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Romane

Ein simpler Eingriff

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Über das Buch

»Dies ist ein eindringliches, sinnliches Buch, elegant, schnörkellos und klug ... Absolute Empfehlung!« Mareike Fallwickl

Meret geht in ihrem Beruf als Krankenschwester vollkommen auf: Die Klinik und das Schwesternwohnheim sind ihr Zuhause, ihre Uniform ist ihre Identität, auf die sie stolz ist. Neben der Routine ihrer Arbeit versucht Meret stets das Menschliche in ihren Patientinnen zu sehen und sie weiß genau, wie sie ihnen begegnen kann. Bis eines Tages ein neues Verfahren in der Klinik eingeführt wird, bei dem auch Meret eine Rolle spielen soll: Sie wird die Patientinnen durch ihren Schmerz begleiten, an dessen Ende Aussicht auf Heilung von ihren psychischen Leiden steht. Wie immer hält sich Meret an die Regeln der Station, trotz ihrer wachsenden Zweifel an der Methode. Dann verliebt sie sich in eine andere Frau und überschreitet damit eine unsichtbare Grenze, die sie alles kosten kann.

In nüchterner Sprache, die unter die Haut geht, führt uns Yael Inokai in die Realität einer Klinik der Nachkriegszeit, in der Frauen von ihren psychischen Leiden geheilt werden sollen – doch die Methoden sind ein Auswuchs des Patriarchats und sie nehmen wenig Rücksicht auf die Patientinnen. Ein beeindruckender Roman über die emanzipatorische Kraft der Empathie.

»Yael Inokai beleuchtet die Frauen dieses Romans mit klaren Sätzen, sie schreibt mit ruhiger Hand und fürchtet sich vor keiner Dunkelheit.« Dorothee Elmiger

Ausgezeichnet mit dem Anna-Seghers-Preis 2022 und dem Clemens-Brentano-Preis 2023

Editionen (4)

ISBN9783312013265
VerlagNagel & Kimche
Erscheinungsdatum20.02.24
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

272 Bewertungen

59 Rezensionen

3,6

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  • patriclife
    patriclife

    392 Follower

    3,5

    Hoffnung auf ein besseres Leben

    Meret ist Krankenschwester und unterstützt den Doktor bei Wachoperationen am Gehirn. Sie weiß alles wird danach besser doch bei einem Eingriff kommen Zweifel. Das Buch behandelt das Thema der Lobektomie aber leider nicht so vordergründig wie ich zu Beginn des Buches hoffte. Der 3. Teil widmet sich am meisten dem Thema. Eine Art Liebesbeziehung von Meret zu Sarah, ebenfalls einer Krankenschwester nimmt für mich viel Raum ein, für mich zu viel. Ich finde, das Buch hat zu viel verschenktes Potential.

    15. Juni 2025

  • luzifer
    luzifer

    359 Follower

    3,5

    Spannendes Thema, wichtige Message, ausbaufähige Umsetzung

    „Ein simpler Eingriff“ von Yael Inokai hätte für mich mehr sein können. Die Autorin greift ein hochspannendes und stets aktuelles Thema auf und erzählt es in einer sehr eigenen, eindringlichen Sprache. Beim Lesen fühlt man sich gleichzeitig wie eine distanzierte Beobachterin und doch als direkt Betroffene mitten im Geschehen – ein Effekt, der mich zunächst sehr überzeugt hat. Gerade deshalb ist es schade, dass aus diesem starken Ansatz letztlich nicht mehr herausgeholt wurde. Trotz der dichten Atmosphäre und der interessanten Perspektive blieb das Buch für mich emotional und inhaltlich hinter seinen Möglichkeiten zurück und konnte mich am Ende nicht vollständig erreichen. Nichtsdestotrotz vermittelt der Roman eine wichtige und klare Botschaft: Lasst euch niemals zur Anpassung zwingen, bleibt selbstbestimmt und wachsam – auch im Hinblick auf die Menschen in eurem Umfeld, die von solchen Einflüssen und Erwartungen betroffen sind. Allein dafür lohnt sich die Lektüre, auch wenn sie für mich insgesamt etwas zu wenig Tiefgang entwickelt hat.

    Spannendes Thema, wichtige Message, ausbaufähige Umsetzung

    18. Jan. 2026

  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    4,0

    Die empathische Krankenschwester Meret soll den Patienten/innen die Angst vor der Lobotomie nehmen, sie beruhigen und mental auf die Operation vorbereiten und auch während des Eingriffs beschäftigen, da dieser bei vollem Bewusstsein stattfindet. Sie ist von ihrer Arbeit und der Operationsmethode überzeugt, vertraut den Ärzten. Sie lernt Sarah kennen, ihre neue Mitbewohnerin im Schwesternwohnheim, die beiden kommen sich näher und verlieben sich. In den Augen der Ärzte eine "Neigung", die durch Lobotomie zu "korrigieren" wäre. Merets Überzeugung gerät ins Wanken. Ich mag die Sprache und die Atmosphäre des Buches, allerdings habe ich, auch aufgrund des Titels, weniger Liebesgeschichte, sondern mehr Tiefgang rund um das Thema Lobotomie erwartet. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir

    15. Juni 2024

3 von 59 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 11258%
junanuj
junanuj8. Feb. 2025

Zwar finde ich die kleine Liebesgeschichte ganz süß und schön geschrieben, bin aber die ganze Zeit gespannt, wie es mit dem medizinischen Eingriff weitergeht. Das interessiert mich gerade viel mehr!

Autorin / Autor

Über Yael Inokai

Yael Inokai, geboren 1989 in Basel, lebt in Berlin. 2012 erschien ihr Debütroman »Storchenbiss«. Für ihren zweiten Roman »Mahlstrom« wurde sie mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift PS: Politisch Schreiben. Für ihren Roman »Ein simpler Eingriff« (2022) erhielt sie den Anna Seghers-Preis 2022 und den Clemens-Brentano-Preis 2023.

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