Bilder deiner großen Liebe
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Description
Ein Mädchen steht im Hof einer Anstalt. Das Tor geht auf, das Mädchen huscht hinaus und beginnt seine Reise, durch Wälder, Felder, Dörfer und an der Autobahn entlang: «Die Sterne wandern, und ich wandre auch.» Isa heißt sie, und Isa wird den Menschen begegnen – freundlichen wie rätselhaften, schlechten wie traurigen. Einem Binnenschiffer, der vielleicht ein Bankräuber ist, einem merkwürdigen Schriftsteller, einem toten Förster, einem Fernfahrer auf Abwegen. Und auf einer Müllhalde trifft sie zwei Vierzehnjährige, einer davon, der schüchterne Blonde, gefällt ihr.
An dem Roman über die verlorene, verrückte, hinreißende Isa hat Wolfgang Herrndorf bis zuletzt gearbeitet, er hat ihn selbst noch zur Veröffentlichung bestimmt. Eine romantische Wanderschaft durch Tage und Nächte; unvollendet und doch ein unvergessliches Leseerlebnis. «Ich halte das Tagebuch wie einen Kompass vor mich hin. Pappelsamen schneien um mich herum, und der süße Duft der Lichtnelken strömt durch die Nächte. Ich sehe einen Wald, aus dem vier hohe Masten aufragen über die Baumwipfel. Am Waldrand steht eine kleine Hütte, die Teil eines Wanderwegs ist, wie drei eingekastelte Zeichen verraten. Ein schwarzer Gedankenstrich, eine gelbe Schlange, ein rotes Dreieck. Mein Name.»
Book Information
Author Description
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren und 2013 in Berlin gestorben, hat ursprünglich Malerei studiert. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels». Es folgten die Romane «Tschick» (2010), «Sand» (2011), ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, sowie posthum das Tagebuch «Arbeit und Struktur» (2013) und der unvollendete Roman «Bilder deiner großen Liebe» (2014). 2023 wurde die Biographie «Herrndorf» von Tobias Rüther veröffentlicht.
Posts
Seine letzte Arbeit 💔🥺
✨Spontan✨ Sonntag Abend habe ich noch ganz spontan dieses Büchlein gelesen und möchte die Rezi gar nicht erst lange liegen lassen, sonst werden wieder andere Bücher dazwischen kommen. 😅 ✨Zitat „Als Mädchen ist man wie behindert, man hat auf einmal einen Körper und das weiß ja keiner. Die Jungs, die wissen überhaupt nicht was das bedeutet, einen Körper zu haben. Die wissen nichts.“ ✨Inhalt Das junge Mädchen Isa entwischt den Toren einer Anstalt begibt sich auf eine verrückte Reise. Unterwegs trifft sie unterschiedliche Menschen und nicht alle meinen es gut mit ihr. ✨Meinung Schon länger wollte ich mal etwas von Wolfgang Herrndorf lesen. Sein Schicksal hat mich sehr bewegt und „Bilder deiner großen Liebe“ ist wohl das letzte Buch, an dem er noch arbeiten konnte. Es handelt sich um ein Fragment und der Autor hat wohl selbst gesagt, dass es aus einzelnen Szenen besteht, ohne roten Faden. Normalerweise ist das nicht unbedingt meins, aber wenn man vorab weiß, dass kein kohärenter Kapitelaufbau zu erwarten ist, dann kann man sich schon mal darauf einlassen. Es sind ja auch besondere Umstände. Mir hat das Fragment gefallen und mich noch neugieriger auf seine anderen vollendeten Romane gemacht. Ich bin gern mit Isa gereist, auch wenn die Destination eine Mülldeponie war. ✨Fazit Wenn Ihr mal 1-2 Stündchen Zeit habt, dann könnt Ihr Euch gern ein eigenes Bild machen. Ich bin melancholisch und ratlos zurückgeblieben. Das Buch konnte nun mal nicht beendet werden, das macht mich traurig, trotzdem ist Isa ein Hoffnungsschimmer und ich werde gern mal an sie denken. 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Herrndorfs letzter Roman vor seinem Tod. Ein unvollständiger Spin-off zu Tschick über die schrullige Isa und wie sie bei der Müllkippe landet, wo Maik und Tschick sie aufgabeln. Wilde Ideen, ohne Struktur aneinandergereiht, sind der Unvollständigkeit des Romans zu Verschulden. Aber die sehr saloppe Art zu erzählen, wie es Herrndorf schon bei Tschick getan hat, ist auch in dieser Geschichte überall vorhanden. Die hanebüchenen Abenteuer und Lügen der Erzählerin Isa sind skurril und lustig, aber manchmal auch zu sehr drüber. Leider hat es mir nicht so gut gefallen wie Tschick, obwohl ich mich sehr darauf gefreut hatte. Aber ich bereue trotzdem nicht, den Roman gelesen zu haben.
