Die Gabe

Die Gabe

Softcover
3.6241
Feministische Science-FictionUrsula K. LeguinAmazon PrimeDie Linke Hand Der Dunkelheit

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Description

Wenn Ohnmacht zur Macht wird - die Zukunft gehört den Frauen

Von einem Tag auf den anderen entdecken Frauen auf dem ganzen Planeten, dass sie »die Gabe« in sich tragen. Durch bloße Berührung können sie anderen Menschen schreckliche Schmerzen zufügen und sie sogar töten. Von einem Tag auf den anderen werden die Männer zum schwachen Geschlecht. Doch ist eine von Frauen beherrschte Welt auch eine bessere Welt?

Book Information

Main Genre
Sci-Fi
Sub Genre
Near Future
Format
Softcover
Pages
480
Price
12.40 €

Author Description

Naomi Alderman ist in London aufgewachsen und studierte in Oxford und an der University of East Anglia. Für ihren Roman »Die Gabe« wurde sie mit dem Women's Prize for Fiction ausgezeichnet. »Die Gabe«, für Amazon Prime spektakulär verfilmt, wurde außerdem von der »New York Times«, der »Washington Post« und der »Los Angeles Times« zum Roman des Jahres gekürt, sowie von Barack Obama und Bill Gates persönlich empfohlen. Naomi Alderman ist Mitglied der Royal Society of Literature, ihre Werke wurden in über fünfunddreißig Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt in London.

Posts

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All
3

"Kann man den Blitz zurückrufen? Oder kehrt er von allein in die Hand zurück?" [S. 448]

Ein Buch, bei dem es mir sehr schwer fällt, eine Bewertung zu schreiben. Das liegt unter anderem daran, dass es sich hierbei um ein Buch abseits meiner typischen Genres handelt. Allerdings liegt es auch am Buch selbst und dem, was es erzählt. Aber fangen wir erstmal von vorne an. In "Die Gabe" gibt es mehrere Protas, deren Geschichten wir in diesem Werk folgen und die alle irgendwie mehr oder weniger miteinander verbunden sind: Roxy, Allie, Margot, Jocelyn und Tunde. Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt, was anfangs etwas ungewohnt war, da die Kapitel durchweg (außer ab S. 400) die Namen der Personen, denen wir in ihnen gefolgt sind, als Kapitelnamen trugen. Hier hätte sich das Erzählen aus der "Ich"-Perspektive ebenfalls wunderbar angeboten, da man hierbei noch näher am Innenleben der Personen dran gewesen wäre. So wirkte das ganze distanziert, selbst wenn es z.B. um die inneren Dialoge von Mother Eve ging. Die Entwicklung der einzelnen Charaktere und ihres Umgangs mit ihrer neuen Macht war spannend zu sehen und teils erschütternd. Das Buch hat ohne Zweifel Fragen aufgeworfen. Unbequeme Fragen. Was mir im Klappentext aufgefallen ist, ist das aus diesem nicht hervorgeht, dass Tunde ein männlicher Charakter ist. Womit er in diesem Buch die Ausnahme darstellt, da alle anderen Protas weiblich sind. Aufgrund der Thematik mit dem Strang und der Verschiebung der Machtverhältnisse hatte es etwas spannendes, Tundes Weg mitzuverfolgen, zu lesen wie er als Journalist alles rund um die "Gabe" und die Frauen und ihren teils sehr unterschiedlichen Umgang damit quasi von Anfang an dokumentiert hat. Das Buch ließ sich insgesamt recht flüssig lesen, dennoch musste ich es stellenweise kurz aus der Hand lesen, weil die Thematik sehr intensiv war. Was mir gefallen hat, war die Idee, den Roman innerhalb des Buches als eine Art Hybrid aus Roman und geschichtlichen Aspekten aus der Feder eines Mannes zu verkaufen, der damit die Ereignisse rund um das plötzliche Auftauchen der "Gabe" und die damit einhergehende Neuordnung der vorherigen Machtverhältnisse aufzeichnen und für die Allgemeinheit zugänglich machen wollte. Die Briefwechsel dazu haben die Thematik des Buches nachhaltig unterstrichen und den gewissen Beigeschmack hinterlassen. Insgesamt also ein durchaus lesenswertes Buch aus dem Bereich Science-Fiction, dass stellenweise ziemlich unbequem werden kann.

"Kann man den Blitz zurückrufen? Oder kehrt er von allein in die Hand zurück?"

[S. 448]
4.5

»Aber ist eine von Frauen beherrschte Welt auch eine bessere Welt?«

… So lautet der letzte Satz des Klappentextes und genau das ist die Kernfrage dieses Buches. Die Ausgangssituation ist unsere aktuelle Gesellschaft, somit fühlt sich alles sehr real an. Frauen entwickeln in diesem dystopisch-feministischen Roman eine Gabe, mit der sie Elektrizität aus ihren Händen abgeben und andere Menschen damit sogar töten können. Das Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen verändert sich. Männer sind nun das schwächere Geschlecht. Vorsicht, Spoiler! In einem solchen Szenario könnte man davon ausgehen, dass Frauen diese Gabe nutzen, um sich vor Übergriffen, Ungerechtigkeiten etc. zu schützen und gleichberechtigter zu leben – insofern das unter diesen Gegebenheiten möglich ist. Doch stattdessen gibt es eine 180-Grad-Wende: Nun werden Männer Opfer der Taten, unter denen Frauen jahrhundertelang gelitten haben. Und tatsächlich sind die Frauen in diesem Fall wirklich grausam. Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Kann es sein, dass Macht einen irrational werden lässt? Dass Macht einen automatisch zum Unterdrücker – oder eben auch zur Unterdrückerin macht? Ist es richtig, sich zu rächen? Es ist nachvollziehbar, dass Frauen sich rächen wollen. In all den Jahren, Jahrzehnten, sogar Jahrhunderten hat sich in Frauen sehr viel Wut angesammelt. Doch eigentlich sollten wir es dadurch besser wissen. Man muss aber dazu auch sagen, dass die Frauen in diesem Szenario teilweise keine andere Wahl hatten, als sich so grausam und gewalttätig zu entwickeln. Während wir Frauen uns oftmals still und leise unterdrücken lassen, haben die Männer es in dieser Dystopie nicht zugelassen. Ihr Frauenhass wurde nur noch größer, und durch die Veränderung des Machtverhältnisses konnten sich die Frauen endlich wehren. Somit hat sich alles hochgeschaukelt und Männer wurden mehr unterdrückt, als Frauen es vielleicht anfangs vorhatten. Ob das eine Welt ist, in der ich leben wollen würde? Ich denke nicht. Das Gedankenexperiment ist hier sehr gut ausgearbeitet und man kann sich sehr gut hineinversetzen. Es regt definitiv zum Nachdenken an, auf so vielen Ebenen! Das liebe ich sehr. Es ist auf jeden Fall ein spannendes und interessantes Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann!

