Mein drittes Leben
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Book Information
Author Description
Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin. Ihre Romane ›Die Liebe im Ernstfall‹ und ›Der Brand‹ standen monatelang auf der Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Daniela Krien hat zwei Töchter und lebt in Leipzig.
Characteristics
6 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Die 17 jährige Tochter von Linda und Richard stirbt durch einen Unfall mit einem LKW. Wie hält man das aus? Wie lebt man weiter? Linda zerbricht, ihre Ehe zerbricht. Das wird durch die Autorin Daniela Krien einfühlsam, leise, behutsam , tieftraurig, feinfühlig und authentisch erzählt.
Tränen und Traurigkeit sind beim Lesen der Begleiter- der Schmerz ist so greifbar, dass für mich mehrere Lesepausen nötig waren. Viele Gedanken und Fragen , nach der eigenen Stärke ,stellten sich mir. Was wäre wenn….? Die Linda von vor dem Unfall gibt es am Ende des Buches nicht mehr, es zeigt sich mit der Zeit eine neue Linda. Langsam und eher wiederstrebend und zögerlich. Wahnsinn, Daniela Krien.
Bitter, mitfühlend und authentisch 💫
Ich hab mir dieses Buch von einer Bekannten geliehen, da Sie mir ans Herz gelegt hat, es zu lesen 🙏 Ich war aufgrund der vielen Bewertungen und des Klappentextes darauf vorbereitet, um was es in diesem Buch geht. Es war mein 1. Buch von der Autorin und ich musste erstmal in den Schreibstil reinfinden. Die Erzählung und die Charaktere sind wirklich extrem authentisch und realistisch dargestellt. Die Trauer über das einzige und tödlich verunglückte Kind, zieht sich durch das ganze Buch und hat mich ganz schön überschwemmt. Ich bin selbst Mama von 2 Kindern und ja, das ist der Alptraum jeder Eltern, eines seiner Kinder zu verlieren. Ich finde es trotzdem unwahrscheinlich bewundernswert und absolut nachvollziehbar wie, sich der Weg und die Zukunft von Linda und Richard entwickeln. Absolut lesenswert, wenn man das persönlich ertragen kann ✨
Sehr gutes Buch 💙
Schon triggernde Inhalte, meiner Meinung nach. Neben dem Offensichtlichen werden noch einige weitere sehr erschreckende, schwierige Themen angesprochen. Rezension ist ohne Spoiler, aber Ihr wisst Bescheid! Das war mein erstes Buch der Autorin und bestimmt nicht das letzte. Tut schon echt weh, die Geschichte von Linda! Sie und ihr Mann Richard verlieren ihre einzige Tochter. Beide Ehepartner gehen unterschiedlich mit dem Verlust um… 🌧️Zitat🌧️ „Jeder Gedanke wird bedrohlich in den Stunden zwischen Mitternacht und Morgengrauen. Ich wollte es so. Ich wollte den Kelch bis zur Neige leeren.“ Ich konnte Linda in allem verstehen, ihren Mann nicht so sehr, das meine ich aber nicht wertend, denn man kann niemanden dafür verurteilen wie er oder sie mit dem Unmöglichen umgeht. Ich meine es eher so, dass ich mein Herz direkt an unsere Protagonistin verloren habe. Das Buch ist wirklich schonungslos, dabei aber eher ruhig und atmosphärisch. Der Schmerz versteckt sich in der Sprache, es gibt keine special effects, Plottwists oder sonstige schockierende Wendungen. Jedes Wort tut einfach weh. Die Freundschaft zwischen Linda und Natascha spendet Hoffnung! ⛅️Zitat⛅️ „Die Sinnlosigkeit meiner Tage weicht einer leisen Vorfreude, die noch kein Ziel hat.“ Für mich war es daher ein sehr lesenswertes Buch! Es gab einige Sätze, die an sich unauffällig waren, aber mich tief bewegt haben. JedeR muss für sich selbst genau überlegen, ob es jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. 5/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Verarbeitung von Trauer nach dem Verlust eines Kindes. Lindas 17jährige Tochter Sonja stirbt nach einem Fahrradunfall. Lindas Trauer ist unendlich, sie will nicht ohne ihr Kind weiterleben, kündigt ihren Job als Kuratorin und zieht auf einen Bauernhof auf dem Land. Mit Hilfe der Hündin Kaja, die auf dem Hof lebt, kämpft sie sich zurück ins Leben. Ihr Mann Richard bleibt in Leipzig, besucht Linda aber regelmäßig. Ich mag den Schreibstil der Autorin, die Charaktere sind authentisch, ich konnte mich in Linda hineinversetzen und ihre Trauer nachvollziehen. Mit dem Geld, das sie vom Verkauf der Wohnung bekommt, finanziert sie die Betreuung der behinderten Nine und übernimmt die Patenschaft für ein Alpaka, einen Großteil spendet sie an wohltätige Einrichtungen. Sie schafft es, wieder Freude am Leben zu empfinden, auch mit Hilfe einer älteren Dame, die sie ehrenamtlich betreut. Ein wunderbares Buch, das zurecht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis war.
Einfühlsamer Roman über Verlust, Hoffnung und Neuanfang
Mein drittes Leben” hat mich tief berührt. Daniela Krien schreibt mit so viel Empathie und Feingefühl, dass man Lindas Schmerz, aber auch ihre Hoffnung hautnah miterlebt. Trotz der schweren Themen vermittelt das Buch Trost und das Gefühl, dass es immer einen Weg zurück ins Leben gibt. Ich habe es geliebt und kann es nur empfehlen! Ein neues Lieblingsbuch ♥️ „Er hat sich gerettet. Auf einem schmalen Grat zwischen Leben und Tod hat er sich für das Leben entschieden.“ "Die Sonne geht unter, die Nacht bricht herein, und ich schlucke zwei rettende Tabletten. Die Sonne geht auf, und ich bin immer noch da. Ich sitze meine Zeit ab, sehe von meinem Randplatz aus zu, wie einfach alles weitergeht." »Wir leben nun in getrennten Welten. Eine gläserne Wand steht zwischen uns, und ich werde sie nicht zerbrechen.«
Ein Mutmachendes Buch über den langen Weg der Heilung und Trauerbewältigung!
Linda und ihr Mann Richard haben einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften. Ihre Tochter Sonja stirbt plötzlich im Alter von 17 Jahren. Dieser Verlust stellt das Leben derselben auf den Kopf. Nichts ist mehr von Bedeutung. Linda und Richard finden unterschiedliche Wege, um mit dem Schmerz umzugehen. Das heißt auch, dass ihr gemeinsames Leben erst mal endet. Daniela Krien beschreibt in einer sehr angenehmen und mitfühlenden Sprache den langen Weg der Trauerbewältigung insbesondere aus dem Blick von Linda. Wir begleiten sie dabei, wie sie Beziehungen zu langjährigen Wegbegleiter*innen hinterfragt und Beziehungen zu Menschen aufbaut, die nichts von der alten Linda wissen und somit unbefangen mit ihr umgehen können. Eine nette Überraschung war für mich, dass Brida Lichtblau aus "Die Liebe im Ernstfall" mit einer wichtigen Rolle im Buch auftaucht. Und auch Dr. Judith Gabriel hat eine kleine Nebenrolle.
Weiterleben nach Verlust des Kindes
Daniela Krien ist die Meisterin der leisen Töne, das mag ich sehr. Linda und Richard haben ihre 17-jährige Tochter durch einen Fahrradunfall verloren. Jeder geht mit der Trauer und dem Schmerz anders um. Wir begleiten Linda dabei, wie sie aufs Dorf in ein Haus mit Hof zieht und sich zurückzieht. Die Beziehung der beiden verkraftet das vorerst nicht. Langsam, in minimalen Schritten bewegt sich Linda wieder ins Leben, nicht ohne Brücken zu alten Freunden abzubrechen, die Beziehung zu ihrer Mutter zu hinterfragen und neue Freundschaften zu schließen. Das alles ist warmherzig erzählt, mit besonderer Beobachtungsgabe und immer liebevoll.
Ein Buch, das unter die Haut geht. Schonungslos ehrlich wird hier die Trauer einer Frau beschrieben, die versucht den Tod ihres einzigen Kindes zu begreifen bzw zu überleben.
