Leere Herzen
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Description
Als die "Brücke " unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr...
"Leere Herzen" ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.
Book Information
Author Description
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Promotion im Europa- und Völkerrecht. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Heinrich-Böll-Preis (2019). Im Jahr 2018 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und wurde zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt. Ihr Roman »Über Menschen« war das meistverkaufte belletristische Hardcover des Jahres 2021. Zuletzt erschien bei Luchterhand der zusammen mit Simon Urban verfasste Bestseller »Zwischen Welten«.
Posts
"Seit Gründung der Brücke lebt und arbeitet sie in völliger Übereinstimmung mit dem Zeitgeist. Wenn ihr nicht so häufig übel wäre, würde sie sich wahrscheinlich glücklich nennen."
------------------------------------------------------- 'Leere Herzen' von Juli Zeh spielt in einer nahen oder ferneren Zukunft und erzählt die Geschichte von Britta, welche ein Unternehmen gegründet hat, welches sich auf eine besondere Dienstleistung spezialisiert hat. Die Welt, wie sie hier dargestellt wurde, ist schon erschreckend nah an unserer derzeitigen Realität dran. Das Buch ist 2017 geschrieben worden und hat nichts von seiner Aktualität verloren. An sich eine sehr spannende und interessante Idee, trotzdem hat es mich irgendwie nicht 100% gehabt und auch das Ende lässt mich irgendwie unbefriedigt zurück.
Wow - was war denn das?
Nachdem ich dieses Buch mit einem für mich sehr anziehenden Titel gelesen hatte, galt es erstmal durchzuatmen und Gedanken zu sortieren… Inzwischen weiß ich bei dieser Autorin: es lohnt sich, nichts zu erwarten und sich einfach reinzustürzen in ihre Romane, bisher wurde ich selten enttäuscht. Auch dieses Werk von Juli Zeh stimmt auf jeden Fall nachdenklich und liegt irgendwo zwischen Roman, Thriller, Politdrama und einem Hauch von Dystopie. Man wird mitten reingezogen in den Alltag der Protagonistin, den man anfangs noch gar nicht richtig begreifen kann. Diese führt ein Leben, geht einer Arbeit nach, die man nicht fassen kann, sobald einem klar wird, woraus ihr Berufsalltag besteht. Irgendwo zwischen entsetzt, überrascht und fasziniert, beginnt man, noch mehr wissen zu wollen und dann stürzt ein unerwartetes Ereignis den Alltagstrott der Hauptfigur plötzlich ins Chaos. Ich finde das Buch, so wie viele Bücher von Juli Zeh, sehr empfehlenswert. Es stimmt nachdenklich, weil sie Geschichten erzählt, die man erstmal begreifen, nachvollziehen muss und die oft voller Gesellschaftskritik stecken. Jedoch sollte man offen sein, für unerwartete Geschichten und Entwicklungen sowie viel Zwischenmenschliches (einige Dialoge). 4/5 ⭐️ für einen völlig unerwarteten Plott mit einem Hauch von Dystopie.
Regt zum nachdenken an
Wieder mal ein Buch von Juli Zeh, welches sehr zum Nachdenken anregt. Am Anfang war es zwar etwas verwirrend, weil man einfach so ins Geschehen geworfen wird, aber man möchte dann unbedingt wissen was dahinter steckt und wer auf welcher Seite steht. Außerdem muss man dazu sagen, dass es schon einige extreme Szenen in dem Buch gibt, die auch sehr brutal wirken können. Die Gedanken der Autorin haben mir aber gut gefallen und werden mich noch eine Weile begleiten.
Irgendwie hab ich was ganz anderes erwartet.
Das ist mein 4 Buch von Juli zeh und irgendwie Hab ich was anderes erwartet . Es ist gesellschaftskritisch wie alles was ich bisher von ihr gelesen habe, aber sehr politisch und spielt in einer deutschen Zukunft die ich persönlich mir so nicht vorstellen kann. Die Grundidee vom Buch hat mir dennoch gefallen auch wenn es mich schlussendlich nicht überzeugt hat. Juli zeh hat einen besonderen Stil der mich auch in diesem Buch überzeugt hat. Somit ein solides Buch, jedoch für mich kein Highlight Das Wahlrecht wichtig ist hat sie jedoch deutlich vermittelt. Funfakt an der Seite die Abkürzung BBB holte mich immer massiv aus dem Lesefluss weil sie in meinem beruflichen leben eine komplett anderen wichtigen Kontext hat. Dafür kann die Autorin jedoch nichts 😂
Ein Buch voller Gesellschaftskritik und einem Geschäftsmodell, dass es in sich hat. Ein toller Roman der zum Nachdenken anregt.
Ein sehr gesellschaftskritischer Roman wurde hier erschaffen. Wir lernen das Geschäftsmodell von Britta und Babak kennen und bis ich begriffen hab bzw realisiert habe, ja das machen die bzw das versteht man unter der Brücke, hat ein bisschen gedauert. Während der Geschichte wurde es teilweise spannend und dann das Ende, was mich nicht ganz so glücklich zurück lässt. Trotz Ende kann ich das Buch empfehlen!