Ich habe das Buch seit der Veröffentlichung. Ich habe auf den passenden Moment gewartet, es zu lesen. Für mich ist es ein besonderes Buch. Unvollendet ist es geblieben. In Gedenken an Wolfgang Herrndorf. Ich habe es jetzt im März gelesen und stelle mir aber vor: An einem lauen Sommerabend, draußen sitzend, vielleicht eine gemütliches Kerzenlicht, Grillenzirpen - Die perfekte Kulisse.
Wirr, aber gut
Wir folgen hier Isa, die uns als unzuverlässige Erzählerin mit auf ihre Reise nimmt. Die Einblicke, die sie uns in ihr Leben und ihre Gedanken gibt, sind etwas wirr und konfus, bilden für mich aber authentisch die innere Welt einer mental nicht ganz gesunden Jugendlichen ab. Vieles stimmte mich traurig und wehmütig, vor allem Isas manchmal eher düsteren inneren Monologe. Aber auch ihre Erlebnisse mit manchen Erwachsenen, denen sie auf ihrem Weg begegnet. Herrndorf erzählt in rohem Ton und mit ungeschöntem Blick und er schafft es immer, mich mit seinem Stil zu erreichen.
Ich erkenne Herrndorf in den Zeilen und auch ist spürbar, in welcher (letzten) Zeit er an diesem Buch geschrieben hat. Es ist wirr und skurril, stellenweise komisch und dann wieder düster. Für mich war es fast wie eine epische Ergänzung von „Arbeit und Struktur“ – vom Cover, das er einst selbst gemalt hatte, bis zu den berührenden Zeilen im Nachwort: „Ein ,kaputtes‘ Werk, in dem der Leser den Autor aber doch findet – und nicht nur in der Figur des Mannes in der grünen Trainingsjacke auf dem Friedhof.“
Ich weiß nicht, wie ich dieses Fragment eines Romans, denn es sollte wohl ein Roman werden, bewerten soll. Berücksichtigt man all das, was man über Wolfgang Herrndorf und sein Leben weiß, vor allem, der Zeitraum am Ende seines Lebens an dem diese Texte entstanden sind, liest man sie mit Wehmut und dem Wunsch, er hätte es so schreiben können, wie er es gewollt hätte. Ansonsten lässt mich das Buch etwas verwirrt zurück, denn genau das ist Isas Weg, den wir als Leser begleiten: wirr. Zwischendurch blitzt hier und da Herrndorfs großartige Art zu schreiben durch und er lässt Isa sehr tiefgründig erscheinen. Ansonsten bin ich jetzt am Ende eher ratlos und frage mich, was das Buch eigentlich soll und was die Herausgeber (nicht der Autor) dem Leser vermitteln wollen. Im Nachwort erfährt man, dass Wolfgang Herrndorf sich für Isas Geschichte einen Co-Autor gewünscht hat. Ich denke jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, er wusste warum. Schade, dass sich niemand gefunden hat. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir, dass dieses Buch so nicht hätte erscheinen müssen, aus welchen Gründen auch immer, das geschehen musste. Isas Geschichte ist eine Traurige und ein bisschen traurig bin ich nun, nachdem ich sie "begleitet habe", auch...
