Niemands Töchter

Niemands Töchter

Hardback
4.4187

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Description

Über das Schweigen, das uns prägt – und die Wahrheit, die uns befreit

Alma ist Niemands Tochter. Sie wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel auf, doch das kluge und neugierige Mädchen fühlt sich fremd in seiner Familie. Denn um seine Herkunft wird geschwiegen.
Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort vermisst noch eine Frau ihre Mutter schmerzlich – Isabell, die 2019 in Berlin lebt. Diese Leerstelle hat ihre Vergangenheit geprägt, und beeinflusst noch immer ihre Gegenwart, ihr Fühlen und Denken und ihr eigenes Familienleben.
Als sich Almas und Isabells Wege auf schicksalshafte Weise kreuzen, entfaltet sich zwischen Polaroids und verlorenen Träumen eine Geschichte, die die beiden Frauen über Generationen hinweg verbindet.
Ihr Leben lang waren Niemands Töchter auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, und gemeinsam finden sie ihn, wo sie ihn am wenigsten erwartet haben. Ein berührender Roman über das, was wir verlieren, das, was bleibt – und die Kraft, die man daraus schöpft, das eigene Glück zu suchen.

Judith Hoerschs Debut erforscht zeitlose Fragen, wie Identität, die Suche nach der eigenen Herkunft und den Einfluss von Familienwunden.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Hardback
Pages
384
Price
24.70 €

Author Description

Judith Hoersch verbrachte in ihrer Kindheit viel Zeit in der großelterlichen Bäckerei und erinnert sich lebhaft an den Geruch von frischem Brot und Hefe. Ihre ersten Schreibversuche machte sie bereits als Kind – geprägt durch ihren Vater, der als Journalist arbeitete und Künstlerportraits schrieb. Heute lebt die Schauspielerin mit ihrem Partner und ihrer Tochter in Berlin und schreibt Romane und Drehbücher.

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
72%
34%
N/A
0%
57%
39%
81%
88%
52%
74%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
84%
95%
82%
85%

Pace

Fast33%
Slow0%
Moderate33%
Variable33%

Writing Style

Simple33%
Complex0%
Moderate67%
Außergewöhnlich (100%)

Posts

59
All
4

Mütter und Töchter Mutter- Tochterbeziehungen, die Prägung der Töchter und die Frage nach der eigenen Herkunft und Identität, darum geht es in Niemands Töchter. Über mehrere Jahrzehnte lesen wir von Gabriele und Marie, von Isabella und Alma. Wie die Leben dieser vier Frauen, die sowohl Mütter als auch Töchter sind zusammenhängen wird erst im Laufe der Geschichte offenbart. Letztendlich wird klar, wie tief dieses Band zur eigenen Mutter in den meisten Fällen ist. Auch wenn es Verletzungen gibt, die zunächst unverzeihlich erscheinen, so ist Vieles doch aus Liebe passiert, um sich selbst und sein Kind zu schützen. Es gibt ziemlich viele Zeit- und Personensprünge, die gerade beim Hörbuch ein sehr konzentriertes Hören erforderlich machen, um den Faden nicht zu verlieren. Es lohnt sich aber am Ball zu bleiben, denn es macht Spaß, wie nach und nach ein Puzzleteil nach dem anderen zu einem Gesamtbild wächst. Ich würde allerdings im Nachhinein eher zum Buch greifen, weil es wahrscheinlich einfacher ist der Geschichte zu folgen und weil das Hörbuch von der Autorin selbst gelesen wird, und mich das Ergebnis nicht vollends überzeugt hat, aber das ist meine ganz subjektive Meinung. Insgesamt ist diese komplexe Familiengeschichte auf jeden Fall empfehlenswert.

4

Ein Buch über die Mütter-Tochterverhältnisse in deren verschiedensten Facetten. Anfangs braucht es beim Lesen/Hören genug Aufmerksamkeit, um dann mehreren Frauenschicksalen nahe zu kommen. Gabriele Alma, Marie und Isabell sind die vier Frauen um deren Leben es in diesem Buch geht. Sie sind Töchter und Mütter, suchen den richtigen Weg für sich und haben die unterschiedlichsten Probleme in ihren Beziehungen zur eigenen Mutter und Tochter. Sie alle gehen unterschiedliche Wege. Was sie eint ist die Sehnsucht nach Harmonie und Erfüllung im Mutter- Tochtersein. Und jede Mutter möchte es besser machen, als sie es erlebt hat, jede Tochter möchte verstehen, warum die eigene Mutter so handelte. Auch das Wissen um die eigene Herkunft und Familieverhältnisse sind ihnen wichtig, um sich selbst verstehen zu können. Und um Alma und Isabell scheint es ein Geheimnis zu geben. Verlust, Betrug, Überforderung, verdrängte Wünsche, Lieblosigkeit und Sehnsucht nach Liebe sind einige der Themen, die im Buch behandelt werden. Anfangs hatte ich Probleme, die Protagonistinnen auseinander zu halten. Auch die rasch wechselnden Zeitebenen machten es nicht leichter. Erzählt wird aus den 1980ger Jahren und ab 2019. Doch als man eine Ahnung bekam, wie die vier zusammenhängen könnten, hat die Geschichte angefangen, mir zu gefallen und das Interesse wuchs, so dass ich gern weiter gehört habe. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Charaktere sind gut geschildert, so dass man deren Handlungen meist nachvollziehen und verstehen kann. Besonders gut gefallen hat mir Gabrielle, in ihrer Liebe und Überforderung. Nachdenklich machend und tiefgründig erzählt, bleibt der Eindruck, über ein wichtiges Thema gelesen zu haben und man wird motiviert, über das eigene Verhältnis zur Mutter und Tochter nachzudenken. Ein gutes Debüt.

