Wut und Liebe
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.
Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein Suter, wie ich ihn mag!
Der besondere, sachliche und unaufgeregte Schreibstil von Martin Suter bescherte mir, verlässlich wie immer, vergnügliche Lesemomente. Zur Handlung: Noah, ein Künstler, der von seiner Kunst nicht leben kann, ist schwer verliebt in seine Freundin Camilla. Als Buchhalterin verdient sie nicht das große Geld und sieht sich auch mit der Situation konfrontiert, Noah finanziell unter die Arme greifen zu müssen. Ergebnis: Sie liebt zwar Noah, aber nicht das Leben mit ihm. Und da sie immer konsequent handelt, verlässt sie Noah, um sich einen reichen Mann zu suchen, der ihr ein unbeschwertes Leben mit vielen Annehmlickeiten bieten kann. Während Noah seinen Liebeskummer 💔 in der Blauen Tulpe mit Mojito zu betäuben versucht, lernt er die an einer Herzerkrankung leidende Betty kennen. Sie hat vor einiger Zeit ihren Ehemann verloren. Die Schuld am Tod ihres Mannes gibt sie seinem Geschäftspartner Peter Zaugg. Im betrunkenen Zustand biete sie Noah 1 Mio. Schweizer Franken, wenn er Zaugg tötet. Wird er sich darauf einlassen, um genug Geld zu haben und Camilla zurückzugewinnen? Hat er Skrupel und wer spielt hier welches Spiel? Wird er Camilla letztlich zurück gewinnen? Zunächst kennt die Geschichte nur die Entwicklung in eine Richtung, aber am Ende gibt es eine interessante Wendung und man erfährt, dass nicht alle mit sauberen Karten spielen. Misslich finde ich, dass nahezu alle Frauen in diesem Buch nicht gut wegkommen. Sie sind entweder geldgierig, verrutscht, untreu oder naiv. Sieht man darüber hinweg, ist es ein kurzweiliges Leseerlebnis!
Es war mein zweites Buch von Suter und ich fand es ganz nett - aber auch nicht unbedingt mehr. Die Handlung kam mir teils sehr konstruiert vor und generell hat mich die Liebesgeschichte zwischen Camilla und Noah irgendwie nicht so richtig abgeholt. Trotzdem hatte das Buch auch seine spannenden Momente und konnte mich immer wieder unterhalten. Durch die kurzen Kapitel lässt es sich außerdem recht schnell weglesen.
Alles nur Schein
Ich habe mit dem Buch gekämpft. Immer wieder nach einigen Seiten das Buch zur Seite gelegt. Weil der Autor Martin Suter heisst Und nicht für belangloses Zeug bekannt ist. Also nahm ich das Buch wieder und las einige Seiten bis ich mich wieder langweilte Am Schluss wurde ich belohnt Als zum Vorschein kam, was recht früh klar wurde: da musste etwas verborgen sein Zwischendurch stachen wunderbare Sätze aus der Belanglosigkeit heraus, wie „Ich liebe diesen Mann, hasse aber das Leben mit ihm“ Eine wunderbare Geschichte über Ehrlichkeit, auch mit sich selbst. Aber muss diese Geschichte so lange nicht Fahrt aufnehmen? Die Jungen offensichtlich auf Irrwegen schicken, während die Alten, im Täuschen geübt, gekonnt den Schein wahren?
Im Mittelpunkt steht eine Beziehung, die von Beginn an widersprüchlich ist: große Leidenschaft und Zuneigung einerseits, Fremdgehen, Lügen und Misstrauen andererseits. Stück für Stück offenbart sich ein Netz aus Betrug, Verschleierungen und verletzten Gefühlen, das die Beteiligten immer tiefer in Konflikte und Abhängigkeiten verstrickt – bis es schließlich in einer tödlichen Katastrophe endet. Mich hat der Roman sofort gepackt. Wie so oft bei Suter hatte ich das Gefühl, nicht einfach zu lesen, sondern die Szenen wie einen Film direkt vor Augen zu haben. Seine klare Sprache und die atmosphärische Dichte machen die Geschichte intensiv erlebbar. Trotz aller Dunkelheit bleibt immer die Frage nach den Ambivalenzen der Liebe – zwischen Hingabe und Selbstzerstörung. Ein spannender, bildstarker Roman, der mich schnell hineingezogen hat – typisch Suter: elegant, packend und mit Nachhall.
Sehr gute Unterhaltung!
Der erfolglose Künstler Noah liebt Camilla und auch Camilla liebt Noah. Was sie nicht liebt, ist, dass sie mit ihrem ungeliebten Brotjob als Buchhalterin den Lebensunterhalt für beide bestreiten muss. Sie hat sich mehr vom Leben versprochen und trennt sich von Noah, um sich eine gut situierte Partie zu suchen, das scheint auch zu klappen. In seinem Kummer betrinkt Noah sich und lernt in der Kneipe die ältere Witwe Betty kennen, der er sein Herz ausschüttet. Betty macht ihm daraufhin ein lukratives, aber unmoralisches Angebot, das er gerne annehmen möchte, um seine Liebe zurückzugewinnen. Suter schafft einen tollen Spagat zwischen einem Roman mit eigenwilligen Protagonisten und einer sich anbahnenden Kriminalgeschichte, dabei kreiert er so viele unerwartete Wendungen, dass die Leser immer wieder neu durchdenken, wie dieses oder jenes sich entwickeln könnte, ob dies oder das moralisch vertretbar ist oder nicht, was wichtiger ist, lieben und geliebt zu werden oder ein finanziell abgesichertes Leben... Eine kurzweilige, unterhaltsame Geschichte in klarer Sprache – typisch Suter, sehr gute Unterhaltung.
✨Große Leseempfehlung für den neuen Suter!✨
»Martin Suter: der Grandmaster der deutschsprachigen Unterhaltungsliteratur.« Spiegel-Bestseller, Hamburg „Ich liebe ihn, aber nicht das Leben mit ihm“ Zwischen Liebe, Wut und Rache MARTIN SUTER wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter „Melody“ und „Der letzte Weynfeldt“) und die Business-Class-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich. Mein Leseeindruck: Ein erneutes, grandioses Werk! Martin Suter ist für mich der Autor der gehobenen Unterhaltungsliteratur. Auch diese fulminante Geschichte um Noah und Camilla zog mich in ihren Bann und lies mich nicht mehr los. Ausgehend verlässt Noahs große Liebe Camilla ihn, denn sie liebt zwar ihn, aber ist nicht zufrieden mit ihrem Lebensstandard und ihren Jobs. Überaus traurig lernt Noah die kränkelnde Witwe Betty kennen, die ebenso hadert und in Groll gefangen ist. Noah entwickelt ungeahnte Ideen, um Betty zu helfen und Camilla zurückzugewinnen. Wird es ihm gelingen? Welche Wendungen erlebt die Geschichte? Mit seiner beiläufigen, authentischen Eleganz hat Suter die Geschichte von „Wut und Liebe“ mit viel Fantasie und Empathie ausgestattet. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Cover empfinde ich als edel und schön gestaltet. Fazit: Ein weiterer schlauer, spannender, gut lesbarer Suter. Viel Spaß beim Lesen!
WUT UND LIEBE Martin Suter Camille hat es satt, die ewige Muse und Versorgerin eines erfolglosen Künstlers zu sein. Ihren verhassten Job in der Buchhaltung will sie endlich hinter sich lassen – sie sehnt sich nach einem Leben, in dem sie selbst umsorgt wird. Und so verlässt sie Noah mit den Worten: „Ich liebe dich – aber ich hasse unser Leben.“ Noah ist am Boden zerstört. Er hatte alles auf die bevorstehende Vernissage gesetzt, in der Hoffnung, endlich einige Bilder zu verkaufen und zum gemeinsamen Lebensunterhalt beizutragen. Doch Camille konnte – oder wollte – nicht länger warten. Er zieht sich in sein Atelier zurück, malt sie obsessiv in endlosen Variationen, als wollte er sie durch seine Kunst festhalten. Eines Tages, mitten am Nachmittag, verirrt er sich in eine Kneipe – dort trifft er auf Betty. Eine ältere Dame mit müden Augen und einem Glas zu viel in der Hand. Auch sie trägt Trauer: Ihr Mann starb vor drei Jahren – nach dem dritten Herzinfarkt. Er hatte sich im Büro buchstäblich zu Tode gearbeitet. Was als zufällige Begegnung beginnt, wird schnell zu einem Pakt zwischen zwei Gestrandeten. Betty, die Frau mit dem gebrochenen Herzen, macht ihm ein Angebot, das sein Leben – und das eines anderen – für immer verändern könnte. Eine fein gezeichnete Erzählung über Schein und Sein, über verlorene Liebe – und die dunklen Wege, auf denen Menschen zu Geld und Trost gelangen. Zwischen Atelier und Abgrund erzählt Martin Suter eine Geschichte, in der nichts ist, wie es scheint. Poetisch, bitter und voller leiser Dramatik. „Wut und Liebe“ ist ein leiser Schlag ins Herz – und ein Plädoyer, hinter die Fassade zu blicken. Große Leseempfehlung 5/5