Die wundervolle Herrndorf-Skurrilität, die ich an Tschick vermisste, kam in diesem, leider unvollendeten Roman zurück. Verrückt (im wahrsten Sinne des Wortes, denn es geht um Isa, die gleich zu Beginn der Geschichte aus der "Klapse" ausbricht und dann Vorstellung und Realität auf ihrer Wanderung durch Deutschland vermischt) und sehr berührend, nicht nur die Geschichte selbst sondern auch ihre Unabgeschlossenheit.
5/5 ⭐️ Erneut gelesen im April 2025: Immer noch 5 Sterne. Beim erneuten Lesen ist mir noch einmal deutlicher die Vielschichtigkeit von Isas Charakter aufgefallen. Hat mich diesmal mehr zum Nachdenken gebracht. Eigentlich würde ich mich auch als jemanden bezeichnen, der in Büchern nicht gut zwischen den Zeilen lesen kann – aber hier versteht man, wenn man darauf achtet, doch sehr gut, wie schwerwiegend Isas Geschichte und ihre Reise eigentlich sind, ohne dass der Autor dies dauernd schriftlich untermauert. Juni 2022: Eine wahnsinnig gute Ergänzung zu Tschick. Wahnsinnig ist hier wörtlich gemeint. Es ist schön und grässlich und abartig und wunderbar und einfach alles. Auch wenn man nie ganz dahinterkommt, ob oder warum etwas gerade wirklich passiert, folgt man der Handlung gespannt bis zum letzten Satz. Und obwohl der Roman nicht vollendet ist, so ist das „Ende" hier doch sehr passend und abschließend. Wolfgang Herrndorfs Romane bleiben für mich persönlich einfach zeitlose literarische Meisterstücke. Allerdings muss man anmerken, dass dieses Buch nicht vergleichbar ist mit dem Vorgänger „Tschick". Und doch in sich selbst ein Meisterwerk.
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Ein Mädchen steht im Hof einer Anstalt. Das Tor geht auf, das Mädchen huscht hinaus und beginnt seine Reise, durch Wälder, Felder, Dörfer und an der Autobahn entlang: «Die Sterne wandern, und ich wandre auch.» Isa heißt sie, und Isa wird den Menschen begegnen – freundlichen wie rätselhaften, schlechten wie traurigen. Einem Binnenschiffer, der vielleicht ein Bankräuber ist, einem merkwürdigen Schriftsteller, einem toten Förster, einem Fernfahrer auf Abwegen. Und auf einer Müllhalde trifft sie zwei Vierzehnjährige, einer davon, der schüchterne Blonde, gefällt ihr.
An dem Roman über die verlorene, verrückte, hinreißende Isa hat Wolfgang Herrndorf bis zuletzt gearbeitet, er hat ihn selbst noch zur Veröffentlichung bestimmt. Eine romantische Wanderschaft durch Tage und Nächte; unvollendet und doch ein unvergessliches Leseerlebnis. «Ich halte das Tagebuch wie einen Kompass vor mich hin. Pappelsamen schneien um mich herum, und der süße Duft der Lichtnelken strömt durch die Nächte. Ich sehe einen Wald, aus dem vier hohe Masten aufragen über die Baumwipfel. Am Waldrand steht eine kleine Hütte, die Teil eines Wanderwegs ist, wie drei eingekastelte Zeichen verraten. Ein schwarzer Gedankenstrich, eine gelbe Schlange, ein rotes Dreieck. Mein Name.»
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Author Description
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren und 2013 in Berlin gestorben, hat ursprünglich Malerei studiert. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels». Es folgten die Romane «Tschick» (2010), «Sand» (2011), ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, sowie posthum das Tagebuch «Arbeit und Struktur» (2013) und der unvollendete Roman «Bilder deiner großen Liebe» (2014). 2023 wurde die Biographie «Herrndorf» von Tobias Rüther veröffentlicht.
