Die Diplomatin

Die Diplomatin

Hardback
3.8400
PressefreiheitDeutsche KonsulinAußenpolitikWeibliche Protagonistin

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Description

»Aktueller denn je: Wie geht man vor, wenn man etwas erreichen will, ohne dass es eskaliert? Ein Roman über die Kunst der Diplomatie.« Die ZEIT

Dann steht man da und ist nur Deutschland.

Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommerresidenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwischen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freundschaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee.

In ihrem fulminanten, so komischen wie bitteren neuen Roman erzählt Lucy Fricke von einer Diplomatin, die den Glauben an die Diplomatie verliert – und das, was in ihrem Beruf das Wichtigste ist: die Geduld.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
256
Price
22.70 €

Author Description

Lucy Fricke wurde in Hamburg geboren und lebt in Berlin. Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt war sie Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Ihr Roman Töchter erhielt 2018 den Bayerischen Buchpreis, wurde in acht Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt.

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
42%
47%
5%
8%
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13%
19%
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23%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
88%
89%
36%
37%

Pace

Fast33%
Slow33%
Moderate33%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Bildhaft (67%)Minimalistisch (33%)Poetisch (33%)Außergewöhnlich (33%)

Posts

55
All
3.5

Gewagter Politikthriller

„Die Diplomatin“ von Lucy Fricke ist ein spannender, stellenweise erschreckender und sehr gut recherchierter Politikthriller. Die Handlung bietet einen guten Einblick in internationale Machtstrukturen, diplomatische Abgründe und politische Verflechtungen, die beunruhigend real wirken. Erzählt wird die Geschichte aus einer sympathischen, klugen Frauenperspektive, die den Roman durchgehend gut lesbar und zugänglich macht. Besonders hervorzuheben sind die wirklich spannenden und eindrucksvoll beschriebenen Schauplätze. Sie verleihen der Geschichte Atmosphäre und Tiefe, gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass die Protagonistin in ihrem beruflichen Alltag nur wenig Raum hat, diese Orte tatsächlich wahrzunehmen oder zu erleben. Dieses Spannungsfeld zwischen faszinierender Umgebung und der ernüchternden Realität diplomatischer Arbeit wird überzeugend vermittelt. Lucy Fricke gelingt es, komplexe politische Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und mit Tempo sowie Spannung zu erzählen. Die Themen sind relevant, die Figuren interessant angelegt, und auch die Beziehungen zwischen ihnen wirken glaubwürdig und durchdacht. Über weite Strecken hat mich das Buch gut unterhalten und neugierig gehalten. Trotzdem blieb am Ende eine leichte Unbefriedigung zurück. Gerade weil die Themen so hart und die Figuren eigentlich vielversprechend sind, fehlte mir der nötige Tiefgang, um mich emotional wirklich zu berühren oder nachhaltig zu beeindrucken. Vieles wird angerissen und klug beobachtet, bleibt für mein Empfinden aber etwas zu distanziert, um lange nachzuwirken. Insgesamt ein solider, spannender und gut geschriebener Politikthriller, der inhaltlich überzeugt, für mich jedoch emotional hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.

4

Kluge Darstellung der diplomatischen Verhältnisse

„Die Diplomatin“ ist kein trockener Bericht aus dem Auswärtigen Amt, sondern eine sezierende Analyse über die Ohnmacht der Realpolitik. Fricke verhandelt Themen wie transnationale Repression und die systematische politische Verfolgung, wobei sie aufzeigt, wie Rechtsstaatlichkeit an der Willkür autokratischer Systeme zerschellt. Es ist ein Buch über die Erosion diplomatischer Wirksamkeit. Erschreckend stellt sich vor allem die "Ohnmacht" der Diplomaten dar, da deren Handeln auf den Füßen eines moralisch instabilen Fundaments gebaut ist. Verhandeln die Deutschen feige oder nur interessensbasiert? Die Augen schließen, damit die Grenzen zu bleiben? All dies scheint über dieser Geschichte zu schweben Die Autorin hat diese Realität kühl und interessant erzählt und mit einer sympathischen Frauenfigur besetzt, die jedoch leider wenig persönliche Entwicklung vorzeigen kann. Die Erkenntnisse wirken in diesem Kontext bestenfalls banal. Der Witz, der ab und zu durchkommt, gefällt mir gut.

5

"Niemand sah mich je umfallen. Das tat ich erst, nachdem die Tür hinter mir ins Schloss gefallen war. Hinter Haustüren in Berlin, Bagdad, Montevideo und leider auch Bonn war ich zusammengebrochen. Ich erinnere mich an jeden Flurboden, als hätte ich ihn selbst verlegt." Fred, eine eigentlich durch scheinbar nichts zu beeindruckende, erfahrene deutsche Konsulin in Istanbul, gerät an die Grenzen ihrer diplomatischen Möglichkeiten. Diese Geschichte ist so neu und großartig erzählt, unglaublich kurzweilig, humorvoll und spannend. Für mich ein ganz großes Lesevergnügen mit einer total sympathischen Protagonistin

3

Ganz nette Unterhaltungsliteratur

Die Diplomatin von Lucy Fricke war für mich ein kleiner Literatursnack für zwischendurch. Es wurden viele wichtige und aktuelle Themen angesprochen wie das Altern, die Rolle der Frau in der Gesellschaft und die Diplomatie in der Politik. Sicherlich auch mit Ideen, dass diese nicht immer offen ehrlich und transparent ist. Zum Ende hat es sich schon fast zu einem kleinen Krimi entwickelt. Eine große Begeisterung hat der Roman nun bei mir allerdings nicht ausgelöst. Ich fand ihn „ok“.

