Der Duft der Blumen bei Nacht

Der Duft der Blumen bei Nacht

Hardback
4.067
Autobiografische ErzählungFranzösische LiteraturFremdseinMuseo Punta Delle Dogana

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Description

»Es sind diese glasklaren Sätze, die Leila Slimani zu einer der bedeutendsten französischen Stimmen ihrer Generation machen.« NDR Kultur

Sie begeistert weltweit. Sie ist mutig. Sie scheut keine Tabus: Die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leila Slimani ist ein »Star der französischen Gegenwartsliteratur« (ttt). Mitreißend und mit entwaffnender Offenheit erzählt sie in diesem sehr persönlichen Buch von einer ungewöhnlichen Nacht, die sie allein im Museum Museo Punta della Dogana in Venedig verbringt, dem einstigen Zollgebäude der Serenissima. Einem Ort, an dem sich seit jeher Orient und Okzident begegnen und der zum Sinnbild ihrer eigenen Geschichte wird. Leïla Slimani nimmt uns mit auf eine Reise durch ihr Leben. Fesselnd erzählt sie von ihrer Familie und ihrer Kindheit in Rabat, vom Alltag in Paris als Mutter und Schriftstellerin, vom Leben zwischen den Kulturen, ihrer Aufgabe als Schriftstellerin und gesellschaftspolitisch engagierter Frau – und letztlich von der Kraft der Literatur.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
160
Price
20.60 €

Author Description

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. Zuletzt erschien im Luchterhand Literaturverlag die Romane »Das Land der Anderen«, »Schaut, wie wir tanzen« sowie »Trag das Feuer weiter«. Sie sind Teil einer Trilogie, die auf der Geschichte von Leïla Slimanis eigener Familie beruht. »Leïla Slimani hat auf traumhaft schöne, lebendige, mitreißende Weise Weltgeschichte in Literatur verwandelt, die uns über drei Generationen trägt.« (Volker Weidermann, DIE ZEIT)

Posts

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All
5

Wer sich allein fühlt, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen – es wird das Gefühl der Einsamkeit verblassen lassen. Ein meisterhaftes Werk, das Leïla Slimani mit ihrer unvergleichlichen Sprache erschaffen kann: schlicht, berührend und von einer tiefen Poesie durchdrungen. Mit ihren Worten malt sie Bilder, die sich im Gedächtnis der Lesenden festsetzen und lange nachklingen.

2019 erhält die preisgekrönte Schriftstellerin Leïla Slimani die Möglichkeit, eine Nacht im Museo Punta della Dogana in Venedig zu verbringen. Trotz der inspirierenden Umgebung bleibt ihr das Schreiben versagt. Stattdessen reflektiert sie über ihr Leben: die Kindheit in Rabat, die Spannung zwischen Orient und Okzident und das entbehrungsreiche Schriftstellerdasein. In Der Duft der Blumen bei Nacht gibt sie schonungslos ehrliche Einblicke in Ängste, Schwächen und Leidenschaften und entzaubert den Mythos vom Schriftstellerberuf. Slimanis offene, kluge Erzählweise fesselt und macht sie als Persönlichkeit greifbar – ein Buch, das mich nicht losgelassen hat.

3.5

Venedig trägt den Keim seiner Zerstörung in sich, und vielleicht ist es diese Zerbrechlichkeit, die seinen Glanz ausmacht. Zitat

Auf nur 160 Seiten nimmt uns Leila Slimani mit nach Venedig, wo sie eine Nacht in einem Museum verbringt und sich Gedanken über ihre Herkunft, ihte Familie und das Schreiben macht. Die Erzählung beginnt in ihrem Arbeitszimmer in Paris, wo sie an ihrem neuen Roman schreibt und ihre Lektorin sie bittet, sich für eine Nacht in einem Museum in Venedig einschließen zu lassen. Das Angebot nimmt sie schnell an, denn sie ist gerne für sich, findet es nicht gruselig eine Nacht alleine in einem so großen Gebäude. Im Gegenteil fast wünscht Sie sich, dass ihr Gespenster erscheinen und sie mit diesen ins Gespräch kommen kann. Die Zeit im Museum nutzt sie, um die Gemälde, Kunstobjekte jnd Installationen zu betrachten und führt dann Überlegungen anderer Schriftsteller an, die selbst über das Schreiben reflektiert haben. Ganz nebenbei erfahren wir auch vieles von Leilas Familie, dem Leben in Marroko und später in Frankreich. Den poetischen und stillen Schreibstil habe ich sehr gemocht, in die Erzählung selbst kam ich nicht so gut rein. Ich will aber in jedem Fall einen Roman von ihr lesen, um zu schauen, ob das besser zu mir passt. Habt ihr Tipps? Welches Buch hat euch von ihr gefallen?

