Das Erbe der Elfenmagierin
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Description
Gemeinsam mit Bernhard Hennen schrieb James A. Sullivan einen der erfolgreichsten deutschen Fantasy-Romane: »Die Elfen«. Mit der vorliegenden High-Fantasy-Dilogie kehrt er nun in sein Heimatgenre zurück.
Sullivans elfischer Protagonist, Ardoas, trägt die Seele und die Erinnerungen der legendären Magierin Naromee in sich – und damit eine schwere Bestimmung: Nur er soll in der Lage sein, seinem Volk die vor langer Zeit gestohlene Seelenmagie zurückzubringen. Helfen soll ihm ein mysteriöses Orakel, das jedoch spurlos verschwunden scheint – und mächtige Feinde sind ihm auf den Fersen. Zahlreiche Gefahren lauern auf dem Weg zum Felsentempel von Beskadur, wo sich Ardoasʼ Schicksal entscheidet.
Der erste Band des Zweiteilers »Die Chroniken von Beskadur«: Ein fantastisches Abenteuer, das die klassische High Fantasy neu denkt.
Book Information
Author Description
James A. Sullivan wurde 1974 in West Point (Highlands, New York) geboren und wuchs in Deutschland auf. Er studierte Anglistik, Germanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Universität Köln. Gemeinsam mit Bernhard Hennen schrieb er einen der erfolgreichsten Fantasyromane aller Zeiten, »Die Elfen«.
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Sullivans elfischer Protagonist, Ardoas, trägt die Seele und die Erinnerungen der legendären Magierin Naromee in sich – und damit eine schwere Bestimmung: Nur er soll in der Lage sein, seinem Volk die vor langer Zeit gestohlene Seelenmagie zurückzubringen. Helfen soll ihm ein mysteriöses Orakel, das jedoch spurlos verschwunden scheint – und mächtige Feinde sind ihm auf den Fersen. Zahlreiche Gefahren lauern auf dem Weg zum Felsentempel von Beskadur, wo sich Ardoasʼ Schicksal entscheidet. So sachlich der Text oben klingt so ist leider auch der Schreibstil der Autorin auch als Hörbuch wurde es irgendwie nicht besser. Diese Schreibstil macht es schwer in die Geschichte reinzukommen. Ich hoffe Teil 2 wird besser.

"Das Erbe der Elfenmagierin" von James A. Sullivan war für mich typische High Fantasy mit einer ganzen Menge diverser Repräsentation. Ob diese gut ist, kann ich schwer beurteilen. Mir gefiel gut, dass es ein selbstverständlicher Teil der Geschichte ist. Ich bin schnell reingekommen und habe mich in der Welt wohlgefühlt. Was mir wohl am positivsten aufgefallen ist, ist der Umgang der Personen miteinander. Bei vielen Büchern denke ich mir, dann redet doch mal miteinader und das Problem ist gelöst. Das gab es in diesem Buch nicht. Es gab in diesem Buch so tolle Gemeinschaften, wo ich mir dachte, so ähnlich hätte ich das gerne auch im echten Leben. Es wurde sich gegenseitig unterstützt, geschätzt, Raum gegeben, es wurde miteinander geredet, es wurden Bedürfnisse zum Ausdruck gebracht und noch vieles mehr. Davon hätte ich gern auch in anderen Büchern mehr. Gut gefiel mir auch, dass es kein abruptes Ende gab. Ein Teil der Geschichte wurde zu Ende erzählt und im zweiten Band bin ich mir sicher gibt es noch genügend Neues zu entdecken.

Im Grunde eine ansprechende Geschichte, die sich aber endlos in die Länge zieht und am Ende des Buches ist man genauso schlau wie vorher. Es hat mich Mühe gekostet und ich habe ewig gebraucht es zu Ende zu lesen. Im zweiten Band geht es dann quasi wieder von vorne los. Nach 101 Seiten habe ich Band 2 dann abgebrochen. Schade
Spannend, aber...
Es war super schwer, in die Geschichte reinzukommen. Die Story ist in der Erzählerperspektive geschrieben und sehr sachlich. Durch das große Worldbuilding wird man immer wieder aus der Geschichte gezogen. Zum Ende hin habe ich dann alles besser verstanden und konnte mich auf die Story einlassen. Ich hoffe sehr, dass Band 2 die Reihe in ein besseres Licht rückt, da die Grundidee sehr gut ist.
Das gestern ist Geschicht, das morgen nur Gerücht. Doch im Streben nach vorn ist es wichtig zu wissen was wahr. Auf diesem Pfad lässt uns James A Sullivan wandern, während sich eine Welt auftut, die so magisch wie groß ist. Eine Geschichte, die tiefgreifende Gemeinschaft ebenso wie listige Feindseeligekeit beherbergt. Es sind die Fragmente im Mosaik der Vielfalt dieser Welt, welche den Tatendrang wecken alles zu erforschen. Hab Vertrauen in das was geschieht, dann wird sich dir mehr eröffnen, als du gesucht hast...
