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Kurzweilig und gut.
20. Mai 2024
Kurzweilig und gut.
20. Mai 2024
Blick ins Buch
86 Bewertungen
24 Rezensionen
3,9
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50 Follower
20. Mai 2024
20. Mai 2024

344 Follower
S.119 „Meine Mutter darf mir nicht ins Nichts oder ausschließlich in ihren Frust und Hass abdriften, mein Text darf auch kein „luftiger Sarg aus Worten“ werden, er ist meine erste und letzte Umarmung. Schreiben. Streicheln. Festhalten.“ Einen ganz besonderen Weg hat Sylvie Schenk hier gefunden, um sich der verstorbenen Mutter anzunähern. Auf zarter, sensibler und einfühlsame Art versucht sie herauszufinden, wer ihre Mutter war. Ganz dicht und sehr poetisch erzählt, erinnert sie sich - mal alleine, mal mit ihren Geschwistern oder ihrer Cousine. Dabei versucht sie die Vergangenheit ihrer Mutter zu rekonstruieren, wechselt die Perspektive, reicht ihrer Mutter Gegenstände, erinnert sich auf persönliche Art. Auch wenn ich merke, dass „Maman“ keine Zärtlichkeiten mit ihren Kindern ausgetauscht hat und lieber „mit der Wäsche“ gesprochen hat, spüre ich doch sehr viel Verständnis und Liebe, beobachte, wie traumatisch die Kindheit der Mutter war und spüre, dass ihr Verhalten als Mutter, die wohl ihr einzig mögliche war. Wirklich bezaubernd und feinfühlig. Schmales Buch voller schöner Worte. S.9 „Der Text wird gespickt sein mit den mir unbeliebten Adverbien „wahrscheinlich“ und „vielleicht“, es wird ein approximativer Text sein, ein sich annähernder Text. Ich habe früh gespürt, dass das Rätsel um ihre Herkunft das Leben meiner Mutter ausgehöhlt hat, eine mittelalterliche Tropfenfolter.“ S.102 „Die steife, gleichgültige Mutter war also beim jüngsten Kind weicher geworden, hatte mit Ende vierzig wieder Freude gespürt, es gab warme Gefühle zwischen ihr und dem Kind.“ S.106 „Jeder ist Opfer und Täter - hinter dem Täter versteckt sich ein Opfer - wer Mutter oder Vater als Opfer sieht, glaubt sein Leben lang, Opfer bringen zu müssen.“
17. Nov. 2024
S.119 „Meine Mutter darf mir nicht ins Nichts oder ausschließlich in ihren Frust und Hass abdriften, mein Text darf auch kein „luftiger Sarg aus Worten“ werden, er ist meine erste und letzte Umarmung. Schreiben. Streicheln. Festhalten.“ Einen ganz besonderen Weg hat Sylvie Schenk hier gefunden, um sich der verstorbenen Mutter anzunähern. Auf zarter, sensibler und einfühlsame Art versucht sie herauszufinden, wer ihre Mutter war. Ganz dicht und sehr poetisch erzählt, erinnert sie sich - mal alleine, mal mit ihren Geschwistern oder ihrer Cousine. Dabei versucht sie die Vergangenheit ihrer Mutter zu rekonstruieren, wechselt die Perspektive, reicht ihrer Mutter Gegenstände, erinnert sich auf persönliche Art. Auch wenn ich merke, dass „Maman“ keine Zärtlichkeiten mit ihren Kindern ausgetauscht hat und lieber „mit der Wäsche“ gesprochen hat, spüre ich doch sehr viel Verständnis und Liebe, beobachte, wie traumatisch die Kindheit der Mutter war und spüre, dass ihr Verhalten als Mutter, die wohl ihr einzig mögliche war. Wirklich bezaubernd und feinfühlig. Schmales Buch voller schöner Worte. S.9 „Der Text wird gespickt sein mit den mir unbeliebten Adverbien „wahrscheinlich“ und „vielleicht“, es wird ein approximativer Text sein, ein sich annähernder Text. Ich habe früh gespürt, dass das Rätsel um ihre Herkunft das Leben meiner Mutter ausgehöhlt hat, eine mittelalterliche Tropfenfolter.“ S.102 „Die steife, gleichgültige Mutter war also beim jüngsten Kind weicher geworden, hatte mit Ende vierzig wieder Freude gespürt, es gab warme Gefühle zwischen ihr und dem Kind.“ S.106 „Jeder ist Opfer und Täter - hinter dem Täter versteckt sich ein Opfer - wer Mutter oder Vater als Opfer sieht, glaubt sein Leben lang, Opfer bringen zu müssen.“
17. Nov. 2024

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Sylvie Schenk versucht, das Leben ihrer Mutter und Großmutter zu finden. Dabei wird ihr eigenes Leben gut mit eingewoben. Gut gefallen haben mir die kurzen Geschichten. Dadurch konnte ich das Buch gut lesen. Es war interessant, wie immer mehr über die Mutter und ihr Verhalten-auch die Ursachen, die das Verhalten herbeigeführt haben, bekannt wurde. Bis zum Ende ein gut zu lesendes und interessantes Buch.
27. Feb. 2025
Sylvie Schenk versucht, das Leben ihrer Mutter und Großmutter zu finden. Dabei wird ihr eigenes Leben gut mit eingewoben. Gut gefallen haben mir die kurzen Geschichten. Dadurch konnte ich das Buch gut lesen. Es war interessant, wie immer mehr über die Mutter und ihr Verhalten-auch die Ursachen, die das Verhalten herbeigeführt haben, bekannt wurde. Bis zum Ende ein gut zu lesendes und interessantes Buch.
27. Feb. 2025
3 von 24 Rezensionen
Autorin / Autor
Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane »Schnell, dein Leben« (2016), »Eine gewöhnliche Familie« (2018), »Roman d'amour« (2021) und »Maman« (2023).
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