Venedig trägt den Keim seiner Zerstörung in sich, und vielleicht ist es diese Zerbrechlichkeit, die seinen Glanz ausmacht.  Zitat
5

Allein im Museum bei Nacht

Der Monolog einer Frau, Schriftstellerin, Grenzgängerin zwischen den Kulturen, Betrachterin von Gesellschaften und Kultur überhaupt. Will man ihrem Monolog über sich selbst folgen, diesen Gedankengespinnsten, Festlegungen und Loslösungen auf ganz eigene Art, die nicht der eigenen entsprechen müssen, dich an deine Auffassungsgrenzen bringen, die dir Pausen aufzwingen? Man muss nicht, aber man kann. Und ich will. Dies Buch hat mich fasziniert, diese lyrische Intellektualität, ganz persönliche Standpunkte einem intellektuellen Konsens gegenüberstellend, geschickt verwebt und wieder auflöst. Sicherlich war das Hörbuch für mich zu schnell, immer wollte ich anhalten und wahrscheinlich macht ein Buch hier mehr Sinn, kann man doch nicht alles auf einmal wirklich erfassen. Die Ausgangslage ist das Eingeschlossenwerden in ein Museum in Venedig, der totale Rückzug, den ein Schriftsteller so sehr sucht und doch auch darunter leidet. Das pure auf sich selbst zurückgeworfen werden ermöglicht einen intensiven Gedankenmonolog, den die Schriftstellerin hier meisterhaft wiedergibt. Es gibt beinahe ein Übermass an Zitaten von anderen, genialen Schriftsteller*innen und Denker*innen, um die Gedankengänge von Leila Slimani zu untermauern, fast, als wolle sie wieder und wieder ihre Intelligenz untermauern oder Beweise erbringen, wie die Fussnoten einer Studie. Es gelingt ihr meisterhaft, den Leser miteinzubeziehen, du folgst ihren Gedankengängen und entwickelst eigene, verwunschene Pfade. Das ist wohl der Sinn von Literatur und hier grossartig umgesetzt. Wenn nur du selbst auch deine eigenen Gedankenlabyrinthe nun zu Papier bringen könntest!

4

Anfangs etwas sperrig, aber besser mit der zeit. Ein Liebeslied auf die Kunst und die Literatur.

4

4,5 von 5 Sterne Ein lesenswerter Roman, in der die Autorin von einer ungewöhnlichen Nacht allein im Museum Punta della Dogana in Venedig erzählt. Was erlebt sie dort? Welche Gedanken erscheinen ihr? Wer ist sie überhaupt? Und warum schreibt sie eigentlich? Fragen, die die Autorin dem Leser beantwortet. Ihre Offenheit hat mich ab der ersten Seite beeindruckt. Vor allem ihr Leben zwischen den Kulturen und den Bezug zum Schreiben. 156 Seiten, die aus dem Französischen von Amelie Thoma übersetzt wurden und sich wunderbar lesen. Ich werde definitiv noch weitere Bücher von der Autorin lesen.

3

Mein erstes Buch der Autorin, eine autobiografische Erzählung über eine eingesperrte, aber freiwillige Nacht in einem Museum in Venedig. Sie lässt viele Gedanken fließen, über das Schreiben, ihr Leben zwischen den Kulturen, ihre Kindheit, ihren Vater und die Kraft der Literatur. Es ist lesenswert, aber wohl nicht das was ich erwartet habe, mich hat ein wenig das ständige Zitieren anderer Schriftsteller*innen gestört und wäre lieber ganz nah bei ihr geblieben, da ihre leicht poetische Art und Weise zu schreiben, mir sehr zugesagt hat. Ich würde gerne mehr von ihr lesen, wäre daher sehr froh über Empfehlungen!

