Auch habe ich mich an einigen Stellen etwas verloren gefühlt. Trotzdem fand ich den Abschluss überzeugend und rund. Alles in allem ein lesenswertes Buch, auch wenn es sehr chaotisch zuging. Ich freue mich auf die anderen Werke von Wells!

Besser als Gedacht
Ich muss sagen ich denke entweder mag man das Buch oder man hasst es und kann nichts damit anfangen. Ich bin einer der Leute die es absolut gemocht hat. Dies liegt größtenteils daran, dass ich mich teilweise in dem Protagonisten Jesper, wiedererkannt habe. Um genauer zu sein in seinen Gedanken Gängen. Jesper ist ein verkopfter, junger und auch irgendwo verzweifelter Mann, der nichts anderes als seine unmöglich erscheinende “Autorenkarriere” im Sinn hat. Man erlebt seine zwiegespaltene Gedankengänge und dies bedarf an der ein oder anderen Stelle an Humor, um das geschriebene verstehen zu können. Der Roman ist dadurch ein wenig anspruchsvoll, aber in keinster Weise anstrengend zu lesen. Der Schreibstil von Wells gefällt mir richtig gut und ich inhaltlich nicht viel erwartet, dies darf man sich aber generell bei Benedict Wells Romanen nicht erwarten, da hier eher der prägnante Schreibstil die “Spannung” ausmacht. Es ist eigentlich eine Alltägliche Situation/Geschichte eines jungen Menschen, der noch nicht herausgefunden hat was er genau will im Leben und dadurch ein bisschen auf der Stelle bleibt. Aber genau diese Einfachheit macht den Charme aus, wobei sich denke ich jeder irgendwo wieder finden kann, da Jesper brutal ehrlich ist und das ausspricht, was sich viele wohl denken. Als Leser entwickelt man dadurch eine Haß-Liebe zu dem Protagonist. Man will irgendwie sein Bestes gleichzeitig will man ihn aber auch wachrütteln und ihn in seine Schranken weisen. Also kurz gesagt: Von der Geschichte her nicht außergewöhnliches aber ich habe es trotzdem nie langweilig empfunden und durch den Schreibstil in voller Länge genossen.
Eine wundervolle und starke Geschichte über das Leben
Benedict Wells überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Ich war im Berlin Urlaub und hatte eine dicke leseflaute. Nichts hat mich angesprochen und dann hatte ich diese Buch in der Hand. Der Klappentext hat mich abgesprochen und ich musste es sofort anfangen. Die ersten 100 Seiten hatte ich in kürzertreten Zeit gelesen. Das Buch ist spannend und packen. Die Charaktere einzigartig und faszinierend. Die Story ist ergreifend und tief. Ich bin einfach total gegeisterte von diesem Buch, vom Autor und von den Charakteren. Es war genau das richtige für den Moment und ich möchte bald alle Bücher von ihm gelesen haben. 🥰

Mal was anderes :o
Spinner von Benedict Wells. Es war für mich mal was komplett anderes. Und ich bin froh, dass ich ohne Erwartungen und ohne das Wissen was jetzt auf mich zukommt, das Buch gelesen habe. Dazu war es auch das erste Buch für mich, dass von einem Mann geschrieben wurde und es um einen Männlichen Protagonisten ging. Es geht um Jesper, der wirklich echt chaotisch ist und sein Leben kein Stück im Griff hat. In anderen Büchern mag man die Protagonisten und sie sind einwenig schon Perfekt. In diesem Buch ist es anders. Jesper hat so einiges in seinem chaotischen Leben zu verändern und sonderlich sympathisch ist er mir auch nicht, aber das wurde er nach einiger Zeit. Denn in dieser einen Woche durfte man Jesper begleiten in einer wirklich wirren Wochen. Man wird mitgenommen auf eine Reise und Sehnsucht nach Veränderung. Wer mal was anderes Lesen will, dann Spinner von Benedict Wells. :)
Characteristics
7 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, ›Vom Ende der Einsamkeit‹, stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Benedict Wells’ Bücher sind in 40 Sprachen erschienen, sein neuester Roman ›Hard Land‹ wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Benedict Wells lebt in Zürich.
