Wir sehen uns im August

Wir sehen uns im August

Hardback
3.5146

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Description

Eine Geschichte über die Liebe, wie nur Gabriel García Márquez sie schreiben konnte.

Jedes Jahr fährt Ana Magdalena Bach im August mit der Fähre zu einer Karibikinsel, um dort auf das Grab ihrer Mutter einen Gladiolenstrauß zu legen. Jedes Jahr geht sie danach in ein Touristenhotel und isst abends allein an der Bar ein Käse-Schinken-Toast. Dieses Mal jedoch wird sie von einem Mann zu einem Drink eingeladen. Es entspricht weder ihrer Herkunft oder Erziehung noch ihrer Vorstellung von ehelicher Treue, doch geht sie dennoch auf seine Avancen ein und nimmt den Unbekannten mit auf ihr Zimmer.

Das Erlebnis hat sie und ihr Leben verändert. Und so fährt sie im August des kommenden Jahres wieder erwartungsvoll auf die Insel, um nicht nur das Grab ihrer Mutter zu besuchen.

Wie immer bei Gabriel García Márquez faszinieren die kunstvolle Figurenzeichnung, die bilderreichen und atmosphärisch dichten Beschreibungen sowie die Musikalität der Sprache. »Wir sehen uns im August« ist ein kleines Kunstwerk, das sowohl García-Márquez-Fans als auch neue Leserinnen und Leser begeistern wird.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
144
Price
23.70 €

Author Description

Gabriel García Márquez, geboren 1927 in Aracataca, Kolumbien, arbeitete nach dem Jurastudium zunächst als Journalist. García Márquez hat ein umfangreiches erzählerisches und journalistisches Werk vorgelegt. Seit der Veröffentlichung von »Hundert Jahre Einsamkeit« gilt er als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. 1982 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Gabriel García Márquez starb 2014 in Mexico City.

Posts

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All
4

Schon lange ists her seit meinem letzten Marquez. Marquez, der an Demenz litt, konnte/wollte diese unvollendete Geschichte nicht mehr veröffentlichen. Nun wurde sie von seinen Söhnen zehn Jahre nach seinem Tod doch noch publiziert. Ohne Erwartungen fand ich mich schnell in Anas Welt wieder. Ein Geschichte über Liebe, Treue und der Sehnsucht nach Selbstverwirklichung. Toll.

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4

Ana Magdalena Bach besucht jedes Jahr zum Todestag ihrer Mutter eine kleine Karibikinsel, um einen Strauß Gladiolen auf ihrem Grab abzulegen. Bei diesen Besuchen entdeckt sie den Reiz daran, mit Zufallsbekanntschaften die Nacht zu verbringen, obwohl sie eigentlich in einer gut funktionierenden Ehe glücklich ist. Oder sich glücklich glaubt. Alles hat sich verändert, glaubt sie, aber eigentlich hat nur sie sich verändert. Eine posthum veröffentlichte Geschichte von Gabriel Garcia Marquez, die er nie veröffentlichen wollte. Ich hatte den Tipp bekommen, das Nachwort zu Beginn zu lesen und kann nur bestätigen, dass das absolut Sinn macht. Eine sehr atmosphärische Geschichte die ich sehr gerne gelesen habe. An manchen Stellen hat vielleicht der letzte Schliff und aufgrund der Kürze manchmal etwas Tiefe gefehlt, aber im Nachwort erklärt sich, warum das so ist.

4

Das war mal etwas völlig anderes für mich. Hat mir aber gefallen, auch wenn ich gebraucht habe, um zu verstehen, wo die Geschichte hin will.