5

Die Gabe von Naomi Alderman

Auf der ganzen Welt beginnen Frauen eine Gabe zu entdecken: sie können mit ihren Händen Elektrizität erzeugen und diese in die Umwelt oder andere Personen leiten. Rasch breitet sich das Phänomen wie eine Epidemie aus, bis es die ganze Welt befällt. Strukturen brechen zusammen und ändern sich, neue Regimes werden gebildet und neue Glaubensströmungen kommen hinzu. Männer werden unterdrückt und das Patriarchat teilweise aufgelöst. Tunde, Allie, Roxy und Margot haben eigentlich nichts gemeinsam, doch diese Gabe eint sie und führt diese Lebenswege zusammen. Mir wurde die Serie empfohlen und da ich diese meist er anschaue, wenn ich das Buch gelesen habe, war es für mich quasi Pflichtprogramm. Die Geschichte stellt erschreckend logisch und konsequent dar, was passiert, wenn die Rollen radikal getauscht werden würden. Man könnte sagen, dass sich die Frauen von ihren Fesseln befreit haben und bereit sich zurückzuschlagen. Das passiert nicht gleich überall. Tatsächlich wird der Umgang mit dieser Gabe überall anders gehandhabt. Das Buch streckt sich über knapp 10 Jahre, bis es zur Katastrophe kommt. Was passiert wird nicht beschrieben, aber man kann es sich denken. Ich finde die ganzen Spiegeltechniken sehr interessant, die hier verwendet werden, aber auch, dass nicht alles harmonisch ist, nur weil Frauen die „Macht“ übernehmen. Im Gegenteil. Am Ende des Buches wird sogar gesagt, dass man sich fragt, ob eine Herrschaft der Männer nicht friedlicher wäre, als die der Frauen. Im Laufe der Geschichte begleitet man Roxy, Allie, Tunde (ein Journalist) und Margot durch diese 10 Jahre. Dabei ist der Schreibstil seltsam distanziert. Man liest zwar aus der Sichtweise der Personen, aber ihre Empfindungen bleiben recht vage. Hier wurde viel tell verwendet, kaum show. Das mag daran liegen, dass eigentlich jemand aus 5000 Jahre in der Zukunft dieses Buch geschrieben hat, quasi als Geschichtsbuch mit Handlung. Persönlich hat mich das Buch nachdenklich zurückgelassen, weil es wirklich gut und realistisch aufzeigt, dass es nicht unbedingt eine friedvollere Welt geben würde, nur weil Frauen sie beherrschen. Was den Männern im Buch teilweise angetan wird und dann auch später in der Zukunft war erschreckend. Aber eben leider auch realistisch. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Wer Dystopien mag wird hier definitiv gut bedient sein.

5

Möglicherweise episch? Vermutlich bestes Buch des Jahres! (zumindest für Leute, die sich für Feminismus etc interessieren!)

3

Naja

Ich bin mir immer noch unsicher, ob mir das Buch wirklich gefällt. Die Idee fand ich spannend, aber die Umsetzung hat mich nicht ganz überzeugt. Die Geschichte dreht sich um vier bis fünf wichtige Frauen und einen Mann. Obwohl sie in unserer Zeit spielt, hatte ich das Gefühl, dass manche Reaktionen der Charaktere nicht ganz realistisch sind. Außerdem war mir das Ende persönlich zu offen.

4

Sehr gut geschrieben und regt zur Diskussion an! Ich war mehrfach geschockt und es hat sich anders entwickelt als ich vermutet hatte.

„Ein weit verbreiteter Gedanke in diesen Tagen ist, dass 5000 Jahre eigentlich keine lange Zeit sind. Etwas wurde begonnen, das jetzt seinen Abschluss finden muss. Wenn ein Mensch in die falsche Richtung abgebogen ist, muss er dann nicht zurück gehen?“

2

War nicht so mein Buch. Mir persönlich zuviel Politik. Ich habe auf eine etwas andere Handlung gehofft, wobei es mir zwischenzeitlich auch gefallen hat, wenn es nicht politisch wurde. Aber vom Ende war ich etwas enttäuscht

2.5

Sehr viele Charaktere

Die Gabe beginnt super interessant. Das Buch wird aus der Sicht von sehr vielen Charakteren geschrieben, darunter ein Mann der Journalist ist. Es beginnt mit dem Erwachen der Gabe in unterschiedlichen Lebenslagen der Frauen und Männer. Die Geschichte entwickelt sich langsam und führt einen an die unterschiedlichsten Orte der Welt. Besonders Allie und Roxy haben mir sehr gut gefallen. Ab der Hälfte des Buches wird es aber immer komplizierter und man muss sich wirklich Mühe geben die ganzen Orte und Charaktere im Gedächtnis zu behalten. Es wird immer chaotischer und viele Szenen werden nur oberflächlich behandelt, während andere dagegen sehr detailliert sind. Immer wieder tauchen wirklich schreckliche Szenen auf, in denen Frauen ihre neu gewonnene Kraft missbrauchen. Das Ende ist dann leider sehr unspektakulär. Ich musste mich wirklich etwas durchs Buch kämpfen. Trotz der interessanten Thematik und den detaillierten Szenenbhat es sich manchmal gezogen.

2.5

Puhhhh...😅 Ich weiß noch nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll... Die Prämisse ist eigentlich extrem spannend und ca. das erste Drittel hat mir auch ziemlich gefallen, jedoch schlug die Geschichte in eine sehr seltsame Richtung ein, mit vielen unnachvollziehbaren Entscheidungen und Figurenentwicklungen, die aus dem Nichts kamen. Das Buch enthält auch viele Szenen mit Gewalt, welche am Anfang noch erträglich waren, gegen Ende aber immer vielzähliger und verstörender wurden. Vor allem die Szenen, welche eine Vergewaltigung beinhalteten, waren zu ausführlich beschrieben und einfach absolut grausam. Im Verlaufe der Handlung hatte man schon die Vorahnung, dass das Buch Vergewaltigungen (welche primär von Frauen ausgeht) behandeln wird, und das ist auch nicht schlimm, allerdings war das einfach verstörend, diese Stellen zu lesen. Eine Triggerwarnung ganz am Anfang wäre daher absolut notwendig gewesen. Ich hatte dann im letzten Viertel, ab dem ich mich eher durch das Buch eher gekämpft hatte, zumindest auf ein gut geschriebenes Ende gehofft. Allerdings endete das Buch ziemlich abrupt und plötzlich, einige, nein, so ziemlich alle Geschichten von den verschiedenen Charakteren hören damit völlig unerwartet und ohne jegliche Auflösung auf, was sehr enttäuschend war, und so richtig schlau wird man durch das Buch dann auch nicht. Sehr sehr Schade, vor allem, weil ich das erste Drittel extrem spannend sowie fesselnd fand und die Grundidee sehr interessant ist, daher noch 2,5 Sterne.

4

Spannende Vision einer Welt, in der Frauen dank der Gabe fast über Nacht die Machtverhältnisse anpassen/übernehmen, erzählt aus der Sicht versch. Hauptfiguren. Entgegen vieler Meinungen gefiel mir nicht nur der Schreibstil sondern auch das Ende. Tolles Buch.

5

Was für ein Ritt! Absolute Leseempfehlung, auch wenn ich zwischendurch oft hoffte „Frauen würden bei plötzlicher Macht nie so reagieren“ … 😭 Die potentielle Wahrheit tut weh.

5

Ein faszinierendes aber verstörendes Buch: Auf einmal entwickeln junge Mädchen die Gabe über die Hände Stromstösse zu leiten. Sie nutzen sie zunächst um sich gegen Übergriffe der Männer zu wehren. Dann lernen sie, die Gabe zu beherrschen, zu lenken und an Frauen jeden Alters weiterzugeben. Im Laufe der Zeit werden die Männer zum schwachen Geschlecht und die Situation kippt auf furchtbare Weise...