5

Starkes Buch über Selbstfindung, Literatur, das Schreiben und das Leben. Literarisch wertvoll mit einem einzigartigen Schreibstil.

4.5

Die Schriftstellerin übernachtet in einem Museum und sinniert über die Schriftstellerei, über Herkunft und Wurzeln. Macht Lust auf ein weiteres Buch von ihr

5

melancholisch und einfach wunderschön

4

In ihrem neuen #Buch erzählt Leïla Slimani sehr persönliche Dinge aus ihrem Leben, während sie eine Nacht im „Museo Punta della Dogana“ in #Venedig eine Nacht freiwillig „eingesperrt“ sein darf. Ein Museum der modernen Kunst, mit sehr raffinierten Ausstellungsstücken und speziellen Erfahrungen – sehr spannend, wenn bedenkt wieviel Kunst Venedig eigentlich sowohl von seinen Bauwerken als auch Traditionen und Lebensweisen ist. Und auch irgendwie eine paradoxe Nacht im Museum, da sie doch ein sehr freiheitsliebender Mensch ist, wie man im Laufe des Buches auch erfährt, und sich dennoch dort einfindet, um über das Schreiben im Allgemeinen nachzudenken. In dem Buch schreibt sie über ihr Leben, diverse Situationen und lässt uns an ihrem Leben in Frankreich und ihren Erinnerungen an die Heimat teilhaben. Das Buch hat mich gefesselt, von der ersten Seite an. Daher habe ich wirklich zurückhaltend in zwei Tagen *lach* über den Tag verteilt kleine Häppchen in mich hineingelesen. Ein kleiner Schatz mit autobiographischem Hintergrund ist mir hier in die Hände gefallen, hat mich doch ihr Buch „Sex und Lügen“ vollkommen aus den Schuhen gehauen vorletztes Jahr. Am schönsten mochte ich ihre Erzählung zum Nacht-Jasmin aus ihrer #Heimat und dem umgekehrten Zyklus dazu im Museum. Zu Beginn gibt sie uns Einblicke in eine vermeintliche (?), ich nenne es mal, „Zerrissenheit des Schreibens“: nämlich dem Prozess des Schreibens an sich und dem damit verbundenen, und auch notwendigen, Rückzug aus dem täglichen Leben. Eine der ersten Informationen im Buch. Wir erhalten Einblicke in ihre Gedanken, die Welt des Schreibens, die Beziehung zu ihrem Vater und zum Leben in zwei Ländern und die damit verbundene Identität. Leïla Slimanis neues Buch ist ein wirklich schönes und feines #Lesevergnügen und bereitet angenehme Stunden. Große Leseempfehlung!

5

>>Schreiben heißt, sich Fesseln anlegen, doch aus diesen Fesseln selbst erwächst die Möglichkeit einer ungeheuren, schwindelerregenden Freiheit. Ich erinnere mich an den Moment, als mir dies bewusst wurde. ...<>Das, was wir nicht sagen, gehört uns für immer. Schreiben heißt, mit dem Schweigen spielen, auf Umwegen Geheimnisse aussprechen, die im wahren Leben unaussprechlich sind. ...<>Wie macht man die Erinnerung sichtbar … Alle hier versammelten Künstlerinnen und Künstler scheint diese Suche umzutreiben: Sie wollen in der Welt, die sie umgibt, die Spuren der Geister finden und so beweisen, dass nichts jemals verschwindet. ...<<

