Brüder des Windes
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Description
»Tad Williams verändert, wie die Leute über das Genre denken, und ebnete den Weg für so viel moderne Fantasy. Inklusive meiner.« - Patrick Rothfuss
Tausend Jahre vor den Ereignissen, die im Drachenbeinthron geschildert werden: Die (fast) unsterblichen Sithi herrschen über die nördlichen Regionen von Osten Ard. Da tauchen Gerüchte auf, dass einer der ältesten und tödlichsten Drachen von ganz oben im Norden in das Reich eingedrungen ist. Am nächsten Morgen ist einer der beiden Söhne der mächtigsten Familie der Sithi verschwunden …
Unter den Sithi Osten Ards gibt es keine anderen zwei, die so geliebt und bewundert werden wie die beiden Söhne der Herrscherfamilie: Hakatri, ein stets verläßlicher Junge, und sein stolzer und leidenschaftlicher kleiner Bruder Ineluki, der spätere Sturmkönig. Sein Temperament reißt den jüngeren hin, einen gleichermaßen kühnen wie schrecklichen Schwur zu leisten: Er will das tödliche und furchtbare Ungeheuer Hidohebhi zur Strecke bringen und vernichten. Aber damit bringt er nicht nur seinen Bruder und sich selbst in die größte Gefahr, sondern er beschwört auch eine Katastrophe für alle Sithi herauf, womöglich sogar auch für das ganze menschliche Geschlecht.
Book Information
Author Description
Tad Williams, geboren 1957 in Kalifornien, ist Bestsellerautor und für seine epischen Fantasy- und Science-Fiction-Reihen, darunter Otherland, Shadowmarch, und Das Geheimnis der Großen Schwerter bekannt. Seine Bücher, die Genres erschaffen und bisherige Genre-Grenzen gesprengt haben, wurden weltweit mehrere zehn Millionen Male verkauft.
Posts
Die Vorgeschichte zu dem Geheimnis der großen Schwerter hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte um die zwei Brüder Hakatri und Ineluki, ihr Kampf um den Drachen und die daraus resultierenden Folgen werden aus der Sicht von Hakatris Diener Pamos Kes erzählt. Es sind einige Wesen, Orte und Sprachen, bei denen ich mir mehr Erklärung gewünscht hätte. Ich gehe davon aus, dass in der Reihe Das Geheimnis der großen Schwerter mehr dazu erzählt wird. Trotzdem ist die Geschichte auch für Highfantasy Einsteiger gut geeignet. Für mich ist es der Einstieg in das Universum von Tad Williams.
5/5
Mein erster Williams. Der nächste liegt schon bereit. Phantastischer Autor. Ich freue mich auf Osten Ard. Das hier ist „nur“ ein kleines Vorspiel, welches schon philosophisch daherkommt, manchem langweilig erscheinen wird, da gelebte Action gefühlt auf zwei bis drei Seiten stattfindet. Aber trotzdem (oder gerade deswegen) hat mich das Buch gepackt und sich seine 5/5 redlich verdient.
Ein leiser Rückblick nach Osten Ard
Brüder des Windes von Tad Williams ist ein ruhiges, beinahe meditatives Wiedersehen mit der Welt von Osten Ard – und vor allem ein Blick zurück auf Figuren, deren spätere Bedeutung in der Hauptreihe besonders schwer wiegt. Das Buch erzählt die Vorgeschichte aus der Perspektive des jungen Tinukeda’ya Pamon Kes, dessen Sicht angenehm geerdet ist und einen besonderen, respektvollen Zugang zu den hochmystischen Sitha ermöglicht. Der Roman entfaltet sich eher bedächtig. Wer viel Spannung oder große Wendungen erwartet, könnte die Erzählung als langwierig empfinden. Doch gerade diese Langsamkeit ermöglicht es, Intimität zu den Figuren aufzubauen. Besonders eindrücklich ist die Darstellung von Ineluki als junger, stolzer Sidahia: nicht der glühende Bösewicht, sondern ein talentierter, hochambitionierter Prinz, dessen ungezügelter Stolz ihn in einen Schwur drängt, dessen Konsequenzen er unterschätzt. Sein Bruder Hakatri, loyal und umsichtig, bildet das moralische und emotionale Gegenstück – und durch Pamons Augen entsteht das vielleicht klarste Bild dieser beiden legendären Figuren, das es bisher gab. Die Perspektive des Tinukeda’ya ist eine der Stärken des Buches. Pamon beobachtet, deutet und versucht zu verstehen – immer aus einer Position, die zwischen Nähe und Unterordnung verankert ist. Gerade diese besondere Sicht gibt der Geschichte Wärme und Authentizität. Der Fokus liegt weniger auf großer Handlung, sondern vielmehr auf Charakteren, Atmosphären und der langsamen Entfaltung einer Tragödie, deren Schatten die gesamte Osten-Ard-Saga durchzieht. Fazit: Ein ruhiges, liebevoll erzähltes Prequel, das weniger durch Spannung, sondern durch Charaktertiefe und Nostalgie überzeugt. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die die Hauptreihe kennen und mehr über Ineluki und Hakatri erfahren möchten.