Linda verliert bei einem Autounfall ihre 17jährige Tochter. Sie kann ihr bisheriges privilegiertes Leben nicht fortführen. Außerstande andere ihr nahestehende Menschen länger in ihrem Umfeld zu ertragen, zieht sie allein in ein ländliches Haus, kümmert sich um Hühner und Garten und um einen Hund. Sie will die Tage irgendwie überstehen und sich dabei niemandem erklären müssen. Jeder Mensch trauert auf seine Weise. Die Gesellschaft akzeptiert kaum Andersartigkeit. Trotzdem muss jeder seinen Weg gehen. Bis man wieder für mehr bereit ist... Die Gefühle einer Mutter, schonungslos ehrlich und wie die Gesellschaft damit umgeht. Wow kann Daniela Krien schreiben!!!! 👌🏻
Trotzdem! - Großartiger Roman über den Umgang mit einem großen Verlust
„Da sieht man mal wieder, wie unnütz es ist, Pläne zu machen“ Natascha nickt, streicht die geballte Faust nach oben und ruft „Trotzdem!“ Zugegebenermaßen hätte ich das Buch aufgrund seiner schweren Thematik eher nicht aus eigenem Antrieb gewählt, aber die Buchhändlerin meines Vertrauens war so begeistert, dass ich nicht Nein sagen konnte. Und es hat sich gelohnt! Die Autorin Daniela Krien zeigt in ihrem berührenden Roman „Mein drittes Leben“ die Folgen des Todes der Tochter Sonja für die Familienmitglieder. Dabei konzentriert sie sich weitgehend auf die Mutter, die komplett den Halt in der Welt verliert und sich in ein Bauernhaus auf dem Land zurückzieht, nicht sicher, ob sie jemals wieder in die Gesellschaft zurückfindet. Die Figur der Mutter hat sich durch die einfühlsame, sprachlich tolle Beschreibung Ihrer Gefühle und ihres Alltags in mein Herz geschlichen. Besonders gut haben mir aber auch die Nebenfiguren gefallen, allen voran der Ehemann, der versucht ein neues Leben zu beginnen, seine Frau mitzuziehen und zu unterstützen, am Ende aber auch schwere Folgen des Traumas in sich trägt. Alles in allem eine bereichernde Lektüre, man ist traurig, dass sie so schnell zu Ende ist und möchte gerne wissen, wie es mit den Figuren weitergeht
Sehr gute, intensive Geschichte die sich mit dem Thema Trauer beschäftigt. Mir hat der authentische und feinfühlige Schreibstil sehr gut gefallen. Auch die Charaktere und deren unterschiedlicher Umgang mit der Trauer konnte ich gut nachfühlen und waren für mich sehr sensibel ausgearbeitet. Tolles Buch, dass mich trotz des schweren Themas zwar mitfühlen ließ, aber nicht runtergezogen oder verstört hat. Sehr zu empfehlen.
Einsamkeit und Schmerz und Taubheit. Was der Verlust eines geliebten Menschen mit dem eigenen Leben anrichten kann, wird hier in aller Eindeutigkeit beschrieben. Schwere Kost frei von Kitsch. Wer keine Angst vor Traurigkeit hat und wessen depressive Stimmung nicht leicht getriggert werden kann, findet hier ein kluges Buch in schöner Sprache. Höchst lesenswert
Tipp: Fahrt vorsichtig!
Unbedingt lesenswert
Über den Verlust, das Trauern, die Zeit, die Leere, die Stille. Über die Liebe und das Scheitern. Über das sehr langsame zurück kämpfen in ein Leben, das nie mehr ist wie davor. Wunderschön geschrieben. Konnte den Trauerprozess sehr gut nach empfinden. Auch die nie endende Liebe zum Partner, aber das Gefühl zu haben, dass man die Partnerschaft nicht leben kann. Ich fand das sehr schlüssig und einfühlsam und bin begeistert. Man ist stärker als man denkt, wenn man sich die nötige Zeit gibt.
Seelenheilend
Ich glaube, ich habe eine neue Lieblingsautorin gefunden. Sofort hat mich die Geschichte erreicht. Ich konnte mich als Mutter so gut in die Hauptfigur einfühlen. Das Erreichen ihres dritten Lebens ist so leise, ruhig und langsam geschrieben, ich habe es so gefühlt. Es ist unaufgeregt geschrieben, dennoch konnte ich das Buch kaum weglegen. Ich kann den Weg, den Rückzug der Hauptfigur so sehr nachempfinden- der Weg zurück wirkt heilend und hoffnungsvoll!
Was für ein trauriges und dabei kraftvolles Buch! Linda verliert alles als sie ihre Tochter Sophia verliert - mit 17 von einem LKW-Fahrer übersehen.. Unermesslich tief ist das Loch, in das sie fällt; und aus dem sie sich nicht zu befreien vermag. Sie stößt neben anderen auch Richard - ihren Ehemann und Sophias‘ Vater - von sich, da ihre Trauer übermächtig ist und seine Trauer nicht zu ihrer passt. Sie verkriecht sich regelrecht, Menschen werden gemieden. Schlaf- und Beruhigungstabletten ihre ständigen Begleiter. Als Leser trauert man mit Linda, versteht aber auch Richard; und man versucht nach Kräften Natascha, Bruni und Klaus zu unterstützen. Neue Menschen in Lindas Leben. Menschen, die Linda helfen, ihre Trauer zu überwinden. Menschen, die auch schwerwiegende Probleme haben. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, mich aber hat dieses Buch wirklich mitgenommen - mich betroffen gemacht und mir gezeigt, dass am Ende ein großes TROTZDEM steht; auch, wenn es Momente oder auch Phasen gibt, an denen man an Schmerz und Kummer zu verzweifeln glaubt. Ein Buch der Trauer, der Verzweiflung aber auch der Hoffnung. Eine klare Empfehlung für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten! Aber auch eine Triggerwarnung: Man muss in der Verfassung sein, dieses Thema gerade auch zu ertragen.
Ich weiß nicht, wie man ein so trauriges lebensfrohes Buch schreiben kann. Aber Daniela Krien hat es fertiggebracht. Wie man nach einem so dramatischen Verlust sich und das Leben wiederfinden kann und ob und wie alle anderen rundherum daran beteiligt sind wird hier in wunderbaren Worten deutlich. Das nächste Buch von Daniela Krien liegt schon bereit.
Trauriges und wunderschönes Lesehighlight
Wie lange ist eine starke Trauer über ein verlorenes Kind angebracht? Ist es möglich diesen Schmerz hinter sich zu lassen? Mein drittes Leben ist ein tiefes Buch, das mich beim Lesen sehr berührt hat und noch lange in mir nachhallen wird. Lindas Leben hat sich für immer verändert, als ihre Tochter Sonja bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Ihr Leben ist nun in ein Vorher und Nachher unterteilt. Vorher waren sie eine glückliche und erfolgreiche Familie. Linda, Richard, Sonja und die Patchworkgeschwister Ylvie und Arvid. Während sich Richard nach einiger Zeit langsam aus dem Abgrund kämpft, verliert sich Sonja in ihrer Trauer und zieht sich in die Einsamkeit auf einen alten Bauernhof samt Hund und Hühnern zurück, während ihr Umfeld nicht mehr wirklich Verständnis für sie aufbringen kann. Das Szenario des Buches ist mein persönlicher Alptraum und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ich schon nach dem ersten Kapitel zum ersten Mal geweint habe. Das liegt aber nicht nur am Thema, sondern auch in der Art wie Daniela Krien es schafft Lindas Schmerz und innere Zerrissenheit dazustellen, was nicht zuletzt an der wunderbaren Sprache liegt. Sie macht es einem das Einfühlen und Mitfühlen leicht, sie lässt einen geradezu mitleiden. Aber das Buch schmerzt nicht nur, es spendet auch Hoffnung und lässt einen mit einem guten Gefühl zurück. Auch wenn ich am Ende traurig war, dass ich die mir liebgewordenen Figuren nicht noch ein wenig länger begleiten konnte. Gut fand ich auch, dass auch dargestellt ist, wie Richard den Tod seiner Tochter anders verarbeitet als seine Frau. „Er hat sich gerettet. Auf einem schmalen Grat zwischen Leben und Tod hat er sich für das Leben entschieden…“ (S.71) Fazit: Unbedingte Leseempfehlung für dieses unglaublich berührende Buch, das nicht zu Unrecht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand. 5/5 Sterne
Aus Überleben wird wieder Leben. Linda hat ihre Tochter verloren und seitdem ist alles anders. Sie erträgt nicht, wie andere wieder mehr und mehr in den Alltag finden, denn sie selber schafft das nicht.
Sie muss erst ganz andere Wege gehen, um wieder einen Sinn zu finden. Daniela Krien, einfach eine großartige Autorin und auch dieses Buch wieder eine absolute Empfehlung.