Posts
Moderne Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
Ich mochte Dostojewskis Werk "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" sehr und habe hier tatsächlich einige Parallelen gesehen. Wahrscheinlich hat Benedict Wells sich davon auch beeindrucken und dann beeinflussen lassen. Die Erlebnisse einer melancholischen und teilweise aggressiv pessimistischen Figur, die sich selbst riesige Steine vor die Füße wirft. Und das alles sehr gekonnt mit Humor gespickt. Der chaotische Handlungsstrang hat mir sehr gefallen und auch stilistisch war das Buch wesentlich besser als "Becks letzter Sommer". Ich habe mir viele schöne Zitate und Abschnitte im Text markiert und mich über talentierte Formulierungen gefreut. Trotzdem wirkte der Text im krassen Gegensatz dazu manchmal etwas holprig und die Szenen zu gekünstelt.
Abgebrochen.
Ich habe das Hörbuch gehört und ziemlich schnell wieder abgebrochen. Jesper, absoluter Einzelgänger, ist einsam, hat keine Kohle und die Menschen, die in seinem Leben auftauchen, verprellt er. Aber schon zu Beginn tauchen immer wieder Menschen auf - eine Studentin, sein „bester Freund“ Gustav, die Frau im weißen Kleid, der andere beste Freund (?), die Mutter. Alles bleibt episodenhaft, es passiert auch irgendwie nix. Da bin ich irgendwie raus.
Der Protagonist Jesper stellt sich nicht den Geschehnissen der Vergangenheit, was großen Einfluss auf seine Gegenwart hat. Es werden einige wichtige Themen aufgegriffen, aber nicht bis in den tiefen Kern ausgeleuchtet (wie Wells es in seinen späteren Werken hervorragend gemacht hat). Mit Jesper ist ihm ein skurriler, wenn auch nicht gerade sympathischer Charakter, gelungen. Ich würde das Buch empfehlen, da ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt habe und man nie genau wusste, wohin alles führen wird. Insgesamt vielleicht einen Tick schwächer als vier Sterne für mich, aber ich bin einfach ein riesen Fan von Wells Art zu Schreiben.
Hat mich erst zum Ende hin abgeholt, aber kein Vergleich zu seinen anderen Büchern. Ich konnte viele Gedankengänge nachvollziehen und nach "die Geschichten in uns" sehe ich auch den autobiografischen Anteil. Manchmal war mir die Geschichte aber zu konfus und ich wusste nicht, wohin es gehen soll, auch wenn grade dies wohl gewollt war.
„Es ist der Fluch der Jugend, dass man glaubt, ständig zu leiden. Doch wenn diese Zeit vorbei ist, stellt man verwundert fest, dass man sie geliebt hat. Und dass sie nie mehr zurückkommt.“
Eine verrückte Woche im Leben des 20-jährigen Jesper Lier, der als angehender Schriftsteller in Berlin lebt. Sein Leben ist geprägt von Ziellosigkeit, Selbstzweifeln, Schwermut, der Suche nach sich selbst und dem Wunsch nach Veränderung. An vielen Stellen habe ich mich an mein jüngeres Ich zurückerinnert und mich im Geschriebenen wiedererkannt. So richtig warm geworden mit der Geschichte und mit Jesper bin ich erst gegen Ende des Buches, doch dann habe ich es gefühlt. ♥️
Eine Woche die sein Leben verändert - Ein Antiheld?
Lese ich in der Biografie von Benedict Wells fallen mir sofort Parallelen zu dem Buch auf. Es sind definitiv autobiographische Züge in dem Buch enthalten. Jesper Lier ist 20 Jahre alt und von München nach Berlin geflüchtet um Schriftsteller zu werden. Seine Manuskripte werden jedoch abgelehnt. Sein Leben bestreitet er durch einen Nebenjob bei der Zeitung. Seine Freunde verprellt er immerwieder und ist eher ein Einzelgänger in einer depressiven Phase seines Lebens. Benedict Wells gelingt es hier durch seinen Schreibstil die Schwere und das tragischkomische zu spüren. Die Tragik überwiegt und man fragt sich wie es weitergehen soll. Seine verbliebenen Freunde und ein tragischer Schicksalschlag helfen ihm vermutlich auf die Beine zu kommen.
