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Der Fluch der Falodun Frauen

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Über das Buch

Der neue Roman der Bestsellerautorin über Familie, Schicksal und Verdammnis. Ausgezeichnet mit dem Dt. Hörbuchpreis 2026 "Beste Interpretin". Eniiyi wird an dem Tag geboren, an dem ihre Tante Monife begraben wird. Aufgrund der unheimlichen Ähnlichkeit mit Monife ist sich die Familie sicher: Sie ist ihre Reinkarnation. Die Frauen in Eniiyis Familie finden seit Generationen schon keinen Frieden, weil sie ihre geliebten Männer verlieren. Laut der Yorubapriesterin Mama G ist ein Fluch am Werk, der ihnen allen zum Verhängnis wird. Bleibt die Frage: Kann wenigstens Eniiyi dem Familienfluch und dem mysteriösen Schicksal, das Monife ereilt hat, entkommen? Oyinkan Braithwaite erzählt eine höchst originelle Geschichte über einen reinen Frauenhaushalt, über Dinge, die rational sind, und Dinge, die wir nicht erklären können. "Der Fluch der Falodun Frauen" ist lakonisch witzig, eindringlich und zieht uns hypnotisch in seinen Bann.

Editionen (1)

ISBN9783757018771
VerlagAufbau Audio
Erscheinungsdatum24.10.25

Rezensionen & Bewertungen

76 Bewertungen

17 Rezensionen

4,3

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  • 5,0

    Fluch oder Aberglaube?

    Anja Herden ist mit "Der Fluch der Falodun Frauen" von Oyinkan Braithewaite Preisträgerin des Deutschen Hörbuchpreises 2026 in der Kategorie "Beste Interpretin" . Und das zu Recht! Über den Falodun Frauen liegt ein Fluch. Vor vielen Generationen hat Ehefrau Nr. 1 die Ehefrau Nr. 2 ihres Ehemannes und alle folgenen Generationen verflucht. Keine der Frauen soll glücklich werden mit dem Mann, den sie liebt Monife wird begraben und am gleichen Tag kommt ihre Nichte Eniiyi zur Welt, viel zu früh. Da sie ihrer Tante extrem ähnlich sieht, halten sie alle für eine Reinkarnation. Auch als sie älter wird, ist die Ähnlichkeit verblüffend, viele halten Eniiyi für ihre Tante oder vergleichen sie mit ihr. Sie leidet sehr darunter, möchte ihr eigenes Leben leben, ohne von Flüchen und Aberglauben beherrscht zu werden. Wir begleiten in diesem Roman in verschiedenen Zeitsträngen und aus verschiedenen Perspektiven Monife, Eniiyi und ihre Mutter Ebu. In jeder Generation ist das Leben der Frauen, die in einem Haus zusammen und ohne Männer wohnen, geprägt von Aberglaube und Spiritualität, aber auch von Auflehnung. Eine Yorubapriesterin festigt den Aberglauben durch für uns Europäer seltsame Zeremonien, durch die Frauen ihren Auserwählten über den Fluch hinaus an sich binden sollen. Für mich hat sich hier die Frage gestellt, ob es sich tatsächlich um einen Fluch handelt, oder eher der Glaube der Frauen an diesen Fluch dazu beiträgt, ihre Männer und damit ihre Liebe zu verlieren. Als Mann hätte mich da doch manches Verhalten eher abgeschreckt (glaube ich zumindest, mich würde die Meinung eines Mannes tatsächlich interessieren) Braithwaite versteht es gut, die Kultur in Nigeria zu vermitteln. Die Familie, mit der wir es hier zu tun haben, gehört wohl eher zu einer privilegierten Schicht, können die Frauen doch studieren oder den von ihnen gewünschten Berufen nachgehen. Eniiyi ist eine starke Frau, wehrt sich von früher Jugend an gegen die Bevormundung ihrer Familie selbstbewusst. Anja Herden hat diesen Preis wirklich verdient. Sie liest den Roman unglaublich empathisch und verleiht hierbei jedem Charaktere eine passende Stimmlage. Für mich war es ein Genuss, ihr zuzuhören! Ich fand den Roman sehr gelungen, zumal er uns eine uns fremde Kultur näherbringt. Für den Roman und die hervorragende Sprecherin vergebe ich verdiente 5 Sterne und empfehle ihn sehr gerne weiter. Für Hörbuchfreund*innen ist das Hörbuch eigentlich Pflicht!

