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Fundamentally

3.9(111)
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English
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About the book

A wickedly funny and audacious debut novel following an academic who flees from heartbreak and lands in Iraq with a one-of-a-kind job offer--only to be forced to do the work of confronting herself.

*AN INTERNATIONAL BESTSELLER*
*AN NPR BOOKS WE LOVE PICK*
*SHORTLISTED FOR THE WOMEN'S PRIZE FOR FICTION 2025*

>In Iraq, Nadia quickly realizes she's in over her head. The UN is a mess of competing interests, and her team consists of Goody Two-shoes Sherri who never passes up an opportunity to remind Nadia of her objections; and Pierre, a snippy Frenchman who has no qualms about perpetually scrolling through Grindr. But then Nadia meets Sara, a hilarious, foul-mouthed East Londoner who was pulled into radicalism at just fifteen. The two are kindred spirits, and Nadia vows to get Sara home.

As the rehabilitation program picks up traction, Sara reveals a secret that upends everything, forcing Nadia to make a drastic choice. In the fallout, Nadia's brown-savior fantasies crumble, leaving her to wonder if she can save someone who doesn't want to be saved.

A fierce, wildly funny, and razor-sharp exploration of radicalism, family, and the quest for belonging, Fundamentally boldly inspects one of the defining controversies of our age and introduces a fearless new voice in contemporary fiction.

Editions (3)

ISBN9780593851388
PublisherPenguin Publishing Group
Publication Date02/25/25
Pages352

Reviews & Ratings

111 ratings

13 reviews

3.9

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  • anja._liest
    anja._liest

    332 Followers

    5.0

    Nadia hat ihre große Liebe Rosy verloren. Mit ihrer Mutter läuft es auch nicht ganz rund und irgendwie muss sie weg. Im Irak gibt es einen Job bei der UN, da sollen IS-Frauen deradikalisiert werden. Kurzentschlossen nimmt sie den Job an und weiß gar nicht so recht worauf sie sich da eingelassen hat. Dort trifft sie auf Sara. Sie kommt auch aus London, hat sich vor ein paar Jahren mit 15 dem IS angeschlossen und die beiden freuen sich an. Sara wurde ihre kleine Tochter weggenommen und Nadia kämpft darum, sie ihr wiederzubringen. Sie kämpft auch darum, die Frauen wieder an ihre Länder zu übergeben und wiedereinzugliedern. Doch wie weit ist Nadia bereit zu gehen? Warum macht sie das überhaupt und will immer jeder gerettet werden? Wow, was für ein Roman. Ich hab so oft laut gelacht und sicher stellt sich die Frage ob bei diesem Thema der Humor so angemessen ist. Ja, ist er. Schonungslos und ehrlich wird berichtet vom Leben im Irak, von Krieg, vom Verlust geliebter Menschen. Das Leben im UN Lager ist hart aber dennoch bleibt ab und zu Zeit mal zu feiern, Mensch zu sein. Das Thema geht unter die Haut aber durch den lockeren und leichten Schreibstil ist es gut verträglich. Vortrefflich ist die Kombination dieses ernsten Themas und Humor gelungen. Die derben Sprüche der zwei Frauen sind einfach köstlich und auch viele andere Protagonisten sind einfach toll. Lina, die Chefin, der mehr an ihrem Vogel liegt als an den Mitarbeitern. Oder James, der die Frauen unterrichten soll, der Hippie mit dem Nirvana Shirt. Der Roman wirft viele Fragen auf aber nie mit erhobenen Zeigefinger. Welche Werte sind eigentlich die richtigen? Ist es möglich gelernte Glaubenssätze völlig aus dem Kopf zu streichen? Helfe ich wegen mir oder wegen den anderen? Ein absolut großartiger Roman, frech und bissig. Ich feiere ihn sehr und möchte ihn euch sehr ans Herz legen.

    Jan 16, 2026

  • caglas.pov
    caglas.pov

    148 Followers

    0.5

    Nicht radikal oder neu. Es ist ein ziemlich vertrautes westliches Standardnarrativ