Meine Meinung zu Spinner: - Benedict Wells Erstlingswerk (mit 19 Jahren geschrieben) und autobiographisch - Das Setting hat mir sehr gefallen, Berlin in den 2000ern - Der Protagonist Jesper wirkt zuerst unsympathisch, aber ich verstand die Gedanken und seine Gefühlswelt zu 100% - Der Autor versteht es, die Traurigkeit und Wut von Jesper in seinen Taten zu beschreiben, wie es kaum ein anderer kann - Ich konnte mich gut mit Jesper identifizieren - Schreibstil war was ganz besonderes, locker, aber auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit -> ich habe sehr viel markiert - Am Anfang fehlte für mich der rote Faden, am Ende hat sich alles zusammengefügt. - Mir hat es sehr Spaß gemacht Jesper auf seine Reise zu begleiten und sehr mitgefühlt - Becks letzter Sommer hat mir einen Tick besser gefallen - Daher von mir 4 ☆☆☆☆
Ich bin mit großen Erwartungen in dieses Buch gegangen, weil ich schon aus der Vergangenheit Werke des Autors Benedict Wells kannte. "Becks letzter Sommer" ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher... Okay Hörbücher, sollte ich vielleicht dazu sagen. Ich betone das so, weil es von Christian Ulmen eingelesen wurde, und es das Ganze wahrscheinlich noch etwas mehr zu einem besonderen Hörerlebnis machte. "Spinner" dagegen liest der Autor selbst. Nicht, dass es jetzt grundsätzlich ein Problem für mich wäre. Es gibt tolle Autoren, die auch toll lesen. Heinz Strunk, Benjamin von Stuckrad-Barre, Ronja von Rönne, Sven Regner, und noch viele mehr, verleihen ihren Geschichten durch ihr Lesen dieses Besondere, was wahrscheinlich auch nur der Autor kann. Bei Wells und diesem Buch habe ich ehrlich gesagt sehr lange gefremdelt. Er liest irgendwie abgehakt. Keine Ahnung, ob bewusst, also als Stilmittel, oder ob es einfach seine Art ist. Es hat mich anfänglich nicht überzeugt... Nach etwa 1/3 der Geschichte hat er mich dann vielleicht nicht unbedingt gehabt, aber es war mir egal, weil die Gesichte mich hatte!😯😎😦🙃... Keine Frage, die Story ist unterhaltsam, und allein deshalb schon hörenswert, mich hat es aber auch auf einer persönlichen Ebene stark angesprochen... Wahrscheinlich schon allein der Titel😅😅... Immer wieder fand ich mich in den Gedanken der Hauptfigur wieder. Das Schreiben an sich wird thematisiert... Das erfolglose Schreiben als Autor, um dann doch irgendwann auf eine Person zu treffen, die es liest und fragt, wie nah alles an der Realität sei🥲. Kann sein, dass ich es schon ähnlich erlebt habe🤔😬... Genauso werden das Zweifeln und Scheitern - auch und besonders im zwischenmenschlichen Bereich - aufgegriffen. Also die Beziehung zum anderen Geschlecht, die hier so schön als "Abstellgleis der Freundschaft" bezeichnet wird... Ein Zitat, besser die Beschreibung eines Zustands, die mich ebenfalls sehr direkt erwischt hat: "trauriger Verstand, dafür eine lächelnde Seele"...Schluck🙄🙄... Eine weitere Selbstbeschreibung des Hauptcharakters ließ mich dann schließlich fast erschaudern: "Dass ich mich Menschen gegenüber nicht öffnen kann, stattdessen hinter einer ironischen Fassade verschwinde... Dass ich jede ernste Situation mit einem Lächeln oder einen Witz auflöse... Dass ich nur Nähe zulassen kann, wenn ich schreibe... Dass ich mich zugleich hinter meinen Worten verstecke."... Schluck, Schluck🙄😬... Besonders diese persönlichen Bezüge, haben diese Geschichte in mein Herz gelassen💔❤️🩹😏... Okay, dass ist sicher keine allgemeingültige Basis, auf deren Grundlage man ein Werk bewertet, aber es ist ja mein persönlicher Eindruck hier🤷♂️... Ja, als hoffnungsloser Romantiker hätte ich mir noch ein wenig mehr Lovestory gewünscht. Nicht übertrieben, einfach in diese Leichtigkeit der Geschichte mit eingebaut. Das hat mir irgendwie gefehlt. Vor allem, da sie zum Ende hin quasi auf der Straße lag und nicht aufgegriffen wurde... Trotzdem ist mein Gesamteindruck ein durchaus positiver. Als Hörbuchkonsument bewerte ich natürlich zusätzlich zur Geschichte und dem Schreibstil auch das Hörerlebnis. Wie erwähnt, muss ich da für mich ein paar Abzüge machen. Nichts desto trotz, eine absolute Hörempfehlung 🙂👍🎧🎧🎧 , 5️⃣
“Und es verschwand auch nicht immer, wenn man es ins Licht zerrte und mit anderen darüber sprach.”