5

Eine kurze und wundervolle Urlaubslektüre ☀️🏖️🥰

Das Buch "Wir sehen uns im August", von Gabriel Garcia Márquez, ist mein erstes Buch von ihm. Ich hatte es in fast einem Rutsch durch und leicht lesen ließ es sich auch.🤗 Nur hatte ich vorher den Tipp bekommen zuerst das Nachwort zu lesen, somit könne man leichter in die Geschichte einsteigen, und ich stimme dem zu. Danke dir!🙏🏻🤗 Es geht um eine verheiratete Frau, die einmal im Jahr die Karibikinsel aufsucht, um das Grab ihrer verstorbenen Mutter aufzusuchen. Sie begegnet in der Hotelbar einem Mann und aus "Einsamkeit" verbringt sie die Nacht mit ihm. Daraus wird eine Art Gewohnheit bei ihr... Einmal im Jahr, wenn sie die Insel besucht, hat sie eine andere Liebschaft. Der Autor zeichnete tatsächlich mit seinen Formulierungen eine wundervolle, bildliche Kulisse, sowie ein Bildnis der einzelnen Charaktere, dem stimme ich zu. Seine Formulierungen sind auch teils etwas nüchtern, dafür aber kurz, tief und auf dem Punkt kommend. So dass man sich gut in die Protagonisten hineinversetzen kann. Dieses Buch entstand aus dem Nachlass an ungefertigten Manuskripten von Gabriel Garcia Márquez. Die Familie entschied daraus "Wir sehen uns im August" ,samt den ungefertigten Manuskripten, doch zu veröffentlichen. Es ist ein lesenswertes Buch und für den Urlaub genau richtig, um die Seele baumeln zu lassen📖🥰

3

Eine nette Liebesgeschichte

Dieses Buch hat man schnell durchgelesen. Es ist sehr schön geschrieben. Die Wortwahl ist Klasse. Der Inhalt sehr nett. Ist lesenswert, aber kein "Reißer".

5

Eine kurze Geschichte, die Marquez hat liegen lassen und die nun nachbearbeitet wurde. Was ist Alltag und Altern. Gern würde man mehr über Ana erfahren.

2

Unglücklich unfertig

Ana Magdalena Bach fährt jedes Jahr zur selben Zeit auf die Insel, auf der ihre Mutter begraben liegt und legt dort einen Strauß Magnolien für sie ab. Eines Sommers dann - wer weiß, warum - begibt sie sich in eine kurze, nur ihren Aufenthalt andauernde, Affäre. Dies nun wiederholt sie Jahr für Jahr. Das kleine Büchlein beinhaltet im Prinzip einzelne Geschichten, die jeweils einen Insel-Besuch Bachs behandeln. Aufgefüllt sind diese Geschichten mit kurzen Darstellungen des Lebens von Bach außerhalb der Insel. Die Hauptprotagonistin stammt aus einer Musikerfamilie und verfügt über ein außergewöhnliches Wissen diesbezüglich. Woher dies kommt, ob der Name "Bach" zu einer Familiengeschichte des großen Komponisten führen sollte bleibt Spekulation. Viel kritisiert wurde bereits, wie die Hauptprotagonistin dargestellt wird: als wären Frauen immer willig und würden an nichts anders denken. Ich für mich habe es eher als Mittel zum Ausbruch aus dem geregelten Alltagsleben Bachs empfunden. Der Ortswechsel auf die Insel und die damit einhergehende Anonymität scheinen ihr den Raum dafür gegeben zu haben. Aber das ist lediglich Interpretation. Und davon benötigt man viel, liest man dieses Buch. Keine Figur ist auserzählt, viele Fragen bleiben offen. Die Besuche der Haupttprotagonostin auf der Insel wirken wie Zwischenkapitel des eigentlichen - nicht existierenden - Buches. Mein Fazit? Viele schöne Sätze, eine tolle Idee und eine - wahrscheinlich - komplexe Hauptprotagonistin. Leider spürt man bei jeder Etappe, dass dies Buch einfach nicht fertig ist. Ich empfinde es als sehr intim, ein nicht fertiggestelltes Stück zu lesen. Es ist ein Eingriff in die innere Welt eines jeden Autors, einer jeden Autorin. Ich nehme hier absichtlich keinen Bezug zu Kafka, da dieser berühmte "Fall" meines Erachtens nach anders gelagert ist. Aber man sieht, es gibt viel zu diskutieren und das sollte auch getan werden.