Große Leseempfehlung für ein wirklich bewegendes Buch in wundervoller Sprache mit glaubwürdigen und tollen Charakteren
Ohne den Klappentext zu lesen, habe ich mich auf die Leseprobe von „Mein drittes Leben“ gestürzt, nachdem „Die Liebe im Ernstfall“ von Daniela Krien vor ein paar Monaten meine persönliche Bücher-Hitliste gestürmt hat. Nach der Leseprobe war klar, dass ich dieses Buch lesen MUSS, egal wie hart es wird. Und es wurde hart. Es ist vermutlich die aufreibendste Lektüre, die ich bisher zu Ende gelesen habe. Doch es war wichtig und richtig. Und es war unfassbar lohnenswert. 🔹🔹 Im ersten Teil des Romans habe ich mich immer wieder gefragt, was ein Mensch aushalten und ertragen kann, obwohl die Grenze des Leidens jeden Tag aufs Neue erreicht und überschritten wird. Ungeschönt, nüchtern und authentisch erzählt die Autorin von Lindas (für mich zum Glück) unvorstellbaren Qualen - tagein tagaus - seit dem Tod ihrer Tochter. Obwohl mir wirklich oft die Tränen kommen, lese ich weiter und bin fasziniert, wie es Daniela Krien gelingt, diesen Teil des Lebens in die richtigen Worte zu packen, wo uns allen doch meist die Worte ausgehen, wenn das Leid zu groß wird. Im zweiten Teil des Romans lässt das (Mit-)Fühlen nicht nach, doch nun lerne ich, was Trauerbewältigung bedeutet. Und genau das ist es, was dieses Buch für mich aus- und vor allem einzigartig macht. Denn zusammen mit Linda gehen wir da durch - durch die schlimmsten Abgründe - solange bis wieder Licht kommt. Dieses Licht reißt mich mehr mit als all das Leid zuvor und es zeigt auf phänomenale Weise, wie perfekt winzige Momente des „Zustands vollkommener Wunschlosigkeit“ (S. 266) sein können. 🔹🔹 Ich bin froh, dass ich dieses Buch unvorbelastet lesen durfte - und dennoch war es harte Kost. Doch eines werde ich mitnehmen: Es lohnt sich, auf das Licht zu hoffen und an Wunder zu glauben, auch dann, wenn die Dunkelheit alles zu verschlingen droht. Große Leseempfehlung für ein wirklich bewegendes Buch in wundervoller Sprache mit glaubwürdigen und tollen Charakteren. Das Buch lässt innehalten, muss verdaut werden und hallt nach - es kann sogar überlebenswichtig sein.

Danke für diese Buchempfehlung. Diese App ist für mich so großartig, da ich kaum noch "schlechte" Bücher kaufe. Vielen Dank an Alle, die hier ihre Leidenschaft für Bücher teilen. Mir helfen eure Rezensionen sehr.
Das passt zwar nicht zum Inhalt des Buches, aber lest einfach die 5Sterne Rezensionen. Ich teile sie bei diesem Buch!
Das Buch ist intensiv. Ich habe es als Hörbuch gehört. Es geht um eine Mutter die um den Verlust ihrer Tochter trauert und wie sie mit dieser Trauer ihren Alltag bewältigt. Das Buch ist sehr melancholisch aber offen und ehrlich. Ich empfand es teilweise als sehr bedrückend! Aber vielleicht, weil ich genau weiß, wie sich ihr Verlust anfühlt. Bei mir war es die Mutter. Ich kann es so nachempfinden, wie sie schreibt, dass alle wollen, dass man endlich wieder "normal" ist. Das Buch ist auf jeden Fall sehr gut! Sehr Gefühlsecht aber intensiv. Ich kann es empfehlen, wenn jemand wissen möchte wie es jemanden geht der eine Person verloren hat. Man lernt durch das Buch, dass es normal ist, dass alles seine Zeit braucht. Das nichts mehr ist wie vorher, niemals.
"Mein drittes Leben" ist der dritte Roman, den ich von der Autorin Daniela Krien gelesen habe. Die anderen beiden Bücher "Der Brand" und "Die Liebe im Ernstfall" haben mir ebenfalls gut gefallen; aber "Mein drittes Leben" hat mich am nachhaltigsten beeindruckt. Daniela Krien besitzt wirklich die Gabe nicht nur die richtigen Worte zu wählen, sondern auch Emotionen so einzufangen, dass man das Leid beider Ehepartner förmlich spürt. Selten habe ich das Adjektiv "berührend" als so treffend empfunden wie in diesem Roman. Ein trauriges - aber auch hoffnungsvolles Buch - das die Möglichkeit aufzeigt, dass die Zeit wirklich Wunden heilen kann und irgendwann die schönen Erinnerungen überwiegen. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Lesegenuss !!
Als Linda ihre 17-jährige Tochter durch einen Unfall verliert, bricht ihr Leben in allen Facetten und Bereichen auseinander. Durch die Trauer und die für sie lange nicht mögliche Akzeptanz sieht sie keinen Sinn mehr im Leben - wofür und wie also weitermachen? Ganz langsam findet sie wieder ,,Boden unter den Füßen", indem sie sich allein auf einem kleinen Hof in einem winzigen Ort verkriecht, im Garten arbeitet, Löcher buddelt, Pflänzchen zieht... Obwohl weder ihr Leben noch sie selbst je wieder so sein werden wie zuvor, beginnt sie sehr langsam hier ein drittes Leben zu entdecken, mit einem neuen Sinn und dem Wunsch zu leben. Daniela Krien schreibt mit einer solchen Präzision und Klarheit, dass ich gar nicht mehr aufhören möchte, diese aufrichtige Sprache zu lesen, die mich die Empfindungen der Protagonisten verstehen lassen, selbst wenn ich manches noch nicht erlebt und gefühlt habe. Unglaublich gut, unbedingte Leseempfehlung!
„Doch ohne das Gebundensein ist das Freisein ohne Wert.“ Daniela Krien beweist einmal mehr, warum sie zu den bedeutendsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur zählt. In Mein drittes Leben schildert sie die unermessliche Trauer von Linda nach dem tragischen Tod ihrer Tochter – und das mit einer sprachlichen Präzision und emotionalen Tiefe, die ihresgleichen sucht. Krien schreibt nicht einfach über Schmerz, sie lässt uns den Schmerz spüren, in all seinen Facetten. Ihr Stil ist unvergleichlich: Jedes Wort sitzt, keine Floskel, nichts Überflüssiges. Sie schafft es scheinbar mühelos, die komplexen, ambivalenten Gefühlswelten der Figuren zu transportieren, und oft findet sie dabei Formulierungen, die tief berühren, irritieren oder auch erstaunen. „Ich wusste nicht, welche Wirkung das Konkrete gegenüber der abstrakten Vorstellung haben würde.“ Besonders beeindruckend finde ich, wie feinfühlig und doch schonungslos Daniela Krien die inneren Kämpfe Lindas in Worte fasst. Der Trauerprozess wird mit einer Härte dargestellt, die nicht beschönigt, aber stets zutiefst menschlich bleibt. Am Ende erwartet uns, soviel darf man verraten, kein Happy End – das ist typisch für Krien. Sie verweigert uns einfache Antworten, aber sie gibt uns etwas, das viel wichtiger ist: Hoffnung. Hoffnung, dass auch in der tiefsten Dunkelheit das Licht sich seinen Weg bahnt. Und das ist vielleicht die größte Stärke dieses Buches: es führt uns die Zerbrechlichkeit des Lebens vor, aber auch den unerschütterlichen Willen zum Überleben. Ein großes Werk, das nachhallt und mich in meiner Begeisterung für Daniela Kriens Schreibe bestätigt.

Daniela Krien schreibt einfach unglaublich gut. Ich finde, die tiefe Trauer und was sie mit einem Menschenleben machen kann, wurde sehr stark beschrieben. So stark, dass ich es stellenweise nur schwer aushalten konnte. Gleichzeitig ist es genau das, was ich sehr wichtig finde. Dass wir uns damit auseinandersetzen, was tiefe Trauer mit einem Menschen machen kann. Dass wir uns mit diesem Gefühl beschäftigen, welches wir so schwer ertragen können und welches doch so wichtig für uns ist, um weiter leben zu können. Immer wieder schaffte es Daniela Krien, dass ich in ganz kleinen Momenten Zuversicht spüren konnte und dass sich der Roman trotz seines schweren Inhalts nicht nur schwer anfühlte. Das Ende kam für mich sehr abrupt und dennoch war es, nachdem ich die Seite nochmal gelesen hatte, irgendwie stimmig.