4.5

Feministisches Gedankenspiel das zündet

Habt ihr euch schon mal überlegt, was passieren würde, wenn Männer und Frauen ihre jahrtausende Jahre alten Rollenzuschreibungen tauschen würden? Wäre die Welt dann eine bessere? Würden Frauen politisch und sozial unsere Erde zu einem lebenswerteren Ort machen? Naomi Alderman hat sich mit diesem Roman auf ein interessantes Gedankenspiel eingelassen, dass uns die Realität vor Augen führt, auf sehr spezielle Art und Weise. In einer nicht näher benannten Zeit, mutmaßlich unserer Gegenwart, finden auf der Welt durch noch unbekannte Ursache evolutionäre physische Veränderungen am Körper der Frauen statt. In ihrem Körper wächst ein Organ, dass es Ihnen ermöglicht, Elektrizität zu erzeugen und diese als Waffe einzusetzen. Damit verschiebt sich das Machtgefüge und Männer sind nicht mehr das stärkere Geschlecht. Vier weiblichen und einem männlichen Protagonisten folgen wir hier im Wechsel und werden Zeug*innen, wie sich ihre Geschichte miteinander verknüpft. Dabei decken Sie verschiedene Ebenen ab, Magot ist eine US-amerikanische Politikerin mit Zugang zum Militär, Jocelyn, ihre Tochter, tut sich mit der neuen “Gabe“ schwer, Roxy ist die Tochter eines Mafia Bosses, Allie eine bedauernswerte POC die ihren bigotten Pflegeeltern ausgeliefert ist. Und dann ist da noch Tunde, der als junger Nigerianer mit einem Handy bewaffnet Aufnahmen von der Wandlung der Geschlechterrollen macht und somit zum gefeierte Journalisten mutiert. Über sieben Jahre begleiten wir die Menschheit bei der Umschichtung der Gesellschaft. Und es ändert sich nichts. Frauen verhalten sich so wie Männer es heutzutage oft tun. Sie nutzen die ihnen zur Verfügung stehende Kraft, um zu herrschen, zu dominieren und ihren persönlichen Begierden nachzugehen. Eine neue Droge namens „Glitter“ steigert das Verlangen nach noch mehr Macht ins Unermessliche. Neue Religionen werden gegründet in deren Zentrum das Matriarchat steht. Frauen benutzen Männer und machen Sie sich zum Untertan. Same Same, but different! Nun könnte man schockiert sein, ob der brutalen Vorgehensweise und der teilweise sehr expliziten und heftigen Szenen in diesem Buch. Beim Lesen ist mir aber immer wieder der Gedanke gekommen, dass genau diese Taten aktuell mit Frauen auf dieser Welt so passieren. Das macht einen gleichzeitig wütend und man fühlt die Hilflosigkeit sehr stark, die Frauen in nicht so sicheren Regionen wie der unseren ausgesetzt sind . Doch auch in der westlichen Welt gibt es Szenen, die uns zeigen, wie Frauen in der Gegenwart (im Roman Männer) definiert werden, wenn zum Beispiel das Moderatorenteam einer Nachrichtensendung von einer Frau geführt wird und der Mann nur die schmückdende Beigabe ist, die aufs Wetter verweist. Die Sprache ist je nach Kapitel sehr unterschiedlich. In dem Strang der religiösen Protagonistin wirkt er oft biblisch, in manchen Erzählungen eher berichtsförmig. Lediglich der Teil mit Roxy ist erzählerisch am Mainstream orientiert. Es sind immer wieder archäologische Zeichnungen mit kurzen Erklärungen eingeflochten, die sich einem erst am Ende des Textes erschließen. Das Ende ist sehr besonders, aber nicht überraschend . Ich habe den Eindruck, dass es ein ideales Buch für einen Re-Read wäre, dass ich vermutlich Vieles beim zweiten Lesen neu einordnen würde. Denn auf den ersten Blick ist ein Wald, ein Ort mit vielen Bäumen, und erst wenn man genauer hinschaut, sieht man wie facettenreich und kompliziert sein System ist. Dieses Buch ist keine leichte Kost und auch kein feministisches Manifest, aber ein hämisch lachender Spiegel, der uns vorgehalten wird und jedes schadenfrohe Kichern im Keim erstickt. Nicht hoffnungfördernd aber im Umkehrschluss erschreckend augenöffnend.

4

Patriarchat umgekehrt

Die Welt verwandelt sich von einer Männerdominierten welt zu einem chaotischen staat, indem Frauen die macht haben und Männer angst haben nachts allein auf die straße zu gehen. Dad Buch verdeutlicht, dass es kein Geschlechterproblem gibt sondern eines mit Macht

3.5

Interessante Gedanken, schlechte Übersetzung

Eine Welt, in der die Geschichte neu geschrieben wird, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich finde die Idee der Geschichte ultra spannend und finde auch, den Charakteren kann man leicht folgen und sie bleiben interessant. Leider ist für mich die deutsche Übersetzung ein großes Manko, da für meinen Geschmack nicht die richtigen Worte gefunden werden und dadurch Emotionen nicht richtig rüber gebracht werden. Die Serie werde ich mir wohl anschauen, denn die Story an sich ist wirklich originell, tiefgehend und regt zum Nachdenken an. Lieb auch die Rahmenhandlung um die Geschichte herum.

3

Matriarchat mit Gewaltmonopol ist genauso blöd wie Patriarchat mit Gewaltmonopol. Wer hätte das gedacht? Interessanter Ansatz, aber es zieht sich. Für eingefleischte Feministinnen und verstockte alte weiße Patriarchen vielleicht ein Gewinn, wer weiß ...

3.5

Eine spannende Idee, die mit unerwarteten Wendungen und gut gewählten Charakteren umgesetzt wurde. Leider war mir der Schreibstil zu knapp und abgehackt und ich hätte mir mehr bildhafte Beschreibungen gewünscht. Auch waren die Handlungen der Personen oft unlogisch und übertrieben dargestellt. Trotzdem bin ich ab dem letzten Drittel nur so durch die Seiten geflogen und wollte unbedingt wissen, wie es endet.

5

Was für ein Ritt! Absolute Leseempfehlung, auch wenn ich zwischendurch oft hoffte „Frauen würden bei plötzlicher Macht nie so reagieren“ …

5

Als ich das Buch beendet hatte, war ich etwas ratlos. Ich bin es ehrlich gesagt immer noch, ich weiß nicht genau was ich von der Geschichte halten soll.In der Geschichte kann man den verlauf richtig gut mit verfolgen. Am Anfang geht noch alles geordneter und verhalten zu. Doch mit Seite um Seite wird der Hass unter einander im größer. Die Männer, die plötzlich das schwächere Glied sind wollen ihre „Macht“ zurück. Heute ist es so das die Erwachsenen auf die Kinder acht geben und darauf schauen, dass ihnen nichts passiert. In der Geschichte, hat mich eine Szene wirklich sprachlos gemacht, in der plötzlich die Männer 14-jährige Mädchen umbringen wollten nur, weil sie eine Gabe haben vor der sie Angst haben. Natürlich ist es so das alles, was der Mensch nicht kennt, angst davor hat, und es am liebsten direkt eliminieren möchte. Aber nicht alles was neu oder anders ist, ist auch gleichzeitig schlecht. Es ist einerseits sehr spannend zu sehen, wie es sein könnte wenn, Frauen allein an der Macht sitzen würden, anderseits ist das Bild was gezeigt wurde sehr erschreckend. Natürlich ist die aktuelle Situation auf der Welt auch nicht besser, aber doch etwas verhaltener würde ich sagen. Ich kann mir nicht vorstellen, das so etwas wie in der Geschichte wirklich passieren könnte aber wer weiß schon was uns in der Zukunft erwartet. Ich bin der Meinung, weder das weibliche noch das männliche Geschlecht sollten allein die Führung übernehmen. Nur eine gute Mischung bringt auch gute Ergebnisse. Doch leider ist es so, das vielen die Macht zu Kopf steigt und man schnell nicht mehr, für das Allgemeinwohl handelt, sondern im Endeffekt nur das was für einen selbst am besten ist. Ich finde nicht alles gut, was die Politik entscheidet, aber man sollte vielleicht auch mal einen kurzen Moment darüber nachdenken was für einen Job sie haben, wenn sie am Ende eine falsche Entscheidung treffen kann es das Aus für ein ganzes Land sein. Ich kann Die Gabe nur jedem ans Herz legen, lest die Geschichte und bildet euch eure eigene Meinung darüber, es ist ein wichtiges Thema.