3.5

Am Anfang war es wirklich schwierig sich in das Buch einzufinden. Sowohl vom Schreibstil als auch von der Story an sich. Aber je länger man liest umso mehr macht alles Sinn und man gewöhnt sich an den Stil. Das Buch ist kein Politthriller oder Krimi. Ganz im Gegenteil. Es zeigt den Alltag einer Diplomatin im Ausland. Mal gewinnt man, mal verliert man und manchmal muss man die Regeln brechen wenn es um Diktatoren geht. Es war ein interessanter Einblick, obwohl ich vermutlich noch zu jung dafür bin. Evtl. bin ich auch einfach zu dumm für dieses Buch 😂

3

Nach vielversprechendem Start nimmt das Buch eine Richtung ein, die insgesamt kaum Spannung bietet aber den (Berufs-)Alltag der Diplomatin sicher authentisch, jedoch oft sehr deprimierend, darstellt.

4

Tolles Buch, gute geschrieben und sehr spannend.

5

Schon lange kein so gutes Buch gelesen !

Die Diplomatin ist ein beeindruckendes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Schreibstil ist klar, elegant und unglaublich fesselnd – nie zu schwer, aber trotzdem tiefgründig. Die Autorin gewährt einen faszinierenden Einblick in eine Welt, die vielen verborgen bleibt: die Herausforderungen und politischen Spannungen des diplomatischen Lebens. Besonders spannend fand ich, wie die inneren Konflikte der Protagonistin, vor allem als Frau in dieser anspruchsvollen Position, realistisch und berührend dargestellt wurden. Die Schwierigkeiten und Dilemmata, mit denen sie sowohl beruflich als auch privat konfrontiert ist, wirken authentisch und regen zum Nachdenken an. Das Ende hat mich besonders überrascht – auf eine positive Weise. Es ist selten, dass ein Buch mich so unerwartet und gleichzeitig zufrieden zurücklässt. In einer Zeit, in der internationale Beziehungen und politische Zusammenhänge so wichtig sind, ist *Die Diplomatin* ein Werk, das ich jedem ans Herz legen möchte. Ein absolut lesenswertes Buch – tiefgründig, spannend und hochaktuell.

5

Fuck you -Wenn alle schön spielen würden!

Ein tolles Buch. Echt spannend, abwechslungsreich und man will es sich nicht vorstellen, wie viel davon tatsächlich so passiert 😉. Wie viele Tiger zahnlos durch / in der Diplomatie geworden sind. Und trotzdem: ohne sie geht gar nichts in diesen Zeiten!!!!

4

Die Autorin gibt mit ihrem Roman einen guten und realistischen Einblick in die Arbeit eines Diplomaten. Die Konsulin Fred wird nach Istanbul versetzt und agiert dort im Spannungsfeld zwischen Medien, türkischem Staat und der deutschen Vertretung

3

So geht Desillusionierung

Fred ist Botschafterin in Montevideo und genießt ein Leben zwischen Champagnerempfang und Polizeieskorte. Manchmal fragt sie sich selbst, wie sie in diesem Beruf landen konnte, doch sie ist souverän und erfahren und hat ihr Handwerk gelernt. Für Skandale ist sie nicht bekannt und sie schafft es, die Klippen des heiklen Miteinanders zu umschiffen. Doch dann verschwindet eine junge Deutsche und Fred entgleitet die Kontrolle über die Situation. Zwei Jahre später ist sie in Istanbul und soll sich um diplomatisch prekäre Fälle kümmern. Hier ist es im Vergleich zu Südamerika schwierig, die politischen Fettnäpfchen zu umgehen und ihren Job auszufüllen. Geheimpolizisten, Korruption und ein Staatschef, der das ganze anfeuert, bringen Sie an ihre Grenzen auch dessen, was sie selbst in sich sieht. Will sie so arbeiten? Hat ihre Arbeit überhaupt einen Sinn, wenn diese nicht gewünscht ist und sie ständig gegen geschlossene Türen rennen muss? Wir schauen ihr bei diesem Umbruch über die Schultern, und haben Einblick in eine Arbeit, die viele Hürden nehmen muss und bei dem man ständig über Steine stolpert, die einem in den Weg gelegt werden. Die innere Reflektionen von Fred lässt uns auch tief in ihre Vergangenheit bringen. Den Bezug zur Heimat hat sie über ihre Mutter, die ihr Karten schreibt und sie ständig auf liebevolle Weise daran erinnert, dass sie an zu Hause hat. Es gibt eine Liebesgeschichte, die aber keinen großen Raum einnimmt. Generell scheinen Freds Beziehungen zu Männern nie romantischer Selbstzweck zu sein. Sie spiegeln Macht, Nähe, Einsamkeit und berufliche Grenzen und scheinen immer Prüfsteine und nie keine Rettungsanker zu sein. Lucy Fricke erzählt gewohnt pragmatisch und mit einem Humor, der eine feine Portion Sarkasmus beinhaltet. Aus der ICH- Perspektive heraus merken wir nach und nach, wie die sich die Figur verwandelt- von einer abgeklärten und zugewandte Frau zu einer Person, die die Ziele, die sie mit ihrer Arbeit erreichen möchte, über Bord werfen muss und mit der zunehmenden Frustration zu kämpfen hat. Am Anfang war ich begeistert, der Einstieg ins Buch hat mich sehr gefesselt und eigentlich wär ich lieber in Montevideo geblieben, das muss ich schon zugeben. Ab Istanbul ging’s für mich auch mit der Lesefreude leider bergab. Analog zur Desillusionierung der Protagonistin nahm auch meine Lust, die Geschichte zu lesen mehr und mehr ab. Es wurde sehr politisch wogegen erst mal nichts spricht aber die Tiefe um das Geschehen für mich fühlbar zu machen, fehlt mir. Fricke erzählt wirklich lebendig, daran kann es nicht gelegen haben. Aber der Plot wirkt auf mich sehr zerfasert. Am Ende konnte sie mich wieder einfangen, da war ich wieder ganz nah bei Fred, aber die ganze Geschichte um Meral hat mir zwar aufgezeigt, wie korrupt und verlogen das politische System in der Türkei ist, hat es aber nicht geschafft mich in irgendeiner Form dafür zu interessieren. Das fand ich sehr schade. Nichtsdestotrotz ist „Die Diplomatin“ ein Roman, den man schnell lesen kann und der einem kleine Einblicke in diese Arbeit gibt. Deswegen empfehle ich es allen, die sich zwischendurch mal in diesem speziellen Setting bewegen möchten und nicht unbedingt etwas mit großen Tiefgang brauchen

