Glaubst du, daß es Liebe war?
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Description
»Alex Capus weiß, wie man einen Schweinehund läutert: durch Liebe. Seine Geschichten fliegen, leichten, melancholischen Vögeln gleich, die aber ganz schön garstig picken können.« Elmar Krekeler in ›Die literarische Welt‹
Die unvergesslich komische Geschichte eines geläuterten Sünders – des Lügners, Betrügers und Kleinstadt-Casanovas Harry Widmer junior, der sein vom Vater geerbtes Fahrradgeschäft eines Tages aufgibt und vor seinen Gläubigern und der schwangeren Geliebten nach Mexiko flieht.
Zwar richtet Harry es sich gemütlich ein am Pazifischen Ozean, lernt sogar die Landessprache und setzt mit den Jahren um die Hüften Speck an; aber das süße Nichtstun wird irgendwann fad, die monotone Gewalt der Tropen öde, die Unentrinnbarkeit der Erinnerungen quälend – und zu Hause sitzen, während all der Jahre, »die Sauhunde« am Stammtisch, wissen alles und machen Harry zum Protagonisten ihrer allabendlichen Gespräche. Bis, ja, bis es zu einer Serie von dramatisch-banalen Ereignissen kommt, die Harry zur Umkehr bewegen und ihn erkennen lassen, dass Abhauen gar nichts nützt.
Ein heiteres und weises Buch über die Tatsache, dass alles Streben nach Liebe und Glück letztlich zwar vergeblich, aber doch unbedingt notwendig ist.
Book Information
Author Description
Alex Capus,1961 in der Normandie geboren, lebt in Olten, Schweiz. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Für sein literarisches Schaffen wurde er u. a. mit dem Solothurner Kunstpreis 2020 ausgezeichnet. Zuletzt erschienen ›Königskinder‹ (2018), ›Der König von Olten‹ (2020) und ›Susanna‹ (2022).
Posts
Endlich wieder Capus.
War es Liebe? Der Titel ist eigentlich irreführend. Denn es geht mehr um die Suche eines verirrten Menschen. Im kleinen Dorf, zwischen enttäuschenden Vater, vertrösteten Gläubigern und betrogender Liebenden findet er kein Glück. Auf in die weite Welt, alleine der Flucht wegen. Selbst die grausamen Momente sind nüchtern beschrieben. So kennt man es von Capus. Ein schnörkelloser Erzähler, der seine Kunst beherrscht. Er zeigt, redet nicht lange herum und lässt uns spüren. Aber nur, wenn wir uns darauf einlassen. Seine Bücher sind nicht lang, aber voller Leben. Mich haben seine Zeilen wieder berührt. Aber sie sind nicht für jeden etwas...
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»Alex Capus weiß, wie man einen Schweinehund läutert: durch Liebe. Seine Geschichten fliegen, leichten, melancholischen Vögeln gleich, die aber ganz schön garstig picken können.« Elmar Krekeler in ›Die literarische Welt‹
Die unvergesslich komische Geschichte eines geläuterten Sünders – des Lügners, Betrügers und Kleinstadt-Casanovas Harry Widmer junior, der sein vom Vater geerbtes Fahrradgeschäft eines Tages aufgibt und vor seinen Gläubigern und der schwangeren Geliebten nach Mexiko flieht.
Zwar richtet Harry es sich gemütlich ein am Pazifischen Ozean, lernt sogar die Landessprache und setzt mit den Jahren um die Hüften Speck an; aber das süße Nichtstun wird irgendwann fad, die monotone Gewalt der Tropen öde, die Unentrinnbarkeit der Erinnerungen quälend – und zu Hause sitzen, während all der Jahre, »die Sauhunde« am Stammtisch, wissen alles und machen Harry zum Protagonisten ihrer allabendlichen Gespräche. Bis, ja, bis es zu einer Serie von dramatisch-banalen Ereignissen kommt, die Harry zur Umkehr bewegen und ihn erkennen lassen, dass Abhauen gar nichts nützt.
Ein heiteres und weises Buch über die Tatsache, dass alles Streben nach Liebe und Glück letztlich zwar vergeblich, aber doch unbedingt notwendig ist.
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Alex Capus,1961 in der Normandie geboren, lebt in Olten, Schweiz. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Für sein literarisches Schaffen wurde er u. a. mit dem Solothurner Kunstpreis 2020 ausgezeichnet. Zuletzt erschienen ›Königskinder‹ (2018), ›Der König von Olten‹ (2020) und ›Susanna‹ (2022).
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Endlich wieder Capus.
War es Liebe? Der Titel ist eigentlich irreführend. Denn es geht mehr um die Suche eines verirrten Menschen. Im kleinen Dorf, zwischen enttäuschenden Vater, vertrösteten Gläubigern und betrogender Liebenden findet er kein Glück. Auf in die weite Welt, alleine der Flucht wegen. Selbst die grausamen Momente sind nüchtern beschrieben. So kennt man es von Capus. Ein schnörkelloser Erzähler, der seine Kunst beherrscht. Er zeigt, redet nicht lange herum und lässt uns spüren. Aber nur, wenn wir uns darauf einlassen. Seine Bücher sind nicht lang, aber voller Leben. Mich haben seine Zeilen wieder berührt. Aber sie sind nicht für jeden etwas...






