Der Geisterwald

Der Geisterwald

Softcover
4.2266

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Description

Das Heim von Geistern, von Hexen und einem Kind, das kein richtiges Kind ist.

1965 wird die junge Pearl zur Entbindung nach Lichen Hall geschickt, einem gotischen Herrenhaus, das in Schottland inmitten eines Waldes steht. Unverheiratete Frauen kommen hierher, um heimlich ihre Kinder zur Welt zu bringen.
Doch in Lichen Hall lauert Gefahr. Seltsame Schimmelpilze überwuchern die Wände und gespenstische Geheimnisse kriechen aus dem dunklen Wald heran …

Ein Gothic-Thriller, der die gruseligsten schottischen Legenden aufgreift.

Woman Home: »Cooke hat die düstere Realität mit einem magischen Realismus vermischt.«

Candis: »Mit einer großartigen Handlung erzählt diese spannende und fesselnde Story von der schwierigen Geschichte der Frauen im Schottland Mitte des 20. Jahrhunderts.«

Katherine May: »C. J. Cooke ist eine Meisterin der feministischen Gothic!«

Carly Reagon: »Herrlich beunruhigend, seltsam überzeugend.«

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
Psychological
Format
Softcover
Pages
496
Price
17.50 €

Author Description

C. J. Cooke (Carolyn Jess-Cooke) lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Glasgow. Ihre Romane wurden bereits in 23 Sprachen veröffentlicht und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie lehrt kreatives Schreiben an der Universität von Glasgow und beschäftigt sich mit der Förderung des kreativen Schreibens im Bereich der psychischen Gesundheit. Ihre Website: www.carolynjesscooke.com

Characteristics

5 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
67%
16%
57%
27%
92%
44%
79%
68%
48%
60%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
78%
79%
91%
71%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple20%
Complex0%
Moderate80%
Bildhaft (100%)Poetisch (67%)Außergewöhnlich (67%)

Posts

94
All
4

Der Geisterwald ist ein Buch, das sich langsam festsetzt. Nicht mit lauten Schockmomenten, sondern mit einer dichten, dunklen Atmosphäre, die sich Seite für Seite ausbreitet – feucht, bedrückend, organisch. Der Wald lebt, das Haus atmet, und man spürt früh: Hier stimmt etwas grundlegend nicht. Besonders gelungen ist die Spannung. Sie wird ruhig, aber konstant aufgebaut und über lange Strecken gehalten. Das Buch liest sich flüssig, fast soghaft, und spielt seine Stärke klar in der Stimmung aus. Verfall, Abhängigkeit und das Gefühl, dass ein Ort Menschen nicht nur beherbergt, sondern besitzt, ziehen sich konsequent durch die Geschichte. Das passt – im besten Sinne – perfekt zur Pilzthematik: nichts explodiert, alles überwächst. Die Figuren, vor allem die beiden Protagonistinnen, sind interessant angelegt. Sie fügen sich nicht widerspruchslos in ihre Umgebung, hinterfragen, stolpern, wehren sich. Besonders die Gemeinschaft der Frauen entwickelt eine stille, fragile Kraft, die berührt, auch wenn einzelne Themen, die anfangs stark gesetzt werden, später etwas in den Hintergrund rücken. Inhaltlich bleibt man als Leser neugierig. Die zentralen Motive entfalten sich, wichtige Enthüllungen werden gemacht – aber nicht alles wird gleich sauber aufgelöst. Einige Nebenstränge und Bilder bleiben offen oder wirken nur angerissen. Das ist stellenweise frustrierend, vor allem für Leser, die gern jedes Detail logisch verankert sehen. Gleichzeitig schmälert es den Gesamteindruck nicht entscheidend, sondern verhindert eher den letzten Schritt zur Perfektion. Am Ende bleibt das Gefühl, gut unterhalten worden zu sein: getragen von Atmosphäre, Spannung und starken Bildern. Der Geisterwald ist kein bis ins Letzte durchdekliniertes System, sondern vor allem ein Erlebnis – eines, das im Kopf nachwirkt, auch wenn nicht alle Fragen beantwortet werden. Fazit: Dunkel, bedrückend, sehr stimmungsvoll – mit kleinen logischen Lücken, aber großer Sogwirkung. Vier Sterne sind hier genau richtig.

4

Gute Gothic Geschichte. Ich mochte die düstere Atmosphäre sehr. Manchmal kam ich ein bisschen Durcheinander mit den Charakteren, aber die Erzählweise war fließend und gut. Vergangenheit und Gegenwart fließen irgendwann ineinander und das Ende hat wirklich noch mal an Fahrt aufgenommen. Ein Highlight wurde es nicht, aber es ist eine lesenswerte Geschichte. Leider hat mir der Gruselfaktor ein wenig gefehlt.

5

WOW 👻 Es war so düster und atmosphärerisch!

Wieder ein Highlight in diesem Monat. Wahnsinnig gute Umsetzung, mit einem packenden Schreibstil. Es war düster, etwas gruselig und sehr fesselnd beim Lesen. Eine Geschichte die teils grausam ist, aber auch mit guten Lichtblicken. Absolute Leseempfehlung 💯 Hab mir gleich ein weiteres Buch der Autorin bestellt 🤩

WOW 👻 Es war so düster und atmosphärerisch!
5

Ein Gothic Thriller, der etwas düster beklemmend ist. Spannend von der ersten Seite bis zu letzten Seite. Absolute Leseempfehlung für alle, die es düster mögen und auf Grusel Geschichten stehen. Absolute Leseempfehlung ⭐⭐⭐⭐⭐

4.5

Ein wunderbares dunkles Schauermärchen. Ein Gothic Thriller in einer düsteren und beklemmenden Atmosphäre. Es gibt keine lauten Schockmomente, der Grusel kommt leise und schleichend. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen von Mable in der Vergangenheit und Pearl, die zusammen führen. Der Erzählstil ist fesselnd von der ersten Seite an und lebendig. Man wird vollkommen von der Stimmung eingefangen. Spannend ist auch die schottische Mythologie. Eine großartige Geschichte.

4

Manchmal gibt es Bücher, die sich nicht einfach lesen lassen – sondern die einen langsam umhüllen, wie Nebel zwischen Bäumen. "Der Geisterwald" von C. J. Cooke ist genau so ein Buch. Die Geschichte entfaltet sich in zwei Erzählsträngen: 👉 Mabel im Jahr 1959 👉 Pearl im Jahr 1965 Beide Frauen sind schwanger, beide tragen ihre eigenen Geheimnisse – und beide Wege führen sie nach Lichen Hall, ein abgelegenes Anwesen in den Scottish Borders. Hoch oben an einer Klippe gelegen, umgeben von geisterhaften Bäumen, scheint dieses Haus mehr zu wissen, als es preisgibt. Eine düstere Legende über ein „anderes“ Kind, eine erzürnte Fee und einen Fluch legt sich wie ein Schatten über die Geschichte. Was C. J. Cooke hier erschafft, ist ein wundervolles, stimmiges Gesamtbild. Ihr Schreibstil ist so bildhaft, dass man förmlich sieht, wie sich der Wald erhebt, wie die Bäume flüstern und wie Lichen Hall in all seiner düsteren Präsenz vor einem entsteht. Die Atmosphäre ist dicht, unheimlich und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Doch hinter all den mystischen Elementen verbirgt sich ein Thema, das tief unter die Haut geht: Die Lebensrealität unverheirateter schwangerer Frauen in den 1950er- und 1960er-Jahren. Mit großer Feinfühligkeit zeigt die Autorin, wie diese Frauen vom Staat und der Gesellschaft behandelt wurden: 👉 Stigmatisierung 👉 Verlust von Arbeit 👉 kein finanzielle Unterstützung 👉 Ausgrenzung – sogar durch die eigene Familie Besonders eindringlich beschreibt sie die Traumata, die viele dieser Frauen erleiden mussten – sei es durch Gewalt, Verdrängung oder den Kampf ums eigene Kind. Themen wie Vergewaltigung, Totgeburt und Mord werden offen angesprochen, weshalb die Triggerwarnung unbedingt beachtet werden sollte. Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie die Autorin die Verzweiflung, aber auch die Stärke dieser Frauen darstellt. Man spürt ihren Kampf – um Würde, um Selbstbestimmung, um ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen. Gleichzeitig zeigt das Buch schonungslos, wie Männer als Teil eines Systems agieren, das ihnen Macht verleiht und sie über Frauen stellt, oft ohne Konsequenzen. Die beiden Erzählstränge verweben sich nach und nach zu einer gemeinsamen Geschichte, und genau darin liegt eine große Stärke des Buches. Stück für Stück fügen sich die Puzzleteile zusammen und lassen ein Gesamtbild entstehen, das ebenso tragisch wie faszinierend ist. ⭐ Bewertung: 4 von 5 Sternen Ein unglaublich atmosphärisches, tief bewegendes Buch, das mystische Elemente mit einer erschütternden Realität verbindet. Der Geisterwald ist keine leichte Lektüre – aber eine, die lange nachhallt und noch lange im Herzen bleibt 🌫️📚🖤

