Nachdem Huck Finn seinem tyrannischen Vater entkommen ist, beginnt er mit dem entlaufenen Sklaven Jim eine Flucht den Mississippi hinunter, wobei sie sich auf ihrer aufregenden Reise dem Rassismus der Südstaatler widersetzen müssen. "Die gesamte moderne amerikanische Literatur entstammt einem Buch von
Mark Twain, das Huckleberry Finn heißt. Vorher gab es nichts. Seitdem gab es nichts, was so gut ist" (Hemingway).
Die Hörbuchreihe ORIGINAL + UNGEKÜRZT des Bertz + Fischer Verlages präsentiert Klassiker und Meisterwerke der Weltliteratur - und zwar in der englischen Originalfassung, an die selbst gute Übersetzungen nicht heranreichen können. Hervorragende, teils mehrfach ausgezeichnete Sprecher lassen Stil und Atmosphäre der Originale lebendig werden. Ausnahmslos werden die Werke in voller Länge gelesen: Es gibt keine Kürzungen und Verfälschungen, wie man sie gerade bei Klassikern häufig findet. Wo möglich, folgen die Lesungen dem Text wissenschaftlicher Editionen. Dank des mp3-Formats passen die bis zu 15-stündigen Lesungen auf nur eine CD. Als Bonus gibt es den kompletten Originaltext als PDF-Datei, je einmal optimiert für den Bildschirm bzw. den Ausdruck. Verweise auf die Audiotracks in den PDF-Fassungen ermöglichen bequemes Mit- oder Nachlesen, und die Einteilung der Lesung in kurze Tracks von 5 Minuten erlaubt schnelles Navigieren.
Habe ich in der Schule gelesen, aber bin nie wirklich warm geworden mit dem Buch. Die Sprache, die Erzählweise und die Handlung haben mich nicht abgeholt. Das war einfach nicht mein Geschmack. Es geht um Abenteuer.
Obwohl es als Klassiker gilt, hat es bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Oct 1, 2025
1.0
Langweilige Pflichtlektüre
Habe ich in der Schule gelesen, aber bin nie wirklich warm geworden mit dem Buch. Die Sprache, die Erzählweise und die Handlung haben mich nicht abgeholt. Das war einfach nicht mein Geschmack. Es geht um Abenteuer.
Obwohl es als Klassiker gilt, hat es bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Und ich ließ die auch draußen; und hab nie mehr'n Gedanken darauf verwendet, mich bessern zu wollen. Ich schob die ganze Sache aus meinem Kopf raus und hab mir gesagt, ich wollt mich wieder an die Schlechtigkeit halten, weil mir das lag, wo ich doch dazu erzogen war, und das andre nicht. Und so zum Einstieg wollt ich mich an die Arbeit machen und Jim wieder aus der Sklaverei raushauen; und wenn mir noch irgendwas Schlimmeres einfiel, wollt ich das auch noch machen; weil wenn ich nu schon mal dabei war, und zwar endgültig, dann könnt ich genauso gut auch aufs Ganze gehen.
- Zitat, Seite 355
"Die Abenteuer des Huckleburry Finn" ist die berühmteste Geschichte aus der Feder von Mark Twain, in der er einem jungen Außenseiter eine Stimme gibt, der mit einem flüchtigen Sklaven auf dem Mississippi entlang schippert und bei den gemeinsamen Abenteuern gesellschaftliche Werte und Ansichten kritisch zu hinterfragen beginnt. Da der Autor am 30. November 1835 geboren wurde, ist es zufällig sehr passend, die Lektüre am letzten Tag des vorletzten Monats im Jahr abzuschließen.
Wie man den einleitenden Bemerkungen entnehmen kann, hatte der Übersetzer hier eine Meisterleistung bei der Wiedergabe der verwendeten Dialekte bzw Slangs zu erbringen. Zudem handelt es sich um ein Werk, welches bereits 1884 in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Zu der Neuübersetzung von Friedhelm Rathjen gibt es im Anhang eine lesenswerte Anmerkung.