𝐁𝐫ü𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐬 𝐖𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬 ist die Vorgeschichte zur großen Saga DAS GEHEIMNIS DER GROSSEN SCHWERTER im Universum von OSTEN ARD von Tad Williams. Dieses Buch wurde Jahrzehnte später geschrieben und kommt es mir nur so vor, als könnte man hier einen nochmals gereiften Schriftsteller erkennen? Tad Williams gibt uns mit diesem Buch eine intensive Beleuchtung einer Bruder Beziehung zwischen Hakatri und Ineluki. Ineluki wird später der Sturmkönig sein, aber hier spielt das noch keine Rolle. Er ist ein hitzköpfiger stolzer Prinz, der durch seinen Bruder geerdet wird. Erzählt wird die Geschichte von Pamon, dem Diener Hakatris. Die Themen drehen sich um Freundschaft, Loyalität und Hingabe, Heldenmut und Arroganz. Durch die Augen von Pamon wirkt der Blick auf die Brüder schon fast intim, auf jeden Fall melancholisch und bewegend. Ich hab es sehr geliebt, fast noch mehr als den Drachenbeinthron. Das hätte ich nicht erwartet.

Welch wunderschöner Start in die Welt von Osten Ard!
"Ich unternehme es jetzt, die Geschichte meines Herrn Hakatri zu erzählen oder jedenfalls die Teile, die ich selbst miterlebt habe, doch noch ehe ich beginne, bin ich schon voller Zweifel." So beginnt sie, die Vorgeschichte zu Tad Williams' Osten Ard-Reihe. "Die Brüder des Windes" spielt tausend Jahre vor den Ereignissen aus dem "Drachenbeinthron" und wurde aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann und Wolfram Ströle ins Deutsche übersetzt. Noch herrschen im Norden Osten Ards die Sithi. Ein fast unsterbliches Volk, das sein langes Leben einen kostbaren Trank aus den Blüten und Früchten des Hexenholzbaumes verdankt. Eines Tages tauchen Abgesandete der Sterblichen in Asu'a auf und verbreiten das Gerücht, dass einer der alten Drachen in das Reich eingedrungen ist. Und während das Herrscherpaar der Sithi über Nacht beratschlagt, ob man diesem Gerücht nachgeht, verschwindet ihr jüngerer und temperamentvolle Sohn Ineluki. Sein Temperament reißt ihn zu einem ungeheuerlichen Schwur hin, mit dem er sich und seinen Bruder in eine große Gefahr bringt und obendrein großes Unheil über alle Sithi bringt. Wie man dem Zitat eingangs entnehmen kann, wird uns dieser Teil der Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Der Erzähler ist Pamon Kes, der Waffenträger und Diener des Prinzen Hakatri, aus dem Volk der Tinukeda'ya. Der mir schon auch ganz besonders ans Herz gewachsen ist, in seiner Treue und Liebe zu seinem Herrn. Außerdem scheint sein Volk ein ganz besonderes zu sein, jedoch wurde hier noch nicht viel dazu verraten. Auch die beiden Brüder Ineluki und Hakatri haben mir sehr gut gefallen. Sie sind wie zwei Seiten einer Medaille: Wo der eine temperamentvoll und impulsiv ist, ist der andere ruhig und überlegt. Sie sind ein bisschen wie Feuer und Wasser. Williams gibt uns hier schon einen wirklich wundervollen Einblick in die Welt von Osten Ard. Und es war mir eine Freude diese Welt auf mich wirken zu lassen, in sie einzutauchen und auf den Reisen von Pamon und Hakatri meinen Blick schweifen zu lassen. Mein Fazit: Zwar bleiben am Ende des Buches viele Fragen ungeklärt, doch denke ich auch, dass diese sich im Laufe der Osten Ard-Reihe noch klären lassen. Trotz der ungeklärten Fragen, hat mich die Geschichte absolut begeistert und ich freue mich umso mehr, noch tiefer in die Welt und die Story einzutauchen.