5

Das Cover von Niemands Töchter finde ich wunderschön, und der Inhalt kann mithalten. Judith Hoersch kenne ich aus der ZDF-Serie Lena Lorenz, die ich sehr gerne schaue. Nun habe ich festgestellt, dass sie nicht nur sehr gut schauspielern, sondern genauso gut schreiben kann. 1981: Nach einem tragischen Vorfall flieht Marie, 16, aus ihrem lieblosen Zuhause. In Berlin schlägt sie sich als Reinigungskraft im Krankenhaus durch, an den Wochenenden stürzt sie sich ins Nachtleben. Im angesagten Club Dschungel lernt sie Leonard kennen und lieben. Die beiden eint die Liebe zu Musik und Literatur. Als Marie feststellt, dass sie im sechsten Monat schwanger ist, beschließt sie, das Kind zu gebären und wegzugeben. Leonard weiß nichts von der Schwangerschaft und Maries schicksalhaften Entscheidung. Gabriele ist Kinderkrankenschwester, ihr Baby ist gestorben, sie ist verzweifelt und versucht, sich durch die Arbeit von ihrer unendlichen Trauer abzulenken. Eines Abends findet sie auf dem Flur der Neugeborenenstation ein schreiendes Neugeborenes. Sie folgt ihrem ersten Impuls, versorgt es fachgerecht und nimmt es mit nach Hause. Am nächsten Tag verlässt sie Berlin und kehrt in ihre Heimat in der Eifel zurück. Ihre Eltern betreiben in Mayen eine Bäckerei und nehmen Gabriele und Baby Alma bei sich auf. Gabrieles Mutter Hedwig spürt, dass Alma nicht ihre leibliche Enkelin ist. Je älter Alma wird, desto mehr fällt auf, dass sie keinerlei Ähnlichkeit mit Gabriele hat. Doch Hedwig behält ihre Gedanken für sich und hält stets zu ihrer Tochter und Enkelin. Isabell ist Maries zweite Tochter. Marie gibt ihr all die Liebe, die sie gerne schon ihrem ersten Kind gegeben hätte. Doch wieder macht ihr das Schicksal einen Strich durch die Rechnung. "Ich werde dich nie im Stich lassen. Versprochen." Sie wusste nicht, dass man manche Dinge nicht versprechen konnte." (S. 163) Isabell kämpft mit Ängsten und Traumata, ihrem Psychotherapeuten vertraut sie an: "Ich will meine große Liebe nicht verlieren. So wie meine Mutter. Nicht an meinem Leben vorbeileben wie meine Mutter." (S. 264) Niemands Töchter ist eine ergreifende Geschichte über Mütter und Töchter und ihre Beziehung zueinander. Maries Schicksal hat mich sehr berührt, ich hätte ihr mehr Glück und Zeit mit ihren Töchtern gewünscht. Almas Verhalten konnte ich nicht nachvollziehen, wie konnte sie den Kontakt zu der Frau abbrechen, die ihr das Leben ermöglicht hatte, das sich auch Marie für sich und ihre Tochter gewünscht hätte? Meine Lieblingscharaktere sind Marie, Oma Hedwig und Opa Jupp. Sie leben für ihre Bäckerei, ihr eigenes Wohl ist für sie zweitrangig, wichtig ist ihnen, dass es ihrer Tochter und Enkelin gut geht. Trotz begrenzter finanzieller Möglichkeiten erfüllen sie Alma jeden Wunsch. Auch Leonard war mir sehr sympathisch. Genau wie Tom, Isabells große Liebe, taucht Leonard im Zeitraum zwischen 1981 und 2020 immer wieder auf, ihm verdanken wir das Ende, bei dem kaum ein Auge trocken bleibt. Das Buch ist mein erstes Jahreshighlight. Der Schreibstil der Autorin ist sehr poetisch, ich habe mir einige Stellen markiert, so auch diese: "Das ist Liebe. Dass wir den anderen Fehler zugestehen und dass wir sie auch dafür lieben." (S. 368) Den Roman empfehle ich allen Müttern und Töchtern, denn die Liebe zur Mutter ist die erste Liebe von uns allen.

4

"Hinter dem Verzeihen wartet machmal eine Menge Glück, weißt du?" 'Manches kann man aber nicht einfach so verzeihen." "Du kannst ihr verzeihen. Das ist Liebe. Dass wir den anderen Fehler zugestehen und dass wir sie auch dafür lieben" ❤️

Buchrezension: Niemands Töchter ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5) „Niemands Töchter“ ist ein intensiver, vielschichtiger Roman über das Leben in all seinen Brüchen und Verbindungen 💔✨. Im Zentrum stehen große Themen wie Mutterschaft, Verlust, Identität und die Suche nach den eigenen Wurzeln 🌱. Es geht um das Gefühl, nicht dazuzugehören und um die Wunden, die entstehen, wenn man verletzt wird oder sich selbst verliert 🧩. Gleichzeitig ist es eine Geschichte über das Suchen, Scheitern und Lieben ❤️ – mitten aus dem Leben gegriffen. Besonders beeindruckend ist die Erzählweise 📖. Die Handlung entfaltet sich über vier Perspektiven und verschiedene Zeitebenen hinweg ⏳. Dadurch entsteht nach und nach ein dichtes Geflecht aus Beziehungen, Erinnerungen und Geheimnissen 🕸️. Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet, ihre inneren Konflikte spürbar und emotional greifbar 🧠💬. Auch sprachlich überzeugt der Roman. ✍️. Die ersten 150 Seiten haben sich für mich wie ein mögliches 5-Sterne-Leseerlebnis angefühlt 🌟. Die Spannung, die Atmosphäre und die Art, wie sich die Geschichte langsam entfaltet, waren wirklich fesselnd 🤍. Allerdings kam dann ein Punkt, an dem ich das Gefühl hatte, die Zusammenhänge und den Ausgang bereits vollständig durchschaut zu haben 🔍. Das war dann auch so ... Weshalb sich das Ende, die letzen 100 Seiten für mich etwas gezogen haben, weil die große Auflösung keine echten Überraschungen mehr bereithielt 💤. Das schmälert jedoch nicht die Qualität des Romans insgesamt. „Niemands Töchter“ bleibt ein sehr lesenswertes Buch 📚, das durch seine Themen, seine Sprache und seine komplexe Struktur überzeugt 💫. Auch wenn es am Ende etwas an Spannung verliert, ist es eine eindrucksvolle Geschichte, die lange nachhallt 🌙.

"Hinter dem Verzeihen wartet machmal eine Menge Glück, weißt du?" 

'Manches kann man aber nicht einfach so verzeihen."

"Du kannst ihr verzeihen. Das ist Liebe. Dass wir den anderen Fehler zugestehen und dass wir sie auch dafür lieben" ❤️
4

Ja, es war das Cover. Mich kann manit solch einer Farbgebung und einer Sonnenblume tatsächlich auf ein Buch aufmerksam machen. Judith Hoersch war mir bisher eher als Schauspielerin und Sängerin bekannt. Aber "Niemands Töchter" ist nicht ihr erster Roman. Die Inhaltsangabe fand ich sehr ansprechend und so habe ich mich auf das Buch gefreut. Es geht um vier Frauen unterschiedlichen Alters. Von Marie, Gabriela, Alma und Isabell wird dann im Perspektivenwechsel zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben. Zum Glück steht immer der Name der Erzâhlenden sowie ein Datum zu Beginn jedes Kapitels. Es werden ziemlich viele Themen angesprochen, unter anderem Mutterschaft, Realisieren der eigenen Wünsche, Kummer, die Suche nach dem Platz im Leben und Beziehungen. Dabei beschreibt die Autorin die Charaktere als gegenwärtig, greifbar und authentisch. Den Schreibstil von Judith Hoersch habe ich als ruhig und einfühlsam empfunden, was der emotionalen Geschichte ausgesprochen gut steht. Wobei es im Verlauf dann auch richtig spannend wird. Ich vergebe für diesen Roman sehr gerne 4 Sterne. Einen Stern behalte ich ein, weil gerade zu Beginn die Wechsel der Erzählerinnen und Zeiten etwas Verwirrung und Unruhe gebracht haben.

4.5

Selten habe ich jede einzelne menschliche Beziehung so sehr gefühlt wie in diesem Buch.

4

Von Müttern und Töchtern und Beziehungen samt ihrer Verletzungen

Es dauerte ein wenig, bis ich die Personen auseinanderhalten konnte und wusste, wer mit wem in welcher Beziehung stand. Dann aber konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Am Ende war es mir etwas zu konstruiert, aber dennoch gut irgendwie. Eine Runde Sache. Besonders fasziniert hat mich die jeweils unterschiedliche Auseinandersetzung mit der Mutterrolle. Empfehlung für alle Mütter und Töchter und solche, die sie besser verstehen wollen.

5

Eine Suche nach Bedeutung, Verbindung und Klarheit! Das Erkennen von grenzenloser Liebe! Absolut lesenswert!!!

