Was wir sind

Was wir sind

Hardback
4.1235
KarriereFreundschaftKinderPostnatale Depression

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Description

Was ist aus dem Menschen geworden, der du einmal sein wolltest? – Anna Hope über drei ungleiche Frauen und ihre gemeinsame Zeit in London, über Freundschaft und die intimen Fragen eines jeden Lebens Nach einer atemlosen gemeinsamen Zeit in London stehen Hannah, Cate und Lissa mit Mitte dreißig an ganz unterschiedlichen Punkten. Hannah liebt ihr Leben und das Leben mit Nathan, doch alles scheint wertlos ohne ein Kind. Cate ist nach der Geburt ihres Sohnes nach Canterbury gezogen und hat das Gefühl, sich mehr und mehr selbst zu verlieren. Und Lissa steht nach einer schwierigen Beziehung auf der Schwelle zu ihrem Traum. Was wollen wir, was können wir sein? „Beeindruckend scharfsinnig und voller emotionaler Weisheit“ (The Observer) erzählt Anna Hope von drei Frauen unserer Zeit und kommt dabei ihren Figuren so nah wie wir sonst nur uns selbst.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
368
Price
22.70 €

Author Description

Anna Hope wurde 1974 in Manchester geboren. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und Schauspiel an der Royal Academy of Dramatic Art. 2014 stand sie mit "Wake" auf der Shortlist des National Book Award für den besten Debütroman. Anna Hope lebt in Sussex, südlich von London. Bei Hanser erschienen ihre Romane Was wir sind (2020) und Der weiße Fels (2023).

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
44%
13%
N/A
11%
16%
37%
100%
88%
20%
71%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
56%
87%
100%
100%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

32
All
4

Zwischen Nähe, Zweifel und den leisen Brüchen unserer 30er

Ein gutes, leicht zu lesendes Buch und trotzdem mit spürbarem Tiefgang. Die Figuren sind greifbar und nahbar beschrieben. Man kommt schnell rein und kann sich gut in sie hineinversetzen. Gleichzeitig bleiben sie stellenweise etwas zu oberflächlich, was ich zwischendurch schade fand. Es hätte noch mehr Tiefe drin gesteckt. Im Verlauf wird mir die Dynamik der Geschichte etwas zu sehr in sich verwoben. Es fühlt sich dann weniger klar und etwas konstruiert an. Trotzdem trifft das Buch inhaltlich einen Nerv. Was besonders hängen bleibt: Dieses Lebensgefühl in den 30ern. Gleicher Ausgangspunkt, komplett unterschiedliche Leben ein paar Jahre später. Die leisen Brüche, das Vermissen von früher, das eigene Hinterfragen. Der Versuch, offen und akzeptierend zu sein und gleichzeitig merken, dass man es nicht immer schafft. Genau das bringt das Buch sehr treffend rüber. Für mich war es dadurch ein Buch, das sich leicht wegliest, aber innerlich etwas auslöst. Kein schwerer Brocken, aber eines, das nachwirkt.

4.5

Gute Frage! Freunde...Feinde...Familie?

4

Authentisch und emotional! Berührende Geschichten von drei Freundinnen, die zusammen zwischen Hochs und Tiefs erwachsen werden und am Ende vor der Frage stehen: Bin ich der Mensch, der ich sein wollte? Hab ich das erreicht, was ich wollte? Bin ich glücklich, so wie es ist?

4

Ich habe viel zu lange gewartet, dieses Buch zu lesen. Ein Buch über Freundschaft, die bleibt. Über Entscheidungen, Träume und das Leben dazwischen. Leise erzählt, aber mit so viel Tiefe.

Drei Frauen. Drei Leben. Eine Freundschaft, die alles zusammenhält. Anna Hope erzählt in “Was wir sind” von Hannah, Cate und Lissa und davon, wie unterschiedlich Leben verlaufen können, selbst wenn man am gleichen Punkt startet. Jede der drei hat ihren eigenen Weg gewählt, ihre eigenen Kämpfe, ihre eigenen Kompromisse. Und trotzdem bleibt diese Verbindung. Was ich besonders geliebt habe? Hope springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen den Perspektiven der drei Frauen. Das macht das Buch lebendig, vielschichtig und so verdammt echt. Du siehst nicht nur, wer sie jetzt sind, sondern auch, wer sie mal waren. Und wie viel von damals noch in ihnen steckt. Es ist ein Buch über Freundschaft, ja. Aber auch über die Entscheidungen, die wir treffen. Über die Träume, die wir loslassen. Und darüber, wie wir uns manchmal selbst verlieren und in den Menschen wiederfinden, die uns von Anfang an kennen. Keine große Drama-Geschichte. Einfach drei Leben, ehrlich erzählt. Genau das, was ich gerade gebraucht habe. Für alle, die Geschichten über echte Freundschaft lieben. Die Art, die bleibt, auch wenn das Leben euch auseinanderzieht.​​​​​​​​​​​​​​​​