Rezension „Das Erbe der Elfenmagierin“ Autor: James A. Sullivan Übersetzerin: - Erscheinungsjahr (D): 2021 Verlag: Piper Reihe: Die Chroniken von Beskadur Bände: 1. Das Erbe der Elfenmagierin 2. Das Orakel in der Fremde Zusammenfassung: Es geht um den Elfen Ardoas. Er ist die siebte Reinkarnation der Elfin Naromee, die einst in der Fremde ihr Leben ließ und somit das Wissen der Seelenmagie verloren ging. Ardoas hat die Aufgabe, dieses Wissen zu suchen und zurück zu den Elfen zu bringen. Alle sechs Reinkarnationen vor ihm sind gescheitert. Welt: Die Welt an sich ist klassisch, keine Neu- oder Besonderheiten. Der einzig magische Ort ist das titelgebende Beskadur. Der Autor konzentriert sich vielmehr auf Diversität zwischen den Völkern. Es gibt klassisch Menschen, Elfen, Zwerge, allerdings auch andere Kreaturen mit Hörnern, Flügeln und marmornen Gesichtern. Auch die Geschlechter sind nicht festgelegt, von weblich, männlich, divers ist alles mit dabei. Ich fand das ganz erfrischend, da ich sowas noch nicht oft in Fantasy gelesen habe und es war zum Glück auch so geschrieben, dass es sich natürlich in die Welt eingepasst angefühlt hat und einem nicht ständig vor die Nase gehalten wurde. Allerdings fehlten mir die Konflikte untereinander. Jeder war mit jedem fein und außer dem Klischee-Bösewicht hat keiner ernsthafte Absichten, unserem Helden über mitzuspielen. Dabei hätte es durchaus Potenzial dazu gegeben. Charaktere: Wir sind mit drei Protagonisten unterwegs: Ardoas, der oben erwähnte Elf. Daludred, ein Adliger, der vor seiner Familie geflohen ist und hellseherische Fähigkeiten besitzt. Und Jerudana, eine Söldnerin, die eine starke Kämpferin ist, aber ein viel zu gutes Herz hat. Diese 3 Charaktere finden sehr schnell zueinander und haben – meiner Meinung nach – auch ein bisschen zu schnell Vertrauen untereinander. Alle finden sich untereinander sexuell anziehend (keine Angst, es ist keine YA-Romanze), allerdings fragte ich mich die ganze Zeit, wann sie sich genau ineinander verliebt haben. Das ging von Jetzt auch Gleich, sodass ich das ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich denke, der Autor wollte nicht nur Diverstät, sondern auch sexuelle Offenheit zeigen, was die Geschichte aber nicht gebraucht hätte. Die Charaktere blieben mir allerdings zu blass, es gab fast keine Charakterentwicklung und mein größtes Problem, das ich mich das ganze Buch hindurch gefragt hatte, ist, warum Ardoas eigentlich unbedingt diese Seelenmagie zurückbringen muss? Was ist die Seelenmagie überhaupt? Warum ist sie für die Elfen so wichtig, wenn sie doch offensichtlich auch ohne sie ein friedliches Leben führen können? Warum schickt man die Reinkarnationen alleine in die Welt, anstatt eine ordentliche bewaffnete Eskorte mitzuschicken, wenn es da draußen doch so gefährlich ist und offenbar ja schon 6 Versuche gescheitert sind? Leider alles Fragen, die mir nicht beantwortet wurden. Ich bin sonst niemand, der kritisch hinterfragt, aber ein bisschen Logik muss schon vorhanden sein. Schreibstil: Viele Rezensenten meinen, dass der Schreibstil an die Artus-Sagen angelehnt sei, was ich aus meiner Sicht nicht bestätigen kann, weil ich dazu keinen Vergleich habe. Allerdings kann ich sagen, dass es mir doch viel zu harmonisch und auch langsam voran ging. Die Reihe ist bloß eine Dilogie, aber trotzdem kam es mir beim ersten Band viel länger vor, weil sich alles irgendwie gezogen hat. Wer auf langsam erzählte Geschichten mit wenig Action steht, der kann hier vielleicht seinen Spaß dran finden. Fazit: Ein grundsolides Fantasybuch, bei dem der Funke bei mir leider nicht übergesprungen ist. Kaum Konflikte, Charaktere zu harmonisch, Welt zu langweilig. Leider hatte ich mir Band 2 schon zugelegt, aber die beiden Bücher werden dann bei mir auch wieder ausziehen.
Die Rezension fällt mir etwas schwer (sage ich gefühlt immer, wenn ich ein bisschen was zu kritisieren habe, glaube ich). Fangen wir mit dem Positiven an, wie immer. Erst einmal glaube ich, dass dieses Buch wegweisend sein sollte, und zwar in Hinsicht darauf, dass es zeigt, wie moderne Fantasy sein KANN und sein SOLLTE. So, wie Tolkien damals mit dem Herrn der Ringe das Genre Fantasy zugänglich gemacht hat, findet mit einem Werk wie "Das Erbe der Elfenmagierin" durchaus eine Revolution des Genres statt. James Sullivan erschafft eine Welt, die sehr gut ein besseres, getreueres Abbild tatsächlicher Gesellschaft widerspiegelt; divers, facettenreich und na ja, einfach realistischer, als eine Geschichte, in der nur weiße, heterosexuelle Männer in bester, körperlicher Form rumrennen. Generell mag ich das Worldbuilding. Es zeugt von viel Liebe und Kreativität (mit kleinen Abstrichen, aber dazu komme ich gleich noch). Auch die Grundidee ist toll. Ich finde die Vorstellung dieses Reinkarnationszyklus sehr spannend. Der Schreibstil ist größtenteils flüssig und angenehm zu lesen, ich bin gut durch die Geschichte durchgekommen und er passt zu der erzählten Geschichte und der Handlung. An sich mag ich die Figurenkonstellation. Okay, jetzt kommen wir zu den Punkten, die mir nicht so gut gefallen haben. Vieles davon sind Sachen, denen ich zwiegespalten gegenüberstehe. Das Buch wird als "wholesome epic fantasy" getaggt, was definitiv stimmt. Und ich finde auch definitiv, dass es mehr solche Bücher geben sollte, denn es scheint vielen bisher in diesem Genre zu fehlen. Meinen persönlichen Geschmack trifft es allerdings nicht, oder ich war nicht in der richtigen Stimmung dafür. Die Handlung verläuft mir zu schleppend und wenn dann Action passiert, wird sie immer sehr schnell abgebremst. Bis auf den finalen Kampf, werden Kämpfe, für mich persönlich, zu schnell und einfach von den Figuren beendet. Auch die überall herrschende Harmonie, die schnellen Bündnisse und das Vertrauen-auf-den-ersten-Blick fühlt sich für mich leider nicht realistisch an. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen, sind alle Figuren "gut" und haben auch keine wirklichen, erkennbaren Schwächen. Das, was als Schwächen bezeichnet wird, empfinde ich oft nicht passend für die Figuren (eine Söldnerin, deren Schwäche es ist, allen Leuten zu vertrauen, würde in ihrem Beruf sicher nicht sonderlich alt und auf jeden Fall nicht erfolgreich sein). Dadurch wirkten viele der Figuren unglaublich naiv auf mich - aber weil überall ein großes Harmoniebedürfnis herrschte, und alles immer sofort vergeben und vergessen wurde, wurde niemand dafür bestraft. Mir waren die "stakes" einfach nicht zu hoch, dadurch konnte ich nicht wirklich mitfiebern, wenn den Figuren etwas passiert ist oder sie in Gefahr waren. Immerhin wusste ich, dass ihnen nicht WIRKLICH etwas schlimmes passieren würde. Wie gesagt fand ich das Worldbuilding sehr gut und gelungen, genauso wie die Tatsache, wie normal Queerness in der Welt gehandhabt wurde. Gleichzeitig hat mich die Umsetzung nicht zu 100% überzeugt. Die Diversität (in Bezug auf Queerness) ist nicht organisch passiert, sondern war meistens "tell". Die Sexualität und das Geschlecht der Figuren wirkten auf mich oft wie die wichtigste Information über diese Figur, während sie gleichzeitig immer in den ersten zwei Sätzen abgehandelt wurde, als sollte extra betont werden, dass die Welt eben divers ist. Große Pluspunkte eben dafür, dass die Figuren so divers waren - aber für mich war es nicht so gut in die Geschichte und den Erzählfluss eingebaut, wie es hätte sein können, damit Queerness eben zu etwas wird, dass einfach normal ist. Für unsere Hauptfigur ist es das nämlich, deswegen hat es für mich nicht gepasst, dass das von ihm ständig so hervorgehoben wurde. Noch ein Punkt, der mich etwas gestört hat, der aber definitiv zu 100% persönlicher Geschmack ist: Mir war das zu viel Beziehungskram. Im Prinzip yay für eine polygame Beziehung, aber für mich waren die ganze Liebe und das Begehren zu viel und auch zu schnell. Das klingt jetzt alles deutlich negativer, als ich es empfinde. "Das Erbe der Elfenmagierin" ist ein tolles, wegweisendes Buch, das ein neues Kapitel im Genre aufschlägt und hoffentlich nicht nur mich, sondern auch viele andere dazu inspiriert, neu und anders übers Worldbuilding nachzudenken. Wer sich nach Fantasy sehnt, die nicht brutal und kriegerisch und insgesamt weniger aufregend (und das meine ich nicht negativ!) ist, sondern mehr ans Herz geht, der wird hier wunderbare Lesestunden finden. In der Diversität werden hoffentlich viele endlich ein Buch finden, in dem sie sich repräsentiert fühlen. Nur für mich persönlich war es leider nicht das richtige Buch, aber ich bewundere zutiefst, was James Sullivan hier geleistet hat.