4

WIR SEHEN UNS IM AUGUST Gabriel García Márquez 1975: Jedes Jahr im August, an dem Todestag ihrer Mutter, fährt Ana Magdalena auf die karibische Insel, um an ihrem Grab einen Strauß Blumen niederzulegen. Erst waren die Überfahrten zu der Insel beschwerlich, doch mittlerweile ist die Insel zunehmend touristischer geworden und mit dieser Veränderung kamen die neuen modernen Fähren. Sie übernachtet jedes Jahr in demselben Hotel. Dieses Jahr besucht sie ihre Mutter zum achten Mal. Nachdem sie ihren Strauß Blumen am Grab abgelegt hat, macht sie sich zum Abendessen fertig. Nach dem Essen geht sie in eine Bar; nicht wissend, das dieser Besuch ihr Leben verändern wird, denn dort wird sie von einem Mann angesprochen und noch viel später werden sie gemeinsam diese Hotelbar verlassen … Es ist die Geschichte einer Frau, die einmal im Jahr versucht, aus der für sie festgelegten Konvention der Ehe auszubrechen. Es geht um Eifersucht, Treue und Enttäuschung. Vor 10 Jahren ist der kolumbianische Nobelpreisträger Gabriel García Márquez verstorben. Diese Geschichte stammt aus seiner Hinterlassenschaft. Der Schreibstil, der mich in die 50er-Jahre katapultierte, ist für mich brillant und deshalb dominiert und kaschiert er einige ungeschliffene, holprige Passagen des Buches, die der Autor sicherlich vor der Veröffentlichung bearbeitet hätte. Das kleine Büchlein mit dem eleganten und realistischen Schreibstil hat mich auf weitere Bücher des Autors neugierig gemacht. Könnt ihr mir eins empfehlen?

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2

Lässt sich zwar schnell lesen, hat mich jetzt aber nicht vom Hocker gehauen.

Als bekannt wurde, dass die Söhne von Gabriel García Márquez, posthum einen neuen Roman des Nobelpreisträgers veröffentlichen werden, war ich sehr gespannt, da der Autor schon lange auf meiner Wunschliste steht. Einmal im Jahr besucht Ana Magdalena Bach das Grab ihrer Mutter auf einer Insel. Sie geht allein, ohne Mann und Kinder, der Ablauf ist immer der Gleiche: Die gleiche Fähre, der selbe Taxifahrer, das selbe Hotel, die gleichen Blumen. Als Ana jedoch eines Tages einen anderen Mann auf der Insel kennenlernt und ihn mit auf ihr Zimmer nimmt, wird dieser sonst so durchdachte Tag zu Ehren Ihrer Mutter, zu einem jährlich wiederkehrenden Tag ihrer persönlichen Freiheit. Die Erzählung der glücklich verheirateten Frau, die dennoch jedes Jahr gierig auf den nächsten Mann für den Seitensprung wartet, lies sich zwar sehr schnell lesen, aber mehr als ein kurzweiliger Buchsnack war es für mich definitiv nicht. Man merkt, dass diese Geschichte nicht vollendet ist, das etwas fehlt. Die Protagonistin wirkte auf mich sehr flach ausgearbeitet, ein kluger Plot war für mich nicht vorhanden. Warum braucht diese Frau, die scheinbar viel Wert auf Treue legt und doch eigentlich glücklich verheiratet ist, diese jährliche Abwechslung im Bett? Wie verändert sie sich dadurch oder ihre Ehe? Ist es eine Flucht? Mir hat hier der Tiefgang gefehlt, der mit mehr Seiten sicher gegeben gewesen wäre. Doch so ist die einzige Szene, die mir wirklich gefallen und mich auch zum schmunzeln gebracht hat, der Schluss. Von den rassistischen Bemerkungen im Text will ich gar nicht erst anfangen. Wenn dein Vater ein berühmter Autor und Nobelpreisträger ist, dann solltest du vielleicht darauf hören, wenn er sagt: Das Buch ist unvollendet und taugt nicht, anstatt es gegen seinen Willen posthum zu veröffentlichen. Ich finde es sehr schade, dass die Söhne es nicht dabei belassen haben, denn das Urteilsvermögen Ihres Vaters aufgrund seiner Erkrankung anzuzweifeln, war definitiv keine gute Entscheidung. Ich werde Gabriel García Márquez jedoch noch eine zweite Chance geben. Mit einem Roman, den er für gut und vollendet empfunden hat. Von mir gibt es leider keine Empfehlung für dieses Buch.

