Felix Blom. Der Häftling aus Moabit
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Description
Berlin, 1878: Der Gauner Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis Moabit entlassen. Doch in Freiheit ist nichts mehr so, wie es mal war. Sein Hab und Gut wurde gepfändet, seine Verlobte ist mit jemand Neuem liiert. Alle Versuche, an Geld oder Arbeit zu kommen, scheitern. Aber dann hat Blom eine geniale Idee: Warum sich nicht mit der neuen Nachbarin zusammentun? Die ehemalige Prostituierte Mathilde führt eine Privatdetektei, allerdings sind die Aufträge rar, da man ihr als Frau diese Arbeit nicht zutraut. Ihr erster Fall führt die beiden gleich auf die Spur eines mysteriösen Mörders, der seinen Opfern Briefe mit der Botschaft zukommen lässt: »Binnen dreißig Stunden musst Du eine Leiche sein.« Als auch Blom eine solche Karte erhält, wird die Sache persönlich …
Entdecken Sie auch die historischen Kriminalromane um Kommissar August Emmerich aus der Feder von SPIEGEL-Bestsellerautorin Alex Beer!
Book Information
Author Description
Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Ihre spannende Krimi-Reihe um den Ermittler August Emmerich erhielt zahlreiche Shortlist-Nominierungen (u.a. für den Friedrich Glauser Preis, Viktor Crime Award, Crime Cologne Award) und wurde mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017 und 2019 sowie dem Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels MIMI 2020 prämiert. Auch der Österreichische Krimipreis wurde der Autorin 2019 verliehen. Neben dem Wiener Kriminalinspektor hat Alex Beer mit Felix Blom eine weitere faszinierende Figur erschaffen, die im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhundert ermittelt und für den sie mit dem silbernen Homer 2023 und dem Berliner Krimifuchs 2024 ausgezeichnet wurde.
Posts
Unterhaltsamer erster Band einer historischen Krimireihe. Das Buch ließ sich leicht und schnell lesen. Insgesamt fehlte mir hier irgendwas Besonderes, dass einen an die Geschichte bindet. Die Charaktere waren zwar schon interessant, blieben mir aber dennoch eher fern. Ich habe den zweiten Band hier, und gebe der Reihe daher noch eine Chance mich zu überzeugen.
Unterhaltsamer Krimi und interessante Milieu-Studie
Felix Blom war Meisterdieb und charmanter Gauner, der ‚Schatten von Berlin‘, bis er dann aufgrund einer Intrige im Gefängnis landete. Als er 1878 entlassen wird braucht er dringend Wohnung und Job. Letzteres findet er bei Mathilde Voss, ihres Zeichens Inhaberin einer Detektei … ‚Der Häftling aus Moabit‘ hat mich wirklich sehr positiv überrascht und vor allem so richtig gut unterhalten. Viel kommt hier zusammen, Felix‘ Suche nach der Wahrheit, seine neue Bekanntschaft mit Mathilde, die ominösen Todesfälle - das hätte leicht zu viel für den gar nicht so umfangreichen Roman sein können, aber Alex Beer schafft es alle Stränge spannend und vergnüglich zu verknüpfen. Felix und Mathilde muss man einfach sofort ins Herz schließen und da Felix ja mit Auguste einen ganz anderen Love Interest hat bleiben die Kabbeleien der beiden auf einer freundschaftlichen Ebene. Das hat mir richtig gut gefallen! Ein weiterer Pluspunkt ist die tolle Beschreibung Berlins zur Kaiserzeit. Sehr gut recherchiert und bildhaft beschrieben hat die Autorin ihr Zeitalter ganz wunderbar zum Leben erweckt. Sie vermittelt ihr Wissen nebenbei ohne sich in seitenlange Belehrungen zu ergehen, so dass die Krimihandlung nie darunter leidet. Ein historischer Krimi also, bei dem alles stimmt und mit so sympathischen Figuren, dass man es kaum erwarten kann den nächsten Band zu lesen.
Gauner, Mörder und düstere Gassen im Berlin des frühen Kaiserreichs 🕵️♂️🔪🕯️
Berlin, 1878: Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis in Moabit entlassen – und muss feststellen, dass sein altes Leben in Scherben liegt. Sein Besitz ist weg, seine Verlobte Auguste hat sich einem anderen zugewandt, und sein schlechter Ruf eilt ihm überall voraus. Doch Blom wäre nicht Blom, wenn er sich davon entmutigen ließe. Mit einer ordentlichen Portion Schlitzohrigkeit und einem gewissen Robin-Hood-Charme versucht er, wieder Fuß zu fassen. Als er auf Mathilde Voss trifft, eine ehemalige Prostituierte, die sich als Privatdetektivin durchschlägt, ergibt sich für beide eine neue Chance. Gemeinsam stürzen sie sich in ihren ersten Fall: Ein mysteriöser Mörder verschickt makabere Botschaften – „In wenigen Tagen wirst du eine Leiche sein.“ – und setzt damit eine Reihe unheilvoller Ereignisse in Gang. Als Felix selbst eine solche Nachricht erhält, wird der Fall plötzlich gefährlich persönlich. Alex Beer versteht es, das Berlin des späten 19. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen. Die schmutzigen Gassen, die düsteren Gaslampen, die Atmosphäre der aufstrebenden Metropole – all das bietet die perfekte Kulisse für einen spannenden Krimi. Felix Blom ist dabei kein klassischer Held, sondern ein charismatischer Gauner, der mit seinen moralischen Grauzonen durchaus überzeugt. Die Dynamik zwischen ihm und Mathilde, einer Frau, die sich in einer Männerdomäne behaupten muss, sorgt für unterhaltsame Momente, auch wenn die Figuren insgesamt noch etwas mehr Tiefe vertragen könnten. Gerade die Dialoge wirken zu Beginn etwas steif und konstruiert, lockern sich jedoch im Laufe der Geschichte (oder man gewöhnt sich einfach dran - keine Ahnung). Der Fall selbst ist solide konstruiert, ohne die Krimi-Welt neu zu erfinden. Es gibt klassische Ermittlungsarbeit, einige interessante Wendungen und eine gute Portion Spannung. Die historische Kulisse wird zwar immer wieder angerissen, bleibt jedoch eher im Hintergrund – der Fokus liegt klar auf dem Krimi und weniger auf der detaillierten Ausgestaltung der Kaiserzeit. Das stört allerdings kaum, denn das Buch erfüllt genau das, was man sich von ihm verspricht: eine leicht lesbare, spannende Geschichte mit einem Hauch historischem Flair. „Felix Blom. Der Häftling aus Moabit“ ist keine literarische Offenbarung und will das auch gar nicht sein. Es ist ein unterhaltsamer Krimi, perfekt geeignet, um den Alltag auszublenden und einfach mal abzutauchen. Keine hohe Literatur, aber genau die richtige Mischung aus Spannung und leichter Kost – ideal für den Urlaub oder einen entspannten Abend auf der Couch. Ich bin gespannt, wohin Felix und Mathildes Reise uns als Nächstes führt. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Absolut genial
Mein erstes Buch von Alex Beer und ich bin absolut begeistert. Ich habe den Krimi heute in einem Rutsch durchgelesen. Es ist geschichtlich sehr gut recherchiert. Die Schauplätze in Berlin sind ebenfalls Klasse recherchiert. Die Geschichte hat mich sehr gepackt und ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Täter sein könnte und warum. Ein toller Spannungsbogen, eingebettet in die tolle Berliner Geschichte zum Ende des 19ten Jahrhunderts. Für mich ein absolutes Muss und nicht der letzte Krimi von Alex Beer, den ich gelesen habe. Klare Leseempfehlung.
