Small World
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Description
Book Information
Author Description
Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.
Posts
Geld und Vergessen
Konrad Lang erkrankt an Alzheimer. Konrad Lang ist Alkoholiker. Konrad Lang ist ein begnadeter Klavierspieler. Konrad Lang ist das Anhängsel von Thomas. Seit der Kindheit. Konrad macht das, was Thomas macht. Er ist in der Familie, ohne dazuzugehören. Wie geht Konrad, wie geht die superreiche Familie von Thomas damit um? Ich habe die Geschichte als eine Sozialstudie über eine reiche schweizer Familie gelesen, in der das Thema Demenz zwar gut ausgeleuchtet wird, aber durch Suters Schreibstil wurde ich so auf Distanz zu Konrad gehalten, dass es für mich fast zweitrangig war. Beziehungen und ihre Abbrüche, ihre Scheinheiligkeit und ihr Nutzen standen für mich im Vordergrund. Dadurch wurde der Roman nicht zu schwer, sondern hat mich Hin und Wieder zum Schmunzeln gebracht. Eine wirklich schöne Lektüre für Zwischendurch. 💶🧠🤯 Aber was soll das Cover???
Mit Small World ist Martin Suter ein ebenso feinfühliger wie fesselnder Roman gelungen, der mich tief berührt hat. Die Geschichte von Konrad Lang, einem Mann, dessen Gedächtnis ihn Stück für Stück verlässt, ist spannend erzählt und zugleich erschütternd realistisch. Suters ruhiger, präziser Stil schafft es, einfühlsam in die Welt eines Alzheimer-Erkrankten einzutauchen – ohne Pathos, aber mit viel Menschlichkeit. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie geschickt die Erinnerungsfragmente und die Vergangenheit der Familie Koch miteinander verwoben werden. Je mehr Konrad vergisst, desto mehr wird enthüllt – ein faszinierendes Paradoxon, das für echte Spannung sorgt. Auch wenn das Tempo stellenweise eher ruhig ist, bleibt die Geschichte durchgehend intensiv. Die leisen Töne machen den Roman umso eindringlicher. Und wie immer bei Suter: Die Figuren sind lebendig, vielschichtig, glaubwürdig. Small World ist ein literarischer Thriller der besonderen Art – nachdenklich, berührend und spannend. Für mich ein weiteres starkes Buch von Martin Suter, das noch lange nachhallt.
Konrad Lang soll eine Villa der Familie Koch auf Korfu verwalten, als er eines Abends versehentlich einen Holzvorrat mit Benzin entzündet, woraufhin ein Brand entsteht, der den gesamten Gebäudekomplex zerstört. Als alter Freund der Familie und Protegé der Leiterin der Koch-Werke Elvira Senn kommt er ungeschoren davon, die reiche Industriellenfamilie holt ihn zurück in die Schweiz, wo er eine kleine Wohnung bewohnen darf und ein wöchentliches Taschengeld erhält. Es scheint gerade wieder bergauf zu gehen in seinem Leben, er lernt eine Frau kennen und verliebt sich - doch dann findet er beim Einkaufen den Ausgang aus dem Supermarkt nicht mehr, vergisst beim Spazierengehen wo er wohnt und erinnert sich bald auch nicht mehr an den Namen der Frau, die er heiraten möchte. Woran er sich aber immer besser erinnert: Seine Vergangenheit mit der Familie Koch, was Elvira Senn in Angst und Schrecken versetzt. "Small World" ist Martin Suters Romandebüt und erschien 1997 - in meinem Geburtsjahr! Ein gutes Omen für dieses Buch, das zusammen mit "Die dunkle Seite des Mondes" und "Ein perfekter Freund" zur - von Suter selbst so genannten - neurologischen Trilogie gehört. In allen drei Büchern hat der Protagonist jeweils mit Identitätskrisen zu kämpfen, in "Small World" hat Konrad Lang Alzheimer, was sein Kurzzeitgedächtnis nach und nach zerstört, dafür aber die Erinnerungen seiner Kindheit umso präsenter werden lässt. Martin Suter wäre nicht Martin Suter, wenn er daraus nicht einen spannenden Roman mit sensationellem Plottwist am Ende basteln würde - denn natürlich hat Lang eine komplizierte Vergangenheit, die auf einem großen Geheimnis fußt, das Elvira Senn, das Oberhaupt der reichen Schweitzer Koch-Familie am liebsten für immer begraben hätte. Ich finde es erstaunlich, dass man bereits bei seinem Debüt Suters so typischen Stil erkennen kann, seine Geschichten waren schon damals aufgebaut wie heute, seit fast dreißig Jahren schreibt er über die Schweitzer High Society, über Liebe und Hass, immer mit einer Prise Krimihandlung. Abgesehen von dem Ende, das ich dann doch recht unglaubwürdig fand, habe ich "Small World" richtig gerne gelesen, ein zeitlos fesselnder Lesegenuss.

