Das Baby ist meins
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Description
Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins: ihr Baby. Nach ihrem preisgekrönten Bestseller »Meine Schwester, die Serienmörderin« legt Oyinkan Braithwaite ihren zweiten Roman vor. »Das Baby ist meins« ist eine augenzwinkernde Ansage an das Patriarchat, ein spannender Einblick in die nigerianische Gesellschaft – und vor allem eine rasante Geschichte um zwei Frauen, die wie Löwinnen um das Baby in ihrer Mitte kämpfen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste oder gar auf den Mann, der versucht herauszufinden, wem er glauben soll. Und der selbst alles andere als ein Unschuldslamm ist. Die Presse über »Meine Schwester, die Serienmörderin«: »Ein Buch als Waffe: Oyinkan Braithwaite erzählt mit blutigem Überschwang von der Emanzipation junger Afrikanerinnen.« Volker Weidermann, Der SPIEGEL. »Schnell und witzig, ironisch und böse funkelnd. Dieser Thriller hat einen Skorpionstachel und seinen Stich vergisst man nicht.« The New York Times
Book Information
Author Description
Oyinkan Braithwaite ist die Bestsellerautorin von „Meine Schwester, die Serienmörderin“, das inzwischen in 30 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft wurde. Der Roman wurde vielfach ausgezeichnet und stand 2019 u.a. auf der Shortlist für den Women's Prize for Fiction und der Longlist für den Booker Prize. Braithwaite ist ebenfalls als Drehbuchautorin tätig, u.a. für die Filmadaption ihres ersten Romans. Sie wohnt in Großbritannien und Nigeria.
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Klappentext: „Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins - ihr Baby. Nach ihrem frenetisch gefeierten, preisgekrönten Bestseller »Meine Schwester, die Serienmörderin« legt Oyinkan Braithwaite ihren zweiten Roman vor. »Das Baby ist meins« ist eine augenzwinkernde Ansage an das Patriarchat, ein spannender Einblick in die nigerianische Gesellschaft - und vor allem eine rasante Geschichte um zwei Frauen, die wie Löwinnen um das süße Baby in ihrer Mitte kämpfen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste oder gar auf den Mann, der versucht herauszufinden, wem er glauben soll. Und der selbst alles andere als ein Unschuldslamm ist ...“ Ein Roman hat ein ungewöhnlich schnelles Tempo, man ist sofort in der Geschichte und wird von ihr auch nicht mehr losgelassen. Den Schreibstil empfand ich als schnörkellos, direkt und ungefiltert. Die Story an sich ist völlig irre und verrückt. Und das Ende überraschte mich doch sehr.
Nichtssagend? Vielssagend?
Wer einen spannenden Plot erwartet, ist hier wahrscheinlich nicht gut aufgehoben. Wie auch eines ihrer anderen Bücher, hat mich dieses hier mit Dialogen gepackt. Es ist sehr lebhaft erzählt, sehr greifbar. Selbst für mich als Nichtmutter (dass ich Erzieherin bin & auch viel mit Säuglingen gearbeitet habe, könnte helfen). Bestimmt kann man viel in die Geschichte interpretieren. Angefangen mit Gesellschaftskritik (Männer sind Weiberhelden, Frauen dagegen...). Auch die Emotionen sind sehr treffend beschrieben und die Handlungen der Charaktere doch sehr nachvollziehbar. Dazu kam noch die zeitliche Kompenente (Lockdown), mit der vielleicht auch der letzte abgeholt hätte werden können.
Lagos, Nigeria - mitten im Corona Lockdown wird Bambi von seiner Freundin rausgeworfen (zurecht). Er findet Unterschlupf bei seiner Tante. Doch dort erwartet ihn ein ganz anderes Grauen: zwei Frauen die sich um ein Baby streiten - er dazwischen. Zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich das Vorgänger Buch der Autorin 'Meine Schwester, die Serienmörderin' trotz des ganzen Hypes darum nicht gelesen habe. Das muss ich wohl nachholen. *** In diesem dünnen Buch steckt unglaublich viel Kraft! Ich bin wie ein Wirbelwind an einem Abend durch die Seiten gerauscht. Und am Ende war ich völlig vor den Kopf gestoßen. Mehr zum Ende sage ich nicht, denn hier wird nicht gespoilert. Was kann ich also über dieses kurze Buch sagen, ohne euch die Lesefreude zu nehmen? Die Autorin hat einen mitreißenden Schreibstil und konnte mich innerhalb von zwei Seiten völlig für sich einnehmen. Einmal im Lesefluss hat mich nur die letzte Seite von diesem Buch befreien können. *** Was ich ebenfalls toll finde ist das 'Setting' - das Buch spielt in Nigeria und gibt einen winzig keinen Einblick in das Leben dort. Und wir sprechen hier nicht von dem von uns Westlichen Ländern falsch betitelten 'Dritte Welt Land'! Das Buch bleibt einem im Kopf, das liegt, zumindest bei mir, am Ende. Denn das lässt mir auch jetzt noch, Tage später, keine Ruhe! *** Kurz und knapp, aber ein Buch das nachhallt. Tolles Buch, tolle Autorin.