Zwischen Liebe, Wut und Rache
„Ich liebe ihn, aber nicht das Leben mit ihm.“ „Wut und Liebe“ von Martin Suter taucht tief in die Abgründe des menschlichen Seins ein. Mit viel psychologischem Feingefühl, wie man es von Suter kennt, werden die Charaktere lebendig und glaubwürdig dargestellt. Es geht um verletzte Gefühle, Rache und zwischenmenschliche Spannungen, die sich nach und nach zu einem komplexen Beziehungsgeflecht verweben. Im Mittelpunkt steht Noah, ein mittelloser Künstler, der von seiner Freundin verlassen wird. Sie liebt ihn zwar noch, aber sie erträgt das Leben mit ihm nicht mehr. Diese Entscheidung wirft ihn aus der Bahn, aber möglicherweise ist die Witwe, die er eines abends kennenlernt, eine Lösung für sein Problem. Diese möchte sich am Chef ihres verstorbenen Mannes rächen. Es folgen viele unerwartete Wendungen und Verstrickungen. Zugegeben, der Einstieg fiel mir etwas schwer. Es dauerte, bis ich in die Geschichte fand. Doch dann entwickelte sich eine starke Sogwirkung und ich konnte das (Hör)buch kaum noch aus der Hand legen. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten und dieses lässt einen auch nach dem Lesen nicht los. Das Hörbuch ist genial eingesprochen, Gert Heidenreich ist die perfekte Besetzung! Ein spannender, psychologisch gut erzählter Roman, der nachwirkt. 4/5 Sterne
Mein zweiter Suter. Wie bei Melody war ich sofort gefesselt von der Story. Suter hat einen unaufgeregten, aber dafür sehr entspannten, ansprechenden Schreibstil, welcher es schwer zulässt, mit dem Lesen aufzuhören. Und auch auch hier gab es Wendungen, welche so nicht vorhersehbar waren. Wie gewohnt gibt es keinen Spoiler zur Geschichte. Einfach lesen, überraschen und überzeugen lassen.
Teilweise war das Lesen etwas nervig. Noah wirkt auf mich trottelig, wie er der unantastbaren Überfrau Camilla hinterherläuft. Erst dupliziert er seine eigene Kunst, dann macht jemand anders sie ihm nach. Der Twist mit dem Geld wirkte auf mich konstruiert und wer hier tatsächlich die Fäden in der Hand hält, ließ sich schnell erahnen. Gedanken, die sich mir beim Lesen stellten, waren: für wen macht man eigentlich Kunst? Für sich oder die anderen? Was ist Kunst wert und wer darf diesen Wert festlegen und bestimmen? Das Buch ist typisch für Martin Suter , aber "Melody" hat mir viel mehr gefallen.
Unterhaltsam, kurzweilig und zum Ende hin sehr überraschend!
Ich mag den Schreibstil von Martin Suter sehr! Die Geschichte hat mir auch gut gefallen. Unterhaltsam, spannend und sehr kurzweilig! Für mich war das Ende nicht vorhersehbar, was mir beim Lesen immer wichtig ist. Mich hat es überzeugt! Es jetzt kein herausragendes Buch und auch kein dicker Wälzer ;), aber definitiv ein toller Lesestoff für wenige Stunden.
Martin Suter ist ein großartiger Autor der heutigen Zeit, der gekonnt alle Fäden so spinnt, dass man das Buch am Ende weglegt und denkt: „Ach …!“
Gedächtnisprotokoll: Linda Zervakis: „Martin, wenn man dich hier so sitzen sieht, im Anzug, wie kannst du das Wort Bitch schreiben?“ Martin Suter: „Das war nicht Ich! Das war Camilla!“
Wunderbar spannend!
Ist in der Liebe und im Spiel alles erlaubt und wie weit kann man gehen? Genau um diese Frage dreht sich die Geschichte um Noah und Camilla. Mit klarer Sprache und einer schnellen Erzählweise wird der Spannungsbogen wunderbar aufrecht erhalten. Der Plottwist am Ende kam überraschend, womit ich niemals gerechnete. Ein Buch, welches ich schwer es der Hand legen konnte und mich kopfschüttelnd vor Begeisterung, Spannung und der Frage: Wie viel bin ich bereit zu geben, um geliebt zu werden?
Gefühle die uns leiten
Das Buch Wut und Liebe war mein erstes Buch des Schriftstellers Martin Suter und wird nicht mein letztes gewesen sein. Der außergewöhnliche Schreibstil des Autors fällt auf und gefällt mir sehr, denn er regt zum wegbeamen ein und gleichzeitig aber auch zum nachdenken an. Wut und Liebe- das liegt nahe beieinander, denn wo Liebe ist- ist auch im besten Fall Leidenschaft vorhanden und da kann eine friedvolle Stimmung schnell in ein stürmisches Gewitter enden, denn Gefühle leiten unser aller Handeln. Es ist menschlich! All das hat der Autor so gut eingefangen und nimmt den Leser mit auf eine Reise, bei der man sämtliche Emotionen spürt und so richtig mitfiebert um am Ende völlig geplättet und überrascht zu werden, denn mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Raffiniert und sehr intelligent bringt der Autor das wichtigste auf den Punkt und braucht dafür nicht viele und keine großen Worte. Denn was wirklich wichtig ist im Leben, das setzt er ganz oben auf die Karte und hat all das in einer wirklich guten Story zusammengebracht, die ich total gerne gelesen habe. Denn ob es um Spannung geht, Empathie, Liebe, Rache, Trauer, Wut und Hoffnung, all das hat der Autor in eine packende und tiefergehende Story zusammengefasst, die auch keinen Halt macht, kritisch gegenüber unserer Gesellschaft zu sein. Denn das, was wirklich im Leben zählt und glücklich macht, das kann schließlich kein Geld der Welt ersetzen! Dieses Buch sollte sehr zum nachdenken und philosophieren anregen- ich bin begeistert. Fazit: 4 Sterne für eine sehr raffinierte Geschichte!

Konstruiert und unglaubhaft
Camilla und Noah sind ein Paar, das sich liebt. Doch Camilla ist zunehmend enttäuscht von Noah, der als Künstler kaum etwas zum Lebensunterhalt beitragen kann und Camillas Einkommen reicht gerade so aus. Camilla möchte mehr vom Leben und beschließt, sich von Noah zu trennen um einen Mann mit Geld kennenzulernen. Das gelingt ihr auch rasch. Noah nimmt in seiner Verzweiflung das höchst unmoralische Angebot einer älteren Dame an, auf die er zufällig beim Ertränken seines Liebeskummers stößt. Er ergreift die Chance zu einer höheren Summe Geld zu kommen in der Hoffnung, Camilla zur Rückkehr zu bewegen. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Für mich leider keinen besonders gelungenen, denn der Plot ist wie am Reißbrett konstruiert, die Verhaltensweisen sowohl von Camilla als auch von Noah so stark überzeichnet, dass sie nicht mehr glaubhaft sind und die Geschichte dümpelt so vor sich hin. Nachdem mir „Melody“ sehr gut gefallen hatte, konnte mich Martin Suter hier gar nicht mitnehmen in seine Welt zwischen Reichtum, Moral und Liebe.
Der Buchtitel ist Programm Mein erster Suter und ich bin begeistert. Seitdem ich in der Alten Oper/Frankfurt bei einer gemeinsamen Lesung mit Benjamin von Stuckrad-Barre war, wusste ich, es wird nun unbedingt Zeit ein eigenes Buch von Martin Suter zu lesen. Und: voila. In Wut und Liebe trifft er die leisen Töne und seine Sprache ist so überaus elegant, beim Lesen dachte ich manchmal, sie perlt wie der Champagner, der auch im Buch vorkommt. Noah, ein erfolgloser Kunstmaler wird von seiner Freundin Camilla verlassen. Sie ist Buchhalterin und möchte nicht mehr für ihrer beider Lebensunterhalt aufkommen, vielmehr möchte sie selbst einen gutsituierten Partner, der ihr ein angenehmes Leben bietet. Da reicht auch die Liebe nicht, die immer noch besteht. Noah versucht seinen Kummer in einer in die Jahre gekommenen Bar zu ertränken und lernt dort Betty kennen, eine ältere Dame. Sie hat viel Geld, ist aber sehr krank und leidet an einem besonderen Schmerz, der sich in Hass auf einen früheren Geschäftspartner ihres Mannes gewandelt hat. Und hier kommt ein unmoralisches Angebot ins Spiel. Wird sich Noah darauf einlassen, um Camilla zurückgewinnen zu können? Ab hier entwickelt sich die Geschichte so schön und klar in ganz unterschiedliche Richtungen, als Leser folgt man ihnen nur zu gerne und wird oft überrascht. Zwar kam mir ein Teil des Plots bereits recht schnell in den Sinn, aber das hat meinen Lesespass überhaupt nicht getrübt. Das Ende war dann doch anders als erwartet, richtig clever. Das Buch empfehle ich daher sehr gerne weiter. Heute habe ich auch gleich ein Ticket für eine der Stationen der Lesereise von Martin Suter im Herbst diesen Jahres zu dem Buch gekauft und bin schon sehr gespannt.
Ich denke das wird mein letzter Suter gewesen sein. Ich mag ihn für seine sprachliche Klarheit, doch mit seinen Geschichten kann ich immer weniger anfangen.
Und ich denke, das ist absolut in Ordnung. Aber die Charaktere und deren Leben sind einfach so weit von so etwas wie einer Normalität entfernt, dass es mich einfach nicht mehr abholt.
„Wut und Liebe“ von Martin Suter, gelesen von Gert Heidenreich Verlag: Diogenes Hörbuch Noah liebt Camilla. Und Camilla liebt Noah – eigentlich. Doch in ihrem Alltag voller finanzieller Kompromisse ist das Gefühl nicht genug. Während Noah seiner Berufung als Künstler folgt, trägt Camilla die Verantwortung und Kosten – für beide. Als sie die Beziehung beendet, ist es kein Mangel an Liebe, sondern eine Entscheidung für sich selbst. Eine Kopfentscheidung. Sie will mehr vom Leben und finanzielle Sicherheit ist ein wichtiger Punkt. Was folgt, ist kein klassischer Liebesroman – sondern ein Suter-Roman. Sprachlich brillant, ruhig und dennoch eindringlich erzählt, führt er uns in die emotionale Welt von Noah, der Camilla nicht einfach gehen lassen kann. Der bereit ist, alles zu tun – wirklich alles –, um sie zurückzugewinnen. Und genau an diesem Punkt tritt Betty Hasler in sein Leben. Eine ältere, herzkranke Dame mit viel Geld und einem tiefen Schmerz, der in Wut umgeschlagen ist. Ihr Angebot an Noah ist schockierend, unmoralisch – und für einen Mann in seiner Lage dennoch fast unwiderstehlich. Suter gelingt es einmal mehr, Figuren zu erschaffen, die sich real anfühlen. Mit Fehlern, Widersprüchen, Sehnsüchten. Noah ist Künstler mit Leib und Seele, sensibel, verloren, aber voller Liebe. Betty ist traurig, wütend, entschlossen – und auf eine seltsame Weise verletzlich. Und Camilla ist nicht berechnend, sondern eine junge Frau, die für sich einen anderen Weg sucht. Und doch spürt sie eine tiefe Liebe und Verbundenheit zu Noah. Was diesen Roman für mich besonders macht, ist die leise Intensität. Kein unnötiges Drama, keine Übertreibungen – stattdessen Zwischentöne, feine Ironie und immer wieder Sätze, die berühren. Die Sprache ist elegant, klar, manchmal fast beiläufig – und doch voller Gefühl. Ich habe die Geschichte als Hörbuch erlebt, gelesen von Gert Heidenreich, und seine Stimme hat Suters Worte perfekt getragen. In sechs Stunden und 56 Minuten wurde ich hineingezogen in eine Welt voller Zweifel, Versuchung, Schmerz, Wut, Lügen, Liebe und Hoffnung. Die Geschichte überrascht, weil sie sich entwickelt. Was als Beziehungsdrama beginnt, bekommt zunehmend kriminelle Züge. Die Übergänge sind subtil, aber effektiv. Es geht um Liebe – und um Wut. Um Rache, aber auch um Verlust. Und um die große Frage: Wie weit ist man bereit zu gehen, für einen Menschen, den man liebt? Wut und Liebe kann ich von Herzen empfehlen. Berührend, verstörend, nachvollziehbar und überraschend. Ein Buch, das nachhallt. Unbedingt lesen – oder hören.

