Im Park der prächtigen Schwestern
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Description
Hass verjagt Camila von zu Hause. Sie geht in die Stadt, auf der Suche nach einem Ort, an dem sie feiern kann, was sie ist: trans. Sie trifft ihresgleichen, wird Teil einer Wahlfamilie aus Prostituierten und Marginalisierten. Und gemeinsam feiern sie: die Liebe, den Rausch, im Widerstand gegen eine Gesellschaft, die sie verachtet. Lebensgeschichte, Roman, Märchen, Manifest – Im Park der prächtigen Schwestern erzählt von der Freude am Leben gegen alle Widerstände, von Zugehörigkeit, von Befreiung und der alles entscheidenden Macht der Fantasie.
Tief in der argentinischen Provinz ist es gefährlich, anders zu sein. Wer sich nicht einordnet, bekommt schnell Gewalt zu spüren, zuallererst vom eigenen Vater. Bei Camila war das nicht anders und es blieb nur die Flucht, nach Córdoba in die Anonymität der Stadt. Doch Camila will kein Opfer sein, sich nicht vorschreiben lassen, wo ihr Platz in der Gesellschaft ist. Im Park Sarmiento begegnet sie eines Nachts einer Schar Gleichgesinnter, schillernde Paradiesvögel, mit denen Camila fortan alles teilt: den Schnaps, die Träume, die Freier, Drogen und Demütigungen. Sie werden zu Schwestern in einem Märchen, zu Verbündeten im scheinbar aussichtslosen Kampf um Selbstbestimmung und Lebensfreude als Transsexuelle in Lateinamerika.
Book Information
Author Description
Camila Sosa Villada, geboren 1982 in der argentinischen Provinz Córdoba, arbeitete als Prostituierte, bevor ihr mit einem selbstproduzierten Theaterstück über ihr Leben als Transsexuelle der schauspielerische Durchbruch gelang. Seither spielt sie Rollen für Film, Fernsehen und Theater und gehört zu den prominentesten Gesichtern der Trans-Gemeinde in Lateinamerika.
Posts
Tolles und wichtiges Buch!
Camilas Geschichte hat mich sehr berührt, vor allem weil ich weiß, wie viele trans Frauen täglich solche Situationen erleben. Ich hoffe der Roman erweitert den Horizont von ein paar Menschen und lässt sie darüber nachdenken, warum die Gesellschaft trans Personen wohl so sehr hasst. Es ist einfach nur schmerzhaft und traurig. Gleichzeitig erinnert die Autorin daran, wie wichtig es ist, sich miteinander zu solidarisieren, in Gruppen zusammenzuhalten und einander zu helfen, wo der Staat es nicht tut. Für Betroffene benötigt der Roman mMn eine fette Trigger Warnung am Anfang. Deadnaming, Vergew*ltigung, Tod, Femizid, Suizid kommen darin vor.
Hass und Verachtung haben Camila fort von ihrem Dorf und ihrer Familie geführt. Die Eltern haben keinerlei Verständnis für den zarten Sohn, der sich vor ihren Augen in eine Tochter verwandelt und so sucht sie mit 18 Jahren ein neues Leben in Córdoba. Während sie tagsüber studiert, verdient sie nachts im berüchtigten Sarmiento-Park ihren Lebensunterhalt als Prostituierte. Dort ist sie zum ersten Mal Teil einer Gemeinschaft, mit der sie Probleme, Ängste, Wünsche und Träume teilen kann. Über allen schwebt als Mutterfigur die Tía Encarna, eine schwierige, aber herzensgute Frau, die bald darauf einen ausgesetzten Säugling bei sich aufnimmt. Der Junge wächst geliebt und mit einem ganzen Schwarm von Tanten auf, doch die Blicke der Nachbarn verheißen nichts Gutes für die Zukunft. Wow, was für ein Buch! Der Schreibstil der Autorin ist mal poetisch, beinahe märchenhaft, mal eindringlich und hart und spiegelt damit Camilas Leben in allen Facetten wider: die Ersatzfamilie, die sie mit der Tía Encarna und den Schwestern gefunden hat, die wenigen Momente ausgelassener Freude, aber auch die Sehnsucht nach wahrer Liebe und die Schmerzen, die ein solches Leben mit sich bringt. Diese Geschichte ist vieles. Autobiografie und Fiktion, faktische Nacherzählung und magischer Realismus, Coming of Age-Roman und Manifest für trans Rechte – vor allem aber die Kritik an einer Gesellschaft, die nachts im Schutze der Dunkelheit dort ihr Vergnügen sucht, wo sie tagsüber nur Ablehnung (im besten Fall) oder Gewalt (bis hin zu grausamen Morden) übrig hat. Unbedingt lesen!