Das Baby ist meins von Oyinkan Braithwaite Dieses Buch ist provokant, wütend und gleichzeitig mit einem bitteren Schmunzeln geschrieben. Ich mochte vor allem die unkonventionelle Situation, in der ein junger Mann plötzlich zur Vaterrolle wider Willen gerät – mitten im Lockdown, zwischen Rivalitäten, Intrigen und der Frage, wem man überhaupt glauben kann. Besonders beeindruckt hat mich, wie klar Braithwaite Geschlechterrollen aufbricht und patriarchale Erwartungen infrage stellt und das alles in einem Setting, das gleichzeitig absurd und wachrüttelnd wirkt. Die kurzen, scharfen Szenen, das Hinterfragen von Moral und Fürsorge und der Lockdown als Rahmen haben für mich viel Spannung erzeugt. Was mich gestört hat: Einige Figuren bleiben für meinen Geschmack zu eindimensional, und manche Konflikte wirken überzeichnet, fast karikaturhaft. Auch das Ende ließ mich mit dem Wunsch zurück, dass mehr Klarheit über die Zukunft der Charaktere gegeben wäre. Unterm Strich: Das Baby ist meins ist kein gemütlicher Roman, sondern einer, der provoziert und zum Nachdenken zwingt – mit Humor, Härte und Haltung. ★★★☆☆ (3 von 5 Sternen)
Stark geschrieben, aber zu schnell vorbei
Das Baby ist meins spielt in Nigeria während des Corona-Lockdowns. Im Mittelpunkt steht Bambi, der von seiner Freundin rausgeworfen wird und Zuflucht bei seiner Tante sucht. Dort lebt noch eine andere junge Frau und ein Baby und plötzlich behaupten sowohl die Tante als auch die junge Frau, dass das Kind jeweils ihres sei. Mehr braucht es eigentlich gar nicht, um die Spannung dieses kurzen Romans zu beschreiben. Das Buch hat gerade einmal 125 Seiten und ich war in kürzester Zeit durch. Der Schreibstil ist wirklich toll und mitreißend. Ich wollte ständig weiterlesen und wissen, wie sich diese absurde Situation auflöst. Und trotzdem bleibe ich ein bisschen ratlos zurück. Kaum war ich richtig drin, war es auch schon wieder vorbei. Für mich fühlt sich die Geschichte nicht auserzählt an. Am Ende saß ich da und dachte: ok… aber was wollte mir dieses Buch jetzt eigentlich genau sagen? Ich denke genau darin liegt die Absicht, aber bei mir hinterlässt es eher ein Gefühl von Unbefriedigung. Trotzdem: Ich habe es wirklich sehr gern gelesen, sprachlich war es stark und die Grundidee hat mich gepackt. Deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Sternen, mit dem Wunsch, es wären einfach 200 Seiten mehr gewesen.

Interessante Kurzgeschichte Urteil des Salomon
Bambi ist ein notorischer Fremdgeher und wird aus eben diesem Grund von seiner Freundin Mide vor der Tür gesetzt. Wohin soll er im Lockdown bloß gehen? Er erinnert sich an die Villa seiner Tante und des verstorbenen Onkels und findet dort zwei sich streitende Frauen vor, die beide jeweils beanspruchen die Mutter des Babys zu sein. Bambi übernimmt die Rolle König Salomon und muss herausfinden, ob Tante Bidemi, oder Esohe, die Geliebte seines Onkels, die Mutter des Babys ist. Das richtige Urteil zu fällen ist nicht einfach. In Bambi entfachen schnell Vatergefühle und dank eines natürlichen Instinkts ist er dazu in der Lage sich vorbildlich um das Baby zu kümmern. Am Ende erfährt der Leser zwar wer die Mutter ist, aber die Frage nach dem Vater bleibt überraschend offen. Bambi entscheidet wie Salomon in erster Linie im Sinne des Kindes und das macht seinen Charakter so sympathisch. Der Leser erfährt nicht viel über die Figuren, aber das schadet der Geschichte auch nicht. Eine Lektion lässt sich ableiten. Für ein Buch ist die Geschichte etwas zu kurz geraten, für eine Kurzgeschichte ist die Länge aber perfekt.
Eine kurzweilige Geschichte, mit knappen Kapiteln bei der man direkt in das Geschehen geschmissen wird. Die Männer in der Geschichte sind alle unmöglich, meinen Fremdgehen wäre normal als Mann… Sympathisch waren mir keine der Charaktere, so dass ich auch kein Mitleid mit einer der Frauen hatte, die sich bekriegen. Der Lockdown fand ich als unnötig in der Geschichte, denn die Geschichte hätte auch ohne Lockdown gut funktioniert. Mir hat hier die Tiefe der Geschichte gefehlt, was bei so einem kleinen Büchlein eigentlich klar war. Für mich war es das zweite Buch der Autorin und vorerst auch das letzte Buch, denn begeistern konnte die Autorin mich mit keiner ihrer Geschichten.

vorhersehbare oberflächliche Handlung, strukturlos ohne Tiefgang
Die Seitenanzahl dieses dünnen Büchleins machte mich ja von Anfang an etwas stutzig, das muss ich schon zugeben. Mir stellt sich bei so etwas direkt die Frage, wie sich in so kurzer Zeit, auf so wenig Papier, eine gute Story herauskristallisieren kann? Aber wir wollen ja keine Vorurteile fällen! Die Rede ist von dem Buch "Das Baby ist meins" von Oyinkan Braithwaite, einer Autorin, welcher ich mit dieser Geschichte (wenn man es so nennen kann) eine Chance geben wollte. Worum es überhaupt geht: Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins: ihr Baby. Diese Geschichte ist eine augenzwinkernde Ansage an das Patriarchat, ein spannender Einblick in die nigerianische Gesellschaft - und vor allem eine rasante Geschichte um zwei Frauen, die wie Löwinnen um das Baby in ihrer Mitte kämpfen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste oder gar auf den Mann, der versucht herauszufinden, wem er glauben soll. Und der selbst alles andere als ein Unschuldslamm ist. Das Buch wartet mit knappen Kapiteln auf und lässt den Leser, ohne viele Worte, mitten ins Leben des Hauptprotagonisten plumpsen. Dort folgt schließlich eine stark oberflächlich gehaltenene Person der anderen, von denen keiner auch nur im entferntesten meine Symphatie gewinnen konnte. Mit kurzweiligen Dialogen wird die (vorhersehbare) Handlung vorangetrieben, welcher immer wieder die nötige Logik fehlt. Nur ein kleines bisschen über den Tellerrand hinaus denken? Fehlanzeige! Ich hatte mich ursprünglich auf einen kleinen Einblick in die Gesellschaft Nigerias gefreut, der mir aber leider verwehrt blieb. Stattdessen wurde immer wieder der Lockdown miteinbezogen, was ich völlig unnötig fand, von dieser Thematik hatten wir die letzten Jahre mehr als genug. Kurzum: Für mich war dies ein äußerst seltsamer "Roman", der irgendwie strukturlos vor sich dahin plätschert und keinerlei Tiefgang zulässt. Den Kaufpreis hätte man definitiv etwas anpassen können, dafür, dass einen nur eine kleine Novelle bzw. Kurzgeschichte erwartet.