Ein Gesellschaftsroman, der in ein Deutschland blickt, das so ähnlich und doch so anders scheint als das, was wir kennen — spannend wie ein Thriller. Juli Zehs Bücher habe ich gefühlt an jeder Ecke auf Instagram gesehen und habe mich immer gefragt, was denn so besonderes an ihren Romanen ist. Bis ich dann eine Rezension zu „Leere Herzen“ gelesen und dann diesen „Oh, das will ich lesen!“-Moment hatte. Zugegeben, der Plot klang schon etwas lächerlich, aber doch auch spannend. Und so zog Zehs „Leere Herzen“bei mir ein. Nach kurzem Anpirschen zog ich das Buch mit aufs Sofa und inhalierte es im wahrsten Sinne des Wortes. Die Geschichte um Britta und Babaks Unternehmen mit seinem skurrilen Geschäftszweck und den späteren Verfolgungswahn hat mich einfach nur gefesselt. Doch zurück zum Anfang: Es geht um Britta, die mit ihrem mittlerweile besten Freund Babak ein Unternehmen gegründet hat, das seltsamer und kontroverser nicht sein könnte: Und zwar eine Heilpraxis für Selbstmordprävention. Britta absolvierte eine Ausbildung zur Heilpraktikerin, um mit Professionalität über den fragwürdigen Aspekt ihrer Praxis hinwegzutäuschen: Denn ein Großteil der Personen, die sich bei der „Brücke“ melden, absolvieren die nicht immer menschenfreundlichen Methoden, die Britta und Barak entwickelt haben, um sie vom Selbstmord abzubringen, und kehren danach wieder in ihr Leben zurück; doch ein kleiner Teil ist unbelehrbar und nicht von seinem Todeswunsch abzubringen. Diese Menschen werden von Britta und Barak an Organisationen vermittelt, die einen Märtyrer für ihre Sache gebrauchen können, um durch Medienpräsenz mehr Engagement zu erhalten, so beispielsweise Umweltorganisationen oder solche, die sich gegen den Walfang einsetzen. Diese Organisationen geben den Unbeirrbaren sozusagen einen Sinn, etwas, für das es sich zu sterben lohnt. Die Personen, die sich bei der „Brücke“ melden und nach dem Programm übrig bleiben, sterben so also nicht einen „sinnlosen und egoistischen“ Selbstmord, sondern für eine höhere Sache. Britta führt ein Doppelleben; nicht einmal ihr Mann weiß, womit ihre Frau tatsächlich ihre Brötchen verdient. Als es zu einem Attentat kommt und die „Brücke“ plötzlich kurz vor der Enttarnung steht, muss sie klug und vor allem schnell handeln, sonst droht ihr gesamtes Leben zusammenzubrechen. »Full hands, empty hearts, it’s a suicide world.« Im Jahre 2025 hat sich die Politik so weit gewandelt, dass eine Organisation wie „Die Brücke“ keineswegs undenkbar erscheint. Juli Zeh lässt einen dystopischen Wind wehen, ihre Protagonistin ist entgegen ihres Berufs nicht der Überzeugung, dass Politik etwas ist, worüber man groß spricht: »Auch wenn sie aus beruflichen Gründen gezwungen ist, Politik in groben Linien zu verfolgen, findet sie nicht, dass man privat darüber reden muss.« Mit einer lebendigen Sprache erzählt Zeh hier die Geschichte rund um Britta Söldner, die jedoch – wie alle Charaktere aus „Leere Herzen“ – irgendwie flach und unfertig erscheint. Die selbsternannte Terrordienstleisterin erscheint fast schon roboterhaft, sie lebt und stirbt für ihre Organisation. Als es dann schließlich zu einer Bedrohung für die „Brücke“ kommt und nicht nur Britta und Babak, sondern auch deren Familien ins Zielfernrohr gelangen, hilft nur noch eins: die Flucht. Von diesem Punkt an wird „Leere Herzen“ fast schon zum Thriller, der Stempel „Roman“ wirkt ein wenig unpassend. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/juli-zeh-leere-herzen
Dystopia á la Juli Zeh
Der Roman Leere Herzen schreibt das Programm in aller Deutlichkeit auf den Buchdeckel. Es geht um Verklärung der Normen und Werte, welche das friedliche Zusammenleben sowie die Bedeutung von Arbeit. Juli Zeh inszeniert die Handlung als eine Zukunftsprognose von Deutschland, in welcher Moral einen anderen Stellenwert besonders im Privatleben einnimmt. Dazu wird Die Brücke als Firma vo Britta Söldner und Babak hergennommen, welche suizidfeährdete Menschen durch ihren Algorithmus Lassie ausfindig macht und anschließend an Terrororganisationen weiter vermittelt. Klingt obskur und nicht ganz ohne – ist es auch! Der Roman hat mich immer wieder schockiert aber gleichzeitig auch gespannt zusehen lassen, was passiert und in welcher Geschwindigkeit die Handlung sich hochschaukelt. Mich hat das Ende des Romans etwas enttäuscht, denn es wurde für mich eine Erwartungshaltung geschürt, welches kein happy-go-lucky Ende gebraucht hätte. Daher wirkt das Ende – ohne Spoiler zu geben– etwas abgedroschen und wie als wenn er Roman hätte schnell fertig werden müssen.
Das Buch ist 2017 erschienen und spielt in einer fiktiven Zukunft des Jahres 2025. Auch wenn die Zustände diese beschrieben Zukunft nicht mit der Realität übereinstimmen, gibt es doch einige Denkanstöße und Gedankenspiele, die durchaus aktuell und nicht abseits jedweder Realität sind. Juli Zeh hat auch hier wieder ein feines Gespür für gesellschaftliche Problematiken bewiesen und dies in einer teils satirisch anmutenden Art und Weise auf den Punkt gebracht. Grob zum Inhalt: Britta Söldner betreibt mit ihrem Geschäftspartner ein sehr lukratives Geschäft namens Die Brücke. Eines Tages bekommt die Firma Konkurrenz und damit nehmen die Ereignisse ihren Lauf. Die Geschäftsidee bleibt anfangs noch im Dunkeln und wird erst im Laufe des Buches näher beleuchtet. Daher möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Weiterhin geht es allgemein um die gesellschaftliche und politische Lage des fiktiven Jahres 2025 mit der zentralen Frage welche Bedeutung Demokratie überhaupt noch für die Bevölkerung hat und mit welchen Mitteln Demokratie gerettet werden darf. Britta macht zu diesen Fragen eine persönliche Entwicklung durch. Das Ende ist dann offen gehalten und für mich war es zuerst ziemlich verwirrend. Ich musste die Geschichte erstmal etwas sacken lassen und nach einer Zeit kamen Gedanken wie ich es für mich interpretieren konnte. Es ist durchaus diskussionswürdig, da viele verschiedene Standpunkte zum Verlauf der Geschichte und vor allem bezüglich des Endes möglich sind. Von mir gab es letztendlich 3,5 🌟, also ein gutes Buch, das ich auch weiterempfehlen kann. Für mich war die Handlung streckenweise doch etwas zu wirr und auch die Ereignisse am Ende erfolgten dann sehr schnell. Hier hätte ich mir doch ein paar Klarstellungen gewünscht, insbesondere bezüglich der Gedanken von Britta. So bleibt jedoch mehr Spielraum für die Interpretation der Leser. Das hat natürlich auch etwas für sich. Ich spreche selten Triggerwarnungen aus, aber an dieser Stelle möchte ich dies unbedingt tun. Leser, die Probleme haben über Suizid oder Suizidgedanken zu lesen, sollten hier verzichten.
