Intrige
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Description
Paris 1894: Alfred Dreyfus soll ein Spion sein und wird wegen Landesverrat zu lebenslanger Haft verurteilt und verbannt. Geheimdienstchef Picquart hegt Zweifel und rollt den Fall neu auf. In den Wirren der Dreyfus-Affäre, die ganz Europa erschüttert, wird der Jäger schließlich selbst zum Gejagten. Die Parallelen zur Gegenwart liegen auf der Hand: ein Geheimdienst, der nicht zu bändigen ist; eine korrupte Justiz, die alles im Namen der nationalen Sicherheit rechtfertigt; eine parteiische Presse, die ein Kesseltreiben gegen eine Minderheit veranstaltet; der angeborene Instinkt aller Mächtigen, ihre Verbrechen erfolgreich zu vertuschen ...
Book Information
Author Description
Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Seine Romane »Vaterland«, »Enigma«, »Aurora«, »Pompeji«, »Imperium«, »Ghost«, »Titan«, »Angst«, »Intrige«, »Dictator«, »Konklave«, »München«, »Der zweite Schlaf«, »Vergeltung«, »Königsmörder« und zuletzt »Abgrund« wurden allesamt internationale Bestseller. Sein Werk wurde in 40 Sprachen übersetzt; neun seiner Bücher wurden für Kino und TV verfilmt, zuletzt der oscarprämierte Spielfilm »Konklave«. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.
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Anfangs fiel es mir extrem schwer mich in die Handlung reinzudenken. Ich hatte schon fast die Lust am Lesen verloren, bis es irgendwann doch spannender wurde. Ab diesem Punkt habe ich das Buch verschlungen und konnte nicht abwarten, wie es weiter geht. Eine tolle Geschichte mit historischem Hintergrund!
Die Geschichte entfaltet sich zu Beginn recht langsam, wenn nicht zäh. Aber wenn man einmal in das Geflecht von Lügen eingetaucht ist und Oberstleutnant Picquart bei seinen Untersuchungen begleitet, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der historische Hintergrund ist gut recherchiert und wirft einen weiten Blick auf die Atmosphäre in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
An manchen Stellen etwas arg langatmig geraten, weniger Seiten hätten dem Roman meiner Meinung nach sehr gut getan. Alles in allem aber eine sehr gute Darstellung des größten Justizirrtums Frankreichs. Die Anklage und auch der gesamte weitere Verlauf legen sehr schnell offen, welche Mechanismen hinter der Verurteilung steckten. Der Antisemitismus und die Angst der Verschwörer Macht abgeben zu müssen, haben dazu geführt das Dreyfus keine Chance hatte. Erst durch die Hartnäckigkeit von Picquart haben ihm überhaupt erst neue Wege eröffnet, seine Unschuld doch noch beweisen zu können. Unfassbar für mich, wie durch eine Fälschung das Leben eines Menschen zertört wurde. Auch wenn er später die rehabilitiert werden konnte, die öffentliche Demütigung, die Verurteilung in den Medien, das wird er sicher Zeit seines Lebens nicht vergessen haben. Gerade in Zeiten von Fakenews, wieder erstarken von Antisemitismus in de Öffentlichkeit, lesenswert. Denn der Fall hat auf jedenfall einiges, das uns auch unsere eigene Gesellschaft hinterfragen lässt.
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Paris 1894: Alfred Dreyfus soll ein Spion sein und wird wegen Landesverrat zu lebenslanger Haft verurteilt und verbannt. Geheimdienstchef Picquart hegt Zweifel und rollt den Fall neu auf. In den Wirren der Dreyfus-Affäre, die ganz Europa erschüttert, wird der Jäger schließlich selbst zum Gejagten. Die Parallelen zur Gegenwart liegen auf der Hand: ein Geheimdienst, der nicht zu bändigen ist; eine korrupte Justiz, die alles im Namen der nationalen Sicherheit rechtfertigt; eine parteiische Presse, die ein Kesseltreiben gegen eine Minderheit veranstaltet; der angeborene Instinkt aller Mächtigen, ihre Verbrechen erfolgreich zu vertuschen ...
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Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Seine Romane »Vaterland«, »Enigma«, »Aurora«, »Pompeji«, »Imperium«, »Ghost«, »Titan«, »Angst«, »Intrige«, »Dictator«, »Konklave«, »München«, »Der zweite Schlaf«, »Vergeltung«, »Königsmörder« und zuletzt »Abgrund« wurden allesamt internationale Bestseller. Sein Werk wurde in 40 Sprachen übersetzt; neun seiner Bücher wurden für Kino und TV verfilmt, zuletzt der oscarprämierte Spielfilm »Konklave«. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.
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Anfangs fiel es mir extrem schwer mich in die Handlung reinzudenken. Ich hatte schon fast die Lust am Lesen verloren, bis es irgendwann doch spannender wurde. Ab diesem Punkt habe ich das Buch verschlungen und konnte nicht abwarten, wie es weiter geht. Eine tolle Geschichte mit historischem Hintergrund!
Die Geschichte entfaltet sich zu Beginn recht langsam, wenn nicht zäh. Aber wenn man einmal in das Geflecht von Lügen eingetaucht ist und Oberstleutnant Picquart bei seinen Untersuchungen begleitet, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der historische Hintergrund ist gut recherchiert und wirft einen weiten Blick auf die Atmosphäre in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
An manchen Stellen etwas arg langatmig geraten, weniger Seiten hätten dem Roman meiner Meinung nach sehr gut getan. Alles in allem aber eine sehr gute Darstellung des größten Justizirrtums Frankreichs. Die Anklage und auch der gesamte weitere Verlauf legen sehr schnell offen, welche Mechanismen hinter der Verurteilung steckten. Der Antisemitismus und die Angst der Verschwörer Macht abgeben zu müssen, haben dazu geführt das Dreyfus keine Chance hatte. Erst durch die Hartnäckigkeit von Picquart haben ihm überhaupt erst neue Wege eröffnet, seine Unschuld doch noch beweisen zu können. Unfassbar für mich, wie durch eine Fälschung das Leben eines Menschen zertört wurde. Auch wenn er später die rehabilitiert werden konnte, die öffentliche Demütigung, die Verurteilung in den Medien, das wird er sicher Zeit seines Lebens nicht vergessen haben. Gerade in Zeiten von Fakenews, wieder erstarken von Antisemitismus in de Öffentlichkeit, lesenswert. Denn der Fall hat auf jedenfall einiges, das uns auch unsere eigene Gesellschaft hinterfragen lässt.