“Im Park der prächtigen Schwestern” (ins Deutsche übersetzt von Svenja Becker) erzählt die Geschichte einer Gruppe trans Frauen im argentinischen Córdoba, die in einem Park anschaffen gehen und anfangs gemeinschaftlich ein Findelkind aufziehen. Aus Sicht der Ich-Erzählerin Camila beschreibt die Autorin Camila Sosa Villada ihre Geschichte, die sie aus einem Dorf in der Provinz an den Rand einer Existenz in der Millionenstadt geführt hat. Doch der Hass der Bevölkerung den Frauen gegenüber wird immer stärker und die Gewalt, der sie ausgesetzt sind, immer schlimmer. Camila Sosa Villada beschreibt in einer sehr rauen und expliziten Sprache das Leben und die Gewalt, durch die es geprägt ist. Dies wirkt besonders am Anfang abschreckend - wenn man sich jedoch auf den Erzählstil einlässt, wird man in eine ungemein berührende, unfassbar traurige Geschichte gezogen, die einen letztlich an der ganzen Menschheit zweifeln lässt. Ein grandioses Buch, bei dem man besonders am Schluss nicht nur ein bisschen Wasser in den Augen hat.
„In Wahrheit sind wir Nachtgewächse, wozu das leugnen. Wir gehen tagsüber kaum vor die Tür. Die Strahlen der Sonne schwächen uns, sie legen die Ungebührlichkeiten in unserem Teint bloß, den Bartschatten, die nicht zu bändigenden Züge der Männer, die wir nicht sind. […] Aber an diesem Tag haben wir beschlossen, uns zu sonnen. […] Wir sind da, damit wir geschrieben werden. Damit wir verewigt sind.“ S.113f.
Ein Cover so farbenprächtig und bildgewaltig wie der Inhalt dieses Buches. Eine Empfehlung für alle, die mehr über das Leben von Transfrauen lesen wollen und Fans von bildhafter Sprache und/oder Isabel Allende sind!
Ein Cover so farbenprächtig und bildgewaltig wie der Inhalt dieses Buches. Es fällt mir schwer, den Inhalt anzureißen, da so unglaublich viel auf diesen wenigen Seiten passiert und thematisiert wird. Erzählt wird aus der Sicht von Camila, einer Transfrau, über ihr Leben und das ihrer Freund*innen, die eigentlich eher ihre Familie, ihre Schwestern sind. Es ist ein sehr hartes und zugleich sehr buntes Leben, voller Unsicherheiten, Gefahren und Gegensätze. Im Park der prächtigen Schwestern ist ihr Zuhause und zugleich ihr Arbeitsplatz als Prostituierte, der einzige Ort, wo sie keine Ausgestoßenen sind, sondern einen festen Platz in ihrer ganz eigenen selbst erschaffenen kleinen Welt haben. Bis schließlich auch diese zu bröckeln beginnt. Die Sprache steht den Inhalten dabei in nichts nach: sie strotzt nur so vor Metaphern, die nicht immer einfach zu deuten sind, und ist dann wiederum brutal direkt. Nicole und ich, die wir bereits mehrere Romane von Isabel Allende gemeinsam lasen, fühlten uns des Öfteren positiv an deren Schreibstil erinnert. Trotz der wenigen Seiten, brauchte ich fürs Lesen darum deutlich länger als gewöhnlich, weil ich immer wieder innehalten und nachdenken oder schlucken musste. Für eine Leserunde das perfekte Buch, dem anzumerken ist, dass es sich um ein own voice Werk handelt – und auch dass die Autorin ein eigenes Theaterstück produzierte sowie Rollen für Film, Fernsehen und Theater spielt(e). Eine Empfehlung für alle, die mehr über das Leben von Transfrauen lesen wollen und Fans von bildhafter Sprache und/oder Isabel Allende sind! Übersetzt wurde diese Ausgabe aus dem Spanischen übrigens ebenfalls von Svenja Becker, die bereits Isabel Allende übersetzte. Danke liebe Nicole für dieses tolle Buch-Geschenk und das wie immer tolle gemeinsame Lesen! TW: Transphobie/-hass , Kokainkonsum , Polizeigewalt, verlassener Säugling, Geschlechtskrankheiten, Vergewaltigung/sexueller Missbrauch, häusliche Gewalt, Ehebruch, Prostitution, Pädophilie, (Geh-)Behinderung, Gehörlosigkeit, Suizidgedanken, I-Wort, Tierleid/-tötung, Klassizismus, Mord, Suizid(Gedanken), Diabetes, Amputation, Herzinfarkt, Lungenentzündung, Prügelei, Auflösung der Brust-Implantate

