Die Frau, die nicht alterte

Die Frau, die nicht alterte

Paperback
3.746
ErinnerungLiebesromanFrauenromanHochzeit

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Description

»Mit siebenundvierzig hatte ich noch immer keine Stirnfalten, keine Augenfalten, keine Lachfalten, kein graues Haar, keine Augenringe; ich blieb dreißig und verzweifelt.« Martine führt mit Ende zwanzig ein glückliches Leben. Sie hat studiert, mit André den Richtigen gefunden, ihn geheiratet und einen Sohn zur Welt gebracht. Die Zukunft ist für sie ein großes Versprechen. Doch als sie mit dreißig plötzlich aufhört zu altern, gerät alles ins Wanken. Was nach dem unerreichbaren Traum so vieler Frauen klingt, wird für Martine Wirklichkeit – und zu einer ungeahnten Zerreißprobe, auch für ihre Familie. Denn wer will für immer jung sein, wenn die Liebsten altern? Der neue Roman des Bestsellerautors Grégoire Delacourt ist eine mitreißende Parabel auf unser bizarres Streben nach ewiger Jugend, auf die Schönheit des Alters und die alles überwindende Kraft der Liebe

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
Modern
Format
Paperback
Pages
176
Price
13.30 €

Author Description

Grégoire Delacourt wurde 1960 im nordfranzösischen Valenciennes geboren und lebt mit seiner Familie in Paris. Sein Bestseller Alle meine Wünsche wurde in fünfunddreißig Ländern veröffentlicht. Im Atlantik Verlag erschienen von ihm zuletzt u.a. der Spiegel-Bestseller Die vier Jahreszeiten des Sommers (2016), Das Leuchten in mir (2018) und Die wärmste aller Farben (2021).

Posts

9
All
3

Eine Frau altert ab dem dreissigsten Lebensjahr nur noch innerlich - ihr Aussehen bleibt bei 30 Jahren. Ich finde dieses Gedankenspiel “das Streben nach ewiger Jugend versus die Schönheit des Alterns” sehr interessant und griff aus diesem Grund zum Buch. Am Ende ist einem definitiv bewusst, dass nicht zu altern nicht so schön ist wie man glaubt. Leider war die Geschichte insgesamt nicht sehr spannend.

Post image
3

Kleines nettes Buch für zwischendurch über das (Nicht) Altern.

2.5

Bei der Lektüre des Buches fühlte ich mich belehrt . Es blieb wenig Spielraum für eigene Gedanken, so sehr will der Autor uns zeigen wie wunderbar die Wandlungen der Zeit sind. Da mag er durchaus recht haben, doch Martine ist als eine angepasste Frau geschildert, die vor allem ihrem Mann immer recht machen will. Alles ist für meinen Geschmack zu sehr mit einem männlichen Blick erzählt. Einzig die Beziehung zum Vater lässt etwas Tiefe anklingen. Schade, das Thema hätte mehr hergegeben.

4

Eine Geschichte, die die Angst vor dem Alter, dem Wandel der Zeit mildert und auf die Schönheit, die in den Spuren der Zeit liegt, hinweist. Der Roman hat mir sehr gefallen, die Geschichte sehr schön ausgearbeitet, der Schreibstil war für mich jedoch etwas ungewohnt, nicht ganz flüssig. Das Ende des Buches hinterlässt ein überraschend wohliges Gefühl.

3

At 30, Martine's time suddenly stops. She no longer ages. What makes her happy in the first few years becomes a curse in the years that follow. I found the writing style a little difficult at first, as it is written in a very peculiar way. As a reader, I always remained an observer. Unfortunately, I couldn't build up a connection to the main character, Martine, so even if the topic and how she dealt with the problems of staying young was very interesting, I just did not really care about her... I understand the novel as a plea not to quarrel with age and the wrinkles that come with it. Our faces and bodies bear signs of the life we have lived, which makes us attractive in a different way. For Martine, the widespread wishful thinking of "Forever Young" truly does not lead to a fulfilled, happy life.