3

Stimmung war mir etwas zu unzufrieden im Hörbuch, dennoch wurde ich gut unterhalten

In was wir sind, wir die Geschichte von den 3 Freundinnen Hannah, Cate und Lissa erzählt. Alle 3 führen sie unterschiedliche Leben und alle sind sie nicht zufrieden. Während Hannah sich seit langem ein Kind wünscht, ist Cate gerade Mama geworden und findet sich in der Mutterrolle nicht so ganz ein. Lissa dagegen strebt nach einer Karriere als Schauspielerin. Da die Charaktere bereits um die 40 Jahre sind, hat mich die Geschichte sofort angesprochen. Vorgetragen wird sie von der Sprecherin Julia Meier welche dabei mit einer ruhigen und unaufgeregten Tonlage vorgeht, was ich sehr angenehm fand. Inhaltlich fand ich die Geschichte sehr authentisch und realitätsnah, sie könnte mitten aus dem Leben gegriffen sein. Anfangs hat mir dass sehr gut gefallen, allerdings zieht sich die Unzufriedenheit der 3 Frauen durch und durch ohne sich irgendwie von der Stelle zu bewegen oder etwas an ihrer Lage zu ändern, was ich hinterher sehr bedrückend fand. Die Stimmung bleibt einfach immer auf einem negativen Level ohne Aussicht auf große Entwicklung, wodurch die Protagonisten auch eher blass und unnahbar für mich blieben. Die Botschaft dahinter verstehe ich, aber ich finde, man hätte es etwas besser umsetzen können. Dennoch wurde ich gut unterhalten.

4

Drei Frauen, drei Leben, drei Wege – Hannah, Cate und Lissa sind seit dem Studium eng befreundet, doch ihr Lebensweg verläuft unterschiedlich: Kinder, Karriere, Kunst – und die ständige Suche nach Sinn, Nähe und Identität. In Rückblenden und Gegenwartskapiteln erzählt Anna Hope eindrucksvoll von Freundschaft, Entfremdung, Entscheidungen und der Frage, wer wir (wirklich) sind – und wer wir sein wollen. ✨ Ich muss zugeben, ich habe etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Aber als es mich dann hatte, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil hat mich sehr berührt – klar, eindringlich und auf eine ruhige, kluge Weise ehrlich. Das Leben, die Veränderungen, die kleinen und großen Brüche – all das wird so nachvollziehbar geschildert, dass es tief nachwirkt. Vielleicht hat es mich gerade deshalb bewegt, weil ich mich selbst in einem ähnlichen Lebensabschnitt befinde wie die Protagonistinnen. Vieles konnte ich nachempfinden, auch wenn ich emotional nicht ganz so stark mit den Figuren mitgefühlt habe, wie ich es bei anderen Romanen erlebt habe. Das hat mir ein wenig gefehlt – deshalb gibt es von mir einen kleinen Punktabzug. Trotzdem: Eine große Empfehlung für alle, die reflektierte, kluge Geschichten über Freundschaft, das Frausein und das Leben zwischen Erwartungen und Selbstbestimmung mögen. Besonders für Leser:innen, die selbst in einer Phase des Umbruchs stecken oder sich darin wiederfinden. 💭

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5

„Sie sind vielleicht nicht mehr jung, aber alt fühlen sie sich nicht. Das Leben ist immer noch formbar und voller Potenzial. Noch sind die unerkundeten Straßen nicht versperrt. Sie haben noch Zeit zu werden, wer sie später einmal sein wollen.“ (S.13) Richtig toller Roman, über das Älter werden, die Lebensträume und die Freundschaft. Es hat mir große Freude gemacht in die Leben von Hannah, Cate und Lissa einzutauchen und Ihren Werdegang als Einzelpersonen aber auch als Freundinnen zu verfolgen. Ein sehr authentisches Buch!