2

Immerhin war der Stil super angenehm und einfach zu lesen, auch wenn ich die Story selbst unglaublich furchtbar fand

Achtung, dieser Text kann Spoiler enthalten! Lange habe ich kein Buch mehr gelesen, welches mich noch am Anfang so sehr gefesselt hat, um mich dann irgendwo nach dem ersten Drittel richtig zu verlieren. Dieses Buch hatte einfach so, so, so unglaublich viel Potential und hat es, meiner Meinung nach, einfach nur vermasselt. Ein Buch, in dem Frauen an die Macht kommen, weil sie plötzlich die Gabe entwickeln, Elektrizität zu erzeugen und andere damit außer Gefecht setzten können. Frauen, die sich aus Gefangenschaft und wiederen Umständen befreien und anderen dabei helfen, endlich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Am Ende war es aber vor allem ein Buch darüber, dass der Mensch nicht dazu geschaffen sein soll, Macht zu haben da er sonst grausam wird. Die Heilige, die sich in ihrem Wahn selbst zu einer Macht und dabei auf die Stimme in ihrem Kopf hört, hierfür sogar das ganze Christentum erstaunlich schnell umkrempelt und alle jagen lässt, die nicht mit ihr einer Meinung sind, da sie nicht zur Mutter beten. Die Politiker Mutter, die ihre Kinder völlig aus den Augen verliert und wo zum Ende des Buches auch nur noch eines eine Rolle spielt. Schwer vom Schicksal getroffen, nutzt die Mutter es dennoch aus, um ihre eigenen Pläne voranzutreiben. Die Drogendealerin, welche natürlich schwarz ist und sich dran macht, dass Erbe von ihrem Vater zu übernehmen komme da was wolle, denn statt bei der Heiligen zu bleiben sind Drogen natürlich wichtiger. Und dieser Dude, der als einziger von den Frauen noch akzeptiert wird und Videos usw. von ihnen machen darf, da er ja ihre Stimme ist. Immerhin ist ausgerechnet er anders als alle anderen Männer auf dieser Welt.  Begleitet wird die Story mit der Zeit von immer mehr Frauen, welche Männer jagen, foltern und vergewaltigen und alle schauen weg, bis hin zu dem ultimativen Schlag, nachdem es dann heißt, alles auf null und; Warum es besser wäre, wenn Männer regieren.   Keine Ahnung, aber für mich ist dieses Buch irgendwo falsch abgebogen. Mag sein, dass es irgendwo dem Geist der Zeit entspricht, dass wir mit Macht nicht umgehen können und vlt. bin ich da auch zu naiv. Aber ich hätte mir zumindest die eine Protagonistin gewünscht, welche sich weiterhin dafür eingesetzt hätte, dass alle Männer gleich sind, statt, dass sie stellenweise nur noch mit der Genehmigung einer Frau vor die Tür dürfen.

3

Zum Ende hin wurde es nochmal spannend

Der Schreibstil ist etwas verwirrend, die Dialoge am Anfang und Ende um das Buch einzuordnen, hätten nicht unbedingt sein müssen. An sich ist es gut zu lesen, wenngleich es viele Charaktere gibt und man viel hin und her springt. Spannend ist, dass es in Zeiten der Machtergreifung und im Krieg spielt, schade ist, dass die Message "ein Matriacht ist auch keine Lösung" das ist, was man am Anfang erwartet und was dann auch gespiegelt wird. Da hätte ich mehr erwartet, als nur gezeugt zu bekommen, dass Frauen genau so brutal sein können wie Männer, wenn sie mehr Macht haben. Das ist, was Macht und Skrupellosigkeit mit Menschen macht. Das Ende war spannend, das Buch an einigen Stellen schon recht brutal. Kann man on einem Urlaub bestimmt mal lesen 😀

3

Es geschieht ganz plötzlich. Roxy ist gerade mal 14 Jahre alt, als sie das erste Mal Stromschläge abgibt, gewollt und sie wird nicht das einzige Mädchen bleiben. Auf der ganzen Welt laufen Videos viral, wo Mädchen Blitze abgeben, damit spielen, prahlen, sogar angreifen. Ist es eine Seuche? Eine Mutation? Sind nur junge Mädchen davon betroffen? Die Welt spielt verrückt und so manche klugen Leute fangen an, es für sich zu nutzen. Was würde passieren, wenn sich die Machtverhältnisse so stark auf ein Geschlecht verschieben? Wie würde es in Saudi-Arabien aussehen? Oder in anderen Ländern mit unterdrückten Frauen? Naomi Aldermann geht mit ihrem Buch einige gewagte Schritte und zeigt eine Welt, die man sich zuerst nur schwer vorstellen kann. Die Idee dahinter ist wirklich interessant und es gibt einige sehr aufregende Charaktere, wie z.B. Mother Eve, die eine Religion ausruft und weltweite Anhänger für sich gewinnt. Sie wird als Prophetin gesehen, das Sprachrohr aller Frauen und hört eine Stimme in ihrem Kopf, die ihr die Richtung weist. Dann ist da noch Roxy, deren Familie bekannt ist für ihre Kriminalitäten, allein der Name reicht um andere zu erschrecken, sie wird Mitglied von Mother Eves Kirche und ihre engste Beraterin. Besonders die Sicht vom Reporter hat mir gefallen, der viele Reisen um die ganze Welt macht und von Veränderungen, Zuständen und Entwicklungen durch die Gabe der Frauen berichtet und sie interviewt. Durch die verschiedenen Sichtweisen sieht man viel Gutes, aber auch Schlechtes und nach den ersten paar Hundert Seiten merkt man, dass sich alles anfängt zu steigern. Bürgerkriege, Rebellionen, unterdrückte Männer und andere Geschehnisse häufen sich, die Welt hat sich grundlegend verändert. Am Anfang des Buches ist die Stimmung noch hoffnungsvoll, durch neu entdeckte Freiheit und Unabhängigkeit, doch das alles wird stark überschattet von Krieg und Mord und ist es richtig den Männern dasselbe Unrecht anzutun, was sie uns angetan haben? Sehr geschickt verpackt die Autorin all die Geschehnisse und die knapp über 550 Seiten waren schnell gelesen. Der Schreibstil ist eindringlich und mit wenigen Worten war ich in der Geschichte drinnen. Es ist nicht sehr emotional, eher kühn und manche Gefühle verstecken sich zwischen den Zeilen. Ich war auch sehr überrascht gewesen von den historischen Belegen im Roman, die Autorin hat sich da mehr einfallen lassen, als man zunächst denkt. So finden sich im Buch Skizzen von alten Höhlenmalereien über Frauen mit Blitzen, oder Skizzen über Geräte für Frauen und ihre Gabe. Und wenn man das Buch aufklappt, so liest man: “Neil Adam Armon – Die Gabe – Ein historischer Roman”, doch was es damit auf sich hat, das müsst ihr schon selber herausfinden. Doch als das Ende kam, dachte ich nur: “Das war’s schon?”. So viele Ideen, interessante Kleinigkeiten und Charaktere und dann dieses Ende. Ich war nicht enttäuscht, aber überrascht und unzufrieden mit dem Schluss des Buches, weil es für mich kein wirklicher Schluss war. Mir fehlte der runde Abschluss. Naomi Aldermann erzählt eine unglaubliche Geschichte aus der Perspektive von einigen unterschiedlichen Frauen und einem Reporter, der das Geschehen auf der ganzen Welt näher betrachtet. Es steckt eine sehr große Idee dahinter, die sehr drastisch gezeigt wird und das Buch ist durchweg ehrlich, verschönert die Zustände und Personen nicht. Nur fehlten mir die Emotionen, es gab keine starken Gefühle, die genau beschrieben werden und so blieb das Buch halbherzig bei mir hängen.

