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BÄR

3.8(68)
Language
German
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About the book

Lou ist eine schüchterne, fleißige Bibliothekarin. Sie lebt eine maulwurfartige Existenz, begraben zwischen vergilbten Karten und Manuskripten in ihrem staubigen Kellerbüro. Da sie nichts und niemanden hat, zu dem sie nach Hause gehen kann, gibt sie sich dem leidenschaftslosen Sex mit dem Direktor des Instituts auf ihrem Schreibtisch hin. Den Sommer soll sie auf einer abgelegenen Flussinsel im Norden Kanadas verbringen, um den Nachlass von Oberst Jocelyn Cary zu katalogisieren. Dass sie nicht allein in der Einsamkeit der kleinen, wuchernden Insel lebt, sondern sich auch um einen halbzahmen Bären kümmern muss, hat ihr vorher niemand erzählt. Als der Sommer über der Flussinsel blüht und Lou die Stadt von sich abschüttelt, verfliegt der erste Schreck über dieses hungrige, undurchschaubare Wesen mit seinem dicken Pelz und seiner rauen Zunge, und Lou erforscht die Grenzen ihrer Lust...

Editions (4)

ISBN9783442759569
Publisherbtb
Publication Date02/28/22
Pages208

Reviews & Ratings

68 ratings

14 reviews

3.8

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  • illi501
    illi501

    73 Followers

    4.0

    Verstörend, verwirrend, grossartig

    Ein Zufallsfund, der mich etwas ratlos zurücklässt. Sex mit einem Bären, so viele Themen, so tolle Sprache. Ein vorsichtiger Tipp.

    Feb 13, 2026

  • ingeheydeck
    ingeheydeck

    147 Followers

    3.5

    Moralisch explosiv - sprachlich gelungen Bizarr - und doch auch faszinierend

    EIne Bibliothekarin/Archivarin, entdeckt während eines beruflichen Auftrags in den Wäldern Kanadas die Liebe zu einem alten, zunächst angeketteten Bären. Die nicht nur platonische Liebe zu dem Bären, die eine Art sexuelle Befreiung jenseits aller Konventionen für die Protagonistin bedeutet, ist bizarr, jedoch auch auf eine seltsame Art faszinierend. Das Tier scheint die sexuelle Erfüllung für die in dieser Hinsicht von Männern enttäuschte und desillusionierte Lou zu sein. Bilkaus persönliches Nachwort gibt zusätzliche Infos zur zeitlichen Einordnung der Geschichte - jedoch hätte ich, wie von einigen Rezensienten bemängelt, lieber etwas mehr über Marian Engel erfahren. Beschäftigt hat mich zudem die Frage, was dem Bären in der Vergangenheit durch die vorherigen Besitzer*in des Hauses widerfahren ist. Die in den Büchern versteckten Zettel/Notizen schienen für mich ein Hinweis dafür zu sein, dass der Bär in irgendeiner Weise bereits "domestiziert" wurde. Wie sonst käme ein wildes Tier auf die Idee die Treppe im Inneren des Hauses zu erklimmen ?! Passend ist für mich auch das Ende, als der Bär mit dem Kanu abgeholt wird - es gibt keine rührselige Abschiedsszene. Der Bär bleibt Bär. Mit Sicherheit kein Mainstream Buch - dennoch hat es mir gefallen.

    Aug 10, 2025

  • dinaisy
    dinaisy

    215 Followers

    3.0

    Ein krasses Buch, vor allem für die 70er Jahre. Aber ich war auch zwischendurch sehr gelangweilt. Intertextuelle Bezüge, Natur- und Architekturbeschreibungen, Erläuterungen der Familiengeschichte mit Personen, die im Roman nicht handelnd vorkommen. Daran hatte ich wenig Freude, aber sicher wird es viele geben, die besonders das reizvoll finden. Die Emanzipation der Hauptfigur Lou war deutlich, aber auch hier - bizarr. Ich kam ihr einfach nicht nah.

    Apr 8, 2025

3 of 14 reviews

Author

About Marian Engel

Marian Engel (1933-1985) wurde in Toronto, Kanada, geboren. Sie studierte Franzöisch in Aix-en Provence und arbeitete als Übersetzerin in England. Für ihr Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Toronto Book Award. »Bär« ist ihr bekanntester Roman, den sie 1976 veröffentlichte und für den sie mit dem General Gouverneurs Award, dem wichtigsten literarischen Preis Kanadas, ausgezeichnet wurde. Marian Engel war 1973 Gründungsmitglied und erste Vorsitzende der Writer‘s Union of Canada.

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