New York Times Bestseller • Named one of the Best Books of the Year by NPR, O: The Oprah Magazine, San Francisco Chronicle, Christian Science Monitor and Newsweek“Kingsolver brilliantly captures both the price of profound change and how it can pave the way not only for future generations, but also for a radiant, unexpected expansion of the heart.” — O: The Oprah MagazineThe acclaimed author of The Poisonwood Bible and The Bean Trees, and recipient of numerous literary awards—including the National Humanities Medal, the Dayton Literary Peace Prize, and the National Book Foundation's Medal for Distinguish Contribution to American Letters—returns with a story about two families, in two centuries, navigating what seems to be the end of the world as they know it. With history as their tantalizing canvas, these characters paint a startlingly relevant portrait of life in precarious times when the foundations of the past have failed to prepare us for the future.How could two hardworking people do everything right in life, a woman asks, and end up destitute? Willa Knox and her husband followed all the rules as responsible parents and professionals, and have nothing to show for it but debts and an inherited brick house that is falling apart. The magazine where Willa worked has folded; the college where her husband had tenure has closed. Their dubious shelter is also the only option for a disabled father-in-law and an exasperating, free-spirited daughter. When the family’s one success story, an Ivy-educated son, is uprooted by tragedy he seems likely to join them, with dark complications of his own.In another time, a troubled husband and public servant asks, How can a man tell the truth, and be reviled for it? A science teacher with a passion for honest investigation, Thatcher Greenwood finds himself under siege: his employer forbids him to speak of the exciting work just published by Charles Darwin. His young bride and social-climbing mother-in-law bristle at the risk of scandal, and dismiss his worries that their elegant house is unsound. In a village ostensibly founded as a benevolent Utopia, Thatcher wants only to honor his duties, but his friendships with a woman scientist and a renegade newspaper editor threaten to draw him into a vendetta with the town’s powerful men.A timely and "utterly captivating" novel (San Francisco Chronicle), Unsheltered interweaves past and present to explore the human capacity for resiliency and compassion in times of great upheaval.
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, nachdem ich "Demon Copperhead" so sehr mochte. Dieses habe ich nach einem Drittel abgebrochen. Es ist so schade, aber ich fand es langatmig, langweilig und es war schwierig dranzubleiben.
Apr 13, 2026
Langatmig (abgebrochen)
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, nachdem ich "Demon Copperhead" so sehr mochte. Dieses habe ich nach einem Drittel abgebrochen. Es ist so schade, aber ich fand es langatmig, langweilig und es war schwierig dranzubleiben.
"Im hellen Licht des Tages zu stehen, wie Sie mal gesagt haben. Unbehaust."
In ihrem Blick war so viel Wärme, dass ihn schwindelte. Er hatte wenig Erfahrung mit Bewunderung.
- Zitat, Seite 281
Die 1955 geborene Schriftstellerin hatte mit ihrem Roman "Demon Copperhead", der eine Hommage an den berühmten Klassiker von Charles Dickens und gleichzeitig eine moderne Gesellschaftskritik im Spiegel der Opiumkrise in den USA darstellt, eine Menge an Aufmerksamkeit erhalten und wurde mit literarischen Preisen ausgezeichnet.
Diese Geschichte, die sich auf zwei Zeitebebenen abspielt, wurde bereits 2018 in der amerikanischen Originalausgabe "Unsheltered" veröffentlicht. Wie die Autorin in ihrer angefügten Danksagung erwähnt, orientierte sie sich bei den geschilderten Ereignissen des 19. Jahrhunderts an realen Begebenheiten. Die Biologin Mary Treat war eine Person, deren Arbeit laut Barbara Kingsolver "mehr Aufmerksamkeit verdient."