Kein literarisches Meisterwerk, aber eine teils amüsante, teils intelligente Novelle einer jungen und sehr talentierten nigerianischen Autorin. Es liest sich genauso spannend und flüssig wie ihr erster Roman und ich war binnen weniger Stunden auch schon durch. Unbedingt mehr von Oyinkan Braithwaite!
Danke an NetgalleyDE und den Aufbauverlag für das Rezensionsexemplar. Ich habe mich sehr auf dieses zweite Werk von Oyinkan Braithwaite gefreut. Meine Schwester, die Serienmörderin hat mir aus vielen Gründen sehr gut gefallen. Vielleicht ist ein Vergleich nicht ratsam, aber das tut man halt unweigerlich doch immer. Diesmal ist ein Mann der Ich-Erzähler. Außerdem wird die nigerianische Gesellschaft nicht so richtig im Alltag gezeigt, wie bei der Serienmörderin - was am Lockdown liegt - sondern spiegelt sich nur in den Kommentaren von Bambi wieder. Generell konnte ich der Lockdown-Beschreibung leider nicht viel abgewinnen... Es wird so oft erwähnt, aber das Feeling kommt eigentlich gar nicht auf - sprich, der Lockdown ist unnötiger Nebendarsteller, der genauso gut hätte weggelassen werden können... Wirklich tonangebend für das Buch ist er nicht. Die Gefühle rund um das Mysterium in diesem Buch, waren schon gut dargestellt - nur leider nicht das ganze Buch hindurch, was schade ist, da es ja so kurz ist. Mir persönlich war es zu wenig von allem. Etwas unausgegoren. Es ist unterhaltsam, ja. Ich nehme positive Dinge mit, ja. Ich konnte nur nicht so viel für mich mitnehmen, wie noch bei ihrem ersten Werk. Es ist ein angenehm zu lesendes Werk für zwischendurch, das durchaus auch zum Nachdenken anregen kann und den westlichen Leser in unbekanntere Gefilde führt. Mir hat es einfach nicht gereicht, das ist aber ein sehr subjektiver Ansatz, der niemanden abhalten sollte, es zu lesen.
>>Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins: ihr Baby<< "Das Baby ist meins" von Oyinkan Braithwaite ist eine kurze Geschichte, die mich wie schon der Vorgänger "Meine Schwester, die Serienmörderin" direkt doch sehr in ihren Bann gezogen hat. Was ich nicht erwartet hatte war, dass diese kurze Geschichte innerhalb der Lockdown-Zeit spielt, was die ganze Sache noch etwas brenzlicher machte. Insgesamt schaukelt sich hier alles sehr schnell sehr hoch und es ist kaum zu erkennen, wer lügt und wer nun die Wahrheit sagt. Klar bleibt jedoch, dass alle irgendwie mit dem Baby zu tun haben... nur auf welche Weise, das muss man hier als Leser selbst herausfinden.
Mit "Das Baby ist meins" bringt die Erfolgsautorin Oyinkan Braithwaite einen weiteren Roman mit Setting in Lagos auf den Markt, der allerdings nur 128 Seiten aufweist. Der Protagonist Bambi zieht notgedrungen bei seiner Tante Bidemi ein, die er seit einiger Zeit nicht gesehen hat. Er ist überrascht, dass er die kürzlich verwitwete Frau nicht alleine vorfindet. Mit ihr im Haus wohnen die junge Esohe und ein kleines Baby, von dem jede der beiden Frauen behauptet, die Mutter zu sein. Aufgrund des Corona-Lockdowns müssen die drei in den nächsten Wochen miteinander zurecht kommen und Bambi versucht herauszufinden, wem er glauben schenken soll. Die drei Hauptakteure erwecken alle keine Sympathie aber trotzdem ist es äußerst unterhaltsam, die Figuren zu beobachten. Sie werden durch wenige Sätze authentisch zum Leben erweckt. Bambi ist ein untreuer Schürzenjäger und Verfechter der Polygamie, der keinerlei Erfahrung mit Kindern hat und sich plötzlich in der Pflicht sieht, den kleinen Jungen aus der Schusslinie der beiden Möchtegern-Mütter herauszuhalten. Tante Bidemi verarbeitet noch den Verlust ihres Ehemannes,von dem sie schwanger war, und fühlt sich bedroht von der viel jüngeren Esohe. Sie nahm die damals ebenfalls Schwangere bei sich auf, um ihr zu helfen, doch dann starb ein Kind und der Streit um das Überlebende entbrannte. Zuzusehen, wie sie wie Furien immer wieder aufeinander los gehen und sich gegenseitig das Leben schwer machen, war für mich ein wenig, wie Trash-TV gucken. Man schüttelt den Kopf aber ich wollte druchgehend wissen, wie es weitergeht, wozu auch der einfache und doch raffinierte Schreibstil von Oyinkan Braithwaite beiträgt. Ich habe die Geschichte in wenigen Stunden durchgelesen. Die angepriesene Emanzipation eines Spiegel-Redakteurs konnte ich nicht erkennen, im Gegenteil. Ich gewann eher den Eindruck, dass die einzige zurechnungs- und durchsetzungsfähige Person der Mann in der Runde ist. Wem das Baby nun gehört wird am Schluss aufgeklärt und meine Anfangsvermutung hat sich bestätigt. Verglichen mit dem Vorgängerroman "Meine Schwester, die Serienmörderin" verschenkt diese Novelle Potential, es fehlt der Tiefgang und die Unvorhersehbarkeit. Etwas mehr Bezugnahme auf den Schauplatz Lagos hätte ich zu schätzen gewusst aber ich wurde insgesamt gut unterhalten. Ich mag es, wie die Autorin erzählt und werde definitiv mehr von ihr lesen, aber nicht jeder, der ihr Debüt mochte, wird automatisch mit "Das Baby ist meins" glücklich werden. Am Thema Interessierte finden ein kurzweiliges Lesevergnügen.