2.5

An sich ist die Idee sehr interessant und die Story ist auch nicht schlecht, jedoch hat sich das Buch sehr lang gezogen und der Schreibstil ist sehr schwerfällig und gewöhnungsbedürftig. Ich habe für das Buch fast zwei Monate gebraucht, weil es mich so sehr frustriert hat. Letztendlich habe ich es nur zu Ende gelesen, um die Serie auf Prime zu gucken. Das Ende empfand ich als ganz gut, obwohl mir der Briefstyle nicht sonderlich gefallen hat. Inhaltlich war das Ende etwas plump.

3

Interessant

Ein interessantes und teils sehr erschreckendes Gedankenexperiment. Der Schreibstil war mir leider teilweise etwas zu 'Berichthaft'. Ich konnte dadurch nur schwer Verständnis für die Charaktere entwickeln. Einige Details sind so erschreckend das es wirklich gruselig ist wenn man darüber nachdenkt wie das alles umgekehrt wirklich stattfindet. Vor allem die letzten Seiten machen einem das nochmal bewusst wie real das alles ist. Der letzte Satz sagt auch irgendwie alles. Gutes Buch nur leider etwas zu ... unpersönlich. Wobei das vllt auch ganz gut ist sonst hätte ich es eventuell garnicht ausgehalten.

Zum einen hat mich das Buch sehr beeindruckt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, und es hat mich noch den ganzen Tag über beschäftigt, nachdem ich es beendet hatte. Andererseits ist es auch ein ziemlich krass und beklemmend Buch gewesen. ⠀⠀ Man begleitet als Leser hauptsächlich vier Personen während dieser Zeit: Eine Politikerin und eine jugendliche Waise aus den USA, die Tochter eines Gangsterbosses aus England, einen Journalisten aus Afrika. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Es war ein gutes Buch mit interessantem Thema, das mich total gefesselt hat! Es war aber auch teilweise sehr heftig, so dass ich mich während des Lesens unwohl gefühlt habe (z.B. bei Vergewaltigungsszenen oder detaillierten Gewaltdarstellungen). ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Gut fand ich, dass man die Wut der Frauen richtig gespürt hat, und auch ihre Freude darüber, zurückschlagen zu können, und die verschiedenen Aspekte, die beleuchtet wurden (Auswirkung auf Politik, Religion etc.) Was mir außerdem gefallen hat, war der Blickwinkel von Tunde, dem Journalisten, der einzige männliche Charakter, den man verfolgen konnte. So hat man auch ein bisschen darüber erfahren können, wie sich das Geschehen auf die männliche Welt auswirkt. Der Schreibstil war nüchtern und fast sachlich, was aber nicht schlimm war, da das gesamte Buch ohnehin fast wie ein Bericht aufgemacht war. Leider sind die Charaktere dadurch etwas unzugänglich geblieben. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Abschließend kann ich sagen, es ist bestimmt kein Buch für schwache Nerven, aber sehr spannend! Mir fällt es deshalb schwer, hier Sterne zu verteilen.

4

Als Teil eines Lesezirkels gelesen — unglaublich powerful. Eine feministische Dystopie, in der Frauen und Mädchen plötzlich besondere Kräfte haben und die Welt eine Wendung nimmt.

TW an dieser Stelle muss gesetzt werden — auch in diesem Buch gibt es (sexualisierte) Gewalt.

3

Ich muss sagen ich fand das Buch gut, wenn auch ganz anders als Vorgestellt. Leider fand ich es nicht herausragend. Wen man sich für Feminismus intressiert, in einer Art und weise die andere Denkweisen zu dem Thema zu lässt ist das Buch super. Nur für jeden der über Gleichstellung von Mann und Frau hinausgeht sollte das Buch nicht lesen.

3

Die Idee der Geschichte ist toll. Leider war der Schreibstil nichts für mich.

3

Klappentext: Es sind scheinbar gewöhnliche Alltagsszenen: ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis: Von heute auf morgen haben Frauen weltweit die Gabe – sie können mit ihren Händen starke elektrische Stromstöße aussenden. Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam, unwiederbringlich und auf schmerzvolle Weise verändern wird. ————— Meine Meinung: Achtung! Solltest du das Buch lesen wollen, ohne ansatzweise etwas über den Inhalt zu wissen, überspringe diesen Teil meiner Rezension! Naomi Alderman hat das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und etliche Bereiche behandelt: von YouTube bis hin zum investigativen Journalismus von regionaler Politik bis hin zu globalen Entscheidungen von religiösen Stimmen über Blasphemie bis hin zu sektenähnlichen Vorgehensweisen organisierte Kriminalität (überregionale Strukturen, innerfamiläre Racheakte und Ablösungen) es gibt medizinische und historische Aspekte Es geht um beschützende Mütter, hilflose Waisen, (sexuelle) Gewalt, sexuelle Lust, Machtspiele, Intrigen, Geschlechtsverräter, Demos, Kriege, Verbote, Hetze, Unmenschlichkeit, Forschung, Verrat, Verschwörungstheorien, Unterdrückung usw. So, wie die Welt jetzt auch ist. Und damit wurde es langweilig. Dann kann ich auch für ein eindimensionales Gedankenexperiment die Zeitung lesen und in meiner Vorstellung die Geschlechter tauschen. Anfangs war es für mich spannend, die Charaktere kennen zu lernen und zu erfahren, wie sie mit der Gabe umgehen. Ziemlich schnell wurde es jedoch zu eintönig. Die Welt ist auch nicht besser, wenn Frauen an der Macht sind. Aber ist das eine Überraschung? Ich denke nicht. ————— Fazit: Es ist ein gesellschaftskritischer Roman, der jedoch ohne Überraschung daherkommt. Man könnte zwar sagen, dass der Roman einfach nur polarisieren soll, was er auch tut, ja. Aber ich hätte mir neue Denkanstöße gewünscht. Neue Thesen, die von der Autorin aufgestellt werden, fehlten gänzlich. Es war mir zu wenig! Außerdem wurde nur über extreme Beispiele geschrieben, es fehlten die Frauen und Männer, die gesellschaftsfähig sind und verantwortungsbewusst mit der neuen Situation umgehen.

3

Schwierig für mich zu bewerten, ich würde sagen 3,5 Sterne, mit der Tendenz eher zu 3 als zu 4 Sternen. Frauen entdecken einen bislang unbekannten "Strang" am Schlüsselbein, können damit Elektrizität erzeugen und damit die Macht übernehmen. Das Buch ist erschreckend. Denn es zeigt auf, wie sehr Macht missbraucht wird. Es gibt im ganzen Buch keine Figur, die in irgendeinerweise positiv mit der neuen Macht umgeht. Alle sind destruktiv und brutal. Die ganze Stimmung ist deprimierend und hasserfüllt. Erzählt wird das Buch hauptsächlich aus der Sicht von 4 Personen, eine davon ist männlich. Ich konnte zu keiner der Figuren eine Beziehung aufbauen, niemand kommt mir nah. Und trotz aller Brutalität leide ich auch wenig mit, beobachte als Leser das Ganze eher distanziert. Sicherlich bietet das Buch viel Diskussionsbedarf, sicherlich zeigt das Buch sehr stark auf, wie stark Frauen noch unterdrückt werden. Ja, das Buch macht nachdenklich und wird bestimmt nachwirken. Genial war, dass es als "historischer Roman" betitelt wird und was wir alles an Bildern und Einschüben bekommen. Am Ende wird die Geschichte dann sehr rund, das hat mir gut gefallen. Ein Buch auf das man sich einlassen muss. Ein Buch, was mir zu düster war und mit dem ich mich schwer getan habe, Zugang zu finden

4

Wenn Frauen an die Macht kommen?🤷🏼‍♀️

Was passiert, wenn Frauen plötzlich körperlich überlegen sind? Genau da wird es spannend, weil das Buch eben nicht in einer Utopie endet. Stattdessen kippt alles wieder in Kontrolle, Gewalt und neue Hierarchien. Und ich hatte beim Lesen irgendwann dieses klare Gefühl: Macht bleibt Macht. Sie verschiebt sich nur. Gleichzeitig fand ich wichtig, dass man daraus nicht einfach die falsche Schlussfolgerung zieht. Nur weil sich Rollen tauschen, heißt das nicht, dass die realen, patriarchalen Strukturen plötzlich relativiert werden. Diese Systeme sind historisch gewachsen und wirken ganz anders als ein gedankliches „Was wäre wenn“-Szenario. Für mich war das Buch deshalb weniger eine einfache Aussage, sondern eher eine Reibung zwischen der Erkenntnis, dass Macht Menschen verändert und der Realität, dass Ungleichheit nicht neutral betrachtet werden kann. Am Ende bleibt genau dieses unangenehme Nachdenken zurück, dass es vielleicht nicht darum geht, wer Macht hat, sondern wie schnell sie kippen kann, sobald sie da ist.