Mit „Wut und Liebe“ legt Martin Suter erneut einen eigenständigen Roman vor, der außerhalb seiner bekannten Allmen- oder Weynfeldt-Reihen steht – und doch ganz unverkennbar seine Handschrift trägt: klug, elegant und mit einem tiefen Gespür für menschliche Schwächen, Abhängigkeiten und moralische Dilemmata. Im Zentrum der Geschichte steht der Künstler Noah, Anfang dreißig, sympathisch, aber chronisch erfolglos. Er lebt – mehr geduldet als geliebt – auf Kosten seiner Freundin Camilla, die seinen brotlosen Lebensstil zunehmend infrage stellt. Sie verlässt ihn: aus Vernunft, nicht aus Mangel an Liebe. Dieser nüchterne Entschluss ist der Katalysator einer Geschichte, die sich mit psychologischer Präzision und zunehmender Spannung entfaltet. Noah ist am Boden zerstört, emotional wie finanziell. In dieser Verfassung trifft er auf die wohlhabende, kränkelnde ältere Dame Betty, die ihm ein zwielichtiges Angebot unterbreitet. Was zunächst wie ein Ausweg aus seiner Misere erscheint, wird schnell zum moralischen Minenfeld. Denn was Betty will, bleibt lange diffus – nur eines ist sicher: Es geht um mehr als nur Geld, es geht um Rache, Kontrolle und ein Spiel mit dem Schicksal. Suters Stärke liegt nicht in spektakulären Plottwists – obwohl auch diese nicht fehlen – sondern in der präzisen Beobachtung menschlicher Dynamiken und der schleichenden moralischen Erosion seiner Figuren. Die Geschichte entwickelt sich mit leiser, aber stetiger Spannung. Jeder Satz wirkt gesetzt, jede Dialogzeile sitzt. Seine Sprache bleibt wie gewohnt schnörkellos und elegant, seine Figuren sind lebendig, mehrdeutig, glaubwürdig – nie karikaturesk, sondern in ihrer Zerrissenheit zutiefst menschlich. Noah ist ein typischer Suter-Protagonist: kultiviert, aber ziellos, zerrieben zwischen Ehrgeiz und moralischem Zweifel. Camilla, seine rationale Gegenspielerin, steht für den Wunsch nach Sicherheit und Selbstbestimmung – und bleibt dennoch emotional verstrickt. Betty wiederum, die alte Dame mit den dunklen Absichten, ist ebenso charmant wie unheimlich – eine Figur wie aus einem modernen Märchen, das jederzeit ins Abgründige kippen kann. „Wut und Liebe“ ist ein Roman über Entscheidungen – über jene, die wir aus Liebe treffen, und jene, die wir aus Angst, Stolz oder Berechnung fällen. Es ist auch ein Buch über Macht: über finanzielle, emotionale und soziale Abhängigkeiten, die oft subtiler sind als sie scheinen. Die Frage, wie weit ein Mensch gehen darf oder soll, um einen anderen zurückzugewinnen – oder sich selbst zu retten –, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Und so ist dieser Roman auch ein stilles Kammerspiel mit Thriller-Elementen - intim, konzentriert und doch voller Wendungen, die einen immer wieder neu überdenken lassen, wem man in dieser Geschichte trauen kann – wenn überhaupt jemandem. Eine erstklassige Geschichte über die Täuschung anderer und die Selbsttäuschung, über die Macht des Geldes und die Fragilität der Liebe. Martin Suter bleibt sich treu – und zeigt einmal mehr, warum er zu den feinfühligsten Erzählern unserer Zeit gehört.

Ein Roman in gewohnter Suter-Manier. Ich mag seine Schreibart sehr gerne. Ohne viel Gewese, prägnant und schnörkellos. Mit Schalk im Nacken, Ironie und Tiefgang erzählt Suter eine Liebesgeschichte mit "Wut und Liebe". Auch wenn ein Erzählstrang vorhersehbar war, habe ich das Ende nicht kommen sehen. Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, kommt für mich aber nach "Melody", mein absolutes Suter-Highlight.
Ein typischer "Suter" - toll geschrieben und spannend bis zum Schluss
Martin Suter ist einer der Autoren, die mit einer Vielzahl von Büchern in meinem Regal vertreten sind - und ich mochte wirklich jedes einzelne davon. So ging es mir auch mit seinen neusten Roman "Wut und Liebe ", der am 23.04.2025 im @diogenesverlag erschienen ist. Wir begleiten den Künstler Noah und seine große Liebe Camilla. Sie liebt ihn ebenso, jedoch sieht sie sich an der Seite eines wohlhabenderen Mannes, verlässt Noah deshalb. Er versucht in einer Bar einen Umgang mit seinem Liebeskummer zu finden und trifft dabei auf die 65jährige Witwe Betty, die ihm ein Angebot macht, das zwar moralisch verwerflich, jedoch auch gewinnbringend erscheint. Der Stil und ebenso der Plot tragen die typische "Suter-Handschrift". Es bleibt bis zum Ende hin spannend und lässt sich einfach mal wieder hervorragend lesen. Eine klare, präzise Sprache, spannende Charaktere von die eine sehr unterschiedliche Anzahl an Sympathiepunkten sammeln, jedoch alle interessant sind. Und wie immer in Suters Büchern ist nicht alles wie es zunächst scheint. Mir hat es mal wieder sehr viel Spaß gemacht!
🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨 Im Gegensatz zu "Melody" ist in dieser Geschichte noch Luft nach oben, um die zwischenmenschlichen Beziehungen und Emotionen zu fokussieren. Insgesamt freue ich mich aber nach wie vor über weitere Geschichten von Martin Suter als meine Neuentdeckung des bisherigen Jahres. 🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨