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4.5

Lisa, Hannah und Cate - drei Frauen, die mit sich, der Liebe und ihrer Lebensperspektive hadern. Mein Mann sagte: „Also ein klassisches Frauenbuch“. Ja und nein. Es ist ehrlich, nicht verkitscht und trotzdem leicht. Die Fragen, die die drei sich stellen, die Liebe, die Zweifel, die Wut, die Lust, die sie empfinden, hallen nach.

5

Freundschaft

Drei Frauen. Eine Freundschaft. Und die Spuren, die das Leben hinterlässt. Hannah, Cate und Lissa waren einst eng verbunden, doch die Jahre bringen Veränderungen, Entscheidungen und Brüche mit sich. Anna Hope erzählt mit grosser Feinfühligkeit von weiblicher Freundschaft, Selbstsuche und der Frage, was vom Menschen übrig bleibt, der man einmal sein wollte. Mich hat dieses Buch tief berührt. Auch ich habe zwei enge Freundinnen . Wenn ich daran denke, wie wir uns kennengelernt haben und wo wir heute stehen, erfüllt mich Dankbarkeit. Wir haben Schönes und Schweres erlebt – und unsere Freundschaft trägt bis heute Danke - A & S ❤️

2.5

Mich hat es nicht erreicht

Kann den Hype nicht nachvollziehen. War ein Buch für zwischendurch aber mehr auch nicht. Ich fände auch, dass die Freundinnen irgendwie nicht zusammen passen. Ich konnte mich selbst nur mit Lissa etwas identifizieren. Es ist eine Geschichte aus dem Leben von 3 Frauen, die so wohl jeden Tag passiert.

4

The book follows three woman Hannah, Cate and Lisa who shared their vibrant 20‘s with each other. But 10 years later they‘re all what they never hoped to be and their daily life’s revolve around failing jobs, broken dreams and wavering marriages. While each of them wants what the others have they tackle the question of what it takes to live a meaningful life. A book that should be seen more on bookstagram and co., because honestly? Who doesn‘t ask himself/herself this question? What’s the meaning of life? What makes my life meaningful? What can I do to make my daily life meaningful? This tackles the saying „you always want what you don‘t have“ & also shows in a twisted way, that we gotta be thankful and happy with the things we have & put work and meaning into them. There is a fine line between being satisfied with the things you own and the things you could & should strive for. The book also explores topics like feminism, unfulfilled desire to have Children, questions of their own sexuality, jealousy, cheating, the pressure to fit in, the fear of being left behind etc. I also liked the writing style.

4.5

Die Autorin schafft es, alle Hauptfiguren trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere sehr relateable zu gestalten. Sowohl die jeweiligen Geschichten als auch die Beziehung untereinander wirkt glaubhaft und ist berührend. Ein ganz toller Roman über Freundschaft, Familie, Liebe, Träume und die eigene Herkunft, in dem es nicht nur schwarz oder weiß gibt. Zudem gelingt es der Autorin, ein emotional packendes Ende zu schreiben, ohne ins Kitschige oder Überdramatische zu fallen. Dieses Werk hat meine Neugier auf weitere Bücher von Anna Hope geweckt

5

Ein wunderschöner, dramatischer und fesselnder Roman

Die Geschichte der drei Freundinnen hat mich zu jedem Zeitpunkt gefesselt und berührt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Danke für diesen schönen Roman 💐

4

Leicht, seicht und genau richtig!

Ich habe das Buch an einem einzigen Tag verschlungen- und das muss wirklich etwas heißen. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt schon einmal ein Buch in nur einem Tag ausgelesen habe. “Was wir sind” ist leicht, ehrlich und berührend. Und nebenbei bekommt die Leserschaft ein paar feministische Denkanstöße. Große Empfehlung von mir :)

5

Seit langem auf meiner Wunschliste und dann endlich in meinen SUB und nun ziemlich schnell durchgelesen. Ein Buch aus dem Leben, über Freundschaft die in jungen Jahren entstanden ist und sich dann im Erwachsenenleben verändert. Ich denke jede*r kann hier etwas mitnehmen und sich wiederfinden. Ein ganz wunderbares Buch!