Mein drittes Leben ist die Geschichte einer Frau, deren einziges leibliches Kind mit 17 bei einem Unfall stirbt und über ihren Rückzug in die Einsamkeit und ihr langsames wieder ins Leben zurück finden. Daniela Krien ist ein sehr schöner, einfühlsamer Roman gelungen. Auf der Longlist hätte ich es nicht unbedingt erwartet, aber es ist auf jeden Fall ein gutes und lesenswertes Buch👍
📖~ 𝒟𝒶𝓃𝒾𝑒𝓁𝒶 𝒦𝓇𝒾𝑒𝓃 ~ —•𝘔𝘦𝘪𝘯 𝘥𝘳𝘪𝘵𝘵𝘦𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯•— 𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟 Daniela Krien hat mit ihrem Buch ein Roman geschaffen, der in seiner Tiefgründigkeit und emotionalen Wucht mich zutiefst berührt hat. Die Geschichte von Linda, die den Tod ihrer Tochter Sonja verarbeiten muss, führt uns auf eine Reise durch Trauer, Schuld und den quälenden Versuch, wieder ins Leben zurückzufinden. Besonders beeindruckend ist, wie Krien die Komplexität von Lindas Gefühlen einfängt: Die tiefe Trauer, die sie von ihrem Ehemann Richard entfernt, die Selbstvorwürfe, die sie quälen, und die Flucht in die Abgeschiedenheit eines heruntergekommenen Hofes, wo sie versucht, zur Ruhe zu kommen. Der Schmerz ist in jeder Zeile spürbar und führt dazu, dass ich die Lektüre manchmal pausieren musste, um das Gelesene zu verarbeiten. Dennoch ist es gerade diese Eindringlichkeit, die den Roman zu einem literarischen Highlight macht. Die Charaktere sind fein gezeichnet, und ihre Konflikte wirken zutiefst menschlich und nachvollziehbar. Lindas Reise wird nicht beschönigt, aber der Autorin gelingt es dennoch, mich mit einem Gefühl der Versöhnung zurückzulassen. Für alle, die sich auf eine tief bewegende Leseerfahrung einlassen möchten, ist „Mein drittes Leben“ eine klare Empfehlung. Es ist eines jener Bücher, die nachwirken und die man auch nach der letzten Seite nicht so schnell loslässt. Ich freue mich auf ihre weiteren Werke!

Ein ruhiges, aber mitreißendes Buch
Ein gewaltiges Buch, das mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Ich hatte gleich vom ersten Satz an alles vor meinem inneren Auge, alles ist wahnsinnig gut beschrieben. Die anfängliche Trauer, das Dunkel, das Erdrückende wandelt sich fast unbemerkt in einen zaghaften Neuanfang, ohne dabei kitschig, übereilt oder klischeehaft zu wirken. Ein Buch, das lange im Kopf bleibt!
Emotional, tief bewegend, voller Gefühl. Wir beginnen am tiefsten Punkt, zu dem ein Mensch sinken kann, verharren dort für lange Zeit, gleiten noch etwas tiefer ... Niemals hat mir jemand ein solches Gefühl von Trauer vermittelt, ein tiefes Verständnis, einem jeden gegenüber, der sie offen lebt. Ein Buch mit einem einzigartigen Zauber.
Schmerzhaft ehrlich. Und doch tröstlich.
"Das rückwärts Interpretieren nützt dem vorwärts Leben nichts." Linda ist erfolgreich, gut situiert und lebt ein glückliches Leben. Sie selbst ist Kuratorin in einer Kunstgalerie, ihr Mann ist Maler und unterrichtet inzwischen. Doch von einer Sekunde auf die nächste ist alles anders. Linda und Richard verlieren durch einen schrecklichen Unfall ihre 17-jährige Tochter. Die lähmende Trauer zieht Linda tief in ein schwarzes Loch. Sie sondert sich ab, kann die Welt und die Menschen um sich nicht mehr ertragen. Auch Richard nicht. Sie verlässt die Stadt und zieht auf einen Hof. Richard kommt zu Besuch, ihre Verbindung bleibt bestehen. Aber er trauert auf andere Art und Weise. Er sucht den Weg zurück ins Leben, während Linda sich aus dieser schwarzen Trauerwolke nicht befreien kann. "Du kannst mir nicht dauerhaft deine Bedürfnislosigkeit aufzwingen." Mit schnökellos ehrlicher Sprache lässt Daniela Krien diese tiefe Trauer, diese bedrückende Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit durch Linda beschreiben. Die schlaflosen Nächte, das nicht aufstehen können, das eigentlich nicht mehr leben wollen. " Ich atme und vegetiere." Und doch gibt es sie, die winzig kleinen Momente, die ihr ein wenig Kraft geben. Der Garten, die Spaziergänge mit Hündin Kaja, Gespräche mit den wenigen Menschen, zu denen sie noch Kontakt hält. Und dann ist sie manchmal da, die "flackernde Lebensflamme". Schnörkellos, fast nüchtern und schmerzhaft ehrlich ist dabei die Sprache. Die Dialoge treffen immer mitten ins Herz. Ergriffen bin ich von diesem Roman, habe beim Lesen jeden Schmerz und jeden kleinsten Lichtblick mit Linda gefühlt. Ein Buch, das trotz seiner Schwere etwas tröstliches und hoffnungsvolles in mir zurücklässt. Große Empfehlung.
Sehr gute Lektüre, in die ich mich fallen lassen konnte. Über den Verlust eines Kindes und das Leben danach. Eine Frau die sich verliert und ein Mann, der den Verlust anders verarbeitet. Einfach, echt und schön geschrieben. Ohne viel Plot geht es um die Töne dazwischen. Das Licht am Ende des Tunnels..
Ein Buch wie die Ouvertüre von La Traviata
Sonja ist tot. Mit 17 Jahren von einem LKW überfahren. Linda, ihre Mutter, schafft es nicht aus der Trauer aufzutauchen. Im Gegenteil, die Trauer umschließt sie wie eine Blase. Niemand kann zu ihr durchdringen und raus möchte sie auch nicht. Seit dem Tod von Sonja leitet sich alles daraus ab. „Wie ein schwarzes Loch steht es im Zentrum meines Seins und schluckt jede Zukunft, bevor sie beginnen kann.“ Linda bricht alle Zelte hinter sich ab, sie kündigt ihren Job, kauft einen alten Hof, den sie nun mit ihrer Hände Arbeit am laufen hält. Auch zu ihrem Mann, Richard, sucht sie Abstand, kann nicht ertragen, dass er trotz des Verlusts dem Leben etwas abgewinnen kann. Nur die Hündin Kaja lässt sie an sich ran. Für sie muss sie da sein, sie füttern, mit ihr spazieren gehen. Richard, der lange loyal zu ihr steht, sie auch während ihrer Krebserkrankung umsorgt, kann die Distanz, die Linda ihm verordnet nicht mehr aushalten und versucht, sich mit kleinen Schritten in einem neuen Leben zurecht zu finden. Das macht was mit Linda. Die Autorin verschont weder Ihre Protagonistin noch uns. Ein Schicksalsschlag folgt dem anderen. Sie lässt ihre Figur den Schmerz immer wieder rausholen, ihn sich betrachten, ihn wieder weg packen. Linda möchte an den Schmerz denken und ihn gleichzeitig loswerden. Aber sie kann nicht. Und so spielt sie mit suizidalen Gedanken, bereitet sich darauf vor, irgendwann einfach aus dem Leben zu scheiden. Aber Linda findet auch immer häufiger Lösungen für sich. Kleine Gesten und Handlungen, die ihrem Leben einen Sinn geben, wenn sie diese auch oft vollbringt, um sich von Dingen zu lösen. Es entstehen daraufhin spontan Reaktionen auf ihr Tun, die sie wieder mit fein gewebten Fäden an Menschen bindet. Die Emotionen von Linda sind so intensiv beschrieben und im Kontrast dazu sprachlich so melodiös. Krien hat es geschafft mir Wohlgefallen am Denken und Handeln und Fühlen ihrer Figur zu vermitteln. Sätze wie „Keiner hat mir den Umgang mit Schicksal beigebracht. Ich bin eine Frau ohne Kind, ohne Mann, ohne Angst und ohne Zukunft, und ich laufe, so schnell ich kann, zum Hof zurück, verrammel das Tor und verkriechen mich wieder in meiner Höhle.“ vermitteln den Abgrund, an dem ein Mensch stehen kann, und fühlen sich gleichzeitig so seidig an. Am Ende mutet uns Krien leider ein wenig zu viel zu. Sehr abrupt kommt es zum Schluss. Ob zu einem guten oder einem gramvollen müsst ihr selber lesen. Der Roman hat mich vom ersten Satz anmitgerissen und ich konnte ihn erst wieder weglegen, als ich durch war. Ihr Schreibstil ist von einer ganz besonderen Qualität, und meine Lust ihre anderen Werke zu entdecken, ist sehr gewachsen. Ein Buch wie die Ouvertüre von La Traviata.
Der Tod eines Kindes - das sollte eigentlich niemand erleben müssen. Und doch passiert es täglich. Daniela Krien erzählt sehr feinfühlig über unfassbare Trauer, Schuldegefühle und was es für die Eltern/ Zurückgebliebenen bedeutet, damit umgehen zu müssen. Aber sie zeigt auch auf, dass das Leben weiter geht, es wieder leichter werden kann, auch wenn es nie mehr so wird, wie es mal war. Eine Geschichte, die mich tief berührt hat.
