Neujahr

Neujahr

Hardback
3.9801
Moderne FamilieÜberforderung"Unterleuten"Panikattacken

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Description

Ein Familienurlaub auf Lanzarote, der zum Albtraum wird...

Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning sitzt auf dem Fahrrad und will den Steilaufstieg nach Femés bezwingen. Seine Ausrüstung ist miserabel, das Rad zu schwer, Proviant nicht vorhanden. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, lässt er seine Lebenssituation Revue passieren. Eigentlich ist alles in bester Ordnung. Er hat zwei gesunde Kinder und einen passablen Job. Mit seiner Frau Theresa praktiziert er ein modernes, aufgeklärtes Familienmodell, bei dem sich die Eheleute in gleichem Maße um die Familie kümmern. Aber Henning geht es schlecht. Er lebt in einem Zustand permanenter Überforderung. Familienernährer, Ehemann, Vater – in keiner Rolle findet er sich wieder. Seit Geburt seiner Tochter leidet er unter Angstzuständen und Panikattacken, die ihn regelmäßig heimsuchen wie ein Dämon. Als Henning schließlich völlig erschöpft den Pass erreicht, trifft ihn die Erkenntnis wie ein Schlag: Er war als Kind schon einmal hier in Femés. Damals hatte sich etwas Schreckliches zugetragen – etwas so Schreckliches, dass er es bis heute verdrängt hat, weggesperrt irgendwo in den Tiefen seines Wesens. Jetzt aber stürzen die Erinnerungen auf ihn ein, und er begreift: Was seinerzeit geschah, verfolgt ihn bis heute.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
192
Price
20.60 €

Author Description

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Promotion im Europa- und Völkerrecht. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Heinrich-Böll-Preis (2019). Im Jahr 2018 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und wurde zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt. Ihr Roman »Über Menschen« war das meistverkaufte belletristische Hardcover des Jahres 2021. Zuletzt erschien bei Luchterhand der zusammen mit Simon Urban verfasste Bestseller »Zwischen Welten«.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
64%
N/A
21%
N/A
75%
N/A
80%
58%
14%
95%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
53%
81%
27%
52%

Pace

Fast50%
Slow0%
Moderate50%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Bildhaft (100%)

Posts

130
All
4.5

Es hat einen Grund, warum wir sind wie wir sind.

Jeder von uns kennt es vielleicht, dieses diffuse nebulöse Gefühl der eigenen Kindheit. Habe ich tatsächlich eine Erinnerung an diese Zeit oder wurde es mir nur sehr eindrücklich erzählt? Habe ich vielleicht Bilder gesehen? Mich verunsichert es oft, dass ich meine Kindheit kaum noch greifen kann und frage mich, ob Geschehnisse, an die ich mich nicht mehr erinnern kann oder möchte, mich beeinflusst haben. Daher ging mir dieses Buch wirklich extrem nah. Ein lang unterdrücktes Trauma zeigt sich plötzlich mit völliger Wucht. Und auf einmal sind Erklärungen, Lösungen (?) scheinbar nah. Die Szenen der Panikattacken wurden so gut geschildert, dass ich selbst ein echt ungutes Gefühl bekommen habe. Auch der Stil, dass es quasi fast nur Fließtext gibt, erzeugt ein beklemmendes Gefühl. Nur das Ende hat mich einfach traurig und fassungslos zurückgelassen. Definitiv kein leichtes Buch.

4.5

Überraschend gut! „Neujahr“ ist der perfekte Start für das neue Lesejahr! ✨🌋⭐️⭐️⭐️⭐️🌋✨