Zum Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit Jesper warm zu werden, jedoch hat sich das Buch bewehrt. Jeder hatte mal eine kurze Phase der Selbstfindung, beim anderen länger beim anderen kürzer. Dieses Buch schafft es, dass man sich gehört fühlt.
Jesper Lier nimmt uns mit in seine Welt, die Welt der „sinnsuchenden“ Generation, und das auf herrlich humorvoller Ebene.
„Schon komisch. Vor ein paar Jahren hatte ich noch das Gefühl gehabt, durchs Leben zu gleiten oder zu schweben, aber das war vorbei. Alles, was mal einfach schien, war plötzlich fremd und schwierig. Als hätte ich das Schweben verlernt. Ich weiß nicht, ob mich jemand versteht.“ Jesper Lier, 20 Jahre alt und gefangen in einer Endlosschleife des gescheiterten Schriftstellers. Eine turbulente „Odyssee“ durch Berlin mit seinen Freunden, lässt ihn alles in Frage stellen, was in seinem Leben bisher so „sinnlos“ erschien. „Ich weiß nicht, ob mich jemand versteht.“ - Oh doch, ich bin mir sicher, dass viele das Gefühl kennen, nach der Schule nicht zu wissen wohin mit sich und seinen Träumen. Und vor allem, wenn all diese Träume an der Realität zersplittern, sieht man sich die Scherben mühsam zusammensuchen. Wells schafft es, dieses Gefühl auf so humorvolle Art und Weise zu transportieren, das ich oftmals schmunzeln musste. Denn die Verbundenheit mit dem Protagonisten und die hieraus resultierende Erkenntnis, mit all den Ängsten und Sorgen nicht alleine zu sein, tut gut. Auch wenn die „wilde Odyssee“ mir in manchen Momenten etwas zu spinnert war, hatte ich sehr viel Freude mit dem Roman. Eine Empfehlung an all diejenigen, die manchmal nicht wissen, wohin mit sich und ihrem Leben und auch an diejenigen, die solch eine Phase schon einmal erlebt haben.
3,5 Sterne für das Erstlingswerk dieses grandiosen Autors
Ein weiterer Coming of age Roman von Benedict Wells ist gelesen. Man merkt deutlich, dass dies sein erster Roman war, aber an vielen Stellen erkennt man den kommenden Autoren schon. Vor allem die letzten 35 Seiten haben noch den den letzten halben Stern verdient. Lieblingszitat: " Das dunkle in einem verschwand nicht, wenn man es ignorierte. Es verschwand, wenn man es ins Licht zerrte und mit anderen darüber sprach."
„Ich guckte noch mal runter, dann wandte ich mich ab. Ich hatte den Tod ohnehin nicht verdient, ich konnte ihn doch gar nicht bezahlen, denn er kostete das Leben, und davon hatte ich noch viel zu wenig.“
Benedict Wells ist und bleibt einfach meine Nummer 1. Wenn ich ein richtig gutes Buch lesen möchte, lese ich eins von ihm und irgendwie tut der Gedanke weh, dass ich irgendwann alle gelesen haben werde. 😄 Einfach unfassbar, dass er dieses Buch mit 19 geschrieben hat! Es ist so humorvoll, ich habe ständig Passagen abfotografiert, weil sie mich zum Nachdenken oder auch einfach zum Lachen gebracht haben. Lest es 🫶🏼

'Die wenigen Buchstaben meiner Tastatur reichen leider nicht aus, um das Gefühl zu beschreiben, das mich in dieser Sekunde erfüllte'
Man merkt schnell, dass es sich bei diesem Buch um ein Buch von Benedict Wells handelt. Man ist sofort drin in dieser ehrlichen, fast nackten Sprache und Geschichte. Interessanterweise habe ich auch sofort gemerkt, dass es eins seiner ersten Bücher sein muss, denn es klang noch nicht so reif wie die anderen Romane, die ich von ihm gelesen habe. Definitiv lesenswert.