Mit diesem Buch durfte ich eine spannende, emotionale, schöne und sogar witzige Geschichte erleben. Anfangs war ich einfach nur verwirrt, weil die ganze Welt sehr episch beschrieben wird und es viele, viele Charaktere und Namen gibt, die man auf den ersten Seiten kennenlernt. Zusätzlich zu der Grundstory. Darum braucht das Buch so ca 80 Seiten. Auch da kommt man dann erst dem Hauptprotagonisten Ardoas wirklich nahe. Aber ab diesem Zeitpunkt hatte mich die Geschichte voll und ganz. Ich habe mir, für ein Fantasybuch, wirklich sehr viel markiert. Vor allem Zitate einer bestimmten Prota. (Will an dieser Stelle nichts spoilern) Die Geschichte war eher tiefgründig und ruhig, was aber sehr gut diese erhabene Art der Elfen rüberbringt. Es war wirklich spannend zu lesen, was auf der Reise von Ardoas so passiert. Und es gab auch viele Dinge aus unserer Zeit, die in dem Buch sehr selbstverständlich eine Rolle spielen. Das Ende hat mein Herz schon etwas zerstört, aber ich freue mich sehr auf Band 2 und den weitergang der Geschichte.
‚Das Erbe der Elfenmagierin‘ von James A. Sullivan war das zweite Buch, das wir im Buchclub ‚Zum Legendarium‘ gelesen haben. Es ist High Fantasy, wie ich sie liebe: Eine unglaublich detaillierte Welt, unzählige, vielschichtige Figuren, eine Reise voller Gefahren. Und auch wenn die Reise größtenteils sehr ruhig ist, konnte sie ihren Zauber voll entfalten. Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, habe ich gemerkt, dass es eine sehr anspruchsvolle Geschichte werden wird, die meine volle Aufmerksamkeit braucht. Viele Figuren, Diversität, Inkarnationen, die 2000 Jahre zurückreichen. Ich liebe diese Komplexität und kann mir Gott sei Dank Namen gut merken und auch zuordnen. So fiel mir der Start ins Buch leichter. Es beginnt sehr ruhig und doch habe ich mich keine Sekunde gelangweilt. Die bedächtige und erhabene Erzählweise passt zur Geschichte und zum Setting. Trotz der ruhigen Erzählweise schreitet die Handlung schnell voran bzw. ist die Reise sehr zügig. Sie ist lang und ich kann verstehen, dass nicht alle Stationen in aller Ausführlichkeit beschrieben werden. Doch es hat mich trotzdem ein bisschen gestört und ich habe mich gefragt, ob nicht weniger Stationen, die dafür detaillierter beschrieben worden wären, besser gewesen wären. Es wirkte so etwas gehetzt. Ich fand es auch nicht so gelungen, dass die Reisenden eigentlich überall nett empfangen werden, alles glatt läuft und keinerlei Hindernisse ihren Weg kreuzen. Es lief mir einfach etwas zu glatt, aber das mag, wie die kurzen Stationen, dem geschuldet sein, dass der Fokus auf späteren Ereignissen liegt. Doch diese Kleinigkeiten haben meine Lesefreude eigentlich kaum gestört. Die Geschichte spielt in einer Welt, deren Ausmaß man mithilfe der schönen Karte in der vorderen Klappe erahnen kann. Prächtig und atmosphärisch beschrieben, besiedelt mit allerlei Völkern, durchzogen mit magischen Elfenpfaden, deren Beschreibungen traumhafte Bilder heraufbeschwören lassen. Ich mochte vor allem auch die Diversität der Welt, so, als wäre sie nie anders gewesen (mehr zu diesem Konzept der ‚Progressiven Phantastik‘ findest du hier). Das ist in der englischen Fantasy schon längst angekommen und ich freue mich, dass die Diversität der Geschlechter und Geschlechtsidentitäten auch immer mehr den Weg auf den deutschen Buchmarkt finden. Wir begleiten Protagonist Ardoas auf seiner Reise durch die Welt Alvaredur, auf der Suche nach seiner Erinnerung. Er ist eine Inkarnation der Elfenmagierin Naromee, doch zur Enttäuschung aller erinnert er sich nicht an deren Wissen. Aufzeichnungen einer früheren Inkarnation führen ihn schließlich auf die Suche nach einem Orakel, das die Hoffnung ihn ihm weckt, seine Erinnerungen zu erlangen. Ich bin eigentlich eine personenbezogene Leserin, die meist eine Verbindung zu den Figuren braucht, um sie zu mögen bzw. um ihr Handeln nachvollziehen zu können. Hier habe ich diese Verbindung nicht zu einzelnen Personen aufbauen können, dafür aber zu der Gemeinschaft, die sich der Gefahren Alvaredurs stellt. Es ist eine so besondere Beziehung, die diese drei Figuren haben, so respektvoll und voller Liebe, Hingabe und Vertrauen. Die Liebesszenen werden nur kurz angeschnitten und überlassen eigentlich alles der Fantasie, waren aber dabei so eindringlich und gefühlvoll, ohne sich den Lesenden aufzudrängen. Sie bleibt im Hintergrund, beschreibt aber alles, was die Gemeinschaft ausmacht. Ich bin immer noch begeistert von dieser Erzählweise und hoffe, dass ich im Finalband noch mehr davon bekomme. 4,5 Sterne.