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3.5

Für mich etwas schwierig zu bewerten..

Nachdem ich so viele Bewertungen über dieses Buch gesehen hatte, war ich neugierig und wollte es auch unbedingt lesen. Ein Gothic Horror das in Schottland spielt? Besser geht's nicht 😅 Tatsächlich fing das Buch seeeehr gut an aber leider hat es sich irgendwie anders entwickelt als ich dachte. Für mich war es etwas zäh und auch nicht wirklich Horror. Vermehrt geht es in dem Buch um Schwangerschaft und Muttersein, was mir die Spannung irgendwie genommen hat. Ja das alles war in der Vergangenheit ein unglaublich schwieriges Thema und ich habe mich ab und an dabei erwischt wie ich tief durchatmen musste weil ich ein wenig Wut gespürt hab, wie man früher mit jungen Frauen umgegangen ist.. Ich muss sagen gegen Ende nimmt die Story nochmal richtig Fahrt auf, deswegen gibt's von mir 3 Sterne aber zu einem Highlight hat es für mich leider nicht gereicht

4.5

🍄 🍄‍🟫 🍄

Schauriger, fantastischer Realismus – was will man mehr? Die Geschichte ist so vielschichtig, thematisch komplex und umfassend, dass sie schwer zu beschreiben ist. Sie spielt zu verschiedenen Zeiten, und wir erleben sie durch verschiedene Perspektiven. Dabei ist sie so mitreißend geschrieben, dass ich sie nur schwer aus der Hand legen konnte. Im Mittelpunkt stehen Pearl, Mabel und einige weitere Frauen, die in den 60er-Jahren nach Lichen Hall kamen einem sagenumwobenen Ort, der von Pilzen überwuchert ist und in dessen Wald eine Kreatur leben soll. Doch diese Frauen kommen nicht ganz freiwillig: Sie sind unehelich schwanger geworden und sollen an diesem Ort, der als Mutter-Kind-Heim genutzt wird, ihre Kinder zur Welt bringen, um sie anschließend zur Adoption freizugeben. Solche Orte gab es damals zuhauf, und die Frauen erfuhren dort nur mangelhafte medizinische Versorgung. Gleichzeitig geht es um Pilze, ihre Artenvielfalt und Wirkung, um eine unheimliche Kreatur, ein Kind mit seltsamen Fähigkeiten und um die Leben von Pearl und Mabel. Mabel ist für mich ein ganz besonderer Charakter, der viel durchmachen musste. Auch queere Figuren finden Platz in dieser Geschichte. Die Autorin nimmt sich viel Zeit, alle Charaktere vielschichtig auszuarbeiten. Die Atmosphäre ist durchgehend bedrückend, es gibt zahlreiche Rätsel zu lösen. Alle Begebenheiten werden bildhaft und komplex durchleuchtet, sodass am Ende kaum Fragen offenbleiben. Das Nachwort der Autorin verdichtet das Leseerlebnis noch zusätzlich. Mir hat es unglaublichen Spaß gemacht, diese Geschichte zu entdecken! Triggerwarnung: Das Thema Schwangerschaft, Geburt und Kindesverlust wird bildhaft und emotional intensiv behandelt.

4

In "Der Geisterwald" von C. J. Cooke wird im Jahr 1965 die junge, unverheiratete Pearl in ein abgelegenes Herrenhaus in Schottland gebracht, um dort heimlich ihr Kind zur Welt zu bringen. Parallel dazu erzählt ein zweiter Handlungsstrang von Mable und ihren Erlebnissen rund um Lichen Hall sechs Jahre zuvor. Das Anwesen wirkt zunächst ruhig, doch bald zeigt sich eine unheimliche Atmosphäre, geprägt von strengen Regeln und verborgenen Spannungen. Der umliegende Wald erscheint bedrohlich und scheint eine eigene, dunkle Geschichte zu besitzen, während sich immer mehr verstörende und unerklärliche Ereignisse häufen. Schließlich wird deutlich, dass Haus und Umgebung ein tief verwurzeltes Geheimnis bergen, das eng mit Vergangenheit, Aberglauben und übernatürlichen Kräften verbunden ist. Als Gothic-Thriller mit Botanik-Horror hat mich die dichte, unheimliche Atmosphäre total gepackt. Es war mein erstes Buch von C. J. Cooke, und ich mochte ihren Schreibstil sofort, weil er so eindringlich und bildhaft ist. Mable ging mir anfangs etwas auf die Nerven, aber im Verlauf der Geschichte hat sich das komplett gewandelt. ⚠️ Achtung Spoiler ⚠️ Sylvan, aka „Pilzboy“, habe ich dagegen direkt ins Herz geschlossen. Besonders gut gefallen hat mir, wie sich die beiden Handlungsstränge immer mehr angenähert haben und Mable und Pearl schließlich gemeinsam gegen Mrs. Whitlock und die Bedrohung von Lichen Hall stehen, mit starken Female-Rage-Momenten. Das Ende hat mich emotional sehr berührt und hat die Geschichte für mich perfekt abgerundet.

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3

Wir haben eine atmosphärischen und düstere Story, in der es um Geheimnisse, Mut, Freundschaft und Verlust geht. Die Story an sich war gut gemacht, konnte mich aber leider nicht überzeugen. Hier und da wird es spannend und auch interessant, hauptsächlich aber leider gegen Ende hin und das konnte es für mich dann nicht wirklich rausreißen. Schade eigentlich ackt.

5

Beeindruckend 🍄

Dieses Buch hat mich sprachlos und mit feuchten Augen zurückgelassen. C. J. Cooke erschafft Figuren, die sich leise ins Herz schleichen und einen nicht mehr loslassen, während man mit ihnen immer tiefer in magische, dunkle und schaurige Rätsel hinabgezogen wird. Der atmosphärische Schreibstil hat mich vollkommen gefesselt und in seinem Bann gehalten. Ich kann es kaum erwarten, weitere Bücher dieser Autorin zu lesen!

Beeindruckend 🍄
5

C.J. Cooke hat mit diesen Buch etwas erschaffen was einen so zwischen den Zeilen nachdenklich zurück lässt.

5

Eine schottische Legende gepackt in einen Gothic-Thriller

Lichen Hall ist ein altes Anwesen mitten in den schottischen Wäldern. Es hat eine lange und düstere Geschichte. In den 1950er und 60er Jahren können dort heimlich unverheiratete Frauen ihre Kinder zur Welt bringen und zur Adoption freigegeben. (Wie schrecklich und gemein war die Welt damals zu Frauen 😐 ) Doch es lauert ein grausames Wesen in den Wänden. Ein toller Schreibstil und 2 Zeitschienen treffen langsam auf einander. Sehr kurzweilig und spannend. Klare Leseempfehlung 🖤

Eine schottische Legende gepackt in einen Gothic-Thriller
4.5

Obsessed!

