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Mama

3.4(82)
Hardcover€20.00E-Book€14.99
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About the book

Jetzt in 2. Auflage erhältlich!

Autorin nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2024 für „Kleine Monster“ (Hanser Berlin)


Amira wünscht sich ein Kind. Als sie schwanger wird, gesellen sich Ängste und Sorgen zu ihrer Vorfreude. Wie wird sie die Mutterschaft verändern? Ein Ausflug zur abgelegenen Waldhütte ihres Partners Josef bringt nicht die ersehnte Entspannung: Rätselhafte Begegnungen häufen sich, Raum und Zeit scheinen außer Kraft und Amira weiß nicht, ob sie ihrer Wahrnehmung noch trauen kann. Was ist Traum, was Realität? Zwischen tiefer Verunsicherung und inniger Mutterliebe beginnt ein Ringen um Selbstbehauptung und Unabhängigkeit – denn der Wald scheint seine Gäste ungern wieder freizugeben …

Jessica Lind wandelt in ihrem Debütroman stilsicher zwischen den Genrewelten. Was als klassische Beziehungsgeschichte beginnt, entfaltet Seite für Seite einen subtilen Horror. Lind taucht tief in die Psychologie der Protagonistin ein, spielt souverän mit dem Unheimlichen und entwickelt eine erzählerische Sogwirkung, die niemanden unberührt lässt.


„Amira weicht zurück. Ihr Magen ist ein Muskel, der sich ganz fest zusammenzieht. Sie will ihre Hände auf ihren Bauch legen. Ihre Hände greifen ins Leere. Sie blickt an sich hinab. Der Bauch ist fort.“

Editions (1)

ISBN9783218012805
PublisherKremayr & Scheriau
Publication Date08/16/21
Pages192

Reviews & Ratings

82 ratings

17 reviews

3.4

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  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Followers

    4.0

    Was ist Wahrheit, was ist Traum? Hier verschwimmt die Realität mit der Traumwelt. Surreal und konfus, mit einer unheimlichen Atmosphäre beschreibt es ganz gut, die ambivalenten Gefühle einer Mutter. Amira wünscht sich ein Kind, mehr als Josef. Sie verbringen ein paar Tage im Wald, dort begegnet Amira einem Mann, ein Jäger, und ich weiß ab da nicht mehr, ob es die Wirklichkeit ist oder ein Traum. Vielleicht auch Einbildung oder etwas Übersinnliches? Auf jeden Fall spüre ich eine extreme Verbindung zum Wald und gleichzeitig macht er mir Angst. Und plötzlich ist ein Kind da und die junge Familie ist wieder im Wald. In der gleichen Hütte und ist da wieder dieser Mann? Vielleicht Josefs Vater?Und, wofür steht die Hündin, die ihre Welpen totbeißt?? Ganz schön skurril die ganze Geschichte, aber Jessica Lind schreibt so spannend, dass ich der Skurrilität einfach folgen möchte und gut folgen kann. Verstehen tu ich nicht immer alles, aber nachfühlen kann ich viel. So entdecke ich die Ähnlichkeiten zu meinen konfusen Gedanken, als ich vor vielen Jahren Mutter geworden bin. Angst und unendlich viel Liebe, die allgegenwärtig sind. Die schlaflosen Nächte, Überforderung, das Gefühl, das mein Leben einem Traum gleicht. Aber auch die Aggressionen, die eine Mutter überkommen können. All das konnte ich sehr gut hier in der Erzählung hineininterpretieren. Von der Atmosphäre hat es mich immer wieder an „Die Wand“ und „Nightbitch" erinnert. S.102 „Wipfel wachsen aus der Zimmerdecke und wogen im Wind. Sie liegt im Bett in der Hütte, aber über ihr ist der Nachthimmel. Wenn sie ihre Hand ins Laken gräbt, spürt sie das Gras, die Erde unter ihren Fingernägeln.“ S.111 „Sie riecht den Wald, kann ihn hören und schmecken, als würde er über ihre Nase, über ihre Ohren, über ihren Mund in sie eindringen. Die Bäume sind miteinander verbunden. In Wahrheit wissen sie alles. Für sie ist alles ein Kreislauf.“ S.114 „Sie weiß jetzt, dass man nicht in diese Rolle gedrängt wird, sondern dass man sie ausfüllt. Die Geburt ist das Übergangsritual, sie hat sich gefühlt, als wäre sie ausgeschüttet worden. Eine wabernde Masse gießt sich in eine neue Form.“ S.169 „Dieser Körper, der niemanden mehr interessiert, weil da niemand mehr ist. Sie selbst hat ihn nicht mehr beachtet. Wozu ist ihr Rücken da, wenn nicht, um ihr Kind zu tragen. Wozu sind ihre Hände da, wenn nicht, um Luise die Tränen wegzuwischen. Wozu braucht sie Lippen, wenn nicht, um Luises Wangen zu küssen.“

    May 2, 2025

  • chapters_with_anna
    chapters_with_anna

    60 Followers

    4.5

    In „Mama“ erzählt Jessica Lind von einer Mutter-Tochter-Beziehung, die von Nähe, Abhängigkeit und sprachloser Liebe geprägt ist. ✨ Die Erzählerin blickt auf ihre Kindheit und Jugend zurück, auf das Aufwachsen mit einer psychisch fragilen Mutter, und versucht, das Unausgesprochene, Verletzende und Verbindende dieser Beziehung zu begreifen. Der Roman bewegt sich zwischen Erinnerung, Beobachtung und innerem Monolog. 💭 Mich hat „Mama“ tief beeindruckt. Ich fand den Roman extrem spannend, obwohl – oder gerade weil – er stellenweise verwirrend ist. ⚡️ Man wird ohne klare Orientierung in die Gedankenwelt der Erzählerin gezogen, und genau das macht den Reiz aus. Die Sprache ist literarisch unglaublich stark, präzise und dicht, sodass ich mich dem Text kaum entziehen konnte. ✍🏻 Das Buch hat eine enorme Sogwirkung: Man liest weiter, weil man fühlen will, nicht weil man alles sofort versteht. Ein intensiver, kluger Roman, der fordert und lange nachwirkt. 👌🏻

    Jan 6, 2026

  • ro_ke
    ro_ke

    483 Followers

    1.0

    Ein stetig abstruser werdender Fiebertraum, der sich zwischen Beziehungs-/Elterndrama und real gewordenem Märchen bewegt - nichts für mich!

    Sep 6, 2024

3 of 17 reviews

Author

About Jessica Lind

Jessica Lind, geboren 1988 in St. Pölten, Drehbuchstudium an der Filmakademie Wien, lebt in Wien. Autorin des Science-Fiction-Films Rubikon (gemeinsam mit Regisseurin Magdalena Lauritsch). Als Dramaturgin betreute sie Little Joe von Jessica Hausner, Premiere in Cannes 2019. 2015 Gewinnerin des 23. open mike mit der Kurzgeschichte Mama, auf der dieser Roman aufbaut. 2016 Achensee.Literatour Stipendium. 2017 Stipendiatin des 21. Klagenfurter Literaturkurses, 2019 Stipendiatin der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung.

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