Das Buch „Neujahr“ lag schon ziemlich lange auf meinem SuB und war aufgrund der durchwachsenen Bewertungen eher zweitrangig für mich. Mit diesem Jahresbeginn lachte mich das Buch aber so sehr an, dass ich ihm eine Chance gab. Und was soll ich sagen, dieser Roman hat mich wirklich positiv überrascht. Ich flog nur so durch die Seiten und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Um es aber gleich vorweg zu sagen, die Geschichte ist nicht ohne. Sie behandelt Ängste, Panikattacken und kindliche Traumata, die Juli Zeh gekonnt in einen eindringlichen und psychologisch fein gezeichneten Roman verpackt hat. Auf vergleichsweise wenigen Seiten entfaltet sie eine dichte Geschichte über die unsichtbaren Lasten der Kindheit und verdeutlicht, wie prägend frühe Erfahrungen sein können und wie sehr sie unser Erwachsensein beeinflussen, selbst wenn wir glauben, längst alles im Griff zu haben. „Neujahr“ ist ein Roman, der emotional wirklich berührt und ich finde, Juli Zeh beweist mit diesem Buch einmal mehr ihr Gespür für gesellschaftliche und psychologische Themen. Also, mich hat dieses Buch echt gepackt es war für mich der perfekte Start ins neue Lesejahr. Klare Leseempfehlung! ✨🌋⭐️⭐️⭐️⭐️🌋✨

5

Eindrucksvoll und spannend.

Wieder ein sehr beeindruckendes Buch von Juli Zeh. Es wirkt, aufgrund er geringen Seitenanzahl, sehr dünn. Aber das täuscht. Juli Zeh hat auf wenigen Seiten mit einer unfassbaren Fülle die Geschichte von Henning niedergeschrieben. Es spielt am Neujahrstag, lässt den Leser aber, durch einen Flashback in Hennings erschreckende Vergangenheit reisen. Ein wirklich tolles Buch, bei dem ich Schwierigkeiten hatte, das Buch aus der Hand zu legen.

5

Ein unglaublich starker Roman über ein Kindheitstrauma und das anschließend Erwachsenwerden und die Frage, ob man richtig empfindet, leidet, weil niemand drüber spricht. Juli Zeh, die ich aus verschiedenen literarischen Sendungen kenne, hat für mich ein Meisterwerk an Sensibilität und Einfühlungsvermögen geschrieben. Selbst der Anfang über das Radfahren in Lanzarote war genauso authentisch, beobachtend, gefühlvoll und bis ins Detail beschrieben wie auch die traumatisierten Erfahrungen der allein gelassen Kinder im Ferienhaus weit weg von der Zivilisation. Mir kam dieses Buch, welches ich vor 2 Tagen im Bücherschrank gefunden habe so spannend wie ein Thriller vor. Eine absolute Leseempfehlung

4.5

Sehr nachhallend

Am Anfang des Buches hab ich mich gefragt, um was geht es hier, wo will das Buch hin. Nach ungefähr einem Drittel wird dann eine so beklemmende intensive Geschichte zwischen Bruder und Schwester erzählt, das man gar nicht aufhören kann zu lesen, weil man unbedingt wissen möchte was geschehen ist und wie es ausgeht. Dieses kurze aber nachhallende Buch wird mich noch ein bisschen beschäftigen. Es regt zum Nachdenken an und ist sehr emotional geschrieben.

4.5

Ein nervenaufreibendes Buch über Vergangenheitsbewältigung.

Nicht Spoilerfrei: Eigentlich sollte Henning zufrieden sein. Er hat eine tolle Frau, mit der er eine moderne Partnerschaft führt. Die Erziehung ihrer beiden Kinder und die Care-Arbeit teilen sie gerecht auf und seinen Beruf übt er gerne aus. Doch seit der Geburt seiner Tochter verfolgen ihn Panikattacken. Während des Familienurlaubs an Neujahr merkt Henning schließlich, dass es seine eigene Kindheit ist, die ihn nicht loslässt. Eine Geschichte, schaurig schön geschrieben von Juli Zeh, über Kindheitstraumata und deren Folgen. Hier also eine kleine Bitte: redet über Ängste und Sorgen, mit Freunden, Familie oder Ärzten. Und (ACHTUNG SPOILER) bitte, bitte lasst kleine Kinder NIEMALS alleine zu Hause. Egal wie tief sie normalerweise schlafen.

4

„Neujahr“ von Juli Zeh ist ein stiller, spannender, psychologisch sehr genauer Roman über einen Familienvater mit Panikattacken, der auf einer Radtour auf Lanzarote einem verdrängten Kindheitstrauma auf die Spur kommt – beklemmend, nah dran am Alltag und doch fast wie ein Psychothriller.