Ich fand das Buch absolut großartig! Der Schreibstil hat mir super gut gefallen, es waren viele wichtige Themen verarbeitet und die generellen Vibes des Buches waren genau meins! Auch von den Charakteren habe ich sehr viele in mein Herz geschlossen. Ein halber Punkt Abzug, weil mich das Ende in Vergleich zur ganzen Story nicht ganz so abgeholt hat. Es war in Ordnung, aber irgendwie hätte ich mir da etwas besondereres gewünscht. Alles in allem aber ein mega Buch!

4

Was ein Fiebertraum 🤭 aber rundum gelungen!

Es war düster, es war creepy, es war unendlich traurig und auch so schön. Letzte Woche hab ich dieses kleine Schmuckstück beendet und ich hab seit Tagen überlegt, wie ich es bewerte. Es war wirklich gut! Komplett anders als das, was ich sonst lese, aber wirklich eine willkommene Abwechslung. Die Charaktere waren so stark und so schön in ihrer Einzigartigkeit. Wir Frauen müssen mehr zusammenhalten 💔

4.5

Sehr zu empfehlen

Ich mag keine Bücher, in den in den Zeiten ständig gesprungen wird - leider fing dieses auch so an, schnell wurde klar, dass die Zeiten nur 6 Jahre trennte und sie immer weiter miteinander verschmolzen. Dies machte die ganze Sache unheimlich spannend und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Einen halben Punkt Abzug gibt es von mir für die letzten Seiten, in denen eigentlich schon alles vorbei war, denn das Lesben-Pärchen-Thema wurde im Buch zur genüge durchgekaut und bewirkte am Ende nur noch ein Augenrollen.

Sehr zu empfehlen
5

Ein weiteres Lesehighlight🤓📚

Zwei Erzählstränge mit sehr sympathischen Protagonistinnen, dazu eine spannende, melancholische, gruselige, menschliche Atmosphäre und das bereits ab der ersten Seite und ohne Hänger zwischendurch. Dabei werden gesellschaftskritische Themen aus dieser Zeit aufgegriffen. Das alles zusammen und noch ein Schreibstil im Präsenz, haben das Buch für mich zu einem absoluten Lesegenuss gemacht. Zudem sollte man das Nachwort der Autorin nicht ungelesen lassen.

4

Interessanter Pilzhorror mit einer Prise Gesellschaftskritik, aber auch ein paar Logiklücken.

5

Ich glaube nicht, dass ich zuvor schon dieses Genre gelesen habe. Wegen der vielen positiven Rezensionen war es aber schon lange auf meiner Liste, obwohl ich ein bisschen Angst hatte, dass ich es abbrechen werde. Aber nein, es hat mich quasi ab Seite 1 in seinen Bann gezogen! Toll geschrieben, tolle Charaktere - tolle Geschichte. Mochte ich sehr, sehr gerne!

5

Ein großartiges Buch. Spannend von Anfang an. Sehr melancholisch und düster.

5

Highlight 🖤🫶🏼🌿

Müsste ich es in drei Worte beschreiben, würde ich sagen: tragisch, melancholisch und mystisch. Es fühlt sich wie ein Nebeltag an. Ein Anwesen mitten im Wald und eine Gestalt, die es bewohnt. Frauen, die zusammenhalten und eine starke Gemeinschaft bilden. Wie beschreibt man ein Band zwischen Mutter und Kind? Vermutlich wie es @c.j.cooke macht. Nicht viele Geschichten entlocken mir so viele Emotionen und schon gar nicht – Tränen. Ich habe sehr mitgefühlt und besonders die Kinder in mein Herz geschlossen. Ich bin begeistert von den Spukelementen und der „kleinen“ Folklore, die sich zart wie ein Hexenring um die Geschichte legt! Bringt es nun Glück oder Unglück? Also für mich war diese Geschichte ein Volltreffer, sowohl als Erika und auch als Mama. Highlight 5/5 Sterne Vergesst bitte nicht, das Nachwort der Autorin zu lesen!

Highlight 🖤🫶🏼🌿
5

Rezension: Der Geisterwald von C.J. Cooke @festaverlag 🌲 Gothic-Horror trifft weibliche Stärke 🌕 Ein altes Anwesen tief im schottischen Wald. Zwei Zeitebenen. Ein düsteres Geheimnis. Der Geisterwald ist ein atmosphärisch dichter Gothic-Thriller, der uns nach Lichen Hall führt - ein dunkler Ort, der schon vor langer Zeit seinen Glanz verloren hat und einige dunkle Geheimnisse hütet. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen - eine davon 6 Jahre in der Vergangenheit - und beide Stränge verweben sich meisterhaft zu einem stimmigen, kraftvollen Finale. 💥 Was mich besonders berührt hat: die entstehende Gemeinschaft zwischen den jungen Frauen - und wie daraus Freundschaft, Solidarität und weibliche Stärke wachsen. ✨ Die Autorin verbindet auf beeindruckende Weise düsteren Horror mit realer Geschichte: die Schrecken der damaligen Heime, die Scham, das Schweigen - und gleichzeitig der Mut, der Zusammenhalt. Es war eine sehr bewegende Geschichte, die mich Zeile um Zeile aufs Neue für sich vereinnahmt hat. Wirklich toll! Fazit: Mystisch, berührend, stark - und ein richtig tolles Ende. Unbedingt lesen!

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4

Hui, wilde Pilzfahrt 🍄‍🟫🍄

Ich hab das Buch aufgeteilt in zwei Tagen gelesen. An einem Tag 100 Seiten paar Tage Pause und den Rest dann innerhalb ein paar Stunden beendet. Am Anfang bin ich zwischen Pearl und Mable durcheinander gekommen und der Zeitunterschied hat mich anfangs genervt. ABER es macht natürlich dann Sinn… Wow bin schon geflashed, habe definitiv Gesprächsbedarf, über den Buchinhalt zu sprechen. 🤯 Die Beschreibungen haben mir extrem gefallen, ich konnte mir alles super vorstellen, das Haus, den Wald die Hütte einfach alles. Ob ich in der nächsten Zeit Bock auf Schwammerl hab, ist die andere Frage 😅 Würde das Buch definitiv weiter empfehlen ⭐️

Hui, wilde Pilzfahrt 🍄‍🟫🍄
4.5

Ein gotisches Herrenhaus, junge Mütter, die ihre Kinder bekommen, um sie zur Adoption freizugeben, ein eigenartiger Pilzbefall und die Legenden einer uralten Hexe. Willkommen in Lichen Hall!

Also zu Beginn muss ich sagen, dass ich das Buch alleine wegen des Titels und Covers gekauft habe. Wie schön ist das bitte, absolut mein Geschmack.🥰 In dem Buch geht es um ein Mutter-Kindhaus, wo unverheiratete Frauen heimlich ihr Kind bekommen und es zur Adoption freigeben. Denn wir befinden uns im Schottland der 50er/60er Jahren. Zu dieser Zeit war es verpönt ein uneheliches Kind zu bekommen. So kommen durch einen Zeitsprung getrennt auch Mabel und Pearl dorthin, um Ihr Kind zu bekommen. Ich finde es wunderbar, wie die Autorin die beiden unterschiedlichen Zeitstränge miteinander verwoben hat. Ich war immer total gespannt, wie es bei beiden weiter ging. Ich muss auch sagen, dass mich alleine die ersten Seiten mit dem Gedicht total angesprochen haben, in dem es um eine Hexe, einen Fluch und ein Kind geht. Da ich sowieso ein Fan davon bin, wenn Folklore in Bücher mit einfließt, hat mich das gleich abgeholt. Am Anfang war ich ein wenig verwirrt, worum es eigentlich gehen wird. Da mich vor allem Mabel etwas verwirrt hat, denn sie hat wohl einen ganz speziellen Charakter und einen anderen Blickwinkel auf die Welt. Aber das hat mich um so mehr zum weiterlesen gebracht , weil ich wissen wollte, was Sache ist. Und gefesselt hat mich das Buch dann durch die ganzen Geheimnisse. Man hat sofort gemerkt, dass mit den Bewohnern von Lichen Hall irgendwas nicht stimmt. Sie waren voller Geheimnisse und merkwürdigem Verhalten. Die Charaktere sind vielschichtig und überzeugend, die Emotionen wurden unglaublich gut vermittelt, und ich habe bei jedem mitgefiebert. Für mich war es ein emotionales Auf und Ab. Alleine der Zusammenhalt zwischen den Frauen(bis auf zwei bestimmte Damen😅) hat mich berührt. Liebe findet man doch manchmal ganz unverhofft und an Orten, wo man es nicht erwartet hätte🙈 Auch der Schreibstil war für mich angenehm und wunderbar zu lesen. Durch die flüssige Erzählweise hat sich das Buch weggelesen wie nichts. Das Ende hat mich wirklich mitgenommen, mit so etwas habe ich zu wirklich nicht gerechnet. Alles in allem ist es ein wunderbares Buch. Spannend, beklemmend, geheimnisvoll und herzzerreißend. Auch wenn ich zu Beginn noch nicht ganz wusste, wohin mich das Buch führen würde, hat es mich positiv überrascht und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Also jeder der einen atmosphärischen, geheimnisvollen und düsteren Geisterwald besuchen möchte, ist bei diesem Buch genau richtig. ~Eure Moon🌙✨🔮