2

Nüchterne, idealistische, anspruchsvolle Langeweile

Abgebrochen. Viele Lobeshymnen liest man von diesem Buch, deshalb mag ich einmal erklären, weshalb es mich nicht so glücklich gemacht hat. Die Jugend, die so hellhoch strahlend klug und unabhängig dargestellt wird. Man liest Joyce und Madame Bovary, philosophiert über Regierungsformen und den idealen Menschen, diskutiert hochtrabend über das Patriarchat. Das ist Realität, aber ist sie derart zu idealisieren? Mir hat die kritische Einordnung gefühlt. Zu beschreibend, zu wenig auf dieses Grundgerüst aufgebaut, bei viel Potenzial. Die Beschreibungen und Einordnungen. Die Charakterisierung vieler Charaktere sind mir einfach zu konkret Stereotyp. Die Aktivistin mit den Rastalocken, die ruhige Einserstudentin, die eine wilde Seite an sich hat. Ich wollte, dass sich daraus noch mehr ergibt. Für mich war da nichts greifbares dabei. Der Stil, der mir zu platt bleibt. Ich sehe, dass es so gewollt ist. Ich sehe, was es tun will. Diese ruhige Art, viel zu beschreiben und wenig externe Wertung mitzugeben. Aber das hat es fast langweilig und flach gemacht. Ich wünsche mir mehr, bei gleicher Ausgangslage.

Nüchterne, idealistische, anspruchsvolle Langeweile
3

Langatmig und mit vielen Zeitsprüngen

Hannah, Cate und Lizza sind alle Mitte 30 und haben unterschiedliche Lebensziele. Hannah ist eigentlich glücklich, doch sie hat einen unerfüllten Kinderwunsch. Cate ist dagegen vom Muttersein überfordert und Lizza will sich nach einer schwierigen Beziehung endlich ihren Lebenstraum erfüllen. Ich fand das Hörbuch sehr gut eingesprochen und die Handlung spannend erzählt. Allerdings ist es langatmig und es ist schwer durch die vielen Personen und Zeitsprünge den Überblick zu behalten.

5

5 ⭐️; sehr nahbare und facettenreiche Protagonistinen

3

Nett zu lesen, aber die Story WTF

Ich hab das Buch an zwei Tagen gelesen, es liest sich gut weg und der Schreibstil ist weder platt noch zu anspruchsvoll. Die Story fand ich erst mal interessant: drei Freundinnen in meinem Alter (Mitte bis Ende 30), die mit ihren Lebensentscheidungen hadern. Welche Frau findet sich da nicht wieder? Im verlauf des Buches wurde ich dann aber traurig und trauriger. Letztlich gibt die Autorin den typischen Konkurrenzkampf unter Frauen wieder, den ich so gerne überwunden wüsste. Dabei reproduziert sie das Elend halt nur, ohne irgendwie in Frage zu stellen, ob es auch anders ginge. Den Dolchstoß gibt das Buch sich dann im Epilog: Irgendein pathetisches Geschwafel über Demut und dass man das Glück des Augenblicks genießen soll. Meine Güte. So schade, weil die Story hätte so viel Potential gehabt. Am Ende ist es dann aber doch nur der defizitäre Blick auf Frauen - auf Männer auch, aber das macht es halt nicht besser. Trotzdem 3 Sterne weil es ein kurzweiliges Lesevergnügen war, ich den Stil grundsätzlich mochte und man sich ja auch mal ärgern darf.

3

Die Geschichten der Frauen sind sehr gut und eigentlich auch emotional, aber irgendwie wurde ich nicht so richtig berührt. Es stecken wichtige Themen drin, an ein paar Stellen habe ich Sätze markiert. !Kleiner Spoiler! Doch eine Rezension auf Goodreads mache mir klar, was mich gestört hat: Die Frauen in diesem Buch werden nur mit Kind glücklich. Die eine, die mal eine Abtreibung hatte, erlebt nur Schlechtes, trifft schlechte Entscheidungen und bereut am Ende, kein Kind zu haben. Das ist schon ziemlich heftig und dass mir das so lange nicht konkret aufgefallen ist, zeigt, wie sehr uns allen eingetrichtert wird, dass Frauen Kinder bekommen "müssen".