4.5

Ich fande persönlich das am Ende also die E-Mails, nehme ich mal an, sehr wichtig. Am Ende sagt sie ja das er vllt unter einen weiblichen Pseudonym veröffentlichen soll und jetzt finde ich fällt auf den Autor und auf das Buch ein sehr viel anderes Licht. Aber kein schlechtes.

3

Hmm, ich weiss nicht genau, was ich von der Geschichte halten soll. Einerseits eine interessante Idee, doch an sich einfach das genau gleiche Prinzip wie männliche Gewalt, Zerstörung und Vergewaltigung. Ich bin mir nicht sicher, was die Botschaft sein soll. Zumindest bin ich nicht damit einverstanden, dass matriarchale Gesellschaftsmuster denen des Patriarchates so ähnlich sind. Es gibt genügend Beweise von matriarchalen Strukturen die inklusiv waren und nicht, wie das Buch es darstellt.

5

Wow, wirklich wow. Was ein geniales Buch, mich bringt es immer noch zum nachdenken. Im Grunde genommen ist sie Geschichte sehr einfach: Über Nacht bekommen junge Mädchen die Fähigkeit, sehr starke Stromschläge zu verteilen, ähnlich wie Zitteraale. Da junge in den alten Frauen die Kräfte erwecken können, haben bald alle Frauen diese Fähigkeit. Ich muss sagen, gerade Anfangs habe ich glatt so etwas wie Befriedigung empfunden, als sich Frauen und junge Mädchen gegen ihre Peiniger aufgelehnt haben. Besonders blieb mir im Gedächtnis, als die Opfer eines Sexsklaven- Ringes ihre Vergewaltiger töteten und andere Frauen befreiten, genau wie die unterdrückten Frauen sich in Indien endlich wehren konnten. Aber natürlich bleibt es nicht dabei und es gibt bald einige Mädchen, die ihre Kräfte nutzen, um Jungs zu quälen und es werden auch schnell Männer vergewaltigt und so behandelt, wie viele Frauen es in den barbarischten Gebieten noch heute werden. Und genau hier ist der Knackpunkt im Buch. Ich verstehe nicht, wie man behaupten kann, die Autorin will eine Radikal-Feministische oder gar Christenhassende- Propaganda unters Volk bringen. Denn genau darum geht es nicht! Naomi zeigt ganz klar, dass nicht das Geschlecht oder die Religion böse sind, sondern Macht die Menschen korrumpiert. Jedes Mal, wenn einem ihrer Charakter etwas böses wiederfährt oder er/sie etwas böses tut, ist die Begründung “Weil Ich es kann“. Allein die Tatsache, dass man andere verletzen, misshandeln, benutzen oder sogar töten kann sorgt dafür, dass viele es auch tun. Macht, egal ob Religiöse, körperliche oder politische verdirbt viele Menschen. Und die Opfer müssen sich mit dieser Begründung zufrieden geben: “Ich töte dich, weil ich es kann“. Grausam? Ja, aber so läuft es immer noch in unserer Welt. Aber nicht nur das Thema des Machtmissbrauchs hat mich bewegt, auch wie Angst aus Opfern Tätern macht. In diesem Fall wird das ganze durch den Verschwörungstheoretiker “UrbanDetox“ gezeigt, der Frauen nur als bessere Tiere sieht, die in ihre angestammte Rolle als Sklavin zurück gedrängt werden sollen. Diesem Extremisten folgen Männer und Frauen, die einfach nur Angst haben und deswegen Terroranschläge verüben. Extremismus trifft auf Extremismus. Sogenannte “Männerrechtler“ werden durch Idioten wie UrbanDetox nicht mehr ernst genommen und über einen Kamm geschoren. Nach den Terroranschlägen werden Männerrechtler konsequent als Terroristen angesehen und man öffnet extremistischen Frauen die Türen, die Männern jede Rechte entziehen. Dieses Buch hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt uns, dass Menschen, trotz aller guten Vorsätze, sehr schnell von Macht korrumpierbar sind. Ich möchte hier noch ein Zitat aus dem Buch erwähnen, was mich wirklich umgehauen hat: “Vor drei- oder viertausend Jahren war es normal, neun von zehn männlichen Säuglingen zu töten. Verdammt, es gibt immer noch Gegenden, in denen männliche Föten routinemäßig abgetrieben werden. Oder ihnen werden nach der Geburt die Penisse ausgebrannt. Das kann man Frauen in der Zeit vor der Verheerung eingfachfach nicht angetan haben. Es hätte keinerlei Sinn evolutionstechnischen Sinn für Kulturen gehabt, weibliche Föten im großen Umfang abzutreiben oder ihre Geschlechtsorgane zu verstümmeln!“. Leider werden diejenigen, die dieses Buch lesen sollten, es schlichtweg nicht lesen oder verstehen wollen.

3

Es ist kein schlechtes Buch

Ich habe mich wegen der Idee der Geschichte auf das Buch auf meinem sub gefreut. Jetzt habe ich es beendet und musste mich doch oft aufraffen weiterzulesen, denn am Ende war es mir egal was passiert. Ich könnte mit keiner Hauptfiguren sympathisieren. Am Ende waren es Frauen in Männerrollen geschrieben, was einen an die Realität erinnert und somit nichts Neues und absolut nichts Erstrebenswertes darstellt. Es fehlte die Hoffnung und top news: Macht macht Machtgeil. Es hatte Potenzial von der Idee her.

4

Interessantes Gedankenexperiment... Was wäre, wenn Frauen das "stärkere" Geschlecht wären...interessante Einblicke und hat mich stark zum Nachdenken gebracht.. Bin mir gar nicht so sicher, dass die Welt dann besser wäre 4,5 Sterne von 5 Sternen.... Einen halben Stern Abzug, da mir das Ende nicht so gefallen hat

Abbruch nach 172 Seiten - ich werde mit dem Schreibstil einfach nicht warm

4.5

So gut ich das Buch auch fand, genauso überfordert war ich stellenweise davon. Ich würde auch keine generelle Empfehlung für das Buch aussprechen. Setzt euch bitte vorher mit den Triggern auseinander und entscheidet dann, ob ihr die Geschichte wirklich lesen wollt. Nun also zu meiner Meinung: dieses Buch ist absolut mitreißend, aufwühlend und beängstigend. Ich bin ein kleiner Angsthase und muss sagen, teilweise war die Geschichte wirklich ein bisschen viel für mich. Viele Kapitel am Stück lesen, fiel mir schwer und ich musste immer wieder kleine Verdau-Pausen einlegen. Trotzdem fand ich den gesamten Aufbau und die Prämisse des Buches unglaublich spannend und die letzten paar Seiten haben mich so umgehauen, dass ich am liebsten noch einmal von vorne angefangen hätte. Das ist meiner Meinung nach ein phänomenales Buch. Es ist nur einfach viel. Aber genau das soll es eben auch sein. Von mir gibt es eine dicke Empfehlung, wenn ihr euch vorher mit den Inhalten dieses Buches auseinandergesetzt habt.

