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Ein Buch über ein wichtiges Stück Literaturgeschichte!
Nicole Seifert hat mit diesem informativen Buch vielen Autorinnen der 1950er und 1960er Jahre die Anerkennung gewährt, die ihnen zu Lebzeiten verwehrt wurde. Im Mittelpunkt des Buches steht die Gruppe 47. Ein nicht-institutionalisierter Zusammenschluss von Schreibenden unter der Rigide von Hans Werner Richter. Ein Mal im Jahr tagte in der Zeit von 1947 bis 1967 die Gruppe 47. Von Richter Auserwählte durften bei diesen Tagungen literarische Beiträge vorlesen und sich danach der Kritik der anderen Gäste stellen. Wobei es sich dabei vor allem um die Kritik der männlichen Teilnehmenden handelt. Unter den Vorlesenden waren Männer wir Grass Böll, Enzensberger, Reich-Ranicki usw. Von den Frauen sind mir hingegen nur Ingeborg Bachmann und Ilse Aichinger bekannt. Viele weitere Frauen haben sich bei der Gruppe 47 mit einer zum Teil sehr harschen Kritik konfrontiert gesehen. Sie wurden von den männlichen Anwesenden mit Ohren Themen nicht ernst genommen und als Autorinnen für Frauenliteratur herab gewürdigt. Sehr eindrücklich beschreibt Nicole Seifert auch die Reduktion auf den Körper der Frauen. Einigen von ihnen sind diese Treffen in so schlechter Erinnerung, dass sie von weiteren Teilnahmen absagen. Das hatte die Folge, dass sie nicht gelesen, gefördert oder gehört wurden. Selbst nach zum Teil sehr tragischen Sterbefällen wurden die Autorinnen posthum nicht für ihr Schaffen gewürdigt, sondern waren Abwertungen ihres künstlerischen Schaffens ausgesetzt. Das Buch hat bei mir den Wunsch gestärkt, mich diesen vergessen Autorinnen zu widmen. Auf jeden Fall möchte ich auch das Buch Frauenliteratur von Nicole Seifert lesen.
Oct 28, 2024
Ein Buch über ein wichtiges Stück Literaturgeschichte!
Nicole Seifert hat mit diesem informativen Buch vielen Autorinnen der 1950er und 1960er Jahre die Anerkennung gewährt, die ihnen zu Lebzeiten verwehrt wurde. Im Mittelpunkt des Buches steht die Gruppe 47. Ein nicht-institutionalisierter Zusammenschluss von Schreibenden unter der Rigide von Hans Werner Richter. Ein Mal im Jahr tagte in der Zeit von 1947 bis 1967 die Gruppe 47. Von Richter Auserwählte durften bei diesen Tagungen literarische Beiträge vorlesen und sich danach der Kritik der anderen Gäste stellen. Wobei es sich dabei vor allem um die Kritik der männlichen Teilnehmenden handelt. Unter den Vorlesenden waren Männer wir Grass Böll, Enzensberger, Reich-Ranicki usw. Von den Frauen sind mir hingegen nur Ingeborg Bachmann und Ilse Aichinger bekannt. Viele weitere Frauen haben sich bei der Gruppe 47 mit einer zum Teil sehr harschen Kritik konfrontiert gesehen. Sie wurden von den männlichen Anwesenden mit Ohren Themen nicht ernst genommen und als Autorinnen für Frauenliteratur herab gewürdigt. Sehr eindrücklich beschreibt Nicole Seifert auch die Reduktion auf den Körper der Frauen. Einigen von ihnen sind diese Treffen in so schlechter Erinnerung, dass sie von weiteren Teilnahmen absagen. Das hatte die Folge, dass sie nicht gelesen, gefördert oder gehört wurden. Selbst nach zum Teil sehr tragischen Sterbefällen wurden die Autorinnen posthum nicht für ihr Schaffen gewürdigt, sondern waren Abwertungen ihres künstlerischen Schaffens ausgesetzt. Das Buch hat bei mir den Wunsch gestärkt, mich diesen vergessen Autorinnen zu widmen. Auf jeden Fall möchte ich auch das Buch Frauenliteratur von Nicole Seifert lesen.
Oct 28, 2024