Ein gotisches Herrenhaus, junge Mütter, die ihre Kinder bekommen, um sie zur Adoption freizugeben, ein eigenartiger Pilzbefall und die Legenden einer uralten Hexe. Willkommen in Lichen Hall!
4

Ein Buch mit Höhen und Tiefen

Zum Anfang des Buches war ich etwas verwirrt, da es in den Kapiteln in der Zeit springt. Diese legte sich aber und die zwei Zeit-Ebenen werden im laufe des Buches gut zusammengeführt. Die vielen unterschiedlichen Personen haben alle ihr eigenes Geheimnis, was ich sehr gut fand. Zwischenzeitlich war ich aber auch mal ziemlich Lost, weil es für mich nicht zu erkennen war, wo die Reise hingehen soll. Zum Schluss hin hat es mich dann aber voll gepackt und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Gruselig fand ich es jetzt nicht, eher spannend. Im ganzen ein gutes Buch für die jenigen die auf Spannung und Geheimnisse stehen. 🍄👻

5

"Dieses Haus hat viele Geheimnisse". Also sagen wir mal so: Wenn mich jemand in ein abgelegenes Herrenhaus mitten im Wald schicken würde, um dort ein Kind zu bekommen…hätte ich laut Nein gerufen und wäre weg gerannt 😬 Pearl konnte das zu der damaligen Zeit leider nicht. Genau da fängt der ganze unheimliche Spaß auch schon an 🍄👻 Die Atmosphäre ist richtig schön düster. Überall dieser seltsame Schimmel. Der Wald wirkt nicht besonders einladend und man merkt schnell: "In Lichen Hall stimmt was nicht" Die zwei Erzählstränge die uns durchs Buch begleiten, fand ich richtig gut geschrieben.Vor allem, wie sie sich nach und nach miteinander verknüpfen. Stück für Stück versteht man mehr. Und merkt gleichzeitig, dass das Ganze noch viel unheimlicher ist als gedacht. Der geschichtliche Aspekt hat mir auch gefallen. Diese geheimen Geburtshäuser gab es früher ja wirklich, was der ganzen Geschichte nochmal mehr Tiefe gegeben hat. Find ich zumindest. Mein Fazit: Schön düster. Atmosphärisch und definitiv ein Buch, bei dem man froh ist, nicht selbst in diesem Haus zu wohnen. Ein Buch das im Kopf bleibt. Eine Leseempfehlung von mir.

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4

Gruselig gut

Eigentlich ist das überhaupt nicht mein Genre. Die Geschichte lässt sich gut lesen. Ich fand es teilweise wirklich gruselig und habe mich erschreckt. 1 Stern Abzug, da mir einige Enthüllungen schon vorher deutlich klar waren. Von manchen Ereignissen war ich nicht wirklich überrascht. Dennoch, habe ich nicht mit diesem Ende gerechnet.

5

So so gut!

•Buchrezi• 😲 (Welche Horrorgeschichten könnt ihr empfehlen?) Zum Inhalt: 1965 - Lichen Hall, ein altes heruntergekommenes Herrenhaus mitten im Wald in Schottland. Teile des Hauses sind unbewohnbar, ein Pilz hat sich Wände und Zimmer einverleibt und wuchert unaufhörlich durch das Mauerwerk… und auch der Wald um das alte Anwesen wirkt alles andere als einladend, sondern regelrecht unheimlich. Ausgerechnet hier, soll die junge Pearl ihr Kind zur Welt bringen, welches anschließend zur Adoption freigegeben werden soll… Pearl, die vor den Scherben ihrer Zukunft steht. Unverheiratet, arbeitslos, schwanger und das zu einer Zeit, in der diese Situation gesellschaftlich alles andere als akzeptiert ist. Auch Lichen Hall bietet ihr nicht den geschützten Raum, in dem sie in Ruhe ihr Kind gebären kann… Die Besitzern Mrs. Whitlock ist mal umgänglich und mal ein richtiges Biest. Verweigert den Frauen ärztliche Versorgung und ihr Mann ist schwer an Demenz erkrankt und ebenfalls keine große Hilfe… Und dann ist da Mabel, die einige Jahre zuvor ihr Kind in dem heruntergekommenen Herrenhaus zur Welt gebracht und ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen hat. Denn Mabel weiß nicht, wieso sie überhaupt schwanger geworden ist und das ist nicht das einzige Geheimnis, welches sich in Lichen Hall verbirgt…. Mein Fazit: Ich habe dieses Buch in wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Erwartet habe ich einen unheimlichen Thriller, was ich bekommen habe, war so viel mehr… Die Autorin hat hier eine Geschichte geschrieben, die tief berührt. Über Frauen, die aus lauter Verzweiflung bereit waren, ihre Kinder abzugeben, weil es gesellschaftlich von ihnen verlangt wurde. Und dieses Thema dominiert die Geschichte auch. Ich habe mit Pearl und Mabel mitgefiebert und ich habe sie zwischen ihren Ängsten und Wünschen gerne begleitet. Auch wenn hier und da mal Spannung aufkam und es auch den einen oder anderen Gänsehautmoment gab, so haben mich die persönlichen Schicksale und das Zwischenmenschliche noch mehr in ihren Bann gezogen. Vor dem Ende hatte ich Angst, da ich dachte, es könnte zu viel werden… aber es hat mich nicht enttäuscht! Volle 🍄🍄🍄🍄🍄!