3

Schwierig, schwierig, schwierig – ich wollte dieses Buch mögen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das tue. Naomi Alderman, die ich von der App „Zombies, Run!“, die sie mitentwickelt hat und für die sie die Story schreibt, kenne, hat in ihrer Dystopie eine sehr interessante Frage aufgeworfen: was passiert, wenn sich die Machtverhältnisse ändern und der Schwächere zum Stärkeren wird? Sie betrachtet diese Situation aus vier unterschiedlichen Positionen: einem männlichen Reporter, einer religiösen Fanatikerin, einer Politikerin und der Tochter eines Gangsterbosses. Es sind Extreme, die sie hier beleuchtet und entsprechend stark sind auch die Entwicklungen der Protagonisten. Waren sie zuvor eher unscheinbar und unbedeutsam, so werden aus ihnen im Laufe der Zeit Schlüsselfiguren, die entweder das Geschehen anheizen oder ihm zum Opfer fallen. Das war für mich noch nachvollziehbar. Aber: wo sind die vernünftigen Stimmen in dieser Story? Wo sind die Frauen und Männer, die verantwortungsbewusst mit den neuen Machtverhältnissen umgehen? Wo sind die empathischen Menschen, die zur Vernunft aufrufen, die Mädchen, die kein Interesse an ihrer neuen Gabe haben? Frauen werden zu Bestien, alle, und ich frage mich, ob es tatsächlich so laufen würde. Ich selbst bin ein friedliebender Mensch. Ich habe kein Interesse daran, andere zu dominieren, selbst dann nicht, wenn ich es rein körperlich könnte. Es ist nicht der richtige Weg für ein gutes Zusammenleben. Diese Stimmen fehlen in „The Power“ völlig. So wie es heutzutage in einer relativ stabilen Gesellschaft Männer gibt, die ihre physische Überlegenheit nicht missbrauchen, so wird es auch in einer umgekehrten Situation Frauen geben, die sich nicht von ihrer neu gewonnenen Macht lenken lassen werden. Anders sieht es vermutlich in Ländern aus, die derzeit die weibliche Bevölkerung eher wie Tiere behandeln. Aber auch da frage ich mich: wird sich eine erwachsene Frau, die meint, aus religiöser Überzeugung so zu leben, wie sie es tut, sich wirklich großartig ändern? Religion ist ein starkes Motiv für Verhaltensweisen. Würden plötzlich all diese Frauen tatsächlich von ihrem Glauben abweichen und zu einer (militanten) Göttin statt an einem patriarchischen Gott beten? Ich weiß nicht… „The Power“ ist sicherlich ein wichtiges und ein gutes Buch, das zeigt, das Macht in allen Händen gefährlich ist, dennoch ist es mir persönlich zu einseitig. Ich hätte mir mehr Ethik, Moral, wasweißich in der Geschichte gewünscht. Aber letzten Endes ist das Geschmacksache.

5

This totally blew me away. Truly intriguing. Goosebump alert. May turn out to be my No. 1 book of the year. Read it! Großbritannien, Jetztzeit. Teenager Roxy ist die Tochter eines Gangsterbosses. Als eine verfeindete Bande ihre Mutter überfällt, verpasst sie einem der Angreifer einen Elektroschock – einfach so, mit der Hand. Sie ist eine der ersten, die diese Fähigkeit aufweist, denn Roxy hat eine „Skein“, ein neues Organ, ein Strang entlang des Schlüsselbeins, der Elektrizität produziert. Die Vorfälle mit jungen Frauen, die Elektroschocks verabreichen können, nehmen zu, und bald stellen auch viele ältere Frauen fest, dass sie die Fähigkeit haben. Die meisten Männer reagieren alarmiert, denn bald deutet sich an, dass diese neue Fähigkeit und die sich aus ihr ergebende Überlegenheit der Frauen die immer noch stark durch das Patriarchat geprägte Gesellschaft revolutionieren könnte. Dystopien sind mein Ding, mit einer gut ausgearbeiteten, düsteren Zukunftsvision kommt bei mir schnell Gänsehautfeeling auf. Naomi Aldermans preisgekrönter Roman (er wurde kürzlich völlig zu Recht mit dem Bailey’s Women’s Prize for Fiction ausgezeichnet wurde) schafft dies von der ersten Seite an. Denn Alderman leitet ihr Buch mit einem Geniegriff ein, der bereits andeutet, dass hier aus einer fernen Zukunft heraus rückblickend berichtet wird. Ergänzt wird der Text durch Abbildungen „archäologischer“ Artefakte sowie fiktive Einträge aus Internetforen und Akten. Der Gänsehautfaktor ist jedoch bei Weitem nicht der einzige Faktor, der dieses Buch zu einem großartigen macht, schließlich ist die Genderdiskussion in aller Munde, es gibt viele Bemühungen, alte Gendernormen aufzubrechen und Chancengleichheit herzustellen, gleichzeitig gibt es Gegenbewegungen, die die Differenzierung der Geschlechter aufrecht erhalten wollen. Es gibt in der feministischen Bewegung auch Behauptungen, die Fragen aufwerfen, etwa, ob eine von Frauen beherrschte Welt wirklich friedlicher und gerechter wäre. Alderman greift diese Frage auf und gibt eine höchstinteressante Antwort. Naomi Aldermans Geschichte ist großartig konstruiert und liest sich als echter Pageturner. Das Buch hat das Potenzial, mein Buch des Jahres zu werden, ähnlich wie Yaa Gyasis „Homegoing“ ist es wie für mich geschaffen. Aldermans Aussage ist eindeutig: Nur ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern kann eine wünschenswerte, friedliche Weltordnung schaffen. Sobald ein Geschlecht dominiert, kommt es zu Aggression und Unterdrückung. Offen bleibt die Frage, ob die Menschheit überhaupt in der Lage ist, eine solche Weltordnung herzustellen. Die Tendenz ist eher pessimistisch.

2

Ganz plötzlich entwickeln junge Frauen und Mädchen weltweit die Fähigkeit, mit ihren Händen Elektrizität herstellen zu können, die sie schnell gezielt als Waffe einsetzen - mal zum Spaß, aber immer öfter auch als Maßnahme von Gegenwehr und Widerstand gegenüber sie unterdrückenden Männern. Aus diesem Wechsel des Machtegefüges heraus entwickelt sich ein dystopisches Szenario, in dem Männer sich ständig bedroht fühlen, sie trauen sich nicht mehr alleine nachts auf die Straße und benötigen Schutzräume, zu denen Frauen keinen Zutritt haben. In Staaten, in denen Frauen systematisch unterdrückt werden, bilden sich ganze Armeen an widerständigen Revolutionärinnen, die ihre Chance auf Freiheit sehen. Männer, die weiterhin Gewalt gegen Frauen ausüben, werden ohne großen Prozess hart bestraft. Die Geschichte wird geschildert aus der Sicht von unterschiedlichen Protagonist*innen, deren Wege sich früher oder später kreuzen. Da wären z.B. die amerikanische Bürgermeistern Margot mit großen politischen Ambitionen, die englische Gang-Angehörige Roxy, der nigerianische Journalist Tunde und die amerikanische Waise Allie, die schnell den größtmöglichen Nutzen aus der Situation zieht und als Mother Eve einen religiösen Fanatismus ausruft. Für mich ist 'The Power' eine sehr spannende Dystopie mit viel Potential, insbesondere durch die globale Vernetzung der Frauen und damit einhergehend den eher dezentralen Handlungsorten. Allerdings waren manche Aspekte mir dann doch zu klischeehaft und Vorurteils-reproduzierend: so geht z.B. die größte Frauenfeindliche Bedrohung aus Saudi-Arabien aus; und die Osteuropäische Rebellin, die mal sehr gebrochen, mal sehr gut Englisch spricht, entwickelt sich mit zunehmer Macht immer mehr zum Abbild eines osteuropäischen Zuhälters. Oder auch der Journalist Tunde, der für alle Frauen in erster Linie ein S3xobjekt ist. Insgesamt gab es für mich keinen einzigen Charakter, der mir sympathisch war oder dessen langfristige persönliche Entwicklung mich besonders gecatched hätte, obwohl der Anfang sehr vielversprechend war. Vielleicht waren es dann doch zu viele Nebenstränge, die die Spannung (Pun intended) nicht aufrecht erhalten konnten. Aufgrund der Vielzahl an Figuren sowie kontroverser Ereignisse glaube ich, dass 'The Power' sich gut für einen Buddyread eignen kann. Im Vergleich zu anderen Dystopien mit Gender-Fokus war es für mich persönlich leider kein Highlight. CN: Blut, Gewalt, S3xuelle Belästigung, Tierm0rd, Verg3waltigung, Missbrauch, Alkoh0lmissbrauch, s3xistische Sprache, Bodyshaming (Akne), Ableismus, religiöser Fanatismus, Krieg, Trauma, Folter