Ein Suter wie man ihn mag: gut ausgeleuchtetes Thema (hier Alzheimer), temporeich erzählt und spannend bis zum Schluss. Auch die Figurenzeichnung hat mir hier sehr gut gefallen; geheimnisvolle, verschrobene Charaktere, die einem ans Herz wachsen und das bis in die Nebenfiguren hinein wie die Nachtschwester mit den Honigmandeln. Einzig am Ende war mir es einen winzigen Tick zu dick aufgetragen. Aber darüber lässt es sich leicht hinwegsehen bei diesem Lesevergnügen.
Das Buch verschlingt einen!
Small World erzählt die Geschichte von Konrad Lang, der langsam sein Gedächtnis verliert. Anfangs sind es nur kleine Aussetzer, doch bald merkt man: da steckt mehr dahinter. Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto klarer wird, dass Konrad eng mit einer der mächtigsten Familien des Landes verbunden ist und dass ein großes, gut gehütetes Geheimnis im Hintergrund schlummert. Jenes soll jedoch besser nicht ans Licht kommen… Was das Buch so besonders macht, ist nicht nur die feinfühlige Art, wie Suter Konrads Krankheit beschreibt, sondern auch, wie sich das große Geheimnis langsam entfaltet. Man spürt beim Lesen ständig, dass da etwas im Hintergrund lauert, etwas, das unbedingt ans Licht kommen muss. Aber Suter gibt die Antworten nur häppchenweise – gerade so viel, dass man einfach weiterliest und gleichzeitig fast verzweifelt, weil man endlich alles wissen will. Diese Mischung aus Frust und Spannung funktioniert unglaublich gut. Small World ist ein emotionales, intensives Buch, das man kaum weglegen kann. Man leidet mit Konrad mit und bleibt bis zum Ende gefesselt.
Eine Geschichte einer fast unheilbaren Krankheit
Ich hab diesen Roman gerne gelesen, aber er hat sich in der Mitte etwas gezogen. Das Ende kam mir dann auf den letzten 5 Seiten viel zu schnell. Es geht um einen alten Mann, seine Erinnerungen, seine Therapie, seine Familie und wie alles zusammengehört. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Das war gut zusammengesetzt. Die Handlung hab ich daher auch als sehr gut geplant wahrgenommen. So richtig spannend war es aber nicht. Wer sich für Alzheimer/ Demenz und deren Verlauf interessiert, ist hier auf jeden Fall richtig. Auch Richtung Familiengeheimnisse dürften hier einige Leser sehr gut aufgehoben sein.
Ein Suter nach meinem Geschmack.
Martin Suter schildert die Geschichte der Familie Koch. Sie ist einflussreiche, vermögend und genießt höchste Anerkennung. Doch ihre Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis, dass nun mit der Alzheimererkrankung von Konrad Lang droht an die Öffentlichkeit zu gelangen. Konrad, ein alter Freund der Familie, verliert zwar immer mehr die Erinnerungen aus den letzten Jahren, hat Schwierigkeiten sich zurecht zu finden und erkennt wichtige Menschen aus seinem Leben nicht mehr, aber dafür werden die Erinnerungen aus der Kindheit immer präsenter. Elvira Senn, das Familienoberhaupt, versucht das mit allen Mitteln zu verhindern. Das Buch hat mir seht gut gefallen. Es liest sich zügig weg. Insbesondere die Schilderungen zu Gedankengänge von Konrad Lang in den akuten Phasen seiner Erkrankung haben mir sehr gut gefallen. Man kann sich gut vorstellen, dass die Vermischung von Realität und Fiktion bei Alzheimer-Kranken so verläuft. Das Ende fand ich etwas abwegig. Deswegen ein halber Punkt Abzug.