This was an entertaining and quick read in the morning, it took me a little under two hours to get through this. I picked it up because of the title and I've seen it fairly often at work so I was familiar with the cover and knew it would be something outside of my comfort zone, different than I usually pick up. And it was. I didn't like the main character too much but he fitted well into the story. His aunt is a character I really disliked from the beginning and I sympathized with the other woman way more. I had quickly solved the question which woman was truly the baby's mother but that didn't seem to be the main focus of this story. Overall I liked it but I'm not sure I liked the overall present setting and the few missing answers and reasons behind some aspects of this book, hence the 3 stars.
Ein Baby, zwei Mütter und ein unfreiwilliger Schlichter im Lockdown: "Das Baby ist meins" ist Oyinkan Braithwaites zweiter Roman nach ihrem gefeierten Debüt "Meine Schwester, die Serienmörderin". Die Autorin, geboren in Nigeria und heute in Großbritannien lebend, ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Drehbuchautorin. Ihre Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt, vielfach ausgezeichnet und verfilmt. Mit ihrem neuen Werk wagt sie sich an ein skurriles Kammerspiel, das zugleich als bissige Satire auf patriarchale Strukturen gelesen werden kann. Worum geht’s genau? Bambi, ein notorischer "Frauenheld", wird während des Corona-Lockdowns in Lagos zu seiner Tante geschickt – und stolpert dort mitten in ein absurdes Drama. Seine Tante und die Geliebte seines verstorbenen Onkels leben gemeinsam im Haus, und beide behaupten, die Mutter eines Babys zu sein. Jede verteidigt ihren Anspruch mit Zähnen und Klauen, während Bambi versucht herauszufinden, wem er glauben soll – und dabei selbst tief in ein Netz aus Lügen, verletzten Egos und patriarchalen Denkmustern gerät. Meine Meinung Der Einstieg hat mir richtig gut gefallen: Die Grundidee ist stark und die Corona-Situation in Nigeria bietet einen spannenden, authentischen Hintergrund. Besonders gelungen fand ich, wie Braithwaite das Lockdown-Setting nutzt, um die Figuren auf engem Raum aufeinanderprallen zu lassen. Der Konflikt wirkt zunächst absurd, aber durch die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen der beiden Frauen gewinnt er schnell an Dringlichkeit. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich selbst ständig überlegte, welche der beiden wohl die Wahrheit sagt. Überzeugend war auch der ironische Blick auf das fast amüsante Machogehabe (Seximus!) des Protagonisten Bambi: „Ein Mann ist nicht dafür geschaffen, sich an eine einzige Frau zu binden. Das verstieß gegen die Naturgesetze“ (S. 9). Oder wenn er abfällig über weibliche Körper urteilt: „Ihre Brüste waren wie Äpfel, und ein Mann war erst zufrieden, wenn er sich an Dingern in Wassermelonengröße festhalten konnte“ (S. 112). Die Szenen, in denen Braithwaite patriarchale Strukturen offenlegt, waren für mich ein Highlight des Buches. Bspw. die Beschreibung, wie Bambis Tante ihren verstorbenen Mann trotz Affären und mangelnder Unterstützung noch verteidigt: „Onkel Folu hat dich geliebt. Was auch immer er mit Esohe gemacht haben mag, es war nichts Ernstes“ (S. 26). Diese Mischung aus Loyalität, Abhängigkeit und gesellschaftlichem Druck, dem Frauen ausgesetzt sind hat mich schon sehr wütend gemacht. fand ich erschütternd. Das Buch ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie Tradition, Gewalt und Fürsorge in einem widersprüchlichen Spannungsfeld stehen können. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, weil es sehr kurz, pointiert und unterhaltsam ist. Doch nach der starken Ausgangslage baut die Geschichte für mich ab. Die Figuren bleiben zu sehr Zerrbilder aus Bambis Perspektive, und das Ende wirkte unglaubwürdig und überhastet – fast so, als wäre der Autorin die Luft ausgegangen. Der Spannungsbogen zerfällt, und die Lösung erscheint mir weder konsequent noch überzeugend. Fazit Das Baby ist meins ist ein skurriles, kurzweiliges Kammerspiel, das mit patriarchalen Mustern spielt und einen faszinierenden Einblick in die nigerianische Gesellschaft gibt. Wer Lust auf eine ungewöhnliche, zugespitzte Geschichte mit satirischem Unterton hat, wird hier fündig.
Ich mochte die Geschichte, finde sie allerdings für eine Novelle zu oberflächlich gestaltet, vor allem in den Konflikt geladenen Situationen. Auch den aktuellen Lockdown aufgrund der Pandemie empfand ich als zu nebensächlich. Gesamt hat die Story eher etwas von einer Kurzgeschichte an sich, auch, was den Spannungsbogen anbelangt.