4

Netter Polit-Thriller ohne unnötige Längen, subtil spannend, ohne allzu großen Nervenkitzel dennoch gut unterhaltend.

4

In "Die Diplomatin" gibt Lucy Fricke einen Einblick in die komplexe und oft undurchsichtige Welt der internationalen Diplomatie durch die Augen ihrer Protagonistin, Fred. Der Schreibstil ist gleichzeitig humorvoll wie emotional und beleuchtet Freds berufliche und persönliche Welt gleichermaßen. Fred ist als Diplomatin tätig und navigiert durch das Labyrinth der globalen Politik, wobei sie oft vor moralischen Dilemmata und persönlichen Opfern steht. Ihre Karriere führt sie in verschiedene Länder, wodurch reichhaltige Eindrücke internationaler Schauplätze und kultureller Begegnungen entstehen. Die realistischen und facettenreichen Darstellung von Fred hat mir sehr gut gefallen. Sie ist eine Frau mit Tiefe und Widersprüchen, deren professionelle Erfahrungen untrennbar mit ihrem persönlichen Leben verwoben sind. Ihre Beziehungen, sowohl zu ihren Kollegen als auch zu ihrer Familie und Freunden, werden spannend erzählt. Die oft verborgenen Aspekte der diplomatischen Arbeit werden aufgezeigt, die stillen, aber intensiven Momente der Entscheidungsfindung, die politischen Manöver hinter den Kulissen und die emotionalen Kosten, die der Job fordert. Freds Erlebnisse geben einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und den oft hohen Preis persönlicher Opfer in diesem Beruf. "Die Diplomatin" ist damit ein Werk, das sowohl unterhält als auch informiert. Eine fesselnde Geschichte, die nicht nur durch ihre lebendigen Charaktere und spannenden Wendungen besticht, sondern auch wichtige Fragen über Ethik, Macht und persönliche Integrität in der modernen Welt stellt. Ein Hörbuch, was mir gut gefallen hat.

4

Kein leichter Posten Die Diplomatin Lucy Fricke Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass ich Diplomaten immer sehr speziell finde? (Entschuldigung an die Diplomaten an dieser Stelle). Auch wenn ihr jetzt denkt: Na so viele wirst du ja nicht kennen… liegt ihr leider falsch. Ich lebe seit 22 Jahren in Thailand und habe viele Diplomaten kennengelernt. Es bedingt einer speziellen Profession und erfordert besondere Charakteristika, um den täglichen Herausforderungen gerecht zu werden. Vielleicht kann die Protagonistin Frederike, von allen nur Fred genannt, mich doch eines Besseren belehren?! Seit sechs Wochen ist Fred in Montevideo auf Posten. Die Konsulin ist eine Frau, die selbst gerne anpackt, gradlinig ist und sich nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen lässt. Als eine junge Frau von deren Mutter, Elke Büscher, eine bekannte Zeitungsherausgeberin, als vermisst angezeigt wird, lässt Fred die Ermittlungen eher langsam angehen, denn schlussendlich hat die Mutter ihre Tochter nur als vermisst gemeldet, weil sie seit 24 Stunden nichts mehr auf Instagram gepostet hat. Später wird Fred ihr Zögern vorgeworfen und somit zum Verhängnis, sie wird zurück nach Bonn zitiert und strafversetzt. Ein Jahr später bekommt Fred eine Neue Chance in Istanbul. Meral, die eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt, wurde verhaftet und sitzt im Gefängnis ein, weil sie kurdische Künstlerinnen und politisch Verfolgte unterstützt hat. Als ihr deutsch/kurdischer Sohn Baris, den man davon abgeraten hat in die Türkei zu reisen, eintrifft und vom Geheimdienst festgenommen wird, verstrickt sich Fred tief in die Machenschaften des türkischen Geheimdienstes, was sie wiederum mitten in die komplizierten diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland katapultiert. Es geht um die Rechte in einer Demokratie, wie Freiheit und freie Meinungsäußerung ,um das, was für uns Deutsche so selbstverständlich ist. Die Diplomatin gefiel mir wirklich sehr gut, das muss ich sagen. Fred war mir sehr sympathisch und ich mochte ihren trockenen, leicht zynischen Humor. Ganz besonders haben mir die Dialoge zwischen ihr und ihren Kollegen gefallen. Das Buch liest sich wahnsinnig schnell und leicht. Es sind kurze Kapitel und es war mir eigentlich viel zu schnell zu Ende. Eine grosse Leseempfehlung von mir und vielleicht ändere ich jetzt noch mal meine Meinung über Diplomaten. 4½ Sterne

2.5

Schön geschrieben aber nicht wirklich spannend. Dauert viel zu lange bis die Geschichte sich aufbaut. Leider keine Empfehlung.

