13 Stufen

13 Stufen

Softcover
3.634
Extinction

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Description

Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Jun'ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Bestsellerautor Kazuaki Takano erzählt eine fesselnde Geschichte voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten bis hin zum furiosen Showdown. Am Beispiel der in Japan noch angewandten Todesstrafe stellt er die Frage nach Schuld und Reue, nach dem Recht auf Vergeltung. Dabei erzeugt seine vielschichtige Erzählweise eine außergewöhnliche Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite nicht loslässt.

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
400
Price
10.30 €

Author Description

Kazuaki Takano, geb. 1964 in Tokio, arbeitet in Hollywood und Japan als Drehbuchautor. Für seine Romane erhielt er renommierte Preise. Sein jüngster Roman »Extinction« stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurde von der Presse gefeiert.

Posts

8
All
4.5

Holy Shit, das hab ich nicht erwartet.

Ich hatte das Buch zufällig im Supermarkt in einer „Mängelexemplar“-Kiste entdeckt und dachte mir „klingt interessant, nehm ich mal mit“. Dass es dann SO gut wird hab ich nicht gedacht. Vielleicht hol ich mir das erste Buch Extinction auch noch 🤭 Besonders gefallen hat mir der ausführliche Epilog, der nochmal alles wunderbar zusammen bringt!

4.5

Ein zum Tode verurteilter Mann wartet auf seine Hinrichtung – doch es gibt Zweifel an seiner Schuld. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, werden ein ehemaliger Häftling und ein Justizbeamter beauftragt, den Fall erneut aufzurollen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Spurensuche durch Japans Justizsystem. 13 Stufen ist ein fesselnder Roman, der weit über bloße Spannung hinausgeht. Kazuaki Takano verwebt einen klug konstruierten Kriminalfall mit tiefgreifenden moralischen Fragen rund um Schuld, Verantwortung und die Todesstrafe. Die vielschichtigen Figuren, besonders das ungleiche Ermittlerduo, machen die Geschichte emotional greifbar. Gleichzeitig gibt das Buch einen Einblick in das japanische Rechtssystem. Für mich haben die psychologischen und moralischen Themen rund um Schuld, Todesstrafe, Reue überwogen, die Aufklärung des Kriminalfalls war für die Bearbeitung dieser Themen lediglich der Rahmen. Mir hat das sehr gut gefallen, aber darauf sollte man eingestellt sein und keinen klassischen Whodonit erwarten.