Nun neigt sich meine Reise durch Osten Ard dem Ende zu. Wer meine Lesegeschichte mit Tad Williams kennt, weiß, dass der Autor und ich nicht nur angenehme Stunden miteinander verbrachten. Während ich den Drachenbeinthron (nach anfänglichen Schwierigkeiten) verschlang, maulte ich bei der nachfolgenden Trilogie - bald Tetralogie - regelmäßig herum. Doch dann begann ich mit den „Zwischenbänden“ und fand in diesen genau die Geschichten, die ich suchte. Das Bindeglied zwischen dem Drachenbeinthron und der nachfolgenden Trilogie („Das Herz der verlorenen Dinge“) hatte ich im Februar bereits beendet, heute habe ich die Vorgeschichte ausgelesen. Die Vorgeschichte spielt gut 1000 Jahre vor dem Drachenbeinthron, dennoch treffen wir Charaktere wieder, die später in der Hauptgeschichte eine wichtige Rolle spielen. Es dreht sich in diesem kurzen Weg alles um die Sithi. Für Herr der Ringe Leser: Die Sithi sind praktisch das Pendant zu Tolkiens Elben. Langlebig, geheimnisvoll und sich von der Menschenwelt stark absondernd. In diesem Buch geht es um die beiden Brüder Ineluki und Hakatri, die nicht unterschiedlicher sein können. Während der Ineluki launisch, teilweise fast schon jähzornig anmutet, ist es Hakatri der ältere Bruder, der die Launen seines Bruders mit Vernunft und Ruhe ausgleicht - bis Ineluki den Schwur leistet, den furchtbaren Drachen Hidohebhi töten zu wollen. Und damit seinen Bruder zu einem furchtbaren Schicksal verdammt. Das Buch hat ein langsames Tempo. Es geht viel um die Geschichte der Sithi, doch fast noch mehr um das Thema Identität. Pamon, der Diener Hakatris, steht dabei im Mittelpunkt und sorgte dafür, dass ich die Sithi mit anderen Augen sah/sehe. Pamon stammt von einem Volk ab, das den Sithi seit Jahrtausenden dient und dabei seine Wurzeln verloren hat, jedoch nie als gleichwertig angesehen wird. Er ist ein stolzer Diener, der es als große Ehre ansieht, den Sithi dienen zu dürfen. Doch hat er seine Sprache verloren, kennt nicht die Geschichten seines Volkes und muss erkennen, dass er sich nirgends zugehörig fühlt. Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht des Dieners Pamon erzählt, es ist ein Rückblick, erzählt aus der Ich-Perspektive. Während ich regelmäßig Bücher mit der Ich-Perspektive abbreche, empfand ich hier die Erzählweise nicht störend. Dies liegt daran, dass für mich Tad Williams zu dem fast schon altmodischen Stil zurückfindet, den ich beim Drachenbeinthron so mochte und bei den nachfolgenden Bänden vermisste. Und, ein wichtiges Detail, die Geschichte hat einen klaren Fokus. Keine oberflächlichen Nebencharaktere, nicht zig Seitenstränge, sondern eine Hauptgeschichte. Ich wünschte, diesen Fokus und diese Tiefe bei den Charakteren hätte es auch bei der Fortsetzung des Drachenbeinthrons gegeben. Ich bin froh, dass ich Osten Ard mit diesem Band abschließen kann. Mit einer Empfehlung bin ich vorsichtig. Ich würde, wenn ihr Interesse an Osten Ard habt, mit dem Drachenbeinthron beginnen, „Das Herz der verlorenen Dinge“ anschließend lesen und die Reihe mit der Vorgeschichte beenden.
Eine Heldenreise mit zwei Helden, dem Offensichtlichen und dem Unscheinbaren
Pamos Kes auf der Reise mit seinem Herrn Hakatri, auf der sie Drachen töten, Freunde finden, unbekannte Welten entdecken, Heilmittel suchen und schlussendlich einer der beiden seine Freiheit gewinnt. Mein erstes Buch von Tad Williams, es ist wunderschön geschrieben und ich freue mich auf mehr, wenngleich die Namen und Orte mir so manches Mal ein Stocken der innerlichen Aussprache entlocken mussten.
