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Crime

Die rote Frau

4.2(75)
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About the book

»Alex Beer, der neue spannende Stern am österreichischen Krimi-Himmel.« Kronen Zeitung

Wien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt.

Editions (4)

ISBN9783809026761
PublisherLimes
Publication Date05/21/18
Pages416

Reviews & Ratings

75 ratings

16 reviews

4.2

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  • beajayy
    beajayy

    433 Followers

    3.5

    Alex Beer entführt den Leser wieder ins Wien der Zwischenkriegszeit, atmosphärisch dicht, historisch fesselnd, aber spannungstechnisch mit Durchhängern. Wer Lokalkolorit schätzt, wird belohnt, wer knackige Krimispannung sucht, muss Geduld mitbringen.

    Als ich die erste Seite von „Die rote Frau” aufschlug, war es, als würde ich durch ein altes Tor in ein Wien treten, das längst vergangen ist und doch erschreckend nah wirkt. Die Gassen der Zwischenkriegszeit, die Schatten an den Hauswänden, die Stimmen einer Stadt im Umbruch. Alex Beer hat mich wieder in ihre Welt gezogen. Ich bin gerne mit Kommissar Emmerich durch dieses Wien gestreift. Im zweiten Band der Reihe begleitete ich ihn durch einen neuen Fall, der mich tiefer in die Abgründe der 1920er Jahre geführt hat. Die Atmosphäre ist greifbar, das Lokalkolorit sitzt wie ein maßgeschneiderter Mantel. Beer versteht es, historische Details so einzuweben, dass man das Kopfsteinpflaster unter den Füßen spürt und den Rauch der Kaffeehäuser riecht. Der Fall selbst ist vielschichtig konstruiert, die Spannung baut sich behutsam auf manchmal vielleicht etwas zu behutsam. Die Stärke des Buches liegt eindeutig in seiner Atmosphäre und den historischen Bezügen. Beer schafft es, das Wien der 1920er Jahre lebendig werden zu lassen, ohne in bloße Geschichtsstunden zu verfallen. Emmerich bleibt eine facettenreiche Figur, deren innere Konflikte nachvollziehbar sind. Besonders beeindruckend ist die Verbindungen zur Gegenwart. Themen wie politische Radikalisierung, gesellschaftliche Spaltung und die Mechanismen von Propaganda fühlen sich beklemmend aktuell an. Man liest Geschichte und denkt unweigerlich an heute. So atmosphärisch das Buch ist, so sehr fehlt ihm stellenweise der Biss. Die Handlung plätschert über weite Strecken dahin, die Spannung kommt erst spät in Fahrt. Manche Wendungen waren vorhersehbar, andere wirkten etwas konstruiert. Auch die Nebencharaktere bleiben teilweise blass, Schatten statt vollständiger Personen. Für einen Krimi hätte ich mir mehr Tempo und schärfere Kontraste gewünscht. Am Ende fühlte sich „Die rote Frau” an wie ein Spaziergang durch ein Museum bei Dämmerlicht, faszinierend in seiner Detailtreue, aber nicht immer packend genug, um einen vollständig in den Bann zu ziehen. Trotzdem ist es ein solides, atmosphärisches Wiedersehen mit Emmerich, das vor allem durch seine historischen Parallelen zum Nachdenken anregt.

    Nov 20, 2025

  • lillith_or_eva
    lillith_or_eva

    201 Followers

    5.0

    So eine tolle Reihe!

    Alex Beer hat es auch diesmal geschafft, mich vollkommen in die Zeit zurückzuziehen. Die rote Frau ist nicht nur spannend erzählt, sondern überzeugt vor allem durch die sorgfältig eingearbeiteten historischen Hintergründe, die dem Roman Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen. Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig die Figuren entwickelt werden. August Emmerich bleibt für mich eine der faszinierendsten Ermittlerfiguren, voller Ecken und Kanten – und sein Assistent Winter steht ihm in nichts nach, wenn auch auf ganz andere Art und Weise. Er ist der perfekte Kontrast zu Emmerich, ohne, dass es zu gewollt wirkt. Gemeinsam bilden die beiden ein Duo, dem man einfach gern folgt, gerade weil sie so menschlich, verletzlich und zugleich entschlossen sind. Das Buch ist fesselnd und hat mich bis zur letzten Seite begeistert. Für alle, die historische Krimis lieben und Wert auf lebendige Charaktere legen, ist Die rote Frau ein echtes Highlight.

    Aug 20, 2025

  • alex_loves_books
    alex_loves_books

    130 Followers

    5.0

    Ganz großes Kino...bin absolut begeistert von dieser Reihe..hat mir richtig gut gefallen. Wien in den 20igern ein schrulliger Kriminalbeamten und sein junger Kollege lösen spannende Fälle. Absolute Leseempfelung...

    Apr 7, 2025

3 of 16 reviews

Author

About Alex Beer

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Ihre spannende Krimi-Reihe um den Ermittler August Emmerich ist preisgekrönt – neben zahlreichen Shortlist-Nominierungen (u.a. für den Friedrich Glauser Preis, Viktor Crime Award, Crime Cologne Award) erhielt sie den Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017 und 2019 und wurde ausgezeichnet mit dem Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels MIMI 2020. Alex Beer wurde außerdem der Österreichische Krimipreis 2019 verliehen. Neben dem Wiener Kriminalinspektor hat Alex Beer mit Isaak Rubinstein eine weitere faszinierende Figur erschaffen, die in der Reihe »Unter Wölfen« während des Zweiten Weltkriegs in Nürnberg ermittelt.

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