5

Das was wir nicht sagen, gehört uns für immer. Diese und weitere Erkenntnisse teilt die in Frankreich sehr erfolgreiche Schriftstellerin Leila Slimani mit uns Lesern. Sie verbringt eine Nacht in einem venezianischen Museum, es ist eine Empfehlung ihrer Verlegerin, alles was ihr in den Sinn kommt, möge sie aufschreiben. Mit poetischer Leichtigkeit sinniert die Schriftstellerin in diesem sehr persönlichen und autobiographischem Werk über Situationen aus ihrem persönlichen Leben und gewährt uns interessante Einblicke in ihr Seelenleben. Aber auch wichtige Zeitthemen werden von ihr erörtert. Das Büchlein liest sich flüssig, es ist ein Vergnügen, die tiefgründigen Themen in ihrer poetischen Leichtigkeit lesen zu dürfen . Besonders gefallen hat mir persönlich der Blick der Autorin auf die Literatur berühmter Autoren oder ihre Gedanken zu Marilyn Monroe. Zu empfehlen für Menschen, die es lieben in die Gedankenwelt anderer abzutauchen und gerne über das Leben philosophieren.

4

Der Duft der Blumen bei Nacht war leider nicht Slimanis bestes Werk, aber es ist dennoch lesenswert. Die 160 Seiten lassen sich schnell lesen, hinterlassen aber dennoch Eindruck. Allein die Idee ist es wert: Ich war unfassbar neugierig, wie es wohl ist, im Louvre übernachten zu dürfen. Während dieses Events durchlebt Slimani verschiedenste Erinnerungen und Gedanken, welche besonders viel Freude bereiten, wenn man ihre anderen Werke kennt. Die kleinen Anekdoten sind wirklich interessant und wie immer grandios geschrieben. Besonders faszinierend waren für mich Slimanis Erzählungen zu ihrem Dasein als Schriftstellerin. Wer mehr über dieses Thema wissen möchte, wird von Hürden und Problemen, aber auch Freuden des Schreibens lesen. Obwohl dann aber im Verlauf des Buches sehr wenig passiert und man sich eigentlich nur den Gedankenströmen hingibt, geht das Buch schnell vorbei und was bleibt ist die für mich schon bekannte Leere nach Slimanis Geschichten. Ihr Schreibstil fesselt mich jedes mal aufs neue und sorgt dafür, dass ich nachfolgende Werke regelrecht als stumpf empfinde. Wer sich also einmal an ihre Bücher wagen möchte, dem kann ich "Dann schlaf auch du" an Herz legen. Wer ihre anderen Bücher bereits kennt, wird an diesem Werk seine Freude haben. 4/5 Sterne

4

Leila Slimani verbringt eine Nacht in einem Museum in Venedig. Einer Stadt, die für sie ein Sinnbild ihres Lebens ist, in dem sich Orient und Okzident vermischen. Sie folgt ihren Gedanken und erzählt von ihrer Kindheit, ihrem Leben und dem Schreiben. Mir hat ihr Roman sehr gut gefallen, besonders ihr sehr klarer Sprachstil hat mich berührt. Ich wünschte, der Roman wäre etwas länger.

4

Geplant war dieses Büchlein nicht. Aber das Projekt klang einfach zu interessant: Eine Nacht eingeschlossen in einem venezianischen Museum. Was macht das mit einer Person? Welche Assoziationen, Erinnerungen weckt das Gebäude. wecken die Räume, die Exponate? Wie umgehen mit dem Eingesperrtsein, dem Alleinsein? Leïla Slimani ließ sich genau auf dieses Experiment ein, und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Denn das, was sie aus dieser Nacht, dieser Erfahrung gemacht hat, ist dieses kleine Stück wunderbarer Literatur, das mich zum Lächeln gebracht und mir Zustimmung entlockt hat, das mich manchmal aber auch vor Empörung den Kopf schütteln ließ. Slimani schreibt in ihrem Buch über das Frausein und über das Muttersein. Über ihre Kindheit in Marokko, über ihren Weggang und ihr Ankommen in Frankreich. Über die Freiheit, so zu sein wie sie möchte und über das Ausleben dieser Freiheit. Und sie schreibt über das Schreiben selbst. Das Ganze in einer wundervollen Sprache, die der Leserschaft den Duft der Blumen direkt in die Nase bringt. Leicht und schwer zugleich, manchmal düster, meistens erhellend, oft inspirierend und immer ein Lesegenuss.