"Es war noch fast dunkel, als Noah den Waldrand erreichte. Das Licht der einsamen Laterne - dort, wo der Weg in den Wald mündete - war von einem dünnen Nebelhof umhüllt. Unter dem schütter gewordenen Blätterdach wurde es dunkler. Der Ruf eines noch wachen Käuzchens drang durch die Stille." Suter ist einfach ein großartiger Erzähler und ich mag seinen Schreibstil. Seine Romane fließen, ohne Stocken, ohne Ruckeln. In 'Wut und Liebe' spielt Suter mit dem moralischen Kompass seiner Leser und überrascht an Ende mit dem Plot Twist des Jahres!
Liebe macht blind
Eine tolle, kurze Geschichte, die zeigt wie blind die Liebe machen kann. Häufig treffen die Figuren unkluge und irrationale Entscheidungen aus Liebe, bei denen man nur mit dem Kopf schütteln kann. Macht wirklich Spaß und liest sich sehr schnell. (habe das Gefühl die Schriftgröße wird bei jedem neuen Suter noch größer)
Wieder eine hervorragende Empfehlung von Hugendubel
Erinnert ein wenig an "Der Pfau", ist aber doch ganz anders. Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben und lässt einen nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte führt vor Augen wie viele Seiten einer Geschichte es geben kann und wie Loyalität zu Blindheit führen kann.
Süffig geschrieben und durchdachte Charaktere
Suter schreibt hier über einen erfolglosen Künstler, der von seiner grossen Liebe verlassen wird und über eine alte Witwe, die von Hass erfüllt ist. Die vielen Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Geschichte gut durchdacht. Habe das Buch an einem Tag durchgelesen, fand es aber nicht ganz so gut wie sein Vorheriges (Melody). Die Kapitel sind alle sehr kurz - was ich mag - und das Tempo der Geschichte ist daher recht zügig, was ich auch begrüsse. Der Titel ist gut gewählt, er bekommt zum Schluss eine etwas andere Bedeutung, als man zunächst annehmen könnte. Eine sehr gute Geschichte mit einfachen, aber gut gebauten Charakteren.
Hat mich nicht abgeholt 😕
Der Schreibstil ist sehr einfach und es liest sich flüssig. Die Kapitel sind auch kurz, was ich eigentlich sehr mag. Die Storyline selbst fand ich auch ganz gut, aber mir waren die Themen irgendwie zu sprunghaft zu oberflächlich. Es gab einige Wendungen die mir aber trotzdem gut gefallen haben, aber allen im allem hat mich das Buch nicht überzeugt.
Naja…
Leider nein: Die Idee 💡 ist zwar bestechend: die Einbettung der Panama-Papers-Affäre ins klassische Roman-Setting von Martin Suter. Stilvolle Bars, elegante Restaurants, betörende Kunst und viel Champagner, schwerer Rotwein und Mojito bis zum Umfallen. Das tolle Setting und die interessante Idee sind jedoch ein bisschen gar flach umgesetzt. Schade! Seine Dankensworte beginnt Martin Suter auf Seite 293 des Buches mit dem schönen Schutzumschlag mit dem Hinweis darauf, dass seine geliebte Frau bis zu ihrem Tod seine erste (und wohl kritischste) Leserin war. Schade, dass sie diesen Roman nicht mehr lesen konnte. Schade: 👍👍
Liebe: Noah liebt seine Freundin Camilla, sie aber trennt sich von ihm. Wut: Betty ist wütend auf den ehemaligen Geschäftspartner ihres verstorbenen Mannes. Beide treffen sich, wütend und im Liebeskummer und eine durchaus packende Handlung nimmt ihren Lauf und kommt zu einem unerwarteten Ende. Ich habe den Roman gerne gelesen.
Das Buch macht Lust auf mehr.
Noahs große Liebe Camilla kann so nicht mehr leben. Sie muss Noah finanziell unterstützen, der versucht als Maler in der Kunstszene Fuß zu fassen. Leider mit wenig Erfolg. Camilla möchte aber finanzielle Sicherheit und trennt sich von ihm. Als er in seiner Trauer auf eine ältere Dame trifft, scheint es doch noch Hoffnung zu geben. Denn diese macht Noah ein unmoralisches Angebot. Ein tolles Buch! Es war mein erstes Werk von Martin Suter, aber bestimmt nicht mein letztes. Die Geschichte um Noah und Camilla war interessant und der Schreibstil von Martin Suter ist angenehm flüssig. Ich hatte sofort ein Gefühl für unsere Protagonisten und obwohl ich nicht mit all ihren Entscheidungen einverstanden war, konnten Noah und Camilla mein Herz erobern. Es liegt eine gewisse Spannung in der Luft und ich wusste nie, was nun passiert, oder nicht. Und ich hatte mal wieder etliche Theorien im Kopf. Auch wenn sich recht schnell ein Gedanke in mir verfestigte und dieser dann auch eintrat, wurde ich immer wieder von der Geschichte und ihren Protagonisten überrascht. Dieses Buch ist kein tiefgründiges Werk über das ich noch lange nachsinnen werde, aber es ist einfach sehr unterhaltsam und hat mir große Lesefreude bereitet. Es ist schon komisch, was wir für die Liebe alles so auf uns nehmen. Oder auch für ein finanziell unabhängiges Leben. Ob das am Ende glücklich macht? Vielleicht ja, vielleicht nein. Auf alle Fälle zeigt uns diese Geschichte, was aus Wut und Liebe entstehen kann. Dabei geht es in diesem Buch nicht nur um die Beziehung zwischen Liebenden, sondern auch um Freundschaft. Ein toller Roman zum abschalten und mit rätseln, der ganz wunderbar erzählt wird.

Das Cover ist recht unspektakulär und im typischen Diogenes-Design, daher kann ich dazu auch nicht viel sagen. Der Schreibstil hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, es war gut zu lesen und hat einen auch sofort in die Geschichte hineingezogen. Das Buch hält einige Wendungen und Überraschungen bereit. Vor allem das Ende war sehr überraschend für mich. Noah und Camilla waren auch recht glaubwürdige und spannende Protagonisten, wenn auch ein wenig exzentrisch. Wie fast alle anderen Figuren in dem Buch ebenfalls. Das Buch hat sich an keiner Stelle gezogen oder war langweilig, es hat sich bis zur unerwarteten Wendung am Höhepunkt immer weiter zugespitzt. Man haut auch die ganze Zeit mit Noah mitgefiebert, auch wenn man Camilla irgendwo verstehen konnte. Fazit: Ein nettes Buch für zwischendurch, das Spaß gemacht hat zu lesen.
Wut und Liebe vereint, was Suters Werk so lesenswert macht: die emotionale Tiefe seiner Liebesgeschichten und die moralische Fallhöhe seiner wirtschaftlich getönten Romane. Die Spannung liegt nicht im Plot allein, sondern in der Frage, was ein Mensch bereit ist zu tun – aus Liebe, aus Stolz, aus Not. Elegant, klug, typisch Suter.
Noah ist Künstler, Anfang dreißig, und lebt bislang mehr von der Geduld seiner Freundin Camilla als von seinen Bildern. Als sie ihn verlässt – aus Vernunft, nicht aus Hass –, fällt er in ein emotionales und finanzielles Vakuum. Um Camilla zurückzugewinnen, ist Noah zu allem bereit. Da begegnet er einer wohlhabenden älteren Dame, die ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet: Für ein beträchtliches Vermögen soll er sich auf einen Deal mit ihr einlassen. Was genau sie von ihm will, bleibt zunächst vage – nur eines ist klar: Es geht um mehr als Geld. Und womöglich auch um Leben und Tod. Suter spinnt daraus eine psychologisch dichte Geschichte über Abhängigkeit, Moral und die Illusion von Kontrolle. Martin Suter bleibt sich treu – und das ist ein Glück. Seine Sprache ist wie gewohnt elegant, durchdacht und schnörkellos. Jeder Satz sitzt, jedes Wort trägt Bedeutung, ohne dass je Pathos bemüht wird. Er beobachtet mit präziser Zurückhaltung, aber nicht ohne leise Ironie. Diese stilistische Klarheit, gepaart mit psychologisch glaubwürdigen Figuren, macht auch Wut und Liebe zu einem echten Suter-Roman. Noah ist ein typischer Suter-Protagonist: kultiviert, latent verloren, hin- und hergerissen zwischen moralischem Anspruch und egoistischem Wunschdenken. Die Figuren um ihn herum sind nicht minder sorgfältig gezeichnet – keine Karikaturen, sondern Menschen mit innerer Spannung. Auch wenn sich der Handlungsverlauf früh andeutet, liegt die Stärke des Romans nicht im Überraschungsmoment, sondern in der feinen, fast chirurgischen Beobachtung zwischenmenschlicher Dynamiken.
Suter hat eine einzigartige Fähigkeit, komplexe Charaktere und Beziehungen zu beschreiben, und seine Prosa ist präzise und unterhaltsam. Die Geschichte selbst ist jedoch nicht immer gleichmäßig spannend, und einige Aspekte der Handlung könnten besser ausgearbeitet sein. Dennoch hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten, und ich habe mich in die Welt der Charaktere hineingezogen gefühlt. Suters Fähigkeit, die menschliche Psyche zu erforschen und die Komplexität von Beziehungen zu beschreiben, ist beeindruckend. Wenn Sie ein Fan von literarischen Romanen sind, die sich mit den Tiefen der menschlichen Natur beschäftigen, könnte Ihnen dieses Buch gefallen.
Eigentlich lieben sich Noah und Camilla, doch Noah ist ein mittelloser, wenig erfolgreicher Künstler und Camilla hat sich mehr vom Leben erhofft, als mit ihrem Job in der Buchhaltung ihrer beider Lebensunterhalt zu verdienen. Als sich Camilla deshalb von Noah trennt, ist dieser am Boden zerstört und betrinkt sich in einer Bar. Dort trifft er auf die ältere Dame Betty, die um ihren verstorbenen Mann trauert und ihm ein zweifelhaftes Angebot macht, das all seine finanziellen Sorgen lösen könnte - und ihm Camilla zurückbringen würde. Martin Suters neuen Roman "Wut und Liebe" würde ich als typischen Suter bezeichnen, hat er doch alles, was der Autor gerne in seinen Büchern unterbringt: Die Schweizer High Society, einen jungen, zu schlechten Entscheidungen neigenden Protagonisten, eine schöne Frau zum verlieben, viel Alkohol und gutes Essen und ein Krimi-Element, das dem Roman Spannung verleiht. Mich konnte er damit wieder einmal gut unterhalten, auch wenn mich "Wut und Liebe" nicht gar so sehr gepackt hat wie seine anderen Romane. Ich fand die Wendungen dieses Mal ein wenig zu vorhersehbar, sonst konnte mich Suter mit seinen großen Enthüllungen am Ende seiner Bücher mehr überraschen. Außerdem hat mir auch ein wenig Tiefgang gefehlt, da ich gerade erst seinen Debütroman "Small World" gelesen habe weiß ich, dass er das eigentlich kann. Ich mag "Wut und Liebe" Suter-Fans wie mir trotzdem empfehlen, denn man kommt hier voll auf ihre*seine Unterhaltungs-Kosten! Allen Suter-Neulingen würde ich aber eher andere seiner Bücher in die Hand drücken, schreibt mir gerne, falls ihr da Empfehlungen braucht.

Ich hatte irgendwie mehr erwartet…
Der Klappentext klang so vielversprechend, die Idee der Geschichte - grandios. Doch die Umsetzung hat mich irgendwie enttäuscht - zu viele unrealistische Verbindungen zwischen den Figuren; zu viele überflüssige Wendepunkte - teilweise vorhersehbar! Ich bin und bleibe ein großer Suter-Fan, sein Stil ist großartig: schlicht und dennoch tiefgründig. Ich hoffe, dass mich sein nächster Roman wieder mehr überzeugen kann. „Melody“ hat mir jedenfalls sehr viel mehr Spaß gemacht.

Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.
Posts
Ein Suter, wie ich ihn mag!
Der besondere, sachliche und unaufgeregte Schreibstil von Martin Suter bescherte mir, verlässlich wie immer, vergnügliche Lesemomente. Zur Handlung: Noah, ein Künstler, der von seiner Kunst nicht leben kann, ist schwer verliebt in seine Freundin Camilla. Als Buchhalterin verdient sie nicht das große Geld und sieht sich auch mit der Situation konfrontiert, Noah finanziell unter die Arme greifen zu müssen. Ergebnis: Sie liebt zwar Noah, aber nicht das Leben mit ihm. Und da sie immer konsequent handelt, verlässt sie Noah, um sich einen reichen Mann zu suchen, der ihr ein unbeschwertes Leben mit vielen Annehmlickeiten bieten kann. Während Noah seinen Liebeskummer 💔 in der Blauen Tulpe mit Mojito zu betäuben versucht, lernt er die an einer Herzerkrankung leidende Betty kennen. Sie hat vor einiger Zeit ihren Ehemann verloren. Die Schuld am Tod ihres Mannes gibt sie seinem Geschäftspartner Peter Zaugg. Im betrunkenen Zustand biete sie Noah 1 Mio. Schweizer Franken, wenn er Zaugg tötet. Wird er sich darauf einlassen, um genug Geld zu haben und Camilla zurückzugewinnen? Hat er Skrupel und wer spielt hier welches Spiel? Wird er Camilla letztlich zurück gewinnen? Zunächst kennt die Geschichte nur die Entwicklung in eine Richtung, aber am Ende gibt es eine interessante Wendung und man erfährt, dass nicht alle mit sauberen Karten spielen. Misslich finde ich, dass nahezu alle Frauen in diesem Buch nicht gut wegkommen. Sie sind entweder geldgierig, verrutscht, untreu oder naiv. Sieht man darüber hinweg, ist es ein kurzweiliges Leseerlebnis!
Es war mein zweites Buch von Suter und ich fand es ganz nett - aber auch nicht unbedingt mehr. Die Handlung kam mir teils sehr konstruiert vor und generell hat mich die Liebesgeschichte zwischen Camilla und Noah irgendwie nicht so richtig abgeholt. Trotzdem hatte das Buch auch seine spannenden Momente und konnte mich immer wieder unterhalten. Durch die kurzen Kapitel lässt es sich außerdem recht schnell weglesen.
Alles nur Schein
Ich habe mit dem Buch gekämpft. Immer wieder nach einigen Seiten das Buch zur Seite gelegt. Weil der Autor Martin Suter heisst Und nicht für belangloses Zeug bekannt ist. Also nahm ich das Buch wieder und las einige Seiten bis ich mich wieder langweilte Am Schluss wurde ich belohnt Als zum Vorschein kam, was recht früh klar wurde: da musste etwas verborgen sein Zwischendurch stachen wunderbare Sätze aus der Belanglosigkeit heraus, wie „Ich liebe diesen Mann, hasse aber das Leben mit ihm“ Eine wunderbare Geschichte über Ehrlichkeit, auch mit sich selbst. Aber muss diese Geschichte so lange nicht Fahrt aufnehmen? Die Jungen offensichtlich auf Irrwegen schicken, während die Alten, im Täuschen geübt, gekonnt den Schein wahren?
Im Mittelpunkt steht eine Beziehung, die von Beginn an widersprüchlich ist: große Leidenschaft und Zuneigung einerseits, Fremdgehen, Lügen und Misstrauen andererseits. Stück für Stück offenbart sich ein Netz aus Betrug, Verschleierungen und verletzten Gefühlen, das die Beteiligten immer tiefer in Konflikte und Abhängigkeiten verstrickt – bis es schließlich in einer tödlichen Katastrophe endet. Mich hat der Roman sofort gepackt. Wie so oft bei Suter hatte ich das Gefühl, nicht einfach zu lesen, sondern die Szenen wie einen Film direkt vor Augen zu haben. Seine klare Sprache und die atmosphärische Dichte machen die Geschichte intensiv erlebbar. Trotz aller Dunkelheit bleibt immer die Frage nach den Ambivalenzen der Liebe – zwischen Hingabe und Selbstzerstörung. Ein spannender, bildstarker Roman, der mich schnell hineingezogen hat – typisch Suter: elegant, packend und mit Nachhall.
Sehr gute Unterhaltung!
Der erfolglose Künstler Noah liebt Camilla und auch Camilla liebt Noah. Was sie nicht liebt, ist, dass sie mit ihrem ungeliebten Brotjob als Buchhalterin den Lebensunterhalt für beide bestreiten muss. Sie hat sich mehr vom Leben versprochen und trennt sich von Noah, um sich eine gut situierte Partie zu suchen, das scheint auch zu klappen. In seinem Kummer betrinkt Noah sich und lernt in der Kneipe die ältere Witwe Betty kennen, der er sein Herz ausschüttet. Betty macht ihm daraufhin ein lukratives, aber unmoralisches Angebot, das er gerne annehmen möchte, um seine Liebe zurückzugewinnen. Suter schafft einen tollen Spagat zwischen einem Roman mit eigenwilligen Protagonisten und einer sich anbahnenden Kriminalgeschichte, dabei kreiert er so viele unerwartete Wendungen, dass die Leser immer wieder neu durchdenken, wie dieses oder jenes sich entwickeln könnte, ob dies oder das moralisch vertretbar ist oder nicht, was wichtiger ist, lieben und geliebt zu werden oder ein finanziell abgesichertes Leben... Eine kurzweilige, unterhaltsame Geschichte in klarer Sprache – typisch Suter, sehr gute Unterhaltung.
✨Große Leseempfehlung für den neuen Suter!✨
»Martin Suter: der Grandmaster der deutschsprachigen Unterhaltungsliteratur.« Spiegel-Bestseller, Hamburg „Ich liebe ihn, aber nicht das Leben mit ihm“ Zwischen Liebe, Wut und Rache MARTIN SUTER wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter „Melody“ und „Der letzte Weynfeldt“) und die Business-Class-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich. Mein Leseeindruck: Ein erneutes, grandioses Werk! Martin Suter ist für mich der Autor der gehobenen Unterhaltungsliteratur. Auch diese fulminante Geschichte um Noah und Camilla zog mich in ihren Bann und lies mich nicht mehr los. Ausgehend verlässt Noahs große Liebe Camilla ihn, denn sie liebt zwar ihn, aber ist nicht zufrieden mit ihrem Lebensstandard und ihren Jobs. Überaus traurig lernt Noah die kränkelnde Witwe Betty kennen, die ebenso hadert und in Groll gefangen ist. Noah entwickelt ungeahnte Ideen, um Betty zu helfen und Camilla zurückzugewinnen. Wird es ihm gelingen? Welche Wendungen erlebt die Geschichte? Mit seiner beiläufigen, authentischen Eleganz hat Suter die Geschichte von „Wut und Liebe“ mit viel Fantasie und Empathie ausgestattet. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Cover empfinde ich als edel und schön gestaltet. Fazit: Ein weiterer schlauer, spannender, gut lesbarer Suter. Viel Spaß beim Lesen!
WUT UND LIEBE Martin Suter Camille hat es satt, die ewige Muse und Versorgerin eines erfolglosen Künstlers zu sein. Ihren verhassten Job in der Buchhaltung will sie endlich hinter sich lassen – sie sehnt sich nach einem Leben, in dem sie selbst umsorgt wird. Und so verlässt sie Noah mit den Worten: „Ich liebe dich – aber ich hasse unser Leben.“ Noah ist am Boden zerstört. Er hatte alles auf die bevorstehende Vernissage gesetzt, in der Hoffnung, endlich einige Bilder zu verkaufen und zum gemeinsamen Lebensunterhalt beizutragen. Doch Camille konnte – oder wollte – nicht länger warten. Er zieht sich in sein Atelier zurück, malt sie obsessiv in endlosen Variationen, als wollte er sie durch seine Kunst festhalten. Eines Tages, mitten am Nachmittag, verirrt er sich in eine Kneipe – dort trifft er auf Betty. Eine ältere Dame mit müden Augen und einem Glas zu viel in der Hand. Auch sie trägt Trauer: Ihr Mann starb vor drei Jahren – nach dem dritten Herzinfarkt. Er hatte sich im Büro buchstäblich zu Tode gearbeitet. Was als zufällige Begegnung beginnt, wird schnell zu einem Pakt zwischen zwei Gestrandeten. Betty, die Frau mit dem gebrochenen Herzen, macht ihm ein Angebot, das sein Leben – und das eines anderen – für immer verändern könnte. Eine fein gezeichnete Erzählung über Schein und Sein, über verlorene Liebe – und die dunklen Wege, auf denen Menschen zu Geld und Trost gelangen. Zwischen Atelier und Abgrund erzählt Martin Suter eine Geschichte, in der nichts ist, wie es scheint. Poetisch, bitter und voller leiser Dramatik. „Wut und Liebe“ ist ein leiser Schlag ins Herz – und ein Plädoyer, hinter die Fassade zu blicken. Große Leseempfehlung 5/5