Die undurchdringliche, chaotische Ordnung des Lebens Ein Titel "Niemands Töchter" der Bedeutung sucht, so wie die vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell es in diesem Roman in vier Jahrzehnten, in denen wir ihrer Geschichte folgen können, auch tun. Marie, die gerade zu leben beginnt und 1981 das Glück in Berlin sucht; Gabriele die schmerzlich 2019 an die Vergangenheit mit ihrer Tochter denkt und deren Gegenwart nicht kennt. Alma, die eine Verbindung zu sich und ihrem Platz im Leben sucht und die depressive Isabell, die mit den Polaroids ihrer Mutter ein schwarzes Loch in der Erzählung zu füllen versucht. Manchmal vermag das Schicksal undurchdringliche Wege zu gehen, um verschwiegene Wahrheiten aufzudecken... Sehr viele Blickwinkel von Mutterschaft werden beleuchtet, sei es die körperlichen Veränderungen, die hormonellen und psychischen Nachwirkungen von Schwangerschaft, der körperliche Schmerz von Geburt, die Verzweiflung von Unfruchtbarkeit, das unfassbar zerreißende Gefühl von Schuld dem Kind gegenüber, sei es aufgrund von Unwahrheiten, die aus Schutz erzählt werden oder weil man sein Kind zur Adoption gibt, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, oder einfach weil man oft das Gefühl hat alles falsch zu machen und nie die perfekte Mutter ist. Am Ende geht es einzig und allein ums Überleben in einer oftmals unfair erscheinenden Welt! Nach dem ersten Drittel hatten sich in meinem Kopf leise Vermutungen breit gemacht, wohin die Geschichte der vier Frauen ungefähr führen würde, aber es war sehr interessant erzählt und ich wollte der Auflösung stets näher kommen und so flogen die Seiten dahin! Obwohl gerade die Thematik von Mutter Tochter Beziehungen am Lesemarkt reichlich ausgeschöpft scheint, wurde ich hier von einer einzigartig, berührenden Geschichte und einem unheimlich emotionalen Zusammenführen der verschiedenen Protagonistinnen überrascht. Besonders beeindruckend war auch die Ausarbeitung von Mut und Klarheit, die alle vier Frauen irgendwann im Laufe der Handlung haben oder erreichen. Ein Fehler bedeutet nicht, nicht doch etwas daraus Lernen zu können, zu wachsen, reflektiert an sich zu arbeiten und Hilfe anzunehmen, das eigene Glück selbst zu suchen und genau das wird manchmal drastisch, manchmal mit feinem Fingerspitzengefühl in vielerlei Ausführungen im Roman von Judith Hoersch transportiert. Auch die Tragik der verschiedenen Schicksale sind fühlbar, traurig, menschlich und nachvollziehbar erzählt, trotzdem schafft sie es, die LeserInnen am Ende mit einer innerlichen Schönheit und Zufriedenheit aus der Geschichte zu entlassen. So verbleibe ich mit der Botschaft von grenzenloser Liebe einer Mutter: " "Mama?", drang es leise durch das Holz." Fazit: Die Geschichten der Frauen haben mich tief berührt und besonders das Ende hat mir einige Tränen in die Augen gebracht! Absolut lesenswerter Roman, trotz gefühlt hundertstem Mutter- Tochter Thema!

5

Ergreifend und berührend. Mit Tränen in den Augen beendet. Ein Highlight.

5

Ein wunderschönes Buch über einzigartige Mutter Tochter Beziehungen. Tränen sind nicht ausgeschlossen! ❤️

5

Darum geht es: Der Roman erzählt von zwei Frauen, deren Leben von einer gemeinsamen Leerstelle geprägt ist. Alma wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel auf. Sie ist klug und neugierig, fühlt sich jedoch fremd in ihrer Familie. Über ihre Herkunft wird geschwiegen. Fast vierzig Jahre später lebt Isabell in Berlin. Auch sie trägt einen Verlust in sich, der ihr Denken, Fühlen und ihr eigenes Familienleben nachhaltig prägt. Alma und Isabell spiegeln gemeinsam das Suchen nach Zugehörigkeit, die Sehnsucht nach Nä und die Frage nach dem eigenen Platz im Leben. Zwischen Erinnerungen, Bildern und leisen Momenten der Begegnung entsteht ein dichtes Gewebe aus Vergangenheit und Gegenwart. De Roman zeigt, wie eng Herkunft, Verlust und Selbstfindung miteinander verbunden sind. Alma und Isabell spiegeln gemeinsam das Suchen nach Zugehörigkeit, die Sehnsucht nach Nähe und die Frage nach dem eigenen Platz im Leben. Zwischen Erinnerungen, Bildern und leisen Momenten der Begegnung entsteht ein dichtes Gewebe aus Vergangenheit und Gegenwart. Der Roman zeigt, wie eng Herkunft, Verlust und Selbstfindung miteinander verbunden sind. Mein Leseeindruck: Dieses Debüt von Judith Hoersch war für mich ein echtes Highlight. Ein Roman, der mich nicht nur während des Lesens begleitet hat, sondern darüber hinaus. Die Geschichte ist zart und zugleich von großer innerer Kraft. Sie entfaltet sich ruhig, aber mit einer Intensität, die lange nachwirkt. Im Zentrum stehen Alma und Isabell, zwei Frauen aus unterschiedlichen Zeiten, deren Leben von Verlust, Schweigen und einer schmerzhaften Leerstelle geprägt ist. Die Autorin erzählt ihre Geschichten mit großer Genauigkeit und einem feinen Gespür für Zwischentöne. Besonders die innere Gefühlswelt von Alma und Isabell wird mir sehr nah gebracht. Ihre Gedanken, ihre Unsicherheiten und ihre Sehnsucht nach Zugehörigkeit sind klar spürbar, ohne je überzeichnet zu wirken. Schon mit den ersten Seiter bin ich in diesen Roman eingetaucht, Ich habe mich schnell mit den Figuren verbunden und mich ihnen emotional sehr nahe gefühlt. Es war eines dieser Bücher, bei denen man liest und merkt, dass man angekommen ist. Die Geschichte trägt, sie hält, und sie lässt nicht mehr los. Besonders eindrücklich zeigt der Roman, welche Auswirkungen familiäres Schweigen haben kann. Das Ungesagte steht zwischen den Generationen und formt Biografien, oft leise, aber nachhaltig. Der frühe Tod von Isabells Mutter hinterlässt bei ihr eine große Lücke, die ihr Denken, Fühlen und ihr eigenes Familienleben prägt. Diese Leerstelle zieht sich durch den Text und verleiht ihm eine stille Schwere. Die wechselnden Perspektiven empfand ich als große Stärke. Sie sind klar geführt und fein aufeinander abgestimmt. Dadurch konnte ich mich immer wieder neu in die Figuren hineinversetzen und ihre jeweiligen Sichtweisen verstehen. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander und verdichten sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Für mich ist dieser Roman anspruchsvolle Literatur, die keine lauten Mittel braucht. Er erzählt ruhig, präzise und mit großer emotionaler Tiefe. Ein Buch, das mir im Gedächtnis bleibt und eines der stärksten Leseerlebnisse für mich war. Fazit: 5/5 ⭐️ Ein leiser, tiefgehender Roman, der mit großer Klarheit von Verlust, Herkunft und der Suche nach Zugehörigkeit erzählt und lange nachhallt.

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4

Ein wunderschönes Buch. Definitiv lesenswert ❤️

5

Ein wirklich tolles emotionales Buch!

Ein wirklich tolles emotionales Buch!
5

Spannende Familiengeschichte

Spannende Familiengeschichte
5

Niemands Töchter Ein großartiger und sehr bewegender Roman über Marie und Gabriele und allem was da folgt.