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Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Author Description
Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin. Ihre Romane ›Die Liebe im Ernstfall‹ und ›Der Brand‹ standen monatelang auf der Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Daniela Krien hat zwei Töchter und lebt in Leipzig.
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Die 17 jährige Tochter von Linda und Richard stirbt durch einen Unfall mit einem LKW. Wie hält man das aus? Wie lebt man weiter? Linda zerbricht, ihre Ehe zerbricht. Das wird durch die Autorin Daniela Krien einfühlsam, leise, behutsam , tieftraurig, feinfühlig und authentisch erzählt.
Tränen und Traurigkeit sind beim Lesen der Begleiter- der Schmerz ist so greifbar, dass für mich mehrere Lesepausen nötig waren. Viele Gedanken und Fragen , nach der eigenen Stärke ,stellten sich mir. Was wäre wenn….? Die Linda von vor dem Unfall gibt es am Ende des Buches nicht mehr, es zeigt sich mit der Zeit eine neue Linda. Langsam und eher wiederstrebend und zögerlich. Wahnsinn, Daniela Krien.
Bitter, mitfühlend und authentisch 💫
Ich hab mir dieses Buch von einer Bekannten geliehen, da Sie mir ans Herz gelegt hat, es zu lesen 🙏 Ich war aufgrund der vielen Bewertungen und des Klappentextes darauf vorbereitet, um was es in diesem Buch geht. Es war mein 1. Buch von der Autorin und ich musste erstmal in den Schreibstil reinfinden. Die Erzählung und die Charaktere sind wirklich extrem authentisch und realistisch dargestellt. Die Trauer über das einzige und tödlich verunglückte Kind, zieht sich durch das ganze Buch und hat mich ganz schön überschwemmt. Ich bin selbst Mama von 2 Kindern und ja, das ist der Alptraum jeder Eltern, eines seiner Kinder zu verlieren. Ich finde es trotzdem unwahrscheinlich bewundernswert und absolut nachvollziehbar wie, sich der Weg und die Zukunft von Linda und Richard entwickeln. Absolut lesenswert, wenn man das persönlich ertragen kann ✨
Sehr gutes Buch 💙
Schon triggernde Inhalte, meiner Meinung nach. Neben dem Offensichtlichen werden noch einige weitere sehr erschreckende, schwierige Themen angesprochen. Rezension ist ohne Spoiler, aber Ihr wisst Bescheid! Das war mein erstes Buch der Autorin und bestimmt nicht das letzte. Tut schon echt weh, die Geschichte von Linda! Sie und ihr Mann Richard verlieren ihre einzige Tochter. Beide Ehepartner gehen unterschiedlich mit dem Verlust um… 🌧️Zitat🌧️ „Jeder Gedanke wird bedrohlich in den Stunden zwischen Mitternacht und Morgengrauen. Ich wollte es so. Ich wollte den Kelch bis zur Neige leeren.“ Ich konnte Linda in allem verstehen, ihren Mann nicht so sehr, das meine ich aber nicht wertend, denn man kann niemanden dafür verurteilen wie er oder sie mit dem Unmöglichen umgeht. Ich meine es eher so, dass ich mein Herz direkt an unsere Protagonistin verloren habe. Das Buch ist wirklich schonungslos, dabei aber eher ruhig und atmosphärisch. Der Schmerz versteckt sich in der Sprache, es gibt keine special effects, Plottwists oder sonstige schockierende Wendungen. Jedes Wort tut einfach weh. Die Freundschaft zwischen Linda und Natascha spendet Hoffnung! ⛅️Zitat⛅️ „Die Sinnlosigkeit meiner Tage weicht einer leisen Vorfreude, die noch kein Ziel hat.“ Für mich war es daher ein sehr lesenswertes Buch! Es gab einige Sätze, die an sich unauffällig waren, aber mich tief bewegt haben. JedeR muss für sich selbst genau überlegen, ob es jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. 5/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Verarbeitung von Trauer nach dem Verlust eines Kindes. Lindas 17jährige Tochter Sonja stirbt nach einem Fahrradunfall. Lindas Trauer ist unendlich, sie will nicht ohne ihr Kind weiterleben, kündigt ihren Job als Kuratorin und zieht auf einen Bauernhof auf dem Land. Mit Hilfe der Hündin Kaja, die auf dem Hof lebt, kämpft sie sich zurück ins Leben. Ihr Mann Richard bleibt in Leipzig, besucht Linda aber regelmäßig. Ich mag den Schreibstil der Autorin, die Charaktere sind authentisch, ich konnte mich in Linda hineinversetzen und ihre Trauer nachvollziehen. Mit dem Geld, das sie vom Verkauf der Wohnung bekommt, finanziert sie die Betreuung der behinderten Nine und übernimmt die Patenschaft für ein Alpaka, einen Großteil spendet sie an wohltätige Einrichtungen. Sie schafft es, wieder Freude am Leben zu empfinden, auch mit Hilfe einer älteren Dame, die sie ehrenamtlich betreut. Ein wunderbares Buch, das zurecht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis war.
Einfühlsamer Roman über Verlust, Hoffnung und Neuanfang
Mein drittes Leben” hat mich tief berührt. Daniela Krien schreibt mit so viel Empathie und Feingefühl, dass man Lindas Schmerz, aber auch ihre Hoffnung hautnah miterlebt. Trotz der schweren Themen vermittelt das Buch Trost und das Gefühl, dass es immer einen Weg zurück ins Leben gibt. Ich habe es geliebt und kann es nur empfehlen! Ein neues Lieblingsbuch ♥️ „Er hat sich gerettet. Auf einem schmalen Grat zwischen Leben und Tod hat er sich für das Leben entschieden.“ "Die Sonne geht unter, die Nacht bricht herein, und ich schlucke zwei rettende Tabletten. Die Sonne geht auf, und ich bin immer noch da. Ich sitze meine Zeit ab, sehe von meinem Randplatz aus zu, wie einfach alles weitergeht." »Wir leben nun in getrennten Welten. Eine gläserne Wand steht zwischen uns, und ich werde sie nicht zerbrechen.«
Ein Mutmachendes Buch über den langen Weg der Heilung und Trauerbewältigung!
Linda und ihr Mann Richard haben einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften. Ihre Tochter Sonja stirbt plötzlich im Alter von 17 Jahren. Dieser Verlust stellt das Leben derselben auf den Kopf. Nichts ist mehr von Bedeutung. Linda und Richard finden unterschiedliche Wege, um mit dem Schmerz umzugehen. Das heißt auch, dass ihr gemeinsames Leben erst mal endet. Daniela Krien beschreibt in einer sehr angenehmen und mitfühlenden Sprache den langen Weg der Trauerbewältigung insbesondere aus dem Blick von Linda. Wir begleiten sie dabei, wie sie Beziehungen zu langjährigen Wegbegleiter*innen hinterfragt und Beziehungen zu Menschen aufbaut, die nichts von der alten Linda wissen und somit unbefangen mit ihr umgehen können. Eine nette Überraschung war für mich, dass Brida Lichtblau aus "Die Liebe im Ernstfall" mit einer wichtigen Rolle im Buch auftaucht. Und auch Dr. Judith Gabriel hat eine kleine Nebenrolle.
Weiterleben nach Verlust des Kindes
Daniela Krien ist die Meisterin der leisen Töne, das mag ich sehr. Linda und Richard haben ihre 17-jährige Tochter durch einen Fahrradunfall verloren. Jeder geht mit der Trauer und dem Schmerz anders um. Wir begleiten Linda dabei, wie sie aufs Dorf in ein Haus mit Hof zieht und sich zurückzieht. Die Beziehung der beiden verkraftet das vorerst nicht. Langsam, in minimalen Schritten bewegt sich Linda wieder ins Leben, nicht ohne Brücken zu alten Freunden abzubrechen, die Beziehung zu ihrer Mutter zu hinterfragen und neue Freundschaften zu schließen. Das alles ist warmherzig erzählt, mit besonderer Beobachtungsgabe und immer liebevoll.
Ein Buch, das unter die Haut geht. Schonungslos ehrlich wird hier die Trauer einer Frau beschrieben, die versucht den Tod ihres einzigen Kindes zu begreifen bzw zu überleben.
