Novels

Das Leben keiner Frau

3.7(58)
Hardcover€22.00Paperback€13.99
Available nowFree shipping
Buy Now

About the book

Eine Huldigung an alle fünfzigjährigen Frauen

Melanies Fünfzigster ist ein rauschendes Fest. Die angesehene Journalistin lässt sich - wie schon so oft - ganz groß feiern. Doch was auf das große Fest folgt, ist die ganz große Katerstimmung. Mels Mutter braucht Hilfe. Ihre Tochter will auf keinen Fall Karriere machen. Ja, und die Männer. Mels Chef fördert eine junge Kollegin. Ihr Party-Flirt redet im Büro schlecht über sie. Ihr Exmann wird Vater. Mel hat in ihrem Leben alles richtig gemacht. Doch jetzt ist sie nur noch wütend. Ein Buch über die Fallstricke der Emanzipation und den Fluch, alles zum ersten Mal zu machen.

»So zynisch, ehrlich und schonungslos durften bislang nur Männer, Teenie-Mädchen oder Greisinnen in der Literatur sprechen. Eine schöne fünfzigjährige Erzählerin, die derart konsequent Sex, Alter, Beziehungen und Karrieren seziert, ist für mich eine Offenbarung.« Alina Bronsky

»Gefälligkeit ist ein Gefängnis aus dem wir Frauen uns befreien müssen. Melanie ist nicht gefällig. Sie ist unbequem. Wir brauchen mehr unbequeme Frauen.« Maria Furtwängler

»Endlich ein wirklich fundiertes Buch darüber, dass man besser keine Frau sein sollte, die im Medienbereich arbeitet.« Josef Hader

Editions (1)

ISBN9783548066820
PublisherUllstein Taschenbuch Verlag
Publication Date02/29/24
Pages240

Reviews & Ratings

58 ratings

11 reviews

3.7

Tap to filter

  • jtk_0701
    jtk_0701

    343 Followers

    4.0

    Ich hab „Die Ungelebten“ von Caroline Rosales gelesen und sehr gemocht. Deshalb wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen. In „Das Leben keiner Frau“ ist die Protagonistin unglaublich unsympathisch und trotzdem bin ich ihr gern gefolgt. Der Anfang war schwer, da so schonungslos, zynisch und ehrlich über Alter, Sex, Wechseljahre, schlechte Mutter-Tochter-(Frauen-)Beziehungen und Feminismus erzählt wird, dass ich nicht sicher war, ob ich das so lang aushalten kann. Aber ich konnte es! Und das sogar sehr gut! Melanie ist 50 geworden und schon auf ihrer Geburtstagsparty, mit der diese Geschichte beginnt, habe ich schnell die unsympathische Seite dieser „Alten-weißen-Frau“ erkannt. Als Frau fand ich sie sehr ich-Bezogen und bewertend, als Mutter grausam, als Tochter egoistisch und als stellvertretende Chefredakteurin hätte ich mir mehr Support für die neue junge Kollegin gewünscht. Und trotzdem hab ich auch gleichzeitig herausgelesen, dass hinter jedem „Biest“ eine Person mit Verletzungen, Vorstellungen und Erfahrungen steckt. Nein, ich fand Melanie dadurch nicht sympathischer, sondern nachvollziehbarer. Ich habe unterschiedliche feministische Sichtweisen dargestellt bekommen und ich würde behaupten, dass jede Frau versucht, auf ihre eigene Art und Weise, sich aus den Fesseln des Patriarchats zu befreien, aber leider dennoch in den Strukturen gefangen bleibt. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Definitiv kein „Wohlfühlroman“, sondern sehr provokant.    Von mir eine Empfehlung für alle, die auch mit Antiheldinnen zurechtkommen. S.47 „Das Wort Wechseljahre zu hören, fühlt sich an, als würde man in eine Sackgasse einbiegen. Die Wechseljahre sind schambehaftet, nicht erzählbar, sie gehören verdrängt. Das Leben einer Frau ist von Geburt an fremdbestimmt, gesellschaftlich genormt und vorgezeichnet, von der Jugend über die Mutterschaft bis zum Ende ihrer fruchtbaren Tage.“ S.164 „Schlechte Mutter, schlechte Tochter, schlechte Feministin. Zu dünn, um gesund zu sein. Zu ungesund, um als Vorbild zu taugen. Keine Geliebte, keine Ehefrau, keine Freundin. Ich bin als gar keine Frau gut. Mein Leben ist das Leben keiner Frau.“ S.174 „Aber seit deiner Geburtstagsfeier überspannst du den Bogen. Auch die Sache mit August. Er ist ein connard, das weiß jeder, aber was fängst du auch was mit einem direkten Kollegen an? Du bist immerhin in der Führungsetage. Dieser ganze #MeToo-Kram gilt auch für Frauen wie dich. So eine hirnlose Affäre hattest du gar nicht nötig.“