4

Eine aufwühlende Ruhe

Ist der Erzählstil in diesem Roman. Zunächst bedacht auf die Fakten wird die berufliche Laufbahn der Diplomatin erzählt, aber nach so vielen Jahren der Disziplin bricht es dann doch durch. Der Staudamm bekommt Risse. Die Facette bröckelt und der Mensch tritt hervor. Spannend, bewegend und sehr aktuell schildert Lucy Fricke die Menschenschicksale aus der anderen Perspektive, die wir sonst nicht erzählt bekommen.

5

Interessanter Einbilck in den Beruf einer Diplomatin

Das Buch hat mir sehr gefallen. Die Autorin Lucy Fricke hat einen sehr guten Schreibstil, der sich leicht liest. Das Buch gibt einen Einblick in den Beruf und die Verantwortung einer Diplomatin. Vor dem Lesen des Buchs, wusste ich nicht, welche Aufgaben und vor allem welche Verantwortung (!) eine Diplomatin hat. Ich fand das Buch echt klasse, da es auch die Schwierigkeiten und die Korruption innerhalb mancher Länder gezeigt hat. Trotzdem das Buch eine fiktive Geschichte darstellt, lassen sich meiner Meinung nach auch viele Vergleiche in die Gegenwart ziehen. Ein echt tolles Buch, was ich weiterempfehlen kann!

3.5

Kurzweilig und sehr Informativ

4.5

Was für ein Vergnügen

„Wir waren keine Spezialeinheit und keine Weltmacht, wir brachten keine Währung ins Schlingern, keine Regierung zu Fall, wir verhängten nicht mal Sanktionen. Wir waren drei läppische deutsche Beamte, und genauso wurden wir behandelt. Mit unseren Visitenkarten aus stabiler Pappe reinigten Polizisten wie diese sich die Fingernägel“ In Zeiten kriselnder Diplomatie tut dieses Buch gute Dienste. Lucy Fricke schreibt unglaublich mitreissend. Die Geschichte hing nicht einen Absatz lang durch und ihr Schreibstil ist so klar wie ein Bergsee, in dem sich die Wolken und Bergwipfel spiegeln. »Die Diplomatin« ist packend geschrieben und mit herrlich abgebrühtem Humor abgerundet. Und mit Montevideo und Istanbul als Schauplätze hatte Lucy Fricke mich für die Story sofort gewonnen! Ein tolles Buch, eine tolle Autorin. Ich werde mehr von ihr lesen.

5

Ein toller Schreibstil und eine spannende Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

4

Mir gefällt der Schreibstil, den trocknen Humor der Protagonistin. Das, "sich selber nicht so ernst nehmen". Zusammen mit Vanessa vom Video Chat Buchclub gelesen.

4

Ein Roman, der packend die Grenzen der Diplomatie aufzeigt. Die Diplomatin Fred kommt als Konsulin nach Instanbul, wo sie nach und nach an den Möglichkeiten der Diplomatie in einem autoritären Staat verzweifelt. Eine deutsch-türkische Künstlerin wird wegen Terrorismus eingesperrt, ihr Sohn, der sie nur besuchen möchte, bald darauf auch. Als dann auch noch ein befreundeter deutscher Journalist ins Visier des Unrechtsstaates gerät, muss Fred endgültig überlegen, ob Diplomatie die einzige Lösung sein kann.

3.5

Solide und gut zu lesen

Tolles Buch, welches man schnell und gern liest. Spannend; entspannend und interessant. Kann ich empfehlen 🥰

3

I liked the book and read through it within a day. However everything could be a bit more thrilling and well the end is kinda disappointing, because you don't get to know how the story ends. I really liked the time jumps though and the main character was very sympathetic. I guess one can learn from her view on the world, the actions she takes, the way she interprets others and first and foremost from what she gave up in order to pursue the career of her dreams.

4.5

Ein Roman dessen Thematik nicht aktueller seien könnte.

Frederike Andermann kurz Fred ist Beamtin beim Auswärtigen Amt. Als Botschafterin wird sie nach Uruguay geschickt. Es ist nach ihrem letzten Posten in Bagdad wie Urlaub, bis plötzlich eine deutsche Staatsangehörige verschwindet. Nach einem einer Zwangspause in Berlin, geht es für sie als Konsulin nach Istanbul. Hier wird Fred mit der Frage konfrontiert wie man damit umgeht, wenn die eigenen Vorstellungen über den Job durch unbeinflussbare Rahmenbedingungen plötzlich zum unerfüllten Wunsch werden. Das Buch hat mich berührt, vielleicht auch deswegen weil ich selbst in meinem Beruf an Freds Stelle stehe: An Rahmenbedingungen verzweifle und sehe wie Menschen an ihnen zerbrechen. Der Autorin ist es auf eindrückliche Weise gelungen, die Thematik der Demokratiezersetzung in einen aktuellen Zeitroman einzubinden. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

3

Die Diplomatin - Authentisch, aber emotional kühl – Diplomatie ohne Spannung

Lucy Frickes Die Diplomatin erzählt vom Alltag einer deutschen Botschafterin, die zwischen politischem Kalkül, moralischen Dilemmata und persönlicher Erschöpfung aufgerieben wird. Der Roman wirkt in vielen Momenten sehr authentisch, fast dokumentarisch, und vermittelt glaubhaft, wie kompliziert diplomatische Arbeit im Hintergrund wirklich ist. Allerdings entsteht daraus kaum Spannung. Die Atmosphäre bleibt über weite Strecken nüchtern, distanziert und schwerfällig. Das politische Umfeld wäre prädestiniert für Intensität, Konflikt und Druck, doch der Roman entscheidet sich für Zurückhaltung – realistisch, aber erzählerisch häufig blass. Gerade wenn Politik eine so große Rolle spielt, hätte die Handlung etwas mehr Dynamik, Reibung oder emotionale Wucht vertragen. Die Hauptfigur Friederike ist vielschichtig und glaubwürdig, aber schwer nahbar. Ihr innerer Absturz wird nachvollziehbar geschildert, nur ohne größere erzählerische Höhepunkte. Insgesamt entsteht ein Roman, der fachlich überzeugend, aber literarisch eher zurückhaltend wirkt. Für Leserinnen und Leser, die psychologische Tiefe und politische Feinheiten schätzen, ist das Buch reizvoll – für Spannungssuchende jedoch weniger geeignet. Von mir 6 von 10 Punkten.

