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Die Möglichkeit von Glück

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Über das Buch

SPIEGEL BESTSELLER
Shortlist Deutscher Buchpreis 2023

»Dieses Buch ist so mitreißend, feinsinnig und schonungslos, dass es mich einfach nicht loslässt.« Alena Schröder

In der DDR geboren, im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen. Als die Mauer fällt, ist Stine gerade einmal drei Jahre alt. Doch die Familie ist tief verstrickt. In ein System, von dem sie nicht lassen kann, und in den Glauben, das richtige Leben gelebt zu haben. Bestechend klar und kühn erzählt Anne Rabe von einer Generation, deren Herkunft eine Leerstelle ist.

Stine kommt Mitte der 80er Jahre in einer Kleinstadt an der ostdeutschen Ostsee zur Welt. Sie ist ein Kind der Wende. Um den Systemwechsel in der DDR zu begreifen, ist sie zu jung, doch die vielschichtigen ideologischen Prägungen ihrer Familie schreiben sich in die heranwachsende Generation fort. Während ihre Verwandten die untergegangene Welt hinter einem undurchdringlichen Schweigen verstecken, brechen bei Stine Fragen auf, die sich nicht länger verdrängen lassen. Anne Rabe hat ein ebenso hellsichtiges wie aufwühlendes Buch von literarischer Wucht geschrieben. Sie geht den Verwundungen einer Generation nach, die zwischen Diktatur und Demokratie aufgewachsen ist, und fragt nach den Ursprüngen von Rassismus und Gewalt.

»Eine junge Frau will die Gewalt verstehen, die ihre Familiengeschichte durchdringt – und entlarvt dabei die brutale Selbstlüge einer ganzen Elterngeneration. Wie Anne Rabe eine eigene Sprache für diese Sprachlosigkeit findet – das ist ganz große Kunst.« Alena Schröder

Editionen (3)

ISBN9783608984637
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum18.03.23
Seitenzahl384

Merkmale

4 Bewertungen

MittelUngewöhnlichGlaubwürdigNachdenklichInformativVerstörend

Rezensionen & Bewertungen

522 Bewertungen

95 Rezensionen

4,0

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  • lenasbuecherherz
    lenasbuecherherz

    563 Follower

    1,0

    Für mich sehr enttäuschend 😒🙄🥱

    Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch. Leider muss ich sagen das es die Zeit nicht wert war. Die Geschichte hatte keinen roten Faden, zu viele Fässer wurden aufgemacht und nicht behandelt. Zu viele Themen in den Raum geworfen aber sehr einseitig. Um so mehr ich im Buch vorankam um so frustrierter wurde ich. Es gab ein paar interessante Passagen aber die wurden nicht weiter heraus gearbeitet. Dieses Buch konnte mir gar nichts geben und wie es letztlich in der DDR gewesen sein muss, konnte mir dieses Buch auch nicht glaubwürdig nahe bringen.

    15. Okt. 2025

  • bea777
    bea777

    481 Follower

    4,0

    Ein Buch über eine Familie aus Mecklenburg vor und nach der Wende in besonderer Form erzählt