Eine Agentur zur Vermittlung von Märtyrern.. keine schlechte Idee!
Ich fand den Anfang sehr spannend, auch die Mitte hat sich gut weg gelesen.. Aber am Ende wurde es dann etwas chaotisch :D Als man dann endlich wusste wohin es ungefähr geht, war ich von manchen Handlungen der Hauptfigur irritiert und auch das Ende lies mich doch mit einen "Mh" zurück. Vor allem die Anspielung auf die Katze ergibt für mich weiterhin kein Sinn? 🥲
4,5 Sterne. Richtig tolles Buch, sogar für mich als Politik-Dummie. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, gewürzt mit Juli Zeh's klugem und witzigem Schreibstil, der weder die Leser*innen noch die Protagonist*innen für dumm verkaufen möchte. Lieblingszitat: "Es gibt tatsächlich immer noch Menschen, die so tun, als könnte man dieser Welt mit Haltung begegnen."
👥️️🖤 Desillusioniert, düster, dystopisch.
»Ich glaube, tief in uns drinnen ist ein Loch«, sagt Britta. [...] »Wir haben keine Ahnung, wer wir sind. Sein wollen. Oder sollen.« Juli Zeh zeichnet in "Leere Herzen" ein Bild von der Zukunft - zwischen scheinbarem Familienglück und politischem Geschehen agieren graue Protagonisten, die genauso leer erscheinen wie ihre Welt. Kinder spielen völlig abgestumpft Zerstörung, rechte Kräfte sind an der Macht und das wird mit Schulterzucken hingenommen. Selbst terroristische Anschläge scheinen irgendwie alltäglich. Und die psychotherapeutische Praxis "Die Brücke" entpuppt sich als unmenschliche Organisation, die der Hauptfigur Britta Söldner bald völlig aus den Händen gerät... Ich bin unschlüssig, was ich von dem Buch halten soll. Die Handlung zieht einen von Anfang an in den Bann, bleibt aber am Ende doch irgendwie ungelöst. Genauso grau und leer wie die Personen scheint auch der Verlauf des Romans am Ende – oder ist es doch ein Politthriller? Vermutlich nicht mein Lieblingsbuch von Juli Zeh, aber wie so oft voller kluger Sätze, die in Frage stellen, wie oft man Dinge akzeptieren darf oder wann man bereits aufbegehren sollte, bevor die düstere Prophezeiung eintritt. »Es liegt am Paradoxien-Schmerz. Demokratieverdrossene Nicht-Wähler gewinnen Wahlen, während engagierte Demokraten mit dem Wählen aufhören. Intellektuelle Zeitungen arbeiten für die Überwindung des Humanismus, während populistische Schundblätter an den Idealen der Aufklärung festhalten. In einer Welt aus Widersprüchen lässt sich nicht gut denken und reden, weil jeder Gedanke sich selbst aufhebt und jedes Wort sein Gegenteil meint.«

Sehr makaber
Eine Agentur, die potenzielle Selbstmörder an Terrororganisationen vermittelt, damit diese keine unfreiwilligen Selbstmordattentäter rekrutiert? Das fand ich schon sehr makaber. Wenn man sich auf den Gedanken einlässt, hat das Buch durchaus was für sich, aber vom Hocker gehauen hat es mich nicht.
Eines meiner neuen Lieblingsbücher. Konnte es kaum aus der Hand legen auch wenn mich die Protagonistin mit ihrer Art fast um den Verstand gebracht hat. An sich ein gesellschaftskritischer Roman, der eine sowohl raffinierte als auch moralisch fragwürdige Idee behandelt. Und nebenher zum Hinterfragen anregt. Letztlich das Ende konnte ich nicht ganz nachvollziehen.
Politthriller der heutigen Zeit
Ein wirklich interessanter Politthriller der in einer Zeit spielt, die unserer aktuellen politische Situation sehr ähnlich ist. Die Rechten regieren, vielen Menschen ist das egal. Es herrscht eine Art Gleichgültigkeit. Britta möchte mit ihrer Praxis für Psychotherapie einen echten Unterschied machen. Aber die Praxis arbeitet anders als man denken könnte . . . Und dann passieren auf einmal Dinge die nicht nur Brittas Unternehmen sondern das ganze Land auf den Kopf stellen könnten . . . Ich finde den Gedanken des Buchs sehr interessant und würde sagen dass das Buch auch für nicht so politische Menschen geeignet ist.