Die Diplomatin - Authentisch, aber emotional kühl – Diplomatie ohne Spannung
5

Diplomatin auf der Suche nach dem Sinn ihres Berufes

Ob in Uruguay oder in der Türkei (reimt sich) gehört es zu ihren Pflichten Reden am Tag der deutschen Einheit zu verfassen und vorzutragen. Doch was kann sie diplomatisch erreichen? Eine zu schwierige Aufgabe in Uruguay und dann in der Türkei? Der Schreibstil der Autorin ist lakonisch bis ironisch und hat mich ab und zu spontan veranlasst laut!! zu Lachen LoL. Meine Hochachtung für Lucy Fricke so ein schwieriges Thema so gut rübergebracht zu haben

4

3,5 Sterne Seit nun mehr zwanzig Jahren arbeitet Friederike Andermann für das deutsche Konsulat. Ihr Ehrgeiz, Pragmatismus und die ihr ganz eigene, unerschütterlichen Ruhe zeichnen sie aus, auch wenn Einsätze in der Vergangenheit nicht spurlos an ihr vorübergegangen sind. Und dennoch: Nach außen hin strahlt sie Verlässlichkeit und Souveränität aus. Doch dann kam Montevideo. Eine Fehleinschätzung mit Folgen, ihre Fassade reißt und sie wird zurück in die Berliner Zentrale des Krisenreaktionszentrums versetzt. Nach einem Jahr trister Büroarbeit erhält sie eine neue Chance: Istanbul. Es verspricht ihre bislang größte Herausforderung zu werden, denn das Land ist politisch aufgeheizt, ihr Stolz noch immer angeschlagen und die Einsamkeit lässt ihre Zweifel, aber auch ihr Verlangen nach körperlicher Nähe umso lauter hallen. Sie beginnt, intuitiv zu handeln, Kopf aus, Herz voran. "Ich wollte in aller Unschuld noch einmal von vorn beginnen, wollte keine Angst kennen, keine Zweifel, keine Lügen. Ich wollte in diese Welt geworfen werden und nirgendwo aufschlagen." (S. 103) In ihrem neuen Roman „Die Diplomatin“ erzählt Lucy Fricke lakonisch und voll trockenem Humor, oftmals aber auch zart, vulnerabel und mit leisen Tönen, welche Kämpfe die 40-jährige Fred in ihrer Rolle als Diplomatin täglich ausfechten muss – nicht nur beruflich, auch privat. Eindrucksvoll arbeitet sie die zwei Seiten der Protagonistin heraus: Da ist die kämpferische, unerschrockene Fred, stets engagiert und voll deutscher Arbeitsamkeit, kurzum: toughe Karrierefrau. Und da ist aber auch die zarte Fred, die an PTBS leidet, seit sie in Afghanistan stationiert war, die sich einsam fühlt, die Nähe eines anderen Menschen vermisst und stets von ihren Kollegen und deren Ehefrauen vorgeführt bekommt, wie schön das Leben als Familie ist. Etwas, das sie in ihrer Kindheit nur bedingt zu spüren bekommen hat, war ihre Mutter alleinerziehend und kaum daheim, musste sie sich und ihre Tochter schließlich irgendwie ernähren, am Leben halten. Nun ist ihre Familie das Personal im Konsulat – doch auch sie sind nur freundlich, weil sie dafür bezahlt werden. Noch immer denkt sie an die Beziehung, in die sie den Glauben verlor, ach, was wäre, wenn. Durch all die Schichten – die harte Schale, den weichen Kern – wird Fred nahbar, unglaublich sympathisch und in ihrer Bissigkeit bewundernswert; eine meiner liebsten Protagonistinnen seit langem (und das liegt nicht nur an dem fast gleichen Namen). Doch nicht nur die interpersonelle Ebene, auch das Abstrakte, die Einbindung in das politische Weltgeschehen und die Rolle Freds darin bedient Lucy Fricke geschickt: Kritisch beschreibt sie Szenen bar jeder Menschlichkeit, Korruption und Bestechlichkeit, die Härte politischer Systeme, in denen die freie Meinungsäußerung keine Selbstverständlichkeit ist. Ein Tanz zwischen Ohnmacht und Hilflosigkeit. Aber auch die scheinbare brückenschlagende Rolle, die Fred innehat, ist manchmal auch nur Schein, denn sie war eine von denen mit „den freundlichen Lügen, die nur das glaubten, was [sie] nicht sagten“ (vgl S. 80). In einem System, in dem der kleinste Fehler zum Verhängnis werden kann. Der Roman war für mich ein Wechselbad der Gefühle. Während die erste Hälfte des Romans mich in all den Aspekten menschlichen Abgründe und politischer Diskrepanzen gefesselt hat, verlor mich die zweite Hälfte relativ bald. Zwar gab es immer wieder Szenen, die mich schmunzeln ließen, aber auch sie trösteten mich nicht darüber hinweg, dass alles nur noch zu schweben schien, während ich auf dem Boden lag. Doch nichtsdestotrotz habe ich Friederike ungemein ins Herz geschlossen, sie bleibt.