„Das Erbe der Elfenmagierin“ von James A. Sullivan ist der erste Band der „Chroniken von Beskadur“-Dilogie, in der es um die Suche der Elfen nach der verlorenen Seelenmagie geht. Erschienen ist der Roman bei Piper im Oktober 2021. Die Elfen haben vor langer Zeit ihre Seelenmagie verloren, doch es gibt eine Prophezeiung, die besagt, dass die Inkarnationen der berühmten Magierin Naromee diese zurückbringen können. Ardoas ist eine der Inkarnationen. Er trägt ihre Seele und ihre Erinnerungen in sich, doch den Zugriff auf diese Erinnerungen muss er erst noch erlangen. Kurz nach seinem 32. Geburtstag begibt er sich daher auf eine Reise. Diese ist von Gefahren gespickt und bringt ihn auf die Spur eines Orakels, über das sich nur schwer etwas herausfinden lässt. Ich wollte schon längere Zeit etwas von James A. Sullivan lesen und darüber hinaus wurde es auch mal wieder Zeit für ein bisschen Fantasy auf meinem Blog. Ich folge dem Autor schon seit Längerem auf Twitter und das was ich bisher mitbekommen habe, hat mich angesprochen. Es wurde daher endlich Zeit zu diesem Buch zu greifen. Ich bin wunderbar in die Geschichte reingekommen. Es ist auf den ersten Blick wirklich sehr typische High Fantasy. Etwas ist verloren gegangen, jemand muss sich auf die Suche begeben und natürlich müssen dabei Herausforderungen gemeistert werden. Das hat mir den Einstieg sehr leicht gemacht. Ich habe mich direkt wohl gefühlt und war neugierig darauf, mehr über die Elfen und die anderen Wesen in dieser Welt zu erfahren. Die Beschreibungen zur Lebensweise der Elfen haben mir sehr gut gefallen. Die Idee mit den Inkarnationen finde ich spannend. Schnell wird klar, dass es eben nicht nur typische High Fantasy ist, sondern das auch Progressivität in dieser Reihe groß geschrieben wird. Der Autor hat dies nicht nur in seiner Twitterbio stehen, sondern er liefert auch ab. Polyamorie, trans, non-binär, POC, etc. sind alles Dinge, die in dieser Reihe vorkommen. Mir hat die Umsetzung sehr gut gefallen, ob es gute Repräsentation ist, kann ich nicht beurteilen, da ich selber weiß und cis bin. Ich sehe nur, dass es ein selbstverständlicher Teil des großen Ganzen sind. Es wird kein großes Brimborium drum gemacht und es fügt sich harmonisch in die Gesamtgeschichte ein. Sehr erfrischend in diesem Buch fand ich den Umgang vieler miteinander. Respekt, Empathie, Verständnis für die Situation anderer wurde hier sehr groß geschrieben. In diesem Buch gab es niemals den Moment, dass ich mir gedacht habe, dann redet doch miteinander und das Problem ist gelöst. Es gab in diesem Buch so tolle Gemeinschaften, wo ich mir dachte, so ähnlich hätte ich das gerne auch im echten Leben. Es wurde sich gegenseitig unterstützt, geschätzt, Raum gegeben, es wurde miteinander geredet, es wurden Bedürfnisse zum Ausdruck gebracht und noch vieles mehr. In dieser Hinsicht könnte ich wirklich kaum begeisterter sein und hoffe, dass dies auch im zweiten Teil weiterhin so ist. So etwas würde ich gerne viel häufiger lesen. Der Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen. Zuerst wird einem Raum gegeben, um die Welt kennenzulernen, bevor dann Fahrt aufgenommen wird und Ardoas Abenteuer beginnt. Viele neue Eindrücke prasseln auf ihn ein und ich bin gerne Teil dieser Reise gewesen. Gerade im letzten Drittel nimmt der Roman nochmal an Intensität zu und hat mich extrem in seinen Bann gezogen. Das Ende hat mir gut gefallen. Es ist kein Cliffhanger, sondern ein Teil der Geschichte ist beendet, aber es gibt genügend Fragen, so dass man gerne recht schnell weiterlesen möchte, aber eine Pause um das Gelesene zu verarbeiten auch nicht schlecht ist. Ich mag diese Art von Geschichten. Wenn ich den übermäßigen Drang habe, direkt weiterzulesen, ist das auch irgendwie toll, aber manchmal habe ich dann das Gefühl, dass ich einige Nuancen einer Geschichte gar nicht so recht mitbekomme. Ardoas ist der Protagonist in diesem Buch und ich bin seiner Geschichte gerne gefolgt. Er genießt eine Sonderstellung im Gefüge dieses Romanes, da er die Inkarnation Naromees ist. Für mich hat allerdings die Gemeinschaft, die sich im Laufe der Geschichte bildet, für das gewisse Etwas gesorgt und ich habe eher hier richtig mitgefiebert als mit Ardoas alleine. Die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen spielen eine Rolle und in der Gemeinschaft schaffen sie es über sich hinauszuwachsen. Die Fantasy-Elemente, die in diesem Roman genutzt wurden, sind recht typisch. Es gibt unterschiedliche Völker und Magie und diese bedürfen nur kurzer Erklärungen. Für mich hat sich alles recht natürlich und selbsterklärend angefühlt. Die Welt ist vom Mittelalter angehaucht. Es gibt Burgen und Barone, es wird auf Pferden geritten, etc. Das kann mich nicht unbedingt in Begeisterungsstürme versetzen, aber auch Altbewährtes hat seinen Reiz, erleichtert es einem doch den Zugang zu dieser Welt. Als Zusatzmaterial findet ihr ein Glossar und ein Personenverzeichnis sowie Triggerwarnungen, die bereits am Anfang des Buches angekündigt werden, aber erst im Anhang weiter ausgeführt werden. Ein Nachwort gibt es nicht. Mich hätte tatsächlich interessiert, ob es Sensitivity-Reader gab, aber vielleicht werde ich in dieser Hinsicht noch woanders fündig. Fazit: Eine gelungene Fantasy-Geschichte, die einen mit ihren typischen Elementen den Einstieg erleichtert, die zusätzlich aber mit ihren progressiven Elementen zu überzeugen weiß. Ich habe selten eine Geschichte gelesen, wo mich der Umgang der Einzelnen miteinander so sehr begeistern konnte. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht und kann diesen Roman jedem Fantasy-Fan wärmstens ans Herz legen.