5

Ganz überraschend hatte ich dieses Jahr mein erstes kleines Highlight und freue mich sehr. Ich probiere ja gerne Krimis aus, die in Japan spielen, und dies ist ein Roman, der genau ins Schwarze traf.   Offiziell ist das Buch ein Krimi, aber für mich war es ein Roman.   Dieses Buch geht sehr intensiv auf das Justizsystem und die Todesstrafe in Japan ein. Und dabei dreht sich alles um die Frage nach Gerechtigkeit, Schuld und Wiedergutmachung. Ganz ein wenig erinnerte mich das Werk an Romane des Autors von Schirach, doch ich konnte mit „13 Stufen“ mehr anfangen, weil die Charaktere eine erstaunliche Tiefe besaßen.   Jun'ichi, auf Bewährung entlassen, erlebt nicht nur die Ablehnung seiner Person nach der Entlassung aus dem Gefängnis, sondern muss auch mit ansehen, wie seine Familie durch die Schmerzensgeldzahlung an sein früheres Opfer in Armut geraten ist und sich aus dieser nicht wieder befreien kann. Und dennoch machen ihm seine Eltern keinen Vorwurf, sondern stehen zu ihm. Er selbst hadert jedoch mit sich, aber auch mit der Tatsache, dass von ihm Reue erwartet wird, die er in der Form dem Opfer gegenüber nicht empfinden kann. Den Eltern des Opfers hingegen schon. Und da wird deutlich: Schuld und Reue sind keine einfachen Konzepte, die man mit einer Schablone anlegen kann.   Das Buch beginnt für mich sehr emotional: Wir befinden uns im Todestrakt und jeder Insasse hat Angst, dass der Wärter vor seiner Tür stehen bleibt. Denn dies bedeutet, dass nun die Hinrichtung ansteht. Es ist nicht vorgesehen, dass der Inhaftierte das Datum seiner Hinrichtung kennt, dies ist Teil seiner Strafe. Tag aus, Tag ein, isoliert von der Außenwelt.   Durch die Auswahl der Charaktere treffen wir auf Opfer, Täter und sogar Henker. Wie geht ein Mensch damit um, einen anderen Menschen umzubringen, macht es etwas mit ihm und, wenn ja, was?   Ich habe meine Meinung zur Todesstrafe. Durch die verschiedenen Perspektiven und Gedanken der Figuren konnte ich zwar nicht emotional die persönliche Situation nachempfinden, konnte jedoch verschiedene Standpunkte kennenlernen. Und durchaus nachvollziehen.   Besonders verstört hat mich – sofern es korrekt dargestellt wurde – das System, das hinter der Todesstrafe steht. Wenn man nur Aussicht auf eine Begnadigung hat, wenn man Reue empfindet, sich an die Tat jedoch nicht erinnern kann, ist damit eine Begnadigung ausgeschlossen?   Dieses Buch werde ich auf jeden Fall noch einmal lesen und es hat mein Blick auf die Todesstrafe und die Menschen ein weiteres Mal auf sehr eigene Weise geprägt.     PS. 13 Stufen – so viele Stufen führen zum Galgen.  

2.5

Recht klassischer Krimi mit ungewöhnlichen Ermittlern. Plätschert so vor sich hin und die Auflösung hat mich nicht vom Hocker gerissen.

2

Nicht mein Stil

Ich muss ehrlich sagen, ich bin nie wirklich in einen Lesefluss gekommen und es hat mich einfach nicht gereizt. Nachdem es sich alles etwas gezogen hat, hab ich es dennoch zu Ende gelesen und fand die Story abschließend okay. Insgesamt war es aber wie gesagt nicht meins.