Man ahnt lange was und dann kommt der Plot
Alzheimer, Vergesslichkeit und Intrige. Das Buch bietet Einblick in die schmutzigen Geheimnisse der schönen und reichen. Man ahnt lange, dass was ungereimt ist und das etwas seltsam ist. Der Spannungsbogen ist klasse geschrieben. Macht richtig Laune und hat viel Spannung.
Rührend und zum abtauchen
“Small world” hat mich sehr berührt. Schnell taucht man ab in die Welt der Figuren und lässt sich von ihren Schicksalen ergreifen. Die Geschichte von Koni, trotz ihrer Dramatik, wird mit solch einem Witz erzählt und von ihm immer das Beste draus gemacht, dass man ihn nur gern haben kann. Immer auf den Spuren der Vergangenheit, tappt der Leser lange im Dunkeln und bleibt gefesselt bis zur letzten Seite. Für alle die gerne abtauchen.
Ein Buch welches einen Nachdenken und unter die Haut geht
Mit Small World gelingt Martin Suter ein ebenso eleganter wie subtil verstörender Roman über Erinnerung, Identität und die Macht der Vergangenheit. Suter schreibt in einer klaren, unaufgeregten Sprache, die perfekt zur Atmosphäre des Buches passt. Besonders beeindruckend ist, wie sensibel und zugleich spannend er das Thema Alzheimer bzw. Demenz literarisch verarbeitet. Insgesamt ein literarisch anspruchsvoller, nachdenklicher Roman mit spannender Grundidee – nicht spektakulär, aber nachhaltig wirkend. Sehr lesenswert für alle, die psychologische Spannung und feinsinnige Erzählkunst schätzen.
Hättet ihr auch schon einmal fast ein Buch abgebrochen und wart dann froh, es doch zuende gelesen zu haben? Small World ist mein zweiter Roman des Autors Martin Suter. "Die Zeit, die Zeit" hat mir gut gefallen. Small World habe ich auf einem Bücherflohmarkt entdeckt, der Klappentext hat mich angesprochen... Den Schreibstil empfand ich dieses Mal als sehr anstrengend. Die Story war anfangs verwirrend und hat mich einfach nicht wirklich gepackt. Etwa bei der Hälfte war ich fest entschlossen, das Buch abzubrechen. Ich war mir aber sicher, dass Suter am Ende noch ein spannendes Finale liefern wird. Also bin ich dran geblieben. Im letzten Drittel hat mir das Lesen dann endlich Spaß gemacht und ich hatte eine Vorahnung, in welche Richtung das Ganze gehen könnte. Das hätte ich schon viel früher erahnen können. Da die Story anfangs aber so vor sich hinplätscherte, habe ich die Hinweise überlesen. Protagonist Konrad wird zunehmend dementer. Je mehr er aus seinem Alltag vergisst, desto mehr erinnert er sich an Dinge aus seiner Kindheit. Dinge, die er eigentlich für immer hätte vergessen sollen. Während gewisse Menschen verzweifelt versuchen, das Voranschreiten der Krankheit aufzuhalten, versuchen andere, mit allen Mitteln, zu verhindern, dass er sich erinnert Auf den letzten 50 Seiten steigt der Spannungsbogen sprunghaft an. Wenn man denkt, jetzt weiß man alles, gibt es noch eine Wendung, die ich nicht habe kommen sehen. Am Ende passt alles zusammen. Schade, dass die erste Hälfte des Buches so langatmig war. Dass Suter ein hervorragender Autor ist, dürfte bekannt sein. Small World ist meiner Meinung nach aber nicht sein bestes Werk. Wer das Buch aufgrund der Alzheimer Thematik liest, der wird enttäuscht sein. Da gibt es deutlich bessere. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Mich persönlich hat es einfach nicht so berührt, wie erhofft

Ein sehr prägnant geschriebener Roman über den erschreckenden und überraschenden Verlauf der Alzheimer-Krankheit. Ich habe das Buch gelesen, weil mein Opa vor einigen Jahren an Alzheimer erkrankt ist. Konrad Lang zeigte so viele Seiten, die ich auch an meinem Opa gesehen habe. Schön ist, dass am Ende eine noch größere Familiengeschichte dahinter steckte. Einen Stern Abzug gibt es nur, weil ich anfangs nicht gut in das Buch gekommen bin und mir der Schreibstil recht "einfach" erschien. Je weiter das Buch fortschritt, desto besser wurde es aus meiner Sicht. Konrads Gedanken, wenn er alles miteinander vermischt und er sich teilweise nicht mehr erinnern kann, sind wirklich toll beschrieben!