Im Mittelpunkt steht Henning, Vater von zwei kleinen Kindern, der mit seiner Frau Theresa Urlaub auf Lanzarote macht und sich am Neujahrsmorgen spontan auf ein viel zu anstrengendes Fahrradabenteuer in die Berge stürzt. Während er bergauf kämpft, denkt er über sein Leben nach: die moderne Rollenverteilung, seine Überforderung im Job, die Panikattacken, die er nur „Es“ nennt, und das Gefühl, den Erwartungen von Familie und Gesellschaft nie ganz zu genügen. Oben im Dorf Femés bricht er fast zusammen – und steht plötzlich vor einem Haus, das er unerklärlicherweise wiedererkennt. In der zweiten Hälfte kippt der Roman in eine Art Kindheitsperspektive: Spoiler: Henning erinnert sich daran, wie er als kleiner Junge mit seiner Schwester Luna in genau diesem Ferienhaus zurückgelassen wurde und die Eltern nach einem dramatischen Streit einfach verschwanden. Juli Zeh schildert Hunger, Durst, Angst und das völlige Ausgeliefertsein der Kinder so eindringlich, dass klar wird, wie dieses Erlebnis sich tief in Hennings Psyche eingegraben hat und später als unerklärliches „Es“ wiederkehrt. Spoiler-Ende Mir gefällt besonders, wie Zeh das große Thema Trauma mit alltäglichen Szenen verbindet: Stress mit den Kindern, Rollenbilder, Optimierungsdruck – alles wirkt glaubwürdig, fast banal, bis sich die Abgründe zeigen. Sprachlich ist „Neujahr“ eher schlicht und zugänglich, aber sehr präzise beobachtend; die Landschaft Lanzarotes mit Wind, Lava und Hitze spiegelt Hennings innere Anspannung stark wider. Für mich funktioniert der Roman zugleich als Familiengeschichte, psychologisches Porträt und leiser Spannungsroman, der konsequent auf die Enthüllung des verdrängten Ereignisses zusteuert. Wer Bücher mag, in denen scheinbar normale Lebenssituationen nach und nach eine dunkle Tiefe bekommen, findet hier eine intensive, gut zu lesende Lektüre, die einen noch länger über Angst, Verantwortung und die Nachwirkungen der eigenen Kindheit nachdenken lässt.

„Neujahr“ von Juli Zeh ist ein stiller, spannender, psychologisch sehr genauer Roman über einen Familienvater mit Panikattacken, der auf einer Radtour auf Lanzarote einem verdrängten Kindheitstrauma auf die Spur kommt – beklemmend, nah dran am Alltag und doch fast wie ein Psychothriller.

Neujahr von Juli Zeh hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Der Roman entfaltet eine tragische, vielschichtig verwobene Geschichte, die mich nicht losgelassen hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie Juli Zeh eindringlich Stimmungen erzeugt und emotionale Tiefe schafft. Das macht sie für mich zu einer Lieblingsautorin.

4

Ganz anders als erwartet. Sehr eindrücklich. Authentisch. Das Ende hat viel offen gelassen.

4

Unerwartet heftig

Das Ende war etwas unverständlich für mich dadurch einen Stern Abzug. Sonst wie immer ein krass gutes Buch von Juli Zeh, der Protagonist leidet unter Panikattacke diese wurden sehr gut beschrieben…auch fand ich erst dem Umgang seiner Frau damit sehr befremdlich dachte aber dann, bei wie vielen Menschen dieses Unverständnis sicherlich Alltag ist! Leute die diese Themen triggern hätten auf jeden Fall eine Warnung am Anfang gebraucht, das Buch ist aber auch schon älter.

Unerwartet heftig
3.5

Der Schreistil hat mir gut gefallen. Die Geschichte hat mich auch in ihren Bann gezogen. Der Schluss konnte mich dann leider nicht so überzeugen

2.5

Verwirrend geschrieben, bedrückendes Thema

4

Schlimm zu lesen und die Auflösung war mir irgendwie zu flach aber der Grundgedanke war wirklich gut gemacht und umgesetzt und zeigt was Traumata anrichten können.