4

Eindringlich, spannend und mit viel Tiefgang

5

So muss ein spannder Krimi aussehen! Das muss ich gleich vorab anmerken. Ich habe vor 2 Jahren bereits "Extinction" von Kazaki Takano als Hörbuch genossen und mir den Autor gemerkt. Mit "13 Stufen" legt er nochmals einen drauf, obwohl dieses Buch sein eigentliches Debüt war, das jetzt erst ins Deutsche übersetzt wurde. „Dreizehn Personen. Der Staatsanwalt rechnete nach, wie viele Formalitäten erledigt werden mussten, bis die Verkündung des Todesurteils zur Vollstreckung gelangte. Es waren 13 Schritte. Dreizehn Stufen. Ein Synonym für den Aufstieg zum Galgen.“ (Seite 39) Mit "13 Stufen" spannt der Autor einen sehr aufregenden und dramatischen Krimi um das schwere Thema Todesstrafe. Wer kennt sie nicht, diese Gewissensfrage, ob man für oder wider sie ist. Je nach Straftat und eigener psychischer Stabilität schwankt meine Entscheidung. Kazuaki Takano beläuchtet diese Thematik aus Sicht eines unschuldig zu Tode Verurteilten, der kurz davor steht, dass sein Todesurteil vollstreckt wird. Er zeigt uns auch den Blickwinkel eines Gefängniswärters, der bereits gefangene und verurteilte Mörder getötet hat aber auch die Sicht von Eltern und Hinterbliebenen, die ihr Kind oder einen lieben Menschen durch eine Tötung verloren haben. Ein jeder Blickwinkel bringt anderes zum Vorschein und lässt das (schlechte) Gewissen immer irgendwo unter der Oberfläche brodeln. Und neben einem gut konstruierten Krimi, einem wichtigen und aktuellen Thema erfährt der Leser auch noch einiges zum japanischen Rechtssystem. Unglaublich eindrücklich schafft es Takano den Leser in die größten Leiden und Todesängste eines Menschen mitzunehmen! Sätze wie die folgenden nehmen einen gefangen und man versinkt tief in die Geschichte.: "Ihn überfiel ein unkontrollierbarer Handrang. Als die Schritte sich weiter näherten, fingen auch seine Beine an zu beben. Im gleichen Monent sackte ihm der Kopf, klatschnass von kaltem, klebrigem Schweiß, unwillkürlich auf die Brust." (Seite 7) "In den paar Sekunden, als die Schritte auf Kiharas Zelle zusteuerten, weiteten sich sämtliche Gefäße in seinem Körper, bis sein schier zerberstendes Herz das Blut durch die Adern jagte und jedes einzelne Körperhaar erzittern ließ" (Seite 7) Ein außergewöhnliches Duo, der ehemalige Gefängnisaufseher Shoji Nango und der ehemalige Sträfling Jun'ichi Mikami werden damit betraut Beweise zu finden, um im letzten Augenblick den unschuldig zum Tode verurteilten Nummer 270 Ryo Kihara, vor dem Galgen zu retten. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Vollstreckungsschein von Kihara ist schon fast bei der letzten Stufe angelangt. Wird er dort unterzeichnet, kann ihn quasi nichts mehr retten. Doch wer ist dieser ominöse Auftraggeber, der geheim bleiben will und warum redet Jun'ichi nicht gerne über seinen Tripp, den er als Jugendlicher einmal mit seiner damaligen Freundin gemacht hat? Es gibt einige schöne Rätsel zu lösen. Dabei baut der Autor immer wieder interessante Wendungen ein, mit denen man nicht unbedingt rechnen kann. Die Spannung steigt, die Zeit rennt und am Ende ist alles anders als man gedacht hat. Erstaunt verfolgte ich die Logik und bewunderte, wie schön doch alles zusammen passt und ineinander verwoben ist. Oftmals musste ich aber auch über das Gesagte nachdenken. Zu intensiv ist man hier in die Thematik und ihre Konsequenzen verstrickt. Die große Frage über allem ist die, was ist, wenn einem zu unrecht verurteilten Menschen die letzten Minuten vor Augen ablaufen?! Wäre es dann nicht besser, es gäbe keine Todesstrafe sondern lieber ein Lebenslänglich? Was ist, wenn -Lebenslänglich- aber nach 14 Jahren absessen ist und der Verurteilte danach wieder auf Bewährung frei kommt? Hat er es verdient? Kann er wieder eingegliedert werden? Wie gehen die Verwandten und Hinterbliebenen mit dieser Tatsache um? Welche Gefühle werden sie dabei haben? Als herausragend empfinde ich den Epilog. In diesem wird alles Wichtige zusammengefasst und aufgelöst, sodass keine Fragen übrig bleiben. Und immer noch schwebt eine einzelne Frage über uns allen: Todesstrafe: ja oder nein!? Zum Hörbuch: Wie man es von Sascha Rotermund gewohnt ist, macht er auch dieses Hörbuch zu einem Hörgenuss! Er lässt das Kopfkino aufleben und peitscht den Hörer durch gesteigerte Spannung gekonnt bis zum erlösenden Ende! Es ist im Hörbuch nicht immer leicht, die japanischen Namen voneinander zu unterscheiden, da manche sich doch etwas ähneln. Im gedruckten Buch ist es wahrscheinlich leichter, die Übersicht zu behalten, da man immer wieder vor- und zurückblättern kann. Fazit: Ein Buch, das mich absolut gefesselt hat und ich es nur schwer und unwillig weglegen konnte. Ein Krimi mit Thrill und Tiefgang, der mir lange in Erinnerung bleiben wird. Ein Buch, das einen zum Nachdenken bringt und gleichzeitig aufrüttelt. Wie weit dürfen wir gehen, wenn wir andere bestrafen und verurteilen? Das soll ein jeder versuchen für sich selbst zu klären! Für mich ist dieses Buch ein Krimi-Highlight!