So so gut!
4.5

Ein wahrer Pageturner! 🍄

. Hier erwartet dich ein Gothic-Thriller von beschwörender Intensität. „Der Geisterwald“ verwebt düstere Gothic-Atmosphäre, feine Horrorelemente und nervenaufreibende Spannung mit der schonungslosen Wirklichkeit, der Frauen und Mädchen in den 1960er-Jahren ausgesetzt waren. Ein vielschichtiger, beklemmender und überraschender Roman! 4,5/5 ⭐️ . Aber was erwartet dich hier genau… 1965 wird die junge Pearl zur Entbindung nach Lichen Hall gebracht, ein abgelegenes, gotisches Herrenhaus inmitten der schottischen Wälder. Dorthin werden unverheiratete Frauen geschickt, um fernab neugieriger Blicke im Verborgenen ihre Kinder zur Welt zu bringen. Doch in Lichen Hall ist nichts so sicher, wie es scheint. Nimm dich vor der Pilzen in Acht… . In „Der Geisterwald“ begleiten wir nicht allein Pearl auf ihrem Weg, sondern auch Mabel, ein junges Mädchen, das selbst einst schwanger zur Geburt nach Lichen Hall kam. Der Roman entfaltet sich in zwei Zeitebenen. Einmal Mabels Geschichte, die in der Vergangenheit wurzelt und Pearls Geschichte, die in der Gegenwart spielt. Beide Erzählstränge verlaufen kunstvoll parallel und verweben sich zu einem dichten Geflecht, das uns Lichen Hall und den benachbarten Geisterwald in all ihrer unheimlichen Präsenz nahebringt. . Schon die Ankunft auf dem Anwesen ist von einer eigentümlichen Schwere durchzogen. Lichen Hall scheint aus der Zeit gefallen; seine Mauern, die Schatten des Waldes, selbst die Lebensweise seiner Bewohner tragen wenig vom Geist der 1960er Jahre in sich. Vielmehr fühlt man sich, als Leserin und Leser ebenso wie als Figur in das 18. Jahrhundert zurückversetzt. Jeder Flur, jedes Rascheln im Gehölz atmet Vergangenheit. Ebenso ranke sich um das Herrenhaus Mythen und Geschichten… vom Geisterwald, in dem eine Hexe hausen soll und von den Besitzern des Anwesens, deren Schicksal wie ein Fluch nachhallt. Gewiss, das klingt nach vertrauten Motiven des Gothic-Horrors und ja, diese Elemente sind präsent. Doch „Der Geisterwald“ versteckt sich nicht in nur hinter düsteren Kulissen und wohligen Schauern. Hinter der spannungsgeladenen Oberfläche eines Gothic-Thrillers verbirgt sich eine eindringliche Auseinandersetzung mit dem Leben von Mädchen und Frauen vergangener Zeiten: mit den Erwartungen, die man an sie stellte, mit der Ächtung, die sie erfuhren, wenn sie es wagten, sie selbst zu sein und mit den Rechten, die ihnen verwehrt blieben, während sie Männern selbstverständlich zustanden. Und trotz aller Geheimnisse, trotz der Schatten, die sich über Lichen Hall legen, gelingt es Cooke, der Geschichte ein stimmiges, würdiges Ende zu verleihen! Auch wenn einzelne Fragen, wie leise Echos im Raum stehen bleiben. . So ist „Der Geisterwald“ ein feministischer Roman im Gewand eines Gothic-Thrillers, durchzogen von einem Hauch dunkler Magie. Genau dieser Zauber macht dieses Buch zu einen wahren Pageturner.

Ein wahrer Pageturner! 🍄
4

⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich tat mir am Anfang etwas schwer rein zu kommen aber ab der Mitte wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Klare Empfehlung 👍

⭐️⭐️⭐️⭐️
4.5

Etwas anders als erwartet, und dennoch großartig!

Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen! Ich kam zwar gerade zu Beginn öfter durcheinander mit den zwei verschiedenen POVs, da die Handlungen sehr ähnlich waren, aber das war gar nicht schlimm. Es wurden immer genug Infos gegeben, um sich dann doch schnell wieder zurechtfinden zu können. Auch habe ich mehr Geisterwald erwartet, habe jedoch mehr über die Frauen und ihren Aufenthalt in Lichen Hall bekommen. Dennoch gab es eine intensive mystische und bedrohliche Atmosphäre und einige gruselige Momente. Es wurde sehr gut veranschaulicht, wie die Realität der Frauen zu der damaligen Zeit war – einfach schockierend und frustrierend! Alle Frauen fand ich richtig toll – na ja, bis auf zwei, haha – und den Zusammenhalt untereinander ebenso. Ihre Geschichten und Schicksale haben mich sehr berührt und sie besonders nahbar gemacht. Ich habe sie gerne auf ihrer Reise begleitet und den kompletten Vibe geliebt. Auch wenn meine Erwartungen an das Buch ganz anders waren, war dies eine tolle Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Die Hauptthemen sind Schwangerschaften und das Leben von Frauen in den 60er-Jahren, dennoch würde ich nicht sagen, dass dies ein »Buch für Frauen« ist, da uns alle das Thema etwas angeht - außerdem beinhaltet die Geschichte noch so viel mehr und es gibt einige unheimliche Stellen, denn der Geisterwald ist nie ganz fern. Ich kann das Buch sehr empfehlen!

4.5

"pilze sind chimären, die an der schwelle zwischen der natur und der welt der menschen existieren. ein verbindungsstrang, der weder ganz botanisch, noch ganz animalisch ist."

der geisterwald von c. j. cooke ist ein gothic-thriller, der mich durch seine düstere, kunstvolle und vor allem mythische atmosphäre komplett für sich gewonnen hat. ich finde es unglaublich, wie gut die autorin realismus, die probleme junger, schwangeren frauen in den sechzigerjahren und mykologie mit keltischen sagen wie feenringen und den mythen um die hexenkönigin nicnevin vermischt und dabei ein so wundervolles buch erschaffen konnte. obwohl die handlung etwas langsamer voranging als in den büchern, die ich normalerweise lese, wurde es durch die beiden handlungsstränge wirklich nie langweilig. ich habe so sehr mit den hauptfiguren mitgefühlt und war an manchen stellen selbst richtig wütend. für alle, die atmosphärische, mystische geschichten mit historischem hintergrund mögen, ist dieses buch definitiv eine empfehlung.

"pilze sind chimären, die an der schwelle zwischen der natur und der welt der menschen existieren. ein verbindungsstrang, der weder ganz botanisch, noch ganz animalisch ist."
5

Highlight!

Wow, dieses Buch war grandios! Ich muss sagen, ich bin ohne Erwartungen an das Buch rangegangen, da ich mir ein bisschen unsicher war, ob mich die Thematik anspricht, aber es hat mich vollends überzeugt. Das Buch spielt in den 60ern, wir lesen hier einmal von Mabel in der Vergangenheit und von Pearl in der Gegenwart. Nach und nach werden die Stränge zueinander gebracht, sodass alles am Ende Sinn ergibt. Ich konnte mit den Protagonisten mitfühlen, Mabel und Pearl mochte ich beide gleichermaßen. Die Grundthematik des Buches, ist auch recht emotional, trotz des Horrors. Das macht alles noch viel nahbarer. Der Horror ist eher unterschwellig gehalten, was sehr atmosphärisch anmutet. Geschrieben ist das Buch flüssig mit kurzen Kapiteln, wodurch man durch das Buch förmlich fliegt. Und das Ende.. Mit dem Plottwist hätte ich nie gerechnet. Für mich eine große Leseempfehlung!