Berlin 1878: Der Meisterdieb Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem berüchtigten Gefängnis Moabit entlassen. Drei Jahre, die ihn alles gekostet haben: Vermögen, Ruhm und die Freundin Auguste. Er wurde allerdings zu Unrecht verknackt und nun möchte er sich rehabilitiert bzw. rächen. Aber als abgehalfterer Exknacki kann er sich kaum über Wasser halten. Als dann auch noch eine seltsame Karte erhält, wird sein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Die Polizei behält ihn auch im Blick, obwohl dir Zeiten in Berlin unruhig sind. Auf den Kaiser wurde Attentate verübt und ein großer weltpolitischer Kongress weilt in der Stadt. Dazu kommt noch ein seltsamer Fall, in dem ein junger Mann scheinbar zum Selbstmord gezwungen wurde. Die Autorin hat es wieder geschafft, einen interessanten Kriminalfall zu kreieren, in ein spannendes Setting zu verweben und dazu einen Hauptcharakter, der menschlich wirkt und den seine Zeit im Gefängnis geprägt und verändert hat. Nicht ganz so beeindruckend wie die August Emmerich Reihe aber genauso lesenswert.
Felix Blom, Gauner par excellence, ist nach drei Jahren ungerechtfertigter Haft entlassen worden und braucht eine Wohnung und einen Job, damit er nicht wieder einsitzen muss. Die Wohnung hat er schnell, den Job findet er in der Detektei der ehemaligen Prostituierten Mathilde. Und er sinnt auf Rache. Dafür, dass er in den Knast gebracht wurde. Und er will alles tun, das seine Verlobte zurückbekommt. Doch gleichzeitig treibt ein Mörder sein Unwesen. Und Blom ist sein nächstes Opfer. Ich bin ja ein Fan von Kriminalromanen und der ist wirklich gut. Ich mag das Setting im Berlin der 1870er Jahre gerne und auch die Geschichte um den ehemaligen Häftling Blom, der wieder Fuß fassen will, war spannend erzählt. Eine Empfehlung für jeden Krimiliebhaber und Band 2 ist schon auf meiner Wunschliste.
Um Krimi-Romane mache ich eigentlich einen riesigen Bogen, doch dieses Buch zog mich magisch an, egal wie oft ich an diesem Buch vorbei lief, immer suchten meine Augen den Kontakt. Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht. Vor allem den Charakter Blom mochte ich sehr und auch die Erklärungen, was mit den einzelnen Begriffen für bestimmte Diebstähle gemeint ist, fand ich sehr gut. Was mich aber vom Hocker haute war die Auflösung. Normalerweise weiß ich früh wer der Mörder ist oder wie ein Buch enden wird. Doch hier wurde ich von der Autorin in die Irre geführt, so dass ich von der Auflösung überrascht war. Das Buch war bis zur letzten Seite spannend und vor allem in keinster Weise langatmig oder langweilig, im Gegenteil, es fesselte mich, so dass ich es innerhalb von knapp 2 Tagen durch gelesen hatte. Auch der Aspekt, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht, aber eher im kleinen Detail, fand ich auch interessant. Auf jeden Fall Lesenswert!
Nach der Lesung im KUB Bad Oldesloe war ich umso gespannter auf diese Reihe. Zusammen mit der Ex-Prostuierten Mathilde Voss löst Felix Blom, frisch aus der Haft entlassen, seinen ersten Fall als Privatdetektiv. Grundlage für den Fall bildet ein echter Zeitungsartikel, in dem ein junger Mann Selbstmord begeht, nachdem er per Karte hierzu aufgefordert worden ist. Mir hat dieser historische Krimi sehr gut gefallen. Insbesondere Felix Blom und Mathilde Voss konnten mich sehr für sich einnehmen. Meine Annäherung an das Krimi-Genre kann man wohl endgültig als geglückt betrachten und mittlerweile habe ich auch mehr Spaß daran von der Ermittlungsarbeit zu lesen. Habt ihr euch bereits an diese Reihe gewagt? Wenn ja, wie hat es auch gefallen? Oder habt ihr eventuell noch vor in diese Reihe einzusteigen?

4 Sterne. Dieser historische Kriminalroman auf wahren Begebenheiten ist sehr interessant. Es spielt in Berlin 1878. Das ist für mich eine Zeit über die ich eher selten lese und daher war es sehr informativ. Durch den guten Schreibstil kam ich direkt in die Geschichte. Der Protagonist Felix Bloom hat so viele Facetten, dass ich mich freue weitere Bände mit ihm zu lesen. Der Fall ist spannend und auf das Ende wäre ich niemals gekommen. Mit diesem Band habe ich eine neue Reihe für mich entdeckt.
Historische Krimis gehen eigentlich immer und da kam mir der Meisterdieb Felix Blom von Alex Beer gerade recht. Der Schreibstil der Autorin ist sehr packend und mitreißend. Ich mochte die lockere Atmosphäre ungemein gern. Es hatte etwas sehr losgelöstes, aber zugleich auch ungemein spannendes an sich. Im Fokus steht Felix Blom. Ein gerissener Ganove, der aber unglaublich charmant und überaus sympathisch ist. Er hat das Herz am rechten Fleck und das stellt er immer wieder unter Beweis. Denn trotz seiner Vergangenheit trägt er sehr viel Empathie und Verletzlichkeit zur Schau, die mich sehr beeindruckt haben. Man erfährt dabei größtenteils seine Perspektive, was ihm zusätzlich Raum und Tiefe verschafft. Aber auch die Opfer lernt man auf diese Weise relativ gut kennen, was sehr interessant war. Daneben hat mich Mathilde extrem beeindruckt. Auf den ersten Blick etwas kratzbürstig. Aber hat man erstmal hinter die Fassade geschaut, lernt man eine unglaublich tolle, kluge und herzerwärmende Frau kennen, die voller Finesse steckt. Auch die übrigen Charaktere sind nicht zu verachten. Dabei beeindrucken sie auf unterschiedliche Art und Weise. Dabei sind sie überaus authentisch und unglaublich gut greifbar und mit Leben gefüllt. Der Einstieg fiel mir direkt leicht. Auch wenn es etwas brauchte, bis der Funke vollends übergesprungen ist. Es spielt in Berlin im Jahre 1878 und die Autorin bringt es sehr atmosphärisch rüber. Nicht nur das Setting begeistert dabei, sondern auch, wie die Menschen miteinander umgegangen sind. Dabei bringt die Umgangssprache immer wieder zum schmunzeln. Es passt unglaublich gut in die Zeit hinein. Es wirkt vornehm, aber dennoch ist eine gewisse Derbheit nicht abzusprechen. Und gerade diese Kombination ist unfassbar gelungen und hat mich sehr begeistert. Felix ist sehr gewitzt und stellt es immer wieder unter Beweis. Vom Gauner zum Dedektiv und darin findet er förmlich seine Berufung. Zumal der Fall ihn auch persönlich betrifft. Die Vergangenheit kommt immer wieder. Auch zu einem Felix Blom. Der Fall selbst ist unglaublich interessant und auch vielschichtig gestaltet. Dabei fließt auch Felix‘ Privatleben mit ein. Die Autorin widmet sich dabei auch gekonnt den psychologischen als auch zwischenmenschlichen Aspekten und lässt dabei viel Fingerspitzengefühl walten. Der emotionale Aspekt ist gut ausgereift und konnte mich sehr bewegen. Weil man dabei Werte entdeckt, von denen man nie denken würde, dass man sie überhaupt findet und das hat mich persönlich sehr berührt. Denn Loyalität, Freundschaft und Vertrauen haben hier einen großen Stellenwert. Der Täter selbst blieb bis zum Schluss im Dunkeln. Ich hatte nicht mal den Hauch einer Ahnung. Er agiert mit viel Finesse und Präzision. Dabei agiert er völlig unsichtbar, so dass man nicht mal die Chance hat, ihn zu demaskieren. Das Finale hat mich nochmal richtig sprachlos gemacht und schlichtweg vom Hocker gehauen. Denn das war richtig genial und zudem gut durchdacht. In meinen Augen ein unfassbar guter Auftakt, der definitiv nach mehr verlangt. Fazit: Der Ganove und die Schnüfflerin. Ein absolut genialer Start der Reihe um Felix Blom, die einfach nur unglaublich viel Spaß macht. Atmosphärisch, charmant und unglaublich spannend. Unbedingt lesen. Ich freu mich schon auf Band 2.