Linda verliert bei einem Autounfall ihre 17jährige Tochter. Sie kann ihr bisheriges privilegiertes Leben nicht fortführen. Außerstande andere ihr nahestehende Menschen länger in ihrem Umfeld zu ertragen, zieht sie allein in ein ländliches Haus, kümmert sich um Hühner und Garten und um einen Hund. Sie will die Tage irgendwie überstehen und sich dabei niemandem erklären müssen. Jeder Mensch trauert auf seine Weise. Die Gesellschaft akzeptiert kaum Andersartigkeit. Trotzdem muss jeder seinen Weg gehen. Bis man wieder für mehr bereit ist... Die Gefühle einer Mutter, schonungslos ehrlich und wie die Gesellschaft damit umgeht. Wow kann Daniela Krien schreiben!!!! 👌🏻
Trotzdem! - Großartiger Roman über den Umgang mit einem großen Verlust
„Da sieht man mal wieder, wie unnütz es ist, Pläne zu machen“ Natascha nickt, streicht die geballte Faust nach oben und ruft „Trotzdem!“ Zugegebenermaßen hätte ich das Buch aufgrund seiner schweren Thematik eher nicht aus eigenem Antrieb gewählt, aber die Buchhändlerin meines Vertrauens war so begeistert, dass ich nicht Nein sagen konnte. Und es hat sich gelohnt! Die Autorin Daniela Krien zeigt in ihrem berührenden Roman „Mein drittes Leben“ die Folgen des Todes der Tochter Sonja für die Familienmitglieder. Dabei konzentriert sie sich weitgehend auf die Mutter, die komplett den Halt in der Welt verliert und sich in ein Bauernhaus auf dem Land zurückzieht, nicht sicher, ob sie jemals wieder in die Gesellschaft zurückfindet. Die Figur der Mutter hat sich durch die einfühlsame, sprachlich tolle Beschreibung Ihrer Gefühle und ihres Alltags in mein Herz geschlichen. Besonders gut haben mir aber auch die Nebenfiguren gefallen, allen voran der Ehemann, der versucht ein neues Leben zu beginnen, seine Frau mitzuziehen und zu unterstützen, am Ende aber auch schwere Folgen des Traumas in sich trägt. Alles in allem eine bereichernde Lektüre, man ist traurig, dass sie so schnell zu Ende ist und möchte gerne wissen, wie es mit den Figuren weitergeht
Sehr gute, intensive Geschichte die sich mit dem Thema Trauer beschäftigt. Mir hat der authentische und feinfühlige Schreibstil sehr gut gefallen. Auch die Charaktere und deren unterschiedlicher Umgang mit der Trauer konnte ich gut nachfühlen und waren für mich sehr sensibel ausgearbeitet. Tolles Buch, dass mich trotz des schweren Themas zwar mitfühlen ließ, aber nicht runtergezogen oder verstört hat. Sehr zu empfehlen.
Einsamkeit und Schmerz und Taubheit. Was der Verlust eines geliebten Menschen mit dem eigenen Leben anrichten kann, wird hier in aller Eindeutigkeit beschrieben. Schwere Kost frei von Kitsch. Wer keine Angst vor Traurigkeit hat und wessen depressive Stimmung nicht leicht getriggert werden kann, findet hier ein kluges Buch in schöner Sprache. Höchst lesenswert
Tipp: Fahrt vorsichtig!
Unbedingt lesenswert
Über den Verlust, das Trauern, die Zeit, die Leere, die Stille. Über die Liebe und das Scheitern. Über das sehr langsame zurück kämpfen in ein Leben, das nie mehr ist wie davor. Wunderschön geschrieben. Konnte den Trauerprozess sehr gut nach empfinden. Auch die nie endende Liebe zum Partner, aber das Gefühl zu haben, dass man die Partnerschaft nicht leben kann. Ich fand das sehr schlüssig und einfühlsam und bin begeistert. Man ist stärker als man denkt, wenn man sich die nötige Zeit gibt.
Seelenheilend
Ich glaube, ich habe eine neue Lieblingsautorin gefunden. Sofort hat mich die Geschichte erreicht. Ich konnte mich als Mutter so gut in die Hauptfigur einfühlen. Das Erreichen ihres dritten Lebens ist so leise, ruhig und langsam geschrieben, ich habe es so gefühlt. Es ist unaufgeregt geschrieben, dennoch konnte ich das Buch kaum weglegen. Ich kann den Weg, den Rückzug der Hauptfigur so sehr nachempfinden- der Weg zurück wirkt heilend und hoffnungsvoll!
Was für ein trauriges und dabei kraftvolles Buch! Linda verliert alles als sie ihre Tochter Sophia verliert - mit 17 von einem LKW-Fahrer übersehen.. Unermesslich tief ist das Loch, in das sie fällt; und aus dem sie sich nicht zu befreien vermag. Sie stößt neben anderen auch Richard - ihren Ehemann und Sophias‘ Vater - von sich, da ihre Trauer übermächtig ist und seine Trauer nicht zu ihrer passt. Sie verkriecht sich regelrecht, Menschen werden gemieden. Schlaf- und Beruhigungstabletten ihre ständigen Begleiter. Als Leser trauert man mit Linda, versteht aber auch Richard; und man versucht nach Kräften Natascha, Bruni und Klaus zu unterstützen. Neue Menschen in Lindas Leben. Menschen, die Linda helfen, ihre Trauer zu überwinden. Menschen, die auch schwerwiegende Probleme haben. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, mich aber hat dieses Buch wirklich mitgenommen - mich betroffen gemacht und mir gezeigt, dass am Ende ein großes TROTZDEM steht; auch, wenn es Momente oder auch Phasen gibt, an denen man an Schmerz und Kummer zu verzweifeln glaubt. Ein Buch der Trauer, der Verzweiflung aber auch der Hoffnung. Eine klare Empfehlung für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten! Aber auch eine Triggerwarnung: Man muss in der Verfassung sein, dieses Thema gerade auch zu ertragen.
Ich weiß nicht, wie man ein so trauriges lebensfrohes Buch schreiben kann. Aber Daniela Krien hat es fertiggebracht. Wie man nach einem so dramatischen Verlust sich und das Leben wiederfinden kann und ob und wie alle anderen rundherum daran beteiligt sind wird hier in wunderbaren Worten deutlich. Das nächste Buch von Daniela Krien liegt schon bereit.
Trauriges und wunderschönes Lesehighlight
Wie lange ist eine starke Trauer über ein verlorenes Kind angebracht? Ist es möglich diesen Schmerz hinter sich zu lassen? Mein drittes Leben ist ein tiefes Buch, das mich beim Lesen sehr berührt hat und noch lange in mir nachhallen wird. Lindas Leben hat sich für immer verändert, als ihre Tochter Sonja bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Ihr Leben ist nun in ein Vorher und Nachher unterteilt. Vorher waren sie eine glückliche und erfolgreiche Familie. Linda, Richard, Sonja und die Patchworkgeschwister Ylvie und Arvid. Während sich Richard nach einiger Zeit langsam aus dem Abgrund kämpft, verliert sich Sonja in ihrer Trauer und zieht sich in die Einsamkeit auf einen alten Bauernhof samt Hund und Hühnern zurück, während ihr Umfeld nicht mehr wirklich Verständnis für sie aufbringen kann. Das Szenario des Buches ist mein persönlicher Alptraum und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ich schon nach dem ersten Kapitel zum ersten Mal geweint habe. Das liegt aber nicht nur am Thema, sondern auch in der Art wie Daniela Krien es schafft Lindas Schmerz und innere Zerrissenheit dazustellen, was nicht zuletzt an der wunderbaren Sprache liegt. Sie macht es einem das Einfühlen und Mitfühlen leicht, sie lässt einen geradezu mitleiden. Aber das Buch schmerzt nicht nur, es spendet auch Hoffnung und lässt einen mit einem guten Gefühl zurück. Auch wenn ich am Ende traurig war, dass ich die mir liebgewordenen Figuren nicht noch ein wenig länger begleiten konnte. Gut fand ich auch, dass auch dargestellt ist, wie Richard den Tod seiner Tochter anders verarbeitet als seine Frau. „Er hat sich gerettet. Auf einem schmalen Grat zwischen Leben und Tod hat er sich für das Leben entschieden…“ (S.71) Fazit: Unbedingte Leseempfehlung für dieses unglaublich berührende Buch, das nicht zu Unrecht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand. 5/5 Sterne
Aus Überleben wird wieder Leben. Linda hat ihre Tochter verloren und seitdem ist alles anders. Sie erträgt nicht, wie andere wieder mehr und mehr in den Alltag finden, denn sie selber schafft das nicht.
Sie muss erst ganz andere Wege gehen, um wieder einen Sinn zu finden. Daniela Krien, einfach eine großartige Autorin und auch dieses Buch wieder eine absolute Empfehlung.