5

Eine ergreifende Erzählung, die uns einen brisanten Einblick in das Leben der Diplomatin Friederike Andermann, kurz Fred, gibt. Wir begleiten Fred nicht nur in ihren Tagesgeschäften, die sich von Montevideo nach Istanbul erstrecken, sondern haben auch teil an ihren Emotionen als ambitionierte Karrierefrau Ende 40. Schimmer und Schein, Reichtum und Ruhm sind schnell vergänglich in dieser Karrierelaufbahn, wenn man nicht das richtige Netzwerk pflegt, sich nicht den großen Mächten beugt und nicht den Kopf zur Seite dreht, wenn es um Verletzungen an Menschenrechten geht. Die Autorin Lucy Fricke hat als Stipendiatin in Istanbul gelebt und ist ziemlich versiert was die Kultur und Lebensweise dort anbelangt, was sie auch gekonnt in ihre Erzählung miteinfließen lässt. Sie setzt sich mit der kontroversen Pressefreiheit in der Türkei auseinander und das Thema ist wohl aktueller denn je, da ich heute in den Nachrichten erfuhr, dass wieder ein Journalist (Kavala) zur lebenslangen Haft verurteilt wurde, ohne Möglichkeit auf Bewährung. Fred hat das Herz am richtigen Fleck. Sie setzt sich ein für Gerechtigkeit. Fred ist eine mutige Frau. Ich gönne ihr so sehr, dass sie ankommt und mit ruhigem Gewissen ihr Leben weiterführt...vielleicht mit der Liebe ihres Lebens (könnte es David sein? :)). #HonestReview

3

Ich würde diesem Buch 3,75 Sterne geben. Eine interessante Geschichte, aber nichts, was für mich jetzt ein Highlight war. Kann es aber trotzdem empfehlen für alle, die Gegenwartsliteratur mögen!

3

Die Diplomatin beschreibt den Berufsalltag von Fred. Zunächst in Montevideo, später in Istanbul. Mit hat leider etwas der Spannungsbogen gefehlt. Ihre Arbeit in Istanbul ist bedrückend, aber leider realitätsnah, beschrieben. Insbesondere das Ende lässt einen doch sprachlos zurück..

3.5

leider wohl ein realitätsgetreuer einblick

wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir von der diplomatin ein bisschen mehr versprochen. die von mir erhoffte spannung und der deep dive in den alltag der diplomation fred blieben aus, dafür gab es aber den sehr bildhaften (und dadurch sehr schönen) schreibstil von lucy fricke. vermutlich ist das buch wohl leider sehr gut darin, den montonen und tristen alltag der diplomatie realitätsgetreu darzustellen, aber gerade das führt dann dazu, dass das buch wenig story bietet – manchmal plänkelt die geschichte schon sehr vor sich hin. kein must read, aber wer ein ruhiges buch sucht, hat es mit der diplomatin gefunden.

4

Ein gutes Buch, was sich einfach und schnell lesen lässt. Guter Einblick in die Herausforderungen einer Diplomatin und etwas zum Mitfiebern.

4

Gut zu lesen

Das Buch habe ich aufgrund einer Leseempfehlung auf meiner Liste stehen und jetzt endlich habe ich es gelesen. Es lässt sich gut lesen. Ich würde es nicht als Weltliteratur bezeichnen. Aber für zwischendurch war es ganz gut.

2.5

Zu unmotiviert

Das Buch bietet einen Einblick in das Leben einer deutschen Diplomatin und die Repressionsmaschinerie in der Türkei. Wen das interessiert soll das Buch gerne lesen. Viel mehr steckt aber leider nicht drinnen. In der tieferen Ebene geht es um die Spannung zwischen Pflichterfüllung und moralischen Handeln. Eigentlich viel Potential für ein spannendes Buch. Mir war die Protagonistin aber leider über große Teile unsympathisch und unnahbar und der charakterliche Wandel dieser nicht wirklich verständlich.

2.5

Wir verfolgen einen Ausschnitt des Berufslebens der Diplomatin Fred. Zunächst in Montevideo, wo sie nach einem Vorfall wieder zurück nach Deutschland muss. Der größte Teil des Buches spielt sich dann in Istanbul ab. Dort arbeitet sie zusammen mit einem alten Kollegen und versucht politisch verfolgte Deutsche in der Türkei zu unterstützen. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, nicht zuletzt auch, weil es nur an der Oberfläche kratzt. Die Protagonistin bleibt dem Leser/der Leserin fremd. Vielleicht ist das aber genau das, was die Autorin damit bezwecken wollte? Immerhin bestehen diplomatische Beziehungen auch größtenteils aus Oberflächlichkeiten. Fazit: Nette Lektüre für zwischendurch.

3

Ich weiß nicht was ich erwartet hatte aber nicht so ein Buch. Die Geschichte war leider nicht spannend, auch nicht interessant. Zu politisch und noch dazu einseitig. Zum Glück war es leicht zu lesen.