Tad Williams ist einer der Autoren, die ich zwar schon seit einer Weile im Auge hatte, aber bisher noch kein Buch von ihnen in Angriff nahm. Als ich jedoch erfuhr, dass das neue Buch zwar ein Vorgänger zur Saga "Das Geheimnis der großen Schwerter", jedoch auch für Neueinsteiger gut lesbar sein sollte, wollte ich nun auch endlich in die Welt von Osten Ard einsteigen. Mir war klar, dass ich mit dieser Vorgeschichte vermutlich den Blick auf die eigentliche Reihe veränderte, wenn ich diese schließlich lesen sollte. Aber dies kann durchaus auch einen eigenen Reiz haben. Jedenfalls machten mich die ersten Seiten sehr neugierig, wohin mich die Reise führen würde - denn es stellte sich mit der Zeit heraus, dass es hier wahrlich um mehr als nur eine Reise ging. Es überraschte mich ein wenig, dass das Buch aus der Sicht eines Dieners geschrieben wurde. Genauer gesagt die niedergeschriebenen Erinnerungen von Pamon Kes, der viele Jahre Hakatri als Waffenträger diente. Auf der einen Seite schön geschrieben; fast schon mit einer poetischen Note. Auf der anderen Seite empfand ich es am Anfang auf Dauer etwas anstrengend. Besonders bei den Dialogen fühlte ich mich von der Art her an die Gespräche zwischen "Winnetou und Old Shatterhand" erinnert; sehr höflich und irgendwie gestelzt. Mit der Zeit kam ich jedoch immer mehr rein in die Erzählung, den Stil und allgemein die Welt, sodass ich mich schließlich besser darauf einlassen konnte und mich die Neugierde immer weiter antrieb, dranzubleiben. Pamon Kes war ein sehr demütiger Diener, der das Dienen und die Loyalität seinem Herrn gegenüber zu mehr als 100% verinnerlichte. Es schien sein einziger Lebensinhalt zu sein. Und von eben diesem Standpunkt aus berichtete er von seinen Erlebnissen mit den Brüdern Hakatri und Ineluki. Es war schon fast schmerzhaft, wie untertänig und völlig selbstlos er handelte und sogar dachte. Wenn er dann doch mal angeregt wurde, etwas eigenständiger zu sein, auch mal etwas zu hinterfragen oder einfach zu zweifeln, tat er dies stets mit einem schlechten Gewissen. Dass er die besagten Erlebnisse überleben würde, war klar, denn sonst hätte er diesen "Reisebericht" nicht schreiben können. Nur das Wie und mit welchem Ergebnis erfuhr man quasi erst kurz vor Schluss. Trotz des ruhigen Erzählstils wechselte der Spannungsbogen häufig, wobei nicht allzu viel vorhersehbar oder zumindest zu erahnen war. Die Neugierde auf die Entwicklung und das Ende wuchs mit der Zeit und es gab nicht viele Stellen, die mir unschlüssig schienen. So kam ich schließlich doch ganz zügig voran und trotz der Unwissenheit zur eigentlichen Reihe fühlte ich mich letztendlich gut unterhalten. Auf jeden Fall machte es mich neugierig auf den Drachenbeinthron und was wohl aus den ganzen Charakteren und Ländern geworden ist. ~~~~~ {Rezensionsexemplar; persönliche Meinung zum Buch} Das Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag und #NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Die Rezension spiegelt meine persönliche Meinung wider.
Tad Williams‘ Prequel zur Osten Ard-Saga spielt Tausende Jahre vor den Ereignissen dieser Reihe. Es geht um die Sithi-Brüder Hakatri und Ineluki – den späteren Storm King. Dessen Charakter ist von Unberechenbarkeit und Leichtsinn geprägt – und so spricht er einen Schwur aus, der Unglück über seinen geliebten Bruder bringen wird. Die Handlung des Buches, das aus Sicht von Hakatris Tinukeda’ya-Diener Pamon Kes geschrieben ist, besteht aus der Jagd auf einen schrecklichen Drachen und der Suche nach einem Heilmittel für Hakatris Verwundung durch dessen Blut, das ihn verbrennt und nicht enden wollende Schmerzen beschert. Das Prequel kommt ähnlich wie der Zwischenband „The Heart of What Was Lost“ nicht an die Hauptbände der Saga heran, zumal die geliebten Charaktere natürlich fehlen, liest sich jedoch wie gehabt gut und lässt mich vermuten, dass wir im finalen Band (bzw. den finalen Bänden) von „The Last King of Osten Ard“ noch einmal von Hakatri und seinem Schicksal hören werden. Interessant ist auch die Perspektive – wir erfahren mehr über die Tinukeda’ya, aber auch über das Sithi-Haus, dem sowohl die positiven als auch die negativen Sithi-Charaktere aus der Saga entstammen. In dem Sinne ein Must-Read für Osten Ard-Fans.