Ergreifend und bewegend ist der 1. Roman von Judith Hoersch und ein echtes Highlight. Wir begegnen Marie in den 80 und Gaby und begleiten beiden über eine Zeit. Dann sind da noch Alma und Isabel und wie hängt dies alles zusammen. Ein Roman über Mütter und Töchter, Liebe, Verlust und Leben. Eine große Leseempfehlung. 😍

5

Nicht nur das Cover hat mich überzeugt. 🌻

Dieses Buch hat mich definitiv emotional berührt, nachdenklich gemacht, stellenweise traurig und dann wieder hoffnungsvoll. Die verschiedenen Frauenperspektiven wirkten auf mich sehr echt und nahbar. Alle vier sind starke weibliche Charaktere, auch wenn sie es nicht leicht haben. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel gehen fließend ineinander über und regen zum Weiterlesen an. Die Übergänge sind perfekt gelöst und die Geschichten verweben sich immer mehr miteinander. Nur an die wechselnden Zeitperspektiven musste ich mich erst gewöhnen. Ziemlich früh wollte ich wissen, wie es für alle weitergeht, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die zeitliche Einordnung mit Mauerfall und Jahrtausendwende macht die Geschichte noch intensiver. Insgesamt ist alles sehr stimmig, vom Cover über die Geschichte bis hin zu Stil und Figuren. Bereichernd und wirklich schön zu lesen.

Nicht nur das Cover hat mich überzeugt. 🌻
4.5

Am Anfang fand ich es etwas schwer in die story reinzukommen aber als ich ma drinnen war, hab ich es innerhalb 2 Tagen beendet und so geliebt! Wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen!

4

Eine Geschichte über verschiedene Schicksale von unterschiedlichen Frauen, die doch zusammenhängen. Mir hat es sehr gut gefallen. Alma, eine der Frauen, war mein Lieblingscharakter. Das Gefühl eine Familie zu haben und doch nicht dazu zugehören, ist so eindringlich beschrieben, dass man es sehr gut nach empfinden konnte.

4.5

Eine tief berührende Familiengeschichte!

. Hast du Lust auf eine tief berührende Geschichte über Mutterschaft, Identität und Herkunft? „Niemands Töchter“ erzählt vom Leben und von Mutterschaft, in all ihren Höhen und Tiefen. Ruhig erzählt und doch fesselnd! 4,5/5 ⭐️ . Worum geht es hier genau… „Nirmands Töchter“ erzählt von Alma, die in den Achtzigern in der Eifel aufwächst und sich fremd in ihrer Familie fühlt. Jahre später in Berlin vermisst Isabell ihre Mutter und fühlt eine innere Leere. Als sich ihre Wege schicksalhaft kreuzen, entsteht eine berührende Geschichte über Generationen, Verlust, Sehnsucht und die Kraft, das eigene Glück zu finden, wo man es am wenigsten erwartet. . In „Niemands Töchter“ folgen wir Alma, Gabriele, Marie und Isabell in verschiedenen Handlungssträngen und Zeiten durch die Geschichte. Wir bewegen uns zwischen Vergangenheit und Gegenwart, von Frau zu Frau und mit jedem Kapitel fügt sich für uns Leser das große Ganze weiter zusammen. Es ist eine intensive Reise, deren kurze Kapitel und zart poetische Sprache meine Neugier geweckt, sodass ich mit jedem Satz tiefer hineingezogen wurde. . Hoersch gelingt es, mit feinem Gespür eine berührende Atmosphäre zu erschaffen, in der zwischen den Zeilen eine leise, dunkle Tiefe mitschwingt. . Die Lebensgeschichten dieser Frauen sind einzigartig und auf eine Weise miteinander verwoben, die ich zu Beginn des Buches nicht erwartet hätte. „Niemands Töchter“ widmet sich den großen Fragen der Mutterschaft… den inneren Kämpfen, dem Zwiespalt und der bedingungslosen Liebe zu einem Kind, ganz gleich, ob es von einem selbst geboren wurde oder nicht. Zugleich erzählt der Roman von der Suche nach Identität, die uns alle irgendwann einholt: Woher komme ich, was trage ich von meiner Mutter in mir und wohin führt mein eigener Weg? . Die Protagonistinnen wirken sehr realistisch und authentisch, sodass es mir leichtfiel, eine tiefe Verbindung zu ihnen aufzubauen und genau deshalb blieb ich gegen Ende nicht ganz ohne Tränen zurück. . Eine liebevoll zusammengestellte Playlist am Ende des Buches rundet das Leseerlebnis auf besondere Weise ab. . Ein leiser, aber unglaublich kraftvoller Roman, den ich euch nur ans Herz legen kann! 🤍 Ach … habe ich eigentlich schon erwähnt, wie wunderschön dieses Cover ist?

Eine tief berührende Familiengeschichte!
3.5

Mutter sein, Muttersuche

Ein Roman, bei dem man wach bleiben muss beim Lesen, denn er springt stark zwischen verschiedensten Zeitebenen hin und her. Gut und gefühlvoll erzählte Geschichte, vielschichtig um die Themen Mutterschaft, Geheimnisse, Liebe drehend. Trotzdem hat es mich nicht allzusehr berührt.

5

Wow, was für ein bewegendes Buch. Ich hab es als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin und bin bin und weg. Nach und nach entblättert jede neue Seite die Geschichte von Gabriele, Marie, Isabell und Alma. Ich will nicht zu viel verraten, am besten man liest es einfach selbst.

4

🌻NIEMANDS TÖCHTER🌻 von Judith Hoersch, PIPER, ET 30.01.2026, 384 Seiten Über das Schweigen, das uns prägt - und die Wahrheit, die uns befreit Worum geht’s ? Judith Hoerschs Debüt erforscht zeitlose Fragen, wie Identität, die Suche nach der eigenen Herkunft und den Einfluss von Familienwunden. Autorenportrait: Judith Hoersch verbrachte in ihrer Kindheit viel Zeit in der großelterlichen Bäckerei und erinnert sich lebhaft an den Geruch von frischem Brot und Hefe. Ihre ersten Schreibversuche machte sie bereits als Kind - geprägt durch ihren Vater, der als Journalist arbeitete und Künstlerportraits schrieb. Heute lebt die Schauspielerin mit ihrem Partner und ihrer Tochter in Berlin und schreibt Romane und Drehbücher. Mein Leseeindruck: Bei diesem Buch fiel mir zunächst das wunderbare Cover auf, dann die sympathische Autorin Judith Hoersch, welche mir aus der Serie „Lena Lorenz“ bekannt ist. Und so war ich sehr gespannt auf ihr Debüt, in welchem sie die schicksalhaften Mutter-Tochter-Geschichten vierer Frauen berührend, einfühlsam und emotional verhandelt. Sie zeigt unter anderem die Ambivalenz von Mutterschaft anhand dieser vier unterschiedlichen Geschichten auf, die Prägung durch die eigene Mutter und wie diese die Bindung zum eigenen Kind beeinflusst. Ein schöner, flüssiger Stil trägt den Leser und den Hörer durch die kurzen Kapitel. Die Vielseitigkeit von JH zeigt sich, wie ich finde auch daran, dass sie ihr Buch persönlich eingesprochen hat und dieses ihr sehr gut gelungen ist. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg! Fazit: Ein berührender Roman über das, was wir verlieren, das, was bleibt - und die Kraft, die man daraus schöpft, das eigene Glück zu suchen. Eure, Claudia #lesetipp

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4.5

Diesen vielschichtigen Roman mochte ich sehr gern. Als besonders gelungen empfand ich die lebensechten Charaktere und die Darstellung ihrer komplizierten Beziehungen zueinander. Gegen Ende wurde es mir ein klein wenig zu viel des Zufalls, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Judith Hoersch liest ihren Roman selbst ein und das hat mir gut gefallen, insbesondere auch die Dialoge im Mainer Platt.