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Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins: ihr Baby. Nach ihrem preisgekrönten Bestseller »Meine Schwester, die Serienmörderin« legt Oyinkan Braithwaite ihren zweiten Roman vor. »Das Baby ist meins« ist eine augenzwinkernde Ansage an das Patriarchat, ein spannender Einblick in die nigerianische Gesellschaft – und vor allem eine rasante Geschichte um zwei Frauen, die wie Löwinnen um das Baby in ihrer Mitte kämpfen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste oder gar auf den Mann, der versucht herauszufinden, wem er glauben soll. Und der selbst alles andere als ein Unschuldslamm ist. Die Presse über »Meine Schwester, die Serienmörderin«: »Ein Buch als Waffe: Oyinkan Braithwaite erzählt mit blutigem Überschwang von der Emanzipation junger Afrikanerinnen.« Volker Weidermann, Der SPIEGEL. »Schnell und witzig, ironisch und böse funkelnd. Dieser Thriller hat einen Skorpionstachel und seinen Stich vergisst man nicht.« The New York Times
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Author Description
Oyinkan Braithwaite ist die Bestsellerautorin von „Meine Schwester, die Serienmörderin“, das inzwischen in 30 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft wurde. Der Roman wurde vielfach ausgezeichnet und stand 2019 u.a. auf der Shortlist für den Women's Prize for Fiction und der Longlist für den Booker Prize. Braithwaite ist ebenfalls als Drehbuchautorin tätig, u.a. für die Filmadaption ihres ersten Romans. Sie wohnt in Großbritannien und Nigeria.
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Klappentext: „Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins - ihr Baby. Nach ihrem frenetisch gefeierten, preisgekrönten Bestseller »Meine Schwester, die Serienmörderin« legt Oyinkan Braithwaite ihren zweiten Roman vor. »Das Baby ist meins« ist eine augenzwinkernde Ansage an das Patriarchat, ein spannender Einblick in die nigerianische Gesellschaft - und vor allem eine rasante Geschichte um zwei Frauen, die wie Löwinnen um das süße Baby in ihrer Mitte kämpfen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste oder gar auf den Mann, der versucht herauszufinden, wem er glauben soll. Und der selbst alles andere als ein Unschuldslamm ist ...“ Ein Roman hat ein ungewöhnlich schnelles Tempo, man ist sofort in der Geschichte und wird von ihr auch nicht mehr losgelassen. Den Schreibstil empfand ich als schnörkellos, direkt und ungefiltert. Die Story an sich ist völlig irre und verrückt. Und das Ende überraschte mich doch sehr.
Nichtssagend? Vielssagend?
Wer einen spannenden Plot erwartet, ist hier wahrscheinlich nicht gut aufgehoben. Wie auch eines ihrer anderen Bücher, hat mich dieses hier mit Dialogen gepackt. Es ist sehr lebhaft erzählt, sehr greifbar. Selbst für mich als Nichtmutter (dass ich Erzieherin bin & auch viel mit Säuglingen gearbeitet habe, könnte helfen). Bestimmt kann man viel in die Geschichte interpretieren. Angefangen mit Gesellschaftskritik (Männer sind Weiberhelden, Frauen dagegen...). Auch die Emotionen sind sehr treffend beschrieben und die Handlungen der Charaktere doch sehr nachvollziehbar. Dazu kam noch die zeitliche Kompenente (Lockdown), mit der vielleicht auch der letzte abgeholt hätte werden können.
Lagos, Nigeria - mitten im Corona Lockdown wird Bambi von seiner Freundin rausgeworfen (zurecht). Er findet Unterschlupf bei seiner Tante. Doch dort erwartet ihn ein ganz anderes Grauen: zwei Frauen die sich um ein Baby streiten - er dazwischen. Zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich das Vorgänger Buch der Autorin 'Meine Schwester, die Serienmörderin' trotz des ganzen Hypes darum nicht gelesen habe. Das muss ich wohl nachholen. *** In diesem dünnen Buch steckt unglaublich viel Kraft! Ich bin wie ein Wirbelwind an einem Abend durch die Seiten gerauscht. Und am Ende war ich völlig vor den Kopf gestoßen. Mehr zum Ende sage ich nicht, denn hier wird nicht gespoilert. Was kann ich also über dieses kurze Buch sagen, ohne euch die Lesefreude zu nehmen? Die Autorin hat einen mitreißenden Schreibstil und konnte mich innerhalb von zwei Seiten völlig für sich einnehmen. Einmal im Lesefluss hat mich nur die letzte Seite von diesem Buch befreien können. *** Was ich ebenfalls toll finde ist das 'Setting' - das Buch spielt in Nigeria und gibt einen winzig keinen Einblick in das Leben dort. Und wir sprechen hier nicht von dem von uns Westlichen Ländern falsch betitelten 'Dritte Welt Land'! Das Buch bleibt einem im Kopf, das liegt, zumindest bei mir, am Ende. Denn das lässt mir auch jetzt noch, Tage später, keine Ruhe! *** Kurz und knapp, aber ein Buch das nachhallt. Tolles Buch, tolle Autorin.