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»Tad Williams verändert, wie die Leute über das Genre denken, und ebnete den Weg für so viel moderne Fantasy. Inklusive meiner.« - Patrick Rothfuss
Tausend Jahre vor den Ereignissen, die im Drachenbeinthron geschildert werden: Die (fast) unsterblichen Sithi herrschen über die nördlichen Regionen von Osten Ard. Da tauchen Gerüchte auf, dass einer der ältesten und tödlichsten Drachen von ganz oben im Norden in das Reich eingedrungen ist. Am nächsten Morgen ist einer der beiden Söhne der mächtigsten Familie der Sithi verschwunden …
Unter den Sithi Osten Ards gibt es keine anderen zwei, die so geliebt und bewundert werden wie die beiden Söhne der Herrscherfamilie: Hakatri, ein stets verläßlicher Junge, und sein stolzer und leidenschaftlicher kleiner Bruder Ineluki, der spätere Sturmkönig. Sein Temperament reißt den jüngeren hin, einen gleichermaßen kühnen wie schrecklichen Schwur zu leisten: Er will das tödliche und furchtbare Ungeheuer Hidohebhi zur Strecke bringen und vernichten. Aber damit bringt er nicht nur seinen Bruder und sich selbst in die größte Gefahr, sondern er beschwört auch eine Katastrophe für alle Sithi herauf, womöglich sogar auch für das ganze menschliche Geschlecht.
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Author Description
Tad Williams, geboren 1957 in Kalifornien, ist Bestsellerautor und für seine epischen Fantasy- und Science-Fiction-Reihen, darunter Otherland, Shadowmarch, und Das Geheimnis der Großen Schwerter bekannt. Seine Bücher, die Genres erschaffen und bisherige Genre-Grenzen gesprengt haben, wurden weltweit mehrere zehn Millionen Male verkauft.
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Die Vorgeschichte zu dem Geheimnis der großen Schwerter hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte um die zwei Brüder Hakatri und Ineluki, ihr Kampf um den Drachen und die daraus resultierenden Folgen werden aus der Sicht von Hakatris Diener Pamos Kes erzählt. Es sind einige Wesen, Orte und Sprachen, bei denen ich mir mehr Erklärung gewünscht hätte. Ich gehe davon aus, dass in der Reihe Das Geheimnis der großen Schwerter mehr dazu erzählt wird. Trotzdem ist die Geschichte auch für Highfantasy Einsteiger gut geeignet. Für mich ist es der Einstieg in das Universum von Tad Williams.
5/5
Mein erster Williams. Der nächste liegt schon bereit. Phantastischer Autor. Ich freue mich auf Osten Ard. Das hier ist „nur“ ein kleines Vorspiel, welches schon philosophisch daherkommt, manchem langweilig erscheinen wird, da gelebte Action gefühlt auf zwei bis drei Seiten stattfindet. Aber trotzdem (oder gerade deswegen) hat mich das Buch gepackt und sich seine 5/5 redlich verdient.
Ein leiser Rückblick nach Osten Ard
Brüder des Windes von Tad Williams ist ein ruhiges, beinahe meditatives Wiedersehen mit der Welt von Osten Ard – und vor allem ein Blick zurück auf Figuren, deren spätere Bedeutung in der Hauptreihe besonders schwer wiegt. Das Buch erzählt die Vorgeschichte aus der Perspektive des jungen Tinukeda’ya Pamon Kes, dessen Sicht angenehm geerdet ist und einen besonderen, respektvollen Zugang zu den hochmystischen Sitha ermöglicht. Der Roman entfaltet sich eher bedächtig. Wer viel Spannung oder große Wendungen erwartet, könnte die Erzählung als langwierig empfinden. Doch gerade diese Langsamkeit ermöglicht es, Intimität zu den Figuren aufzubauen. Besonders eindrücklich ist die Darstellung von Ineluki als junger, stolzer Sidahia: nicht der glühende Bösewicht, sondern ein talentierter, hochambitionierter Prinz, dessen ungezügelter Stolz ihn in einen Schwur drängt, dessen Konsequenzen er unterschätzt. Sein Bruder Hakatri, loyal und umsichtig, bildet das moralische und emotionale Gegenstück – und durch Pamons Augen entsteht das vielleicht klarste Bild dieser beiden legendären Figuren, das es bisher gab. Die Perspektive des Tinukeda’ya ist eine der Stärken des Buches. Pamon beobachtet, deutet und versucht zu verstehen – immer aus einer Position, die zwischen Nähe und Unterordnung verankert ist. Gerade diese besondere Sicht gibt der Geschichte Wärme und Authentizität. Der Fokus liegt weniger auf großer Handlung, sondern vielmehr auf Charakteren, Atmosphären und der langsamen Entfaltung einer Tragödie, deren Schatten die gesamte Osten-Ard-Saga durchzieht. Fazit: Ein ruhiges, liebevoll erzähltes Prequel, das weniger durch Spannung, sondern durch Charaktertiefe und Nostalgie überzeugt. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die die Hauptreihe kennen und mehr über Ineluki und Hakatri erfahren möchten.