Schon wieder ein Juli Zeh Buch! Hab ich mir nicht ausgesucht, das wurd mir auf Reisen mitgebracht, aber ich bin sehr froh darüber. Ich bin dieses Mal richtig gut in die Geschichte reingekommen und fand es auch nicht schwer, der Geschichte zu folgen. Ich fand die Protagonistin und viele Charaktere sehr nahbar und mochte es , deren Geschichte zu verfolgen. Wieder einmal geht es um eine Dystopie. Da gerade überall auf der Welt so viel Schlimmes passiert und man dabei zu sehen kann, wie Demokratien ausgehebelt werden, konnte ich mich gut in die Story und in die verschiedenen moralischen Fragestellungen hineinversetzen. Ich hatte wirklich Spaß daran dieses Buch zu lesen, drüber nachzudenken und mich auszutauschen!
Britta Söldner führt ein Doppelleben. Einerseits ist sie Mutter und Ehefrau in einer Familie in Braunschweig mit Freunden, die alle nach Glück und Zufriedenheit streben und auf der anderen Seite betreibt sie mit ihrem Geschäftspartner Babak unter einem Tarnmantel eine Psychatriepraxis, die in Wahrheit Menschen für eine bestimmte Aufgabe rekrutiert. Doch plötzlich taucht Konkurrenz auf dem Markt auf, Britta will sich der Sache stellen, scheint ihr aber gesundheitlich nicht gewachsen zu sein... Ein Politthriller über eine mögliche Zukunft in Deutschland, der sehr viel Bezug auf aktuelle politische Entwicklungen nimmt und den Terrorismus auf eine ganz eigene zynische Weise betrachtet. Das Buch steigt ganz unbedarft ein und präsentiert uns eine Protagonistin, die scheinbar neutral Dinge von Außen betrachtet und bewertet, dabei aber offensichtlich so sehr unter Druck steht, dass es körperliche Auswirkungen für sie hat. Am Ende muss sie sich dann doch für eine Seite entscheiden und damit auch Stellung beziehen. Gut zu lesen und auch unheimlich spannend, mein erstes Buch von Juli Zeh und direkt eine Leseempfehlung!
Gesellschaftskritischer Spannungs-Roman
In dem Buch geht es um das moralisch fragwürdige aber sehr erfolgreiche Geschäftsmodell einer Frau und das scheinbar plötzliche Auftreten eines unbekannten Konkurrenten. Dieser bedroht allerdings nicht nur das Geschäft, sondern führt auch dazu, dass die Protagonistin ihre eigenen politischen Ansichten hinterfragt. Die Geschichte spielt in naher Zukunft und es werden sowohl offensichtlich als auch zwischen den Zeilen immer wieder politische Themen aufgegriffen, die aber insgesamt eher oberflächlich bleiben. Der Schreibstil ist dabei angenehm zu lesen, auch wenn er hin und wieder etwas holprig ist. Zu keiner der Figuren habe ich eine Beziehung aufgebaut, was aber irgendwie gut zu dem Buch passt (Stichwort leere Herzen). Ich fand es sehr interessant herauszufinden, was sich hinter dem Geschäftsmodell verbirgt und auch die weiteren Geschehnisse waren überwiegend spannend. Gut gefallen hat mir auch das offene Ende, welches zum Nachdenken anregt. Ich persönlich fasse das Buch für mich als spannende Abrechnung mit der politischen Gleichgültigkeit zusammen.

Eine sehr starke Gesellschaftskritik mit der Botschaft seine Wahl-Stimme nicht zu verschenken und dass nur meckern, aber nichts tun, sinnlos ist. Ein politisches Buch für Menschen, die gar nicht bewusst ein solches lesen möchten! Das Ende muss man verstehen, denn es hat große Auswirkungen auf die Bewertung des Buchs. Grundsätzlich hat es ganz viele Gedankengänge bei mir angeregt und Juli Zeh schreibt hier sehr deutlich, radikal und dennoch nicht zu viel und nicht zu wenig. Sollte man mit Suizidgedanken kämpfen, möchte ich von dem Buch abraten. In allen anderen Fällen nur empfehlen. Romantik spielt hier (wie der Titel vielleicht vermuten lässt) gar keine Rolle.
Es war mein erster Buch der Autorin Juli Zeh Zuerst dachte ich ,ohje es geht um Politik ,doch dann war ich so gefesselt von ihrem Stil zu schreiben, von der Geschichte selbst ,obwohl es manchmal ein kleines Wirrwarr war . Ich frage mich ja immer wieder wie Autoren generell auf solche krassen Geschichten kommen?!
corpus delicti war klasse aber was war das hier
Erstens muss ich sagen dass mir Juli Zehs Schreibstil insgesamt nicht zusagt, er hält mich regelrecht davon ab irgendwas von dem was auf den Seiten steht zu fühlen. Die Idee zu der Geschichte war eigentlich sehr spannend und wirklich etwas was es sonst nicht gibt. Die ersten Seiten waren auch von einem roten Faden durchzogen der dann am Ende irgendwie nicht mehr so ganz da war. Von dem Moment an wo die Story fahrt aufnimmt macht sie keinen Sinn mehr.
Super spannendes Setting, in dem die Protagonistin in einem politikverdrossenen Deutschland lebt und sich selbst irgendwie ihren Platz in dieser Welt geschaffen hat. Letzten Endes geht es vor allem um die Frage, was uns unsere eigenen Werte aber vor allem auch unsere Demokratie wert sind und wie man diese schützen kann/sollte. Ich fand das Buch angenehm geschrieben und würde es auf jeden Fall empfehlen!
2.75* Das zweite Buch von Juli Zeh, welches ich gelesen habe und ich werde einfach nicht mit ihr warm. Auch wenn die Handlung sehr interessant klang, konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen. Während an manchen Stellen zu viel auf einmal passiert ist, haben sich andere Kapitel übelst gezogen. Zu den Charakteren konnte ich auch keine richtige Bindung aufbauen und das Ende ließ mich etwas enttäuscht und verwirrt zurück.
Description
Als die "Brücke " unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr...
