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"Kann man den Blitz zurückrufen? Oder kehrt er von allein in die Hand zurück?" [S. 448]
Ein Buch, bei dem es mir sehr schwer fällt, eine Bewertung zu schreiben. Das liegt unter anderem daran, dass es sich hierbei um ein Buch abseits meiner typischen Genres handelt. Allerdings liegt es auch am Buch selbst und dem, was es erzählt. Aber fangen wir erstmal von vorne an. In "Die Gabe" gibt es mehrere Protas, deren Geschichten wir in diesem Werk folgen und die alle irgendwie mehr oder weniger miteinander verbunden sind: Roxy, Allie, Margot, Jocelyn und Tunde. Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt, was anfangs etwas ungewohnt war, da die Kapitel durchweg (außer ab S. 400) die Namen der Personen, denen wir in ihnen gefolgt sind, als Kapitelnamen trugen. Hier hätte sich das Erzählen aus der "Ich"-Perspektive ebenfalls wunderbar angeboten, da man hierbei noch näher am Innenleben der Personen dran gewesen wäre. So wirkte das ganze distanziert, selbst wenn es z.B. um die inneren Dialoge von Mother Eve ging. Die Entwicklung der einzelnen Charaktere und ihres Umgangs mit ihrer neuen Macht war spannend zu sehen und teils erschütternd. Das Buch hat ohne Zweifel Fragen aufgeworfen. Unbequeme Fragen. Was mir im Klappentext aufgefallen ist, ist das aus diesem nicht hervorgeht, dass Tunde ein männlicher Charakter ist. Womit er in diesem Buch die Ausnahme darstellt, da alle anderen Protas weiblich sind. Aufgrund der Thematik mit dem Strang und der Verschiebung der Machtverhältnisse hatte es etwas spannendes, Tundes Weg mitzuverfolgen, zu lesen wie er als Journalist alles rund um die "Gabe" und die Frauen und ihren teils sehr unterschiedlichen Umgang damit quasi von Anfang an dokumentiert hat. Das Buch ließ sich insgesamt recht flüssig lesen, dennoch musste ich es stellenweise kurz aus der Hand lesen, weil die Thematik sehr intensiv war. Was mir gefallen hat, war die Idee, den Roman innerhalb des Buches als eine Art Hybrid aus Roman und geschichtlichen Aspekten aus der Feder eines Mannes zu verkaufen, der damit die Ereignisse rund um das plötzliche Auftauchen der "Gabe" und die damit einhergehende Neuordnung der vorherigen Machtverhältnisse aufzeichnen und für die Allgemeinheit zugänglich machen wollte. Die Briefwechsel dazu haben die Thematik des Buches nachhaltig unterstrichen und den gewissen Beigeschmack hinterlassen. Insgesamt also ein durchaus lesenswertes Buch aus dem Bereich Science-Fiction, dass stellenweise ziemlich unbequem werden kann.
!["Kann man den Blitz zurückrufen? Oder kehrt er von allein in die Hand zurück?"
[S. 448]](https://social-cdn.read-o.com/images/1757503379483-22.jpg)
Sep 10, 2025
"Kann man den Blitz zurückrufen? Oder kehrt er von allein in die Hand zurück?" [S. 448]
Ein Buch, bei dem es mir sehr schwer fällt, eine Bewertung zu schreiben. Das liegt unter anderem daran, dass es sich hierbei um ein Buch abseits meiner typischen Genres handelt. Allerdings liegt es auch am Buch selbst und dem, was es erzählt. Aber fangen wir erstmal von vorne an. In "Die Gabe" gibt es mehrere Protas, deren Geschichten wir in diesem Werk folgen und die alle irgendwie mehr oder weniger miteinander verbunden sind: Roxy, Allie, Margot, Jocelyn und Tunde. Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt, was anfangs etwas ungewohnt war, da die Kapitel durchweg (außer ab S. 400) die Namen der Personen, denen wir in ihnen gefolgt sind, als Kapitelnamen trugen. Hier hätte sich das Erzählen aus der "Ich"-Perspektive ebenfalls wunderbar angeboten, da man hierbei noch näher am Innenleben der Personen dran gewesen wäre. So wirkte das ganze distanziert, selbst wenn es z.B. um die inneren Dialoge von Mother Eve ging. Die Entwicklung der einzelnen Charaktere und ihres Umgangs mit ihrer neuen Macht war spannend zu sehen und teils erschütternd. Das Buch hat ohne Zweifel Fragen aufgeworfen. Unbequeme Fragen. Was mir im Klappentext aufgefallen ist, ist das aus diesem nicht hervorgeht, dass Tunde ein männlicher Charakter ist. Womit er in diesem Buch die Ausnahme darstellt, da alle anderen Protas weiblich sind. Aufgrund der Thematik mit dem Strang und der Verschiebung der Machtverhältnisse hatte es etwas spannendes, Tundes Weg mitzuverfolgen, zu lesen wie er als Journalist alles rund um die "Gabe" und die Frauen und ihren teils sehr unterschiedlichen Umgang damit quasi von Anfang an dokumentiert hat. Das Buch ließ sich insgesamt recht flüssig lesen, dennoch musste ich es stellenweise kurz aus der Hand lesen, weil die Thematik sehr intensiv war. Was mir gefallen hat, war die Idee, den Roman innerhalb des Buches als eine Art Hybrid aus Roman und geschichtlichen Aspekten aus der Feder eines Mannes zu verkaufen, der damit die Ereignisse rund um das plötzliche Auftauchen der "Gabe" und die damit einhergehende Neuordnung der vorherigen Machtverhältnisse aufzeichnen und für die Allgemeinheit zugänglich machen wollte. Die Briefwechsel dazu haben die Thematik des Buches nachhaltig unterstrichen und den gewissen Beigeschmack hinterlassen. Insgesamt also ein durchaus lesenswertes Buch aus dem Bereich Science-Fiction, dass stellenweise ziemlich unbequem werden kann.
Sep 10, 2025
!["Kann man den Blitz zurückrufen? Oder kehrt er von allein in die Hand zurück?"
[S. 448]](https://social-cdn.read-o.com/images/1757503379483-22.jpg)







