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Fantasy

Die Hexenholzkrone 1

3.9(35)
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About the book

Der Auftakt von Tad Williams' neuem Epos aus Osten Ard

Osten Ard ist in Aufruhr. Seit 30 Jahre regieren König Simon und Königin Miriamel mit Weisheit und Güte über ihr Land. Doch die dunklen Mächte sammeln sich um die Nornenkönigin und wollen sich Osten Ard untertan machen.

Vor allem Prinz Morgan ist in Gefahr, denn die Feinde wollen seine Thronbesteigung verhindern und selbst die Macht erlangen. Da ruft König Simon seine alten Freunde zu Hilfe, und Binabiq, Aditu, Jiriki und Jeremias treten gemeinsam mit ihm gegen die Nornen und andere Widersacher an. Wird es einen gerechten Kampf geben? Können die Freunde Osten Ard verteidigen? Und wird Prinz Morgan unversehrt aus der Schlacht zurückkehren?

Editions (2)

ISBN9783608984774
PublisherKlett-Cotta
Publication Date07/24/21
Pages752

Reviews & Ratings

35 ratings

13 reviews

3.9

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  • drachenbuecherhort
    drachenbuecherhort

    98 Followers

    3.0

    Zurück nach Osten Ard – und direkt ins Altersheim!

    Tad Williams hat sich Zeit gelassen, um ins sagenumwobene Osten Ard zurückzukehren – ganze zwei Jahrzehnte sind in der Buchwelt seit „Der Engelsturm“ vergangen. Leider merkt man das nicht nur an der Handlung, sondern vor allem an den Protagonisten. In „Die Hexenholzkrone 1“ wirken Simon und Miriamel, einst jugendliche Helden, nun wie Figuren aus einer Seniorenresidenz: Jeder Gang wird von Knacken und Stöhnen begleitet, jedes Gespräch erinnert an eine Wartezimmerplauderei. Auf beinahe jeder Seite wird darauf hingewiesen, wie alt und gebrechlich sie sind – bis man als Leser eher an Altersheim denkt als an epische Fantasy. Williams scheint eine geradezu missionarische Leidenschaft dafür zu haben, seine Leser seitenweise in die Vergangenheit zu zerren – und zwar immer und immer wieder. Kaum ein Kapitel vergeht, ohne dass er mit schwelgerischen Rückblicken auf „Das Geheimnis der großen Schwerter“ um sich wirft. Für Neuleser ist das vielleicht ein Segen: Sie können die alte Tetralogie getrost im Regal verstauben lassen und bekommen die Kurzfassung gleich mitgeliefert – in epischer Länge. Für alle anderen, die Osten Ard schon seit Jahrzehnten lieben, fühlt sich dieser Nostalgie-Marathon jedoch eher wie eine Strafarbeit an. Statt Spannung und frischen Ideen gibt es ein nicht enden wollendes Best-of der 90er-Jahre-Fantasy, aufgekocht und endlos durchgekaut. Man liest nicht so sehr einen neuen Roman, sondern eine 700-seitige Gedächtnisstütze, die einem mit Nachdruck klarmacht: Früher war alles besser – und darüber reden wir jetzt nochmal ganz, ganz ausführlich. Die Handlung selbst? Wenn man sie denn so nennen will, ist sie kaum der Rede wert – zumindest gefühlt. Statt einer epischen Fortsetzung bekommt man seitenweise Rückblicke auf alte Heldentaten, die sich lesen, als hätte Williams beschlossen, sein eigenes Werk für ein Publikum mit Gedächtnislücken nachzuerzählen. Die eigentliche Geschichte schleicht in einem Tempo voran, das selbst eine Schildkröte nervös auf die Uhr schauen ließe. Seite um Seite wartet man vergeblich darauf, dass endlich etwas passiert, während man durch endlose Dialoge, Erinnerungen und innere Monologe watet wie durch knietiefen Morast. Spannung baut sich nur zögerlich auf – und zwar so zögerlich, dass man irgendwann überlegt, ob man nicht einfach zum letzten Kapitel springt. Erst ganz zum Ende hin flackert ein winziger Funke Hoffnung auf, dass diese neue Osten-Ard-Saga vielleicht doch noch irgendwo ein Ziel hat. Bis dahin aber ist Durchhaltevermögen gefragt, am besten kombiniert mit einem literarischen Langstreckenläufer-Gen und einer großen Portion Koffein. Man könnte hoffen, dass neue Figuren wenigstens ein bisschen Schwung in diese literarische Schlaftablette bringen. Leider ist das Gegenteil der Fall. Die neuen Protagonisten wirken größtenteils wie Karikaturen ihrer selbst: zu ausführlich beschrieben, zu dramatisch inszeniert und oft schlicht nervig. Statt die Handlung zu bereichern, scheinen sie vor allem dazu da zu sein, den ohnehin schon zähen Erzählfluss weiter auszubremsen. Anstatt interessante neue Perspektiven zu eröffnen, werden wir mit Charakteren konfrontiert, die so viele Seiten bekommen, dass man sich irgendwann fragt, ob sie jemals wirklich relevant sein werden – oder ob sie nur dazu dienen, Williams’ Hang zu epischer Breite zu befriedigen. Dialoge ziehen sich wie alter Kaugummi, innere Monologe stapeln sich, und so ziemlich jede neue Figur wirkt wie ein weiteres Gewicht an den ohnehin schon schwerfälligen Erzählsträngen. Statt frischem Wind bringt dieses Figurenarsenal eher das Gefühl von stickiger Bibliotheksluft mit sich. Man hofft verzweifelt auf einen Lichtblick – einen Charakter, der spannend, vielschichtig und lebendig wirkt. Doch statt solcher Figuren bekommt man Charakterporträts, die so aufgebläht sind, dass sie die ohnehin kaum vorhandene Dynamik weiter erdrücken. „Die Hexenholzkrone 1“ möchte ganz offensichtlich an den Zauber der ursprünglichen Osten-Ard-Tetralogie anknüpfen – epische Schlachten, große Intrigen, Charaktere, die einem ans Herz wachsen und Abenteuer, die einen nicht loslassen. Auf dem Papier klingt das großartig. In der Praxis fühlt sich der Roman jedoch an wie eine viel zu lange Pflichtübung. Statt packender Handlung und politischer Ränkespiele erwartet den Leser ein überbordendes Detailgeflecht, in dem sich Williams mit beinahe liebevoller Akribie in Nebensächlichkeiten verliert. Jede Landschaftsbeschreibung, jeder innere Monolog und jede Rückblende scheint doppelt so viel Raum zu bekommen, wie es nötig wäre. Das Resultat ist weniger ein Fantasy-Epos und mehr eine literarische Geduldsprobe, bei der man sich fragt, ob Williams den Leser absichtlich auf die Probe stellen wollte. Fans, die nach „Der Engelsturm“ sehnsüchtig auf eine würdige Fortsetzung gewartet haben, müssen starke Nerven mitbringen – und einen unerschütterlichen Glauben daran, dass die folgenden Bände doch noch Fahrt aufnehmen. Momentan wirkt Osten Ard wie ein Schatten seiner selbst: schön anzuschauen, aber ohne den Schwung und die Dringlichkeit, die das Original einst so legendär gemacht haben.