𝐁𝐫ü𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐬 𝐖𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬 ist die Vorgeschichte zur großen Saga DAS GEHEIMNIS DER GROSSEN SCHWERTER im Universum von OSTEN ARD von Tad Williams. Dieses Buch wurde Jahrzehnte später geschrieben und kommt es mir nur so vor, als könnte man hier einen nochmals gereiften Schriftsteller erkennen? Tad Williams gibt uns mit diesem Buch eine intensive Beleuchtung einer Bruder Beziehung zwischen Hakatri und Ineluki. Ineluki wird später der Sturmkönig sein, aber hier spielt das noch keine Rolle. Er ist ein hitzköpfiger stolzer Prinz, der durch seinen Bruder geerdet wird. Erzählt wird die Geschichte von Pamon, dem Diener Hakatris. Die Themen drehen sich um Freundschaft, Loyalität und Hingabe, Heldenmut und Arroganz. Durch die Augen von Pamon wirkt der Blick auf die Brüder schon fast intim, auf jeden Fall melancholisch und bewegend. Ich hab es sehr geliebt, fast noch mehr als den Drachenbeinthron. Das hätte ich nicht erwartet.

Welch wunderschöner Start in die Welt von Osten Ard!
"Ich unternehme es jetzt, die Geschichte meines Herrn Hakatri zu erzählen oder jedenfalls die Teile, die ich selbst miterlebt habe, doch noch ehe ich beginne, bin ich schon voller Zweifel." So beginnt sie, die Vorgeschichte zu Tad Williams' Osten Ard-Reihe. "Die Brüder des Windes" spielt tausend Jahre vor den Ereignissen aus dem "Drachenbeinthron" und wurde aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann und Wolfram Ströle ins Deutsche übersetzt. Noch herrschen im Norden Osten Ards die Sithi. Ein fast unsterbliches Volk, das sein langes Leben einen kostbaren Trank aus den Blüten und Früchten des Hexenholzbaumes verdankt. Eines Tages tauchen Abgesandete der Sterblichen in Asu'a auf und verbreiten das Gerücht, dass einer der alten Drachen in das Reich eingedrungen ist. Und während das Herrscherpaar der Sithi über Nacht beratschlagt, ob man diesem Gerücht nachgeht, verschwindet ihr jüngerer und temperamentvolle Sohn Ineluki. Sein Temperament reißt ihn zu einem ungeheuerlichen Schwur hin, mit dem er sich und seinen Bruder in eine große Gefahr bringt und obendrein großes Unheil über alle Sithi bringt. Wie man dem Zitat eingangs entnehmen kann, wird uns dieser Teil der Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Der Erzähler ist Pamon Kes, der Waffenträger und Diener des Prinzen Hakatri, aus dem Volk der Tinukeda'ya. Der mir schon auch ganz besonders ans Herz gewachsen ist, in seiner Treue und Liebe zu seinem Herrn. Außerdem scheint sein Volk ein ganz besonderes zu sein, jedoch wurde hier noch nicht viel dazu verraten. Auch die beiden Brüder Ineluki und Hakatri haben mir sehr gut gefallen. Sie sind wie zwei Seiten einer Medaille: Wo der eine temperamentvoll und impulsiv ist, ist der andere ruhig und überlegt. Sie sind ein bisschen wie Feuer und Wasser. Williams gibt uns hier schon einen wirklich wundervollen Einblick in die Welt von Osten Ard. Und es war mir eine Freude diese Welt auf mich wirken zu lassen, in sie einzutauchen und auf den Reisen von Pamon und Hakatri meinen Blick schweifen zu lassen. Mein Fazit: Zwar bleiben am Ende des Buches viele Fragen ungeklärt, doch denke ich auch, dass diese sich im Laufe der Osten Ard-Reihe noch klären lassen. Trotz der ungeklärten Fragen, hat mich die Geschichte absolut begeistert und ich freue mich umso mehr, noch tiefer in die Welt und die Story einzutauchen.