3

“Die Gabe” ist in gewisser Weise das Buch, das ich immer schreiben wollte, hätte ich die Geduld und den Ehrgeiz, selbst einen Roman zu verfassen. Die Idee, wie unsere Gesellschaft wäre, wenn die Frauen die Macht hätten … Diese Vorstellung hat mich irgendwie schon immer fasziniert. Deswegen war ich auch schon sehr gespannt darauf, was Naomi Alderman daraus gemacht hatte. Dr Klappentext: Es sind scheinbar gewöhnliche Alltagsszenen: ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis: Von heute auf morgen haben Frauen weltweit die Gabe – sie können mit ihren Händen starke elektrische Stromstöße aussenden. Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam, unwiederbringlich und auf schmerzvolle Weise verändern wird. Meine Meinung: Naomi Alderman erzählt ihre Geschichte in – sagen wir – Episoden. Dies wird gerade dadurch deutlich, dass das Buch in verschiedene zeitliche Abschnitte (beispielsweise “Noch zehn Jahre”) unterteilt ist und dass die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Das bedeutet, dass vieles eigentlich nur angerissen und nicht im Detail auserzählt wird – etwas, was mich doch an der einen oder anderen Stelle ein wenig gestört hat. Die einzelnen Figuren beispielsweise bekommen dadurch verhältnismäßig wenig Tiefe, wirken eher wie ein Mittel zum Zweck, die Entwicklung der Geschichte voranzutreiben. Trotzdem gelingt es der Autorin sehr gut, ihr Gedankenspiel darzustellen. Was wäre, wenn Männer von heute auf morgen das schwächere Geschlecht sind? Was wäre, wenn Männer Sexismus, Vergewaltigung und Gewalt von Frauen ausgesetzt wären? Sind Frauen die besseren Mächtigen? Diese und noch mehr Fragen beantwortet die Autorin in meinen Augen durchaus zufriedenstellend, auch wenn mich manche ihrer Ideen nicht so ganz überzeugen konnten. Dabei beschönigt die Autorin nichts, gerade bei den Vergewaltigungsszenen musste ich schon ein- oder zweimal schlucken. Wer hier empfindlich reagiert, sollte die entsprechenden Abschnitte vielleicht lieber überblättern oder gleich ganz einen Bogen um das Buch machen. Besonders die zweite Hälfte des Buch (Ja, ich weiß, es ist ein leichter Spoiler) wirkte auf mich aus diesem Grund eher deprimierend. Hat man anfangs noch Sympathien für die Frauen, die sich gegen männliche Vorherrschaft, Frauenhandel und Missbrauch zur Wehr setzen, kippt die Stimmung zusehends. Das Ende und die Botschaft, die dieses Ende aussendet, fand ich persönlich recht zwiespältig. Natürlich verstehe ich, dass die Geschichte nur ein Bild, eine Idee sein soll, aber ein Teil von mir weigert sich einfach, die dargestellten Dinge als gegeben hinzunehmen. Und zwar egal, ob nun Männer oder Frauen an der Macht sind. Was mir jedoch durchaus gefallen hat, sind die Rahmenhandlung bzw. die Einschübe: Zwischen den Abschnitten beispielsweise finden sich Zeichnungen, Auszüge aus alten Dokumenten, E-Mails, die darauf schließen lassen, dass es sich bei dem Roman um eine Art geschichtlichen Erlebnisbericht handelt, der auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen beruht. Das macht den Roman ein ganzes Stück realistischer, auch wenn man natürlich weiß, dass man eine fiktive Geschichte vor sich hat. Ich gebe zu, dass ich an “Die Gabe” doch recht hohe Erwartungen hatte, die sich für mich aber nur teilweise erfüllt haben. Zu viele Dinge fand ich an diesem Buch einfach … befremdlich. Dinge, wo ich nicht weiß, zu welchem Zweck die Autorin sie in die Geschichte eingearbeitet hat. Wer meine Tweets verfolgt hat, die ich im Rahmen der #bbfliest Leserunde auf Twitter gepostet habe, wird wissen, was ich meine (Die anderen können sie nachlesen, einfach in der Suche den Hashtag eingeben). Dies lässt mich nun leider doch nur drei Sterne vergeben, obwohl ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut habe. Mein Fazit: “Die Gabe” war für mich in Summe ein recht zwiespältiges Buch, einiges fand ich sehr gut umgesetzt, einiges dagegen gefiel mir so ganz und gar nicht. Auch mit dem Ende konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden … Trotzdem fand (und finde) ich die Idee zu diesem Buch einfach großartig.

2

Spannend? Ja. Aber sonst? Nicht so viel. Die Charaktere waren alle nur von Rachegelüsten getrieben und es gab kaum etwas, das mal hinterfragt wurde, es gab kaum jemanden oder gar niemanden, der in irgendeiner Form mal jemanden von etwas abgehalten hätte, etwas schlecht gefunden hätte oder Ähnliches. Kaum Reflexionen in diesem Buch, was ich nicht gut fand, denn am Ende gab es nur eins zu erfahren: Die Frauen sind in sich alle böse, drehen alle durch, wenn sie Macht haben und nutzen sie schamlos aus. Und am Ende ist die Welt wohl noch schlimmer dran, als wenn sie weiterhin von Männern regiert würde... also nein, das Buch konnte mir nichts geben, bis auf blutige und brutale Passagen aller Art und unsympathischer Charaktere, die sich nicht sonderlich gut reflektierten oder weiterentwickelt haben.

2.5

Irgendwie schwierig

Ich wollte das Buch wirklich mögen, die Idee an sich hat mich auch voll überzeugt, aber das Buch war leider doch eher meh.

5

Wow! What an amazing, important book to read. Again, it shows that cruelty doesn't belong to a certain gender, that softness and kindness doesnt belong to a certain gender. Power Imbalance is what brings problems and inequality and that we need to work together to create real equality for ALL genders.

3

Spannende Idee, die sich verliert

Geile Idee, teilweise spannende Charaktere, die aber obwohl sie so intensiv vorgestellt und beschrieben werden - für mich irgendwie oberflächlich und nicht greifbar geblieben sind. Auch verliert sich die Geschichte teilweise in sich selbst. Stellenweise sehr stark, dann wieder nachlassend. Insgesamt eine tolle dystopische Idee mit ein paar Schwächen.

Spannende Idee, die sich verliert
4

The last sentence will keep me thinking for quite some time.

5

Es ist insane von einer Welt zu lesen die das genaue Gegenteil von unserer ist

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