    Die Geschichte wird aus Sicht von Stine erzählt. Sie wächst mit ihrem jüngeren Bruder Tim in einer mecklenburgischen Kleinstadt auf. Geboren wird sie ein paar Jahre vor dem Mauerfall. Eltern und Großeltern haben sich sehr gut im Sozialismus eingerichtet und trauern dem System auch nach dem Untergang der DDR nach. Stine berichtet vom Schulalltag nach der Wende, dem Vakuum in dem die Gesellschaft gelandet war. Alle suchten ihre Positionen, was sich z. T. in absurden Verhaltensweisen und Geschichten zeigte. Erzählt wird auch von der lieblosen und herrschsüchtigen Mutter, die Stine immer das Gefühl gab, nicht genug zu sein. Folgendes Zitat beschreibt die Beziehung und die psychische Gewalt, die ausgeübt wurde, eindrücklich: Mutter zur Tochter: "Wir sind enttäuscht von dir, Stine. Du bist das Letzte, der Abschaum. Wenn diese Familie kaputt geht, ist es deine Schuld. Wenn dein Vater seine Arbeit verliert, dann ist das auch deine Schuld. Dich hat wirklich niemand verdient. " Der Vater äußert sich zu den Vorwürfen und der Gewalt, die von seiner Frau aus geht, nicht. Im Gegenteil er toleriert es, schreitet nur einmal ein, als die Gefahr für ernsthafte und folgenschwere Verletzungen unmittelbar wurde. So schnell wie möglich verlässt Stine nach dem Abschluss der Schule die Kleinstadt und die Familie. Es konnt zum Kontaktabbruch, weil auch als Stine erwachsen ist, die Vorwürfe und das Unwohlsein nicht enden. Der Kontakt zu Tim hält, auch wenn sie zwischenzeitlich weit voneinander entfernt wohnen. Das Erlebte schweißt zusammen. Neben der Schilderung der Beziehungen zu den Eltern und zum Bruder geht es in einem weiteren Erzählstrang um die Geschichte des Großvater mütterlicher Seits - Paul Bahrlow, beginnend in seiner Kindheit in Berlin in den 1920er und 1930er Jahren über dem Krieg bis hin zu seinem Wirken und Schaffen in der DDR. Der Sprachstil von Anne Rabe ist besonders, nüchtern und doch berührend. Man spürte die trangenerationalen Traumata, die sich durch die Familie ziehen und die einzelnen Mitglieder belasten. Kein leichter Stoff, aber ein wichtiger Einblick in eine DDR, die man in den vielen Büchern und Filmen nur selten präsentiert bekommt.

    18. Juli 2025

  • missyliest
    missyliest

    312 Follower

    4,0

    25 Frauen 2025 - Buch 35: Ich habe die ersten Sätze gelesen und war sofort drin in dem Roman. Anne Rabe ist meiner Meinung nach ganz großartig, was das Kreieren von Stimmungen betrifft. Stine, die kurz vor dem Ende der DDR geboren wurde, erinnert sich an ihre Kindheit und an ihren Bruder Tim. Dabei vergleicht sie auch die Erziehungsmethoden ihrer Eltern damit, wie sie und Tim mit den eigenen Kindern umgehen. Ich finde den Stil super! So wie Stine nichts über die (politische) Vergangenheit ihrer Familie weiß und sich alles zusammenreimen und -suchen muss, so stehen für die Lesenden in Bezug auf die Familie auch erstmal nur Andeutungen im Raum, die sich erst nach und nach zu einem grausamen Bild zusammensetzen. Für mich war es zeitweise schwierig, weiterzulesen, weil die familiären Umstände so bedrückend sind (Triggerwarnung: es passiert alles Schlimme, das man sich vorstellen kann und anschließend wird es ausgeschwiegen). Leider hat mir der Roman gegen Ende weniger gefallen. Ich kann zwar nachvollziehen, dass viele Hintergründe zur Geschichte und Politik der DDR einfließen müssen, weil Stine ja die ganze Zeit versucht, die Vergangenheit ihrer Familie aufzudecken. Gleichzeitig war es mir am Schluss dann zu viel Geschichtsstunde und zu wenig Auseinandersetzung mit den innerfamiliären Grausamkeiten. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass Anne Rabe vielleicht zu viel auf einmal sagen wollte.

    14. Okt. 2025

3 von 95 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 5715%
tineklu
tineklu23. Okt. 2025

Ich habe immer noch nicht kapiert, wer der Erzähler der kursiv geschriebenen Abschnitte ist. Das verwirrt mich 😵‍💫

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Autorin / Autor

Über Anne Rabe

Anne Rabe, geboren 1986, ist Dramatikerin, Drehbuchautorin und Essayistin. Ihre Theaterstücke wurden mehrfach ausgezeichnet. Als Drehbuchautorin war sie Teil der Kultserie »Warten auf’n Bus«. Seit mehreren Jahren tritt sie zudem als Essayistin und Vortragende zur Vergangenheitsbewältigung in Ostdeutschland in Erscheinung. Anne Rabe lebt in Berlin. »Die Möglichkeit von Glück« ist ihr Prosadebüt.

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