4

Kurzbeschreibung: Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Jun'ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen. *Quelle* Zum Autor: Kazuaki Takano, geb. 1964 in Tokio, arbeitet in Hollywood und Japan als Drehbuchautor. Für seine Romane erhielt er renommierte Preise. »Extinction« stand in Japan monatelang auf den Bestsellerlisten und wurde u.a. als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet. Meinung: Das Erstlingswerk des Autors habe ich bisher nicht gelesen, aber die Thematik seines neuesten Romans hatte mich sehr interessiert. Ryō Kihara sitzt in der Todeszelle. Ihm wird der Mord an einem Ehepaar vor 10 Jahren zur Last gelegt, und somit wartet er täglich auf seine Exekution. Eine Begnadigung steht außer Frage, denn in Japan herrscht das Gesetz, dass diese nur in Betracht gezogen wird, wenn der Angeklagte die Reue seiner Tat zeigt. Doch bei Kihara ist dies nicht der Fall, denn er kann sich an die Tat in keinster Weise erinnern. Nun heuert ein anonymer Auftraggeber den Rechtsanwalt Sugiura an, um den Fall neu aufzurollen und die Unschuld von Kihara zu beweisen. Sugiura engagiert daraufhin den Gefängnisaufseher Nangō und den frisch aus der Haft entlassenen Jun'ichi Mikami, um dem Mord an dem Ehepaar Utsugi nochmals auf den Grund zu gehen. Beide Männer haben jeweils ebenso ihre Geschichte zu erzählen, denn ihre Vergangenheit ist alles andere als einfach. Kazuaki Takano beschäftigt sich in seinem neuesten Roman mit dem Thema Todesstrafe in Japan und beleuchtet dies gründlich aus allen Sichtweisen. Ist Kihara wirklich der Mörder des Ehepaars oder sitzt er unschuldig in der Todeszelle? Dies gilt es zu ergründen, denn er selbst kann sich an die Tat nicht erinnern, er leidet an retrograder Amnesie, bedingt durch einen Motorradunfall kurz nach der Tat. Allerdings spielt er eher eine untergeordnete Rolle in der Geschichte. Die eigentlichen Hauptfiguren sind der Gefängniswärter Nangō, der bereits bei mehreren Hinrichtungen zugegen war und diese mit der Zeit deutlich infrage stellt. Und auch Mikami, der Frischentlassene, spielt eine große Rolle. Er hat wegen Mordes zwei Jahre Haft hinter sich, bereut öffentlich seine Tat, im Insgeheimen aber sieht er sich im Recht, warum dies so ist und man ihm als Leser letztendlich eventuell beipflichten möchte, erfährt man ziemlich am Ende der Geschichte. Der Autor erzählt anschaulich, wie einzelne Personen mit der Todesstrafe umgehen. Man erfährt, wie Nangō bei Vollstreckungen zugegen war und auch selbst die Strafe vollziehen musste, ebenso, wie von Verurteilten und ihrer ständigen Angst, wann es bei ihnen denn nun so weit sein wird. Der Schreibstil bleibt recht unterkühlt, es wird nicht mit dem erhobenen Zeigefinger gearbeitet und Gefühle nicht zu sehr zugelassen, was wohl in der japanischen Kultur begründet liegt. Ein Thema, das durchaus zum Nachdenken anregt, aber keine endgültige Lösung bietet oder bieten kann. Fazit: Der Roman wirft viele Fragen in Bezug der Todesstrafe in Japan auf, bietet sogar einige verblüffende Wendungen und gewährt Einblick in ein ganz anderes Rechtssystem, wie wir es kennen.

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