„Das Leben war nicht besonders einfallsreich. Es brachte immer den gleichen Trick, und trotzdem fiel jeder darauf rein.“
Wieder einmal hat mich der Autor dazu gebracht, ganz intensive Emotionen beim Lesen zu fühlen. Wieder einmal geht es ein Stück weit um Einsamkeit, es geht um die Planlosigkeit und die eigenen Träume, die unerreichbar scheinen und man dennoch für sie brennt, auch dann, wenn man es vielleicht mal auf eine andere Art versuchen sollte. Es war bedrückend, aber auf eine besondere Art und Weise auch befreiend. Stellenweise war es dann etwas wirr, aber das hält sich in Maßen. Manchmal hätte ich Jesper oder seine Freunde gerne geschüttelt, war enttäuscht oder gar genervt von seinen Entscheidungen aber andererseits konnte ich mich stellenweise auch so gut mit ihm identifizieren (oder viel mehr mit seinen Gedankengängen), dass ich es auch irgendwie nachvollziehen konnte. Mein Buch ist nun um einige Sticky Tabs schwerer, weil es – wie soll es bei Benedict Wells auch anders sein – so viele schöne, poetische Stellen zum Markieren gab. Ein ganz schönes Buch, aber sicher nicht sein bestes. Empfehlen würde ich es dennoch allen, vor allem denjenigen, die selbst einen Hang zur Melancholie haben oder das Gefühl kennen, im Leben „stecken zu bleiben“. „Wichtig war nur, dass ich nicht mehr stillstand, dass ich mich den Dingen wieder stellte, egal, was aus mir werden würde. Denn alles andere wäre falsch, denke ich, unecht, irgendwie so, wie wenn man verrauchte Luft einatmet. Man kann damit leben, aber es ist nicht das Wahre, man atmet nicht so tief ein, wie man könnte.“

Zwischen Berufung und Identität sucht Jesper in der Hauptstadt seine Geschichte - eine Story zwischen jugendlicher Hoffnung und Scheitern, sich suchen, verlieren und finden.
Ich habe mit Jesper gelitten, geseufzt, hätte ihn gern geschüttelt, habe ob seines Selbstmitleides gestöhnt . Ich habe mit ihm gehofft und gesucht. Erzählt wird Jespers Geschichte aus seiner Perspektive - stets zwischen Fiktion und Wahrheit und manchmal wusste ich als Leserin selbst nicht, auf welcher Seite wir gerade stehen, was Wirklichkeit ist, was die Faszination eines jungen Schriftstellers, was seine Krankheit. Der Schreibstil ist typisch Benedict Wells: nicht aufgebläht, strukturiert, wenig bis gar nicht verschachtelt und doch sind immer mal wieder Sätze und Passagen dazwischen, die mit Stilmitteln spielen, z.B.: „ Doch es gibt Fehler, die notwendig sind. Manchmal muss man ein kleines bisschen sterben, um wieder ein wenig mehr zu leben.“ Ich musste mich immer wieder erst warm lesen, wenn das Buch weggelegt hätte und konnte dann aber jedes Mal kaum aufhören. „Spinner“ beschreibt eine Woche im Leben des 20jährigen Jesper in dessen Ich-Perspektive. Die Nebenfiguren sind berechenbar, aber bringen die Story hilfreich voran, veranschaulichen die Nuancen von Freundschaft und Beziehungen, in denen Jesper sich bewegt und bieten Anknüpfungspunkte, um über die eigene Verortung im eigenen Leben, in den eigenen (Lebens-)Träumen und den verschiedenen Beziehungen nachzudenken. Jesper ist mir von Seite zu Seite ans Herz gewachsen, während ich ihn regelmäßig verflucht habe. Danke für diese Facetten von „Alleinsamkeit“!