Das Baby ist meins von Oyinkan Braithwaite Dieses Buch ist provokant, wütend und gleichzeitig mit einem bitteren Schmunzeln geschrieben. Ich mochte vor allem die unkonventionelle Situation, in der ein junger Mann plötzlich zur Vaterrolle wider Willen gerät – mitten im Lockdown, zwischen Rivalitäten, Intrigen und der Frage, wem man überhaupt glauben kann. Besonders beeindruckt hat mich, wie klar Braithwaite Geschlechterrollen aufbricht und patriarchale Erwartungen infrage stellt und das alles in einem Setting, das gleichzeitig absurd und wachrüttelnd wirkt. Die kurzen, scharfen Szenen, das Hinterfragen von Moral und Fürsorge und der Lockdown als Rahmen haben für mich viel Spannung erzeugt. Was mich gestört hat: Einige Figuren bleiben für meinen Geschmack zu eindimensional, und manche Konflikte wirken überzeichnet, fast karikaturhaft. Auch das Ende ließ mich mit dem Wunsch zurück, dass mehr Klarheit über die Zukunft der Charaktere gegeben wäre. Unterm Strich: Das Baby ist meins ist kein gemütlicher Roman, sondern einer, der provoziert und zum Nachdenken zwingt – mit Humor, Härte und Haltung. ★★★☆☆ (3 von 5 Sternen)
Stark geschrieben, aber zu schnell vorbei
Das Baby ist meins spielt in Nigeria während des Corona-Lockdowns. Im Mittelpunkt steht Bambi, der von seiner Freundin rausgeworfen wird und Zuflucht bei seiner Tante sucht. Dort lebt noch eine andere junge Frau und ein Baby und plötzlich behaupten sowohl die Tante als auch die junge Frau, dass das Kind jeweils ihres sei. Mehr braucht es eigentlich gar nicht, um die Spannung dieses kurzen Romans zu beschreiben. Das Buch hat gerade einmal 125 Seiten und ich war in kürzester Zeit durch. Der Schreibstil ist wirklich toll und mitreißend. Ich wollte ständig weiterlesen und wissen, wie sich diese absurde Situation auflöst. Und trotzdem bleibe ich ein bisschen ratlos zurück. Kaum war ich richtig drin, war es auch schon wieder vorbei. Für mich fühlt sich die Geschichte nicht auserzählt an. Am Ende saß ich da und dachte: ok… aber was wollte mir dieses Buch jetzt eigentlich genau sagen? Ich denke genau darin liegt die Absicht, aber bei mir hinterlässt es eher ein Gefühl von Unbefriedigung. Trotzdem: Ich habe es wirklich sehr gern gelesen, sprachlich war es stark und die Grundidee hat mich gepackt. Deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Sternen, mit dem Wunsch, es wären einfach 200 Seiten mehr gewesen.

Interessante Kurzgeschichte Urteil des Salomon
Bambi ist ein notorischer Fremdgeher und wird aus eben diesem Grund von seiner Freundin Mide vor der Tür gesetzt. Wohin soll er im Lockdown bloß gehen? Er erinnert sich an die Villa seiner Tante und des verstorbenen Onkels und findet dort zwei sich streitende Frauen vor, die beide jeweils beanspruchen die Mutter des Babys zu sein. Bambi übernimmt die Rolle König Salomon und muss herausfinden, ob Tante Bidemi, oder Esohe, die Geliebte seines Onkels, die Mutter des Babys ist. Das richtige Urteil zu fällen ist nicht einfach. In Bambi entfachen schnell Vatergefühle und dank eines natürlichen Instinkts ist er dazu in der Lage sich vorbildlich um das Baby zu kümmern. Am Ende erfährt der Leser zwar wer die Mutter ist, aber die Frage nach dem Vater bleibt überraschend offen. Bambi entscheidet wie Salomon in erster Linie im Sinne des Kindes und das macht seinen Charakter so sympathisch. Der Leser erfährt nicht viel über die Figuren, aber das schadet der Geschichte auch nicht. Eine Lektion lässt sich ableiten. Für ein Buch ist die Geschichte etwas zu kurz geraten, für eine Kurzgeschichte ist die Länge aber perfekt.
Eine kurzweilige Geschichte, mit knappen Kapiteln bei der man direkt in das Geschehen geschmissen wird. Die Männer in der Geschichte sind alle unmöglich, meinen Fremdgehen wäre normal als Mann… Sympathisch waren mir keine der Charaktere, so dass ich auch kein Mitleid mit einer der Frauen hatte, die sich bekriegen. Der Lockdown fand ich als unnötig in der Geschichte, denn die Geschichte hätte auch ohne Lockdown gut funktioniert. Mir hat hier die Tiefe der Geschichte gefehlt, was bei so einem kleinen Büchlein eigentlich klar war. Für mich war es das zweite Buch der Autorin und vorerst auch das letzte Buch, denn begeistern konnte die Autorin mich mit keiner ihrer Geschichten.

vorhersehbare oberflächliche Handlung, strukturlos ohne Tiefgang
Die Seitenanzahl dieses dünnen Büchleins machte mich ja von Anfang an etwas stutzig, das muss ich schon zugeben. Mir stellt sich bei so etwas direkt die Frage, wie sich in so kurzer Zeit, auf so wenig Papier, eine gute Story herauskristallisieren kann? Aber wir wollen ja keine Vorurteile fällen! Die Rede ist von dem Buch "Das Baby ist meins" von Oyinkan Braithwaite, einer Autorin, welcher ich mit dieser Geschichte (wenn man es so nennen kann) eine Chance geben wollte. Worum es überhaupt geht: Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins: ihr Baby. Diese Geschichte ist eine augenzwinkernde Ansage an das Patriarchat, ein spannender Einblick in die nigerianische Gesellschaft - und vor allem eine rasante Geschichte um zwei Frauen, die wie Löwinnen um das Baby in ihrer Mitte kämpfen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste oder gar auf den Mann, der versucht herauszufinden, wem er glauben soll. Und der selbst alles andere als ein Unschuldslamm ist. Das Buch wartet mit knappen Kapiteln auf und lässt den Leser, ohne viele Worte, mitten ins Leben des Hauptprotagonisten plumpsen. Dort folgt schließlich eine stark oberflächlich gehaltenene Person der anderen, von denen keiner auch nur im entferntesten meine Symphatie gewinnen konnte. Mit kurzweiligen Dialogen wird die (vorhersehbare) Handlung vorangetrieben, welcher immer wieder die nötige Logik fehlt. Nur ein kleines bisschen über den Tellerrand hinaus denken? Fehlanzeige! Ich hatte mich ursprünglich auf einen kleinen Einblick in die Gesellschaft Nigerias gefreut, der mir aber leider verwehrt blieb. Stattdessen wurde immer wieder der Lockdown miteinbezogen, was ich völlig unnötig fand, von dieser Thematik hatten wir die letzten Jahre mehr als genug. Kurzum: Für mich war dies ein äußerst seltsamer "Roman", der irgendwie strukturlos vor sich dahin plätschert und keinerlei Tiefgang zulässt. Den Kaufpreis hätte man definitiv etwas anpassen können, dafür, dass einen nur eine kleine Novelle bzw. Kurzgeschichte erwartet.