4

4.5 Perfekt für einen Regentag und eines meiner bisherigen Lieblingsbücher 2023.

5

"Was wir sind" von Anna Hope, übersetzt von Eva Bonné, ist ein wahnsinnig guter Roman, der von Erwartungen jeglicher Art handelt. Und auch ich bin mit großen Erwartungen an diese Geschichte gegangen, einige haben mir das Buch empfohlen und hochgelobt. Und ich will direkt meine Meinung dazu kurz loswerden: Die Erwartungen wurden mehr als erfüllt, ganz klar übertroffen! Anna Hope schraubt aus der Sicht von drei Freundinnen: Cate, Hannah und Lissa. Die drei kennen sich aus Schul- bzw. Studienzeiten und lebten in London gemeinsam in einer Wohngemeinschaft. Zu der Zeit, in der der Roman spielt, sind die Freundinnen Mitte 30, gehen ihren eigenen Wünschen, Jobs und Lebenserwartungen nach. Als Leser:in ist man von Erwartungen aller Art umgeben: Erwartungen an sich selbst, Erwartungen an Parner:innen, Erwartungen an Freund:innen, aber auch von Erwartungen an die Gesellschaft und Erwartungen, die von der Gesellschaft an einen selbst gestellt werden. Die Autorin hat einen unfassbar fesselnden Schreibstil, er ist eindringlich und dadurch kann man als Leser:in die Erwartungen stark aufnehmen. Mir fiel das Lesen des Romans sehr leicht, allerdings hätte ich gerne weiter in der Geschichte verharrt. Ich habe mir die Geschichte immer in einzelne Häppchen eingeteilt um längere Zeit was von diesem besonderen Buch zu haben. Und jetzt an alle, die das Buch noch nicht kennen: Lest es. Bitte. Ihr werdet nicht enttäuscht. Für mich ist dieser Roman voller Erwartungen ganz klar das zweite Jahreshighlight in diesem Jahr.

5

Bewegend, realistisch, sprachlich schön.

5

Vermutlich würde man diesen Roman als 'Coming of age'-Roman bezeichnen, da es um drei Frauen geht, die zusammen ihre Zwanziger verbracht haben, nun in den Dreißigern sind und deren Leben irgendwie ganz anders verlaufen, als sie es sich vorgestellt haben. Obwohl das ziemlich klischeehaft und abgeranzt klingt, fand ich das Buch echt gut, vermutlich, weil ich selbst 30 bin und ähnliche Sorgen habe. Ein paar Dinge sind sehr vorhersehbar, aber eigentlich macht das das Leben ja auch aus: es ist viel unspektakulärer, als wir es mit 20 erwartet haben. Unsere Krisen sind oft alltäglich, dadurch aber nicht weniger dramatisch. Und über allem schwebt die Frage: bin ich das, was ich sein wollte? Was ich sein könnte? Reicht mir das?

5

Absolut fesselnd. Eine alltägliche Geschichte, die es so wahrscheinlich tausendfach im echten Leben gibt. Dabei aber so spannend und einfühlsam erzählt, dass man sich mit allen drei Hauptfiguren identifizieren kann. Egal wie moralisch verwerflich ihre Handlungen sind. Leseempfehlung ohne wenn und aber.

5

Ein absolutes Jahreshighlight! Drei Frauen, drei leben eine Verbindung-die Freundschaft. Authentisch voller Emotionen und den Fragen des Lebens.

4

A lovely novel about friendship, love and the ups and downs of life. Many situations felt relateable and overall it was a pleasent journey.

5

Das ist eins meiner Lieblingsbücher!