5

Habt ihr Probleme mit eurem Alter? Sind bei euch vielleicht sogar schon erste Fältchen und vereinzelt graue Haare sichtbar? Ich persönlich stehe gerade kurz vor meinem 37. Geburtstag und muss sagen, dass ich mich, zumindest innerlich, seit knapp 10 Jahren kaum verändert habe. Manchmal muss ich sogar überlegen, wie alt ich eigentlich bin, wenn ich spontan diese Frage gestellt bekomme, weil mein Alter keinen so hohen Stellenwert für mich hat. Glücklicherweise sieht man mir mein Alter aber auch kaum an, wenn ich den Meinungen von Außenstehenden Glauben schenken darf, denn letztens wurde ich sogar beim Besuch eines Arztes zusammen mit meiner Tochter gefragt, ob ich ihre ältere Schwester bin. Klar ist das ein Kompliment, das runter geht wie Öl, aber selbst wenn solche Sachen ausbleiben würden, kann ich doch behaupten, dass ich mich aufs älter werden freue. Mein gesamter Körper arbeitet schließlich schon mehr als ein viertel Jahrhundert für mich und das darf man ihm auch gerne ansehen. Wie aber fühlt es sich an, für immer jung zu sein? Nichts dagegen tun zu können, wenn sogar das eigene Kind bald älter aussieht als man selbst? Nun, diesen Fragen geht Autor Grégoire Delacourt nach, denn seine Protagonistin Martine muss sich genau diese in seinem Roman Die Frau, die nicht alterte stellen. Martines Leben verläuft genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hat: Ihr Studium ist abgeschlossen, mit André hat sie den Mann fürs Leben gefunden und zusammen mit dem gemeinsamen Sohn führt die Familie ein erfülltes Leben – bis Martine an ihrem 30. Geburtstag aufhört zu altern. Dokumentiert wird das Ganze durch Fabrice, einem Freund der Familie, der für sein Fotoprojekt „Die Zeit“ jedes Jahr ein Foto von ihr aufnimmt und in diesem Vergleich lässt sich die Wahrheit nicht leugnen: Martines Gesicht verharrt in ewiger Jugend. Anfangs nimmt sie das Ganze noch gelassen, doch als an ihrem Mann die Jahre nicht einfach spurlos vorbei gehen und er sie fragt: Wollten wir nicht gemeinsam altern, offenbaren sich immer mehr Probleme. Wir saßen an diesem Abend noch Stunden beisammen, waren glücklich. Aber das Glück, das weiß jedes Kind, ist ein wunderlicher Gast. Manchmal verlässt es den Tisch ohne Vorwarnung, ohne Grund. (Seite 59) Welchen Wert hat das Älterwerden und wie verändert sich eine Beziehung, wenn dieser Prozess nur von einem Partner durchlebt wird? Der Franzose Grégoire Delacourt hat darüber ein teilweise vergnügliches, teilweise aber auch sehr wehmütiges Buch geschrieben, das mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr nachdenklich gestimmt hat. Ich glaube, es ist spätestens seit meiner Rezension zu Das Leuchten in mir kein Geheimnis mehr, dass ich dem Schreibstil dieses genialen Autors verfallen bin. Seine Worte und Sätze, die er aufs Papier bringt, ergeben schlicht und ergreifend jedes Mals aufs Neue eine wunderschöne Melodie, zu der ich mich nur allzu gerne im Takt wiege und seine Geschichten selbst lassen mich oft innehalten, weil sie wie aus dem Leben gegriffen scheinen. Seine Klappentexte klingen oberflächlich betrachtet oft einfach, doch wenn man erst einmal hinter die Kulissen schaut, erhält der Leser immer ein Positiv und Negativ, wie bei einer Fotografie. Man wird quasi gezwungen beide Seiten zu betrachten, um ein vollständiges Bild vom Leben seiner Charaktere zu erhalten und in diesem Fall von der ewigen Jugend von Martine. Dabei redet er aber nicht von der Unsterblichkeit eben jener, denn auch wenn sie äußerlich in einem attraktiven Zustand verharrt, unterliegt doch der Rest ihres Körpers, zumindest innerlich, dem normalen Alterungsprozess. Delacourt beabsichtigt nicht, dass wir uns an Martines Phänomen ein Beispiel nehmen, sondern nimmt uns eher die Angst vor Falten und Winkearmen. Er schreibt gegen Jugendwahn und Schönheitschirurgie und verdeutlicht, dass man sich zu seinem Alter bekennen sollte. Zwar hilft das seiner Protagonistin relativ wenig, die zusehends vereinsamt und droht, in Schönheit zu versinken, aber es ist dennoch befreiend diese Massage von einem Mann zu hören.