    Jan 3, 2026

  • ingeheydeck
    ingeheydeck

    151 Followers

    4.0

    "Mit 50 geht es bergab".... Inhalte wie Feminismus , Identitätskrise, Wechseljahre, Schönheitswahn und Konklikte innerhalb von Mutter/ Tochter Konstellationen

    Das Buch hat mich bestens unterhalten, nachdem ich mit und mit warm wurde mit der zynischen, pessimistischen Protagonistin. Gerade der "rotzige", umgangssprachliche Ton - unverblümt und oft unsympathisch, macht den Roman besonders. Und am Ende wird deutlich, dass diese toughe, selbstsichere, auf Äußerlichkeiten fixierte Frau, unsicher und voller Selbstzweifel ist und sich danach sehnt, "anzukommen", vertrauen zu können und geliebt zu werden. Nachhaltig gestört hat mich allerdings, die mangelnde Solidarität anderen Frauen gegenüber. Ein großer Wurf ist für mich, dass Anfang und Ende komplett identisch sind ...zumindest fast. Keine Weltliteratur :), aber gute, solide Unterhaltung ...vllt. eher für die etwas Älteren unter uns. :).

    "Mit 50 geht es bergab"....

Inhalte wie Feminismus , Identitätskrise, Wechseljahre, Schönheitswahn und Konklikte innerhalb von Mutter/ Tochter Konstellationen

    Mar 15, 2026

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    409 Followers

    4.5

    DAS LEBEN KEINER FRAU Caroline Rosales ET: 30.08.2021 #backlist #12für2025 Nachdem ich Die Ungelebten von Caroline Rosales beendet hatte und mir daraufhin dieses Buch empfohlen wurde, musste ich es einfach kaufen. Leider lag es dann erst einmal eine Weile auf meinem SuB, doch nun konnte ich es endlich befreien – und das hat sich gelohnt. Melanie ist eine echte Macherin: stellvertretende Chefredakteurin der Münchner Zeitung, Stilikone und eine Frau, die mitten im Leben steht – bis zu ihrem 50. Geburtstag. Ab diesem Tag scheint alles bergab zu gehen. Die Wechseljahre melden sich, ihre 25-jährige Tochter hat viel zu wenig von dem, was Melanie im Überfluss besitzt, die Mutter muss ins Altenheim und dann stellt der Chefredakteur auch noch eine blutjunge, attraktive Journalistin ein, die Melanie gefährlich werden könnte. Ob es noch schlimmer kommen kann? Ja. Caroline Rosales schreibt zynisch, ehrlich und schonungslos. Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen und innerhalb eines Tages beendet. Natürlich habe ich keine hochtrabende Literatur erwartet, sondern beste Unterhaltung – und genau die habe ich bekommen. Fazit: Eine temporeiche Geschichte, gepaart mit einer großen Portion Zynismus. Wunderbare Unterhaltung. 4½/5

    Dec 17, 2025

3 of 11 reviews

Author

About Caroline Rosales

Caroline Rosales, geboren 1982 in Bonn, ist Autorin mehrerer Bücher und Kolumnistin bei der ZEIT. Im Jahr 2019 erschien ihr feministisches Memoir «Sexuell verfügbar», das sie für die ARD als Serie verfilmt hat, im Jahr 2021 ihr literarisches Debüt «Das Leben keiner Frau», gefolgt von «Die Ungelebten» (2025). Rosales lebt mit ihrer Familie in Berlin. 2027 erscheint ihr neuer Roman bei parkxullstein. Rosales gilt als eine der markantesten Erzählerinnen ihrer Generation. Ihre Texte verbinden persönliche Erfahrung mit gesellschaftspolitischer Schärfe und zeichnen sich durch einen Stil aus, der berührt und provoziert zugleich.

Reading is better with the READO app.

Discover books, track progress, read together.

Library

Keep track