5

Damals: Dundee, 1959. Die 17-jährige Mabel Haggith ist schwanger, beteuert aber ihrer Mutter gegenüber noch nie mit einem Mann geschlafen zu haben. Aus Scham, ein eheloses Kind auf die Welt zu bringen, wird sie in ein Mutter-Kind-Heim in den Scottish Borders geschickt, um dort im Lichen House, einem Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, zu entbinden und das Kind zur Adoption freizugeben. Jetzt: Edinburgh, 1965: Pearl Gorham ist 22 Jahre alt und arbeitet als Krankenschwester, bis sie ihre Schwangerschaft nicht länger verheimlichen kann. Auch in dieser Zeit ist es noch immer inakzeptabel, als unverheiratete Frau ein Kind zu gebären und alleine großzuziehen, weswegen Pearl ebenfalls nach Lichen House gebracht wird. Zu dieser Zeit leitet Mrs. Whitlock das Haus und während ihr Ehemann durch seine Demenz ein oft unberechenbares Verhalten an den Tag legt, scheint auch Mrs. Whitlocks Charakter von charmant und fürsorglich binnen Sekunden zu kalt und abweisend zu wechseln und selbst ihr Enkel Wulfric neigt zu häufigen Wutausbrüchen. Unter den Bewohnern kursieren Gerüchte über den umliegenden Geisterwald, der von einer Hexe bewohnt und von unzähligen Pilzarten befallen sein soll und da es weder Ärzten noch Hebammen erlaubt ist, das Grundstück zu betreten, müssen sich die jungen Frauen selbst helfen - im Alltag und auch bei den bevorstehenden Geburten. Und in dieser seltsamen Umgebung kreuzen sich die Schicksale der beiden Frauen, die von da an mehr als nur ein Geheimnis teilen. ➸ "Der Geisterwald" von C. J. Cooke ist eine verwunschen dämmrige Erzählung, in der unheimliche Folklore, übernatürliche Ereignisse und die erschütternden realen Erfahrungen unverheirateter Mütter in den 1950er und 1960er Jahren miteinander verschmelzen. Im Stil eines gotischen Horrorromans entführt die Autorin den Leser in eine düstere und atmosphärische Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Mythos auf verstörend und doch wunderschöne Weise verschwimmen und die eindringlichen Kulisse von Lichen Hall vor dem inneren Auge entstehen lässt. Von Legenden umrankt, liegt das abgelegene Herrenhaus im Schatten dunkler Wälder und von dem Moment an, als die Frauen das Anwesen betreten, ist ihre Angst spür- und greifbar. Lichen Hall verfällt von innen, Schimmelpilze breiten sich an den Wänden aus, seltsame Erscheinungen spuken auf dem Gelände herum und der Wald selbst scheint auf das Haus und seine Bewohner überzugreifen. Doch der Schrecken in diesem Buch liegt nicht nur im Übernatürlichen, sondern auch in den realen Traumata, die sowohl Pearl als auch Mabel durchleben. Mit tiefgreifenden Themen wie Mutterschaft, gesellschaftlicher Verachtung, Scham, Isolation und Misshandlung, denen unverheiratete Mütter in dieser Zeit ausgesetzt waren, ist Lichen Hall nicht nur ein physischen Ort, sondern auch ein Symbol für die systematische Unterdrückung von Frauen, während die alten Mauern sie in Schweigen gefangen halten. Die Erzählung entfaltet sich in zwei Zeitlinien, die jeweils einer der jungen Frauen folgt, doch sobald sich die Wege von Pearl und Mabel dann endlich kreuzen, enthüllt sich auch das dunkle Geheimnis des Anwesens und seiner Wälder. Die Freundschaften, die sich zwischen den Bewohnerinnen entwickeln bieten Momente der Wärme inmitten der Trostlosigkeit, aber ihre Verbindung wird auch durch das gemeinsame Leiden und die Ungewissheit über ihre Zukunft gefestigt. Die übernatürlichen Elemente des Romans sind nahtlos in diese große Erzählung eingewoben und verschieben die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Fazit: Für Leser, die atmosphärischen und charakterorientierten Horror mit einer Mischung aus Folklore, Legenden und Sozialkritik mögen, ist dieses Buch ein Muss. Schnappt euch eine heiße Tasse Tee, eine kuschelige Decke und schaufelt euch ein paar Stunden Lesezeit frei. Es lohnt sich, genau diese zu nutzen, um euch in Lichen Hall zu verlieren. Leseempfehlung!

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4

Sehr gut

Auch wenn es mich nicht gegruselt hat, fand ich es wirklich gut geschrieben und sehr fesselnd. Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, waren gut ausgeschrieben das ich mir bildlich die jeweiligen Personen vorstellen konnte.

4

Dunkles Märchen...

Ich finde das Buch ist gut geschrieben, mysteriös würde ich sagen es geht um Schwangerschaften, bzw. um Frauen die eine Schande über ihre Familie brachten, Frauen die ihre Schwangerschaft vertuschen sollten um nicht verstoßen zu werden. Ich finde das Buch hat sich jetzt ewig zezogen... Trotzdem war das Buch spannend und schaurig. Zu dem ist das Buch definitiv für Pilz Liebhaber 🤭 den die Pilze nehmen einen sehr domiantem Teil ein.

4

Perfekt für die "spooky season"!

"Ich dachte, ich könnte vor der Einsamkeit, die ich in Dundee gefühlt habe, davonlaufen. Aber sie ist mir hierher gefolgt, sie klettert auf meinen Schoß wie eine Katze. Ich kann ihr nicht entfliehen." In "Der Geisterwald" verwebt C. J. Cooke ihre Story mit einer alte schottische Legende über die Hexe Nicnevin und bringt so ihr Faible zu Dingen, die auf der Schwelle zwischen dem Realen und dem Imaginären verharren, zum Vorschein. Die Geschichte nimmt uns mit in verschiedene Zeiten, die aber dicht beieinander liegen und deren Geschehnisse im Laufe der Jahre ineinanderfließen. Wir befinden uns in Lichen Hall, einem alten, abgelegenen schottischen Herrenhaus, das mehr und mehr zerfällt, dem aber noch ein Hauch von dem Glanz der alten Jahre innewohnt. Die junge Mabel kommt im Jahr 1959 zur Entbindung nach Lichen Hall. Pearl dann Jahre später, 1965. Beide sind unverheiratet und schwanger, wie alle junge Frauen, die sich in Lichen Hall einfinden, um hier heimlich ihre Kinder zur Welt zu bringen. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Die Herrin des Hauses benimmt sich manchmal seltsam und regelmäßig kommen, fast schon heimlich, Besucher nach Lichen Hall und verschwinden mit der Herrin im Geschäftszimmer. Und wer ist dieser kleine Junge, der manchmal plötzlich auftaucht? Überall wachsen seltsame Pilze an den Wänden und auch im naheliegenden Wald gehen unheimliche Dinge vor sich ... "Die bittere Realität ist, dass mein Körper nicht mehr mir gehört. Ich bin besessen, werde bewohnt, bin nicht länger ein menschliches Wesen, sondern ein verdammtes Hotel. Ich muss an das Wort denken, das Schwester Clarke immer für Babys in utero benutzt: Parasiten. Allmählich glaube ich, dass sie damit recht haben könnte." Cooke konnte mich mit ihrer sehr atmosphärischen Geschichte absolut in ihren Bann ziehen. Die Stimmung ist mystisch und düster, wenn auch nicht unbedingt wirklich gruselig. Vielmehr hat die Autorin hier die gesellschaftliche Ächtung von unverheirateten schwangeren Frauen in den Fokus gerückt, die gezwungen waren ihre Kinder heimlich zu bekommen und diese direkt zur Adoption freizugeben. Denn auch die Kinder hätten diese Ächtung von der Gesellschaft erfahren. Das Ganze gepaart mit diesem unheimlichen Setting und seltsamen Vorkommnissen, macht dieses Buch zu einer packenden und stimmigen Schauergeschichte. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich fühlte mich wunderbar unterhalten. Er passte für mich auch perfekt in die beginnende "spooky season". Nur auf Pilze habe ich aktuell keinen Appetit mehr ... Übersetzt aus dem Englischen von Manfred Sanders.