Große Leseempfehlung für ein wirklich bewegendes Buch in wundervoller Sprache mit glaubwürdigen und tollen Charakteren
Ohne den Klappentext zu lesen, habe ich mich auf die Leseprobe von „Mein drittes Leben“ gestürzt, nachdem „Die Liebe im Ernstfall“ von Daniela Krien vor ein paar Monaten meine persönliche Bücher-Hitliste gestürmt hat. Nach der Leseprobe war klar, dass ich dieses Buch lesen MUSS, egal wie hart es wird. Und es wurde hart. Es ist vermutlich die aufreibendste Lektüre, die ich bisher zu Ende gelesen habe. Doch es war wichtig und richtig. Und es war unfassbar lohnenswert. 🔹🔹 Im ersten Teil des Romans habe ich mich immer wieder gefragt, was ein Mensch aushalten und ertragen kann, obwohl die Grenze des Leidens jeden Tag aufs Neue erreicht und überschritten wird. Ungeschönt, nüchtern und authentisch erzählt die Autorin von Lindas (für mich zum Glück) unvorstellbaren Qualen - tagein tagaus - seit dem Tod ihrer Tochter. Obwohl mir wirklich oft die Tränen kommen, lese ich weiter und bin fasziniert, wie es Daniela Krien gelingt, diesen Teil des Lebens in die richtigen Worte zu packen, wo uns allen doch meist die Worte ausgehen, wenn das Leid zu groß wird. Im zweiten Teil des Romans lässt das (Mit-)Fühlen nicht nach, doch nun lerne ich, was Trauerbewältigung bedeutet. Und genau das ist es, was dieses Buch für mich aus- und vor allem einzigartig macht. Denn zusammen mit Linda gehen wir da durch - durch die schlimmsten Abgründe - solange bis wieder Licht kommt. Dieses Licht reißt mich mehr mit als all das Leid zuvor und es zeigt auf phänomenale Weise, wie perfekt winzige Momente des „Zustands vollkommener Wunschlosigkeit“ (S. 266) sein können. 🔹🔹 Ich bin froh, dass ich dieses Buch unvorbelastet lesen durfte - und dennoch war es harte Kost. Doch eines werde ich mitnehmen: Es lohnt sich, auf das Licht zu hoffen und an Wunder zu glauben, auch dann, wenn die Dunkelheit alles zu verschlingen droht. Große Leseempfehlung für ein wirklich bewegendes Buch in wundervoller Sprache mit glaubwürdigen und tollen Charakteren. Das Buch lässt innehalten, muss verdaut werden und hallt nach - es kann sogar überlebenswichtig sein.

Danke für diese Buchempfehlung. Diese App ist für mich so großartig, da ich kaum noch "schlechte" Bücher kaufe. Vielen Dank an Alle, die hier ihre Leidenschaft für Bücher teilen. Mir helfen eure Rezensionen sehr.
Das passt zwar nicht zum Inhalt des Buches, aber lest einfach die 5Sterne Rezensionen. Ich teile sie bei diesem Buch!
Das Buch ist intensiv. Ich habe es als Hörbuch gehört. Es geht um eine Mutter die um den Verlust ihrer Tochter trauert und wie sie mit dieser Trauer ihren Alltag bewältigt. Das Buch ist sehr melancholisch aber offen und ehrlich. Ich empfand es teilweise als sehr bedrückend! Aber vielleicht, weil ich genau weiß, wie sich ihr Verlust anfühlt. Bei mir war es die Mutter. Ich kann es so nachempfinden, wie sie schreibt, dass alle wollen, dass man endlich wieder "normal" ist. Das Buch ist auf jeden Fall sehr gut! Sehr Gefühlsecht aber intensiv. Ich kann es empfehlen, wenn jemand wissen möchte wie es jemanden geht der eine Person verloren hat. Man lernt durch das Buch, dass es normal ist, dass alles seine Zeit braucht. Das nichts mehr ist wie vorher, niemals.
"Mein drittes Leben" ist der dritte Roman, den ich von der Autorin Daniela Krien gelesen habe. Die anderen beiden Bücher "Der Brand" und "Die Liebe im Ernstfall" haben mir ebenfalls gut gefallen; aber "Mein drittes Leben" hat mich am nachhaltigsten beeindruckt. Daniela Krien besitzt wirklich die Gabe nicht nur die richtigen Worte zu wählen, sondern auch Emotionen so einzufangen, dass man das Leid beider Ehepartner förmlich spürt. Selten habe ich das Adjektiv "berührend" als so treffend empfunden wie in diesem Roman. Ein trauriges - aber auch hoffnungsvolles Buch - das die Möglichkeit aufzeigt, dass die Zeit wirklich Wunden heilen kann und irgendwann die schönen Erinnerungen überwiegen. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Lesegenuss !!
Als Linda ihre 17-jährige Tochter durch einen Unfall verliert, bricht ihr Leben in allen Facetten und Bereichen auseinander. Durch die Trauer und die für sie lange nicht mögliche Akzeptanz sieht sie keinen Sinn mehr im Leben - wofür und wie also weitermachen? Ganz langsam findet sie wieder ,,Boden unter den Füßen", indem sie sich allein auf einem kleinen Hof in einem winzigen Ort verkriecht, im Garten arbeitet, Löcher buddelt, Pflänzchen zieht... Obwohl weder ihr Leben noch sie selbst je wieder so sein werden wie zuvor, beginnt sie sehr langsam hier ein drittes Leben zu entdecken, mit einem neuen Sinn und dem Wunsch zu leben. Daniela Krien schreibt mit einer solchen Präzision und Klarheit, dass ich gar nicht mehr aufhören möchte, diese aufrichtige Sprache zu lesen, die mich die Empfindungen der Protagonisten verstehen lassen, selbst wenn ich manches noch nicht erlebt und gefühlt habe. Unglaublich gut, unbedingte Leseempfehlung!
„Doch ohne das Gebundensein ist das Freisein ohne Wert.“ Daniela Krien beweist einmal mehr, warum sie zu den bedeutendsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur zählt. In Mein drittes Leben schildert sie die unermessliche Trauer von Linda nach dem tragischen Tod ihrer Tochter – und das mit einer sprachlichen Präzision und emotionalen Tiefe, die ihresgleichen sucht. Krien schreibt nicht einfach über Schmerz, sie lässt uns den Schmerz spüren, in all seinen Facetten. Ihr Stil ist unvergleichlich: Jedes Wort sitzt, keine Floskel, nichts Überflüssiges. Sie schafft es scheinbar mühelos, die komplexen, ambivalenten Gefühlswelten der Figuren zu transportieren, und oft findet sie dabei Formulierungen, die tief berühren, irritieren oder auch erstaunen. „Ich wusste nicht, welche Wirkung das Konkrete gegenüber der abstrakten Vorstellung haben würde.“ Besonders beeindruckend finde ich, wie feinfühlig und doch schonungslos Daniela Krien die inneren Kämpfe Lindas in Worte fasst. Der Trauerprozess wird mit einer Härte dargestellt, die nicht beschönigt, aber stets zutiefst menschlich bleibt. Am Ende erwartet uns, soviel darf man verraten, kein Happy End – das ist typisch für Krien. Sie verweigert uns einfache Antworten, aber sie gibt uns etwas, das viel wichtiger ist: Hoffnung. Hoffnung, dass auch in der tiefsten Dunkelheit das Licht sich seinen Weg bahnt. Und das ist vielleicht die größte Stärke dieses Buches: es führt uns die Zerbrechlichkeit des Lebens vor, aber auch den unerschütterlichen Willen zum Überleben. Ein großes Werk, das nachhallt und mich in meiner Begeisterung für Daniela Kriens Schreibe bestätigt.

Daniela Krien schreibt einfach unglaublich gut. Ich finde, die tiefe Trauer und was sie mit einem Menschenleben machen kann, wurde sehr stark beschrieben. So stark, dass ich es stellenweise nur schwer aushalten konnte. Gleichzeitig ist es genau das, was ich sehr wichtig finde. Dass wir uns damit auseinandersetzen, was tiefe Trauer mit einem Menschen machen kann. Dass wir uns mit diesem Gefühl beschäftigen, welches wir so schwer ertragen können und welches doch so wichtig für uns ist, um weiter leben zu können. Immer wieder schaffte es Daniela Krien, dass ich in ganz kleinen Momenten Zuversicht spüren konnte und dass sich der Roman trotz seines schweren Inhalts nicht nur schwer anfühlte. Das Ende kam für mich sehr abrupt und dennoch war es, nachdem ich die Seite nochmal gelesen hatte, irgendwie stimmig.