„Small World“ von Martin Suter hat mich tief beeindruckt. Ein sehr intensiver Roman, welcher das wichtige und allgegenwärtige Thema Demenz sehr authentisch und facettenreich beleuchtet. Die häufig schleichende Entwicklung der Erkrankung, die nicht selten lange aufrechterhaltene Fassade, das, was die Erkrankung nicht nur mit dem Erkrankten, sondern auch mit seinem Umfeld, seiner Familie macht, und was das alles bedeuten kann. Und plötzlich ist alles anders! Gleichzeitig wird ein Familiendrama aufgedeckt, welches bislang im Verborgenen lag. Konitomi oder Tomikoni? Sehr guter Spannungsbogen, wie ich finde. Das soziale Zusammenspiel, Empathie, Schuld, Verdrängung, Geringschätzung und Angst- ein buntes Potpourri aus wunderschön beschriebenen Emotionen, die einen mitten in die Geschichte eintauchen lassen. Ich schwankte zwischen meiner Sympathie für einige sehr liebenswerte Charaktere und meiner Abneigung gegen andere. Ein Suter, der es in meine Highlight-Liste geschafft hat und den ich unbedingt weiter empfehlen möchte.
Small World hat mich sehr berührt, weil Martin Suter eindrucksvoll das Leben eines Mannes schildert, dessen Erinnerungen ihm nach und nach entgleiten. Im Zentrum steht Konrad Lang, Anfang sechzig, der mit Alzheimer lebt. Während er im Alltag zunehmend orientierungslos wird, tauchen Erinnerungen aus seiner Vergangenheit immer deutlicher auf und holen ihn ein. Genau dieses Spannungsfeld zwischen Vergessen und Erinnern macht die Geschichte so bewegend und fesselnd.
Schöner Schreibstil und spannende Handlung. Das Thema Alzheimer fand ich bewegend umgesetzt. Der Plottwist am Ende war überraschend, aber etwas kompliziert nachzuvollziehen.
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, er liest sich angenehm und zieht einen schnell in die Geschichte. Die Handlung ist interessant und das Thema Alzheimer gibt dem Buch eine besondere, bewegende Tiefe. Auch der Aufbau der Charaktere fand ich gelungen und die Beschreibungen der Orte waren sehr atmosphärisch. Der Plottwist am Ende war spannend und überraschend, kam für mich aber sehr spät und war am Anfang etwas kompliziert komplett nachzuvollziehen. Ich bin glaube ich einfach ein Fan von simpleren aber noch logischen Plottwists. Trotzdem insgesamt eine wirklich schöne und spannende Geschichte, die ich nur empfehlen kann.
Die Geschichte startet vielversprechend
Die Geschichte startet vielversprechend, doch im Verlauf wird es etwas anstrengend, da sie kaum Fortschritt macht. Die „spannende“ Handlung, die erst auf den letzten Seiten aufgelöst wird, wirkt nicht so ganz logisch und hätte ausführlicher und packender erzählt werden können. Alles Aufregende passiert geballt in den letzten beiden Kapiteln. Irgendwie hatte ich mir mehr erhofft.

Nach Melody wollte ich mehr von Suter. Ganz so gut wie Melody fand ich es nicht, der Plot war weniger stark. Aber der Schreibstil überzeugt mich einfach. Ruhig, klar, unaufgeregt. Nicht poetisch, eher sachlich und trotzdem nah. Man kann alles vor sich sehen, ohne dass es übertrieben wirkt. Der Einblick in Alzheimer hat mich bewegt, vor allem wie man mit Koni mitfühlt, ohne großes Drama. Kein absolutes Highlight für mich, aber ein sehr gutes, stilles Buch. Und ich weiß jetzt: Ich mag Suter wirklich und werde weiter von ihm lesen.
"Picked this one kind of randomly because I wanted a fiction book and this was the first one I found. Very pleased. A story about a (fictional) family empire, told through the experiences and memories of a ""friend of the family"". This friend develops dementia, and as the disease and his loss of general memory progress, some once-hidden early memories start to come back and cause anxiety in other family members... Good plot and good, slow resolution. First third not as catchy as the remainder of the book."
Description
Book Information
Author Description
Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.