Obwohl das Buch dem wahren Leben der Autorin entspringt, verspürte ich recht lange eine Distanz zur Geschichte. Vielleicht weil die zeitliche Anordnung manchmal etwas unklar ist und der Schreibstil nicht so „weich“. Um den Schreibstil geht es bei dem Buch aber auch nicht vorrangig sondern um das, was die Autorin zu erzählen hat, und das ist eine Menge. Sie gibt einen Einblick in das Leben von Transfrauen, vor allem von denen, die ihren Körper verkaufen. Auch wenn das Buch mich nicht so richtig „einfangen“ konnte, finde ich es trotzdem lesenswert. P.S.: Manches habe ich nicht verstanden, zB die Frau die zum Vogel wird. Wenn mir das irgendwer erklären kann, freue ich mich über einen Kommentar unter diesem Beitrag ☺️
Dieses Buch scheint ja richtig gehyped zu sein. Was ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Das Thema an sich hätte ja interessant sein können, die Umsetzung fand ich jedoch sehr schwach. Ich konnte überhaupt nicht mit den Charakteren mitfühlen und fühlte mich sehr weit entfernt von ihnen. Vor allem vom Hauptcharakter, dessen Name ich mittlerweile sogar schon vergessen habe. Ich fand dieses Buch sehr monoton und konnte dem ganzen eigentlich überhaupt nichts abgewinnen. Eine richtige Meinung was genau mir nicht gefiel kann ich nicht beschreiben - die Motivation dieses Buch in die Hand zu nehmen war einfach nicht da. Es gab absolut nichts, das mich gepackt hat. Meh.
Dieses Buch hab ich geliebt! Es war sehr eindrücklich geschrieben, erzählt die Geschichte von Camila, die als trans Frau in Córdoba unter anderen trans Frauen lebt. Sie erfährt sowohl viel Liebe und Freundlichkeit ihrer Gleichgesinnten, als auch Gewalt in allen Formen von Freiern, Transphoben und Personen des Alltags. Sicher: Die Autorin schreibt mit einer gewissen Distanz. Jedoch ist das verständlich, basiert die Geschichte zumindest zum Teil auf ihrer eigenen Biographie. Leseempfehlung!
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Hass verjagt Camila von zu Hause. Sie geht in die Stadt, auf der Suche nach einem Ort, an dem sie feiern kann, was sie ist: trans. Sie trifft ihresgleichen, wird Teil einer Wahlfamilie aus Prostituierten und Marginalisierten. Und gemeinsam feiern sie: die Liebe, den Rausch, im Widerstand gegen eine Gesellschaft, die sie verachtet. Lebensgeschichte, Roman, Märchen, Manifest – Im Park der prächtigen Schwestern erzählt von der Freude am Leben gegen alle Widerstände, von Zugehörigkeit, von Befreiung und der alles entscheidenden Macht der Fantasie.
Tief in der argentinischen Provinz ist es gefährlich, anders zu sein. Wer sich nicht einordnet, bekommt schnell Gewalt zu spüren, zuallererst vom eigenen Vater. Bei Camila war das nicht anders und es blieb nur die Flucht, nach Córdoba in die Anonymität der Stadt. Doch Camila will kein Opfer sein, sich nicht vorschreiben lassen, wo ihr Platz in der Gesellschaft ist. Im Park Sarmiento begegnet sie eines Nachts einer Schar Gleichgesinnter, schillernde Paradiesvögel, mit denen Camila fortan alles teilt: den Schnaps, die Träume, die Freier, Drogen und Demütigungen. Sie werden zu Schwestern in einem Märchen, zu Verbündeten im scheinbar aussichtslosen Kampf um Selbstbestimmung und Lebensfreude als Transsexuelle in Lateinamerika.
Book Information
Author Description
Camila Sosa Villada, geboren 1982 in der argentinischen Provinz Córdoba, arbeitete als Prostituierte, bevor ihr mit einem selbstproduzierten Theaterstück über ihr Leben als Transsexuelle der schauspielerische Durchbruch gelang. Seither spielt sie Rollen für Film, Fernsehen und Theater und gehört zu den prominentesten Gesichtern der Trans-Gemeinde in Lateinamerika.