    Worum es geht: Nadia ist eine britisch-(ex) muslimische Akademikerin, die nach einer gescheiterten Beziehung einen UN-Job im Irak annimmt, wo sie mit der Deradikalisierung ehemaliger IS-Frauen arbeitet. Dort begegnet sie Sara, einer jungen Londonerin, die sich als Teenager dem IS angeschlossen hat. - Die fehlende Differenzierung - "Wozu gibts dich überhaupt, wenn du zulässt, dass deine Anhänger Landminen in Spielzeugform basteln, um kleine Kinder in die Luft zu sprengen, du Penner?" -> Man weiß, dass ein Roman über den IS Gewalt, Extremismus und religiösen Missbrauch thematisieren muss. Das erwarte man sogar. Deshalb wäre eine klare Trennung zwischen Islam und IS so so wichtig. Stattdessen verschwimmen beide Ebenen emotional immer wieder miteinander. Religion erscheint nicht als etwas, das von Extremisten instrumentalisiert wurde, sondern unterschwellig als Teil des Problems selbst. Das Problem ist dabei nicht, dass (ex) muslimische Figuren zweifeln oder ihren Glauben verlieren. Solche Geschichten dürfen und sollen erzählt werden. Problematisch ist vielmehr, wie der Roman Islam und muslimische Religiosität codiert und wie wenig diese Darstellung reflektiert wird. - Es gibt nur 2 Welten - Der Roman behauptet oberflächlich, komplex zu sein, tatsächlich arbeitet er aber immer wieder mit einem Gegensatzschema: Religion = Enge, Rückschritt, Prüderie, Denkverbot, weibliche Unterdrückung Säkularität/westlicher Lebensstil = Freiheit, Intelligenz, Reife, Individualität - Hierarchien statt Vielfalt - „Doch an der Universität bremste mich das Gläubigsein aus, es klammerte sich verzweifelt an meine Beine, wehrte sich gegen jeden Schritt nach vorn. Es hasste die neuen Bücher, die ich las, komplexe und anspruchsvolle philosophische Texte anstelle von abgedroschenen Phrasen über den Willen Gottes, es hasste die neuen Menschen, die mich unterrichteten, extrem kritische Denker und Denkerinnen anstelle von langweiligen Rednern, und es hasste meinen neuen Freundeskreis, kreative, wenn auch genusssüchtige Intellektuelle anstelle von prüden Jungfrauen, deren Leben von der eigenen gehemmten Entwicklung bestimmt wurden." -> Der Subtext ist kaum zu übersehen: Je intelligenter, gebildeter und reflektierter ein Mensch wird, desto weniger religiös kann oder sollte er sein. Der religiöse Raum wird mit geistiger Stagnation verbunden, der säkulare Raum mit Denken, Tiefe und Freiheit. Das fühlt sich nicht wie „eine individuelle Erfahrung" an, sondern wie eine Abwertung. Religiöse Muslim:innen werden hier nicht einfach als anders dargestellt, sondern unterschwellig als: ungebildet, gehemmt, naiv, unfrei, irrational, sexuell verklemmt, und intellektuell minderwertig. - Die Mechanck hinter Radikalisierung bleibt unsichtbar - Der Roman greift zwar ein enorm komplexes Thema auf, interessiert sich aber kaum ernsthaft dafür, wie Radikalisierung überhaupt entsteht (oder wie Menschen davor geschützt werden könnten). Anstatt soziale, psychologische oder politische Mechanismen differenziert zu beleuchten, bleiben viele Gespräche mit ehemaligen IS-Mitgliedern erstaunlich oberflachlich oder karikaturhaft. Gerade bei einem Thema wie diesem hätte ich mir mehr Reflexion gewunscht: über Manipulation, Isolation, Identitätssuche, emotionale Verletzlichkeit oder darüber, warum extremistische Gruppen für manche Menschen überhaupt attraktiv werden. Stattdessen vereinfacht der Roman vieles emotional und ideologisch so stark, dass die eigentliche Komplexität des Themas verloren geht. "Ich will keinen Streit, aber ich bitte dich, meinen Glauben zu respektieren. Es regt mich echt auf, dass du immer wieder damit anfängst. Ich bin Muslima, verstanden? Und das wird sich auch nicht ändern, also lass es gut sein." „Deine Glaubenssätze sind total bescheuert! Der IS ist schuld, dass [X] tot ist, du und [X] hättet auch sterben können. Wie kannst du immer noch an diese Scheiße glauben?" -> Das Problem ist nicht, dass der Roman den IS kritisiert (das sollte er sogar unbedingt tun). Problematisch wird es dort, wo die erzählerische Logik kaum noch sichtbar zwischen einer extremistischen Ideologie und dem Glauben selbst unterscheidet. Dadurch verschwimmt die Grenze zwischen einer gewaltvollen politischen Vereinnahmung von Religion und dem Islam als vielfältiger religiöser Realität immer stärker. So wird aus der berechtigten Analyse von Extremismus (die nicht stattfindet) eine emotional aufgeladene Erzählbewegung, in der religiöse Zugehörigkeit selbst schnell wie das eigentliche Problem wirkt und „Befreiung" vor allem als Abstand zu dieser Religiosität lesbar wird. - Weitere Kritikpunkte - * Ton des Buches: schwankt permanent zwischen politischem Ernst und ironischer Sexkomödie. Fast jede zweite Szene wird mit bemühten sexuellen Anspielungen oder zynischen Kommentaren aufgeladen, als müsse der Roman permanent beweisen, wie provokant, modern oder subversiv er sei. * Irak wirkt wie Kulisse für westliche Figuren, irakische Perspektiven komplett unsichtbar * Nebenfiguren: Vielfalt auf der Oberfläche wird genutzt, ohne sie in echte psychologische oder narrative Komplexität zu übersetzen * emotionale Kurzlösungen statt struktureller Analyse - Das ist keine Diversität, das ist ein Erwartungsschema - Muslimische Stimmen bekommen im westlichen Literaturbetrieb gefühlt immer dann besonders viel Anerkennung, wenn Islam hauptsächlich als Trauma, Unterdrückung oder geistige Enge erzählt wird. Sobald Religiosität abgestreift wird, gilt die Geschichte plötzlich als „mutig", „befreiend" oder besonders intellektuell. Kein heftig neuer take. Aber wie sehr es nervt, dass es fast immer so wirkt, als sei eine muslimische Figur erst dann wirklich progressiv, reflektiert oder literarisch relevant, wenn sie sich vom Glauben entfernt. Als könnte man nur dann frei denken, wenn man Religion hinter sich lasst. Das ist nicht radikal oder neu. Es ist ein ziemlich vertrautes westliches Standardnarrativ. Ich sage das ganz bewusst als sichtbar muslimische Frau, die solche Narrative nicht abstrakt liest, sondern ihre gesellschaftlichen Konsequenzen täglich spürt. DAS PROBLEM IST NICHT, DASS SOLCHE ERFAHRUNGEN EXISTIEREN. Natürlich gibt es Menschen, die Religion als Zwang oder Schmerz erlebt haben. Es ist furchtbar, es tut weh und diese Geschichten verdienen Raum. Aber wenn muslimische Religiosität in Literatur (fast) nur dann Aufmerksamkeit bekommt, wenn sie als etwas Düsteres, Rückstandiges oder Beschädigendes beschrieben wird, entsteht eine gefährliche Einseitigkeit. Vor allem in einem gesellschaftlichen Klima, in dem Muslim:innen ohnehin permanent unter Generalverdacht stehen und ihre Religion STÄNDIG als integrationsfeindlich, frauenfeindlich oder gewaltanfällig diskutiert wird. Persönliche Erfahrung entbindet Literatur nicht von ihrer gesellschaftlichen Wirkung. Vor allem dann nicht, wenn sie bestehende Machtstrukturen und (kulturelle) Vorurteile nahezu bruchlos bestätigt.