Etwas langatmig
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. „Vom Ende der Einsamkeit“ hat mir total gut gefallen. Keine Ahnung ob es daran liegt, dass es der erste Roman von Benedict Wells ist, aber der Schreibstil kam mir komplett anders vor. Musste mich zwischendurch wirklich zwingen weiterzulesen. Hin und wieder gab es schöne Passagen und gegen Ende wurde es noch einmal etwas besser, aber sonst war es ziemlich zäh, mit einer depressiven Stimmung. Die für mich schönsten Zeilen: Das dunkle in einem verschwand nicht, wenn man es ignorierte. Es verschwand, wenn man es ins Licht zerrte und mit anderen darüber sprach.
Ein wirres deprimierendes Chaos
Ich kann ehrlich gesagt nichtmal wirklich sagen worum es in dem Buch ging. Es klang im Klappentext so vielversprechend & hoffnungsvoll die Orientierungslosigkeit in den 20ern nachempfinden zu können aber im Endeffekt passieren so viele wirre und unerklärliche Ereignisse, die ich nicht zuordnen kann. Das ganze macht für mich schlichtweg keinen Sinn. Der Protagonist Jesper Lier ist ein absolut unangenehmer, heuchlerischer & verzweifelter Charakter der einfach unerträglich ist zu lesen. Die Thematik hätte so viel Potenzial gehabt aber ich bin wirklich enttäuscht. Ich habe es wirklich nur zu Ende gelesen, weil ich Hoffnung hatte, dass da noch etwas Gutes & aussagekräftiges kommt. Definitiv eine heftige Enttäuschung, nachdem mir „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells so gut gefallen hat. Würde ich absolut nicht weiterempfehlen.
wunderschönes, tiefgründiges Buch
Mein erstes Buch von Benedict Wells & definitiv nicht mein letztes! Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um in den Schreibstil reinzukommen, aber dann hat mich die Story rund um Jesper gepackt! Benedict Wells findet ganz tolle Worte, für Themen wie Erwachsenwerden, Orientierungslosigkeit in den 20ern, etc. Sollte finde ich jeder gelesen haben. Ich habe mich selbst sehr mit Jesper im Kern identifizieren können, obwohl wir ganz andere Leben führen und einen ganz andern Umgang haben.
Chaotischer Typ, mit chaotischem Leben.
„Ich habe keine Angst vor der Zukunft, verstehen Sie? Ich habe ein kleines bisschen Angst vor der Gegenwart.“ Anfangs fand ich die Story und Jesper echt merkwürdig komisch. Ich konnte das Buch aber trotzdem nicht beiseite legen, da die Story irgendwie fesselnd war. Der Schreibstil war total angenehm und einfach zu lesen. Ich habe Jesper und seinen besten Kumpel Gustav echt ins Herz geschlossen. 🥹

Sich das Leben schön zu reden, macht es leider nicht schöner; es legt lediglich ein Tuch über die Grube, die man sich selbst gräbt.
Spinner — der Titel der Geschichte ist Programm. Es geht um einen von sich selbstüberzeugten, lügenden, depressiven Spinner, der auf der Suche nach Identität und den Sinn des Lebens geradewegs auf den Abgrund zusteuert. Der Hauptcharackter und besagter Spinner heißt Jesper Lier und besitzt wie jeder andere 19-jährige Träume und Hoffnungen… und absolut kein Plan über das Leben. Er zieht in die Großstadt Berlin, „seinem Traum hinherjagend“ bald ein berühmter und anerkannter Autor, ein unentdecktes Genie zu werden. Gefangen in seinem Kellerloch, in der Stadt mit „übergroßen Egos, die in lächerlichem Kontrast zu Ihren kleinen armseligen Existenzen stehen.