5

Zur Autorin: Anna Hope ist eine britische Autorin, die englische Literatur und Schauspiel studiert hat. Mit ihrem Debütroman "Wake" stand sie 2014 auf der Shortlist des "National Book Awards" [Vergleiche: https://www.hanser-literaturverlage.de/autor/anna-hope/, 13.02.2020, 11:30 Uhr]. Zum Cover: Das Cover zeigt eine sich bewegende, evtl. laufende Frau in einem gelben Kleid auf blauem Hintergrund. Alles ist verschwommen. Der Titel sticht dagegen klar hervor. Er ist weiß und nur in Großbuchstaben zentral auf das Cover gedruckt. Ob das Cover mich in der Buchhandlung angesprochen hätte, wage ich zu bezweifeln, dafür sticht es weder optisch noch durch den Titel hervor. Auch, wenn ich es generell nicht schlecht finde. Zum Buch: Das Buch handelt von Lissa (Melissa), Cate und Hannah drei Frauen, die sich schon sehr lange kennen, zum Teil schon aus Schulzeiten, die zeitweise gemeinsam in einem Haus in London gelebt haben und mit dem Alter jede ihren eigenen Weg gegangen ist. Diese Wege sind sehr unterschiedlich. Lissa wohnt noch immer in diesem Haus, nun aber in einer günstigeren Wohnung und hält sich mit Teilzeitjobs über Wasser, um ihre Schauspielkarriere voranzutreiben, was ihr jedoch mehr schlecht als recht gelingt. Sie ist Single und kinderlos. Cate hat schon während des Studiums Antidepressiva genommen, dann einen Mann online kennengelernt, diesen relativ schnell geheiratet und ein Kind bekommen. Gemeinsam sind sie aus London raus gezogen, in ein Dörfchen in dem auch die Familie ihres Mannes lebt. Cate hat den Eindruck es niemandem Recht machen zu können, sich selbst am wenigsten und verfällt wieder in eine Depression. Sie hat nicht das Gefühl ihren eigenen Erwartungen gerecht zu werden und trauert einer alten Liebe hinterher. Hannah hat sozusagen alles, was man sich wünschen kann: Sie ist erfolgreich in ihrem Job, wurde gerade befördert, wohnt mit ihrem Mann in einem schönen Haus, auch er ist erfolgreich in dem was er tut. Das einzige, das ihnen fehlt, ist ein Kind. Leider wird Hannah auch durch künstliche Befruchtung nicht schwanger, was ihre Ehe sehr belastet. All dies erfährt man in einzelnen, kurzen Kapiteln über die jeweilige Frau. Zwischendurch gibt es immer passende Rückblicke, wie sich die Frauen kennengelernt haben, wie sie ihre Partner kennengelernt haben, wie es in ihrer Freundschaft, Beziehung und im Leben weiter ging, bis sie so wurden, wie sie aktuell sind. Und wie es auch häufig im wahren Leben so ist, beneidet die eine die andere, um das was sie hat oder nicht hat, will so sein wie sie, findet ihre Situation wesentlich weniger dramatisch als die eigene. Der Leser bekommt dadurch einen wirklich guten Überblick über das Leben der drei Frauen und kann die aktuelle Situation gut einschätzen und mitfühlen. Plötzlich laufen ihre drei Leben in der Gegenwart jedoch aus dem Ruder. Das eine bedingt das andere, die Depression, der unerfüllte Kinderwunsch, die schlidernde Schauspielkarriere. Es fallen Worte, es geschehen Taten, die ihre Leben ändern, die ihre Freundschaft ändern. Und auch hier, fiel es mir nicht schwer das alles nachzuvollziehen. Nicht gutheißen, aber durchaus nachzuvollziehen. Das Temperament, das explodiert, die Sehnsucht, der man nachgibt, das "einmal nicht nachdenken" müssen. Das alles macht die Geschichte der drei Frauen sehr real und nachvollziehbar, als ob sie im eigenen Freundeskreis oder zumindest im Bekanntenkreis geschehen würde. Der einzige kleine Kritikpunkt ist für mich das Ende, das mehr oder minder doch noch ein Happy End für die eine oder andere birgt, auch wenn ihre Freundschaft nicht mehr die ist, die sie einmal gewesen war. Vor allem in Hannahs Fall finde ich das Ende zu übertrieben gewollt und im Stile des "alles wird irgendwie gut". Fazit: Eine überzeugend geschriebene Geschichte über drei Freundinnen, die sehr unterschiedliche Leben führen, alle aber in irgendeinem Punkt des Lebens unzufrieden sind, da sie es sich anders vorgestellt haben und zum perfekten Leben etwas fehlt. Der Wunsch, die Erwartung an das eigene Leben ist nicht erfüllt und sie können mit dem, was sie haben nicht glücklich sein. Bis es zerbricht. Leseempfehlung: Eine absolute Leseempfehlung vor allem an Frauen, die in etwa im selben Alter sind wie die Protagonistinnen (Mitte 30) oder sich in diese hineindenken können. Es macht einen selbst darauf aufmerksam, dass man sich manchmal auch mit dem zufrieden geben sollte, was man hat und leider nicht immer alle Erwartungen und Wünsche an das Leben in Erfüllung gehen, was es aber nicht sofort schlecht macht.