5

Ein echter Schatz

Gelungene Charaktere, in die man sich einführen kann, sprachlich toll, im genau richtigen Tempo erzählt- für mich jetzt schon mein Buch des Jahres.

2

Alma wächst in den 80er Jahren in der Eifel auf. Sie fühlt sich ihre ganze Kindheit und Jugend hindurch "anders" als die anderen, nicht zugehörig. Isabell lernen wir im Jahr 2019 kennen. Sie ist Mutter, die sich in dieser Rolle überfordert fühlt und sich auf Spurensuche im Leben ihrer eigenen Mutter begibt, in der Hoffnung sich so selber besser zu verstehen. Ob und wie die Leben von Alma und Isabell verknüpft sind, lernen wir im Laufe des Romans. Mir hat die Story leider wenig gegeben. Es gab bedauerlicherweise keine originelle Idee und keine außergewöhnlich bemerkenswerte Figur in dem Buch. Sprachlich macht das ganze leider auch keinen nennenswerten Eindruck, auch wenn durch das einflechten von Dialekt immerhin ein gewisses Maß an Authentizität geschaffen wird. Das Buch liest sich flott und mäßig unterhaltsam weg und wird sicher sein Publikum finden. Für mich persönlich war es ziemlich enttäuschend.

5

Mutter, Mama, Tochter und Frau. Wir alle sind Töchter. Manche Frauen sind Mamas. Ich darf beides sein – und oft nicht minder überfordert von beiden Rollen. Beide geben einem so viel und nehmen zugleich noch mehr. Die Rolle der Tochter gibt einem den Blick aufs Leben, auf so viel Innenleben, so viel Prägung. »Wir sind alle, die vor uns da waren. Wir sind ihre Freude und ihr Schmerz. Aber wir sind noch hier. Wir können es anders machen.« S. 371 Die Rolle als Mama schenkt so viel Liebe, so viel Angst und den unbedingten Wunsch, alles richtig machen zu wollen. Ein möglichst unversehrtes und möglichst glückliches Kind in die Welt hinausschicken zu wollen – und sich dabei nur nicht selbst zu verlieren. Mutterschaft – das größte und zugleich fragilste Geschenk. Ein Geschenk, das man nie ganz zu fassen vermag und niemals festhalten kann, stetiger Veränderung unterworfen. Denn jedes Kind braucht doch eine Mama. Niemands Tochter erzählt all das und noch so viel mehr. Wir folgen Alma, Gabriele, Marie und Isabell. Alle tragen sie auf so vielfältige Weise ihr Licht in diese Welt. Dieses Buch hat einen besonderen Platz in meinem Herzen.

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5

“Niemands Töchter” von Judith Hoersch erzählt von Alma und Isabell, die beide mehr oder weniger mutterlos aufwuchsen und auf der Suche nach ihrer Herkunft sind. Dabei entspinnt sich ein eine mehrere Generationen umfassende Familiengeschichte, die auch ein Gesellschaftsporträt Deutschland der 1980er und 1990er Jahre ist. Die Autorin erzählt das Schicksal der vier Frauen mit so viel Zartheit und Einfühlungsvermögen, dass man meint, neben ihnen zu stehen. Fragen über Identität und den eigenen Platz im Leben werden warmherzig und klug gestellt. Ein ganz großartiges Hörbuch, das jedoch in meinen Augen bzw. Ohren etwas geschmälert wird, weil es die Autorin selbst liest. Für diesen von ihrer Person losgelösten Text hätte ich mir eine professionelle Sprecherin gewünscht. Ansonsten ein tolles, herzergreifendes, aber unkitschiges Hörerlebnis. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

4.5

Interessante Protagonistinnen, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und deren Fäden nach und nach zusammenlaufen. Inhaltlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Lesefluss war mir durch die wechselnden Perspektiven plus die zeitlichen Sprünge manchmal etwas stolpernd. Trotzdem absolute Leseempfehlung.

3

Lies dieses Buch, wenn du Geschichten mit mehreren Zeitsträngen magst und Spaß daran hast, die Verbindungen zwischen ihnen nach und nach zu entdecken🌻📸🏞️

Lies dieses Buch, wenn du Geschichten mit mehreren Zeitsträngen magst und Spaß daran hast, die Verbindungen zwischen ihnen nach und nach zu entdecken🌻📸🏞️
4

"Wir sind alle, die vor uns da waren. Wir sind ihre Freude und ihr Schmerz. Aber wir sind noch hier. Wir können es anders machen."

Die Schicksale von den Protagonistinnen sind auf eine Art verwoben und durch viele Rückblicke werden die Leben erzählt. Es hat Spaß gemacht und auch berührt, die Leben von Marie, Gabriele, Isabell und Alma zu begleiten.

5

Wow was eine Familiengeschichte…

Lass dich auf Gabriele, Marie, Alma und Isabelle ein und ihre Geschichten werden sich wunderbar klug und fein zu einer Familiengeschichte verweben. Ich war gefesselt! 🥰

Wow was eine Familiengeschichte…
5

Judith Hoersch hat uns eine Geschichte geschenkt. Über die großen und kleinen, die bitteren und die süßen Momente des Lebens, die sich mit einer Schonungslosigkeit in unser Herz bohren, dass wir es kaum aushalten können. Es geht um Mutterschaft, um ihre Leichtigkeit und ihre Schwierigkeit und um alle Schattierungen dazwischen. Um Herkunft. Um die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Hoerschs einfühlsame Sprache trägt uns weich gebettet durch die Dramatik ihrer Geschichte und malt die Figuren so umfassend aus, dass es einen regelrecht in das Buch hineinzieht. Ihre Charaktere wirken so lebendig, ihre Konflikte so greifbar, dass ich am Ende des Buches nur dachte: „Zum Glück hat sie sich das alles nur ausgedacht.“ (hoffentlich) 😮‍💨 Dieses Buch muss man nicht bis ins Endlose analysieren. Es erzeugt ambivalente Gefühle, die bei jeder von uns anders aussehen können – je nach eigener Geschichte, je nach eigenem Erleben. Deshalb bleibt am Ende vor allem eines zu sagen: Lest selbst. 🎧 Eine ganz besondere Empfehlung möchte ich für das Hörbuch aussprechen - gelesen von der Autorin selbst. Die Betonungen, die Pausen, die leisen Zwischentöne: Alles wirkt genau so, wie es von ihr beabsichtigt ist. Neuerdings bin ich Fan des Mayener Platt. 😉

3.5

Tolle Geschichte, allerdings sehr viele Charaktere + Verwirrung!

Die Story hat mir gut gefallen, die Handlungsstränge und Personen, die langsam zusammenfinden. Den Titel "Niemands Töchter" fand ich so toll, genau wie das Cover! Ein absoluter Eyecatcher und der Hauptgrund, warum ich das Buch erst lesen wollte. Durch die ganzen Personen und Nebenpersonen fand ich es aber zwischendurch unfassbar verwirrend, sie alle auseinander zu halten. Man muss sich hier wirklich konzentrieren, damit man die Story versteht. So viele Handlungsstränge, Zeiten und Personen. Erst am Ende habe ich einige der Zusammenhänge verstanden, davor war alles ein wenig verworren. Aber wenn ich ehrlich bin: In ein paar Tagen werde ich wahrscheinlich niemandem mehr sagen können, wer zum Beispiel Gabriele oder Marie waren. Insgesamt also ein schönes Debüt mit tollem Kern, allerdings ziemlich kompliziert und bis zum Ende noch verwirrend.