5

Was soll ich sagen? Toller Roman, gute Story, interessantes Setting – ich habe mich nicht eine Sekunde gelangweilt und würde sofort einen zweiten Band von „Die Diplomatin“ lesen, wenn es denn einen gäbe. Lucy Fricke begleitet „Fred“ Andermann auf ihrem nicht sehr glatten Karriereweg von ihrem ersten Posten als deutsche Botschafterin in Montevideo, den sie aufgrund eines unkontrollierbaren Kriminalfalls sehr schnell wieder verliert, zu ihrem nächsten Einsatz als Konsulin in Istanbul mit einem nicht nennenswerten Zwischenstopp in der Zentrale in Berlin. Der Roman pflegt einen ganz eigenen, ungemein lesbaren Ton. Fred wird als Erzählinstanz mit einer unverwechselbaren Stimme ausgestattet, die ausgesprochen authentisch und plausibel, zwischen Humor und Resignation schwankend, auf den Punkt genau die Stimmung eines Posteninhabers des „Amtes“ einfängt. Dominiert im ersten Teil ein großartiger, trockener Humor, der die ersten Kapitel gleichsam zu einem Schmunzelfeuerwerk macht, ändert sich nur Freds Einstellung, sondern auch ihre Erzählweise sehr glaubhaft im in Istanbul spielenden Teil. Allein anhand ihrer Stimme, der Art ihres Berichtens, kann man erkennen, wieviel Kraft, Energie, Einsamkeit und Enttäuschung ihr Job, dem sie ihr Leben verschrieben hat, kostet. Zwar blitzt auch hier immer wieder der ihr eigene Witz auf, aber die politischen Realitäten der Türkei lassen nicht viel Raum für Vergnügen. Im Istanbul-Teil kann der Leser einen spannenden und aufschlussreichen Blick hinter die Kulissen der Diplomatie, ihre Möglichkeiten und vor allem ihre Grenzen im Angesicht eines immer repressiver agierenden Systems werfen, der, wenn auch fiktiv, absolut nachvollziehbar und denkbar inszeniert wird. Die Seiten fliegen nur so vorbei, während Fred an einer gegen alle Grundsätze des Auswärtigen Amtes verstoßenden Lösung zur Befreiung unrechtmäßig Inhaftierter arbeitet. In diesen Kapiteln verfügt der Roman fast über eine Handlungskurve, die einem Thriller entnommen sein könnte, wird aber niemals reißerisch oder überzogen, die Handlung bleibt stets dem Grundsatz der Realitätsnähe treu. „Die Diplomatin“ bietet beste Unterhaltung auf hohem Niveau und kommt vollkommen ohne Kitsch und Verklärung des angesehenen Jobs im Dienste Deutschlands aus. Ein absolut lesenswerter, angesichts der Thematik überraschend leichtfüßiger Roman, der humorvoll mit Resignation und Enttäuschung umgeht und sich insgesamt durch ein hohes Maß unterschwellig eingebrachter Ernsthaftigkeit auszeichnet.

4

Kurzweilig und unterhaltsam, aber vermutlich nicht sehr nah am eigentlichen Diplomaten-Dasein

4

“Die Diplomatin” ist ein spannender, humorvoller und durchweg leicht ironischer Roman, der einen zum Nachdenken anregt. Lucy Fricke hat es geschafft eine überzeugende Dynamik zu entwickeln und dabei einen sehr recherchierten Einblick in die Diplomatie zu geben. Fred reflektiert als Figur nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihr Privatleben, das eigentlich nicht wirklich existiert. Das macht sie zu einer sehr interessanten Figur mit vielen Facetten.

3

Story und Message gefällt mir. Schreibstil war nicht so meiner.

3

Starker Start, aber nach hintenraus schwächer

Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen und fand das Thema unglaublich interessant. Leider konnte ich aber keinen wirklichen Bezug zur Protagonistin aufbauen und ich hätte gerne viel mehr über die Arbeit eines Diplomaten, das Leben und die Ausbildung erfahren.

4

Leicht, unkompliziert. So wie ich es mag!

Ich fand das Buch ganz gut! Die Sprache war sehr angenehm, die Charaktere sympathisch. Insgesamt hatte es wenig Spannung aber das braucht es in diesem Fall auch gar nicht. War ein sehr schönes Buch für zwischendrin!

5

Eine spannende Geschichte mit Fred Andermann. Fred ist eine Frau, eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. In Montevideo wird Fred auf eine harte Probe gestellt. In Istanbul wird sie auf eine harte Probe gestellt. Selbst in Hamburg wird sie auf eine harte Probe gestellt. Ist es richtig, was sie tut? Sind alle Politiker Lügner? Was reicht aus, um jemanden in Haft zu nehmen? Wem kann man vertrauen?

2

Langatmig, unzusammenhängend, unausgeschöpftes Potential Die Idee super spannend und hat gute Züge aber alles in allem irgendwie einfach langweilig 2 Sterne

4

Ein Roman, der lacht, wo es eigentlich weh tut.

Lucy Fricke versteht es wie kaum eine andere, politische Schwere mit menschlicher Leichtigkeit zu verbinden. „Die Diplomatin“ ist kein klassischer Politroman, sondern ein scharf beobachteter, oft bitter-komischer Blick auf die Mechanismen der Macht – und auf die Menschen, die in diesen Strukturen langsam zu zerbröseln drohen. Was mich besonders beeindruckt hat, ist Frickes Sprache: klar, pointiert, mit trockenem Witz und feiner Ironie, die zwischen den Zeilen vibriert. Sie schafft es, dass man beim Lesen gleichzeitig schmunzelt und schluckt. Die Dialoge sitzen, die Metaphern treffen, und selbst in den düstersten Momenten bleibt dieser feine Humor, der einen nicht loslässt. Dazu kommen die Hintergrundinformationen: kenntnisreich, glaubwürdig, nie belehrend. Fricke zeigt, dass sie genau weiß, wovon sie schreibt – diplomatische Verstrickungen, Machtspiele, das moralische Ringen zwischen Haltung und Pragmatismus. All das hat Gegenwartsbezug, der einem manchmal fast unangenehm vertraut vorkommt. „Die Diplomatin“ ist ein Roman über Verantwortung, Grenzen und das Scheitern an Idealen – klug, elegant erzählt, mit viel Gespür für Zwischentöne. Nur ganz selten verliert sich die Autorin etwas im Politischen; ansonsten bleibt es ein großartiges Stück Gegenwartsliteratur mit Haltung und Witz.