Perfekt für die "spooky season"!
5

✨️Highlight

📚 Inhalt Schottland, 1965: Pearl erwartet ein uneheliches Kind. Sie darf ihre Ausbildung zur Krankenschwester nicht fortführen und wird behandelt wie eine Aussätzige. Auch ihre Eltern können sie so nicht zu Hause behalten und schicken ihre unverheiratete Tochter nach Lichen Hall. In Lichen Hall dürfen sich unverheiratete Frauen aufhalten, bis sie ihre Kinder geboren haben. Die Herrin des Hauses arrangiert danach Adoptionen für die Kinder und die jungen Frauen können in ihre alten Leben zurück kehren. Das Leben in Lichen Hall ist nicht einfach. Nicht nur der psychische Druck, der auf den jungen Frauen lastet, sondern auch die Arbeiten die sie erledigen müssen. Pearl wird beauftragt, den Enkel der Hausherrin zu unterrichten. Der Junge leidet an unkontrollierbaren Wutausbrüchen und wirkt auch sonst merkwürdig. Dann ist ein Teil des alten Herrenhauses voller Schimmelpilze. Langsam scheinen sie das Haus erobern zu wollen. Wenn das nicht schon genug wäre, sieht Pearl einen kleinen Jungen im Haus und in der Nähe des Waldes, doch niemand will wissen, um wen es sich handelt. 📖 Meinung Jedes Jahr stehe ich vor dem selben Problem. Ich möchte gruselige Bücher zu Halloween lesen und dann spare ich sie mir bis kurz vor Halloween auf. Und nun lese ich die grusligen Bücher eben im November. Ich sollte einfach schon Mitte Oktober damit beginnen, aber egal. Ich glaube, dass ich «Der Geisterwald» bei Reado entdeckt habe, kann es aber nicht mehr mit Gewissheit sagen. Es war eines dieser Bücher, bei dem ich den Klappentext gelesen habe und mir zu 100% sicher war, dass das genau mein Buch werden würde. Schon alleine das Setting gefällt mir sehr gut und bisher habe ich nur spannende Geschichten um diese Art der Frauenhäuser gelesen. Natürlich immer äusserst tragisch und für mich unvorstellbar, aber eben auch sehr spannend. Die Geschichte in Lichen Hall wird nicht nur aus Pearls Sicht erzählt, es gibt eine weitere Protagonistin, Mabel, die wenige Jahre vor Pearl in Lichen Hall lebte. Nebencharaktere kommen daher auf beiden Zeitebenen vor und es war sehr spannend, mehr über die unterschiedlichen Menschen in Lichen Hall zu erfahren. Generell war für mich der Spannungsbogen fast von Anfang an da. Die Autorin konnte direkt eine unheimliche Atmosphäre erschaffen, die sich das ganze Buch über halten konnte. Durch ihre Beschreibungen des Hauses und der Umgebung konnte ich mir alles bildlich vorstellen und war total absorbiert in der Geschichte. Natürlich gab es hier und da einige unlogische Dinge, die passiert sind (oder zu denen hochschwangere Frauen in der Lage sein sollen), aber das hat mir keines Falls den Lesespass gemindert. Und ich hätte gerne mehr über Nicnevin erfahren. Für mich ein absolut gelungenes Buch, dass es dieses Jahr in meine Top-Liste geschafft hat. Ich habe es geliebt und war ein wenig traurig, als es fertig war. Gerne hätte ich mehr Zeit in Lichen Hall verbracht.

4

Gute Story, teilweise zu verrückt aber trotzdem unterhaltsam!

Die Story nimmt nach über der Hälfte eine Wende, dann geht es plötzlich nicht mehr um Frauen die Kinder kriegen, sondern um etwas anderes...das Buch wandelt sich von Roman zu Thriller. Gut und spannend geschrieben, gute Charaktere, wenn auch zu ähnlich dargestellt. Alles in allem gebe ich eine klare Leseempfehlung 😉

4.5

Atmosphärisch, düster und unglaublich faszinierend- Der Geisterwald

Ich muss zugeben, ich habe mit mehr Gruselelementen gerechnet, mehr paranormale fiese Geister. Nichtsdestotrotz war diese Lesereise etwas ganz Besonderes. Ein interessante Mischung aus zeitgenössischer Literatur, Gesellschaftskritik, Fantasyroman und garniert mit dem subtilen Grauen eines Schauerromans. Die zwei Zeitebenen, erzählt von Mabel und Pearl irritieren am Anfang ein wenig, da man sich doch fragt, wie diese Perspektiven letztendlich aufeinander treffen werden. Doch auch dieses wird wunderbar aufgelöst. Das richtige Grauen kam für mich zum Schluss und hat mich regelrecht fasziniert. Eine sehr neuartige Idee im Bereich der Schauerromane. Mir gefällt auch, wie schottische Folklore mit in die Geschichte eingeflochten wurde. Ein paar Punkte bleiben auch zum Schluss etwas ungeklärt, wobei man als aufmerksame Leserin schon die Erklärung hinter den offenen Fragen finden kann. Man wird bei der Auflösung halt nicht komplett an die Hand genommen. Die Charaktere empfand ich als sehr vielschichtig und grandios beschrieben. Fazit: Mit etwas anderer Erwartungshaltung ein wirklich intensives Leseerlebnis.

Atmosphärisch, düster und unglaublich faszinierend- Der Geisterwald
3.5

Spannende Geschichte, hätte an manchen Stellen etwas kürzer sein können und in der Mitte hat die Spannung etwas nachgelassen aber das Ende hat mich wieder richtig abgeholt! Leider habe ich eine Sache nicht ganz verstanden bzw. wie dort der Zusammenhang mit der Hauptursache für das ganze zusammenhängt… aber wer mystische Geschichten zu Pilzen mag hat hier eine klare Empfehlung. 😊

4

✧ 𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭: Der, der das Grün der Feen bestellt, Wird stets vom Glück gemieden. Dem, der den Feenring zerstört, Wird Not und Leid beschieden. (Traditioneller schottischer Reim) ✧ 𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐬𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤: Ich habe dieses Buch sehr genossen. Hier wurde unglaublich gut das Übernatürliche mit dem verwoben, was die grausame Realität vieler Mädchen, Frauen und Kinder zur damaligen Zeit darstellte. Nicht umsonst ist das Buch eben jenen Frauen gewidmet, die in Schottlands sogenannten Mutter-Kind-Heimen waren. Und tatsächlich ist es heutzutage kaum vorstellbar, dass eine außereheliche Schwangerschaft das ganze Leben nachhaltig ruinieren konnte. Lichen Hall bietet werdenden Müttern die Möglichkeit, sich dieses Problems zu entledigen, indem man bis zur Niederkunft dort bleibt und dann sein Neugeborenes an Adoptiveltern übergibt. Ich habe unglaubliches Mitgefühl für diese jungen Frauen empfunden, da sie einfach stellvertretend für so viele Schicksale stehen. Doch Lichen Hall ist kein gewöhnlicher Ort. Eine alte Legende verheisst Schlimmes, und der Verfall ist bald nicht nur am Gebäude erkennbar… Wunderbar erzählt, toll aufgebaut und absolut ergreifend. Ein Schauerroman, der in erster Linie mit der grausamen Realität schockt, und mit der übernatürlichen Note der gesamten Geschichte das i-Tüpfelchen aufsetzt. 🖤🖤🖤🖤 ✧ 𝐊𝐥𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐭𝐞𝐱𝐭: Das Heim von Geistern, von Hexen und einem Kind, das kein richtiges Kind ist. 1965 wird die junge Pearl zur Entbindung nach Lichen Hall geschickt, einem gotischen Herrenhaus, das in Schottland inmitten eines Waldes steht. Unverheiratete Frauen kommen hierher, um heimlich ihre Kinder zur Welt zu bringen. 
Doch in Lichen Hall lauert Gefahr. Seltsame Schimmelpilze überwuchern die Wände und gespenstische Geheimnisse kriechen aus dem dunklen Wald heran … Ein Gothic-Thriller, der die gruseligsten schottischen Legenden aufgreift. 

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4

Willkommen in Draculas Ferienhaus!

Eins muss ich vorweg sagen, die Atmosphäre ist in diesem Buch fast spürbar!! Ein richtig düsterer Ort mit dem Hauptschauplatz Lichen Hall. Auch vergleichbar mit dem Ferienwohnsitz von Dracula lädt uns das alte Herrenhaus ein, seine Mauern zu erkunden. Lichen Hall ist ein “Mutter-Kind-Heim”, in dem unverheiratete Frauen ihre Kinder zur Welt bringen und sie anschließend zur Adoption frei geben. Hier zeigt die Autorin ganz klar auf wie es um Frauen in den 50er/60er bestellt war. Das Buch ist als Gothic Thriller beschrieben. Leider hat mir noch ein bisschen mehr Spannung gefehlt. Das unheimliche und düstere ist der Autorin aber sehr gut gelungen und die Geschichte an sich fand ich auch absolut lesenswert.