4

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, was ich davon halten soll. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, es hat mir definitiv gefallen. Aber für mich ist es irgendwie nicht abgeschlossen.

4

Casablanca Vibes

Ich hatte etwas ganz anderes erwartet – und wurde trotzdem überrascht, auf eine leise, magische Art.
„Wir sehen uns im August“ ist das perfekte Buch, um den Sommer noch ein bisschen festzuhalten. Ich hatte beim Lesen totale Casablanca-Vibes – diese melancholische Eleganz, die zwischen Erinnerung und Verlangen schwebt. Im Mittelpunkt steht Ana Magdalena Bach, eine verheiratete Frau, die jedes Jahr im August die Insel besucht, auf der ihre Mutter begraben liegt. Diese Reisen werden zu einem stillen Ritual – und eines Tages verändert eine Begegnung dort alles. Aus einem Moment des Zufalls wird ein Nachdenken über Sehnsucht, Treue, Identität und das, was vom Leben bleibt. Wir begleiten Ana Magdalena auf einer Reise zu sich selbst. Es ist ein stilles, beinahe zartes Buch. Márquez braucht keine großen Worte, um Wirkung zu entfalten – es lebt von Andeutungen, vom Ungesagten, von kleinen Blicken, die ganze Geschichten tragen. Mit knapp über hundert Seiten ist es schnell gelesen, ideal für einen Sonntagnachmittag – und bleibt trotzdem nachklingend. Was mich etwas beschäftigt hat: Das Buch erschien erst nach Márquez’ Tod. Ich weiß nicht recht, wie ich dazu stehen soll – ob er es so wirklich gewollt hätte. Es war mein erstes Buch von ihm – also habe ich keinen Vergleich. Aber eines weiß ich: Ich will mehr von ihm lesen. ☀️Fazit:
Ein stiller, sommerwarmer Abschied und ein würdiges, wenn auch bittersüßes letztes Werk.
Dass es posthum veröffentlicht wurde, macht es umso berührender – wie ein letztes Flüstern eines großen Erzählers, der uns noch einmal an seine Welt erinnert.

3.5

Unterhaltsam aber Inhaltlos

Etwa sehr kurze Geschichte ohne richtige Auflösung… aber Marquez schreibt trotzdem einfach schön

4.5

Kurz, knapp und doch so viel!

Nur knapp 140 Seiten umfasst dieses kleine Büchlein und doch enthält es eine große Geschichte. Von Ana Magdalena, die jedes Jahr das Grab ihrer Mutter auf einer Insel besucht und sich für eine Nacht einen Liebhaber nimmt. Eine wunderbare Erzählung mit überraschendem Ende, sehr schön!

5

Die Sache mit der Erinnerung

Eine besondere Kurzgeschichte, wenn man bedenkt, beinahe hätten wir sie nie zu lesen bekommen. Dank an die Familie. Marquez schreibt eindringlich, detailliert und poetisch . Das zwischenmenschliche Spiel , das Prickelnde ist dramatisch aber auch verrucht. Die Geschichte der Hauptfigur melancholisch und irgendwie auch eine Chance für einen Neuanfang. Hundert Jahre Einsamkeit stehen nun auf meiner Leseliste.

2.5

Schwach

Der Schreibstil ist zwar künstlerisch, war aber nicht meins. Die Geschichte wirkte für mich oberflächlich und ohne klare Handlung – am Ende blieb ich etwas ratlos zurück.

3

Dieses Buch hatte mich nicht abgeholt. Der Autor hat sein Werk nicht beenden können, wollte es auch nicht veröffentlichen und so wirkte auch der Schluss auf mich, völlig abstrus. Dennis Scheck hatte ganz böse Worte darüber gefunden, aber ich wollte mir mein eigenes Bild machen.

4

Schönes Buch dessen überraschendes und zugleich so vielschichtige Ende einen sprachlos macht.