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Tolles und wichtiges Buch!
Camilas Geschichte hat mich sehr berührt, vor allem weil ich weiß, wie viele trans Frauen täglich solche Situationen erleben. Ich hoffe der Roman erweitert den Horizont von ein paar Menschen und lässt sie darüber nachdenken, warum die Gesellschaft trans Personen wohl so sehr hasst. Es ist einfach nur schmerzhaft und traurig. Gleichzeitig erinnert die Autorin daran, wie wichtig es ist, sich miteinander zu solidarisieren, in Gruppen zusammenzuhalten und einander zu helfen, wo der Staat es nicht tut. Für Betroffene benötigt der Roman mMn eine fette Trigger Warnung am Anfang. Deadnaming, Vergew*ltigung, Tod, Femizid, Suizid kommen darin vor.
Hass und Verachtung haben Camila fort von ihrem Dorf und ihrer Familie geführt. Die Eltern haben keinerlei Verständnis für den zarten Sohn, der sich vor ihren Augen in eine Tochter verwandelt und so sucht sie mit 18 Jahren ein neues Leben in Córdoba. Während sie tagsüber studiert, verdient sie nachts im berüchtigten Sarmiento-Park ihren Lebensunterhalt als Prostituierte. Dort ist sie zum ersten Mal Teil einer Gemeinschaft, mit der sie Probleme, Ängste, Wünsche und Träume teilen kann. Über allen schwebt als Mutterfigur die Tía Encarna, eine schwierige, aber herzensgute Frau, die bald darauf einen ausgesetzten Säugling bei sich aufnimmt. Der Junge wächst geliebt und mit einem ganzen Schwarm von Tanten auf, doch die Blicke der Nachbarn verheißen nichts Gutes für die Zukunft. Wow, was für ein Buch! Der Schreibstil der Autorin ist mal poetisch, beinahe märchenhaft, mal eindringlich und hart und spiegelt damit Camilas Leben in allen Facetten wider: die Ersatzfamilie, die sie mit der Tía Encarna und den Schwestern gefunden hat, die wenigen Momente ausgelassener Freude, aber auch die Sehnsucht nach wahrer Liebe und die Schmerzen, die ein solches Leben mit sich bringt. Diese Geschichte ist vieles. Autobiografie und Fiktion, faktische Nacherzählung und magischer Realismus, Coming of Age-Roman und Manifest für trans Rechte – vor allem aber die Kritik an einer Gesellschaft, die nachts im Schutze der Dunkelheit dort ihr Vergnügen sucht, wo sie tagsüber nur Ablehnung (im besten Fall) oder Gewalt (bis hin zu grausamen Morden) übrig hat. Unbedingt lesen!
“Im Park der prächtigen Schwestern” (ins Deutsche übersetzt von Svenja Becker) erzählt die Geschichte einer Gruppe trans Frauen im argentinischen Córdoba, die in einem Park anschaffen gehen und anfangs gemeinschaftlich ein Findelkind aufziehen. Aus Sicht der Ich-Erzählerin Camila beschreibt die Autorin Camila Sosa Villada ihre Geschichte, die sie aus einem Dorf in der Provinz an den Rand einer Existenz in der Millionenstadt geführt hat. Doch der Hass der Bevölkerung den Frauen gegenüber wird immer stärker und die Gewalt, der sie ausgesetzt sind, immer schlimmer. Camila Sosa Villada beschreibt in einer sehr rauen und expliziten Sprache das Leben und die Gewalt, durch die es geprägt ist. Dies wirkt besonders am Anfang abschreckend - wenn man sich jedoch auf den Erzählstil einlässt, wird man in eine ungemein berührende, unfassbar traurige Geschichte gezogen, die einen letztlich an der ganzen Menschheit zweifeln lässt. Ein grandioses Buch, bei dem man besonders am Schluss nicht nur ein bisschen Wasser in den Augen hat.
„In Wahrheit sind wir Nachtgewächse, wozu das leugnen. Wir gehen tagsüber kaum vor die Tür. Die Strahlen der Sonne schwächen uns, sie legen die Ungebührlichkeiten in unserem Teint bloß, den Bartschatten, die nicht zu bändigenden Züge der Männer, die wir nicht sind. […] Aber an diesem Tag haben wir beschlossen, uns zu sonnen. […] Wir sind da, damit wir geschrieben werden. Damit wir verewigt sind.“ S.113f.