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Seine letzte Arbeit 💔🥺
✨Spontan✨ Sonntag Abend habe ich noch ganz spontan dieses Büchlein gelesen und möchte die Rezi gar nicht erst lange liegen lassen, sonst werden wieder andere Bücher dazwischen kommen. 😅 ✨Zitat „Als Mädchen ist man wie behindert, man hat auf einmal einen Körper und das weiß ja keiner. Die Jungs, die wissen überhaupt nicht was das bedeutet, einen Körper zu haben. Die wissen nichts.“ ✨Inhalt Das junge Mädchen Isa entwischt den Toren einer Anstalt begibt sich auf eine verrückte Reise. Unterwegs trifft sie unterschiedliche Menschen und nicht alle meinen es gut mit ihr. ✨Meinung Schon länger wollte ich mal etwas von Wolfgang Herrndorf lesen. Sein Schicksal hat mich sehr bewegt und „Bilder deiner großen Liebe“ ist wohl das letzte Buch, an dem er noch arbeiten konnte. Es handelt sich um ein Fragment und der Autor hat wohl selbst gesagt, dass es aus einzelnen Szenen besteht, ohne roten Faden. Normalerweise ist das nicht unbedingt meins, aber wenn man vorab weiß, dass kein kohärenter Kapitelaufbau zu erwarten ist, dann kann man sich schon mal darauf einlassen. Es sind ja auch besondere Umstände. Mir hat das Fragment gefallen und mich noch neugieriger auf seine anderen vollendeten Romane gemacht. Ich bin gern mit Isa gereist, auch wenn die Destination eine Mülldeponie war. ✨Fazit Wenn Ihr mal 1-2 Stündchen Zeit habt, dann könnt Ihr Euch gern ein eigenes Bild machen. Ich bin melancholisch und ratlos zurückgeblieben. Das Buch konnte nun mal nicht beendet werden, das macht mich traurig, trotzdem ist Isa ein Hoffnungsschimmer und ich werde gern mal an sie denken. 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Herrndorfs letzter Roman vor seinem Tod. Ein unvollständiger Spin-off zu Tschick über die schrullige Isa und wie sie bei der Müllkippe landet, wo Maik und Tschick sie aufgabeln. Wilde Ideen, ohne Struktur aneinandergereiht, sind der Unvollständigkeit des Romans zu Verschulden. Aber die sehr saloppe Art zu erzählen, wie es Herrndorf schon bei Tschick getan hat, ist auch in dieser Geschichte überall vorhanden. Die hanebüchenen Abenteuer und Lügen der Erzählerin Isa sind skurril und lustig, aber manchmal auch zu sehr drüber. Leider hat es mir nicht so gut gefallen wie Tschick, obwohl ich mich sehr darauf gefreut hatte. Aber ich bereue trotzdem nicht, den Roman gelesen zu haben.
Ich habe das Buch seit der Veröffentlichung. Ich habe auf den passenden Moment gewartet, es zu lesen. Für mich ist es ein besonderes Buch. Unvollendet ist es geblieben. In Gedenken an Wolfgang Herrndorf. Ich habe es jetzt im März gelesen und stelle mir aber vor: An einem lauen Sommerabend, draußen sitzend, vielleicht eine gemütliches Kerzenlicht, Grillenzirpen - Die perfekte Kulisse.
Wirr, aber gut
Wir folgen hier Isa, die uns als unzuverlässige Erzählerin mit auf ihre Reise nimmt. Die Einblicke, die sie uns in ihr Leben und ihre Gedanken gibt, sind etwas wirr und konfus, bilden für mich aber authentisch die innere Welt einer mental nicht ganz gesunden Jugendlichen ab. Vieles stimmte mich traurig und wehmütig, vor allem Isas manchmal eher düsteren inneren Monologe. Aber auch ihre Erlebnisse mit manchen Erwachsenen, denen sie auf ihrem Weg begegnet. Herrndorf erzählt in rohem Ton und mit ungeschöntem Blick und er schafft es immer, mich mit seinem Stil zu erreichen.