5

Ein zauberhaftes kleines Buch, dass in den Bann zieht ohne spektakulär zu sein.

3

"Sie brauchte jedoch mehrere Tage, bis ihr bewusst wurde, dass sich nicht die Welt verändert hatte, sondern sie selbst, die immer durchs Leben gegangen war, ohne es sich näher anzuschauen, und es erst in diesem Jahr, bei der Rückkehr von der Insel, wie nach einem Denkzettel deutlich vor Augen hatte." Ausgerechnet dieses letzte Buch des Autors, ein aus seinem Nachlass veröffentlichtes, war mein erster Roman von Gabriel García Márquez. Es handelt sich dabei eigentlich eher um eine kurze Erzählung über eine Frau, die, obwohl in einer gefestigten, langjährigen Ehe, sich plötzlich und eher zufällig in ein sexuelles Abenteuer mit einem Fremden begibt. Diese Erfahrung, die überhaupt nicht ihrem Wesen entspricht, verändert sie nachhaltig, sodass sie fortan jährlich zur gleichen Zeit, im August, versucht, dieses Erlebnis zu wiederholen. Der Male Gaze des Autors ist dabei manchmal so präsent, dass es schon wieder (unbeabsichtigt) komisch ist, doch oft ist die Grenze zu Nötigung und Consent sehr sehr schmal. Sehr unpassend fand ich die Wiedergabe von antiasiatischem Ras$ismus. Was sehr gut war: Márquez schafft es hervorragend Stimmungen zu übertragen, wie eine unangenehme Stille beim Essen mit einer neuen Bekanntschaft, oder die Verzweiflung, wenn ein zufällig getroffener Bekannter sich nicht loswerden lässt. Was mich an dem Buch jedoch am meisten fasziniert hat, war das Vorwort der Söhne des Autors: in diesem weisen sie auf die Demenz hin, unter der Márquez in seinen letzten Lebensjahren litt und unter deren Einfluss er diese Geschichte schrieb. Márquez selbst wünschte die Vernichtung des Romans, über diesen Wunsch setzten sie sich offensichtlich hinweg. Mit großer Ehrlichkeit berichten sie über diesen Schritt und haben damit gleich zu Beginn eine Intimität kreiert, die berührt und moralische Fragen aufwirft. Übersetzt von Dagmar Ploetz. CN: Demenz, I-Wort, s3xuelle Nötigung, antiasiatischer Ras$ismus

4

Gut, dass sich die Söhne über den Willen des Vaters hinweg gesetzt haben!

Die Geschichte ist schnell erzählt, eine verheiratete Frau fährt jedes Jahr im August alleine auf eine Insel und besucht das Grab ihrer Mutter. Jedes Mal, wenn sie auf der Insel ist, nimmt sie ein Hotelzimmer für eine Nacht. Am Abend trifft sie alljährlich per Zufall wechselnde Liebhaber. Jedes Jahr ist sie voller Vorfreude und Erwartung auf die kurze Auszeit.,.. Die Sprache des Buches ist wunderschön und rundet persönlich meine bisherigen Bücher, die ich von Garcia Marques gelesen habe, ab.

3

* 3.5 Sterne Für zwischendurch ganz okay

* 3.5 Sterne 
Für zwischendurch ganz okay
3.5

Eine Frau, die wie jedes Jahr zum Todestag ihrer Mutter zu ihrem Grab auf eine Insel fährt und dort eine Nacht mit einem fremden Mann verbringt. Dabei merkt sie, dass etwas in ihrer Ehe nicht funktioniert. Sie wiederholt die Begegnungen mit anderen Männern in den nächsten Jahren und verliebt sich dabei. Sehr fragmentiert und man merkt, dass es vom Autor nicht vollendet wurde.

3

Nicht grandios aber gut

4

Unterhaltsam aber Inhaltlos

Etwa sehr kurze Geschichte ohne richtige Auflösung… aber Marquez schreibt trotzdem einfach schön

2.5

Sehr oberflächlich und nicht sehr spannend geschrieben.