Mein drittes Leben ist die Geschichte einer Frau, deren einziges leibliches Kind mit 17 bei einem Unfall stirbt und über ihren Rückzug in die Einsamkeit und ihr langsames wieder ins Leben zurück finden. Daniela Krien ist ein sehr schöner, einfühlsamer Roman gelungen. Auf der Longlist hätte ich es nicht unbedingt erwartet, aber es ist auf jeden Fall ein gutes und lesenswertes Buch👍
📖~ 𝒟𝒶𝓃𝒾𝑒𝓁𝒶 𝒦𝓇𝒾𝑒𝓃 ~ —•𝘔𝘦𝘪𝘯 𝘥𝘳𝘪𝘵𝘵𝘦𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯•— 𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟 Daniela Krien hat mit ihrem Buch ein Roman geschaffen, der in seiner Tiefgründigkeit und emotionalen Wucht mich zutiefst berührt hat. Die Geschichte von Linda, die den Tod ihrer Tochter Sonja verarbeiten muss, führt uns auf eine Reise durch Trauer, Schuld und den quälenden Versuch, wieder ins Leben zurückzufinden. Besonders beeindruckend ist, wie Krien die Komplexität von Lindas Gefühlen einfängt: Die tiefe Trauer, die sie von ihrem Ehemann Richard entfernt, die Selbstvorwürfe, die sie quälen, und die Flucht in die Abgeschiedenheit eines heruntergekommenen Hofes, wo sie versucht, zur Ruhe zu kommen. Der Schmerz ist in jeder Zeile spürbar und führt dazu, dass ich die Lektüre manchmal pausieren musste, um das Gelesene zu verarbeiten. Dennoch ist es gerade diese Eindringlichkeit, die den Roman zu einem literarischen Highlight macht. Die Charaktere sind fein gezeichnet, und ihre Konflikte wirken zutiefst menschlich und nachvollziehbar. Lindas Reise wird nicht beschönigt, aber der Autorin gelingt es dennoch, mich mit einem Gefühl der Versöhnung zurückzulassen. Für alle, die sich auf eine tief bewegende Leseerfahrung einlassen möchten, ist „Mein drittes Leben“ eine klare Empfehlung. Es ist eines jener Bücher, die nachwirken und die man auch nach der letzten Seite nicht so schnell loslässt. Ich freue mich auf ihre weiteren Werke!

Ein ruhiges, aber mitreißendes Buch
Ein gewaltiges Buch, das mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Ich hatte gleich vom ersten Satz an alles vor meinem inneren Auge, alles ist wahnsinnig gut beschrieben. Die anfängliche Trauer, das Dunkel, das Erdrückende wandelt sich fast unbemerkt in einen zaghaften Neuanfang, ohne dabei kitschig, übereilt oder klischeehaft zu wirken. Ein Buch, das lange im Kopf bleibt!
Emotional, tief bewegend, voller Gefühl. Wir beginnen am tiefsten Punkt, zu dem ein Mensch sinken kann, verharren dort für lange Zeit, gleiten noch etwas tiefer ... Niemals hat mir jemand ein solches Gefühl von Trauer vermittelt, ein tiefes Verständnis, einem jeden gegenüber, der sie offen lebt. Ein Buch mit einem einzigartigen Zauber.
Schmerzhaft ehrlich. Und doch tröstlich.
"Das rückwärts Interpretieren nützt dem vorwärts Leben nichts." Linda ist erfolgreich, gut situiert und lebt ein glückliches Leben. Sie selbst ist Kuratorin in einer Kunstgalerie, ihr Mann ist Maler und unterrichtet inzwischen. Doch von einer Sekunde auf die nächste ist alles anders. Linda und Richard verlieren durch einen schrecklichen Unfall ihre 17-jährige Tochter. Die lähmende Trauer zieht Linda tief in ein schwarzes Loch. Sie sondert sich ab, kann die Welt und die Menschen um sich nicht mehr ertragen. Auch Richard nicht. Sie verlässt die Stadt und zieht auf einen Hof. Richard kommt zu Besuch, ihre Verbindung bleibt bestehen. Aber er trauert auf andere Art und Weise. Er sucht den Weg zurück ins Leben, während Linda sich aus dieser schwarzen Trauerwolke nicht befreien kann. "Du kannst mir nicht dauerhaft deine Bedürfnislosigkeit aufzwingen." Mit schnökellos ehrlicher Sprache lässt Daniela Krien diese tiefe Trauer, diese bedrückende Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit durch Linda beschreiben. Die schlaflosen Nächte, das nicht aufstehen können, das eigentlich nicht mehr leben wollen. " Ich atme und vegetiere." Und doch gibt es sie, die winzig kleinen Momente, die ihr ein wenig Kraft geben. Der Garten, die Spaziergänge mit Hündin Kaja, Gespräche mit den wenigen Menschen, zu denen sie noch Kontakt hält. Und dann ist sie manchmal da, die "flackernde Lebensflamme". Schnörkellos, fast nüchtern und schmerzhaft ehrlich ist dabei die Sprache. Die Dialoge treffen immer mitten ins Herz. Ergriffen bin ich von diesem Roman, habe beim Lesen jeden Schmerz und jeden kleinsten Lichtblick mit Linda gefühlt. Ein Buch, das trotz seiner Schwere etwas tröstliches und hoffnungsvolles in mir zurücklässt. Große Empfehlung.
Sehr gute Lektüre, in die ich mich fallen lassen konnte. Über den Verlust eines Kindes und das Leben danach. Eine Frau die sich verliert und ein Mann, der den Verlust anders verarbeitet. Einfach, echt und schön geschrieben. Ohne viel Plot geht es um die Töne dazwischen. Das Licht am Ende des Tunnels..
Ein Buch wie die Ouvertüre von La Traviata
Sonja ist tot. Mit 17 Jahren von einem LKW überfahren. Linda, ihre Mutter, schafft es nicht aus der Trauer aufzutauchen. Im Gegenteil, die Trauer umschließt sie wie eine Blase. Niemand kann zu ihr durchdringen und raus möchte sie auch nicht. Seit dem Tod von Sonja leitet sich alles daraus ab. „Wie ein schwarzes Loch steht es im Zentrum meines Seins und schluckt jede Zukunft, bevor sie beginnen kann.“ Linda bricht alle Zelte hinter sich ab, sie kündigt ihren Job, kauft einen alten Hof, den sie nun mit ihrer Hände Arbeit am laufen hält. Auch zu ihrem Mann, Richard, sucht sie Abstand, kann nicht ertragen, dass er trotz des Verlusts dem Leben etwas abgewinnen kann. Nur die Hündin Kaja lässt sie an sich ran. Für sie muss sie da sein, sie füttern, mit ihr spazieren gehen. Richard, der lange loyal zu ihr steht, sie auch während ihrer Krebserkrankung umsorgt, kann die Distanz, die Linda ihm verordnet nicht mehr aushalten und versucht, sich mit kleinen Schritten in einem neuen Leben zurecht zu finden. Das macht was mit Linda. Die Autorin verschont weder Ihre Protagonistin noch uns. Ein Schicksalsschlag folgt dem anderen. Sie lässt ihre Figur den Schmerz immer wieder rausholen, ihn sich betrachten, ihn wieder weg packen. Linda möchte an den Schmerz denken und ihn gleichzeitig loswerden. Aber sie kann nicht. Und so spielt sie mit suizidalen Gedanken, bereitet sich darauf vor, irgendwann einfach aus dem Leben zu scheiden. Aber Linda findet auch immer häufiger Lösungen für sich. Kleine Gesten und Handlungen, die ihrem Leben einen Sinn geben, wenn sie diese auch oft vollbringt, um sich von Dingen zu lösen. Es entstehen daraufhin spontan Reaktionen auf ihr Tun, die sie wieder mit fein gewebten Fäden an Menschen bindet. Die Emotionen von Linda sind so intensiv beschrieben und im Kontrast dazu sprachlich so melodiös. Krien hat es geschafft mir Wohlgefallen am Denken und Handeln und Fühlen ihrer Figur zu vermitteln. Sätze wie „Keiner hat mir den Umgang mit Schicksal beigebracht. Ich bin eine Frau ohne Kind, ohne Mann, ohne Angst und ohne Zukunft, und ich laufe, so schnell ich kann, zum Hof zurück, verrammel das Tor und verkriechen mich wieder in meiner Höhle.“ vermitteln den Abgrund, an dem ein Mensch stehen kann, und fühlen sich gleichzeitig so seidig an. Am Ende mutet uns Krien leider ein wenig zu viel zu. Sehr abrupt kommt es zum Schluss. Ob zu einem guten oder einem gramvollen müsst ihr selber lesen. Der Roman hat mich vom ersten Satz anmitgerissen und ich konnte ihn erst wieder weglegen, als ich durch war. Ihr Schreibstil ist von einer ganz besonderen Qualität, und meine Lust ihre anderen Werke zu entdecken, ist sehr gewachsen. Ein Buch wie die Ouvertüre von La Traviata.






















































