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Was ist Wahrheit, was ist Traum? Hier verschwimmt die Realität mit der Traumwelt. Surreal und konfus, mit einer unheimlichen Atmosphäre beschreibt es ganz gut, die ambivalenten Gefühle einer Mutter. Amira wünscht sich ein Kind, mehr als Josef. Sie verbringen ein paar Tage im Wald, dort begegnet Amira einem Mann, ein Jäger, und ich weiß ab da nicht mehr, ob es die Wirklichkeit ist oder ein Traum. Vielleicht auch Einbildung oder etwas Übersinnliches? Auf jeden Fall spüre ich eine extreme Verbindung zum Wald und gleichzeitig macht er mir Angst. Und plötzlich ist ein Kind da und die junge Familie ist wieder im Wald. In der gleichen Hütte und ist da wieder dieser Mann? Vielleicht Josefs Vater?Und, wofür steht die Hündin, die ihre Welpen totbeißt?? Ganz schön skurril die ganze Geschichte, aber Jessica Lind schreibt so spannend, dass ich der Skurrilität einfach folgen möchte und gut folgen kann. Verstehen tu ich nicht immer alles, aber nachfühlen kann ich viel. So entdecke ich die Ähnlichkeiten zu meinen konfusen Gedanken, als ich vor vielen Jahren Mutter geworden bin. Angst und unendlich viel Liebe, die allgegenwärtig sind. Die schlaflosen Nächte, Überforderung, das Gefühl, das mein Leben einem Traum gleicht. Aber auch die Aggressionen, die eine Mutter überkommen können. All das konnte ich sehr gut hier in der Erzählung hineininterpretieren. Von der Atmosphäre hat es mich immer wieder an „Die Wand“ und „Nightbitch" erinnert. S.102 „Wipfel wachsen aus der Zimmerdecke und wogen im Wind. Sie liegt im Bett in der Hütte, aber über ihr ist der Nachthimmel. Wenn sie ihre Hand ins Laken gräbt, spürt sie das Gras, die Erde unter ihren Fingernägeln.“ S.111 „Sie riecht den Wald, kann ihn hören und schmecken, als würde er über ihre Nase, über ihre Ohren, über ihren Mund in sie eindringen. Die Bäume sind miteinander verbunden. In Wahrheit wissen sie alles. Für sie ist alles ein Kreislauf.“ S.114 „Sie weiß jetzt, dass man nicht in diese Rolle gedrängt wird, sondern dass man sie ausfüllt. Die Geburt ist das Übergangsritual, sie hat sich gefühlt, als wäre sie ausgeschüttet worden. Eine wabernde Masse gießt sich in eine neue Form.“ S.169 „Dieser Körper, der niemanden mehr interessiert, weil da niemand mehr ist. Sie selbst hat ihn nicht mehr beachtet. Wozu ist ihr Rücken da, wenn nicht, um ihr Kind zu tragen. Wozu sind ihre Hände da, wenn nicht, um Luise die Tränen wegzuwischen. Wozu braucht sie Lippen, wenn nicht, um Luises Wangen zu küssen.“
May 2, 2025
Was ist Wahrheit, was ist Traum? Hier verschwimmt die Realität mit der Traumwelt. Surreal und konfus, mit einer unheimlichen Atmosphäre beschreibt es ganz gut, die ambivalenten Gefühle einer Mutter. Amira wünscht sich ein Kind, mehr als Josef. Sie verbringen ein paar Tage im Wald, dort begegnet Amira einem Mann, ein Jäger, und ich weiß ab da nicht mehr, ob es die Wirklichkeit ist oder ein Traum. Vielleicht auch Einbildung oder etwas Übersinnliches? Auf jeden Fall spüre ich eine extreme Verbindung zum Wald und gleichzeitig macht er mir Angst. Und plötzlich ist ein Kind da und die junge Familie ist wieder im Wald. In der gleichen Hütte und ist da wieder dieser Mann? Vielleicht Josefs Vater?Und, wofür steht die Hündin, die ihre Welpen totbeißt?? Ganz schön skurril die ganze Geschichte, aber Jessica Lind schreibt so spannend, dass ich der Skurrilität einfach folgen möchte und gut folgen kann. Verstehen tu ich nicht immer alles, aber nachfühlen kann ich viel. So entdecke ich die Ähnlichkeiten zu meinen konfusen Gedanken, als ich vor vielen Jahren Mutter geworden bin. Angst und unendlich viel Liebe, die allgegenwärtig sind. Die schlaflosen Nächte, Überforderung, das Gefühl, das mein Leben einem Traum gleicht. Aber auch die Aggressionen, die eine Mutter überkommen können. All das konnte ich sehr gut hier in der Erzählung hineininterpretieren. Von der Atmosphäre hat es mich immer wieder an „Die Wand“ und „Nightbitch" erinnert. S.102 „Wipfel wachsen aus der Zimmerdecke und wogen im Wind. Sie liegt im Bett in der Hütte, aber über ihr ist der Nachthimmel. Wenn sie ihre Hand ins Laken gräbt, spürt sie das Gras, die Erde unter ihren Fingernägeln.“ S.111 „Sie riecht den Wald, kann ihn hören und schmecken, als würde er über ihre Nase, über ihre Ohren, über ihren Mund in sie eindringen. Die Bäume sind miteinander verbunden. In Wahrheit wissen sie alles. Für sie ist alles ein Kreislauf.“ S.114 „Sie weiß jetzt, dass man nicht in diese Rolle gedrängt wird, sondern dass man sie ausfüllt. Die Geburt ist das Übergangsritual, sie hat sich gefühlt, als wäre sie ausgeschüttet worden. Eine wabernde Masse gießt sich in eine neue Form.“ S.169 „Dieser Körper, der niemanden mehr interessiert, weil da niemand mehr ist. Sie selbst hat ihn nicht mehr beachtet. Wozu ist ihr Rücken da, wenn nicht, um ihr Kind zu tragen. Wozu sind ihre Hände da, wenn nicht, um Luise die Tränen wegzuwischen. Wozu braucht sie Lippen, wenn nicht, um Luises Wangen zu küssen.“
May 2, 2025