2

Ich fühle mich im Moment zu dumm für alles was nicht Fantasy ist. Aber ich hab’s zumindest versucht

3

Update: Nach nochmaliger Betrachtung einiger Textstellen und Diskussion ergibt sich ein verändertes bzw. erweitertes Bild. Mir ist tatsächlich der Aspekt der Modernisierung, des Fortschritts als Gegenpol zu konservativen Gesellschaftsnormen, die mit einem Sicherheitsbedürfnis verknüpft sind durchgegangen. Ich lese das Buch nicht mehr eindeutig als Befreiungsakt und der Selbstliebe. Ehr als Kriegsschauplatz konkurrierender Weltanschauungen, in der die Moderne als unverbindlicher und vulgärer Raum geformt wird. Das Ende steht nun auch in einem anderen Licht. Ich werte das Buch einen Stern ab, da mir die verwendete Symbolik doch zu lose in der Geschichte platziert ist und man schon viel in Eigenarbeit hineinlesen muss, um ein stimmiges Bild zu erhalten. Hier meine unveränderte 4 Sterne Erstbesprechung: Marquez beschreibt verdichtet, mehrere Jahre umfassend, den Prozess der Selbstwerdung und Autonomie einer Frau, der gehoben Gesellschaft. Er veranschaulicht durch eheliche Szenen und Reflexion Ana Magadalenas die Inkommunikabilität. Wie diese die Frau in einem konservativen Gesellschaftssystem, das sich nach Außen aufgeklärt, frei, geistreich und selbstbestimmt zeigt, als Ich verschwinden lässt. Ana Magdalenas Ehe scheint auf den ersten Blick gut und harmonisch zu funktionieren. Bis sie beginnt, sich über ihren Wert Gedanken zu machen. 20 Dollar für ein Leben. Folgende Zitate streifen den gedanklichen Entwicklungsprozess: „eine Erinnerung, die sie verbitterte, hatte ihr die Augen für die Wirklichkeit ihrer Ehe geöffnet, bis dahin von einem konventionellen Glück gestützt, das strittigen Fragen auswich, um nicht ins Stolpern zu geraten, etwa so, wie man den Schmutz unter den Teppich kehrt. Nie waren sie glücklicher als damals gewesen. Sie verstanden sich ohne Worte, lachten sich kaputt über ihre eigenen Späße und liebten sich leichtsinnig wie Teenager.“ „Ana Magdalena hatte sich ihm angepasst, war wie er geworden, und er kannte sie so gründlich, dass sie am Ende ein einziger Mensch waren.“ „schlief weinend vor Wut über sich selbst und das Unglück, eine Frau in einer Welt von Männern zu sein, wieder ein.“ Das sexuelle Begehren und die Leidenschaft sind eine wunderbare Ambivalenz die Marquez nutzt um den Mangel und das Streben nach Sicherheit zu transportieren. Häufiger, regelmäßiger Sex mit ihrem Mann dient der oberflächlichen Stabilität. Eine Leichtigkeit, die mit geistreichen Neckereien verwoben wird. Der Sex umgeht die Inkommunikabilität und verzögert die mögliche Konfrontation mit der Schwere (Themen die umgangen werden). Gleichzeit stellt Magdalenes Begehren und der Sex mit den Männern auf der Insel einen Akt der Befreiung dar. Anstoß zur Reflexion und damit eine Verhaltensveränderung ihrem Mann gegenüber. Sie schält sich aus der Eins mit ihrem Mann heraus. Es folgt Entfremdung und Sexualität in der Ehe kehrt sich in seine Negation. Zudem nutzt Marquez Literarische Werke und neue Interpretationen von Klassischen Stücken um die tiefsitzenden gesellschaftlichen Normen und Geschlechterrollen zu kontrastieren. Ich kann nach Außen noch so aufgeklärte Literatur lesen, mich weltgewandt und offen präsentieren. Das, was wir leben, wie wir handeln, uns verhalten, zeigt wer wir sind. Der mutige Akt des Innenblicks, der Selbstreflexion und die Tat, die darauf folgt ebnet den Weg für Veränderung. Mit der Tat endet das Buch. Dass er sich einige Stellen über ruhende, kleinmütige Tiere hätte klemmen können - geschenkt!

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