Um so bedauerlicher ist, dass der historische Teil des Romans nicht aus der Perspektive der Biologin, sondern aus der Sicht des Lehrers Thatcher geschildert wird, der mit seinem Bestreben seinen Schülerinnen und Schülern eine neue Weltsicht zu erschließen, gegen Windmühlen ankämpft. Aber nicht nur mit engstirnigen Vorgesetzten hat er zu kämpfen, sondern auch mit einem Haus, welches immer mehr Risse bekommt. Seine junge Ehefrau und auch die Schwiegermutter scheinen den Ernst der Lage nicht ganz zu begreifen und setzen Erwartungen in ihn, denen er nicht gerecht werden kann, denn wie kann ein Mann verhindern, dass sein Haus über seinem Kopf zusammenfällt?
Ähnliche Probleme mit knirschenden Wänden und bröckeliger Substanz hat im 21. Jahrhundert die (rein fiktive) Protagonistin Willa, eine auftragsfreie Journalistin mittleren Alters, die auf einmal zusätzlich vor viele neue Herausforderungen familiärer Art gestellt wird.
Der Erzählansatz der Geschichte ist grundsätzlich interessant und weckt die Neugier.
"Was tun, wenn alle Gewissheiten wegbrechen?" - Diese Frage stellt der Klappentext und die Erwartung auf spannende Lektüre steigt.
Doch die Geschichte ist leider wenig lebendig oder gar inspirierend gestaltet. Die Szene, als der Lehrer Thatcher die unkonventionelle Nachbarin Mary Treat kennenlernt, während diese gerade ihren Finger in eine Venusfliegenfalle gesteckt hält, um ein wissenschaftliches Experiment durchzuführen, war erfrischend und ließ Hoffnung aufkommen, aber leider plätscherte die Handlung infolge etwas phantasielos dahin.
Was die Zeitebene der Gegenwart betrifft, sind die Charaktere ziemlich konventionell geraten, obwohl sich vom Setting durchaus mehr Entwicklung angeboten hatte. Denn durch den Suizid der Schwiegertochter steht plötzlich die Frage im Raum, wer sich um den kleinen Erdenbürger kümmert. Die Lösung ist erstaunlich wenig originell.
Was man als Hommage an die Literatur des unvergleichlichen Charles Dickens auffassen könnte, ist die Einbeziehung eines sachlichen Gegenstandes als Protagonist. Hier ist es (wie bei Dickens nicht unüblich) das Haus. Aber leider funktioniert das Bild weder als vollwertige Figur noch als greifbare Metapher, weil dieses Knirschen und Bröckeln zu keinem Zeitpunkt wirklich spürbar ist.
Dem Roman fehlt es leider insgesamt an Substanz, er ist dafür, dass er so interessante Themen aufgreift, einfach viel zu zahm und zahnlos umgesetzt.
FAZIT
Nachdem "Demon Copperhead" im direkten Vergleich mit der klassischen Vorlage für mein Empfinden eher mittelmäßig abschnitt, wollte ich gerne noch ein Werk der Autorin lesen, welches ganz für sich steht. Leider war "Die Unbehausten" dann doch auch nur ein durchschnittliches Lesevergnügen.
Dabei gefiel mir die Metapher der Unbehausten: Menschen, die offen für neue Erkenntnisse sind und sich nicht in das vertraute Schneckenhaus zurück ziehen, sollten hier als Protagonisten vorgestellt werden!
Vielleicht hänge ich zu sehr am Schneckenhaus vorangegangener Lektüren, aber dieser Roman ist von mir nur eingeschränkt empfehlenswert.
Sep 26, 2025
3.0
"Im hellen Licht des Tages zu stehen, wie Sie mal gesagt haben. Unbehaust."
In ihrem Blick war so viel Wärme, dass ihn schwindelte. Er hatte wenig Erfahrung mit Bewunderung.
- Zitat, Seite 281
Die 1955 geborene Schriftstellerin hatte mit ihrem Roman "Demon Copperhead", der eine Hommage an den berühmten Klassiker von Charles Dickens und gleichzeitig eine moderne Gesellschaftskritik im Spiegel der Opiumkrise in den USA darstellt, eine Menge an Aufmerksamkeit erhalten und wurde mit literarischen Preisen ausgezeichnet.