Zwischen Liebe, Wut und Rache
„Ich liebe ihn, aber nicht das Leben mit ihm.“ „Wut und Liebe“ von Martin Suter taucht tief in die Abgründe des menschlichen Seins ein. Mit viel psychologischem Feingefühl, wie man es von Suter kennt, werden die Charaktere lebendig und glaubwürdig dargestellt. Es geht um verletzte Gefühle, Rache und zwischenmenschliche Spannungen, die sich nach und nach zu einem komplexen Beziehungsgeflecht verweben. Im Mittelpunkt steht Noah, ein mittelloser Künstler, der von seiner Freundin verlassen wird. Sie liebt ihn zwar noch, aber sie erträgt das Leben mit ihm nicht mehr. Diese Entscheidung wirft ihn aus der Bahn, aber möglicherweise ist die Witwe, die er eines abends kennenlernt, eine Lösung für sein Problem. Diese möchte sich am Chef ihres verstorbenen Mannes rächen. Es folgen viele unerwartete Wendungen und Verstrickungen. Zugegeben, der Einstieg fiel mir etwas schwer. Es dauerte, bis ich in die Geschichte fand. Doch dann entwickelte sich eine starke Sogwirkung und ich konnte das (Hör)buch kaum noch aus der Hand legen. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten und dieses lässt einen auch nach dem Lesen nicht los. Das Hörbuch ist genial eingesprochen, Gert Heidenreich ist die perfekte Besetzung! Ein spannender, psychologisch gut erzählter Roman, der nachwirkt. 4/5 Sterne
Mein zweiter Suter. Wie bei Melody war ich sofort gefesselt von der Story. Suter hat einen unaufgeregten, aber dafür sehr entspannten, ansprechenden Schreibstil, welcher es schwer zulässt, mit dem Lesen aufzuhören. Und auch auch hier gab es Wendungen, welche so nicht vorhersehbar waren. Wie gewohnt gibt es keinen Spoiler zur Geschichte. Einfach lesen, überraschen und überzeugen lassen.
Teilweise war das Lesen etwas nervig. Noah wirkt auf mich trottelig, wie er der unantastbaren Überfrau Camilla hinterherläuft. Erst dupliziert er seine eigene Kunst, dann macht jemand anders sie ihm nach. Der Twist mit dem Geld wirkte auf mich konstruiert und wer hier tatsächlich die Fäden in der Hand hält, ließ sich schnell erahnen. Gedanken, die sich mir beim Lesen stellten, waren: für wen macht man eigentlich Kunst? Für sich oder die anderen? Was ist Kunst wert und wer darf diesen Wert festlegen und bestimmen? Das Buch ist typisch für Martin Suter , aber "Melody" hat mir viel mehr gefallen.
Unterhaltsam, kurzweilig und zum Ende hin sehr überraschend!
Ich mag den Schreibstil von Martin Suter sehr! Die Geschichte hat mir auch gut gefallen. Unterhaltsam, spannend und sehr kurzweilig! Für mich war das Ende nicht vorhersehbar, was mir beim Lesen immer wichtig ist. Mich hat es überzeugt! Es jetzt kein herausragendes Buch und auch kein dicker Wälzer ;), aber definitiv ein toller Lesestoff für wenige Stunden.
Martin Suter ist ein großartiger Autor der heutigen Zeit, der gekonnt alle Fäden so spinnt, dass man das Buch am Ende weglegt und denkt: „Ach …!“
Gedächtnisprotokoll: Linda Zervakis: „Martin, wenn man dich hier so sitzen sieht, im Anzug, wie kannst du das Wort Bitch schreiben?“ Martin Suter: „Das war nicht Ich! Das war Camilla!“
Wunderbar spannend!
Ist in der Liebe und im Spiel alles erlaubt und wie weit kann man gehen? Genau um diese Frage dreht sich die Geschichte um Noah und Camilla. Mit klarer Sprache und einer schnellen Erzählweise wird der Spannungsbogen wunderbar aufrecht erhalten. Der Plottwist am Ende kam überraschend, womit ich niemals gerechnete. Ein Buch, welches ich schwer es der Hand legen konnte und mich kopfschüttelnd vor Begeisterung, Spannung und der Frage: Wie viel bin ich bereit zu geben, um geliebt zu werden?
Gefühle die uns leiten
Das Buch Wut und Liebe war mein erstes Buch des Schriftstellers Martin Suter und wird nicht mein letztes gewesen sein. Der außergewöhnliche Schreibstil des Autors fällt auf und gefällt mir sehr, denn er regt zum wegbeamen ein und gleichzeitig aber auch zum nachdenken an. Wut und Liebe- das liegt nahe beieinander, denn wo Liebe ist- ist auch im besten Fall Leidenschaft vorhanden und da kann eine friedvolle Stimmung schnell in ein stürmisches Gewitter enden, denn Gefühle leiten unser aller Handeln. Es ist menschlich! All das hat der Autor so gut eingefangen und nimmt den Leser mit auf eine Reise, bei der man sämtliche Emotionen spürt und so richtig mitfiebert um am Ende völlig geplättet und überrascht zu werden, denn mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Raffiniert und sehr intelligent bringt der Autor das wichtigste auf den Punkt und braucht dafür nicht viele und keine großen Worte. Denn was wirklich wichtig ist im Leben, das setzt er ganz oben auf die Karte und hat all das in einer wirklich guten Story zusammengebracht, die ich total gerne gelesen habe. Denn ob es um Spannung geht, Empathie, Liebe, Rache, Trauer, Wut und Hoffnung, all das hat der Autor in eine packende und tiefergehende Story zusammengefasst, die auch keinen Halt macht, kritisch gegenüber unserer Gesellschaft zu sein. Denn das, was wirklich im Leben zählt und glücklich macht, das kann schließlich kein Geld der Welt ersetzen! Dieses Buch sollte sehr zum nachdenken und philosophieren anregen- ich bin begeistert. Fazit: 4 Sterne für eine sehr raffinierte Geschichte!

Konstruiert und unglaubhaft
Camilla und Noah sind ein Paar, das sich liebt. Doch Camilla ist zunehmend enttäuscht von Noah, der als Künstler kaum etwas zum Lebensunterhalt beitragen kann und Camillas Einkommen reicht gerade so aus. Camilla möchte mehr vom Leben und beschließt, sich von Noah zu trennen um einen Mann mit Geld kennenzulernen. Das gelingt ihr auch rasch. Noah nimmt in seiner Verzweiflung das höchst unmoralische Angebot einer älteren Dame an, auf die er zufällig beim Ertränken seines Liebeskummers stößt. Er ergreift die Chance zu einer höheren Summe Geld zu kommen in der Hoffnung, Camilla zur Rückkehr zu bewegen. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Für mich leider keinen besonders gelungenen, denn der Plot ist wie am Reißbrett konstruiert, die Verhaltensweisen sowohl von Camilla als auch von Noah so stark überzeichnet, dass sie nicht mehr glaubhaft sind und die Geschichte dümpelt so vor sich hin. Nachdem mir „Melody“ sehr gut gefallen hatte, konnte mich Martin Suter hier gar nicht mitnehmen in seine Welt zwischen Reichtum, Moral und Liebe.
Der Buchtitel ist Programm Mein erster Suter und ich bin begeistert. Seitdem ich in der Alten Oper/Frankfurt bei einer gemeinsamen Lesung mit Benjamin von Stuckrad-Barre war, wusste ich, es wird nun unbedingt Zeit ein eigenes Buch von Martin Suter zu lesen. Und: voila. In Wut und Liebe trifft er die leisen Töne und seine Sprache ist so überaus elegant, beim Lesen dachte ich manchmal, sie perlt wie der Champagner, der auch im Buch vorkommt. Noah, ein erfolgloser Kunstmaler wird von seiner Freundin Camilla verlassen. Sie ist Buchhalterin und möchte nicht mehr für ihrer beider Lebensunterhalt aufkommen, vielmehr möchte sie selbst einen gutsituierten Partner, der ihr ein angenehmes Leben bietet. Da reicht auch die Liebe nicht, die immer noch besteht. Noah versucht seinen Kummer in einer in die Jahre gekommenen Bar zu ertränken und lernt dort Betty kennen, eine ältere Dame. Sie hat viel Geld, ist aber sehr krank und leidet an einem besonderen Schmerz, der sich in Hass auf einen früheren Geschäftspartner ihres Mannes gewandelt hat. Und hier kommt ein unmoralisches Angebot ins Spiel. Wird sich Noah darauf einlassen, um Camilla zurückgewinnen zu können? Ab hier entwickelt sich die Geschichte so schön und klar in ganz unterschiedliche Richtungen, als Leser folgt man ihnen nur zu gerne und wird oft überrascht. Zwar kam mir ein Teil des Plots bereits recht schnell in den Sinn, aber das hat meinen Lesespass überhaupt nicht getrübt. Das Ende war dann doch anders als erwartet, richtig clever. Das Buch empfehle ich daher sehr gerne weiter. Heute habe ich auch gleich ein Ticket für eine der Stationen der Lesereise von Martin Suter im Herbst diesen Jahres zu dem Buch gekauft und bin schon sehr gespannt.
Ich denke das wird mein letzter Suter gewesen sein. Ich mag ihn für seine sprachliche Klarheit, doch mit seinen Geschichten kann ich immer weniger anfangen.
Und ich denke, das ist absolut in Ordnung. Aber die Charaktere und deren Leben sind einfach so weit von so etwas wie einer Normalität entfernt, dass es mich einfach nicht mehr abholt.
„Wut und Liebe“ von Martin Suter, gelesen von Gert Heidenreich Verlag: Diogenes Hörbuch Noah liebt Camilla. Und Camilla liebt Noah – eigentlich. Doch in ihrem Alltag voller finanzieller Kompromisse ist das Gefühl nicht genug. Während Noah seiner Berufung als Künstler folgt, trägt Camilla die Verantwortung und Kosten – für beide. Als sie die Beziehung beendet, ist es kein Mangel an Liebe, sondern eine Entscheidung für sich selbst. Eine Kopfentscheidung. Sie will mehr vom Leben und finanzielle Sicherheit ist ein wichtiger Punkt. Was folgt, ist kein klassischer Liebesroman – sondern ein Suter-Roman. Sprachlich brillant, ruhig und dennoch eindringlich erzählt, führt er uns in die emotionale Welt von Noah, der Camilla nicht einfach gehen lassen kann. Der bereit ist, alles zu tun – wirklich alles –, um sie zurückzugewinnen. Und genau an diesem Punkt tritt Betty Hasler in sein Leben. Eine ältere, herzkranke Dame mit viel Geld und einem tiefen Schmerz, der in Wut umgeschlagen ist. Ihr Angebot an Noah ist schockierend, unmoralisch – und für einen Mann in seiner Lage dennoch fast unwiderstehlich. Suter gelingt es einmal mehr, Figuren zu erschaffen, die sich real anfühlen. Mit Fehlern, Widersprüchen, Sehnsüchten. Noah ist Künstler mit Leib und Seele, sensibel, verloren, aber voller Liebe. Betty ist traurig, wütend, entschlossen – und auf eine seltsame Weise verletzlich. Und Camilla ist nicht berechnend, sondern eine junge Frau, die für sich einen anderen Weg sucht. Und doch spürt sie eine tiefe Liebe und Verbundenheit zu Noah. Was diesen Roman für mich besonders macht, ist die leise Intensität. Kein unnötiges Drama, keine Übertreibungen – stattdessen Zwischentöne, feine Ironie und immer wieder Sätze, die berühren. Die Sprache ist elegant, klar, manchmal fast beiläufig – und doch voller Gefühl. Ich habe die Geschichte als Hörbuch erlebt, gelesen von Gert Heidenreich, und seine Stimme hat Suters Worte perfekt getragen. In sechs Stunden und 56 Minuten wurde ich hineingezogen in eine Welt voller Zweifel, Versuchung, Schmerz, Wut, Lügen, Liebe und Hoffnung. Die Geschichte überrascht, weil sie sich entwickelt. Was als Beziehungsdrama beginnt, bekommt zunehmend kriminelle Züge. Die Übergänge sind subtil, aber effektiv. Es geht um Liebe – und um Wut. Um Rache, aber auch um Verlust. Und um die große Frage: Wie weit ist man bereit zu gehen, für einen Menschen, den man liebt? Wut und Liebe kann ich von Herzen empfehlen. Berührend, verstörend, nachvollziehbar und überraschend. Ein Buch, das nachhallt. Unbedingt lesen – oder hören.