Absolut spannende und Krimireihe um Felix Blom einen Meisterdieb aus dem frühen Berlin. Tolle Protagonisten, fesselnde Story und interessantes Setting. Hat mir sehr gut gefallen und mit dem Ende/der Auflösung hab ich so gar nicht gerechnet. Werde diese Reihe sicher weiterverfolgen ..absolute Leseempfehlung
Ein wundervoll geschriebener Krimi, mit tollen Protagonisten und einem Kriminalfall auf dessen Lösung - das warum und weshalb - nicht so schnell kommt. Besonders waren für mich die Charaktere des Buchs. Ich fand sie Klasse. Den zweiten Band habe ich mir schon bestellt und kann kaum erwarten ihn zu lesen. ❤️
Ein toller Reihenauftakt mit einem ehemaligen Häftling, Hochstapler und Meisterdieb und einer früheren Edelprostituierten, die den spannenden und temporeichen Wettlauf gegen einen einfallsreichen Mörder gewinnen müssen.
Der Schatten von Berlin „Felix Blom, der Meister der Tarnung und Täuschung, der Mann mit den goldenen Fingern, der König der Diebe.“ (S. 24) wird im Juni 1878 nach drei Jahren endlich aus der Isolationshaft in Moabit entlassen. Blom will jetzt vor allem zwei Dinge: Rache, denn er hat für einen Raub gesessen, den der nicht begangen hat, und seine ehemalige Verlobte Auguste zurückgewinnen. Allerdings hat er alles verloren und muss innerhalb von drei Tagen eine Wohnung und eine Arbeit finden, sonst wandert er wieder in den Bau. Von einem alten Bekannten bekommt er eine Wohnung in dem Armenviertel zur Verfügung gestellt, aus dem er ursprünglich stammt, und da er keine andere Arbeit findet, überzeugt er seine Nachbarin Mathilde Voss, die eine Privatdetektei betreibt, ihn anzustellen. Schon am zweiten Tag in seinem neuen Zuhause findet er ein Brief aus teurem Büttenpapier vor seiner Tür: „Binnen weniger Tage wirst Du eine Leiche sein.“ (S. 61) Er vermutet, dass der neue Verlobte seiner Auguste dahintersteckt. Aber dann tauchen erste Leichen auf, die die gleiche Nachricht in der Tasche tragen – ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn die letzte Nachricht des Mörders ist stets: „Binnen dreißig Stunden musst du eine Leiche sein.“ (S. 31) „Felix Blom – Der Häftling aus Moabit“ ist der Auftakt einer neuen Reihe der österreichischen Autorin Alex Beer und spielt im Berlin der Jahrhundertwende. Ich mag die beiden Ermittler sehr und fand ihre Wortgefechte beim Zusammenraufen und Grenzen austesten ausgesprochen unterhaltsam. Blohm stammt aus armen Verhältnissen und hat sich nach oben „gearbeitet“, eine falsche Biographie ersonnen und als reicher Erbe ausgegeben, um seinen Reichtum erklären zu können. Mathilde Voss war eine Edelprostituierte, die schon für ihrem Stammkunden spioniert und damit gutes Geld verdient hatte. Als der starb, hörte sie auf und gründete die Detektei – nur leider will niemand eine Frau engagieren. Sie und Blom helfen sich durch seine Anstellung gegenseitig. In ihrem ersten Fall geht es um verschwundene Porzellanlieferungen aus China, für dessen Aufklärung sie tief in die Berliner Unterwelt mit seinen Bandenkriegen eintauchen müssen. Dabei stoßen sie auf die Gemeinsamkeit der Toten mit den Nachrichten – nur, warum auch Blom bedroht wird, erschließt sich ihnen lange nicht. Alex Beer konfrontiert Blom und Mathilde mit mächtigen Gegnern. Da ist zum einen der Mörder, dessen Identität und Intension allen ein Rätsel ist und zum anderen der Kriminalkommissar Ernst Cronenberg und sein Assistent Bruno Harting. Die jagen den Mörder ebenfalls und wollen Blom gleichzeitig so schnell wie möglich zurück ins Gefängnis befördern. Geschickt verwirrt die Autorin ihre Leser mit immer neuen Verdächtigen und Tathypothesen und obwohl man die Lösung die ganze Zeit vor Augen hat, habe ich sie einfach nicht gesehen – das ist extrem raffiniert gemacht. Auch das Setting des alten Berlins mit seinen Armenvierteln, Eckkneipen und der gegensätzlichen Welt der Schönen und Reichen hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mein Fazit: Ein toller Reihenauftakt mit einem ehemaligen Häftling, Hochstapler und Meisterdieb und einer früheren Edelprostituierten, die den spannenden und temporeichen Wettlauf gegen einen einfallsreichen Mörder gewinnen müssen.

Der Klappentext hatte mein Interesse geweckt, also fand sich das erste Buch über Felix Blom ziemlich schnell in meinem Regal wieder. Alex Beer hat mich nicht enttäuscht. Dieser historische Krimi ist äußerst kurzweilig, spannend und an den richtigen Stellen mit einer feinen Prise Humor geschrieben. Die beiden Erzfeinde stochern gleichzeitig, ohne vom Anderen zu wissen, in einem äußerst nebulösem Fall. Jeder versucht auf seine Weise diesen zu lösen, bis sie kurz vor der Lösung...aber lest selbst. Ich habe mich von Alex Beer's Felix Blom bestens unterhalten gefühlt.
Historische Krimis mag ich sehr gerne. Daher habe ich mich umso mehr über diese neue Idee gefreut - ein ehemaliger Meisterdieb, der aus dem Gefängnis entlassen wird, und nun sein Leben danach angeht. Bereits der Beginn des Romans konnte mich komplett begeistern. Zwischendrin gab es ein paar unnötige Längen, dafür aber auch ein paar schöne Wendungen. Daher von mir eine klare Leseempfehlung für alle Fans von historischen Krimis.