Kein literarisches Meisterwerk, aber eine teils amüsante, teils intelligente Novelle einer jungen und sehr talentierten nigerianischen Autorin. Es liest sich genauso spannend und flüssig wie ihr erster Roman und ich war binnen weniger Stunden auch schon durch. Unbedingt mehr von Oyinkan Braithwaite!
Danke an NetgalleyDE und den Aufbauverlag für das Rezensionsexemplar. Ich habe mich sehr auf dieses zweite Werk von Oyinkan Braithwaite gefreut. Meine Schwester, die Serienmörderin hat mir aus vielen Gründen sehr gut gefallen. Vielleicht ist ein Vergleich nicht ratsam, aber das tut man halt unweigerlich doch immer. Diesmal ist ein Mann der Ich-Erzähler. Außerdem wird die nigerianische Gesellschaft nicht so richtig im Alltag gezeigt, wie bei der Serienmörderin - was am Lockdown liegt - sondern spiegelt sich nur in den Kommentaren von Bambi wieder. Generell konnte ich der Lockdown-Beschreibung leider nicht viel abgewinnen... Es wird so oft erwähnt, aber das Feeling kommt eigentlich gar nicht auf - sprich, der Lockdown ist unnötiger Nebendarsteller, der genauso gut hätte weggelassen werden können... Wirklich tonangebend für das Buch ist er nicht. Die Gefühle rund um das Mysterium in diesem Buch, waren schon gut dargestellt - nur leider nicht das ganze Buch hindurch, was schade ist, da es ja so kurz ist. Mir persönlich war es zu wenig von allem. Etwas unausgegoren. Es ist unterhaltsam, ja. Ich nehme positive Dinge mit, ja. Ich konnte nur nicht so viel für mich mitnehmen, wie noch bei ihrem ersten Werk. Es ist ein angenehm zu lesendes Werk für zwischendurch, das durchaus auch zum Nachdenken anregen kann und den westlichen Leser in unbekanntere Gefilde führt. Mir hat es einfach nicht gereicht, das ist aber ein sehr subjektiver Ansatz, der niemanden abhalten sollte, es zu lesen.
>>Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins: ihr Baby<< "Das Baby ist meins" von Oyinkan Braithwaite ist eine kurze Geschichte, die mich wie schon der Vorgänger "Meine Schwester, die Serienmörderin" direkt doch sehr in ihren Bann gezogen hat. Was ich nicht erwartet hatte war, dass diese kurze Geschichte innerhalb der Lockdown-Zeit spielt, was die ganze Sache noch etwas brenzlicher machte. Insgesamt schaukelt sich hier alles sehr schnell sehr hoch und es ist kaum zu erkennen, wer lügt und wer nun die Wahrheit sagt. Klar bleibt jedoch, dass alle irgendwie mit dem Baby zu tun haben... nur auf welche Weise, das muss man hier als Leser selbst herausfinden.
Mit "Das Baby ist meins" bringt die Erfolgsautorin Oyinkan Braithwaite einen weiteren Roman mit Setting in Lagos auf den Markt, der allerdings nur 128 Seiten aufweist. Der Protagonist Bambi zieht notgedrungen bei seiner Tante Bidemi ein, die er seit einiger Zeit nicht gesehen hat. Er ist überrascht, dass er die kürzlich verwitwete Frau nicht alleine vorfindet. Mit ihr im Haus wohnen die junge Esohe und ein kleines Baby, von dem jede der beiden Frauen behauptet, die Mutter zu sein. Aufgrund des Corona-Lockdowns müssen die drei in den nächsten Wochen miteinander zurecht kommen und Bambi versucht herauszufinden, wem er glauben schenken soll. Die drei Hauptakteure erwecken alle keine Sympathie aber trotzdem ist es äußerst unterhaltsam, die Figuren zu beobachten. Sie werden durch wenige Sätze authentisch zum Leben erweckt. Bambi ist ein untreuer Schürzenjäger und Verfechter der Polygamie, der keinerlei Erfahrung mit Kindern hat und sich plötzlich in der Pflicht sieht, den kleinen Jungen aus der Schusslinie der beiden Möchtegern-Mütter herauszuhalten. Tante Bidemi verarbeitet noch den Verlust ihres Ehemannes,von dem sie schwanger war, und fühlt sich bedroht von der viel jüngeren Esohe. Sie nahm die damals ebenfalls Schwangere bei sich auf, um ihr zu helfen, doch dann starb ein Kind und der Streit um das Überlebende entbrannte. Zuzusehen, wie sie wie Furien immer wieder aufeinander los gehen und sich gegenseitig das Leben schwer machen, war für mich ein wenig, wie Trash-TV gucken. Man schüttelt den Kopf aber ich wollte druchgehend wissen, wie es weitergeht, wozu auch der einfache und doch raffinierte Schreibstil von Oyinkan Braithwaite beiträgt. Ich habe die Geschichte in wenigen Stunden durchgelesen. Die angepriesene Emanzipation eines Spiegel-Redakteurs konnte ich nicht erkennen, im Gegenteil. Ich gewann eher den Eindruck, dass die einzige zurechnungs- und durchsetzungsfähige Person der Mann in der Runde ist. Wem das Baby nun gehört wird am Schluss aufgeklärt und meine Anfangsvermutung hat sich bestätigt. Verglichen mit dem Vorgängerroman "Meine Schwester, die Serienmörderin" verschenkt diese Novelle Potential, es fehlt der Tiefgang und die Unvorhersehbarkeit. Etwas mehr Bezugnahme auf den Schauplatz Lagos hätte ich zu schätzen gewusst aber ich wurde insgesamt gut unterhalten. Ich mag es, wie die Autorin erzählt und werde definitiv mehr von ihr lesen, aber nicht jeder, der ihr Debüt mochte, wird automatisch mit "Das Baby ist meins" glücklich werden. Am Thema Interessierte finden ein kurzweiliges Lesevergnügen.
