
142 Followers
Die Geschichte spielt in der heutigen Zeit - Medusas Nachkommen sind auf der Suche nach deren Kopf, um mit dessen Hilfe Medusa wiederzuerwecken. Die Söhne Perseus' verfolgen sie und versuchen, dies zu verhindern. So einfach die Haupthandlung. Geschildert wird die Story abwechselnd aus der Sicht einer der Medusenschwestern, Sema, und ihrer Vertrauten Elena, einer Gargoyle. Die Idee, griechische Sagengestalten in die Gegenwart zu versetzen und die Protagonisten als PoC in LGBTQIA+ Beziehungen zu schildern, bietet einiges an frischem Wind und interessanten Blickpunkten. Leider gibt es hier schon den ersten von zwei Hauptkritikpunkten: Die ganze Zeit über blieben die Figuren flach und unpersönlich. Trotz vielfältiger Beziehungen, die im Laufe der Geschichte entstehen, bleibt der Leser außen vor und beobachtet das Geschehen aus großer Distanz. Ich hatte das Gefühl, als würde ich das Fotoalbum einer fremden Person durchblättern - ich konnte keinerlei Gefühle aufbauen. Das zweite Problem lag im Worldbuilding. In jedem Kapitel wechselte der Schauplatz, der teils sehr fantasievoll ausgeschmückt wurde. Nur spielten die Handlungsorte für den Fortgang der Geschichte überhaupt keine Rolle. So bleibt dieses Buch trotz der guten Grundidee leider nur Durchschnitt.
Aug 8, 2024
Die Geschichte spielt in der heutigen Zeit - Medusas Nachkommen sind auf der Suche nach deren Kopf, um mit dessen Hilfe Medusa wiederzuerwecken. Die Söhne Perseus' verfolgen sie und versuchen, dies zu verhindern. So einfach die Haupthandlung. Geschildert wird die Story abwechselnd aus der Sicht einer der Medusenschwestern, Sema, und ihrer Vertrauten Elena, einer Gargoyle. Die Idee, griechische Sagengestalten in die Gegenwart zu versetzen und die Protagonisten als PoC in LGBTQIA+ Beziehungen zu schildern, bietet einiges an frischem Wind und interessanten Blickpunkten. Leider gibt es hier schon den ersten von zwei Hauptkritikpunkten: Die ganze Zeit über blieben die Figuren flach und unpersönlich. Trotz vielfältiger Beziehungen, die im Laufe der Geschichte entstehen, bleibt der Leser außen vor und beobachtet das Geschehen aus großer Distanz. Ich hatte das Gefühl, als würde ich das Fotoalbum einer fremden Person durchblättern - ich konnte keinerlei Gefühle aufbauen. Das zweite Problem lag im Worldbuilding. In jedem Kapitel wechselte der Schauplatz, der teils sehr fantasievoll ausgeschmückt wurde. Nur spielten die Handlungsorte für den Fortgang der Geschichte überhaupt keine Rolle. So bleibt dieses Buch trotz der guten Grundidee leider nur Durchschnitt.
Aug 8, 2024