“ Man kann Jesper Lier nicht mögen. Seine Art, wie er wirklich über jeden spottet, macht ihn zum größten Gespött der Geschichte. Niemandem gönnt er nur einen kleinen Funken Glück, denn das Leben schlägt immer dann zu, wenn man seinen Blick abwendet… und das Leben scheint einen Gefallen darin gefunden zu haben, bei Jesper immer wieder zu zuschlagen. Jeder der sein glückliches Entkommen nicht als Zufall betrachtet, sei ein verlogener Idiot. Man kann ihn nur bemitleiden, wie pessimistisch und unsicher er durchs Leben schwankt. Anstatt sich mit seinen Ängsten und Verlusten auseinanderzusetzen, flieht er in die Welt des Alkohols und der Drogen und verliert sich letztlich in seinem Roman, der ihm sowohl Freund als auch Trostspender ist, der Leidensgenosse. Und als wäre das Ganze noch nicht genug, drückt er seine Mitmenschen von sich weg. Stößt sie sogar vor den Kopf, falls sie es wagen sollten zu nahe zukommen und quält sich letztlich mit seiner selbstauferlegten Einsamkeit. Es macht einen wütend, wie unbeholfen und selbstschädigend er mit seinem Leben umgeht und es schließlich als nur halb so wild abtut. Aber viel wütender hat es mich gemacht, wie sehr ich mich in ihm wiedergefunden habe. Ja man kann Jesper Lier einfach nicht mögen. Aber er ist echt und dafür liebe ich ihn. Seine brutale ehrliche Sicht aufs Leben. Seine authentische Art. Seine Unverblümtheit. Seine unzähligen hässlichen Gedanken, mit denen sich jeder mindestens schon einmal quälen musste. Und vor allem liebe ich die vielen wunderschönen Zitate: „Ich hab halt einen traurigen Verstand und ne lächelnde Seele.“
In erster Linie hab ich es gelesen weil es in Berlin spielt. Mit dem Roman(anti)helden konnte ich mich durchaus identifizieren. Sein durchschlagender Erfolg beim weiblichen Geschlecht, seine Träume und Sehnsüchte mit Anfang 20. Und dann der Absatz „Es ist der Fluch der Jugend, dass man glaubt ständig zu leiden. Doch wenn diese Zeit vorbei ist, stellt man verwundert fest, dass man sie geliebt hat. Und dass sie nie mehr zurückkommt.“ Den Stil von Benedict Wells mag ich auch sehr. Kurz: 4 Sterne und ich würd‘s empfehlen.
Ich finde dieses Buch ist wirklich gut. Es war mein erstes Buch von Wells. Zugegeben waren manche Stellen etwas langweilig und habe sich total gezogen, aber alles in allem ist es Buch was man mal nebenher lesen bzw. auf Spotify hören kann. Das Thema des Buches ist eigentlich sehr spannend, gerade für junge Erwachsene. Und es enthält auch einige schöne Zitate :)
Zu Anfang hatte ich wirklich das Gefühl, dass dieses Buch ein Reinfall wird. Ich bin nach 'Vom Ende der Einsamkeit' ein großer Fan von Wells geworden, allerdings war es das einzige Buch, das ich da von ihm kannte. Er hat ewig daran geschrieben und es scheint sein wichtigstes Werk zu sein. Das hier war gänzlich anders. Im Humor erkannte man ihn teilweise wieder und auch mochte ich gerade den im Buch sehr gerne. Das änderte wenig daran, dass ich die Hauptperson Jesper nicht so ganz leiden mochte. Er ist auch wirklich nicht der einfachste Mensch. Das liegt natürlich einigen Erlebnissen zugrunde, was auch durchaus nachvollziehbar ist, aber die Sympathie stellte sich dennoch erst am Ende etwas ein. Letztendlich war es ein nettes Buch für zwischendurch, das durchaus gute Ansätze bietet, aber nicht wirklich vom ganzen Talent zeugt, welches der Autor tatsächlich besitzt. Soweit ich informiert bin, ist dies sein erstes Werk. Wenn ja, dann merkt man es, aber es macht es nicht völlig mies. Wie gesagt, ich musste mal schmunzeln, fieberte mal mit, aber alles in allem war es mittelmäßig verfasst. Was alles andere als mittelmäßig war, sondern geradezu grandios, war die Idee an sich. Ich fand den Handlungsverlauf in Ordnung, manche Teile davon richtig toll und tiefgründig und gerade die letzten 50 Seiten machten nochmal einiges wett. Den letzten Teil fand ich echt super. Daher auch immer noch gute drei Sterne.