Mit „Wut und Liebe“ legt Martin Suter erneut einen eigenständigen Roman vor, der außerhalb seiner bekannten Allmen- oder Weynfeldt-Reihen steht – und doch ganz unverkennbar seine Handschrift trägt: klug, elegant und mit einem tiefen Gespür für menschliche Schwächen, Abhängigkeiten und moralische Dilemmata. Im Zentrum der Geschichte steht der Künstler Noah, Anfang dreißig, sympathisch, aber chronisch erfolglos. Er lebt – mehr geduldet als geliebt – auf Kosten seiner Freundin Camilla, die seinen brotlosen Lebensstil zunehmend infrage stellt. Sie verlässt ihn: aus Vernunft, nicht aus Mangel an Liebe. Dieser nüchterne Entschluss ist der Katalysator einer Geschichte, die sich mit psychologischer Präzision und zunehmender Spannung entfaltet. Noah ist am Boden zerstört, emotional wie finanziell. In dieser Verfassung trifft er auf die wohlhabende, kränkelnde ältere Dame Betty, die ihm ein zwielichtiges Angebot unterbreitet. Was zunächst wie ein Ausweg aus seiner Misere erscheint, wird schnell zum moralischen Minenfeld. Denn was Betty will, bleibt lange diffus – nur eines ist sicher: Es geht um mehr als nur Geld, es geht um Rache, Kontrolle und ein Spiel mit dem Schicksal. Suters Stärke liegt nicht in spektakulären Plottwists – obwohl auch diese nicht fehlen – sondern in der präzisen Beobachtung menschlicher Dynamiken und der schleichenden moralischen Erosion seiner Figuren. Die Geschichte entwickelt sich mit leiser, aber stetiger Spannung. Jeder Satz wirkt gesetzt, jede Dialogzeile sitzt. Seine Sprache bleibt wie gewohnt schnörkellos und elegant, seine Figuren sind lebendig, mehrdeutig, glaubwürdig – nie karikaturesk, sondern in ihrer Zerrissenheit zutiefst menschlich. Noah ist ein typischer Suter-Protagonist: kultiviert, aber ziellos, zerrieben zwischen Ehrgeiz und moralischem Zweifel. Camilla, seine rationale Gegenspielerin, steht für den Wunsch nach Sicherheit und Selbstbestimmung – und bleibt dennoch emotional verstrickt. Betty wiederum, die alte Dame mit den dunklen Absichten, ist ebenso charmant wie unheimlich – eine Figur wie aus einem modernen Märchen, das jederzeit ins Abgründige kippen kann. „Wut und Liebe“ ist ein Roman über Entscheidungen – über jene, die wir aus Liebe treffen, und jene, die wir aus Angst, Stolz oder Berechnung fällen. Es ist auch ein Buch über Macht: über finanzielle, emotionale und soziale Abhängigkeiten, die oft subtiler sind als sie scheinen. Die Frage, wie weit ein Mensch gehen darf oder soll, um einen anderen zurückzugewinnen – oder sich selbst zu retten –, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Und so ist dieser Roman auch ein stilles Kammerspiel mit Thriller-Elementen - intim, konzentriert und doch voller Wendungen, die einen immer wieder neu überdenken lassen, wem man in dieser Geschichte trauen kann – wenn überhaupt jemandem. Eine erstklassige Geschichte über die Täuschung anderer und die Selbsttäuschung, über die Macht des Geldes und die Fragilität der Liebe. Martin Suter bleibt sich treu – und zeigt einmal mehr, warum er zu den feinfühligsten Erzählern unserer Zeit gehört.

Ein Roman in gewohnter Suter-Manier. Ich mag seine Schreibart sehr gerne. Ohne viel Gewese, prägnant und schnörkellos. Mit Schalk im Nacken, Ironie und Tiefgang erzählt Suter eine Liebesgeschichte mit "Wut und Liebe". Auch wenn ein Erzählstrang vorhersehbar war, habe ich das Ende nicht kommen sehen. Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, kommt für mich aber nach "Melody", mein absolutes Suter-Highlight.
Ein typischer "Suter" - toll geschrieben und spannend bis zum Schluss
Martin Suter ist einer der Autoren, die mit einer Vielzahl von Büchern in meinem Regal vertreten sind - und ich mochte wirklich jedes einzelne davon. So ging es mir auch mit seinen neusten Roman "Wut und Liebe ", der am 23.04.2025 im @diogenesverlag erschienen ist. Wir begleiten den Künstler Noah und seine große Liebe Camilla. Sie liebt ihn ebenso, jedoch sieht sie sich an der Seite eines wohlhabenderen Mannes, verlässt Noah deshalb. Er versucht in einer Bar einen Umgang mit seinem Liebeskummer zu finden und trifft dabei auf die 65jährige Witwe Betty, die ihm ein Angebot macht, das zwar moralisch verwerflich, jedoch auch gewinnbringend erscheint. Der Stil und ebenso der Plot tragen die typische "Suter-Handschrift". Es bleibt bis zum Ende hin spannend und lässt sich einfach mal wieder hervorragend lesen. Eine klare, präzise Sprache, spannende Charaktere von die eine sehr unterschiedliche Anzahl an Sympathiepunkten sammeln, jedoch alle interessant sind. Und wie immer in Suters Büchern ist nicht alles wie es zunächst scheint. Mir hat es mal wieder sehr viel Spaß gemacht!
🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨 Im Gegensatz zu "Melody" ist in dieser Geschichte noch Luft nach oben, um die zwischenmenschlichen Beziehungen und Emotionen zu fokussieren. Insgesamt freue ich mich aber nach wie vor über weitere Geschichten von Martin Suter als meine Neuentdeckung des bisherigen Jahres. 🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨

"Es war noch fast dunkel, als Noah den Waldrand erreichte. Das Licht der einsamen Laterne - dort, wo der Weg in den Wald mündete - war von einem dünnen Nebelhof umhüllt. Unter dem schütter gewordenen Blätterdach wurde es dunkler. Der Ruf eines noch wachen Käuzchens drang durch die Stille." Suter ist einfach ein großartiger Erzähler und ich mag seinen Schreibstil. Seine Romane fließen, ohne Stocken, ohne Ruckeln. In 'Wut und Liebe' spielt Suter mit dem moralischen Kompass seiner Leser und überrascht an Ende mit dem Plot Twist des Jahres!
Liebe macht blind
Eine tolle, kurze Geschichte, die zeigt wie blind die Liebe machen kann. Häufig treffen die Figuren unkluge und irrationale Entscheidungen aus Liebe, bei denen man nur mit dem Kopf schütteln kann. Macht wirklich Spaß und liest sich sehr schnell. (habe das Gefühl die Schriftgröße wird bei jedem neuen Suter noch größer)
Wieder eine hervorragende Empfehlung von Hugendubel
Erinnert ein wenig an "Der Pfau", ist aber doch ganz anders. Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben und lässt einen nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte führt vor Augen wie viele Seiten einer Geschichte es geben kann und wie Loyalität zu Blindheit führen kann.
Süffig geschrieben und durchdachte Charaktere
Suter schreibt hier über einen erfolglosen Künstler, der von seiner grossen Liebe verlassen wird und über eine alte Witwe, die von Hass erfüllt ist. Die vielen Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Geschichte gut durchdacht. Habe das Buch an einem Tag durchgelesen, fand es aber nicht ganz so gut wie sein Vorheriges (Melody). Die Kapitel sind alle sehr kurz - was ich mag - und das Tempo der Geschichte ist daher recht zügig, was ich auch begrüsse. Der Titel ist gut gewählt, er bekommt zum Schluss eine etwas andere Bedeutung, als man zunächst annehmen könnte. Eine sehr gute Geschichte mit einfachen, aber gut gebauten Charakteren.
Hat mich nicht abgeholt 😕
Der Schreibstil ist sehr einfach und es liest sich flüssig. Die Kapitel sind auch kurz, was ich eigentlich sehr mag. Die Storyline selbst fand ich auch ganz gut, aber mir waren die Themen irgendwie zu sprunghaft zu oberflächlich. Es gab einige Wendungen die mir aber trotzdem gut gefallen haben, aber allen im allem hat mich das Buch nicht überzeugt.
Naja…
Leider nein: Die Idee 💡 ist zwar bestechend: die Einbettung der Panama-Papers-Affäre ins klassische Roman-Setting von Martin Suter. Stilvolle Bars, elegante Restaurants, betörende Kunst und viel Champagner, schwerer Rotwein und Mojito bis zum Umfallen. Das tolle Setting und die interessante Idee sind jedoch ein bisschen gar flach umgesetzt. Schade! Seine Dankensworte beginnt Martin Suter auf Seite 293 des Buches mit dem schönen Schutzumschlag mit dem Hinweis darauf, dass seine geliebte Frau bis zu ihrem Tod seine erste (und wohl kritischste) Leserin war. Schade, dass sie diesen Roman nicht mehr lesen konnte. Schade: 👍👍
Liebe: Noah liebt seine Freundin Camilla, sie aber trennt sich von ihm. Wut: Betty ist wütend auf den ehemaligen Geschäftspartner ihres verstorbenen Mannes. Beide treffen sich, wütend und im Liebeskummer und eine durchaus packende Handlung nimmt ihren Lauf und kommt zu einem unerwarteten Ende. Ich habe den Roman gerne gelesen.
Das Buch macht Lust auf mehr.
Noahs große Liebe Camilla kann so nicht mehr leben. Sie muss Noah finanziell unterstützen, der versucht als Maler in der Kunstszene Fuß zu fassen. Leider mit wenig Erfolg. Camilla möchte aber finanzielle Sicherheit und trennt sich von ihm. Als er in seiner Trauer auf eine ältere Dame trifft, scheint es doch noch Hoffnung zu geben. Denn diese macht Noah ein unmoralisches Angebot. Ein tolles Buch! Es war mein erstes Werk von Martin Suter, aber bestimmt nicht mein letztes. Die Geschichte um Noah und Camilla war interessant und der Schreibstil von Martin Suter ist angenehm flüssig. Ich hatte sofort ein Gefühl für unsere Protagonisten und obwohl ich nicht mit all ihren Entscheidungen einverstanden war, konnten Noah und Camilla mein Herz erobern. Es liegt eine gewisse Spannung in der Luft und ich wusste nie, was nun passiert, oder nicht. Und ich hatte mal wieder etliche Theorien im Kopf. Auch wenn sich recht schnell ein Gedanke in mir verfestigte und dieser dann auch eintrat, wurde ich immer wieder von der Geschichte und ihren Protagonisten überrascht. Dieses Buch ist kein tiefgründiges Werk über das ich noch lange nachsinnen werde, aber es ist einfach sehr unterhaltsam und hat mir große Lesefreude bereitet. Es ist schon komisch, was wir für die Liebe alles so auf uns nehmen. Oder auch für ein finanziell unabhängiges Leben. Ob das am Ende glücklich macht? Vielleicht ja, vielleicht nein. Auf alle Fälle zeigt uns diese Geschichte, was aus Wut und Liebe entstehen kann. Dabei geht es in diesem Buch nicht nur um die Beziehung zwischen Liebenden, sondern auch um Freundschaft. Ein toller Roman zum abschalten und mit rätseln, der ganz wunderbar erzählt wird.

Das Cover ist recht unspektakulär und im typischen Diogenes-Design, daher kann ich dazu auch nicht viel sagen. Der Schreibstil hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, es war gut zu lesen und hat einen auch sofort in die Geschichte hineingezogen. Das Buch hält einige Wendungen und Überraschungen bereit. Vor allem das Ende war sehr überraschend für mich. Noah und Camilla waren auch recht glaubwürdige und spannende Protagonisten, wenn auch ein wenig exzentrisch. Wie fast alle anderen Figuren in dem Buch ebenfalls. Das Buch hat sich an keiner Stelle gezogen oder war langweilig, es hat sich bis zur unerwarteten Wendung am Höhepunkt immer weiter zugespitzt. Man haut auch die ganze Zeit mit Noah mitgefiebert, auch wenn man Camilla irgendwo verstehen konnte. Fazit: Ein nettes Buch für zwischendurch, das Spaß gemacht hat zu lesen.
Wut und Liebe vereint, was Suters Werk so lesenswert macht: die emotionale Tiefe seiner Liebesgeschichten und die moralische Fallhöhe seiner wirtschaftlich getönten Romane. Die Spannung liegt nicht im Plot allein, sondern in der Frage, was ein Mensch bereit ist zu tun – aus Liebe, aus Stolz, aus Not. Elegant, klug, typisch Suter.
Noah ist Künstler, Anfang dreißig, und lebt bislang mehr von der Geduld seiner Freundin Camilla als von seinen Bildern. Als sie ihn verlässt – aus Vernunft, nicht aus Hass –, fällt er in ein emotionales und finanzielles Vakuum. Um Camilla zurückzugewinnen, ist Noah zu allem bereit. Da begegnet er einer wohlhabenden älteren Dame, die ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet: Für ein beträchtliches Vermögen soll er sich auf einen Deal mit ihr einlassen. Was genau sie von ihm will, bleibt zunächst vage – nur eines ist klar: Es geht um mehr als Geld. Und womöglich auch um Leben und Tod. Suter spinnt daraus eine psychologisch dichte Geschichte über Abhängigkeit, Moral und die Illusion von Kontrolle. Martin Suter bleibt sich treu – und das ist ein Glück. Seine Sprache ist wie gewohnt elegant, durchdacht und schnörkellos. Jeder Satz sitzt, jedes Wort trägt Bedeutung, ohne dass je Pathos bemüht wird. Er beobachtet mit präziser Zurückhaltung, aber nicht ohne leise Ironie. Diese stilistische Klarheit, gepaart mit psychologisch glaubwürdigen Figuren, macht auch Wut und Liebe zu einem echten Suter-Roman. Noah ist ein typischer Suter-Protagonist: kultiviert, latent verloren, hin- und hergerissen zwischen moralischem Anspruch und egoistischem Wunschdenken. Die Figuren um ihn herum sind nicht minder sorgfältig gezeichnet – keine Karikaturen, sondern Menschen mit innerer Spannung. Auch wenn sich der Handlungsverlauf früh andeutet, liegt die Stärke des Romans nicht im Überraschungsmoment, sondern in der feinen, fast chirurgischen Beobachtung zwischenmenschlicher Dynamiken.
Suter hat eine einzigartige Fähigkeit, komplexe Charaktere und Beziehungen zu beschreiben, und seine Prosa ist präzise und unterhaltsam. Die Geschichte selbst ist jedoch nicht immer gleichmäßig spannend, und einige Aspekte der Handlung könnten besser ausgearbeitet sein. Dennoch hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten, und ich habe mich in die Welt der Charaktere hineingezogen gefühlt. Suters Fähigkeit, die menschliche Psyche zu erforschen und die Komplexität von Beziehungen zu beschreiben, ist beeindruckend. Wenn Sie ein Fan von literarischen Romanen sind, die sich mit den Tiefen der menschlichen Natur beschäftigen, könnte Ihnen dieses Buch gefallen.
Eigentlich lieben sich Noah und Camilla, doch Noah ist ein mittelloser, wenig erfolgreicher Künstler und Camilla hat sich mehr vom Leben erhofft, als mit ihrem Job in der Buchhaltung ihrer beider Lebensunterhalt zu verdienen. Als sich Camilla deshalb von Noah trennt, ist dieser am Boden zerstört und betrinkt sich in einer Bar. Dort trifft er auf die ältere Dame Betty, die um ihren verstorbenen Mann trauert und ihm ein zweifelhaftes Angebot macht, das all seine finanziellen Sorgen lösen könnte - und ihm Camilla zurückbringen würde. Martin Suters neuen Roman "Wut und Liebe" würde ich als typischen Suter bezeichnen, hat er doch alles, was der Autor gerne in seinen Büchern unterbringt: Die Schweizer High Society, einen jungen, zu schlechten Entscheidungen neigenden Protagonisten, eine schöne Frau zum verlieben, viel Alkohol und gutes Essen und ein Krimi-Element, das dem Roman Spannung verleiht. Mich konnte er damit wieder einmal gut unterhalten, auch wenn mich "Wut und Liebe" nicht gar so sehr gepackt hat wie seine anderen Romane. Ich fand die Wendungen dieses Mal ein wenig zu vorhersehbar, sonst konnte mich Suter mit seinen großen Enthüllungen am Ende seiner Bücher mehr überraschen. Außerdem hat mir auch ein wenig Tiefgang gefehlt, da ich gerade erst seinen Debütroman "Small World" gelesen habe weiß ich, dass er das eigentlich kann. Ich mag "Wut und Liebe" Suter-Fans wie mir trotzdem empfehlen, denn man kommt hier voll auf ihre*seine Unterhaltungs-Kosten! Allen Suter-Neulingen würde ich aber eher andere seiner Bücher in die Hand drücken, schreibt mir gerne, falls ihr da Empfehlungen braucht.

Ich hatte irgendwie mehr erwartet…
Der Klappentext klang so vielversprechend, die Idee der Geschichte - grandios. Doch die Umsetzung hat mich irgendwie enttäuscht - zu viele unrealistische Verbindungen zwischen den Figuren; zu viele überflüssige Wendepunkte - teilweise vorhersehbar! Ich bin und bleibe ein großer Suter-Fan, sein Stil ist großartig: schlicht und dennoch tiefgründig. Ich hoffe, dass mich sein nächster Roman wieder mehr überzeugen kann. „Melody“ hat mir jedenfalls sehr viel mehr Spaß gemacht.






















