    Sep 10, 2025

  • siralexfelixson
    siralexfelixson

    323 Followers

    4.5

    Tad Williams ist für mich ein Garant für großartige Fantasy!

    Da das Buch in der deutschen Übersetzung geteilt wurde, lest ihr mein Rezi zu der Hexenholzkrone im zweiten Band.

    Tad Williams ist für mich ein Garant für großartige Fantasy!

    Oct 20, 2025

  • chiawen
    chiawen

    58 Followers

    5.0

    Wieder ein guter Start in ein Fantasy Epos!

    30 Jahre schon herrschen König Simon und Königin Miriamel über Osten Ard. Doch der Friede ist trügerisch. Die Nornenkönigin versammelt wieder ihre Untertanen und diese schwärmen immer wieder ins Königreich der Menschen ein. Simon regiert seit 30 Jahren mit Miriamel an seiner Seite. Ihr Sohn ist leider schon verstorben, aber sie haben zwei Enkel. Es herrscht Frieden. Man könnte also meinen, dass die beiden ein ruhiges Leben führen können. Doch einiges ändert sich und ihr Geschick ist wieder gefragt. Man trifft auch einige weitere alte bekannte Charaktere wieder, wie Binabik, Tiamak oder Eolair. Es kommen aber auch viele dazu. Wie Simons Enkel Morgan, Binabiks Tochter Qina und ihr Verlobter, der Jäger Jarnulf, das Nornenhalbblut Nezeru, … Jeder Charakter trägt zu der Geschichte bei und lässt sie lebendig werden. Durch die vielen Charaktere gibt es viele Erzählperspektiven, so dass man als Leser durch alle Ecken Osten Ards kommt. Die Geschichte wird so sehr komplex erzählt und einige Stränge führen sich zwar zusammen, andere wiederum nicht. So bleibt es spannend, aber es lohnt sich noch nicht groß für Spekulationen, wie sie zusammenhängen. Der Spannungsbogen ist somit genial aufgebaut. Es gibt auch viel über Osten Ard zu lernen, auch wenn man es vielleicht schon aus der vorherigen Tetralogie kennt. Aber auch wenn man es nicht kennt oder es lange her ist, hat man nicht groß das Gefühl, dass etwas fehlen könnte. Es ist lange her, dass ich die ersten Bücher dieser Reihe gelesen habe. Als ich nach einem neuen Hörbuch gesucht habe, war ich sehr überrascht, dass es weitergeht und habe mich dann für die Hörbuch-Variante entschieden. Andreas Fröhlich hat seinen Job sehr gut gemacht. Er versteht es den Leser in die Geschichte zu ziehen und mit seiner Stimme dort auch zu bannen. So verleiht er auch sämtlichen Charakteren Leben. Ich habe zwar eine Weile gebraucht, bis ich das Hörbuch wirklich beendet hatte. Aber bei 22h und 54 Min ist das auch so eine Sache. Doch es gab dann einen Punkt, wo ich immer mehr gefesselt war und jede freie Minute genutzt habe, um weiter zu hören. Sowohl der Autor als auch der Sprecher haben mich wieder tief in die Welt von Osten Ard eintauchen lassen. Es war schön, alte Bekannte wieder zu treffen, aber auch neue Charaktere kennenzulernen. Durch die immense Spannung wurde es nicht langweilig und ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Es gibt 5 von 5 Wölfe!

    Wieder ein guter Start in ein Fantasy Epos!

    Nov 24, 2022

3 of 13 reviews

Author

About Tad Williams

Tad Williams, geboren 1957 in Kalifornien, ist Bestsellerautor und für seine epischen Fantasy- und Science-Fiction-Reihen, darunter Otherland, Shadowmarch, und Das Geheimnis der Großen Schwerter bekannt. Seine Bücher, die Genres erschaffen und bisherige Genre-Grenzen gesprengt haben, wurden weltweit mehrere zehn Millionen Male verkauft.

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