    14. Apr. 2026

  • 4,0

    Als ich "Der Fluch der Falodun Frauen" gehört habe, wusste ich nach den ersten Kapiteln: Diese Autorin traut sich was 🔥 Braithwaite schreibt über Familie, Generationenflüche und Frauen, die ihre Männer verlieren – aber ohne jede Romantisierung. Der Frauenhaushalt der Faloduns ist komplex, manchmal toxisch, immer real. Genau so, wie Familie eben ist. Was mich als Autorin fasziniert? Sie lässt offen, was wirklich Fluch ist und was generationales Trauma. Keine billigen Auflösungen, keine Metaphern-Spielchen. Die Yoruba-Kultur wird nicht exotisiert, sondern als selbstverständliche Realität erzählt. Als Lektorin sehe ich die Schwächen: Die Zeitsprünge und vielen Namen waren beim Hören teilweise verwirrend. Ein Who's-Who hätte geholfen. Aber Braithwaites Stimme ist so stark – lakonisch, dunkel komisch, kompromisslos –, dass sie über strukturelle Stolpersteine hinwegträgt. Das ist Literatur, die nicht bequem sein will. Die unschöne Dinge beim Namen nennt. Die herausfordert statt tröstet. Genau mein Ding 📖

    10. Feb. 2026

  • elena_liest
    elena_liest

    251 Follower

    3,0

    Ebun ist gerade schwanger, als sich ihre Cousine Monife wegen einer unglücklichen Liebe das Leben nimmt. Am Tag ihrer Beerdigung setzen bei Ebun plötzlich die Wehen ein und sie gebährt ein Mädchen, das Monife wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Die ganze Familie hält sie für Monifes Reinkarnation - außer Ebun, die mit allen Mitteln versucht, Monife und den Fluch, der vermeintlich auf den Falodun-Frauen liegt, von ihrer Tochter Eniiyi fern zu halten. Eniiyi wächst zu einer klugen jungen Frau heran. Doch als sie nach dem Studium wieder zu Hause einzieht, scheinen sie Monife und deren Schicksal doch noch einzuholen. "Der Fluch der Falodun Frauen" von Oyinkan Braithwaite ist für mich eine gut erzählte Geschichte, die an der krassen Fixierung der weiblichen Figuren auf Männer krankt. Der titelgebende Fluch, der auf den Frauen der Familie Falodun liegen soll, besagt, dass keine der Frauen einen Mann halten kann. Zurückgeführt wird er auf eine Jahre zurück liegende Auseinandersetzung zwischen zwei Ehefrauen desselben Mannes. Oyinkan Braithwaite schreibt ihren Roman aus den Perspektiven von Monife, Ebun und Eniiyi, zwischen den Erzählperspektiven liegen jeweils mehrere Jahre. Schauplatz ist Lagos, was ich sehr spannend fand, da die Lesenden so Vieles aus der nigerianischen Kultur kennenlernen. Im Buch geht es um Liebe, Familie, Schicksal und Tod, also die großen Themen des Lebens, alles verknüpft in einem Frauenhaushalt, der durch Monifes Selbstmord über mehrere Jahrzehnte hinweg erschüttert wird. Das Ende und der schöne, gut zugängliche Schreibstil haben mich mit der doch eher konventionellen Erzählung versöhnt, allerdings ist "Der Fluch der Falodun Frauen" für mich kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss. Übersetzt von Yasemin Dinçer.

    18. Apr. 2026

3 von 17 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 13732%
maggiereads
maggiereads5. März 2026

Boah ich bekomm langsam wirklich Hass auf Aunty Bunmi 🫠

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1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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