"Leere Herzen" ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.
Book Information
Author Description
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Promotion im Europa- und Völkerrecht. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Heinrich-Böll-Preis (2019). Im Jahr 2018 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und wurde zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt. Ihr Roman »Über Menschen« war das meistverkaufte belletristische Hardcover des Jahres 2021. Zuletzt erschien bei Luchterhand der zusammen mit Simon Urban verfasste Bestseller »Zwischen Welten«.
Posts
"Seit Gründung der Brücke lebt und arbeitet sie in völliger Übereinstimmung mit dem Zeitgeist. Wenn ihr nicht so häufig übel wäre, würde sie sich wahrscheinlich glücklich nennen."
------------------------------------------------------- 'Leere Herzen' von Juli Zeh spielt in einer nahen oder ferneren Zukunft und erzählt die Geschichte von Britta, welche ein Unternehmen gegründet hat, welches sich auf eine besondere Dienstleistung spezialisiert hat. Die Welt, wie sie hier dargestellt wurde, ist schon erschreckend nah an unserer derzeitigen Realität dran. Das Buch ist 2017 geschrieben worden und hat nichts von seiner Aktualität verloren. An sich eine sehr spannende und interessante Idee, trotzdem hat es mich irgendwie nicht 100% gehabt und auch das Ende lässt mich irgendwie unbefriedigt zurück.
Wow - was war denn das?
Nachdem ich dieses Buch mit einem für mich sehr anziehenden Titel gelesen hatte, galt es erstmal durchzuatmen und Gedanken zu sortieren… Inzwischen weiß ich bei dieser Autorin: es lohnt sich, nichts zu erwarten und sich einfach reinzustürzen in ihre Romane, bisher wurde ich selten enttäuscht. Auch dieses Werk von Juli Zeh stimmt auf jeden Fall nachdenklich und liegt irgendwo zwischen Roman, Thriller, Politdrama und einem Hauch von Dystopie. Man wird mitten reingezogen in den Alltag der Protagonistin, den man anfangs noch gar nicht richtig begreifen kann. Diese führt ein Leben, geht einer Arbeit nach, die man nicht fassen kann, sobald einem klar wird, woraus ihr Berufsalltag besteht. Irgendwo zwischen entsetzt, überrascht und fasziniert, beginnt man, noch mehr wissen zu wollen und dann stürzt ein unerwartetes Ereignis den Alltagstrott der Hauptfigur plötzlich ins Chaos. Ich finde das Buch, so wie viele Bücher von Juli Zeh, sehr empfehlenswert. Es stimmt nachdenklich, weil sie Geschichten erzählt, die man erstmal begreifen, nachvollziehen muss und die oft voller Gesellschaftskritik stecken. Jedoch sollte man offen sein, für unerwartete Geschichten und Entwicklungen sowie viel Zwischenmenschliches (einige Dialoge). 4/5 ⭐️ für einen völlig unerwarteten Plott mit einem Hauch von Dystopie.
Regt zum nachdenken an
Wieder mal ein Buch von Juli Zeh, welches sehr zum Nachdenken anregt. Am Anfang war es zwar etwas verwirrend, weil man einfach so ins Geschehen geworfen wird, aber man möchte dann unbedingt wissen was dahinter steckt und wer auf welcher Seite steht. Außerdem muss man dazu sagen, dass es schon einige extreme Szenen in dem Buch gibt, die auch sehr brutal wirken können. Die Gedanken der Autorin haben mir aber gut gefallen und werden mich noch eine Weile begleiten.
Irgendwie hab ich was ganz anderes erwartet.
Das ist mein 4 Buch von Juli zeh und irgendwie Hab ich was anderes erwartet . Es ist gesellschaftskritisch wie alles was ich bisher von ihr gelesen habe, aber sehr politisch und spielt in einer deutschen Zukunft die ich persönlich mir so nicht vorstellen kann. Die Grundidee vom Buch hat mir dennoch gefallen auch wenn es mich schlussendlich nicht überzeugt hat. Juli zeh hat einen besonderen Stil der mich auch in diesem Buch überzeugt hat. Somit ein solides Buch, jedoch für mich kein Highlight Das Wahlrecht wichtig ist hat sie jedoch deutlich vermittelt. Funfakt an der Seite die Abkürzung BBB holte mich immer massiv aus dem Lesefluss weil sie in meinem beruflichen leben eine komplett anderen wichtigen Kontext hat. Dafür kann die Autorin jedoch nichts 😂
Ein Buch voller Gesellschaftskritik und einem Geschäftsmodell, dass es in sich hat. Ein toller Roman der zum Nachdenken anregt.
Ein sehr gesellschaftskritischer Roman wurde hier erschaffen. Wir lernen das Geschäftsmodell von Britta und Babak kennen und bis ich begriffen hab bzw realisiert habe, ja das machen die bzw das versteht man unter der Brücke, hat ein bisschen gedauert. Während der Geschichte wurde es teilweise spannend und dann das Ende, was mich nicht ganz so glücklich zurück lässt. Trotz Ende kann ich das Buch empfehlen!