Tolle Geschichte, allerdings sehr viele Charaktere + Verwirrung!
5

Sehr berührend

Ein wunderschönes Buch über vier Frauen und ihr geheimnisvolles Leben. Mir wurde wieder einmal sehr bewusst wie wichtig es ist miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig zu Vertrauen. Irgendwann ist es für Gespräche zu spät und all das ungesagte zwischen uns bleibt für immer ein Geheimnis.

Sehr berührend
5

Ein bewegendes Familiengeflecht

Judit Hoerschs Roman Niemands Töchter ist ein Werk, das unter die Haut geht. Er erzählt die Geschichte von Alma und Isabell, zwei Frauen, die sich ihr Leben lang als „Niemands Töchter“ empfinden – entwurzelt, auf der Suche nach Zugehörigkeit und nach Wahrheit. Die Handlung entfaltet sich auf mehreren Zeitebenen und verwebt unterschiedliche Lebensgeschichten zu einem dichten Geflecht aus Erinnerungen, Geheimnissen und Verlust. Hoersch schreibt in einer klaren, poetischen Sprache, die zugleich zart und kraftvoll ist. Die multiperspektivische Erzählweise sowie die verschachtelten Zeitebenen verleihen dem Roman eine besondere Dynamik und Tiefe. Die Figuren sind fein gezeichnet: verletzlich, widersprüchlich und zutiefst menschlich. Zentrale Themen sind das Schweigen innerhalb von Familien, die Last unausgesprochener Wahrheiten und die befreiende Kraft der Ehrlichkeit. Der Roman führt eindrücklich vor Augen, wie wichtig Offenheit gegenüber den Liebsten ist, wie belastend Geheimnisse wirken können und wie kostbar das bewusste Erleben des Lebens ist – denn niemand bleibt für die Ewigkeit. Ganz persönlich hat mich dieses Buch emotional sehr berührt. Ich habe die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite mit grossem Interesse und Vergnügen gelesen. Besonders gelungen fand ich, wie nah mir die Hauptcharaktere kamen: Ich konnte mich gut in Alma und Isabell hineinfühlen und hatte das Gefühl, ihnen während der Lektüre sehr nahe zu sein. Die Art und Weise, wie die verschiedenen Erzählstränge zusammengeführt wurden, hat mich überzeugt und der Geschichte eine starke innere Geschlossenheit verliehen. Niemands Töchter ist ein berührender, nachdenklich stimmender Roman, der lange nachhallt. Er eignet sich besonders für Leserinnen und Leser, die literarische Familiengeschichten mit psychologischer Tiefe schätzen und bereit sind, sich auf eine emotionale Reise einzulassen

Ein bewegendes Familiengeflecht
5

Frauenschicksale in einer Geschichte.

Kennst du dieses Gefühl, wenn dich ein Hörbuch schon nach wenigen Minuten so leise am Herzen packt – und du plötzlich merkst, dass du ganz still geworden bist? Genau so ging es mir mit Niemands Töchter. Ich saß da, Kopfhörer auf, und hatte dieses eigenartige Ziehen in der Brust, das nicht wehtut – aber auch nicht loslässt. Was dieses Buch so besonders macht, ist weniger das „Was“, sondern das „Wie“. Es ist eine Geschichte über Frauen, die auf eine unsichtbare Weise miteinander verbunden sind – durch Verletzungen, durch Schweigen, durch Dinge, die nie ausgesprochen wurden. Und während man zuhört, begreift man: Trauma ist kein lautes Wort. Es flüstert. Es sitzt zwischen den Zeilen. Es lebt in Blicken, in Pausen, in dem, was fehlt. Die Stimmung ist ernst, ja – aber nicht hoffnungslos. Es geht um Wunden, die über Generationen weitergegeben werden, und um die leise, fast zögerliche Kraft der Vergebung. Nicht als kitschige Lösung, sondern als innerer Prozess. Und das fühlt sich erschreckend echt an. Kein Pathos, kein erhobener Zeigefinger. Nur das Leben. Unaufgeräumt, verletzlich, wahr. Dass die Autorin selbst liest, macht das Ganze noch intensiver. Diese ruhige, warme Stimme. Die bewussten Pausen. Die Betonung, die genau dort verweilt, wo es innerlich wehtut. Man spürt, dass jedes Wort durchlebt ist. Es ist kein Vorlesen – es ist ein Erzählen. Perfekt ist dieses Buch für alle, die Geschichten mögen, die unter die Haut gehen. Für Menschen, die sich mit familiären Verstrickungen, mit unausgesprochenem Schmerz und mit dem Wunsch nach innerem Frieden auseinandersetzen. Wenn du allerdings gerade etwas Leichtes, Fröhliches suchst, um abzuschalten – dann ist das hier vielleicht nicht der richtige Moment. Ein Satz, der für mich bleibt: Man kann einander verlieren, ohne sich je wirklich begegnet zu sein. Wenn du bereit bist, dich berühren zu lassen – dann hör hinein. Manche Geschichten finden genau dann zu uns, wenn wir sie am dringendsten brauchen.

3

Vielen Dank an Vorablesen und den Piper Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig. Niemands Töchter ist das Debüt von Judith Hoersch und im Januar 2026 erschienen. Parallel zu dem gebundenen Buch (mit wunderschönem Cover) ist auch das Hörbuch erschienen, welches die Autorin selber eingesprochen hat – da wäre ich auf jeden Fall gespannt, einmal reinzuhören, da ich Autor*innenlesungen oft sehr intensiv finde. Das Buch beleuchtet über vier Jahrzehnte die Geschichte von vier Frauen: Alma, Isabell, Marie und Gabriele. Sie sind alle Töchter und (fast alle) Mütter, und auf die ein oder andere Art verbunden. Das Buch ist eher langsam erzählt und es dauert ca. bis zum ersten Drittel, bis die genauen Verknüpfungen zwischen den Perspektiven klarer werden. Es ist schon viel Lesen zwischen den Zeilen nötig, da es auch regelmäßige Zeitsprünge und Perspektivwechsel gibt. Man muss auch wirklich aufmerksam lesen und auf die Daten und Namen achten, weil es da auch auf Details ankommt. Die zentralen Themen des Buches sind Muttersein und Mutterschaft sowie Fragen nach Identität. Gabriele und Marie sowie Alma und Isabell sind ähnlich alt und ihre Geschichten zeigen einige Parallelen auf, und gleichzeitig zeigt das Buch auch, wie unterschiedlich Lebensentwürfe sein können bei gleichalten Personen. Mehr dazu zu sagen, würde glaube ich spoilern. Ansonsten fand ich, dass das Buch angenehm zu lesen war. Wobei die einzelnen Stimmen der Frauen sich nicht allzu doll unterschieden haben, sondern es alles eher ähnlich klang. Zudem würde ich das Buch als „leise“ bezeichnen. Es gibt nicht explizit eine vorantreibende „Handlung“ oder ein Ziel, auf das hingearbeitet wird – Die Frauen leben so vor sich hin und ihr Leben wird beschrieben, und es gibt wenig „große“ Krisen, die der Geschichte Schwung verleihen. Das heißt nicht, dass alles im Buch rosarot verläuft, es gibt auch traurige Stellen, aber insgesamt merkt man wenig Erschütterungen bei den Charakteren. Zum Ende hin (auf den letzten 80 Seiten) wird die Handlung es nochmal brisant, die Perspektiven kommen konkreter zusammen und es wird klar, warum das Buch so mit Zeitsprüngen erzählt wurde. Gleichzeitig fand ich das Leseerlebnis etwas mühselig und nicht sonderlich lohnenswert, weil mich nichts überrascht oder besonders mitgerissen hat. Es ist einfach so vor sich hingeplätschert und ich hätte mir von der Story doch mehr erhofft. Für ein Debüt möchte ich aber hervorheben, dass der Erzählstil wirklich schon vielversprechend ist, und ich von daher auch offen wäre, ein weiteres Buch der Autorin zu lesen, wenn es etwas mehr fesselnde Handlung gibt. Ich gebe insgesamt 3 von 5 Sternen.

