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L. A. Schongauer, einst deutscher Kleindarsteller gemeiner Nazis in Hollywood, jetzt fast 75-jährig mit seiner Hündin Ascha in einem Häuschen am Gardasee lebend, findet eines Tages eine Reisebloggerin mit Wohnmobilpanne in seiner Auffahrt, die 24-jährige Frida...zu allem Überfluss kurz bevor sich Almut, eine Journalistin Ende 40 angekündigt hat, die ein Portrait über ihn, den so gut wie vergessenen, schreiben will. Das Buch schildert die wenigen Tage, die Frida auf die Reparatur ihres Wohnmobils wartet, sich mit Ascha anfreundet und sich in Schongauers Haus nützlich macht, während Almut Schongauer zu interviewen versucht. Dazu kommen immer wieder Rückblenden auf Schongauers verstorbene Frau, eine Tierfotografin, und eine junge Kostümbildnerin, mit der er noch zu seinen Hollywoodzeiten eine kurze Beziehung hatte und die Selbstmord begangen hat. Auf den ersten Blick hat das Setting ein gewisses Potenzial, in einer Altmännerphantasie zu enden, aber Bodo Kirchhoff entgeht dieser Falle (weitestgehend, es gab einen oder zwei Momente, wo dies nicht so war, dies fand ich aber nicht weiter störend). Ich war insgesamt positiv überrascht von diesem Buch, auch wenn der Schreibstil ohne direkte wörtliche Rede für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war. Ein paar Kleinigkeiten fand ich etwas aufgesetzt bzw. weit hergeholt, so dass ich ein wenig zwischen 4,5 und 5 Sternen geschwenkt habe, aber letzten Endes überwog für mich der gute Gesamteindruck.
Aug 10, 2025
L. A. Schongauer, einst deutscher Kleindarsteller gemeiner Nazis in Hollywood, jetzt fast 75-jährig mit seiner Hündin Ascha in einem Häuschen am Gardasee lebend, findet eines Tages eine Reisebloggerin mit Wohnmobilpanne in seiner Auffahrt, die 24-jährige Frida...zu allem Überfluss kurz bevor sich Almut, eine Journalistin Ende 40 angekündigt hat, die ein Portrait über ihn, den so gut wie vergessenen, schreiben will. Das Buch schildert die wenigen Tage, die Frida auf die Reparatur ihres Wohnmobils wartet, sich mit Ascha anfreundet und sich in Schongauers Haus nützlich macht, während Almut Schongauer zu interviewen versucht. Dazu kommen immer wieder Rückblenden auf Schongauers verstorbene Frau, eine Tierfotografin, und eine junge Kostümbildnerin, mit der er noch zu seinen Hollywoodzeiten eine kurze Beziehung hatte und die Selbstmord begangen hat. Auf den ersten Blick hat das Setting ein gewisses Potenzial, in einer Altmännerphantasie zu enden, aber Bodo Kirchhoff entgeht dieser Falle (weitestgehend, es gab einen oder zwei Momente, wo dies nicht so war, dies fand ich aber nicht weiter störend). Ich war insgesamt positiv überrascht von diesem Buch, auch wenn der Schreibstil ohne direkte wörtliche Rede für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war. Ein paar Kleinigkeiten fand ich etwas aufgesetzt bzw. weit hergeholt, so dass ich ein wenig zwischen 4,5 und 5 Sternen geschwenkt habe, aber letzten Endes überwog für mich der gute Gesamteindruck.
Aug 10, 2025