Ein Gesellschaftsroman, der in ein Deutschland blickt, das so ähnlich und doch so anders scheint als das, was wir kennen — spannend wie ein Thriller. Juli Zehs Bücher habe ich gefühlt an jeder Ecke auf Instagram gesehen und habe mich immer gefragt, was denn so besonderes an ihren Romanen ist. Bis ich dann eine Rezension zu „Leere Herzen“ gelesen und dann diesen „Oh, das will ich lesen!“-Moment hatte. Zugegeben, der Plot klang schon etwas lächerlich, aber doch auch spannend. Und so zog Zehs „Leere Herzen“bei mir ein. Nach kurzem Anpirschen zog ich das Buch mit aufs Sofa und inhalierte es im wahrsten Sinne des Wortes. Die Geschichte um Britta und Babaks Unternehmen mit seinem skurrilen Geschäftszweck und den späteren Verfolgungswahn hat mich einfach nur gefesselt. Doch zurück zum Anfang: Es geht um Britta, die mit ihrem mittlerweile besten Freund Babak ein Unternehmen gegründet hat, das seltsamer und kontroverser nicht sein könnte: Und zwar eine Heilpraxis für Selbstmordprävention. Britta absolvierte eine Ausbildung zur Heilpraktikerin, um mit Professionalität über den fragwürdigen Aspekt ihrer Praxis hinwegzutäuschen: Denn ein Großteil der Personen, die sich bei der „Brücke“ melden, absolvieren die nicht immer menschenfreundlichen Methoden, die Britta und Barak entwickelt haben, um sie vom Selbstmord abzubringen, und kehren danach wieder in ihr Leben zurück; doch ein kleiner Teil ist unbelehrbar und nicht von seinem Todeswunsch abzubringen. Diese Menschen werden von Britta und Barak an Organisationen vermittelt, die einen Märtyrer für ihre Sache gebrauchen können, um durch Medienpräsenz mehr Engagement zu erhalten, so beispielsweise Umweltorganisationen oder solche, die sich gegen den Walfang einsetzen. Diese Organisationen geben den Unbeirrbaren sozusagen einen Sinn, etwas, für das es sich zu sterben lohnt. Die Personen, die sich bei der „Brücke“ melden und nach dem Programm übrig bleiben, sterben so also nicht einen „sinnlosen und egoistischen“ Selbstmord, sondern für eine höhere Sache. Britta führt ein Doppelleben; nicht einmal ihr Mann weiß, womit ihre Frau tatsächlich ihre Brötchen verdient. Als es zu einem Attentat kommt und die „Brücke“ plötzlich kurz vor der Enttarnung steht, muss sie klug und vor allem schnell handeln, sonst droht ihr gesamtes Leben zusammenzubrechen. »Full hands, empty hearts, it’s a suicide world.« Im Jahre 2025 hat sich die Politik so weit gewandelt, dass eine Organisation wie „Die Brücke“ keineswegs undenkbar erscheint. Juli Zeh lässt einen dystopischen Wind wehen, ihre Protagonistin ist entgegen ihres Berufs nicht der Überzeugung, dass Politik etwas ist, worüber man groß spricht: »Auch wenn sie aus beruflichen Gründen gezwungen ist, Politik in groben Linien zu verfolgen, findet sie nicht, dass man privat darüber reden muss.« Mit einer lebendigen Sprache erzählt Zeh hier die Geschichte rund um Britta Söldner, die jedoch – wie alle Charaktere aus „Leere Herzen“ – irgendwie flach und unfertig erscheint. Die selbsternannte Terrordienstleisterin erscheint fast schon roboterhaft, sie lebt und stirbt für ihre Organisation. Als es dann schließlich zu einer Bedrohung für die „Brücke“ kommt und nicht nur Britta und Babak, sondern auch deren Familien ins Zielfernrohr gelangen, hilft nur noch eins: die Flucht. Von diesem Punkt an wird „Leere Herzen“ fast schon zum Thriller, der Stempel „Roman“ wirkt ein wenig unpassend. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/juli-zeh-leere-herzen
Dystopia á la Juli Zeh
Der Roman Leere Herzen schreibt das Programm in aller Deutlichkeit auf den Buchdeckel. Es geht um Verklärung der Normen und Werte, welche das friedliche Zusammenleben sowie die Bedeutung von Arbeit. Juli Zeh inszeniert die Handlung als eine Zukunftsprognose von Deutschland, in welcher Moral einen anderen Stellenwert besonders im Privatleben einnimmt. Dazu wird Die Brücke als Firma vo Britta Söldner und Babak hergennommen, welche suizidfeährdete Menschen durch ihren Algorithmus Lassie ausfindig macht und anschließend an Terrororganisationen weiter vermittelt. Klingt obskur und nicht ganz ohne – ist es auch! Der Roman hat mich immer wieder schockiert aber gleichzeitig auch gespannt zusehen lassen, was passiert und in welcher Geschwindigkeit die Handlung sich hochschaukelt. Mich hat das Ende des Romans etwas enttäuscht, denn es wurde für mich eine Erwartungshaltung geschürt, welches kein happy-go-lucky Ende gebraucht hätte. Daher wirkt das Ende – ohne Spoiler zu geben– etwas abgedroschen und wie als wenn er Roman hätte schnell fertig werden müssen.
Das Buch ist 2017 erschienen und spielt in einer fiktiven Zukunft des Jahres 2025. Auch wenn die Zustände diese beschrieben Zukunft nicht mit der Realität übereinstimmen, gibt es doch einige Denkanstöße und Gedankenspiele, die durchaus aktuell und nicht abseits jedweder Realität sind. Juli Zeh hat auch hier wieder ein feines Gespür für gesellschaftliche Problematiken bewiesen und dies in einer teils satirisch anmutenden Art und Weise auf den Punkt gebracht. Grob zum Inhalt: Britta Söldner betreibt mit ihrem Geschäftspartner ein sehr lukratives Geschäft namens Die Brücke. Eines Tages bekommt die Firma Konkurrenz und damit nehmen die Ereignisse ihren Lauf. Die Geschäftsidee bleibt anfangs noch im Dunkeln und wird erst im Laufe des Buches näher beleuchtet. Daher möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Weiterhin geht es allgemein um die gesellschaftliche und politische Lage des fiktiven Jahres 2025 mit der zentralen Frage welche Bedeutung Demokratie überhaupt noch für die Bevölkerung hat und mit welchen Mitteln Demokratie gerettet werden darf. Britta macht zu diesen Fragen eine persönliche Entwicklung durch. Das Ende ist dann offen gehalten und für mich war es zuerst ziemlich verwirrend. Ich musste die Geschichte erstmal etwas sacken lassen und nach einer Zeit kamen Gedanken wie ich es für mich interpretieren konnte. Es ist durchaus diskussionswürdig, da viele verschiedene Standpunkte zum Verlauf der Geschichte und vor allem bezüglich des Endes möglich sind. Von mir gab es letztendlich 3,5 🌟, also ein gutes Buch, das ich auch weiterempfehlen kann. Für mich war die Handlung streckenweise doch etwas zu wirr und auch die Ereignisse am Ende erfolgten dann sehr schnell. Hier hätte ich mir doch ein paar Klarstellungen gewünscht, insbesondere bezüglich der Gedanken von Britta. So bleibt jedoch mehr Spielraum für die Interpretation der Leser. Das hat natürlich auch etwas für sich. Ich spreche selten Triggerwarnungen aus, aber an dieser Stelle möchte ich dies unbedingt tun. Leser, die Probleme haben über Suizid oder Suizidgedanken zu lesen, sollten hier verzichten.