4.5

Mich hat die Geschichte der 4 Frauen sehr berührt, vorallem da ich selber Mutter bin und eine schwierige Beziehung zu meiner eigenen Mutter habe. Ich konnte vieles nachvollziehen und gleichzeitig habe ich neue Perspektiven für mich gewinnen können. Die verschiedene Perspektiven und Zeitsprünge habe aber leider meinen Lesefluss gestört. Und dadurch hat es sich im Mittelteil ein bisschen gezogen. Es wurde oft wild in den Jahreszahlen und Perspektiven herum gesprungen, da musste ich mich oft neu orientieren und dann war auch schon wieder ein neuer Wechsel da. Dennoch hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen, auch wenn es zwischendurch ein bisschen Länge hatte. Ich kann das Buch weiterempfehlen, wenn einen mehrere Perspektivwechsel nicht allzu stören. Das Cover gefällt mir übrigens auch sehr gut. Der Titel passt auch gut zum Inhalt.

4

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten sehr sogkräftig

Mich hat das Cover des Buches sehr angezogen. Anfangs fiel es mir schwer, einen Überblick darüber zu behalten, wer wie mit wem in Verbindung steht. Fragen dieser Art konnte ich mir gegen Ende des Buches sicherer beantworten. Je länger ich gelesen habe, umso schwerer fiel es mir, das Buch ernsthaft aus der Hand zu legen. Mir imponierte, Zugang zu Charakteren zu erhalten, in die ich mich gut einfühlen konnte. Für mich persönlich ist das Judith Hoersch sehr gut gelungen. Ein Buch, das - wie ich finde - mit viel Herz geschrieben wurde. Ein spannendes Leseerlebnis.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten sehr sogkräftig
5

Das Schicksal der vier Frauen - Mütter, Töchter - hat mich tief berührt.

5

Was für eine großartige Erzählung! Hat mir wirklich so sehr gefallen, dass ich es schade fand es zu beenden. Von der ersten bis zur letzten Seite- ganz fabelhaft geschrieben. Einige Tränen sind auch geflossen, na klar! Es war genau so wie ich es mir vorgestellt hatte. Danke an die Autorin für so viel fabelhafte Unterhaltung!

5

Diese Buch hat mich nicht losgelassen

Mir fehlen die richtigen Worte, um diesem wunderbaren Buch gerecht zu werden.  Mein Highlight in diesem Jahr,  das nicht so schnell zu toppen sein wird. Erzählt wird die Geschichte von vier Frauen,  jeweils aus der Perspektive der Frauen. Sie führen ein mehr oder weniger einsames Leben. In ihrer Vergangenheit sind Dinge passiert,  die ihr Leben nachhaltig beeinflusst haben. Wieder ist es das viele Unausgesprochene was das Leben so schwer macht. Ihre Leben sind miteinander verwoben. Wie, erfährt man nach und nach. Ein Buch mit viel Traurigkeit,  der Suche nach Identität,  geplatzter Lebensentwürfe, Schuld, den Versuchen der Wiedergutmachung und voller Liebe. Die Autorin hat die besondere Fähigkeit, die Emotionen und Gedanken ihrer Charaktere sensibel und nachvollziehbar zu vermitteln. Ein Buch,  das man nicht verpassen sollte.

4

Tiefgehend und berührend

Das Debüt von Judith hoersch finde ich gut gelungen. Ich fand das Buch teilweise sehr emotional und tiefgehend und es hat mich zum Nachdenken angeregt. Der Schreibstil mit den Perspektiv und Zeitsprüngen forderte für mich ein bisschen mehr Konzentration als bei anderen Büchern. Teilweise war ich dann kurz verwirrt aber dennoch ist das Buch gut geschrieben. Ich habe nur kurz überlegt ob man das auch anders hätte schreiben können. Dennoch hatte ich zu keinem Moment das Gefühl nicht mehr weiter lesen zu wollen. Ich hätte mir allerdings eine Trigger Warnung oder content note gewünscht, es werden schon Themen thematisiert die für Manche Menschen schwierig sein könnten und auch wenn man im Klappentext schon lesen konnte das es um Mutterschaft & Tochter geht glaube ich das man dort noch gezielter eine kleine Notiz machen könnte. Das Cover und die Gestaltung finde ich total schön! Und trotz meiner Kritik hat's mir gefallen

Tiefgehend und berührend
4

Niemands Töchter ist ein schöner Roman welcher die Geschichte von 4 Frauen in 2 Generationen erzählt. Marie und Gabriele sowie deren Töchter Alma und Isabell. Alma wächst in den 1980er-Jahren in der Eifel bei Gabriele auf, ohne zu wissen, dass sie adoptiert ist. Isabell lebt viele Jahre später in Berlin und trauert um ihre früh verstorbene Mutter Marie. Ein lange gehütetes Familiengeheimnis wird nach und nach aufgedeckt: Marie ist die leibliche Mutter von Alma, die sie zur Adoption freigegeben hat. Dadurch sind Alma und Isabell Halbschwestern. Das Schweigen ihrer Mütter hat das Leben beider Töchter stark geprägt. Der Roman thematisiert Herkunft, Identität, Schuld, Verlust und die Folgen von verdrängter Vergangenheit und zeigt, wie schwierig, aber auch befreiend die Wahrheit sein kann.

4

Das Cover hat mir...

....besser gefallen als die Geschichte. Eine gute Idee, authentische Protagonisten - aber leider hat es mich gefühlsmäßig nicht ganz gepackt. Dennoch wollte ich wissen, wie es endet und fand die Story stimmig.

4

Tolles Debüt!