Fesselnder und unglaublich charismatischer historischer Krimi Highlight ❤️
Der erste Band um den Berliner Gauner Felix Blom hat die Reihe jetzt schon zu einem Liebling qualifiziert. Alex Beer hat hier was ganz wunderbares geschaffen. Protagonisten mit Charisma, authentische Beschreibungen des Alltags und der Stadt Berlin im 19. Jahrhundert, korrekter historischer Kontext und ein unglaublich spannender Kriminalfall. Ich hang regelrecht an jeder einzelnen Seite und erlag dem Zauber der Autorin vollkommen. Was bei diesen exakten Beschreibungen und der fesselnden Atmosphäre auch gar nicht überraschte. Der Schreibstil hat mich zu 100% überzeugt und ich werde neben der Reihe um Felix Blom auch die anderen Werke von Alex Beer lesen. Große Empfehlung!
Alex Beer hat mit "Felix Blom – Der Häftling aus Moabit" einen Auftakt geschaffen, der sowohl durch historische Tiefe als auch durch atmosphärische Spannung besticht. Im Berlin des Jahres 1878 erzählt sie die Geschichte von Felix Blom, einem ehemaligen Meisterdieb, der nach drei Jahren Haft auf eine gnadenlose Gesellschaft trifft, die ihn schnell wieder in den Abgrund zu stoßen droht. Ohne Freunde und Perspektiven muss Blom innerhalb weniger Tage Wohnung und Arbeit finden – ein fast unmögliches Unterfangen, das durch einen brutalen Mordfall zusätzlich kompliziert wird. An Beers neuem Protagonisten fasziniert seine moralische Ambivalenz: Blom ist kein Held, sondern ein gebrochener Mann, der versucht, sich aus den Fesseln seiner Vergangenheit zu befreien. Sein krimineller Scharfsinn wird ihm nun als Detektiv zum Vorteil – allerdings bleibt stets die Frage, ob er je ganz auf der richtigen Seite des Gesetzes stehen wird. Die Zusammenarbeit mit Mathilde Voss, einer ehemaligen Prostituierten, die sich als Detektivin behauptet, verleiht der Geschichte zudem eine spannende Dynamik. Beide Figuren tragen ihre Narben und kämpfen mit den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit. Beers Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch dicht, und sie versteht es, den historischen Schauplatz lebendig zu gestalten. Besonders beeindruckend ist, wie sie die düstere Stimmung des Kaiserzeit-Berlins einfängt, während die Spannung langsam, aber konsequent aufgebaut wird. Die Morde und das geheimnisvolle Spiel eines unsichtbaren Täters, der seine Opfer mit Todesdrohungen warnt, halten den Leser bei der Stange. Die Auflösung überrascht und ist klug inszeniert, ohne ins Klischeehafte abzurutschen. Trotz des langsamen Einstiegs und der gemächlichen Spannungskurve entwickelt der Roman eine Sogwirkung, die bis zum Schluss anhält. Felix Blom ist ein Antiheld, der durch seine Fehler und Schwächen umso sympathischer wird. Ein gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die mit ungewöhnlichen Figuren und einer fesselnden Erzählweise überzeugt. Wer historische Krimis mit Tiefe und Überraschungen schätzt, wird hier bestens unterhalten.
Felix Bloom konnte mich leider nicht so von sich überzeugen wie August Emmerich. Es ist ein gutes Buch mit gewohnt toller Atmosphäre, aber für meinen Geschmack zu wenig ausgebaut. Die Charaktere bleiben blass, ohne Ecken und Kanten und das Ende wirkt als hätte sie sich nicht wirklich Mühe geheben beim planen. Zu schnell und einfach irgendwie abgefrühstückt. Für den nächsten Teil besteht Luft nach oben. Ich freue mich aber trotzdem drauf.
1878 ist Berlin eine aufstrebende Stadt, in der das Verbrechen nie schläft. Wer es zu etwas bringen möchte, hat Geld oder nimmt es sich von den Anderen. Felix Blom ist ein Krimineller, ein gewitzter Taschendieb, Schlösserknacker und Trickbetrüger. Doch nie hat er die Armen bestohlen. Immer waren es die, die so viel hatten, dass die es nicht mal bemerkt hatten, dass etwas fehlt. Es ging ihm gut, dem Felix. Bis vor drei Jahren konnte er einen ausschweifenden Lebensstil genießen. Gute Kleidung, eine teure Wohnung unter den Linden und Austern mit Champagner waren an der Tagesordnung. Doch dann hatte ihn jemand verpfiffen. Da wollte einer, dass er von der Bildfläche verschwindet. Somit wurde er in Moabit, einem der modernsten Gefängnisse seiner Zeit, untergebracht. Felix Blom Unschuldig, wie er behauptet, saß Felix Blom drei Jahre in Einzelhaft. Drei lange Jahre, ohne dass er für das Verbrechen, dass man ihm zur Last gelegt hatte, verantwortlich war. Aber jetzt ist er wieder auf freien Füßen und hat nur 3 Tage Zeit, um sich ehrlich zu machen, sonst fährt er wieder ein. Doch wie soll er so schnell an eine Wohnung kommen und wie sollte er eine ehrliche Arbeit finden, wenn in ganz Berlin keine Jobs zur Verfügung stehen? Und was soll das mit der kleinen Karte, die er in seiner Tasche findet? Eine Karte mit der Mitteilung, dass er in wenigen Tagen tot sein würde. Aber bevor er sich mit dieser Karte beschäftigen wird, braucht er eine Unterkunft. Er weiß schon, wen er fragen muss ... Zu einem anderen Zeitpunkt wird ein neunzehnjähriger Dresdner mit einem Kopfschuss tot aufgefunden. Man fand ihn ganz in der Nähe zu Berlin und Charlottenburg. Auch bei ihm steckte in der Innentasche seines Sakkos ein Kärtchen, dass in wenigen Tagen sein Leben ein Ende finden wird. Während sich der junge Dresdner die Waffe selber an den Kopf hielt und abdrückte, wurde er von drei Ganoven beobachtet. Doch das wollten die Ganoven der Polizei lieber nicht erzählen und verdrückten sich wieder in die Dunkelheit. Wie sollten sie ihre Anwesenheit erklären? Das Kärtchen aber machten den Kommissar neugierig. Der Schnüffler Ich liebe Bücher über das alte Berlin. Immer wieder greife ich zu solchen Krimis, die die alten Zeiten aufleben lassen. Ich finde es spannend, einen Einblick in die damaligen Ermittlungen zu bekommen. Fingerabdrücke, Fotoapparate und Hightech gab es ja noch nicht. Man musste sich auf seinen Spürsinn verlassen. Außerdem finde ich es immer wieder genial, die Schauplätze zu kennen, an denen die Verbrechen geschehen. So entsteht in meiner Fantasie ein altes Berlin und wird so zu einer Geschichte zum Anfassen. Die Autorin Alex Beer hat schon einige gute Krimis aus der Vergangenheit geschrieben. Und das merkt man ihrem Buch deutlich an. Es stimmt alles überein und der Roman liest sich unglaublich flüssig und unterhaltend. Felix Blom ist mir eine sympathische Figur und ebenso seine spätere Chefin, er braucht ja einen Job. Die Frau ist tough. Vielleicht etwas zu tough für ihre Zeit, aber das macht es interessant. Am Ende war ich sehr erstaunt über den Ausgang, denn damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Wenn du wissen willst, was es mit den Todeskärtchen auf sich hat, dann ließ es selber ...