Diese Geschichte, die sich auf zwei Zeitebebenen abspielt, wurde bereits 2018 in der amerikanischen Originalausgabe "Unsheltered" veröffentlicht. Wie die Autorin in ihrer angefügten Danksagung erwähnt, orientierte sie sich bei den geschilderten Ereignissen des 19. Jahrhunderts an realen Begebenheiten. Die Biologin Mary Treat war eine Person, deren Arbeit laut Barbara Kingsolver "mehr Aufmerksamkeit verdient."
Um so bedauerlicher ist, dass der historische Teil des Romans nicht aus der Perspektive der Biologin, sondern aus der Sicht des Lehrers Thatcher geschildert wird, der mit seinem Bestreben seinen Schülerinnen und Schülern eine neue Weltsicht zu erschließen, gegen Windmühlen ankämpft. Aber nicht nur mit engstirnigen Vorgesetzten hat er zu kämpfen, sondern auch mit einem Haus, welches immer mehr Risse bekommt. Seine junge Ehefrau und auch die Schwiegermutter scheinen den Ernst der Lage nicht ganz zu begreifen und setzen Erwartungen in ihn, denen er nicht gerecht werden kann, denn wie kann ein Mann verhindern, dass sein Haus über seinem Kopf zusammenfällt?
Ähnliche Probleme mit knirschenden Wänden und bröckeliger Substanz hat im 21. Jahrhundert die (rein fiktive) Protagonistin Willa, eine auftragsfreie Journalistin mittleren Alters, die auf einmal zusätzlich vor viele neue Herausforderungen familiärer Art gestellt wird.
Der Erzählansatz der Geschichte ist grundsätzlich interessant und weckt die Neugier.
"Was tun, wenn alle Gewissheiten wegbrechen?" - Diese Frage stellt der Klappentext und die Erwartung auf spannende Lektüre steigt.
Doch die Geschichte ist leider wenig lebendig oder gar inspirierend gestaltet. Die Szene, als der Lehrer Thatcher die unkonventionelle Nachbarin Mary Treat kennenlernt, während diese gerade ihren Finger in eine Venusfliegenfalle gesteckt hält, um ein wissenschaftliches Experiment durchzuführen, war erfrischend und ließ Hoffnung aufkommen, aber leider plätscherte die Handlung infolge etwas phantasielos dahin.
Was die Zeitebene der Gegenwart betrifft, sind die Charaktere ziemlich konventionell geraten, obwohl sich vom Setting durchaus mehr Entwicklung angeboten hatte. Denn durch den Suizid der Schwiegertochter steht plötzlich die Frage im Raum, wer sich um den kleinen Erdenbürger kümmert. Die Lösung ist erstaunlich wenig originell.
Was man als Hommage an die Literatur des unvergleichlichen Charles Dickens auffassen könnte, ist die Einbeziehung eines sachlichen Gegenstandes als Protagonist. Hier ist es (wie bei Dickens nicht unüblich) das Haus. Aber leider funktioniert das Bild weder als vollwertige Figur noch als greifbare Metapher, weil dieses Knirschen und Bröckeln zu keinem Zeitpunkt wirklich spürbar ist.
Dem Roman fehlt es leider insgesamt an Substanz, er ist dafür, dass er so interessante Themen aufgreift, einfach viel zu zahm und zahnlos umgesetzt.
FAZIT
Nachdem "Demon Copperhead" im direkten Vergleich mit der klassischen Vorlage für mein Empfinden eher mittelmäßig abschnitt, wollte ich gerne noch ein Werk der Autorin lesen, welches ganz für sich steht. Leider war "Die Unbehausten" dann doch auch nur ein durchschnittliches Lesevergnügen.