Nun neigt sich meine Reise durch Osten Ard dem Ende zu. Wer meine Lesegeschichte mit Tad Williams kennt, weiß, dass der Autor und ich nicht nur angenehme Stunden miteinander verbrachten. Während ich den Drachenbeinthron (nach anfänglichen Schwierigkeiten) verschlang, maulte ich bei der nachfolgenden Trilogie - bald Tetralogie - regelmäßig herum. Doch dann begann ich mit den „Zwischenbänden“ und fand in diesen genau die Geschichten, die ich suchte. Das Bindeglied zwischen dem Drachenbeinthron und der nachfolgenden Trilogie („Das Herz der verlorenen Dinge“) hatte ich im Februar bereits beendet, heute habe ich die Vorgeschichte ausgelesen. Die Vorgeschichte spielt gut 1000 Jahre vor dem Drachenbeinthron, dennoch treffen wir Charaktere wieder, die später in der Hauptgeschichte eine wichtige Rolle spielen. Es dreht sich in diesem kurzen Weg alles um die Sithi. Für Herr der Ringe Leser: Die Sithi sind praktisch das Pendant zu Tolkiens Elben. Langlebig, geheimnisvoll und sich von der Menschenwelt stark absondernd. In diesem Buch geht es um die beiden Brüder Ineluki und Hakatri, die nicht unterschiedlicher sein können. Während der Ineluki launisch, teilweise fast schon jähzornig anmutet, ist es Hakatri der ältere Bruder, der die Launen seines Bruders mit Vernunft und Ruhe ausgleicht - bis Ineluki den Schwur leistet, den furchtbaren Drachen Hidohebhi töten zu wollen. Und damit seinen Bruder zu einem furchtbaren Schicksal verdammt. Das Buch hat ein langsames Tempo. Es geht viel um die Geschichte der Sithi, doch fast noch mehr um das Thema Identität. Pamon, der Diener Hakatris, steht dabei im Mittelpunkt und sorgte dafür, dass ich die Sithi mit anderen Augen sah/sehe. Pamon stammt von einem Volk ab, das den Sithi seit Jahrtausenden dient und dabei seine Wurzeln verloren hat, jedoch nie als gleichwertig angesehen wird. Er ist ein stolzer Diener, der es als große Ehre ansieht, den Sithi dienen zu dürfen. Doch hat er seine Sprache verloren, kennt nicht die Geschichten seines Volkes und muss erkennen, dass er sich nirgends zugehörig fühlt. Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht des Dieners Pamon erzählt, es ist ein Rückblick, erzählt aus der Ich-Perspektive. Während ich regelmäßig Bücher mit der Ich-Perspektive abbreche, empfand ich hier die Erzählweise nicht störend. Dies liegt daran, dass für mich Tad Williams zu dem fast schon altmodischen Stil zurückfindet, den ich beim Drachenbeinthron so mochte und bei den nachfolgenden Bänden vermisste. Und, ein wichtiges Detail, die Geschichte hat einen klaren Fokus. Keine oberflächlichen Nebencharaktere, nicht zig Seitenstränge, sondern eine Hauptgeschichte. Ich wünschte, diesen Fokus und diese Tiefe bei den Charakteren hätte es auch bei der Fortsetzung des Drachenbeinthrons gegeben. Ich bin froh, dass ich Osten Ard mit diesem Band abschließen kann. Mit einer Empfehlung bin ich vorsichtig. Ich würde, wenn ihr Interesse an Osten Ard habt, mit dem Drachenbeinthron beginnen, „Das Herz der verlorenen Dinge“ anschließend lesen und die Reihe mit der Vorgeschichte beenden.
Eine Heldenreise mit zwei Helden, dem Offensichtlichen und dem Unscheinbaren
Pamos Kes auf der Reise mit seinem Herrn Hakatri, auf der sie Drachen töten, Freunde finden, unbekannte Welten entdecken, Heilmittel suchen und schlussendlich einer der beiden seine Freiheit gewinnt. Mein erstes Buch von Tad Williams, es ist wunderschön geschrieben und ich freue mich auf mehr, wenngleich die Namen und Orte mir so manches Mal ein Stocken der innerlichen Aussprache entlocken mussten.