Eine Agentur zur Vermittlung von Märtyrern.. keine schlechte Idee!
Ich fand den Anfang sehr spannend, auch die Mitte hat sich gut weg gelesen.. Aber am Ende wurde es dann etwas chaotisch :D Als man dann endlich wusste wohin es ungefähr geht, war ich von manchen Handlungen der Hauptfigur irritiert und auch das Ende lies mich doch mit einen "Mh" zurück. Vor allem die Anspielung auf die Katze ergibt für mich weiterhin kein Sinn? 🥲
4,5 Sterne. Richtig tolles Buch, sogar für mich als Politik-Dummie. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, gewürzt mit Juli Zeh's klugem und witzigem Schreibstil, der weder die Leser*innen noch die Protagonist*innen für dumm verkaufen möchte. Lieblingszitat: "Es gibt tatsächlich immer noch Menschen, die so tun, als könnte man dieser Welt mit Haltung begegnen."
👥️️🖤 Desillusioniert, düster, dystopisch.
»Ich glaube, tief in uns drinnen ist ein Loch«, sagt Britta. [...] »Wir haben keine Ahnung, wer wir sind. Sein wollen. Oder sollen.« Juli Zeh zeichnet in "Leere Herzen" ein Bild von der Zukunft - zwischen scheinbarem Familienglück und politischem Geschehen agieren graue Protagonisten, die genauso leer erscheinen wie ihre Welt. Kinder spielen völlig abgestumpft Zerstörung, rechte Kräfte sind an der Macht und das wird mit Schulterzucken hingenommen. Selbst terroristische Anschläge scheinen irgendwie alltäglich. Und die psychotherapeutische Praxis "Die Brücke" entpuppt sich als unmenschliche Organisation, die der Hauptfigur Britta Söldner bald völlig aus den Händen gerät... Ich bin unschlüssig, was ich von dem Buch halten soll. Die Handlung zieht einen von Anfang an in den Bann, bleibt aber am Ende doch irgendwie ungelöst. Genauso grau und leer wie die Personen scheint auch der Verlauf des Romans am Ende – oder ist es doch ein Politthriller? Vermutlich nicht mein Lieblingsbuch von Juli Zeh, aber wie so oft voller kluger Sätze, die in Frage stellen, wie oft man Dinge akzeptieren darf oder wann man bereits aufbegehren sollte, bevor die düstere Prophezeiung eintritt. »Es liegt am Paradoxien-Schmerz. Demokratieverdrossene Nicht-Wähler gewinnen Wahlen, während engagierte Demokraten mit dem Wählen aufhören. Intellektuelle Zeitungen arbeiten für die Überwindung des Humanismus, während populistische Schundblätter an den Idealen der Aufklärung festhalten. In einer Welt aus Widersprüchen lässt sich nicht gut denken und reden, weil jeder Gedanke sich selbst aufhebt und jedes Wort sein Gegenteil meint.«

Sehr makaber
Eine Agentur, die potenzielle Selbstmörder an Terrororganisationen vermittelt, damit diese keine unfreiwilligen Selbstmordattentäter rekrutiert? Das fand ich schon sehr makaber. Wenn man sich auf den Gedanken einlässt, hat das Buch durchaus was für sich, aber vom Hocker gehauen hat es mich nicht.
Eines meiner neuen Lieblingsbücher. Konnte es kaum aus der Hand legen auch wenn mich die Protagonistin mit ihrer Art fast um den Verstand gebracht hat. An sich ein gesellschaftskritischer Roman, der eine sowohl raffinierte als auch moralisch fragwürdige Idee behandelt. Und nebenher zum Hinterfragen anregt. Letztlich das Ende konnte ich nicht ganz nachvollziehen.
Politthriller der heutigen Zeit
Ein wirklich interessanter Politthriller der in einer Zeit spielt, die unserer aktuellen politische Situation sehr ähnlich ist. Die Rechten regieren, vielen Menschen ist das egal. Es herrscht eine Art Gleichgültigkeit. Britta möchte mit ihrer Praxis für Psychotherapie einen echten Unterschied machen. Aber die Praxis arbeitet anders als man denken könnte . . . Und dann passieren auf einmal Dinge die nicht nur Brittas Unternehmen sondern das ganze Land auf den Kopf stellen könnten . . . Ich finde den Gedanken des Buchs sehr interessant und würde sagen dass das Buch auch für nicht so politische Menschen geeignet ist.
