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Sexuell verfügbar

3.6(40)
Hardcover€20.00Paperback€12.99
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About the book

Es wird viel geredet über die patriarchalisch geprägte sexistische Gesellschaft, doch selten über den Nährboden, der das Wachstum solcher männlich-dominierten Machtstrukturen begünstigt. Caroline Rosales erzählt nah an ihrer eigenen Geschichte, wie bereits kleine Mädchen darauf konditioniert werden, lieb und höflich zu sein und dem Onkel doch ein Küsschen zu geben. Und wie aus diesen Mädchen Frauen werden, die mehr auf das Gegenüber achten als auf sich selber. Das müssen wir ändern. Denn es gibt viele Grauzonen zwischen unserer Erziehung, Missbrauch und Feminismus. Hier werden sie beleuchtet.

Editions (1)

ISBN9783548061016
PublisherUllstein Taschenbuch Verlag
Publication Date02/01/24
Pages288

Reviews & Ratings

40 ratings

10 reviews

3.6

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  • readlikeawoman
    readlikeawoman

    81 Followers

    4.0

    Sexuell verfügbar von Caroline Rosales Der Text ist wütend, scharf und bewusst provokant. Caroline Rosales schreibt über sexualisierte Erwartungen an Frauen, über Verfügbarkeit, Zuschreibungen und darüber, wie tief diese Bilder in Alltag, Sprache und Selbstwahrnehmung verankert sind. Besonders auffällig ist der direkte Ton: Das Buch will nicht gefallen, sondern benennen, zuspitzen und irritieren. Für mich war die Lektüre stellenweise anstrengend, aber genau darin liegt ihre Wirkung. Nicht jede Zuspitzung hat mich überzeugt, manches wirkt bewusst überspitzt oder repetitiv, doch die zentrale Botschaft ist klar und wichtig. Sexuell verfügbar ist kein Buch zum Wohlfühlen, sondern eines, das Reibung erzeugt und eigene Haltungen hinterfragt und genau dafür schätze ich es. ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

    Dec 29, 2025

  • aniya
    aniya

    146 Followers

    2.0

    Edit: habe den Großteil meiner sehr persönlichen Rezension gelöscht. War eh zu lang und zu privat. Der Rest reicht aus :) ------ Sexuell verfügbar ist im Endeffekt ein Buch voller Widersprüche (und das wird zum Schluss sogar erwähnt). Auf einer Seite ist die Autorin genervt von Frauen, die einen semi-kritischen Spruch über Brust-OPs bringen (weil sie nämlich selbst eine hatte), auf der anderen kritisiert sie wiederum selber Frauen, die sich einem Schönheitsideal zu sehr anpassen. Dabei darf man dann nicht vergessen, dass auch sie gefärbte Haare hat und auf Mode steht aber halt "auf die gute Weise", die was mit Kunst und Ausdruck zu tun hat. Na dann. Auf einer Seite weiß sie, wie schlimm es ist, betrogen und belogen zu werden, auf der anderen beschreibt auch sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann (zwar nicht kritikfrei, aber eigentlich lese ich da nur wieder ganz viel Rechtfertigung raus). Sie verzeiht sich, weil sie jung und naiv war, verlangt dann aber im nächsten Moment mit deutlichen Worten, dass Frauen aufhören müssen, Geliebte zu sein. Da hat eindeutig jemand Angst, durch eine Jüngere ersetzt zu werden. Auf einer Seite schreibt sie, dass Frauen harmoniebedürftiger sind, gerne deeskalieren und die Schuld bei zwischenmenschlichen Problemen bei sich selbst suchen, auf der anderen zeichnet sie das Bild der manipulativen, intriganten Schlange, die vor Bösartigkeiten nur so strotzt und Mittel und Wege kennt, andere zu zerstören. Auf einer Seite berichtet sie von einem traumatischen Erlebnis mit Slut-Shaming unter Frauen, das wohl bis heute dazu führt, dass sie vorsichtig mit dem ist, was sie ausplaudert, wenn es um Sex und Liebschaften geht, auf der anderen wundert sie sich später, dass Mütter nicht offen über Sex und ihr Verlangen reden. "Warum sagt denn niemand was?" heißt es da und ich denke mir, ja, vielleicht haben die ähnliches erlebt und möchten auch nicht verurteilt werden. Auf einer Seite sollen Frauen zu ihrem Begehren stehen, auf der anderen wird die One-Night-Stand und Friends-with-Benefits Kultur kritisiert. Auf einer Seite wird Solidarität unter Frauen verlangt, auf der anderen spöttisch auf die ehemaligen Klassenkameradinnen runtergeguckt, die schnell heirateten, Kinder bekamen und ihre Karrieren auf Eis legten. Es erscheint mir, offen gesagt, schwer überhaupt etwas zu finden, was man als Frau in den Augen der Autorin richtig machen kann. In Rosales steckt eine Menge Frust und das ist okay. Ich teile ihn auch manchmal. Ich muss mich beim Lesen eines solchen Buches nicht immer wohl fühlen, nein, ich verlange sogar mich ab und zu unwohl zu fühlen und zum Nachdenken gebracht zu werden. Das passiert hier gut. Dennoch fehlt aber eben auch ganz viel. Vor allem Mut, eigene Fehler zu gestehen und weniger nachsichtig mit sich selbst zu sein, während man alle anderen gnadenlos abwatscht.

    Jan 14, 2024

  • antipyretisch
    antipyretisch

    4 Followers

    3.0

    Caroline Rosales schneidet im diesem Buch einige wichtige Themen an. Aus ihrer Sicht schreibt sie sehr ehrlich über ihre verschiedenen Rollen und welche Erwartungen daran verknüpft waren/sind. Insgesamt fehlte mir leider ein wenig der rote Faden.

    Apr 18, 2026

3 of 10 reviews

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Page-based comments

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antipyretisch
antipyretischApr 16, 2026

"Wir sollten uns empören. Am besten sofort. Noch heute. Und darüber entscheiden, in was für einer Welt wir leben wollen." Wie recht sie hat!

Author

About Caroline Rosales

Caroline Rosales, geboren 1982 in Bonn, ist Autorin mehrerer Bücher und Kolumnistin bei der ZEIT. Im Jahr 2019 erschien ihr feministisches Memoir «Sexuell verfügbar», das sie für die ARD als Serie verfilmt hat, im Jahr 2021 ihr literarisches Debüt «Das Leben keiner Frau», gefolgt von «Die Ungelebten» (2025). Rosales lebt mit ihrer Familie in Berlin. 2027 erscheint ihr neuer Roman bei parkxullstein. Rosales gilt als eine der markantesten Erzählerinnen ihrer Generation. Ihre Texte verbinden persönliche Erfahrung mit gesellschaftspolitischer Schärfe und zeichnen sich durch einen Stil aus, der berührt und provoziert zugleich.

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