Mit Niemands Töchter legt Judith Hoersch ein leises, zugleich eindringliches Debüt vor, das sich mit familiären Verstrickungen, weiblichen Lebensentwürfen und den Spuren beschäftigt, die Herkunft und Verlust in einem Menschen hinterlassen. Der Roman erzählt auf mehreren Zeitebenen von vier Frauen, deren Leben auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden sind. In den 1980er-Jahren wächst Alma in der Eifel auf – als Kind in einer Familie, in der vieles unausgesprochen bleibt. Früh spürt sie, dass sie nicht wirklich dazugehört, doch über ihre Herkunft wird geschwiegen. Jahrzehnte später lebt Isabell in Berlin. Der frühe Tod ihrer Mutter hat eine Leerstelle hinterlassen, die ihr Denken, Fühlen und auch ihr eigenes Familienleben prägt. Als sich die Wege von Alma und Isabell kreuzen, beginnt sich eine Vergangenheit zu öffnen, die lange verborgen war. Judith Hoersch wählt eine fragmentarische Erzählweise mit häufigen Perspektiv- und Zeitwechseln. Diese Struktur fordert Aufmerksamkeit und kann zu Beginn orientierungslos wirken, doch sie ist zugleich Teil der erzählerischen Idee: Die Geschichte erschließt sich nicht linear, sondern tastend – ähnlich wie die Figuren selbst ihre Biografien zusammensetzen müssen. Nach und nach fügen sich Erinnerungen, Andeutungen und einzelne Szenen zu einem Gesamtbild. Im Mittelpunkt stehen weniger äußere Handlungen als innere Prozesse. Der Roman kreist um Mutterschaft, Verlust, Schuld, Zugehörigkeit und die Weitergabe von Verletzungen über Generationen hinweg. Dabei bleibt vieles unausgesprochen oder nur angedeutet. Gerade das Ungesagte verleiht dem Text seine besondere Kraft. Hoersch urteilt nicht über ihre Figuren, sondern beobachtet sie mit großer Genauigkeit und Empathie. Der Stil ist klar, ruhig und zurückhaltend. Ohne Pathos entsteht eine dichte, teils melancholische Atmosphäre, die lange nachwirkt. Die Frauenfiguren gewinnen mit fortschreitender Lektüre an Tiefe und Kontur, ihre inneren Konflikte werden zunehmend nachvollziehbar. Niemands Töchter ist kein Roman für das beiläufige Lesen. Er verlangt Konzentration und Bereitschaft, sich auf komplexe familiäre Zusammenhänge einzulassen. Wer sich darauf einlässt, findet jedoch eine eindrucksvolle Auseinandersetzung mit der Frage, wie sehr unser Leben von frühen Erfahrungen geprägt wird – und wie schwierig, aber auch möglich es ist, sich davon zu lösen. Ein anspruchsvolles, nachdenklich stimmendes Debüt, das lange im Gedächtnis bleibt.

2

Ich kann die Begeisterung über dieses Buch leider nicht teilen

Viele Erzählstränge sind leider nicht gut genug herausgearbeitet, bis zum Schluss habe ich keinen klaren Zugriff auf Alma/Isabell gehabt - die Sprache war leider auch nicht so meins, tlw. aufzählend, und mit einfallslosen Vergleichen/Bildern. Die Zeitsprünge sind hektisch und ruckartig, dadurch fand ich schwer in die Geschichte. Ganz zu schweigen von den vielen "Zufällen" (vom Therapeuten angefangen bis hin zur Szene im London Eye 😱). Erfreulich, dass das Buch doch viele Leser findet, die es mochten, ich gehöre nur nicht dazu 🤷‍♀️

5

Es geht um mehrere Generationen und wie uns unsere Mütter prägen. Wunderbar lesenswert!

Ich durfte Niemands Töchter von Judith Hoersch Vorablesen. Eins vorweg: ich glaube jetzt schon, dass es ein Lesehighlight des Jahres für mich war. Worum geht es? Julia Hoersch verwebt das Leben von vier Frauen miteinander. In einer Zeitspanne von 1980 bis 2020 erleben wir die Biografien. Im Endeffekt tragische Biografien. Das Cover Mein Herz blutet, weil der Name der Autorin und der Titel oben und unten abgeschnitten sind, beziehungsweise keinen Raum zum atmen bekommen. Auch das Portrait plus Sonnenblume wirkt beliebig und hätte jeden Frauenroman schmücken können. Mir fehlt da der Bezug zum Buch. Sehr schade! Der Schreibstil Das Buch liest sich sehr flüssig. Es hat 367 Seiten und ich war nicht eine einzige Seite gelangweilt. Julia Hoersch gelingt es mit ihrem dichten und tiefen Erzählstil, dass man in die Geschichte eintaucht. Mitfiebert, mitleidet, mit weint, mit wütet. Ja, es ist ein sehr emotionales Buch. Es geht um Schuld, Vergebung, Vererbung, Prägung, Liebe, Lebensläufe die anders sind, als erhofft... Was mich besonders beeindruckt hat Im Endeffekt ist es ein wirklich tragisches Buch mit schwerem Stoff, was trotzdem nie ins depressive verfällt und am Ende sogar Hoffnung weckt, verpasste Dinge noch aufzuholen. Es taugt definitiv als Filmmaterial. Meine Kritik Das Ende des Buches wirkt ein wenig, als wollte die Autorin schnell zum Ende kommen. Auch die häufigen Zeit- und Figurensprünge machen das Buch (bis man sich eingelesen hat) zu Beginn etwas schwerer lesbar. Meine Bewertung Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben! Es hat mich unheimlich berührt und bis ins Innerste erschüttert. Ich gebe dem Buch eine absolute Leseempfehlung und volle 5 von 5 Sterne.

Es geht um mehrere Generationen und wie uns unsere Mütter prägen. Wunderbar lesenswert!
4.5

Ein leises Erkunden von Familiendramen und dem Gewicht von Geheimnissen

Alma und Isabell haben eine Gemeinsamkeit: Sie teilen sich eine Leerstelle in ihrem Leben - ihre Mutter. Die eine hat ihre leibliche Mutter nie kennengelernt, die andere hat sie viel zu früh verloren. Sie sind beide Niemands Töchter. Judith Hoerschs Debütroman erzählt ihre Geschichte, beginnt bei den Anfängen und endet genau an dem Punkt, an dem das Leben der beiden Frauen zusammenläuft. Es ist keine laute Erzählung, sondern ein leises Erkunden von Familiendramen, Abgründen, dem Gewicht von Geheimnissen und Entscheidungen, verletzten Gefühlen und Orientierungslosigkeit. "Niemands Töchter" hat mich trotz des langsamen Erzähltempos direkt in den Bann gezogen und mich durch die knapp 400 Seiten getragen. Obwohl ich Bücher mit Zeitsprüngen und verschiedenen Charakteren oft anstrengend finde, ist dies hier sehr gut gelungen. Man hat das Gefühl, während des Lesens Schicht um Schicht aufzudecken und sich so zum "Kern der Wahrheit" zu bewegen. Und auch wenn es relativ schnell offensichtlich ist, wie die einzelnen Protagonistinnen im Roman in Beziehung zueinander stehen, entdeckt man die ganzen Hintergründe dazu erst später. Judith Hoersch hat vier unglaublich starke Frauenfiguren erschaffen, die mich emotional alle sehr abgeholt haben und mit denen ich mitfühlen konnte. Ein wirklich ganz toller Roman, der definitiv unter meinen Highlights für dieses Jahr sein wird!

5

Highlight!

Ich habe dieses Buch innerhalb von nur drei Tagen regelrecht verschlungen und jede freie Minute genutzt, um in diese Welt einzutauchen. Die Figuren haben mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Das Besondere war für mich, dass ich in fast jeder Person ein Stück von mir selbst wiederentdeckt habe – mit all den Stärken und Fehlern, die man manchmal verzeihen kann und manchmal eben nicht. Aber am Ende war da in jedem Charakter jemand, den man einfach lieben musste. ​Es ist eine wundervolle, bunte und dabei sehr sinnliche Beschreibung von Menschen und dem, was es bedeutet, Mutter zu sein – oder sich bewusst dagegen zu entscheiden. Die Sprache ist so leicht und flüssig, dass ich am liebsten noch Wochen weitergelesen hätte. Es ist eines dieser Bücher, die einen auch nach dem Zuklappen noch lange begleiten, weil die Schicksale der Frauen so ehrlich und nahbar erzählt werden. Ein echtes Highlight, das zeigt, wie komplex das Leben sein kann.

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