Posts
Geld und Vergessen
Konrad Lang erkrankt an Alzheimer. Konrad Lang ist Alkoholiker. Konrad Lang ist ein begnadeter Klavierspieler. Konrad Lang ist das Anhängsel von Thomas. Seit der Kindheit. Konrad macht das, was Thomas macht. Er ist in der Familie, ohne dazuzugehören. Wie geht Konrad, wie geht die superreiche Familie von Thomas damit um? Ich habe die Geschichte als eine Sozialstudie über eine reiche schweizer Familie gelesen, in der das Thema Demenz zwar gut ausgeleuchtet wird, aber durch Suters Schreibstil wurde ich so auf Distanz zu Konrad gehalten, dass es für mich fast zweitrangig war. Beziehungen und ihre Abbrüche, ihre Scheinheiligkeit und ihr Nutzen standen für mich im Vordergrund. Dadurch wurde der Roman nicht zu schwer, sondern hat mich Hin und Wieder zum Schmunzeln gebracht. Eine wirklich schöne Lektüre für Zwischendurch. 💶🧠🤯 Aber was soll das Cover???
Mit Small World ist Martin Suter ein ebenso feinfühliger wie fesselnder Roman gelungen, der mich tief berührt hat. Die Geschichte von Konrad Lang, einem Mann, dessen Gedächtnis ihn Stück für Stück verlässt, ist spannend erzählt und zugleich erschütternd realistisch. Suters ruhiger, präziser Stil schafft es, einfühlsam in die Welt eines Alzheimer-Erkrankten einzutauchen – ohne Pathos, aber mit viel Menschlichkeit. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie geschickt die Erinnerungsfragmente und die Vergangenheit der Familie Koch miteinander verwoben werden. Je mehr Konrad vergisst, desto mehr wird enthüllt – ein faszinierendes Paradoxon, das für echte Spannung sorgt. Auch wenn das Tempo stellenweise eher ruhig ist, bleibt die Geschichte durchgehend intensiv. Die leisen Töne machen den Roman umso eindringlicher. Und wie immer bei Suter: Die Figuren sind lebendig, vielschichtig, glaubwürdig. Small World ist ein literarischer Thriller der besonderen Art – nachdenklich, berührend und spannend. Für mich ein weiteres starkes Buch von Martin Suter, das noch lange nachhallt.
Konrad Lang soll eine Villa der Familie Koch auf Korfu verwalten, als er eines Abends versehentlich einen Holzvorrat mit Benzin entzündet, woraufhin ein Brand entsteht, der den gesamten Gebäudekomplex zerstört. Als alter Freund der Familie und Protegé der Leiterin der Koch-Werke Elvira Senn kommt er ungeschoren davon, die reiche Industriellenfamilie holt ihn zurück in die Schweiz, wo er eine kleine Wohnung bewohnen darf und ein wöchentliches Taschengeld erhält. Es scheint gerade wieder bergauf zu gehen in seinem Leben, er lernt eine Frau kennen und verliebt sich - doch dann findet er beim Einkaufen den Ausgang aus dem Supermarkt nicht mehr, vergisst beim Spazierengehen wo er wohnt und erinnert sich bald auch nicht mehr an den Namen der Frau, die er heiraten möchte. Woran er sich aber immer besser erinnert: Seine Vergangenheit mit der Familie Koch, was Elvira Senn in Angst und Schrecken versetzt. "Small World" ist Martin Suters Romandebüt und erschien 1997 - in meinem Geburtsjahr! Ein gutes Omen für dieses Buch, das zusammen mit "Die dunkle Seite des Mondes" und "Ein perfekter Freund" zur - von Suter selbst so genannten - neurologischen Trilogie gehört. In allen drei Büchern hat der Protagonist jeweils mit Identitätskrisen zu kämpfen, in "Small World" hat Konrad Lang Alzheimer, was sein Kurzzeitgedächtnis nach und nach zerstört, dafür aber die Erinnerungen seiner Kindheit umso präsenter werden lässt. Martin Suter wäre nicht Martin Suter, wenn er daraus nicht einen spannenden Roman mit sensationellem Plottwist am Ende basteln würde - denn natürlich hat Lang eine komplizierte Vergangenheit, die auf einem großen Geheimnis fußt, das Elvira Senn, das Oberhaupt der reichen Schweitzer Koch-Familie am liebsten für immer begraben hätte. Ich finde es erstaunlich, dass man bereits bei seinem Debüt Suters so typischen Stil erkennen kann, seine Geschichten waren schon damals aufgebaut wie heute, seit fast dreißig Jahren schreibt er über die Schweitzer High Society, über Liebe und Hass, immer mit einer Prise Krimihandlung. Abgesehen von dem Ende, das ich dann doch recht unglaubwürdig fand, habe ich "Small World" richtig gerne gelesen, ein zeitlos fesselnder Lesegenuss.

