A fragmented and largely retrospective description of a daughter's relationship with her father, La Place deals with issues of sexuality, social standing and alienation. This is an accessible and exciting addition to French studies courses.
Es war sehr kurzweilig und doch durch die leichte und flüssige Sprache gut zu verstehen.
Es war eine kleine Hommage an ihren Vater die ich wirklich sehr gelungen fand.
Ich würde gerne mehr von ihr lesen!
Feb 20, 2026
4.0
War doch gut.
Es war sehr kurzweilig und doch durch die leichte und flüssige Sprache gut zu verstehen.
Es war eine kleine Hommage an ihren Vater die ich wirklich sehr gelungen fand.
Ich würde gerne mehr von ihr lesen!
Instagram: lesen_mit_jonas
Annie Ernaux - ,,Der Platz"
Annie Ernaux - ,,Der Platz" Nach dem Tod ihres Vaters will ,,Ernaux" einen Roman über ihren diesen schreiben. Schnell begreift sie, dass das nicht gelingen wird. So erzählt sie in sachlichem Ton, das Leben ihres Vaters nach. Geboren ist er 1899 in Frankreich. Er kommt aus der unteren Arbeiterschicht. Zwei Kriege musste er miterleben. Schulbildung hat er nur wenig erhalten. Schnell muss er als Bauer arbeiten, wie es sein Vater bereits tut. Einige weitere schwere Jobs soll er im Laufe seines Lebens noch ausführen. Sein großer Traum ist der gesellschaftliche Aufstieg. Dieser soll ihm auch gelingen. Mit seiner Frau, die er bei der Arbeit kennenlernt, kauft er sich eine Kneipe zusammen mit einem Laden für Lebensmittel und einigen Bauernhäusern, die er nach und nach ausbaut. Da die Innenstädte häufig noch vom Krieg zerstört sind, wird das Lebensmittelgeschäft und die Kneipe häufig und gerne genutzt. Nach dem Wiederaufbau der Städte mit neuen Geschäften beginnen die eigenen Geschäftigen weniger Umsatz zu machen. Aber den Aufstieg hat er bis zu seinem Lebensende verfolgt und das Ziel nie aus den Augen verloren. In dieser Zeit wächst ,,Annie Ernaux" auf. Ihr Verhältnis zum Vater ist häufig durch Distanz und Unverständnis geprägt. Er wünscht ihr natürlich ebenso den sozialen Aufstieg. Als ihr dieser gelingt und sie immer höhere Bildung genießt und schließlich Lehrerin wird, zeigt er doch etwas Unverständnis und entfernt sich emotional von seiner Tochter. Trotzdem blickt ,,Ernaux" auch auf einen liebevollen Vater zurück, der durchaus auch Stolz auf seine Tochter ist, zum Beispiel als sie ihren Verlobten vorstellt. Die Kindheit war durchzogen von Ausflügen und Albernheiten, für die sich ihr Papa nicht zu schade war. Er erkennt allerdings, wie sich seine Tochter durch Bildung und Fleiß in eine andere soziale Schicht gekämpft hat. Damit umzugehen, viel ihm zeit seines Lebens offenbar schwer. Er ist im Jahr 1967 verstorben. ,,Ernaux" schreibt hier bewusst sehr sachlich, um nichts zu beschönigen oder ins Positive zu verklären. Dieser Stil gefällt mir persönlich ziemlich gut. So kennt man es auch aus anderen Romanen von ihr, wie zum Beispiel aus ,,Die Jahre". Ein wirklich interessantes Buch. Absolut keine kitschige Erinnerungsprosa, was man durchaus hätte erwarten können. Es ist eher ein spannender Rückblick auf ein ereignisreiches und spannendes Leben, mit vielen Höhen und Tiefen. Nüchtern und ohne große Umschweife auf 95 Seiten erzählt. Übersetzung: Sonja Fink
Oct 3, 2023
4.5
Instagram: lesen_mit_jonas
Annie Ernaux - ,,Der Platz"
Annie Ernaux - ,,Der Platz" Nach dem Tod ihres Vaters will ,,Ernaux" einen Roman über ihren diesen schreiben. Schnell begreift sie, dass das nicht gelingen wird. So erzählt sie in sachlichem Ton, das Leben ihres Vaters nach. Geboren ist er 1899 in Frankreich. Er kommt aus der unteren Arbeiterschicht. Zwei Kriege musste er miterleben. Schulbildung hat er nur wenig erhalten. Schnell muss er als Bauer arbeiten, wie es sein Vater bereits tut. Einige weitere schwere Jobs soll er im Laufe seines Lebens noch ausführen. Sein großer Traum ist der gesellschaftliche Aufstieg. Dieser soll ihm auch gelingen. Mit seiner Frau, die er bei der Arbeit kennenlernt, kauft er sich eine Kneipe zusammen mit einem Laden für Lebensmittel und einigen Bauernhäusern, die er nach und nach ausbaut. Da die Innenstädte häufig noch vom Krieg zerstört sind, wird das Lebensmittelgeschäft und die Kneipe häufig und gerne genutzt. Nach dem Wiederaufbau der Städte mit neuen Geschäften beginnen die eigenen Geschäftigen weniger Umsatz zu machen. Aber den Aufstieg hat er bis zu seinem Lebensende verfolgt und das Ziel nie aus den Augen verloren. In dieser Zeit wächst ,,Annie Ernaux" auf. Ihr Verhältnis zum Vater ist häufig durch Distanz und Unverständnis geprägt. Er wünscht ihr natürlich ebenso den sozialen Aufstieg. Als ihr dieser gelingt und sie immer höhere Bildung genießt und schließlich Lehrerin wird, zeigt er doch etwas Unverständnis und entfernt sich emotional von seiner Tochter. Trotzdem blickt ,,Ernaux" auch auf einen liebevollen Vater zurück, der durchaus auch Stolz auf seine Tochter ist, zum Beispiel als sie ihren Verlobten vorstellt. Die Kindheit war durchzogen von Ausflügen und Albernheiten, für die sich ihr Papa nicht zu schade war. Er erkennt allerdings, wie sich seine Tochter durch Bildung und Fleiß in eine andere soziale Schicht gekämpft hat. Damit umzugehen, viel ihm zeit seines Lebens offenbar schwer. Er ist im Jahr 1967 verstorben. ,,Ernaux" schreibt hier bewusst sehr sachlich, um nichts zu beschönigen oder ins Positive zu verklären. Dieser Stil gefällt mir persönlich ziemlich gut. So kennt man es auch aus anderen Romanen von ihr, wie zum Beispiel aus ,,Die Jahre". Ein wirklich interessantes Buch. Absolut keine kitschige Erinnerungsprosa, was man durchaus hätte erwarten können. Es ist eher ein spannender Rückblick auf ein ereignisreiches und spannendes Leben, mit vielen Höhen und Tiefen. Nüchtern und ohne große Umschweife auf 95 Seiten erzählt. Übersetzung: Sonja Fink