This was an entertaining and quick read in the morning, it took me a little under two hours to get through this. I picked it up because of the title and I've seen it fairly often at work so I was familiar with the cover and knew it would be something outside of my comfort zone, different than I usually pick up. And it was. I didn't like the main character too much but he fitted well into the story. His aunt is a character I really disliked from the beginning and I sympathized with the other woman way more. I had quickly solved the question which woman was truly the baby's mother but that didn't seem to be the main focus of this story. Overall I liked it but I'm not sure I liked the overall present setting and the few missing answers and reasons behind some aspects of this book, hence the 3 stars.
Ein Baby, zwei Mütter und ein unfreiwilliger Schlichter im Lockdown: "Das Baby ist meins" ist Oyinkan Braithwaites zweiter Roman nach ihrem gefeierten Debüt "Meine Schwester, die Serienmörderin". Die Autorin, geboren in Nigeria und heute in Großbritannien lebend, ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Drehbuchautorin. Ihre Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt, vielfach ausgezeichnet und verfilmt. Mit ihrem neuen Werk wagt sie sich an ein skurriles Kammerspiel, das zugleich als bissige Satire auf patriarchale Strukturen gelesen werden kann. Worum geht’s genau? Bambi, ein notorischer "Frauenheld", wird während des Corona-Lockdowns in Lagos zu seiner Tante geschickt – und stolpert dort mitten in ein absurdes Drama. Seine Tante und die Geliebte seines verstorbenen Onkels leben gemeinsam im Haus, und beide behaupten, die Mutter eines Babys zu sein. Jede verteidigt ihren Anspruch mit Zähnen und Klauen, während Bambi versucht herauszufinden, wem er glauben soll – und dabei selbst tief in ein Netz aus Lügen, verletzten Egos und patriarchalen Denkmustern gerät. Meine Meinung Der Einstieg hat mir richtig gut gefallen: Die Grundidee ist stark und die Corona-Situation in Nigeria bietet einen spannenden, authentischen Hintergrund. Besonders gelungen fand ich, wie Braithwaite das Lockdown-Setting nutzt, um die Figuren auf engem Raum aufeinanderprallen zu lassen. Der Konflikt wirkt zunächst absurd, aber durch die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen der beiden Frauen gewinnt er schnell an Dringlichkeit. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich selbst ständig überlegte, welche der beiden wohl die Wahrheit sagt. Überzeugend war auch der ironische Blick auf das fast amüsante Machogehabe (Seximus!) des Protagonisten Bambi: „Ein Mann ist nicht dafür geschaffen, sich an eine einzige Frau zu binden. Das verstieß gegen die Naturgesetze“ (S. 9). Oder wenn er abfällig über weibliche Körper urteilt: „Ihre Brüste waren wie Äpfel, und ein Mann war erst zufrieden, wenn er sich an Dingern in Wassermelonengröße festhalten konnte“ (S. 112). Die Szenen, in denen Braithwaite patriarchale Strukturen offenlegt, waren für mich ein Highlight des Buches. Bspw. die Beschreibung, wie Bambis Tante ihren verstorbenen Mann trotz Affären und mangelnder Unterstützung noch verteidigt: „Onkel Folu hat dich geliebt. Was auch immer er mit Esohe gemacht haben mag, es war nichts Ernstes“ (S. 26). Diese Mischung aus Loyalität, Abhängigkeit und gesellschaftlichem Druck, dem Frauen ausgesetzt sind hat mich schon sehr wütend gemacht. fand ich erschütternd. Das Buch ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie Tradition, Gewalt und Fürsorge in einem widersprüchlichen Spannungsfeld stehen können. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, weil es sehr kurz, pointiert und unterhaltsam ist. Doch nach der starken Ausgangslage baut die Geschichte für mich ab. Die Figuren bleiben zu sehr Zerrbilder aus Bambis Perspektive, und das Ende wirkte unglaubwürdig und überhastet – fast so, als wäre der Autorin die Luft ausgegangen. Der Spannungsbogen zerfällt, und die Lösung erscheint mir weder konsequent noch überzeugend. Fazit Das Baby ist meins ist ein skurriles, kurzweiliges Kammerspiel, das mit patriarchalen Mustern spielt und einen faszinierenden Einblick in die nigerianische Gesellschaft gibt. Wer Lust auf eine ungewöhnliche, zugespitzte Geschichte mit satirischem Unterton hat, wird hier fündig.
Ich mochte die Geschichte, finde sie allerdings für eine Novelle zu oberflächlich gestaltet, vor allem in den Konflikt geladenen Situationen. Auch den aktuellen Lockdown aufgrund der Pandemie empfand ich als zu nebensächlich. Gesamt hat die Story eher etwas von einer Kurzgeschichte an sich, auch, was den Spannungsbogen anbelangt.
