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Berlin, 1878: Der Gauner Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis Moabit entlassen. Doch in Freiheit ist nichts mehr so, wie es mal war. Sein Hab und Gut wurde gepfändet, seine Verlobte ist mit jemand Neuem liiert. Alle Versuche, an Geld oder Arbeit zu kommen, scheitern. Aber dann hat Blom eine geniale Idee: Warum sich nicht mit der neuen Nachbarin zusammentun? Die ehemalige Prostituierte Mathilde führt eine Privatdetektei, allerdings sind die Aufträge rar, da man ihr als Frau diese Arbeit nicht zutraut. Ihr erster Fall führt die beiden gleich auf die Spur eines mysteriösen Mörders, der seinen Opfern Briefe mit der Botschaft zukommen lässt: »Binnen dreißig Stunden musst Du eine Leiche sein.« Als auch Blom eine solche Karte erhält, wird die Sache persönlich …
Entdecken Sie auch die historischen Kriminalromane um Kommissar August Emmerich aus der Feder von SPIEGEL-Bestsellerautorin Alex Beer!
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Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Ihre spannende Krimi-Reihe um den Ermittler August Emmerich erhielt zahlreiche Shortlist-Nominierungen (u.a. für den Friedrich Glauser Preis, Viktor Crime Award, Crime Cologne Award) und wurde mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017 und 2019 sowie dem Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels MIMI 2020 prämiert. Auch der Österreichische Krimipreis wurde der Autorin 2019 verliehen. Neben dem Wiener Kriminalinspektor hat Alex Beer mit Felix Blom eine weitere faszinierende Figur erschaffen, die im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhundert ermittelt und für den sie mit dem silbernen Homer 2023 und dem Berliner Krimifuchs 2024 ausgezeichnet wurde.
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Unterhaltsamer erster Band einer historischen Krimireihe. Das Buch ließ sich leicht und schnell lesen. Insgesamt fehlte mir hier irgendwas Besonderes, dass einen an die Geschichte bindet. Die Charaktere waren zwar schon interessant, blieben mir aber dennoch eher fern. Ich habe den zweiten Band hier, und gebe der Reihe daher noch eine Chance mich zu überzeugen.
Unterhaltsamer Krimi und interessante Milieu-Studie
Felix Blom war Meisterdieb und charmanter Gauner, der ‚Schatten von Berlin‘, bis er dann aufgrund einer Intrige im Gefängnis landete. Als er 1878 entlassen wird braucht er dringend Wohnung und Job. Letzteres findet er bei Mathilde Voss, ihres Zeichens Inhaberin einer Detektei … ‚Der Häftling aus Moabit‘ hat mich wirklich sehr positiv überrascht und vor allem so richtig gut unterhalten. Viel kommt hier zusammen, Felix‘ Suche nach der Wahrheit, seine neue Bekanntschaft mit Mathilde, die ominösen Todesfälle - das hätte leicht zu viel für den gar nicht so umfangreichen Roman sein können, aber Alex Beer schafft es alle Stränge spannend und vergnüglich zu verknüpfen. Felix und Mathilde muss man einfach sofort ins Herz schließen und da Felix ja mit Auguste einen ganz anderen Love Interest hat bleiben die Kabbeleien der beiden auf einer freundschaftlichen Ebene. Das hat mir richtig gut gefallen! Ein weiterer Pluspunkt ist die tolle Beschreibung Berlins zur Kaiserzeit. Sehr gut recherchiert und bildhaft beschrieben hat die Autorin ihr Zeitalter ganz wunderbar zum Leben erweckt. Sie vermittelt ihr Wissen nebenbei ohne sich in seitenlange Belehrungen zu ergehen, so dass die Krimihandlung nie darunter leidet. Ein historischer Krimi also, bei dem alles stimmt und mit so sympathischen Figuren, dass man es kaum erwarten kann den nächsten Band zu lesen.
Gauner, Mörder und düstere Gassen im Berlin des frühen Kaiserreichs 🕵️♂️🔪🕯️
Berlin, 1878: Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis in Moabit entlassen – und muss feststellen, dass sein altes Leben in Scherben liegt. Sein Besitz ist weg, seine Verlobte Auguste hat sich einem anderen zugewandt, und sein schlechter Ruf eilt ihm überall voraus. Doch Blom wäre nicht Blom, wenn er sich davon entmutigen ließe. Mit einer ordentlichen Portion Schlitzohrigkeit und einem gewissen Robin-Hood-Charme versucht er, wieder Fuß zu fassen. Als er auf Mathilde Voss trifft, eine ehemalige Prostituierte, die sich als Privatdetektivin durchschlägt, ergibt sich für beide eine neue Chance. Gemeinsam stürzen sie sich in ihren ersten Fall: Ein mysteriöser Mörder verschickt makabere Botschaften – „In wenigen Tagen wirst du eine Leiche sein.“ – und setzt damit eine Reihe unheilvoller Ereignisse in Gang. Als Felix selbst eine solche Nachricht erhält, wird der Fall plötzlich gefährlich persönlich. Alex Beer versteht es, das Berlin des späten 19. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen. Die schmutzigen Gassen, die düsteren Gaslampen, die Atmosphäre der aufstrebenden Metropole – all das bietet die perfekte Kulisse für einen spannenden Krimi. Felix Blom ist dabei kein klassischer Held, sondern ein charismatischer Gauner, der mit seinen moralischen Grauzonen durchaus überzeugt. Die Dynamik zwischen ihm und Mathilde, einer Frau, die sich in einer Männerdomäne behaupten muss, sorgt für unterhaltsame Momente, auch wenn die Figuren insgesamt noch etwas mehr Tiefe vertragen könnten. Gerade die Dialoge wirken zu Beginn etwas steif und konstruiert, lockern sich jedoch im Laufe der Geschichte (oder man gewöhnt sich einfach dran - keine Ahnung). Der Fall selbst ist solide konstruiert, ohne die Krimi-Welt neu zu erfinden. Es gibt klassische Ermittlungsarbeit, einige interessante Wendungen und eine gute Portion Spannung. Die historische Kulisse wird zwar immer wieder angerissen, bleibt jedoch eher im Hintergrund – der Fokus liegt klar auf dem Krimi und weniger auf der detaillierten Ausgestaltung der Kaiserzeit. Das stört allerdings kaum, denn das Buch erfüllt genau das, was man sich von ihm verspricht: eine leicht lesbare, spannende Geschichte mit einem Hauch historischem Flair. „Felix Blom. Der Häftling aus Moabit“ ist keine literarische Offenbarung und will das auch gar nicht sein. Es ist ein unterhaltsamer Krimi, perfekt geeignet, um den Alltag auszublenden und einfach mal abzutauchen. Keine hohe Literatur, aber genau die richtige Mischung aus Spannung und leichter Kost – ideal für den Urlaub oder einen entspannten Abend auf der Couch. Ich bin gespannt, wohin Felix und Mathildes Reise uns als Nächstes führt. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Absolut genial
Mein erstes Buch von Alex Beer und ich bin absolut begeistert. Ich habe den Krimi heute in einem Rutsch durchgelesen. Es ist geschichtlich sehr gut recherchiert. Die Schauplätze in Berlin sind ebenfalls Klasse recherchiert. Die Geschichte hat mich sehr gepackt und ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Täter sein könnte und warum. Ein toller Spannungsbogen, eingebettet in die tolle Berliner Geschichte zum Ende des 19ten Jahrhunderts. Für mich ein absolutes Muss und nicht der letzte Krimi von Alex Beer, den ich gelesen habe. Klare Leseempfehlung.