5

Schicksal oder Planung

Die Geschichte dreier Frauen die das Leben zusammen gebracht hat. Ihre Wünsche und Vorstellungen vom Leben werden wahr, aber nicht das was sie davon erwartet haben oder zerschellen an der Realität des Lebens. Je nachdem . Drei Lebensentwürfe, drei unterschiedliche Frauen miteinander verwoben. Ein sehr gut geschriebenes Buch sehr gut gesprochen von Julia Meier. Sie schafft es die Emotionen der Geschichte in die richtige Betonung zu bringen und hat mich wirklich gefesselt. Mich hat dieses Hörbuch überzeugt mehr Hörbücher zu hören.

5

Wenn man nach dem Lesen eines jeden Kapitels das Buch kurz zuschlägt um innezuhalten und um "wow, das ist so gut" zu denken, dann hat das Buch in meinen Augen seine 5 Sterne verdient. Was soll ich sagen? Dieser Roman bildet die Lebenswirklichkeit der Generation von modernen Frauen, die in den mittleren 1970er Jahren geboren wurden, 1:1 ab, legt den Finger in die Wunde ihrer Befindlichkeiten. Drei Frauen aus England, die sich kennen, Freundinnen waren bzw. irgendwie immer noch sind, werden unter dem Brennglas der auktorialen Erzählinstanz auf ihre gegenwärtigen Unzulänglichkeiten hin untersucht. Ihre momentane Existenz wird mit ihrer vergangenen verglichen (es gibt zahlreiche kursivierte Rückblenden). Die Wünsche, Träume und Vorstellungen, die sie abgelegt haben, treten wie ein offener Bruch aus dem Körper ihres Ichs hervor. Alle drei Frauen sind zum Zeitpunkt der Haupthandlung im Jahr 2010 Mitte 30, also in der “Rushhour des Lebens”, in der eigentlich alles unter Dach und Fach gebracht werden will: Kinder, Karriere, Haus und Garten, gemachte Erfahrungen - alles soll und muss perfekt sein, wenn es nach den gesellschaftlichen Vorstellungen geht. Aber dass diese nicht immer mit der Realität einhergehen und das Leben oft diametral entgegengesetzte Verläufe zu unseren Erwartungen (das Buch heißt im Original "Expectation"), nimmt, zeigt Anna Hope anhand ihrer drei Protagonistinnen auf. Cate ist die Intellektuelle, die ihren Oxford-Cum-Laude-Abschluss an der Tür ihres Reihenhauses in der Vorstadt von Canterbury abgelegt hat. Sie ist frischgebackene Mutter eines kleinen Jungen und hadert mit den sich überschlagenden Ereignissen ihres momentanen Lebens: neuer Partner, Heirat, Kind, Haus, Umzug aus der Metropole ins Suburbane - alles in weniger als 2 Jahren. Und da ist dann auch noch eine Person aus ihrer Vergangenheit, eine verflossene Liebe, der sie nachtrauert. Hannah ist die Karrierefrau, bei der eigentlich alles perfekt läuft. Ein sehr gut bezahlter Job in London, schöne Wohnung, ein langjähriger Partner und seit kurzem Ehemann. Trotz dem scheinbar perfekten Äußeren ihres Lebens droht sie aber an ihrem unerfüllten Kinderwunsch zu verbrechen. Lissa ist die unkonventionelle Schauspielerin, die im Callcenter und als Aktmodell arbeiten muss, weil es mit der großen Karriere nicht geklappt hat. Ein gesetztes und spießiges Leben mit Haus und Kindern ist für Lissa nicht vorstellbar, aber dennoch sucht sie nach Konstanten. Alle Figuren sind und wirken so echt, ihre Probleme sind exakt die, die Frauen in ihren mittleren Dreißigern eben haben - ich weiß wovon ich rede, gehöre ich doch selbst dieser Spezies an. Danke Anna Hope für dieses wundervolle Portrait einer Generation, das zum Nachdenken über das eigene Leben und zum Innehalten anregt. Dass die Autorin übrigens auch noch mein Lieblingsstück von Tschechow, Onkel Wanja, in die Erzählung mit einbaut, hat mich vollends für das Buch eingenommen: 5 Sterne!

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