Ein Suter wie man ihn mag: gut ausgeleuchtetes Thema (hier Alzheimer), temporeich erzählt und spannend bis zum Schluss. Auch die Figurenzeichnung hat mir hier sehr gut gefallen; geheimnisvolle, verschrobene Charaktere, die einem ans Herz wachsen und das bis in die Nebenfiguren hinein wie die Nachtschwester mit den Honigmandeln. Einzig am Ende war mir es einen winzigen Tick zu dick aufgetragen. Aber darüber lässt es sich leicht hinwegsehen bei diesem Lesevergnügen.
Das Buch verschlingt einen!
Small World erzählt die Geschichte von Konrad Lang, der langsam sein Gedächtnis verliert. Anfangs sind es nur kleine Aussetzer, doch bald merkt man: da steckt mehr dahinter. Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto klarer wird, dass Konrad eng mit einer der mächtigsten Familien des Landes verbunden ist und dass ein großes, gut gehütetes Geheimnis im Hintergrund schlummert. Jenes soll jedoch besser nicht ans Licht kommen… Was das Buch so besonders macht, ist nicht nur die feinfühlige Art, wie Suter Konrads Krankheit beschreibt, sondern auch, wie sich das große Geheimnis langsam entfaltet. Man spürt beim Lesen ständig, dass da etwas im Hintergrund lauert, etwas, das unbedingt ans Licht kommen muss. Aber Suter gibt die Antworten nur häppchenweise – gerade so viel, dass man einfach weiterliest und gleichzeitig fast verzweifelt, weil man endlich alles wissen will. Diese Mischung aus Frust und Spannung funktioniert unglaublich gut. Small World ist ein emotionales, intensives Buch, das man kaum weglegen kann. Man leidet mit Konrad mit und bleibt bis zum Ende gefesselt.
Eine Geschichte einer fast unheilbaren Krankheit
Ich hab diesen Roman gerne gelesen, aber er hat sich in der Mitte etwas gezogen. Das Ende kam mir dann auf den letzten 5 Seiten viel zu schnell. Es geht um einen alten Mann, seine Erinnerungen, seine Therapie, seine Familie und wie alles zusammengehört. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Das war gut zusammengesetzt. Die Handlung hab ich daher auch als sehr gut geplant wahrgenommen. So richtig spannend war es aber nicht. Wer sich für Alzheimer/ Demenz und deren Verlauf interessiert, ist hier auf jeden Fall richtig. Auch Richtung Familiengeheimnisse dürften hier einige Leser sehr gut aufgehoben sein.
Ein Suter nach meinem Geschmack.
Martin Suter schildert die Geschichte der Familie Koch. Sie ist einflussreiche, vermögend und genießt höchste Anerkennung. Doch ihre Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis, dass nun mit der Alzheimererkrankung von Konrad Lang droht an die Öffentlichkeit zu gelangen. Konrad, ein alter Freund der Familie, verliert zwar immer mehr die Erinnerungen aus den letzten Jahren, hat Schwierigkeiten sich zurecht zu finden und erkennt wichtige Menschen aus seinem Leben nicht mehr, aber dafür werden die Erinnerungen aus der Kindheit immer präsenter. Elvira Senn, das Familienoberhaupt, versucht das mit allen Mitteln zu verhindern. Das Buch hat mir seht gut gefallen. Es liest sich zügig weg. Insbesondere die Schilderungen zu Gedankengänge von Konrad Lang in den akuten Phasen seiner Erkrankung haben mir sehr gut gefallen. Man kann sich gut vorstellen, dass die Vermischung von Realität und Fiktion bei Alzheimer-Kranken so verläuft. Das Ende fand ich etwas abwegig. Deswegen ein halber Punkt Abzug.