Berlin 1878: Der Meisterdieb Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem berüchtigten Gefängnis Moabit entlassen. Drei Jahre, die ihn alles gekostet haben: Vermögen, Ruhm und die Freundin Auguste. Er wurde allerdings zu Unrecht verknackt und nun möchte er sich rehabilitiert bzw. rächen. Aber als abgehalfterer Exknacki kann er sich kaum über Wasser halten. Als dann auch noch eine seltsame Karte erhält, wird sein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Die Polizei behält ihn auch im Blick, obwohl dir Zeiten in Berlin unruhig sind. Auf den Kaiser wurde Attentate verübt und ein großer weltpolitischer Kongress weilt in der Stadt. Dazu kommt noch ein seltsamer Fall, in dem ein junger Mann scheinbar zum Selbstmord gezwungen wurde. Die Autorin hat es wieder geschafft, einen interessanten Kriminalfall zu kreieren, in ein spannendes Setting zu verweben und dazu einen Hauptcharakter, der menschlich wirkt und den seine Zeit im Gefängnis geprägt und verändert hat. Nicht ganz so beeindruckend wie die August Emmerich Reihe aber genauso lesenswert.
Felix Blom, Gauner par excellence, ist nach drei Jahren ungerechtfertigter Haft entlassen worden und braucht eine Wohnung und einen Job, damit er nicht wieder einsitzen muss. Die Wohnung hat er schnell, den Job findet er in der Detektei der ehemaligen Prostituierten Mathilde. Und er sinnt auf Rache. Dafür, dass er in den Knast gebracht wurde. Und er will alles tun, das seine Verlobte zurückbekommt. Doch gleichzeitig treibt ein Mörder sein Unwesen. Und Blom ist sein nächstes Opfer. Ich bin ja ein Fan von Kriminalromanen und der ist wirklich gut. Ich mag das Setting im Berlin der 1870er Jahre gerne und auch die Geschichte um den ehemaligen Häftling Blom, der wieder Fuß fassen will, war spannend erzählt. Eine Empfehlung für jeden Krimiliebhaber und Band 2 ist schon auf meiner Wunschliste.
Um Krimi-Romane mache ich eigentlich einen riesigen Bogen, doch dieses Buch zog mich magisch an, egal wie oft ich an diesem Buch vorbei lief, immer suchten meine Augen den Kontakt. Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht. Vor allem den Charakter Blom mochte ich sehr und auch die Erklärungen, was mit den einzelnen Begriffen für bestimmte Diebstähle gemeint ist, fand ich sehr gut. Was mich aber vom Hocker haute war die Auflösung. Normalerweise weiß ich früh wer der Mörder ist oder wie ein Buch enden wird. Doch hier wurde ich von der Autorin in die Irre geführt, so dass ich von der Auflösung überrascht war. Das Buch war bis zur letzten Seite spannend und vor allem in keinster Weise langatmig oder langweilig, im Gegenteil, es fesselte mich, so dass ich es innerhalb von knapp 2 Tagen durch gelesen hatte. Auch der Aspekt, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht, aber eher im kleinen Detail, fand ich auch interessant. Auf jeden Fall Lesenswert!
Nach der Lesung im KUB Bad Oldesloe war ich umso gespannter auf diese Reihe. Zusammen mit der Ex-Prostuierten Mathilde Voss löst Felix Blom, frisch aus der Haft entlassen, seinen ersten Fall als Privatdetektiv. Grundlage für den Fall bildet ein echter Zeitungsartikel, in dem ein junger Mann Selbstmord begeht, nachdem er per Karte hierzu aufgefordert worden ist. Mir hat dieser historische Krimi sehr gut gefallen. Insbesondere Felix Blom und Mathilde Voss konnten mich sehr für sich einnehmen. Meine Annäherung an das Krimi-Genre kann man wohl endgültig als geglückt betrachten und mittlerweile habe ich auch mehr Spaß daran von der Ermittlungsarbeit zu lesen. Habt ihr euch bereits an diese Reihe gewagt? Wenn ja, wie hat es auch gefallen? Oder habt ihr eventuell noch vor in diese Reihe einzusteigen?

4 Sterne. Dieser historische Kriminalroman auf wahren Begebenheiten ist sehr interessant. Es spielt in Berlin 1878. Das ist für mich eine Zeit über die ich eher selten lese und daher war es sehr informativ. Durch den guten Schreibstil kam ich direkt in die Geschichte. Der Protagonist Felix Bloom hat so viele Facetten, dass ich mich freue weitere Bände mit ihm zu lesen. Der Fall ist spannend und auf das Ende wäre ich niemals gekommen. Mit diesem Band habe ich eine neue Reihe für mich entdeckt.
Historische Krimis gehen eigentlich immer und da kam mir der Meisterdieb Felix Blom von Alex Beer gerade recht. Der Schreibstil der Autorin ist sehr packend und mitreißend. Ich mochte die lockere Atmosphäre ungemein gern. Es hatte etwas sehr losgelöstes, aber zugleich auch ungemein spannendes an sich. Im Fokus steht Felix Blom. Ein gerissener Ganove, der aber unglaublich charmant und überaus sympathisch ist. Er hat das Herz am rechten Fleck und das stellt er immer wieder unter Beweis. Denn trotz seiner Vergangenheit trägt er sehr viel Empathie und Verletzlichkeit zur Schau, die mich sehr beeindruckt haben. Man erfährt dabei größtenteils seine Perspektive, was ihm zusätzlich Raum und Tiefe verschafft. Aber auch die Opfer lernt man auf diese Weise relativ gut kennen, was sehr interessant war. Daneben hat mich Mathilde extrem beeindruckt. Auf den ersten Blick etwas kratzbürstig. Aber hat man erstmal hinter die Fassade geschaut, lernt man eine unglaublich tolle, kluge und herzerwärmende Frau kennen, die voller Finesse steckt. Auch die übrigen Charaktere sind nicht zu verachten. Dabei beeindrucken sie auf unterschiedliche Art und Weise. Dabei sind sie überaus authentisch und unglaublich gut greifbar und mit Leben gefüllt. Der Einstieg fiel mir direkt leicht. Auch wenn es etwas brauchte, bis der Funke vollends übergesprungen ist. Es spielt in Berlin im Jahre 1878 und die Autorin bringt es sehr atmosphärisch rüber. Nicht nur das Setting begeistert dabei, sondern auch, wie die Menschen miteinander umgegangen sind. Dabei bringt die Umgangssprache immer wieder zum schmunzeln. Es passt unglaublich gut in die Zeit hinein. Es wirkt vornehm, aber dennoch ist eine gewisse Derbheit nicht abzusprechen. Und gerade diese Kombination ist unfassbar gelungen und hat mich sehr begeistert. Felix ist sehr gewitzt und stellt es immer wieder unter Beweis. Vom Gauner zum Dedektiv und darin findet er förmlich seine Berufung. Zumal der Fall ihn auch persönlich betrifft. Die Vergangenheit kommt immer wieder. Auch zu einem Felix Blom. Der Fall selbst ist unglaublich interessant und auch vielschichtig gestaltet. Dabei fließt auch Felix‘ Privatleben mit ein. Die Autorin widmet sich dabei auch gekonnt den psychologischen als auch zwischenmenschlichen Aspekten und lässt dabei viel Fingerspitzengefühl walten. Der emotionale Aspekt ist gut ausgereift und konnte mich sehr bewegen. Weil man dabei Werte entdeckt, von denen man nie denken würde, dass man sie überhaupt findet und das hat mich persönlich sehr berührt. Denn Loyalität, Freundschaft und Vertrauen haben hier einen großen Stellenwert. Der Täter selbst blieb bis zum Schluss im Dunkeln. Ich hatte nicht mal den Hauch einer Ahnung. Er agiert mit viel Finesse und Präzision. Dabei agiert er völlig unsichtbar, so dass man nicht mal die Chance hat, ihn zu demaskieren. Das Finale hat mich nochmal richtig sprachlos gemacht und schlichtweg vom Hocker gehauen. Denn das war richtig genial und zudem gut durchdacht. In meinen Augen ein unfassbar guter Auftakt, der definitiv nach mehr verlangt. Fazit: Der Ganove und die Schnüfflerin. Ein absolut genialer Start der Reihe um Felix Blom, die einfach nur unglaublich viel Spaß macht. Atmosphärisch, charmant und unglaublich spannend. Unbedingt lesen. Ich freu mich schon auf Band 2.