3.5

Spannende Einblicke in das Leben einer Diplomatin

Das Buch gibt einen eindrücklichen Einblick in die Diplomatie und die persönliche Herausforderung die mit diplomatischen Entscheidungen einhergeht. Insbesondere am Ende wird der Bewusstseinswandel der Protagonistin deutlich. Das Buch an sich ist dennoch recht ereignislos, sodass es sich etwas zieht. Es hat mich aber insbesondere auch im Hinblick auf die politischen Verhältnisse in der Türkei zum Nachdenken angeregt.

4

Lucy Fricke schafft es mit ihrem Roman “Die Diplomatin”, die Geschichte der titelgebenden Diplomatin Fred kurzweilig und unterhaltsam zu erzählen, ohne dabei in seichte Gefilde abzudriften. Wir starten mit Friederike Andermann in Uruguay, in dessen Hauptstadt Montevideo sie als Botschafterin entsandt wurde. Vom ereignislosen Alltag dort ist sie unterfordert, hatte sie doch die diplomatische Laufbahn mit großen Visionen, etwas in der Welt zu bewegen, angetreten - und nicht um die Würstchen für die Einheitsfeier auszusuchen. Die ersehnte fordernde Aufgabe kommt jedoch schneller als gedacht, denn als eine junge Deutsche vermisst wird, muss Fred handeln. Zwei Jahre später kommt sie als Konsulin nach Istanbul und betreut eine kurdisch-deutsche Kunsthistorikerin in Untersuchungshaft und ihren in die Türkei nachgereisten Sohn, über den eine Ausgangssperre verhängt wurde. Die Konflikte verdichten sich und Fred entgleiten nach und nach die Handlungsmöglichkeiten. Die Geschichte wird in lakonischem Ton aus Freds Perspektive erzählt und die sarkastischen Bemerkungen zusammen mit kritisch kommentierten Einzelheiten des auswärtigen Dienstes haben mir extrem gut gefallen. Bald nach Beginn nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf und wird sowohl auf Plotebene, als auch auf Charakterebene spannend. Lucy Fricke streut hier nicht nur politische Aspekte ein, aufgrund derer sie nun nicht mehr in die Tükei einreisen darf, sondern lässt auch in die Gefühlswelt einer 50-jährigen, unverheirateten Frau blicken, die immer wieder mit Einsamkeit und Selbstzweifeln zu kämpfen hat. Vor allem bekommt die Leserin einen Eindruck, was eine solche Diplomatenkarriere “mit einem macht”. Ist man nur um die Außenwirkung besorgt oder geht es wirklich darum, Menschen zu helfen? Wie sehr darf man persönlich involviert sein und lässt sich dies überhaupt steuern? Ist all der Luxus eine posttraumatische Störung wert? Lucy Fricke verhandelt diese Themen, ohne einen Vortrag zu halten. Anhand der Situationen, mit denen Fred konfrontiert wird, fragt man sich unweigerlich, wie man selbst handeln würde. Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und haben mich an ein paar Stellen als Leserin etwas abgehängt. Zwei entscheidende Dinge passieren, ohne dass weiter erklärt wird, wie wir überhaupt an diesen Punkt gekommen sind. Für mich war nicht nachvollziehbar, warum der Leiter der Ausländerbehörde Fred und Philipp hilft, Meral zu finden, kann das aber noch als das Wunder der Diplomatie abhaken. Warum Meral aber dann am Flughafen einfach herausgegeben wird, war für mich überhaupt nicht klar, vielleicht sogar unrealistisch. Ebenso habe ich nicht verstanden, wie plötzlich klar sein soll, dass Asenas Neffe ein Schleuser ist. Habe ich ein Codewort verpasst? Zudem fand ich schwierig, dass am Ende noch das DDR-Thema aufgemacht wurde. Es soll vielleicht eine Erklärung liefern, warum Fred sich so für die Demokratie und Freiheit einsetzt, aber war für mich zu groß, um nur am Ende erwähnt zu werden. Dann lieber weglassen. Insgesamt konnte mich das Buch im ersten Teil vollends überzeugen und war auf Fünf-Sterne-Kurs, konnte aber in der weiteren Ausführung nicht ganz überzeugen. Dennoch finde ich es sehr lesenswert, allein aufgrund der aktuellen Thematik, die aus einer ungewöhnlichen Sicht erzählt wird!

2

Nicht mein Buch

Zum Inhalt: Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. In Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere und wird nach Istanbul versetzt. Dort erwarten sie zahlreiche diplomatische Herausforderungen. Meine Meinung: Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig - nüchtern und stellenweise mit trockenem Humor versetzt. Leider war das kein Humor, den ich mag. Dieses Buch war mir zu oberflächlich erzählt. Ich konnte viele der Geschehnisse nicht nachvollziehen, da mir die notwendigen und gewünschten Erläuterungen fehlten. Auch die Charaktere haben mir leider nicht gefallen denn sie waren mir zu wenig ausgearbeitet. Ich konnte ihre Handlungen weder nachvollziehen noch verstehen. Leider kam erste gegen Ende ein wenig Spannung auf, obwohl der Plot dafür reichlich Stoff geboten hätte. Die Arbeit einer Diplomatin wurde mir zu reduziert dargestellt: lächeln, lügen, reisen, essen & trinken.

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