Chaotisch aber gut 🖤🌃
Weil das Cover und der Titel mich sehr angesprochen haben, habe ich das Buch einfach blind gekauft und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders mochte ich die dichte Atmosphäre des Berliner Stadtlebens und wie Themen wie Identitätskrise nach der Schule, Verlust, Nostalgie und unerwiderte Liebe umgesetzt wurden. Die Figuren wirkten meist lebendig und sympathisch, zudem brachte der Roman mit seinem Humor eine Leichtigkeit hinein. Einige Zitate fand ich besonders stark und haben mich wirklich zum nachdenken gebracht. Allerdings war der Protagonist für mich nicht immer nachvollziehbar, manchmal sogar anstrengend oder überzogen. Auch habe ich mich an einigen Stellen etwas verloren gefühlt. Trotzdem fand ich den Abschluss überzeugend und rund. Alles in allem ein lesenswertes Buch, auch wenn es sehr chaotisch zuging. Ich freue mich auf die anderen Werke von Wells!

Besser als Gedacht
Ich muss sagen ich denke entweder mag man das Buch oder man hasst es und kann nichts damit anfangen. Ich bin einer der Leute die es absolut gemocht hat. Dies liegt größtenteils daran, dass ich mich teilweise in dem Protagonisten Jesper, wiedererkannt habe. Um genauer zu sein in seinen Gedanken Gängen. Jesper ist ein verkopfter, junger und auch irgendwo verzweifelter Mann, der nichts anderes als seine unmöglich erscheinende “Autorenkarriere” im Sinn hat. Man erlebt seine zwiegespaltene Gedankengänge und dies bedarf an der ein oder anderen Stelle an Humor, um das geschriebene verstehen zu können. Der Roman ist dadurch ein wenig anspruchsvoll, aber in keinster Weise anstrengend zu lesen. Der Schreibstil von Wells gefällt mir richtig gut und ich inhaltlich nicht viel erwartet, dies darf man sich aber generell bei Benedict Wells Romanen nicht erwarten, da hier eher der prägnante Schreibstil die “Spannung” ausmacht. Es ist eigentlich eine Alltägliche Situation/Geschichte eines jungen Menschen, der noch nicht herausgefunden hat was er genau will im Leben und dadurch ein bisschen auf der Stelle bleibt. Aber genau diese Einfachheit macht den Charme aus, wobei sich denke ich jeder irgendwo wieder finden kann, da Jesper brutal ehrlich ist und das ausspricht, was sich viele wohl denken. Als Leser entwickelt man dadurch eine Haß-Liebe zu dem Protagonist. Man will irgendwie sein Bestes gleichzeitig will man ihn aber auch wachrütteln und ihn in seine Schranken weisen. Also kurz gesagt: Von der Geschichte her nicht außergewöhnliches aber ich habe es trotzdem nie langweilig empfunden und durch den Schreibstil in voller Länge genossen.
Eine wundervolle und starke Geschichte über das Leben
Benedict Wells überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Ich war im Berlin Urlaub und hatte eine dicke leseflaute. Nichts hat mich angesprochen und dann hatte ich diese Buch in der Hand. Der Klappentext hat mich abgesprochen und ich musste es sofort anfangen. Die ersten 100 Seiten hatte ich in kürzertreten Zeit gelesen. Das Buch ist spannend und packen. Die Charaktere einzigartig und faszinierend. Die Story ist ergreifend und tief. Ich bin einfach total gegeisterte von diesem Buch, vom Autor und von den Charakteren. Es war genau das richtige für den Moment und ich möchte bald alle Bücher von ihm gelesen haben. 🥰

Mal was anderes :o
Spinner von Benedict Wells. Es war für mich mal was komplett anderes. Und ich bin froh, dass ich ohne Erwartungen und ohne das Wissen was jetzt auf mich zukommt, das Buch gelesen habe. Dazu war es auch das erste Buch für mich, dass von einem Mann geschrieben wurde und es um einen Männlichen Protagonisten ging. Es geht um Jesper, der wirklich echt chaotisch ist und sein Leben kein Stück im Griff hat. In anderen Büchern mag man die Protagonisten und sie sind einwenig schon Perfekt. In diesem Buch ist es anders. Jesper hat so einiges in seinem chaotischen Leben zu verändern und sonderlich sympathisch ist er mir auch nicht, aber das wurde er nach einiger Zeit. Denn in dieser einen Woche durfte man Jesper begleiten in einer wirklich wirren Wochen. Man wird mitgenommen auf eine Reise und Sehnsucht nach Veränderung. Wer mal was anderes Lesen will, dann Spinner von Benedict Wells. :)






















