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Gemeinsam mit Bernhard Hennen schrieb James A. Sullivan einen der erfolgreichsten deutschen Fantasy-Romane: »Die Elfen«. Mit der vorliegenden High-Fantasy-Dilogie kehrt er nun in sein Heimatgenre zurück.
Sullivans elfischer Protagonist, Ardoas, trägt die Seele und die Erinnerungen der legendären Magierin Naromee in sich – und damit eine schwere Bestimmung: Nur er soll in der Lage sein, seinem Volk die vor langer Zeit gestohlene Seelenmagie zurückzubringen. Helfen soll ihm ein mysteriöses Orakel, das jedoch spurlos verschwunden scheint – und mächtige Feinde sind ihm auf den Fersen. Zahlreiche Gefahren lauern auf dem Weg zum Felsentempel von Beskadur, wo sich Ardoasʼ Schicksal entscheidet.
Der erste Band des Zweiteilers »Die Chroniken von Beskadur«: Ein fantastisches Abenteuer, das die klassische High Fantasy neu denkt.
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Author Description
James A. Sullivan wurde 1974 in West Point (Highlands, New York) geboren und wuchs in Deutschland auf. Er studierte Anglistik, Germanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Universität Köln. Gemeinsam mit Bernhard Hennen schrieb er einen der erfolgreichsten Fantasyromane aller Zeiten, »Die Elfen«.
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Sullivans elfischer Protagonist, Ardoas, trägt die Seele und die Erinnerungen der legendären Magierin Naromee in sich – und damit eine schwere Bestimmung: Nur er soll in der Lage sein, seinem Volk die vor langer Zeit gestohlene Seelenmagie zurückzubringen. Helfen soll ihm ein mysteriöses Orakel, das jedoch spurlos verschwunden scheint – und mächtige Feinde sind ihm auf den Fersen. Zahlreiche Gefahren lauern auf dem Weg zum Felsentempel von Beskadur, wo sich Ardoasʼ Schicksal entscheidet. So sachlich der Text oben klingt so ist leider auch der Schreibstil der Autorin auch als Hörbuch wurde es irgendwie nicht besser. Diese Schreibstil macht es schwer in die Geschichte reinzukommen. Ich hoffe Teil 2 wird besser.

"Das Erbe der Elfenmagierin" von James A. Sullivan war für mich typische High Fantasy mit einer ganzen Menge diverser Repräsentation. Ob diese gut ist, kann ich schwer beurteilen. Mir gefiel gut, dass es ein selbstverständlicher Teil der Geschichte ist. Ich bin schnell reingekommen und habe mich in der Welt wohlgefühlt. Was mir wohl am positivsten aufgefallen ist, ist der Umgang der Personen miteinander. Bei vielen Büchern denke ich mir, dann redet doch mal miteinader und das Problem ist gelöst. Das gab es in diesem Buch nicht. Es gab in diesem Buch so tolle Gemeinschaften, wo ich mir dachte, so ähnlich hätte ich das gerne auch im echten Leben. Es wurde sich gegenseitig unterstützt, geschätzt, Raum gegeben, es wurde miteinander geredet, es wurden Bedürfnisse zum Ausdruck gebracht und noch vieles mehr. Davon hätte ich gern auch in anderen Büchern mehr. Gut gefiel mir auch, dass es kein abruptes Ende gab. Ein Teil der Geschichte wurde zu Ende erzählt und im zweiten Band bin ich mir sicher gibt es noch genügend Neues zu entdecken.

Im Grunde eine ansprechende Geschichte, die sich aber endlos in die Länge zieht und am Ende des Buches ist man genauso schlau wie vorher. Es hat mich Mühe gekostet und ich habe ewig gebraucht es zu Ende zu lesen. Im zweiten Band geht es dann quasi wieder von vorne los. Nach 101 Seiten habe ich Band 2 dann abgebrochen. Schade
Spannend, aber...
Es war super schwer, in die Geschichte reinzukommen. Die Story ist in der Erzählerperspektive geschrieben und sehr sachlich. Durch das große Worldbuilding wird man immer wieder aus der Geschichte gezogen. Zum Ende hin habe ich dann alles besser verstanden und konnte mich auf die Story einlassen. Ich hoffe sehr, dass Band 2 die Reihe in ein besseres Licht rückt, da die Grundidee sehr gut ist.
Das gestern ist Geschicht, das morgen nur Gerücht. Doch im Streben nach vorn ist es wichtig zu wissen was wahr. Auf diesem Pfad lässt uns James A Sullivan wandern, während sich eine Welt auftut, die so magisch wie groß ist. Eine Geschichte, die tiefgreifende Gemeinschaft ebenso wie listige Feindseeligekeit beherbergt. Es sind die Fragmente im Mosaik der Vielfalt dieser Welt, welche den Tatendrang wecken alles zu erforschen. Hab Vertrauen in das was geschieht, dann wird sich dir mehr eröffnen, als du gesucht hast...