    Nicht radikal oder neu. Es ist ein ziemlich vertrautes westliches Standardnarrativ

    May 21, 2026

  • moneslesecouch
    moneslesecouch

    75 Followers

    5.0

    Rotzfrech und radikal mit Herz

    Nadia, Akademikerin, sitzengelassen von ihrer großen Liebe Rosy, will ihrem miesen Privatleben entkommen – und nimmt einen UN-Job im Irak an. Mit der Aufgabe betraut, IS-Frauen zu deradikalisieren, leistet sie sich in der Welt internationaler Hilfsorganisationen einen Fehltritt nach dem anderen. Sara, eine wütende Teenagerin, hat sich mit fünfzehn dem IS angeschlossen. Verbunden durch ihr muslimisches Aufwachsen in London und eine Vorliebe für derbe Sprüche, freunden die beiden sich an – doch bald muss Nadia entscheiden, wie weit sie für Sara zu gehen bereit ist. Leseeindruck Dieses Buch hat mir viel Spaß gemacht beim Lesen. Nicht, weil es so ein lustiges Thema wäre – ganz im Gegenteil! Es hat mich in eine für mich komplett neue Welt entführt, in die Welt der UN-Hilfsorganisationen, der IS-Frauen, in den Irak. Nussaibah Younis hat mir eindrücklich, humorvoll und warmherzig eine Sichtweise eröffnet, die mich sehr nachdenklich gemacht hat. Was bringt jungen Frauen dazu, sich zu radikalisieren? Wie kann Integration gut gelingen? Es geht hier auch um die Organisationsstruktur großer Organisationen und letztlich darum, wo der richtige Platz im Leben ist. Große Leseempfehlung für alle, die sich mit diesen Themen fundiert und gleichzeitig leicht lesbar auseinandersetzen möchten. Als Friedensforscherin und Irak-Expertin schreibt die Autorin mit großer Sachkenntnis und großem Herz.

    Mar 1, 2026

3 of 13 reviews

SocialReads

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alexx
alexxMar 8, 2026

Ich mag das Buch bisher richtig gerne, wenn da nicht die Schmachterei für diese Dumpfbacke Tom wäre. 🫠

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