Huck ist ein unkonventioneller und auch eher unzuverlässiger Erzähler, aber seine erfrischend direkte Art und seine Begegnungen mit vielen originellen Charakteren lassen dieses Werk wirklich zum sehr bildhaften Abenteuer werden. Der Protagonist ist ein Kind seiner Zeit, was sich auch in der Ausdrucksweise zeigt; rassistische Begriffe befinden sich im Text und müssen selbst eingeordnet werden. Hier bietet sich natürlich als ergänzende Lektüre der aktuelle Roman von P. Everett "James" an, der die Geschichte aus Sicht des Sklaven Jim berichtet.
FAZIT
Die erste Lektüre liegt ewige Zeiten zurück, vielleicht auch, weil der Roman zu Unrecht oft nur als Jugendbuch gehandelt wurde. Um so erstaunter war ich, hier gleich mehrmals auf Anleihen von Shakespeare, insbesondere auf Hamlet zu stoßen ("ist es Wahnsinn auch, so hat es doch Methode. ..").
Die wörtliche Rede, besonders von Jim, stellte mich vor Herausforderungen und hat das Lesetempo gedrosselt.
Insgesamt eine interessante Lektüre.
Unbedingt lesenswert.
Nov 30, 2024
4.0
Und ich ließ die auch draußen; und hab nie mehr'n Gedanken darauf verwendet, mich bessern zu wollen. Ich schob die ganze Sache aus meinem Kopf raus und hab mir gesagt, ich wollt mich wieder an die Schlechtigkeit halten, weil mir das lag, wo ich doch dazu erzogen war, und das andre nicht. Und so zum Einstieg wollt ich mich an die Arbeit machen und Jim wieder aus der Sklaverei raushauen; und wenn mir noch irgendwas Schlimmeres einfiel, wollt ich das auch noch machen; weil wenn ich nu schon mal dabei war, und zwar endgültig, dann könnt ich genauso gut auch aufs Ganze gehen.
- Zitat, Seite 355
"Die Abenteuer des Huckleburry Finn" ist die berühmteste Geschichte aus der Feder von Mark Twain, in der er einem jungen Außenseiter eine Stimme gibt, der mit einem flüchtigen Sklaven auf dem Mississippi entlang schippert und bei den gemeinsamen Abenteuern gesellschaftliche Werte und Ansichten kritisch zu hinterfragen beginnt. Da der Autor am 30. November 1835 geboren wurde, ist es zufällig sehr passend, die Lektüre am letzten Tag des vorletzten Monats im Jahr abzuschließen.
Wie man den einleitenden Bemerkungen entnehmen kann, hatte der Übersetzer hier eine Meisterleistung bei der Wiedergabe der verwendeten Dialekte bzw Slangs zu erbringen. Zudem handelt es sich um ein Werk, welches bereits 1884 in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Zu der Neuübersetzung von Friedhelm Rathjen gibt es im Anhang eine lesenswerte Anmerkung.
Huck ist ein unkonventioneller und auch eher unzuverlässiger Erzähler, aber seine erfrischend direkte Art und seine Begegnungen mit vielen originellen Charakteren lassen dieses Werk wirklich zum sehr bildhaften Abenteuer werden. Der Protagonist ist ein Kind seiner Zeit, was sich auch in der Ausdrucksweise zeigt; rassistische Begriffe befinden sich im Text und müssen selbst eingeordnet werden. Hier bietet sich natürlich als ergänzende Lektüre der aktuelle Roman von P. Everett "James" an, der die Geschichte aus Sicht des Sklaven Jim berichtet.
FAZIT
Die erste Lektüre liegt ewige Zeiten zurück, vielleicht auch, weil der Roman zu Unrecht oft nur als Jugendbuch gehandelt wurde. Um so erstaunter war ich, hier gleich mehrmals auf Anleihen von Shakespeare, insbesondere auf Hamlet zu stoßen ("ist es Wahnsinn auch, so hat es doch Methode. ..").
Die wörtliche Rede, besonders von Jim, stellte mich vor Herausforderungen und hat das Lesetempo gedrosselt.
Insgesamt eine interessante Lektüre.
Unbedingt lesenswert.