5

Mein erstes Buch von Grégoire Delacourt und auch aus dem Anaconda-Verlag konnte mich gleich begeistern! Die Protagonistin hat als Kind ihre Mutter verloren, als diese Anfang Dreißig Jahre alt war, Als die Protaginistin selbst Dreißig ist, beginnt ein befreundetet Fotograf im Rahmen eines über viele Jahre andauernden Fotografieprojektes, jedes Jahr am selben Tag ein Portraitfoto von ihr zu machen. Sie sitzt in der selben Pose, in der selben Bluse dort, und nach einigen Jahren fällt auf, dass sie scheinbar nicht älter wird. Was zunächst als der Traum aller Frauen erscheint (jung und hübsch zu bleiben, alterslos zu sein) wird für sie nach und nach zur Qual. Ihre Freundschaften leiden daran, auch ihre Beziehung wird immer schwieriger. Sie fühlt sich absolut nicht wohl in ihrer Haut und weiß aber gleichzeitig nicht, wie sie sich helfen soll. Interessant finde ich das Thema deshalb, weil viele Frauen über 35, 40 sich Botox spritzen lassen oder Hautstraffungen vornehmen lassen, um jünger auszusehen. Was im Alter aber nicht immer nur Vorteile bringt. Ich bin begeistert, wie der Autor das Thema umgesetzt hat und kann es allen Frauen nur ans Herz legen, diese Buch zu lesen. Altern ist keine Strafe, es ist eine Wohltat, denn nicht jeder (so wie die Mutter der Protagonistin) darf alt werden.

4

Das Alter auf einer neuen realitätsnahen Weise erleben. Ist es ein Fluch oder Segen. Nein es ist ein Triumph. Wie alle sollten dankbar für unser Alter und die Erfahrungen sein, auch wenn sie sich nach Außen hin zeigen. F.J.M.

4

„… und ich hätte am liebsten losgeschrien, ihnen zugebrüllt, dass nur, was nicht von Dauer ist, Wert hat, dass allein der drohende Verlust uns leben lässt.“ ‚Die Frau, die nicht alterte‘ von Grégoire Delacourt erzählt von Betty, die mit dreißig Jahren plötzlich aufhört zu altern. Was zunächst wie ein Segen wirkt, entwickelt sich mit der Zeit jedoch immer mehr zu einem Fluch. Denn jung zu bleiben, während alles und jeder um einen herum altert und vergeht, ist weit weniger erstrebenswert, als im ersten euphorischen Moment anzunehmen ist. ‚Die Frau, die nicht alterte‘ ist ein Buch über den Wunsch der ewigen Jugend, den Traum immerwährender Schönheit, die damit einhergehende Verzweiflung der Unvergänglichkeit und über gewonnene und verlorene Liebe. Es ist eine Hommage an das Alter und an das Leben an sich. Berührend und melancholisch, jedoch niemals kitschig. Mochte ich sehr.

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