Willkommen in Draculas Ferienhaus!
5

gelungener Gothic-Thriller, der ein erschütterndes historisches Thema aufgreift (queer-friendly)

Die Geschichte spielt in Schottland zwischen den späten 1950er und den frühen 1960er Jahren und beleuchtet das Schicksal junger, lediger Frauen, die ungewollt schwanger wurden. Diese Frauen suchten (meist nicht freiwillig) Zuflucht in sogenannten Mutter-Kind-Heimen, um ihre Kinder nach der Entbindung zur Adoption freizugeben, um dem gesellschaftlichen Stigma als alleinerziehende Mütter zu entkommen. Cooke setzt sich mit dieser bereits an sich gruseligen historischen Praxis auseinander, indem sie sie in eine übernatürliche, gruselige Erzählung einbettet, die folkloristische Elemente enthält. Dabei gelingt es ihr, die Geschichten dieser Frauen nicht für den Horror auszunutzen, sondern ihnen eine eigene Stimme und Handlungsmacht zu verleihen. #queerfriendly #feminist-reads

4.5

„Ihnen wird auffallen, dass die Bäume sehr bleiche Stämme haben, sehr geisterhaft. Wir nennen ihn den Geisterwald.“

Schottland, 1960er: Lichen Hall ist ein altes gotisches Herrenhaus inmitten eines Waldes. Hierher kommen unverheiratete Frauen, um in aller Abgeschiedenheit Kinder zu bekommen und diese zur Adoption weiterzugeben. Betreut werden sie dabei von der Familie Whitlock, um die sich in der Umgebung einige Gerüchte ranken. Genauso, wie um den umliegenden Wald, in dem eine dunkle Gefahr lauern soll… Wir springen in der Geschichte zwischen dem Damals mit Mabel und dem Jetzt mit Pearl hin und her. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein, deshalb sind mir die Zeitsprünge sehr leicht gefallen. In beiden Zeitsträngen macht sich von Beginn an eine düstere und beklemmende Stimmung breit. Eine zeitweise garstige Hausmutter, in sich gekehrte Mitarbeiter und der Wald, in dem eine dunkle Gestalt haust. Wir erfahren viel über Pilze. Sie sprießen hier überall. Im Wald, im Herrenhaus… Besonders gut hat mir die Darstellung von Schwangerschaft, Geburt und dem Muttersein gefallen. Es war fachlich sehr akkurat und vor allem die Adoptionen haben mich emotional absolut mitgerissen. Zeitweise hat diese Darstellung sehr viel Raum eingenommen und den übernatürlichen Horror in den Hintergrund gerückt. Mich persönlich hat das aber abgeholt. Die Wendungen waren relativ vorhersehbar. Unabhängig davon fand ich sie aber trotzdem sehr gut. An ein paar Stellen gab es kleine Logikfehler, das Ende war mir zu abrupt und der Epilog war mir für das vorausgegangene „Trauma“ zu rosig. Deshalb ein wenig Abzug. Aber alles in Allem wirklich gelungen!

„Ihnen wird auffallen, dass die Bäume sehr bleiche Stämme haben, sehr geisterhaft. Wir nennen ihn den Geisterwald.“
5

Ein sehr spannendes Buch, was mal was anderes für mich war. Die Thematik um Mutter-Kind-Heime und deren Zustände sowie schwangere Mädchen Ende der 50er/ Mitte der 60er Jahre war absolut fesselnd. Besonders toll fand ich, dass auch die gleichgeschlechtliche Liebe mit angesprochen wurde. Dazu kam dann noch das Übernatürliche mit den Pilzen. Anfangs kam ich erst mit Pearl und Mabel durcheinander, aber das hatte sich dann auch schnell wieder gelegt. Das Buch war echt großartig! Es hat sich richtig gut weggelesen. 😊

5

Für mich ein absolutes Jahreshighlight💜

Zitat: ❣️„Pilze sind Chimären, die an der Schwelle zwischen der Natur und der Welt der Menschen existieren, ein Verbindungsstrang, der weder ganz botanisch noch ganz animalisch ist“❣️ Das Zitat lässt vermuten, welche wichtige Symbolik den Pilzen in dieser Story beigemessen wird. Verstanden habe ich sie als wichtigstes Element, symbolisch für das Leben zwischen zwei Realitäten. Wir springen abwechselnd zwischen zwei Zeitebenen. Unsere Gegenwart nennen wir das Jahr 1965, die Vergangenheit bringt uns das Jahr 1959 näher. So unterschiedlich das Leben der Protagonistinnen in beiden Ebenen ist,so kontrastreicher sind sie auch in ihren Wesen. Während Mabel vom Leben gezeichnet und von der Gemeinschaft abgeschottet ist, lernen wir Pearl als emanzipierte, nicht zu brechende Persönlichkeit kennen. Beide sind mit einer derartigen Tiefe gezeichnet, dass ich nicht umher kam, ihre Freude und auch Schmerz zu teilen. Eine unterschwellige angsteinflößende Atmosphäre schwang ohne Unterbrechung mit, ich verblieb in ständiger Erwartung, dass was „Schlimmes“ passieren wird. Während die Geschichte um die schwangeren, alleingelassenen Mädchen fortschreitet, nähern sich Vergangenheit und Gegenwart, um am Ende ineinander zu verschmelzen. Der Leser versteht Schritt für Schritt die Ganzheit der dramatischen Geschichte, die zum Ende hin nochmal eine unerwartete Wendung bereit hält. Getragen durch die Finsternis der Themen der gesellschaftischen Ausgrenzung, Tod und Wiedergeburt ist “Der Geisterwald” ein Roman, weit entfernt von den herkömmlichen Schauerromanen. Das Düstere liegt hier eher in der gesamten Thematik und weniger in der Präsenz etwaiiger übernatürlicher Entitäten. Besonders gut gefallen haben mir, neben den oben genannten Elementen, die gut recherchierten Einblicke in medizinische und vor psychologische Erkenntnisse der 1960‘er Jahre. Die Autorin hat es geschafft mich Stunde um Stunde in Ketten zu legen und mich auf diese Weise in der Story gefangen zu halten. Trotz Gefangenschaft bin ich hellauf begeistert. Für mich ein absolutes Jahreshighlight❗️ 5/5🤱🤱🤱🤱🤱

Für mich ein absolutes Jahreshighlight💜
4.5

Wundervolle Atmosphäre, sympathische Protagonisten jedoch triggernd für Menschen die TG erleben mussten.

Hier begleiten wir Mabel und Pearl, die in zwei verschiedenen Zeiten nach Lichten Hill mussten, da in der Zeit unverheiratete schwangere Frauen als ,,schande" angesehen wurden. Und ab hier beginnt die Geschichte. Im Buch wird überwiegende das Thema Schwangerschaft, Mutter sein und der damaligen Ansicht von unverheirateten schwangeren Frauen dargestellt. Das tut jedoch der Geschichte nicht negativ belasten. Ich fand es überaus interessant, es hat definitiv Märchen Vibes und es war mir ein absolutes Vergnügen Lichten Hall und den Walf mir vorzustellen. Mein einziger Knackpunkt war das Ende, es hat mir einfach nicht zufrieden gestellt. Alles in einem sehr schön geschrieben.

Wundervolle Atmosphäre, sympathische Protagonisten jedoch triggernd für Menschen die TG erleben mussten.
4

Mabel und Pearl sind zu unterschiedlichen Zeiten nach Lichen Hall gekommen, um ihre unehelichen Kinder zu entbinden und zur Adoption freizugeben. Was eine gute Lösung zu sein scheint, wird für beide zum Albtraum, das vermeintlich sichere Herrenhaus zum Gefängnis. Was stimmt mit ihrer Gönnerin nicht und welche Gefahr birgt der angrenzende Wald? Wie schon in "The Book of Witching" hat C. J. Cooke auch hier wieder zwei unterschiedliche, aber starke weibliche Charaktere geschaffen, die man einfach ins Herz schließen muss, schon allein aufgrund ihrer Stellung in der Gesellschaft, in der sie leben. Sie si d Spielzeuge, Puppen, die man wegwirft, wenn man genug von ihnen hat, wehrlos, schutzlos und verachtet. Und dennoch haben sie eine inbere Stärke, für die man sie nur bewundern kann. Unbedingt lesen.

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