4.5

Eine Nacht alleine im Museum , mit Gedanken über Leïla Slimanis Leben in Marokko und Paris, ihr Leben zwischen zwei Kulturen, die Erinnerungen an den Vater, das Leben als Frau in der unfreien Welt, die Kraft des Schreibens und das (einsame) Leben einer Schriftstellerin/ eines Schriftstellers. Glasklare Sätze, fesselnd und leicht zu lesen.

5

Leïla Slimani verwebt autobiographische Erinnerungsfetzen und momentane Gedanken und Assoziationen zu einem sprachlich wunderschönen Text, in den man perfekt eine Stunde lang abtauchen kann.

3

Schnell gelesen, gibt aber interessante Werke

Klappentext: Leila Slimani erzählt in diesem sehr persönlichen Buch von einer ungewöhnlichen Nacht, die sie allein im Museum Museo Punta della Dogana in Venedig verbringt, dem einstigen Zollgebäude der Serenissima. Einem Ort, an dem sich seit jeher Orient und Okzident begegnen und der zum Sinnbild ihrer eigenen Geschichte wird. Leïla Slimani nimmt uns mit auf eine Reise durch ihr Leben. Sie erzählt von ihrer Familie und ihrer Kindheit in Rabat, vom Alltag in Paris als Mutter und Schriftstellerin, vom Leben zwischen den Kulturen, ihrer Aufgabe als Schriftstellerin und gesellschaftspolitisch engagierter Frau - und letztlich von der Kraft der Literatur. Meine Meinung: Leider fand ich in das kurze Buch nicht rein. Eigentlich sprach mich der Inhalt des Romans grundsätzlich an, aber die Umsetzung war nichts für mich. Die Autorin schwelgt in Kindheitserinnerungen, die recht interessant waren, dann erzählt sie von ihrer jetzigen Situation und damit hatte ich dann meine Probleme, ich fand das lesen langweilig und war froh über das kurze Buch . Viele Zitate anderer Schriftsteller brauche ich auch nicht wirklich und stören teilweise eher. Der Schreibstil ist natürlich hochliterarisch gut, deshalb gebe ich Leila Slimani noch eine Chance da ich einige ihrer Werke am ereader hab.

1

Hat mir leider gar nicht gefallen. Sehr weirde Verherrlichung und Romantisiering von problematischem Verhalten und sie schreibt wie Robert Habeck redet

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Klassenbewusst, 1A Bewegend

Klassenbewusst, 1A Bewegend
4

Ich habe erst Ende Februar ‚Das Land der Anderen‘ von Leïla Slimani für den Lesekreis gelesen. Der Roman, den die Autorin Erzählungen ihrer Großeltern und Eltern nachempfunden hat, hat mir sehr gut gefallen, so dass mich dieser Band besonders interessiert hat. Diesmal erzählt die Autorin von einer Nacht, die sie im Museo Punta della Dogana verbringen darf. Dabei verbindet sie locker Erinnerungen an ihre Kindheit in Rabat und ihre Familie, Gedanken über das Dasein als Schriftstellerin und Mutter und ihre Gefühle und Empfindungen, die sie in dieser Nacht im Museum hat. Sie zitiert andere Schriftsteller und notiert ihre Gedanken zu den zitierten Passagen, und was sie mit sich und ihrem Leben verbindet. Das Buch ist mit seinen 160 Seiten angenehm kurz und schnell zu lesen, ist aber voller Tiefe und Persönlichkeit. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich hatte das Gefühl, direkt dabei zu sein, wenn die Autorin barfuß durch das Museum streift, oder in ihren Erinnerungen an den nächtlichen Abenteuern in Marokko versinkt. Man glaubt fast, die Blumen riechen zu können, die auch dem Buch den Titel geben: Nachtjasmin, auch galant de nuit oder mesk el arabi genannt. Der Geruch der Pflanzen weckt weitere Erinnerungen, in denen die Autorin wie durch Räume in einem Museum umher streift und den Lesenden Einblick in ganz persönliche Erinnerungen und Gefühle gewährt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde sicher auch weitere Bücher von Leïla Slimani lesen. Ich mag ihren Schreibstil.

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