Dabei gefiel mir die Metapher der Unbehausten: Menschen, die offen für neue Erkenntnisse sind und sich nicht in das vertraute Schneckenhaus zurück ziehen, sollten hier als Protagonisten vorgestellt werden!
Vielleicht hänge ich zu sehr am Schneckenhaus vorangegangener Lektüren, aber dieser Roman ist von mir nur eingeschränkt empfehlenswert.
Abwechselnd in zwei Zeitschienen wird die Geschichte eines Hauses erzählt. Wir lesen von Menschen und Familie, die hier lebten, mit Problemen, Sorgen, Lebenseinstellungen und Lebensperspektiven. Das Haus hat auch viele Probleme, denn es könnte jederzeit einstürzen.
Interessant fand ich die Probleme der Familie in der "Heute-Zeit", obwohl mir kein Charakter sehr nahe kam. Vor allem die soziale Versorgung ist sehr erschreckend, wenn man in den USA nicht reich ist. Die zweite Zeitschiene, ca 150 Jahre zuvor, hat mich etwas gelangweilt, die Darwinsche Lehre und biologischen Erörterungen haben mich nicht angesprochen.
Die Parallelen in den beiden Zeitschienen werden im Fortschreiten der Geschichte immer deutlicher, in Politik, Miteinander und Weltanschauung - auch wenn die äußeren Umstände unterschiedlich sind. Letztlich suchen alle Menschen nach dem gleichen: einem sicheren Heim.
Gut geschrieben waren alle Dialoge, die passten ausgezeichnet in die jeweilige Zeit, ebenso die Verhaltensweisen der Protagonisten.
Insgesamt kam dieses Buch aber nicht annähernd an Demon Copperhead heran, weder Story noch Schreibweise haben mich so begeistert. Es war mir alles zu weitschweifend und zu entfernt von meiner Realität. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen.
Da die Geschichte um Willas Familie aber so viel von der politischen, sozialen und der Bildungssituation in den USA von heute erzählt, fand ich es lesenswert.
Jul 20, 2025
3.0
Abwechselnd in zwei Zeitschienen wird die Geschichte eines Hauses erzählt. Wir lesen von Menschen und Familie, die hier lebten, mit Problemen, Sorgen, Lebenseinstellungen und Lebensperspektiven. Das Haus hat auch viele Probleme, denn es könnte jederzeit einstürzen.
Interessant fand ich die Probleme der Familie in der "Heute-Zeit", obwohl mir kein Charakter sehr nahe kam. Vor allem die soziale Versorgung ist sehr erschreckend, wenn man in den USA nicht reich ist. Die zweite Zeitschiene, ca 150 Jahre zuvor, hat mich etwas gelangweilt, die Darwinsche Lehre und biologischen Erörterungen haben mich nicht angesprochen.
Die Parallelen in den beiden Zeitschienen werden im Fortschreiten der Geschichte immer deutlicher, in Politik, Miteinander und Weltanschauung - auch wenn die äußeren Umstände unterschiedlich sind. Letztlich suchen alle Menschen nach dem gleichen: einem sicheren Heim.
Gut geschrieben waren alle Dialoge, die passten ausgezeichnet in die jeweilige Zeit, ebenso die Verhaltensweisen der Protagonisten.
Insgesamt kam dieses Buch aber nicht annähernd an Demon Copperhead heran, weder Story noch Schreibweise haben mich so begeistert. Es war mir alles zu weitschweifend und zu entfernt von meiner Realität. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen.
Da die Geschichte um Willas Familie aber so viel von der politischen, sozialen und der Bildungssituation in den USA von heute erzählt, fand ich es lesenswert.
Nach 178 Seiten habe ich nun beschlossen, das Buch abzubrechen. Habe erst überlegt, ob ich nur die Kapitel, die in der Gegenwart spielen, lese, aber mir ist gänzlich die Lust vergangen. Finde die Story sehr langatmig, nicht fesselnd und belanglos. Schade, „Demon Copperhead“ mochte ich sehr.
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