Ich erkenne Herrndorf in den Zeilen und auch ist spürbar, in welcher (letzten) Zeit er an diesem Buch geschrieben hat. Es ist wirr und skurril, stellenweise komisch und dann wieder düster. Für mich war es fast wie eine epische Ergänzung von „Arbeit und Struktur“ – vom Cover, das er einst selbst gemalt hatte, bis zu den berührenden Zeilen im Nachwort: „Ein ,kaputtes‘ Werk, in dem der Leser den Autor aber doch findet – und nicht nur in der Figur des Mannes in der grünen Trainingsjacke auf dem Friedhof.“
Ich weiß nicht, wie ich dieses Fragment eines Romans, denn es sollte wohl ein Roman werden, bewerten soll. Berücksichtigt man all das, was man über Wolfgang Herrndorf und sein Leben weiß, vor allem, der Zeitraum am Ende seines Lebens an dem diese Texte entstanden sind, liest man sie mit Wehmut und dem Wunsch, er hätte es so schreiben können, wie er es gewollt hätte. Ansonsten lässt mich das Buch etwas verwirrt zurück, denn genau das ist Isas Weg, den wir als Leser begleiten: wirr. Zwischendurch blitzt hier und da Herrndorfs großartige Art zu schreiben durch und er lässt Isa sehr tiefgründig erscheinen. Ansonsten bin ich jetzt am Ende eher ratlos und frage mich, was das Buch eigentlich soll und was die Herausgeber (nicht der Autor) dem Leser vermitteln wollen. Im Nachwort erfährt man, dass Wolfgang Herrndorf sich für Isas Geschichte einen Co-Autor gewünscht hat. Ich denke jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, er wusste warum. Schade, dass sich niemand gefunden hat. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir, dass dieses Buch so nicht hätte erscheinen müssen, aus welchen Gründen auch immer, das geschehen musste. Isas Geschichte ist eine Traurige und ein bisschen traurig bin ich nun, nachdem ich sie "begleitet habe", auch...
Die wundervolle Herrndorf-Skurrilität, die ich an Tschick vermisste, kam in diesem, leider unvollendeten Roman zurück. Verrückt (im wahrsten Sinne des Wortes, denn es geht um Isa, die gleich zu Beginn der Geschichte aus der "Klapse" ausbricht und dann Vorstellung und Realität auf ihrer Wanderung durch Deutschland vermischt) und sehr berührend, nicht nur die Geschichte selbst sondern auch ihre Unabgeschlossenheit.
5/5 ⭐️ Erneut gelesen im April 2025: Immer noch 5 Sterne. Beim erneuten Lesen ist mir noch einmal deutlicher die Vielschichtigkeit von Isas Charakter aufgefallen. Hat mich diesmal mehr zum Nachdenken gebracht. Eigentlich würde ich mich auch als jemanden bezeichnen, der in Büchern nicht gut zwischen den Zeilen lesen kann – aber hier versteht man, wenn man darauf achtet, doch sehr gut, wie schwerwiegend Isas Geschichte und ihre Reise eigentlich sind, ohne dass der Autor dies dauernd schriftlich untermauert. Juni 2022: Eine wahnsinnig gute Ergänzung zu Tschick. Wahnsinnig ist hier wörtlich gemeint. Es ist schön und grässlich und abartig und wunderbar und einfach alles. Auch wenn man nie ganz dahinterkommt, ob oder warum etwas gerade wirklich passiert, folgt man der Handlung gespannt bis zum letzten Satz. Und obwohl der Roman nicht vollendet ist, so ist das „Ende" hier doch sehr passend und abschließend. Wolfgang Herrndorfs Romane bleiben für mich persönlich einfach zeitlose literarische Meisterstücke. Allerdings muss man anmerken, dass dieses Buch nicht vergleichbar ist mit dem Vorgänger „Tschick". Und doch in sich selbst ein Meisterwerk.
