Absolut spannende und Krimireihe um Felix Blom einen Meisterdieb aus dem frühen Berlin. Tolle Protagonisten, fesselnde Story und interessantes Setting. Hat mir sehr gut gefallen und mit dem Ende/der Auflösung hab ich so gar nicht gerechnet. Werde diese Reihe sicher weiterverfolgen ..absolute Leseempfehlung
Ein wundervoll geschriebener Krimi, mit tollen Protagonisten und einem Kriminalfall auf dessen Lösung - das warum und weshalb - nicht so schnell kommt. Besonders waren für mich die Charaktere des Buchs. Ich fand sie Klasse. Den zweiten Band habe ich mir schon bestellt und kann kaum erwarten ihn zu lesen. ❤️
Ein toller Reihenauftakt mit einem ehemaligen Häftling, Hochstapler und Meisterdieb und einer früheren Edelprostituierten, die den spannenden und temporeichen Wettlauf gegen einen einfallsreichen Mörder gewinnen müssen.
Der Schatten von Berlin „Felix Blom, der Meister der Tarnung und Täuschung, der Mann mit den goldenen Fingern, der König der Diebe.“ (S. 24) wird im Juni 1878 nach drei Jahren endlich aus der Isolationshaft in Moabit entlassen. Blom will jetzt vor allem zwei Dinge: Rache, denn er hat für einen Raub gesessen, den der nicht begangen hat, und seine ehemalige Verlobte Auguste zurückgewinnen. Allerdings hat er alles verloren und muss innerhalb von drei Tagen eine Wohnung und eine Arbeit finden, sonst wandert er wieder in den Bau. Von einem alten Bekannten bekommt er eine Wohnung in dem Armenviertel zur Verfügung gestellt, aus dem er ursprünglich stammt, und da er keine andere Arbeit findet, überzeugt er seine Nachbarin Mathilde Voss, die eine Privatdetektei betreibt, ihn anzustellen. Schon am zweiten Tag in seinem neuen Zuhause findet er ein Brief aus teurem Büttenpapier vor seiner Tür: „Binnen weniger Tage wirst Du eine Leiche sein.“ (S. 61) Er vermutet, dass der neue Verlobte seiner Auguste dahintersteckt. Aber dann tauchen erste Leichen auf, die die gleiche Nachricht in der Tasche tragen – ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn die letzte Nachricht des Mörders ist stets: „Binnen dreißig Stunden musst du eine Leiche sein.“ (S. 31) „Felix Blom – Der Häftling aus Moabit“ ist der Auftakt einer neuen Reihe der österreichischen Autorin Alex Beer und spielt im Berlin der Jahrhundertwende. Ich mag die beiden Ermittler sehr und fand ihre Wortgefechte beim Zusammenraufen und Grenzen austesten ausgesprochen unterhaltsam. Blohm stammt aus armen Verhältnissen und hat sich nach oben „gearbeitet“, eine falsche Biographie ersonnen und als reicher Erbe ausgegeben, um seinen Reichtum erklären zu können. Mathilde Voss war eine Edelprostituierte, die schon für ihrem Stammkunden spioniert und damit gutes Geld verdient hatte. Als der starb, hörte sie auf und gründete die Detektei – nur leider will niemand eine Frau engagieren. Sie und Blom helfen sich durch seine Anstellung gegenseitig. In ihrem ersten Fall geht es um verschwundene Porzellanlieferungen aus China, für dessen Aufklärung sie tief in die Berliner Unterwelt mit seinen Bandenkriegen eintauchen müssen. Dabei stoßen sie auf die Gemeinsamkeit der Toten mit den Nachrichten – nur, warum auch Blom bedroht wird, erschließt sich ihnen lange nicht. Alex Beer konfrontiert Blom und Mathilde mit mächtigen Gegnern. Da ist zum einen der Mörder, dessen Identität und Intension allen ein Rätsel ist und zum anderen der Kriminalkommissar Ernst Cronenberg und sein Assistent Bruno Harting. Die jagen den Mörder ebenfalls und wollen Blom gleichzeitig so schnell wie möglich zurück ins Gefängnis befördern. Geschickt verwirrt die Autorin ihre Leser mit immer neuen Verdächtigen und Tathypothesen und obwohl man die Lösung die ganze Zeit vor Augen hat, habe ich sie einfach nicht gesehen – das ist extrem raffiniert gemacht. Auch das Setting des alten Berlins mit seinen Armenvierteln, Eckkneipen und der gegensätzlichen Welt der Schönen und Reichen hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mein Fazit: Ein toller Reihenauftakt mit einem ehemaligen Häftling, Hochstapler und Meisterdieb und einer früheren Edelprostituierten, die den spannenden und temporeichen Wettlauf gegen einen einfallsreichen Mörder gewinnen müssen.

Der Klappentext hatte mein Interesse geweckt, also fand sich das erste Buch über Felix Blom ziemlich schnell in meinem Regal wieder. Alex Beer hat mich nicht enttäuscht. Dieser historische Krimi ist äußerst kurzweilig, spannend und an den richtigen Stellen mit einer feinen Prise Humor geschrieben. Die beiden Erzfeinde stochern gleichzeitig, ohne vom Anderen zu wissen, in einem äußerst nebulösem Fall. Jeder versucht auf seine Weise diesen zu lösen, bis sie kurz vor der Lösung...aber lest selbst. Ich habe mich von Alex Beer's Felix Blom bestens unterhalten gefühlt.
Historische Krimis mag ich sehr gerne. Daher habe ich mich umso mehr über diese neue Idee gefreut - ein ehemaliger Meisterdieb, der aus dem Gefängnis entlassen wird, und nun sein Leben danach angeht. Bereits der Beginn des Romans konnte mich komplett begeistern. Zwischendrin gab es ein paar unnötige Längen, dafür aber auch ein paar schöne Wendungen. Daher von mir eine klare Leseempfehlung für alle Fans von historischen Krimis.
