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Vielfach in den sozialen Medien gesehen, wurde ich neugierig auf diese Großmutter-Mutter-Tochter Geschichte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Als Lola ihr zweites Kind Greta nennt, provoziert sie damit einen Streit mit ihrer Mutter und der Familie. Denn die erste Greta nach der das Baby benannt wurde ist Lolas Großmutter und in der Familie geächtet, da sie fünf Männer hatte. Mehr erfährt man zunächst nicht. Als Lola dann auch noch beschließt Greta zu besuchen, die auch in Stuttgart in einer Seniorenresidenz lebt, erfahren wir nach und nach was sich zugetragen hat. Lola ist eine moderne Frau, die eigene Entscheidungen trifft und sich gegen Manipulationen durch Mutter oder Ehemann wehrt. Sie ist selbstbewusst, fordernd, impulsiv, ungeduldig, aber auch liebevoll und extrovertiert. Greta ist ein besonderer Charakter. Trotz mancher Schicksalsschläge ist sie optimistisch, stark, treu. Sie hat ihre Lebenserinnerungen aufgeschrieben. Wir erleben, wie sie sich entwickelte, was ihr Leben ausmachte. Dieser Erzählstrang ist der Autorin sehr gut gelungen. Glaubhaft, authentisch. Maria, Greta's Tochter, ist der Charakter, der mir am wenigsten nahe gekommen ist. So ganz konnte ich ihr Wesen nicht erfassen. Auch ihre Verletztheit konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, sie ist in kindlichen Empfindlichkeiten stecken geblieben, auch besitzergreifend und übergriffig. Als ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte dahin zu plätschert beginnt, brachte die Autorin in Form von Briefen neuen Schwung hinein und das Interesse an Gretas wurde noch mehr gepuscht. Schön war, dass Gretas Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wurden. So konnte man ein Stück nachvollziehen, wie Greta sich entwickelte und ihren Charakter gut kennenlernen. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als angenehm, beobachtend, mit moderner Sprache. Greta erzählte in der typischen Sprache ihrer Generation, dies war authentisch und passte gut. Lola jung und selbstbewusst. Auch das passt sehr gut. Das Buch liest sich leicht und flüssig. Mich hat diese Geschichte stark beeindruckt. Auch wenn ich manche Handlung nicht verstehen konnte und mich empörte, zeigt das, wie sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Ein schönes Zeitzeugnis.
5 days ago
Vielfach in den sozialen Medien gesehen, wurde ich neugierig auf diese Großmutter-Mutter-Tochter Geschichte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Als Lola ihr zweites Kind Greta nennt, provoziert sie damit einen Streit mit ihrer Mutter und der Familie. Denn die erste Greta nach der das Baby benannt wurde ist Lolas Großmutter und in der Familie geächtet, da sie fünf Männer hatte. Mehr erfährt man zunächst nicht. Als Lola dann auch noch beschließt Greta zu besuchen, die auch in Stuttgart in einer Seniorenresidenz lebt, erfahren wir nach und nach was sich zugetragen hat. Lola ist eine moderne Frau, die eigene Entscheidungen trifft und sich gegen Manipulationen durch Mutter oder Ehemann wehrt. Sie ist selbstbewusst, fordernd, impulsiv, ungeduldig, aber auch liebevoll und extrovertiert. Greta ist ein besonderer Charakter. Trotz mancher Schicksalsschläge ist sie optimistisch, stark, treu. Sie hat ihre Lebenserinnerungen aufgeschrieben. Wir erleben, wie sie sich entwickelte, was ihr Leben ausmachte. Dieser Erzählstrang ist der Autorin sehr gut gelungen. Glaubhaft, authentisch. Maria, Greta's Tochter, ist der Charakter, der mir am wenigsten nahe gekommen ist. So ganz konnte ich ihr Wesen nicht erfassen. Auch ihre Verletztheit konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, sie ist in kindlichen Empfindlichkeiten stecken geblieben, auch besitzergreifend und übergriffig. Als ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte dahin zu plätschert beginnt, brachte die Autorin in Form von Briefen neuen Schwung hinein und das Interesse an Gretas wurde noch mehr gepuscht. Schön war, dass Gretas Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wurden. So konnte man ein Stück nachvollziehen, wie Greta sich entwickelte und ihren Charakter gut kennenlernen. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als angenehm, beobachtend, mit moderner Sprache. Greta erzählte in der typischen Sprache ihrer Generation, dies war authentisch und passte gut. Lola jung und selbstbewusst. Auch das passt sehr gut. Das Buch liest sich leicht und flüssig. Mich hat diese Geschichte stark beeindruckt. Auch wenn ich manche Handlung nicht verstehen konnte und mich empörte, zeigt das, wie sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Ein schönes Zeitzeugnis.
5 days ago