Rezension „Das Erbe der Elfenmagierin“ Autor: James A. Sullivan Übersetzerin: - Erscheinungsjahr (D): 2021 Verlag: Piper Reihe: Die Chroniken von Beskadur Bände: 1. Das Erbe der Elfenmagierin 2. Das Orakel in der Fremde Zusammenfassung: Es geht um den Elfen Ardoas. Er ist die siebte Reinkarnation der Elfin Naromee, die einst in der Fremde ihr Leben ließ und somit das Wissen der Seelenmagie verloren ging. Ardoas hat die Aufgabe, dieses Wissen zu suchen und zurück zu den Elfen zu bringen. Alle sechs Reinkarnationen vor ihm sind gescheitert. Welt: Die Welt an sich ist klassisch, keine Neu- oder Besonderheiten. Der einzig magische Ort ist das titelgebende Beskadur. Der Autor konzentriert sich vielmehr auf Diversität zwischen den Völkern. Es gibt klassisch Menschen, Elfen, Zwerge, allerdings auch andere Kreaturen mit Hörnern, Flügeln und marmornen Gesichtern. Auch die Geschlechter sind nicht festgelegt, von weblich, männlich, divers ist alles mit dabei. Ich fand das ganz erfrischend, da ich sowas noch nicht oft in Fantasy gelesen habe und es war zum Glück auch so geschrieben, dass es sich natürlich in die Welt eingepasst angefühlt hat und einem nicht ständig vor die Nase gehalten wurde. Allerdings fehlten mir die Konflikte untereinander. Jeder war mit jedem fein und außer dem Klischee-Bösewicht hat keiner ernsthafte Absichten, unserem Helden über mitzuspielen. Dabei hätte es durchaus Potenzial dazu gegeben. Charaktere: Wir sind mit drei Protagonisten unterwegs: Ardoas, der oben erwähnte Elf. Daludred, ein Adliger, der vor seiner Familie geflohen ist und hellseherische Fähigkeiten besitzt. Und Jerudana, eine Söldnerin, die eine starke Kämpferin ist, aber ein viel zu gutes Herz hat. Diese 3 Charaktere finden sehr schnell zueinander und haben – meiner Meinung nach – auch ein bisschen zu schnell Vertrauen untereinander. Alle finden sich untereinander sexuell anziehend (keine Angst, es ist keine YA-Romanze), allerdings fragte ich mich die ganze Zeit, wann sie sich genau ineinander verliebt haben. Das ging von Jetzt auch Gleich, sodass ich das ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich denke, der Autor wollte nicht nur Diverstät, sondern auch sexuelle Offenheit zeigen, was die Geschichte aber nicht gebraucht hätte. Die Charaktere blieben mir allerdings zu blass, es gab fast keine Charakterentwicklung und mein größtes Problem, das ich mich das ganze Buch hindurch gefragt hatte, ist, warum Ardoas eigentlich unbedingt diese Seelenmagie zurückbringen muss? Was ist die Seelenmagie überhaupt? Warum ist sie für die Elfen so wichtig, wenn sie doch offensichtlich auch ohne sie ein friedliches Leben führen können? Warum schickt man die Reinkarnationen alleine in die Welt, anstatt eine ordentliche bewaffnete Eskorte mitzuschicken, wenn es da draußen doch so gefährlich ist und offenbar ja schon 6 Versuche gescheitert sind? Leider alles Fragen, die mir nicht beantwortet wurden. Ich bin sonst niemand, der kritisch hinterfragt, aber ein bisschen Logik muss schon vorhanden sein. Schreibstil: Viele Rezensenten meinen, dass der Schreibstil an die Artus-Sagen angelehnt sei, was ich aus meiner Sicht nicht bestätigen kann, weil ich dazu keinen Vergleich habe. Allerdings kann ich sagen, dass es mir doch viel zu harmonisch und auch langsam voran ging. Die Reihe ist bloß eine Dilogie, aber trotzdem kam es mir beim ersten Band viel länger vor, weil sich alles irgendwie gezogen hat. Wer auf langsam erzählte Geschichten mit wenig Action steht, der kann hier vielleicht seinen Spaß dran finden. Fazit: Ein grundsolides Fantasybuch, bei dem der Funke bei mir leider nicht übergesprungen ist. Kaum Konflikte, Charaktere zu harmonisch, Welt zu langweilig. Leider hatte ich mir Band 2 schon zugelegt, aber die beiden Bücher werden dann bei mir auch wieder ausziehen.
Die Rezension fällt mir etwas schwer (sage ich gefühlt immer, wenn ich ein bisschen was zu kritisieren habe, glaube ich). Fangen wir mit dem Positiven an, wie immer. Erst einmal glaube ich, dass dieses Buch wegweisend sein sollte, und zwar in Hinsicht darauf, dass es zeigt, wie moderne Fantasy sein KANN und sein SOLLTE. So, wie Tolkien damals mit dem Herrn der Ringe das Genre Fantasy zugänglich gemacht hat, findet mit einem Werk wie "Das Erbe der Elfenmagierin" durchaus eine Revolution des Genres statt. James Sullivan erschafft eine Welt, die sehr gut ein besseres, getreueres Abbild tatsächlicher Gesellschaft widerspiegelt; divers, facettenreich und na ja, einfach realistischer, als eine Geschichte, in der nur weiße, heterosexuelle Männer in bester, körperlicher Form rumrennen. Generell mag ich das Worldbuilding. Es zeugt von viel Liebe und Kreativität (mit kleinen Abstrichen, aber dazu komme ich gleich noch). Auch die Grundidee ist toll. Ich finde die Vorstellung dieses Reinkarnationszyklus sehr spannend. Der Schreibstil ist größtenteils flüssig und angenehm zu lesen, ich bin gut durch die Geschichte durchgekommen und er passt zu der erzählten Geschichte und der Handlung. An sich mag ich die Figurenkonstellation. Okay, jetzt kommen wir zu den Punkten, die mir nicht so gut gefallen haben. Vieles davon sind Sachen, denen ich zwiegespalten gegenüberstehe. Das Buch wird als "wholesome epic fantasy" getaggt, was definitiv stimmt. Und ich finde auch definitiv, dass es mehr solche Bücher geben sollte, denn es scheint vielen bisher in diesem Genre zu fehlen. Meinen persönlichen Geschmack trifft es allerdings nicht, oder ich war nicht in der richtigen Stimmung dafür. Die Handlung verläuft mir zu schleppend und wenn dann Action passiert, wird sie immer sehr schnell abgebremst. Bis auf den finalen Kampf, werden Kämpfe, für mich persönlich, zu schnell und einfach von den Figuren beendet. Auch die überall herrschende Harmonie, die schnellen Bündnisse und das Vertrauen-auf-den-ersten-Blick fühlt sich für mich leider nicht realistisch an. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen, sind alle Figuren "gut" und haben auch keine wirklichen, erkennbaren Schwächen. Das, was als Schwächen bezeichnet wird, empfinde ich oft nicht passend für die Figuren (eine Söldnerin, deren Schwäche es ist, allen Leuten zu vertrauen, würde in ihrem Beruf sicher nicht sonderlich alt und auf jeden Fall nicht erfolgreich sein). Dadurch wirkten viele der Figuren unglaublich naiv auf mich - aber weil überall ein großes Harmoniebedürfnis herrschte, und alles immer sofort vergeben und vergessen wurde, wurde niemand dafür bestraft. Mir waren die "stakes" einfach nicht zu hoch, dadurch konnte ich nicht wirklich mitfiebern, wenn den Figuren etwas passiert ist oder sie in Gefahr waren. Immerhin wusste ich, dass ihnen nicht WIRKLICH etwas schlimmes passieren würde. Wie gesagt fand ich das Worldbuilding sehr gut und gelungen, genauso wie die Tatsache, wie normal Queerness in der Welt gehandhabt wurde. Gleichzeitig hat mich die Umsetzung nicht zu 100% überzeugt. Die Diversität (in Bezug auf Queerness) ist nicht organisch passiert, sondern war meistens "tell". Die Sexualität und das Geschlecht der Figuren wirkten auf mich oft wie die wichtigste Information über diese Figur, während sie gleichzeitig immer in den ersten zwei Sätzen abgehandelt wurde, als sollte extra betont werden, dass die Welt eben divers ist. Große Pluspunkte eben dafür, dass die Figuren so divers waren - aber für mich war es nicht so gut in die Geschichte und den Erzählfluss eingebaut, wie es hätte sein können, damit Queerness eben zu etwas wird, dass einfach normal ist. Für unsere Hauptfigur ist es das nämlich, deswegen hat es für mich nicht gepasst, dass das von ihm ständig so hervorgehoben wurde. Noch ein Punkt, der mich etwas gestört hat, der aber definitiv zu 100% persönlicher Geschmack ist: Mir war das zu viel Beziehungskram. Im Prinzip yay für eine polygame Beziehung, aber für mich waren die ganze Liebe und das Begehren zu viel und auch zu schnell. Das klingt jetzt alles deutlich negativer, als ich es empfinde. "Das Erbe der Elfenmagierin" ist ein tolles, wegweisendes Buch, das ein neues Kapitel im Genre aufschlägt und hoffentlich nicht nur mich, sondern auch viele andere dazu inspiriert, neu und anders übers Worldbuilding nachzudenken. Wer sich nach Fantasy sehnt, die nicht brutal und kriegerisch und insgesamt weniger aufregend (und das meine ich nicht negativ!) ist, sondern mehr ans Herz geht, der wird hier wunderbare Lesestunden finden. In der Diversität werden hoffentlich viele endlich ein Buch finden, in dem sie sich repräsentiert fühlen. Nur für mich persönlich war es leider nicht das richtige Buch, aber ich bewundere zutiefst, was James Sullivan hier geleistet hat.