4

Sehr fesselndes Buch

Neujahr von Juli Zeh 256 Seiten bzw. 5 Stunden 3 Minuten als Hörbuch gehört. ⭐️⭐️⭐️⭐️½ Sehr gutes Buch, sehr mitnehmendes Thema. Welches man anfangs überhaupt nicht erwartet. Juli Zeh kann mich trotz ihres recht trockenem Erzählstil immer wieder packen. Auf jeden Fall ein lohnenswerte Buch.

5

Was für ein tolles Buch. Hat mich sehr berührt. Kann gar nicht viel dazu sagen. Es ist definitiv lesenswert, spannend auf seine Weise und sehr bewegend. In jeder Situation könnte man sich gut in Henning reinversetzt und mitfühlen.

3

Spannende Thematik aber nicht mitreißend

Die Thematik des Buches war sehr interessant. Es ging um das Kindheitstrauma des Protagonisten und wie es ihn in seinem jetzigen Leben noch plagt, da er es nie aufgearbeitet hat. Die Radtour auf den Berg fand ich leider öde. Also die Tourbeschreibung an sich, seine Gedanken wiederum haben mich wieder interessiert. Der längste Teil (seine Kindheitserinnerungen) war fesselnd .

4

Nichts für schwache Nerven...

Puh – dieses Buch hat mich richtig mitgenommen. Hätte ich vorher gewusst, worum es in diesem Roman tatsächlich geht, hätte ich ihn vermutlich nicht gelesen. Als Mutter kleiner Kinder war die Lektüre stellenweise kaum auszuhalten. Doch einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören. Neujahr ist unglaublich spannend, intensiv und erschütternd – Juli Zeh schafft es, einen emotional völlig hineinzuziehen. Fazit: Sprachlich stark, fesselnd und tief berührend – ein Roman, der noch lange nachwirkt.

3

Naja

Der Schreibstil hat mir gut gefallen aber das Ende fand ich naja.. Auch die Zufälle waren mir zu häufig und unrealistisch..

2.5

Keine Ahnung, was mir das Buch sagen wollte oder sollte? Fands komisch und hat mir nicht gefallen. Zum Glück war es so kurz.

3

???

Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Viele der zwischenmenschlichen Dinge die beschrieben werden sind stark und berühren einen sehr. Trotzdem sind große Passagen des doch recht kurzen Buchs fast schon zu überfliegen und man verpasst nichts. Es war im ersten Drittel auch einfach nur verwirrend. Die 2 Hälfte fand ich wiederum sehr gut gemacht und ich konnte mich in Henning als Kind viel besser hinein fühlen. Sprachlich hinterlässt es bei mir keinen bleibenden Eindruck. Der Rest ist erzählerisch dennoch gut gelungen, da man es in einem Rutsch durchlesen kann und es mit dem voranschreiten an Spannung zunimmt. Was man jetzt mit dem Ende anfangen soll, ist mir leider nicht klar geworden.

3.5

Henning verbringt mit seiner Frau und den zwei Kindern Silvester auf Lanzarote. Er fühlt sich ausgelaugt, kämpft mit Panikattacken und dem Gefühl, ständig zu versagen. Am Neujahrstag macht er eine Fahrradtour, um den Kopf frei zu bekommen – und landet zufällig an einem Ort aus seiner Kindheit. Dadurch kommt eine verdrängte Erinnerung zurück, die erklärt, warum er bis heute so kämpft. Den Anfang fand ich super, zwischendurch hat es ein bisschen nachgelassen. War aber trotzdem spannend zu lesen und ich mag den Schreibstil von Juli Zeh sehr. „Am meisten stört ihn an der Zeit, dass sie eigentlich immer zu schnell oder zu langsam läuft. Nie scheint sie zu passen. Henning glaubt, dass die Zeit nicht sein Freund ist. Auch das hat er einmal gesagt, und Mama hat ihn lange gestreichelt und gedrückt.“

Post image
5

Mein 2. Roman von der Autorin Juli Zeh Anfangs etwas verwirrend ,dann aber so interessant, das ich es fertig lesen musste . Regt sehr zum Nachdenken an ,wie prägend Kindheitserinnerungen sein können und wie negative Erfahrungen und Ereignisse sich bis ins Erwachsenenalter ziehen können .