Schon wieder ein Juli Zeh Buch! Hab ich mir nicht ausgesucht, das wurd mir auf Reisen mitgebracht, aber ich bin sehr froh darüber. Ich bin dieses Mal richtig gut in die Geschichte reingekommen und fand es auch nicht schwer, der Geschichte zu folgen. Ich fand die Protagonistin und viele Charaktere sehr nahbar und mochte es , deren Geschichte zu verfolgen. Wieder einmal geht es um eine Dystopie. Da gerade überall auf der Welt so viel Schlimmes passiert und man dabei zu sehen kann, wie Demokratien ausgehebelt werden, konnte ich mich gut in die Story und in die verschiedenen moralischen Fragestellungen hineinversetzen. Ich hatte wirklich Spaß daran dieses Buch zu lesen, drüber nachzudenken und mich auszutauschen!
Britta Söldner führt ein Doppelleben. Einerseits ist sie Mutter und Ehefrau in einer Familie in Braunschweig mit Freunden, die alle nach Glück und Zufriedenheit streben und auf der anderen Seite betreibt sie mit ihrem Geschäftspartner Babak unter einem Tarnmantel eine Psychatriepraxis, die in Wahrheit Menschen für eine bestimmte Aufgabe rekrutiert. Doch plötzlich taucht Konkurrenz auf dem Markt auf, Britta will sich der Sache stellen, scheint ihr aber gesundheitlich nicht gewachsen zu sein... Ein Politthriller über eine mögliche Zukunft in Deutschland, der sehr viel Bezug auf aktuelle politische Entwicklungen nimmt und den Terrorismus auf eine ganz eigene zynische Weise betrachtet. Das Buch steigt ganz unbedarft ein und präsentiert uns eine Protagonistin, die scheinbar neutral Dinge von Außen betrachtet und bewertet, dabei aber offensichtlich so sehr unter Druck steht, dass es körperliche Auswirkungen für sie hat. Am Ende muss sie sich dann doch für eine Seite entscheiden und damit auch Stellung beziehen. Gut zu lesen und auch unheimlich spannend, mein erstes Buch von Juli Zeh und direkt eine Leseempfehlung!
Gesellschaftskritischer Spannungs-Roman
In dem Buch geht es um das moralisch fragwürdige aber sehr erfolgreiche Geschäftsmodell einer Frau und das scheinbar plötzliche Auftreten eines unbekannten Konkurrenten. Dieser bedroht allerdings nicht nur das Geschäft, sondern führt auch dazu, dass die Protagonistin ihre eigenen politischen Ansichten hinterfragt. Die Geschichte spielt in naher Zukunft und es werden sowohl offensichtlich als auch zwischen den Zeilen immer wieder politische Themen aufgegriffen, die aber insgesamt eher oberflächlich bleiben. Der Schreibstil ist dabei angenehm zu lesen, auch wenn er hin und wieder etwas holprig ist. Zu keiner der Figuren habe ich eine Beziehung aufgebaut, was aber irgendwie gut zu dem Buch passt (Stichwort leere Herzen). Ich fand es sehr interessant herauszufinden, was sich hinter dem Geschäftsmodell verbirgt und auch die weiteren Geschehnisse waren überwiegend spannend. Gut gefallen hat mir auch das offene Ende, welches zum Nachdenken anregt. Ich persönlich fasse das Buch für mich als spannende Abrechnung mit der politischen Gleichgültigkeit zusammen.

Eine sehr starke Gesellschaftskritik mit der Botschaft seine Wahl-Stimme nicht zu verschenken und dass nur meckern, aber nichts tun, sinnlos ist. Ein politisches Buch für Menschen, die gar nicht bewusst ein solches lesen möchten! Das Ende muss man verstehen, denn es hat große Auswirkungen auf die Bewertung des Buchs. Grundsätzlich hat es ganz viele Gedankengänge bei mir angeregt und Juli Zeh schreibt hier sehr deutlich, radikal und dennoch nicht zu viel und nicht zu wenig. Sollte man mit Suizidgedanken kämpfen, möchte ich von dem Buch abraten. In allen anderen Fällen nur empfehlen. Romantik spielt hier (wie der Titel vielleicht vermuten lässt) gar keine Rolle.
Es war mein erster Buch der Autorin Juli Zeh Zuerst dachte ich ,ohje es geht um Politik ,doch dann war ich so gefesselt von ihrem Stil zu schreiben, von der Geschichte selbst ,obwohl es manchmal ein kleines Wirrwarr war . Ich frage mich ja immer wieder wie Autoren generell auf solche krassen Geschichten kommen?!
corpus delicti war klasse aber was war das hier
Erstens muss ich sagen dass mir Juli Zehs Schreibstil insgesamt nicht zusagt, er hält mich regelrecht davon ab irgendwas von dem was auf den Seiten steht zu fühlen. Die Idee zu der Geschichte war eigentlich sehr spannend und wirklich etwas was es sonst nicht gibt. Die ersten Seiten waren auch von einem roten Faden durchzogen der dann am Ende irgendwie nicht mehr so ganz da war. Von dem Moment an wo die Story fahrt aufnimmt macht sie keinen Sinn mehr.
Super spannendes Setting, in dem die Protagonistin in einem politikverdrossenen Deutschland lebt und sich selbst irgendwie ihren Platz in dieser Welt geschaffen hat. Letzten Endes geht es vor allem um die Frage, was uns unsere eigenen Werte aber vor allem auch unsere Demokratie wert sind und wie man diese schützen kann/sollte. Ich fand das Buch angenehm geschrieben und würde es auf jeden Fall empfehlen!
2.75* Das zweite Buch von Juli Zeh, welches ich gelesen habe und ich werde einfach nicht mit ihr warm. Auch wenn die Handlung sehr interessant klang, konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen. Während an manchen Stellen zu viel auf einmal passiert ist, haben sich andere Kapitel übelst gezogen. Zu den Charakteren konnte ich auch keine richtige Bindung aufbauen und das Ende ließ mich etwas enttäuscht und verwirrt zurück.
























