Mit diesem Buch durfte ich eine spannende, emotionale, schöne und sogar witzige Geschichte erleben. Anfangs war ich einfach nur verwirrt, weil die ganze Welt sehr episch beschrieben wird und es viele, viele Charaktere und Namen gibt, die man auf den ersten Seiten kennenlernt. Zusätzlich zu der Grundstory. Darum braucht das Buch so ca 80 Seiten. Auch da kommt man dann erst dem Hauptprotagonisten Ardoas wirklich nahe. Aber ab diesem Zeitpunkt hatte mich die Geschichte voll und ganz. Ich habe mir, für ein Fantasybuch, wirklich sehr viel markiert. Vor allem Zitate einer bestimmten Prota. (Will an dieser Stelle nichts spoilern) Die Geschichte war eher tiefgründig und ruhig, was aber sehr gut diese erhabene Art der Elfen rüberbringt. Es war wirklich spannend zu lesen, was auf der Reise von Ardoas so passiert. Und es gab auch viele Dinge aus unserer Zeit, die in dem Buch sehr selbstverständlich eine Rolle spielen. Das Ende hat mein Herz schon etwas zerstört, aber ich freue mich sehr auf Band 2 und den weitergang der Geschichte.
‚Das Erbe der Elfenmagierin‘ von James A. Sullivan war das zweite Buch, das wir im Buchclub ‚Zum Legendarium‘ gelesen haben. Es ist High Fantasy, wie ich sie liebe: Eine unglaublich detaillierte Welt, unzählige, vielschichtige Figuren, eine Reise voller Gefahren. Und auch wenn die Reise größtenteils sehr ruhig ist, konnte sie ihren Zauber voll entfalten. Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, habe ich gemerkt, dass es eine sehr anspruchsvolle Geschichte werden wird, die meine volle Aufmerksamkeit braucht. Viele Figuren, Diversität, Inkarnationen, die 2000 Jahre zurückreichen. Ich liebe diese Komplexität und kann mir Gott sei Dank Namen gut merken und auch zuordnen. So fiel mir der Start ins Buch leichter. Es beginnt sehr ruhig und doch habe ich mich keine Sekunde gelangweilt. Die bedächtige und erhabene Erzählweise passt zur Geschichte und zum Setting. Trotz der ruhigen Erzählweise schreitet die Handlung schnell voran bzw. ist die Reise sehr zügig. Sie ist lang und ich kann verstehen, dass nicht alle Stationen in aller Ausführlichkeit beschrieben werden. Doch es hat mich trotzdem ein bisschen gestört und ich habe mich gefragt, ob nicht weniger Stationen, die dafür detaillierter beschrieben worden wären, besser gewesen wären. Es wirkte so etwas gehetzt. Ich fand es auch nicht so gelungen, dass die Reisenden eigentlich überall nett empfangen werden, alles glatt läuft und keinerlei Hindernisse ihren Weg kreuzen. Es lief mir einfach etwas zu glatt, aber das mag, wie die kurzen Stationen, dem geschuldet sein, dass der Fokus auf späteren Ereignissen liegt. Doch diese Kleinigkeiten haben meine Lesefreude eigentlich kaum gestört. Die Geschichte spielt in einer Welt, deren Ausmaß man mithilfe der schönen Karte in der vorderen Klappe erahnen kann. Prächtig und atmosphärisch beschrieben, besiedelt mit allerlei Völkern, durchzogen mit magischen Elfenpfaden, deren Beschreibungen traumhafte Bilder heraufbeschwören lassen. Ich mochte vor allem auch die Diversität der Welt, so, als wäre sie nie anders gewesen (mehr zu diesem Konzept der ‚Progressiven Phantastik‘ findest du hier). Das ist in der englischen Fantasy schon längst angekommen und ich freue mich, dass die Diversität der Geschlechter und Geschlechtsidentitäten auch immer mehr den Weg auf den deutschen Buchmarkt finden. Wir begleiten Protagonist Ardoas auf seiner Reise durch die Welt Alvaredur, auf der Suche nach seiner Erinnerung. Er ist eine Inkarnation der Elfenmagierin Naromee, doch zur Enttäuschung aller erinnert er sich nicht an deren Wissen. Aufzeichnungen einer früheren Inkarnation führen ihn schließlich auf die Suche nach einem Orakel, das die Hoffnung ihn ihm weckt, seine Erinnerungen zu erlangen. Ich bin eigentlich eine personenbezogene Leserin, die meist eine Verbindung zu den Figuren braucht, um sie zu mögen bzw. um ihr Handeln nachvollziehen zu können. Hier habe ich diese Verbindung nicht zu einzelnen Personen aufbauen können, dafür aber zu der Gemeinschaft, die sich der Gefahren Alvaredurs stellt. Es ist eine so besondere Beziehung, die diese drei Figuren haben, so respektvoll und voller Liebe, Hingabe und Vertrauen. Die Liebesszenen werden nur kurz angeschnitten und überlassen eigentlich alles der Fantasie, waren aber dabei so eindringlich und gefühlvoll, ohne sich den Lesenden aufzudrängen. Sie bleibt im Hintergrund, beschreibt aber alles, was die Gemeinschaft ausmacht. Ich bin immer noch begeistert von dieser Erzählweise und hoffe, dass ich im Finalband noch mehr davon bekomme. 4,5 Sterne.