Man ahnt lange was und dann kommt der Plot
Alzheimer, Vergesslichkeit und Intrige. Das Buch bietet Einblick in die schmutzigen Geheimnisse der schönen und reichen. Man ahnt lange, dass was ungereimt ist und das etwas seltsam ist. Der Spannungsbogen ist klasse geschrieben. Macht richtig Laune und hat viel Spannung.
Rührend und zum abtauchen
“Small world” hat mich sehr berührt. Schnell taucht man ab in die Welt der Figuren und lässt sich von ihren Schicksalen ergreifen. Die Geschichte von Koni, trotz ihrer Dramatik, wird mit solch einem Witz erzählt und von ihm immer das Beste draus gemacht, dass man ihn nur gern haben kann. Immer auf den Spuren der Vergangenheit, tappt der Leser lange im Dunkeln und bleibt gefesselt bis zur letzten Seite. Für alle die gerne abtauchen.
Ein Buch welches einen Nachdenken und unter die Haut geht
Mit Small World gelingt Martin Suter ein ebenso eleganter wie subtil verstörender Roman über Erinnerung, Identität und die Macht der Vergangenheit. Suter schreibt in einer klaren, unaufgeregten Sprache, die perfekt zur Atmosphäre des Buches passt. Besonders beeindruckend ist, wie sensibel und zugleich spannend er das Thema Alzheimer bzw. Demenz literarisch verarbeitet. Insgesamt ein literarisch anspruchsvoller, nachdenklicher Roman mit spannender Grundidee – nicht spektakulär, aber nachhaltig wirkend. Sehr lesenswert für alle, die psychologische Spannung und feinsinnige Erzählkunst schätzen.
Hättet ihr auch schon einmal fast ein Buch abgebrochen und wart dann froh, es doch zuende gelesen zu haben? Small World ist mein zweiter Roman des Autors Martin Suter. "Die Zeit, die Zeit" hat mir gut gefallen. Small World habe ich auf einem Bücherflohmarkt entdeckt, der Klappentext hat mich angesprochen... Den Schreibstil empfand ich dieses Mal als sehr anstrengend. Die Story war anfangs verwirrend und hat mich einfach nicht wirklich gepackt. Etwa bei der Hälfte war ich fest entschlossen, das Buch abzubrechen. Ich war mir aber sicher, dass Suter am Ende noch ein spannendes Finale liefern wird. Also bin ich dran geblieben. Im letzten Drittel hat mir das Lesen dann endlich Spaß gemacht und ich hatte eine Vorahnung, in welche Richtung das Ganze gehen könnte. Das hätte ich schon viel früher erahnen können. Da die Story anfangs aber so vor sich hinplätscherte, habe ich die Hinweise überlesen. Protagonist Konrad wird zunehmend dementer. Je mehr er aus seinem Alltag vergisst, desto mehr erinnert er sich an Dinge aus seiner Kindheit. Dinge, die er eigentlich für immer hätte vergessen sollen. Während gewisse Menschen verzweifelt versuchen, das Voranschreiten der Krankheit aufzuhalten, versuchen andere, mit allen Mitteln, zu verhindern, dass er sich erinnert Auf den letzten 50 Seiten steigt der Spannungsbogen sprunghaft an. Wenn man denkt, jetzt weiß man alles, gibt es noch eine Wendung, die ich nicht habe kommen sehen. Am Ende passt alles zusammen. Schade, dass die erste Hälfte des Buches so langatmig war. Dass Suter ein hervorragender Autor ist, dürfte bekannt sein. Small World ist meiner Meinung nach aber nicht sein bestes Werk. Wer das Buch aufgrund der Alzheimer Thematik liest, der wird enttäuscht sein. Da gibt es deutlich bessere. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Mich persönlich hat es einfach nicht so berührt, wie erhofft

Ein sehr prägnant geschriebener Roman über den erschreckenden und überraschenden Verlauf der Alzheimer-Krankheit. Ich habe das Buch gelesen, weil mein Opa vor einigen Jahren an Alzheimer erkrankt ist. Konrad Lang zeigte so viele Seiten, die ich auch an meinem Opa gesehen habe. Schön ist, dass am Ende eine noch größere Familiengeschichte dahinter steckte. Einen Stern Abzug gibt es nur, weil ich anfangs nicht gut in das Buch gekommen bin und mir der Schreibstil recht "einfach" erschien. Je weiter das Buch fortschritt, desto besser wurde es aus meiner Sicht. Konrads Gedanken, wenn er alles miteinander vermischt und er sich teilweise nicht mehr erinnern kann, sind wirklich toll beschrieben!