Tad Williams ist einer der Autoren, die ich zwar schon seit einer Weile im Auge hatte, aber bisher noch kein Buch von ihnen in Angriff nahm. Als ich jedoch erfuhr, dass das neue Buch zwar ein Vorgänger zur Saga "Das Geheimnis der großen Schwerter", jedoch auch für Neueinsteiger gut lesbar sein sollte, wollte ich nun auch endlich in die Welt von Osten Ard einsteigen. Mir war klar, dass ich mit dieser Vorgeschichte vermutlich den Blick auf die eigentliche Reihe veränderte, wenn ich diese schließlich lesen sollte. Aber dies kann durchaus auch einen eigenen Reiz haben. Jedenfalls machten mich die ersten Seiten sehr neugierig, wohin mich die Reise führen würde - denn es stellte sich mit der Zeit heraus, dass es hier wahrlich um mehr als nur eine Reise ging. Es überraschte mich ein wenig, dass das Buch aus der Sicht eines Dieners geschrieben wurde. Genauer gesagt die niedergeschriebenen Erinnerungen von Pamon Kes, der viele Jahre Hakatri als Waffenträger diente. Auf der einen Seite schön geschrieben; fast schon mit einer poetischen Note. Auf der anderen Seite empfand ich es am Anfang auf Dauer etwas anstrengend. Besonders bei den Dialogen fühlte ich mich von der Art her an die Gespräche zwischen "Winnetou und Old Shatterhand" erinnert; sehr höflich und irgendwie gestelzt. Mit der Zeit kam ich jedoch immer mehr rein in die Erzählung, den Stil und allgemein die Welt, sodass ich mich schließlich besser darauf einlassen konnte und mich die Neugierde immer weiter antrieb, dranzubleiben. Pamon Kes war ein sehr demütiger Diener, der das Dienen und die Loyalität seinem Herrn gegenüber zu mehr als 100% verinnerlichte. Es schien sein einziger Lebensinhalt zu sein. Und von eben diesem Standpunkt aus berichtete er von seinen Erlebnissen mit den Brüdern Hakatri und Ineluki. Es war schon fast schmerzhaft, wie untertänig und völlig selbstlos er handelte und sogar dachte. Wenn er dann doch mal angeregt wurde, etwas eigenständiger zu sein, auch mal etwas zu hinterfragen oder einfach zu zweifeln, tat er dies stets mit einem schlechten Gewissen. Dass er die besagten Erlebnisse überleben würde, war klar, denn sonst hätte er diesen "Reisebericht" nicht schreiben können. Nur das Wie und mit welchem Ergebnis erfuhr man quasi erst kurz vor Schluss. Trotz des ruhigen Erzählstils wechselte der Spannungsbogen häufig, wobei nicht allzu viel vorhersehbar oder zumindest zu erahnen war. Die Neugierde auf die Entwicklung und das Ende wuchs mit der Zeit und es gab nicht viele Stellen, die mir unschlüssig schienen. So kam ich schließlich doch ganz zügig voran und trotz der Unwissenheit zur eigentlichen Reihe fühlte ich mich letztendlich gut unterhalten. Auf jeden Fall machte es mich neugierig auf den Drachenbeinthron und was wohl aus den ganzen Charakteren und Ländern geworden ist. ~~~~~ {Rezensionsexemplar; persönliche Meinung zum Buch} Das Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag und #NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Die Rezension spiegelt meine persönliche Meinung wider.
Tad Williams‘ Prequel zur Osten Ard-Saga spielt Tausende Jahre vor den Ereignissen dieser Reihe. Es geht um die Sithi-Brüder Hakatri und Ineluki – den späteren Storm King. Dessen Charakter ist von Unberechenbarkeit und Leichtsinn geprägt – und so spricht er einen Schwur aus, der Unglück über seinen geliebten Bruder bringen wird. Die Handlung des Buches, das aus Sicht von Hakatris Tinukeda’ya-Diener Pamon Kes geschrieben ist, besteht aus der Jagd auf einen schrecklichen Drachen und der Suche nach einem Heilmittel für Hakatris Verwundung durch dessen Blut, das ihn verbrennt und nicht enden wollende Schmerzen beschert. Das Prequel kommt ähnlich wie der Zwischenband „The Heart of What Was Lost“ nicht an die Hauptbände der Saga heran, zumal die geliebten Charaktere natürlich fehlen, liest sich jedoch wie gehabt gut und lässt mich vermuten, dass wir im finalen Band (bzw. den finalen Bänden) von „The Last King of Osten Ard“ noch einmal von Hakatri und seinem Schicksal hören werden. Interessant ist auch die Perspektive – wir erfahren mehr über die Tinukeda’ya, aber auch über das Sithi-Haus, dem sowohl die positiven als auch die negativen Sithi-Charaktere aus der Saga entstammen. In dem Sinne ein Must-Read für Osten Ard-Fans.