5

Eine unglaubliche Geschichte, grenzt an einen Krimi. Leseempfehlung 👌🏼

4

"Die Haut der Berge hat Falten, in denen Schatten wohnen. Es ist, als warte dort die Nacht auf ihren allabendlichen Einsatz. Gegen sechs Uhr wird die Dunkelheit aus den Schluchten heraufziehen und in kürzester Zeit die Insel zudecken." 'Neujahr' ist wie die Auf- und Abfahrt auf einen Berg mit dem Fahrrad, genau so, wie es der Protagonist im Roman macht: es zieht sich zu Beginn langsam, hat einen unglaublich starken Mittelteil und ein fast verstörend rasantes Ende. Vielleicht nicht ihr stärkster Roman, aber trotzdem ein echter 'Juli Zeh'!

5

Fast bis zum Ende der Geschichte fragt man sich was und vor allem warum das menschliche Gedächtnis von Henning diese Geschichte konstruiert. Die Geschichte von Henning beschreibt ein schreckliches Kindheitstrauma. "30 Jahre hat er auf einem unterirdischen Speicher gelebt, auf einer Höhle, verzweifelt bemüht, das Loch nicht zu sehen, durch das man hineinfallen kann." Es grandiose, fesselnde leider nicht ganz unrealistische Darstellung davon, wie ein nicht bewusstes Kindheitsttauma sich durch Symptome ausdrücken kann und das ganze Leben beeinflussen kann. Sehr zu empfehlen, spannend bis zur letzten Seite.

4.5

Authentisch und Beklemmend.

Was für ein Werk: Die Geschichte fängt ruhig aber befangen an und nimmt dann ein dramatisches Tempo an. Ich habe sehr mitgefühlt und konnte es nicht aus den Händen legen - ich musste einfach wissen wie es mit Henning und Luna ausgeht. Empfehlenswert und nichts für zarte Gemüter mit melancholischer Grundstimmung. Sehr bewegender Roman.

Authentisch und Beklemmend.
5

Juli Zeh hat mich mit diesem Buch wirklich überzeugen können, auch wenn ich anfangs ein wenig gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte abzutauchen. Nachdem eine erste Verwirrung abgeklungen ist, war ich zusammen mit dem Protagonisten Henning wie in einem Sog, habe mitgefühlt und war vor allem geschockt. Auf sehr wenigen Seiten wird trotzdem sehr tiefgehend und wahnsinnig bildlich erzählt, was mich auch sehr beeindruckt hat. Eine psychologische und toll erzählte Geschichte, die mich erstmal nicht mehr loslassen wird.

5

Toller Schreibstil, großartige und bewegende Geschichte

4

Ich weiß nicht, ob ich je ein Buch gelesen habe, in denen Emotionen so real waren. Sehr bedrückendes Buch, dass einem zeigt, wie der Protagonist versucht seine Emotionswelt selbst zu verstehen.

5

Ich bin recht geschockt wie sehr mich dieses Buch mit seiner Thematik überrollt hat. Ich war wie im Rausch und bin Hennings Gedanken echt gerne gefolgt. Der Schreibstil ist recht geradlinig aber wahnsinnig literarisch. Einige Bilder welche die Autorin gezeichnet hat, werde ich so schnell nicht mehr vergessen. Es ist schon ein starkes Stück wie viel eigentlich dahintergesteckt hat und wie einem erst viel später klarwird, woher eine Panikattacke ihren Ursprung hat. Mega - ich muss weitere Bücher von ihr lesen 😳

3

Eigentlich habe ich Juli Zeh neu für mi mich entdeckt und habe Unter Menschen verschlungen. Dieses Buch fand ich grundsätzlich gut. Allerdings hat mich das schnelle Ende überrascht und ich blieb mit vielen Fragen zurück…Hätte noch etwas länger sein können..

5

Wow...ich kann gar nicht viel mehr dazu sagen. Juli Zeh gehört nun offiziell zu meinen Lieblingsautor*innen.

5

Wow, diese Geschichte fand ich wirklich heftig. Sie hat in mir ein ganz besonderes Gefühl ausgelöst. Vielleicht eine Mischung aus Spannung, Betroffenheit und Ekel? Ich kann es nicht genau deuten. Also dafür, dass das Buch nicht einmal 200 Seiten hat, hat es bei mir großen Eindruck hinterlassen.