„Das Erbe der Elfenmagierin“ von James A. Sullivan ist der erste Band der „Chroniken von Beskadur“-Dilogie, in der es um die Suche der Elfen nach der verlorenen Seelenmagie geht. Erschienen ist der Roman bei Piper im Oktober 2021. Die Elfen haben vor langer Zeit ihre Seelenmagie verloren, doch es gibt eine Prophezeiung, die besagt, dass die Inkarnationen der berühmten Magierin Naromee diese zurückbringen können. Ardoas ist eine der Inkarnationen. Er trägt ihre Seele und ihre Erinnerungen in sich, doch den Zugriff auf diese Erinnerungen muss er erst noch erlangen. Kurz nach seinem 32. Geburtstag begibt er sich daher auf eine Reise. Diese ist von Gefahren gespickt und bringt ihn auf die Spur eines Orakels, über das sich nur schwer etwas herausfinden lässt. Ich wollte schon längere Zeit etwas von James A. Sullivan lesen und darüber hinaus wurde es auch mal wieder Zeit für ein bisschen Fantasy auf meinem Blog. Ich folge dem Autor schon seit Längerem auf Twitter und das was ich bisher mitbekommen habe, hat mich angesprochen. Es wurde daher endlich Zeit zu diesem Buch zu greifen. Ich bin wunderbar in die Geschichte reingekommen. Es ist auf den ersten Blick wirklich sehr typische High Fantasy. Etwas ist verloren gegangen, jemand muss sich auf die Suche begeben und natürlich müssen dabei Herausforderungen gemeistert werden. Das hat mir den Einstieg sehr leicht gemacht. Ich habe mich direkt wohl gefühlt und war neugierig darauf, mehr über die Elfen und die anderen Wesen in dieser Welt zu erfahren. Die Beschreibungen zur Lebensweise der Elfen haben mir sehr gut gefallen. Die Idee mit den Inkarnationen finde ich spannend. Schnell wird klar, dass es eben nicht nur typische High Fantasy ist, sondern das auch Progressivität in dieser Reihe groß geschrieben wird. Der Autor hat dies nicht nur in seiner Twitterbio stehen, sondern er liefert auch ab. Polyamorie, trans, non-binär, POC, etc. sind alles Dinge, die in dieser Reihe vorkommen. Mir hat die Umsetzung sehr gut gefallen, ob es gute Repräsentation ist, kann ich nicht beurteilen, da ich selber weiß und cis bin. Ich sehe nur, dass es ein selbstverständlicher Teil des großen Ganzen sind. Es wird kein großes Brimborium drum gemacht und es fügt sich harmonisch in die Gesamtgeschichte ein. Sehr erfrischend in diesem Buch fand ich den Umgang vieler miteinander. Respekt, Empathie, Verständnis für die Situation anderer wurde hier sehr groß geschrieben. In diesem Buch gab es niemals den Moment, dass ich mir gedacht habe, dann redet doch miteinander und das Problem ist gelöst. Es gab in diesem Buch so tolle Gemeinschaften, wo ich mir dachte, so ähnlich hätte ich das gerne auch im echten Leben. Es wurde sich gegenseitig unterstützt, geschätzt, Raum gegeben, es wurde miteinander geredet, es wurden Bedürfnisse zum Ausdruck gebracht und noch vieles mehr. In dieser Hinsicht könnte ich wirklich kaum begeisterter sein und hoffe, dass dies auch im zweiten Teil weiterhin so ist. So etwas würde ich gerne viel häufiger lesen. Der Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen. Zuerst wird einem Raum gegeben, um die Welt kennenzulernen, bevor dann Fahrt aufgenommen wird und Ardoas Abenteuer beginnt. Viele neue Eindrücke prasseln auf ihn ein und ich bin gerne Teil dieser Reise gewesen. Gerade im letzten Drittel nimmt der Roman nochmal an Intensität zu und hat mich extrem in seinen Bann gezogen. Das Ende hat mir gut gefallen. Es ist kein Cliffhanger, sondern ein Teil der Geschichte ist beendet, aber es gibt genügend Fragen, so dass man gerne recht schnell weiterlesen möchte, aber eine Pause um das Gelesene zu verarbeiten auch nicht schlecht ist. Ich mag diese Art von Geschichten. Wenn ich den übermäßigen Drang habe, direkt weiterzulesen, ist das auch irgendwie toll, aber manchmal habe ich dann das Gefühl, dass ich einige Nuancen einer Geschichte gar nicht so recht mitbekomme. Ardoas ist der Protagonist in diesem Buch und ich bin seiner Geschichte gerne gefolgt. Er genießt eine Sonderstellung im Gefüge dieses Romanes, da er die Inkarnation Naromees ist. Für mich hat allerdings die Gemeinschaft, die sich im Laufe der Geschichte bildet, für das gewisse Etwas gesorgt und ich habe eher hier richtig mitgefiebert als mit Ardoas alleine. Die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen spielen eine Rolle und in der Gemeinschaft schaffen sie es über sich hinauszuwachsen. Die Fantasy-Elemente, die in diesem Roman genutzt wurden, sind recht typisch. Es gibt unterschiedliche Völker und Magie und diese bedürfen nur kurzer Erklärungen. Für mich hat sich alles recht natürlich und selbsterklärend angefühlt. Die Welt ist vom Mittelalter angehaucht. Es gibt Burgen und Barone, es wird auf Pferden geritten, etc. Das kann mich nicht unbedingt in Begeisterungsstürme versetzen, aber auch Altbewährtes hat seinen Reiz, erleichtert es einem doch den Zugang zu dieser Welt. Als Zusatzmaterial findet ihr ein Glossar und ein Personenverzeichnis sowie Triggerwarnungen, die bereits am Anfang des Buches angekündigt werden, aber erst im Anhang weiter ausgeführt werden. Ein Nachwort gibt es nicht. Mich hätte tatsächlich interessiert, ob es Sensitivity-Reader gab, aber vielleicht werde ich in dieser Hinsicht noch woanders fündig. Fazit: Eine gelungene Fantasy-Geschichte, die einen mit ihren typischen Elementen den Einstieg erleichtert, die zusätzlich aber mit ihren progressiven Elementen zu überzeugen weiß. Ich habe selten eine Geschichte gelesen, wo mich der Umgang der Einzelnen miteinander so sehr begeistern konnte. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht und kann diesen Roman jedem Fantasy-Fan wärmstens ans Herz legen.














