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Jugendbücher

Vatermal

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Über das Buch

„Ich möchte dir für immer die Möglichkeit nehmen, nicht zu wissen, wer ich war. Du sollst erfahren, wie es deiner Familie in Deutschland ging, wie der letzte Sommer meiner Jugend war, bevor fast alle meine Freunde verschwunden sind. Du sollst wissen, wie es war, als deine alten Freunde mir auf die Schulter klopften und sagten, ich würde irgendwann werden wie du.“
So schreibt der Sohn einen Brief an den Vater, der die Familie im Stich ließ: Seine Geschichte von einer türkischen Mutter, die „deutscher als jede Deutsche“ sein wollte, von einer Schwester, die sich abwandte, und von der Abwesenheit des Vaters.

Editionen (3)

ISBN9783126669290
VerlagKlett Sprachen GmbH
Erscheinungsdatum12.01.26
Seitenzahl239

Rezensionen & Bewertungen

430 Bewertungen

93 Rezensionen

4,4

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  • ribrob99
    ribrob99

    89 Follower

    4,0

    Die Geschichte von Arda und seiner Familie steht für viele Menschen, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in einem fremden Land.

    Zwischen türkisch sein und deutsch werden, liest man unverblümt über Vorurteile, Ausgrenzung, Rassismus, familiäre Konflikte und Sucht. Sein Vater hatte ihn in diese Situation geworfen und dann im Stich gelassen. Demnach fühlt sich die Geschichte für mich wie eine Versöhnung aber auch eine Abrechnung zugleich an. Das Buch ermöglichte mir einen leichten Einstieg in die Migrationsliteratur. Ich kann es nur empfehlen :)

    13. Dez. 2025

  • minijane
    minijane

    166 Follower

    4,5

    Berührende Migrationsgeschichte „Vatermal“ ist eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Der Sohn, Arda, liegt mit Organversagen im Krankenhaus und es ist unklar, ob er es schaffen wird. Abwechselnd wird er von seiner Mutter und seiner Schwester besucht, die seit 10 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen haben. Vom Krankenbett aus schreibt er Briefe an seinen abwesenden Vater, über sein Leben, seine Träume, seine Gefühle. Schon das Wort „Papa“ oder „Baba“ aufzuschreiben klingt für Arda seltsam, denn sein Vater ist für ihn eine Leerstelle, die er nur mit Erzählungen seiner Mutter und seiner Schwester füllen kann. Sein Vater ist zurück in die Türkei gegangen und hat Ümran mit den Kindern mittellos zurückgelassen. Arda wächst mit seiner überforderten Mutter und seiner Schwester Ayla, im Ruhrgebiet auf. Er erzählt von seinem Leben mit Schikane und Rassismus, von Perspektivlosigkeit und geplatzten Träumen, einem Leben ohne Pass und ohne Geld. Die Figuren wirken sehr authentisch und der Roman wird sehr ehrlich und kraftvoll mit Zuhilfenahme von Jugendsprache zeitweise auch grob, dann wieder zart und humorvoll erzählt. Die Tragik dieser Geschichte hat mich sehr berührt und ich werde sicher noch eine Weile darüber nachdenken. Unbedingt lesen!

    10. Jan. 2026

  • dinaisy
    dinaisy

    213 Follower

    5,0

    So gut! Viel Liebe geht raus an dieses Buch. Arda, Danny, Bojan und Savas, aber auch Aylin sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen und Ich hatte in verschiedenen Szenen immer wieder den Busbahnhof unserer Stadt und Schüler:innen aus meinen Klassen vor Augen. Leben, die gelebt werden, obwohl sie anders geträumt werden. Leben, aus denen das Beste gemacht wird. Leben, in denen die, die nicht da sind, so präsent sind.

    14. Jan. 2024

3 von 93 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 22474%
hablesengelernt
hablesengelernt18. Nov. 2025

Mir bricht es das Herz, dass Bojans Geschichte die Geschichte von so vielen Menschen ist. Das Buch würd ich als Schullektüre empfehlen, allein fürs sensibilisieren.

Seite 25584%

1 Kommentar verdeckt

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