4

Es hat mir ein bisschen Angst gemacht aber richtig coole Storystruktur. Juli Zeh ist einfach krass drauf aber auch sehr speziell. Muss man mögen…

5

Ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst

3

Tja, schwierig zu beschreiben…

Dieses Buch hat mich leider nicht so überzeugt. Ich konnte die Verzweiflung der Kinder schon irgendwie nachvollziehen aber ich habe einfach den Sinn dieses Buch nicht verstanden. Es war auf jeden Fall mal was anderes aber ich hatte eine ganz andere Erwartung an das Buch. Auch das Ende des Buches war auch verständlich und man weiß worauf die Autorin hinaus wollte, aber ich habe mit was anderem gerechnet…ja wirklich schwierig zu beschreiben…aber lest es selbst!!

Tja, schwierig zu beschreiben…
5

Das Buch tat weh... anders kann ich es nicht beschreiben. Aber es war für mich mal was ganz anderes und ich habe es geliebt. ❤️‍🩹

Das Buch tat weh... anders kann ich es nicht beschreiben. Aber es war für mich mal was ganz anderes und ich habe es geliebt. ❤️‍🩹
4

Heftiges, Kurzweiliges Buch, leider ist mir das Ende zu schwach.Ich hätte mir ein ausführlicheres Ende gewünscht.

4.5

Unfassbar mitreißend für mich, ich konnte es nicht mehr weglegen, nachdem die Handlung Fahrt aufgenommen hatte. Dennoch auch beklemmend, hat mich wirklich mitgenommen.

3

Sehr flüssiger Schreibstil, Story ist spannend und unterhaltsam. Mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht das letzte.

3

„Neujahr“ von Juli Zeh war mein erstes Buch dieser Autorin. Ausgewählt wurde es vom Lesekreis, den ich seit Kurzem besuche und den ich sehr zu schätzen weiß, denn mein Eindruck von diesem Roman wandelte sich immens während des Gesprächs. VOR DER DISKUSSIONSRUNDE Als ich „Neujahr“ allein daheim im stillen Kämmerlein las, konnte ich wenig mit der Geschichte anfangen. Da fährt ein überforderter Familienvater auf Lanzerote ewig einen Berg hoch, ist dehydriert und lernt auf dem Scheitelpunkt etwas aus seiner Vergangenheit. Zurück in der Heimat setzt er seine Schwester vor die Tür, die wiederholt bei ihm Unterschlupf sucht. Ähm ja. Ich konnte mich weder mit dem Protagonisten oder einer anderen Figur identifizieren, noch hatte ich Mitgefühl für seine Situation. Ja, es war schrecklich, was ihm in damals widerfahren war, aber mir war nicht klar, was die Autorin mir mit dieser Geschichte sagen wollte, in der Männer die Wünsche ihrer Frauen missachten und Frauen ihre Männer betrügen. WÄHREND DER DISKUSSIONSRUNDE Im Lesekreis kam das Gespräch sehr schnell auf den Wandel von Familienstrukturen, die Rollenverteilung von Mann und Frau und die Bedeutung von Kindern innerhalb der Familie. Viel hat sich gewandelt in den letzten Jahren, Frauen machen öfter Karriere, Männer widmen sich stärker häuslichen Pflichten. Henning ist ein Beispiel dafür, dass es für Männer nicht immer eine leichte Veränderung ist, dass sie sich überfordert fühlen – wie Mütter auch – und beginnen, an sich selbst zu zweifeln. Kinder nehmen zudem heute deutlich mehr Raum ein als früher. Sie stehen oft im Mittelpunkt der Familie und fordern deutlich mehr Aufmerksamkeit als das vielleicht noch vor einigen Jahren der Fall war. Ich mit meinen Ü40 hatte als Kind viele Freiheiten. Ich bekam eine Uhrzeit gesagt, zu der ich daheim sein sollte, wo ich mich zwischenzeitlich aufhielt, spielte keine Rolle, wussten meine Eltern doch, dass ein halbes Dorf ein Auge auf uns Kinder hatte. Wir waren Mitläufer in den Familien und die Verantwortung für uns verteilte sich auf mehr Köpfe als nur zwei. Heute sieht das anders aus, heute dreht sich alles um den Nachwuchs und noch dazu muss irgendwie das Geld verteilt werden, um ihm eine sichere Zukunft zu bieten. Keine leichte Aufgabe für Eltern. Dass man dadurch in einen Burnout geraten kann, ist nachvollziehbar. Was mich wirklich nachdenklich zurückließ war das Thema „Heilung von schlimmen Vorkommnissen innerhalb der Familie“, das kurz angesprochen wurde. Spricht man nicht darüber, kehrt man es unter den Tisch und überdeckt prinzipiell sämtliche Probleme, die auftauchen, kann das gerade die Kinder sehr verletzen und Wunden bei ihnen hinterlassen, die sie noch lang ins Erwachsenenleben mittragen. Henning schleppt ein sehr traumatisches Erlebnis mit sich herum, an das er sich nicht einmal mehr erinnern konnte, weil es nie aufgearbeitet wurde. Es prägt sein Leben und bricht unweigerlich aus, als die Überforderung zunimmt. Kommunikation hat nie stattgefunden, allerdings ist das ein Problem, dass auch heutzutage oft noch besteht. Man spricht nicht gern über Schwächen und Fehlentscheidungen, bedenkt aber nicht, was man seiner Familie damit antun kann. NACH DER DISKUSSIONSRUNDE Schon auf dem Heimweg vom Lesekreis schossen mir tausend Gedanken zu „Neujahr“ durch den Kopf, die meine eigenen Erlebnisse betrafen, aber auch Dinge, die ich bei befreundeten Familien beobachten kann. Die Gespräche über dieses Buch haben es mich aus ganz anderen Blickwinkeln sehen lassen. Ich habe gemerkt, dass ich es viel zu schnell abgeurteilt hatte und dass es darin mehr zu entdecken gibt, durchleuchtet man die Problematik ein wenig stärker. FAZIT Nach wie vor kann ich mich nicht mit der Geschichte identifizieren, da mir mangels Kinder die Erfahrungen dafür einfach fehlen, aber ich verstehe die Hintergründe nun besser und sehe, dass die Autorin ein gutes Buch zu einem wichtigen Thema geschrieben hat.