Fesselnder und unglaublich charismatischer historischer Krimi Highlight ❤️
Der erste Band um den Berliner Gauner Felix Blom hat die Reihe jetzt schon zu einem Liebling qualifiziert. Alex Beer hat hier was ganz wunderbares geschaffen. Protagonisten mit Charisma, authentische Beschreibungen des Alltags und der Stadt Berlin im 19. Jahrhundert, korrekter historischer Kontext und ein unglaublich spannender Kriminalfall. Ich hang regelrecht an jeder einzelnen Seite und erlag dem Zauber der Autorin vollkommen. Was bei diesen exakten Beschreibungen und der fesselnden Atmosphäre auch gar nicht überraschte. Der Schreibstil hat mich zu 100% überzeugt und ich werde neben der Reihe um Felix Blom auch die anderen Werke von Alex Beer lesen. Große Empfehlung!
Alex Beer hat mit "Felix Blom – Der Häftling aus Moabit" einen Auftakt geschaffen, der sowohl durch historische Tiefe als auch durch atmosphärische Spannung besticht. Im Berlin des Jahres 1878 erzählt sie die Geschichte von Felix Blom, einem ehemaligen Meisterdieb, der nach drei Jahren Haft auf eine gnadenlose Gesellschaft trifft, die ihn schnell wieder in den Abgrund zu stoßen droht. Ohne Freunde und Perspektiven muss Blom innerhalb weniger Tage Wohnung und Arbeit finden – ein fast unmögliches Unterfangen, das durch einen brutalen Mordfall zusätzlich kompliziert wird. An Beers neuem Protagonisten fasziniert seine moralische Ambivalenz: Blom ist kein Held, sondern ein gebrochener Mann, der versucht, sich aus den Fesseln seiner Vergangenheit zu befreien. Sein krimineller Scharfsinn wird ihm nun als Detektiv zum Vorteil – allerdings bleibt stets die Frage, ob er je ganz auf der richtigen Seite des Gesetzes stehen wird. Die Zusammenarbeit mit Mathilde Voss, einer ehemaligen Prostituierten, die sich als Detektivin behauptet, verleiht der Geschichte zudem eine spannende Dynamik. Beide Figuren tragen ihre Narben und kämpfen mit den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit. Beers Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch dicht, und sie versteht es, den historischen Schauplatz lebendig zu gestalten. Besonders beeindruckend ist, wie sie die düstere Stimmung des Kaiserzeit-Berlins einfängt, während die Spannung langsam, aber konsequent aufgebaut wird. Die Morde und das geheimnisvolle Spiel eines unsichtbaren Täters, der seine Opfer mit Todesdrohungen warnt, halten den Leser bei der Stange. Die Auflösung überrascht und ist klug inszeniert, ohne ins Klischeehafte abzurutschen. Trotz des langsamen Einstiegs und der gemächlichen Spannungskurve entwickelt der Roman eine Sogwirkung, die bis zum Schluss anhält. Felix Blom ist ein Antiheld, der durch seine Fehler und Schwächen umso sympathischer wird. Ein gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die mit ungewöhnlichen Figuren und einer fesselnden Erzählweise überzeugt. Wer historische Krimis mit Tiefe und Überraschungen schätzt, wird hier bestens unterhalten.
Felix Bloom konnte mich leider nicht so von sich überzeugen wie August Emmerich. Es ist ein gutes Buch mit gewohnt toller Atmosphäre, aber für meinen Geschmack zu wenig ausgebaut. Die Charaktere bleiben blass, ohne Ecken und Kanten und das Ende wirkt als hätte sie sich nicht wirklich Mühe geheben beim planen. Zu schnell und einfach irgendwie abgefrühstückt. Für den nächsten Teil besteht Luft nach oben. Ich freue mich aber trotzdem drauf.
1878 ist Berlin eine aufstrebende Stadt, in der das Verbrechen nie schläft. Wer es zu etwas bringen möchte, hat Geld oder nimmt es sich von den Anderen. Felix Blom ist ein Krimineller, ein gewitzter Taschendieb, Schlösserknacker und Trickbetrüger. Doch nie hat er die Armen bestohlen. Immer waren es die, die so viel hatten, dass die es nicht mal bemerkt hatten, dass etwas fehlt. Es ging ihm gut, dem Felix. Bis vor drei Jahren konnte er einen ausschweifenden Lebensstil genießen. Gute Kleidung, eine teure Wohnung unter den Linden und Austern mit Champagner waren an der Tagesordnung. Doch dann hatte ihn jemand verpfiffen. Da wollte einer, dass er von der Bildfläche verschwindet. Somit wurde er in Moabit, einem der modernsten Gefängnisse seiner Zeit, untergebracht. Felix Blom Unschuldig, wie er behauptet, saß Felix Blom drei Jahre in Einzelhaft. Drei lange Jahre, ohne dass er für das Verbrechen, dass man ihm zur Last gelegt hatte, verantwortlich war. Aber jetzt ist er wieder auf freien Füßen und hat nur 3 Tage Zeit, um sich ehrlich zu machen, sonst fährt er wieder ein. Doch wie soll er so schnell an eine Wohnung kommen und wie sollte er eine ehrliche Arbeit finden, wenn in ganz Berlin keine Jobs zur Verfügung stehen? Und was soll das mit der kleinen Karte, die er in seiner Tasche findet? Eine Karte mit der Mitteilung, dass er in wenigen Tagen tot sein würde. Aber bevor er sich mit dieser Karte beschäftigen wird, braucht er eine Unterkunft. Er weiß schon, wen er fragen muss ... Zu einem anderen Zeitpunkt wird ein neunzehnjähriger Dresdner mit einem Kopfschuss tot aufgefunden. Man fand ihn ganz in der Nähe zu Berlin und Charlottenburg. Auch bei ihm steckte in der Innentasche seines Sakkos ein Kärtchen, dass in wenigen Tagen sein Leben ein Ende finden wird. Während sich der junge Dresdner die Waffe selber an den Kopf hielt und abdrückte, wurde er von drei Ganoven beobachtet. Doch das wollten die Ganoven der Polizei lieber nicht erzählen und verdrückten sich wieder in die Dunkelheit. Wie sollten sie ihre Anwesenheit erklären? Das Kärtchen aber machten den Kommissar neugierig. Der Schnüffler Ich liebe Bücher über das alte Berlin. Immer wieder greife ich zu solchen Krimis, die die alten Zeiten aufleben lassen. Ich finde es spannend, einen Einblick in die damaligen Ermittlungen zu bekommen. Fingerabdrücke, Fotoapparate und Hightech gab es ja noch nicht. Man musste sich auf seinen Spürsinn verlassen. Außerdem finde ich es immer wieder genial, die Schauplätze zu kennen, an denen die Verbrechen geschehen. So entsteht in meiner Fantasie ein altes Berlin und wird so zu einer Geschichte zum Anfassen. Die Autorin Alex Beer hat schon einige gute Krimis aus der Vergangenheit geschrieben. Und das merkt man ihrem Buch deutlich an. Es stimmt alles überein und der Roman liest sich unglaublich flüssig und unterhaltend. Felix Blom ist mir eine sympathische Figur und ebenso seine spätere Chefin, er braucht ja einen Job. Die Frau ist tough. Vielleicht etwas zu tough für ihre Zeit, aber das macht es interessant. Am Ende war ich sehr erstaunt über den Ausgang, denn damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Wenn du wissen willst, was es mit den Todeskärtchen auf sich hat, dann ließ es selber ...






































