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Ein simpler Eingriff

3.6(272)
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About the book

Ein neuartiger Eingriff soll Frauen von ihren psychischen Leiden befreien. Doch ist das menschenwürdig? Eine Geschichte von Emanzipation, Liebe und Empathie. Meret ist Krankenschwester. Die Klinik ist ihr Zuhause, ihre Uniform trägt sie mit Stolz, schließlich kennt die Menschen in ihrem Leiden niemand so gut wie sie. Bis eines Tages ein neuartiger Eingriff entwickelt wird, der vor allem Frauen von psychischen Leiden befreien soll. Die Nachwirkungen des Eingriffs können schmerzhaft sein, aber danach fängt die Heilung an. Daran hält Meret fest, auch wenn ihr langsam erste Zweifel kommen. „Ein simpler Eingriff“ ist nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die in einer Welt starrer Hierarchien und entmenschlichter Patientinnen ihren Glauben an die Macht der Medizin verliert. Es ist auch die intensive Heraufbeschwörung einer Liebe mit ganz eigenen Gesetzen. Denn Meret verliebt sich in eine andere Krankenschwester. Und überschreitet damit eine unsichtbare Grenze.

Editions (4)

ISBN9783446272316
PublisherHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Publication Date02/14/22
Pages192

Characteristics

2 reviews

VividThoughtfulCredibleDisturbingDevelopingHeartwarming

Reviews & Ratings

272 ratings

59 reviews

3.6

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  • patriclife
    patriclife

    392 Followers

    3.5

    Hoffnung auf ein besseres Leben

    Meret ist Krankenschwester und unterstützt den Doktor bei Wachoperationen am Gehirn. Sie weiß alles wird danach besser doch bei einem Eingriff kommen Zweifel. Das Buch behandelt das Thema der Lobektomie aber leider nicht so vordergründig wie ich zu Beginn des Buches hoffte. Der 3. Teil widmet sich am meisten dem Thema. Eine Art Liebesbeziehung von Meret zu Sarah, ebenfalls einer Krankenschwester nimmt für mich viel Raum ein, für mich zu viel. Ich finde, das Buch hat zu viel verschenktes Potential.

    Jun 15, 2025

  • luzifer
    luzifer

    359 Followers

    3.5

    Spannendes Thema, wichtige Message, ausbaufähige Umsetzung

    „Ein simpler Eingriff“ von Yael Inokai hätte für mich mehr sein können. Die Autorin greift ein hochspannendes und stets aktuelles Thema auf und erzählt es in einer sehr eigenen, eindringlichen Sprache. Beim Lesen fühlt man sich gleichzeitig wie eine distanzierte Beobachterin und doch als direkt Betroffene mitten im Geschehen – ein Effekt, der mich zunächst sehr überzeugt hat. Gerade deshalb ist es schade, dass aus diesem starken Ansatz letztlich nicht mehr herausgeholt wurde. Trotz der dichten Atmosphäre und der interessanten Perspektive blieb das Buch für mich emotional und inhaltlich hinter seinen Möglichkeiten zurück und konnte mich am Ende nicht vollständig erreichen. Nichtsdestotrotz vermittelt der Roman eine wichtige und klare Botschaft: Lasst euch niemals zur Anpassung zwingen, bleibt selbstbestimmt und wachsam – auch im Hinblick auf die Menschen in eurem Umfeld, die von solchen Einflüssen und Erwartungen betroffen sind. Allein dafür lohnt sich die Lektüre, auch wenn sie für mich insgesamt etwas zu wenig Tiefgang entwickelt hat.

    Spannendes Thema, wichtige Message, ausbaufähige Umsetzung

    Jan 18, 2026

  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Followers

    4.0

    Die empathische Krankenschwester Meret soll den Patienten/innen die Angst vor der Lobotomie nehmen, sie beruhigen und mental auf die Operation vorbereiten und auch während des Eingriffs beschäftigen, da dieser bei vollem Bewusstsein stattfindet. Sie ist von ihrer Arbeit und der Operationsmethode überzeugt, vertraut den Ärzten. Sie lernt Sarah kennen, ihre neue Mitbewohnerin im Schwesternwohnheim, die beiden kommen sich näher und verlieben sich. In den Augen der Ärzte eine "Neigung", die durch Lobotomie zu "korrigieren" wäre. Merets Überzeugung gerät ins Wanken. Ich mag die Sprache und die Atmosphäre des Buches, allerdings habe ich, auch aufgrund des Titels, weniger Liebesgeschichte, sondern mehr Tiefgang rund um das Thema Lobotomie erwartet. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir

    Jun 15, 2024

3 of 59 reviews

SocialReads

Page-based comments

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junanuj
junanujFeb 8, 2025

Zwar finde ich die kleine Liebesgeschichte ganz süß und schön geschrieben, bin aber die ganze Zeit gespannt, wie es mit dem medizinischen Eingriff weitergeht. Das interessiert mich gerade viel mehr!

Author

About Yael Inokai

Yael Inokai, geboren 1989 in Basel, lebt in Berlin. Ihr zweiter Roman "Mahlstrom" wurde mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Für ihren Roman "Ein simpler Eingriff" erhielt sie den Anna Seghers-Preis 2022 und den Clemens-Brentano-Preis 2023. Sie ist in sieben Sprachen übersetzt.

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