4

Wild, ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll. Irgendwie verstörend. Hat mich sehr in seinen Bannn gezogen!

5

Toller Roman, den ich nicht aus der Hand legen konnte.

5

Beklemmend, irritierend, große Emotionen

4

Ein kleines Buch mit soviel Inhalt. Gefiel mir sehr gut, über das Ende musste ich allerdings eine Zeitlang nachdenken

5

Diese Geschichte hat mich mit voller Wucht getroffen. Mein Herz fühlt sich an, als hätte man es überfahren. Ich bin sprachlos und von der Heftigkeit, mit der sich das Buch von hinten anschleicht, tatsächlich übermannt. Ich brauche noch einige Tage, bis ich den Text verarbeitet habe …. Uffff.

2.5

Nicht mit Geschmack

Erst mal muss man sagen, das Buch ist wirklich nicht schlecht. Es entspricht nur nicht meinem Geschmack. Ich habe schon mal ein Buch von Juli Zeh gelesen. Allerdings war das für die Schule und da gefiel mir das Buch auch eigentlich ganz gut. Bei diesem Buch war es allerdings anders. Ich fand dadurch, dass es auch so dünn war, konnte man der Geschichte zwar gut folgen, hat aber nicht so das mitbekommen, was ich mir von dem Buch erwartet hab. Insgesamt hatte ich ganz andere Vorstellungen von dem Buch, auch wenn ich nicht sagen möchte, dass ich jetzt enttäuscht wurde. Es war einfach nur nicht das, was ich mir ganz erhofft, hatte ich ich möcht auf keinen Fall sagen, dass es ein schlechtes Buch war. Es ist bestimmt hervorragend für jemanden der Bücher in dieser Richtung gerne liest. Für mich war es nur leider nichts.

4

Erzählerisch einehmendes Portrait von Familienstruktur/-rollen und ihrem Erwartungsdruck. Dazu spannend aber gefühlt "nicht fertig" erzählt.

4

Mein erstes von Zeh... und definitiv nicht mein Letztes! Flüssig lesbar, das Ende allerdings lässt mich etwas ratlos zurück!

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