Ein Cover so farbenprächtig und bildgewaltig wie der Inhalt dieses Buches. Eine Empfehlung für alle, die mehr über das Leben von Transfrauen lesen wollen und Fans von bildhafter Sprache und/oder Isabel Allende sind!
Ein Cover so farbenprächtig und bildgewaltig wie der Inhalt dieses Buches. Es fällt mir schwer, den Inhalt anzureißen, da so unglaublich viel auf diesen wenigen Seiten passiert und thematisiert wird. Erzählt wird aus der Sicht von Camila, einer Transfrau, über ihr Leben und das ihrer Freund*innen, die eigentlich eher ihre Familie, ihre Schwestern sind. Es ist ein sehr hartes und zugleich sehr buntes Leben, voller Unsicherheiten, Gefahren und Gegensätze. Im Park der prächtigen Schwestern ist ihr Zuhause und zugleich ihr Arbeitsplatz als Prostituierte, der einzige Ort, wo sie keine Ausgestoßenen sind, sondern einen festen Platz in ihrer ganz eigenen selbst erschaffenen kleinen Welt haben. Bis schließlich auch diese zu bröckeln beginnt. Die Sprache steht den Inhalten dabei in nichts nach: sie strotzt nur so vor Metaphern, die nicht immer einfach zu deuten sind, und ist dann wiederum brutal direkt. Nicole und ich, die wir bereits mehrere Romane von Isabel Allende gemeinsam lasen, fühlten uns des Öfteren positiv an deren Schreibstil erinnert. Trotz der wenigen Seiten, brauchte ich fürs Lesen darum deutlich länger als gewöhnlich, weil ich immer wieder innehalten und nachdenken oder schlucken musste. Für eine Leserunde das perfekte Buch, dem anzumerken ist, dass es sich um ein own voice Werk handelt – und auch dass die Autorin ein eigenes Theaterstück produzierte sowie Rollen für Film, Fernsehen und Theater spielt(e). Eine Empfehlung für alle, die mehr über das Leben von Transfrauen lesen wollen und Fans von bildhafter Sprache und/oder Isabel Allende sind! Übersetzt wurde diese Ausgabe aus dem Spanischen übrigens ebenfalls von Svenja Becker, die bereits Isabel Allende übersetzte. Danke liebe Nicole für dieses tolle Buch-Geschenk und das wie immer tolle gemeinsame Lesen! TW: Transphobie/-hass , Kokainkonsum , Polizeigewalt, verlassener Säugling, Geschlechtskrankheiten, Vergewaltigung/sexueller Missbrauch, häusliche Gewalt, Ehebruch, Prostitution, Pädophilie, (Geh-)Behinderung, Gehörlosigkeit, Suizidgedanken, I-Wort, Tierleid/-tötung, Klassizismus, Mord, Suizid(Gedanken), Diabetes, Amputation, Herzinfarkt, Lungenentzündung, Prügelei, Auflösung der Brust-Implantate

Obwohl das Buch dem wahren Leben der Autorin entspringt, verspürte ich recht lange eine Distanz zur Geschichte. Vielleicht weil die zeitliche Anordnung manchmal etwas unklar ist und der Schreibstil nicht so „weich“. Um den Schreibstil geht es bei dem Buch aber auch nicht vorrangig sondern um das, was die Autorin zu erzählen hat, und das ist eine Menge. Sie gibt einen Einblick in das Leben von Transfrauen, vor allem von denen, die ihren Körper verkaufen. Auch wenn das Buch mich nicht so richtig „einfangen“ konnte, finde ich es trotzdem lesenswert. P.S.: Manches habe ich nicht verstanden, zB die Frau die zum Vogel wird. Wenn mir das irgendwer erklären kann, freue ich mich über einen Kommentar unter diesem Beitrag ☺️
Dieses Buch scheint ja richtig gehyped zu sein. Was ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Das Thema an sich hätte ja interessant sein können, die Umsetzung fand ich jedoch sehr schwach. Ich konnte überhaupt nicht mit den Charakteren mitfühlen und fühlte mich sehr weit entfernt von ihnen. Vor allem vom Hauptcharakter, dessen Name ich mittlerweile sogar schon vergessen habe. Ich fand dieses Buch sehr monoton und konnte dem ganzen eigentlich überhaupt nichts abgewinnen. Eine richtige Meinung was genau mir nicht gefiel kann ich nicht beschreiben - die Motivation dieses Buch in die Hand zu nehmen war einfach nicht da. Es gab absolut nichts, das mich gepackt hat. Meh.
