„Small World“ von Martin Suter hat mich tief beeindruckt. Ein sehr intensiver Roman, welcher das wichtige und allgegenwärtige Thema Demenz sehr authentisch und facettenreich beleuchtet. Die häufig schleichende Entwicklung der Erkrankung, die nicht selten lange aufrechterhaltene Fassade, das, was die Erkrankung nicht nur mit dem Erkrankten, sondern auch mit seinem Umfeld, seiner Familie macht, und was das alles bedeuten kann. Und plötzlich ist alles anders! Gleichzeitig wird ein Familiendrama aufgedeckt, welches bislang im Verborgenen lag. Konitomi oder Tomikoni? Sehr guter Spannungsbogen, wie ich finde. Das soziale Zusammenspiel, Empathie, Schuld, Verdrängung, Geringschätzung und Angst- ein buntes Potpourri aus wunderschön beschriebenen Emotionen, die einen mitten in die Geschichte eintauchen lassen. Ich schwankte zwischen meiner Sympathie für einige sehr liebenswerte Charaktere und meiner Abneigung gegen andere. Ein Suter, der es in meine Highlight-Liste geschafft hat und den ich unbedingt weiter empfehlen möchte.
Small World hat mich sehr berührt, weil Martin Suter eindrucksvoll das Leben eines Mannes schildert, dessen Erinnerungen ihm nach und nach entgleiten. Im Zentrum steht Konrad Lang, Anfang sechzig, der mit Alzheimer lebt. Während er im Alltag zunehmend orientierungslos wird, tauchen Erinnerungen aus seiner Vergangenheit immer deutlicher auf und holen ihn ein. Genau dieses Spannungsfeld zwischen Vergessen und Erinnern macht die Geschichte so bewegend und fesselnd.
Schöner Schreibstil und spannende Handlung. Das Thema Alzheimer fand ich bewegend umgesetzt. Der Plottwist am Ende war überraschend, aber etwas kompliziert nachzuvollziehen.
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, er liest sich angenehm und zieht einen schnell in die Geschichte. Die Handlung ist interessant und das Thema Alzheimer gibt dem Buch eine besondere, bewegende Tiefe. Auch der Aufbau der Charaktere fand ich gelungen und die Beschreibungen der Orte waren sehr atmosphärisch. Der Plottwist am Ende war spannend und überraschend, kam für mich aber sehr spät und war am Anfang etwas kompliziert komplett nachzuvollziehen. Ich bin glaube ich einfach ein Fan von simpleren aber noch logischen Plottwists. Trotzdem insgesamt eine wirklich schöne und spannende Geschichte, die ich nur empfehlen kann.
Die Geschichte startet vielversprechend
Die Geschichte startet vielversprechend, doch im Verlauf wird es etwas anstrengend, da sie kaum Fortschritt macht. Die „spannende“ Handlung, die erst auf den letzten Seiten aufgelöst wird, wirkt nicht so ganz logisch und hätte ausführlicher und packender erzählt werden können. Alles Aufregende passiert geballt in den letzten beiden Kapiteln. Irgendwie hatte ich mir mehr erhofft.

Nach Melody wollte ich mehr von Suter. Ganz so gut wie Melody fand ich es nicht, der Plot war weniger stark. Aber der Schreibstil überzeugt mich einfach. Ruhig, klar, unaufgeregt. Nicht poetisch, eher sachlich und trotzdem nah. Man kann alles vor sich sehen, ohne dass es übertrieben wirkt. Der Einblick in Alzheimer hat mich bewegt, vor allem wie man mit Koni mitfühlt, ohne großes Drama. Kein absolutes Highlight für mich, aber ein sehr gutes, stilles Buch. Und ich weiß jetzt: Ich mag Suter wirklich und werde weiter von ihm lesen.
"Picked this one kind of randomly because I wanted a fiction book and this was the first one I found. Very pleased. A story about a (fictional) family empire, told through the experiences and memories of a ""friend of the family"". This friend develops dementia, and as the disease and his loss of general memory progress, some once-hidden early memories start to come back and cause anxiety in other family members... Good plot and good, slow resolution. First third not as catchy as the remainder of the book."








































