Look inside

Romance

Das Lavendelzimmer

3.8(382)
Not availableFree shipping
Buy Now

About the book

Ein unwiderstehlicher Roman über die Macht der Bücher, die Liebe und die Magie des südlichen Lichts: „Das Lavendelzimmer“ – ein internationaler Bestseller, übersetzt in 30 Sprachen, gefeiert von der Presse wie von Lesern weltweit.
Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.
"Dieser Geschichte wohnt ein unglaublich feiner Zauber inne." Christine Westermann (WDR)

Editions (6)

ISBN9783426509777
PublisherKnaur Taschenbuch
Publication Date04/01/14
Pages384

Characteristics

5 reviews

PoeticRomanticCredibleLikableModerateThoughtful

Reviews & Ratings

382 ratings

84 reviews

3.8

Tap to filter

  • amygdalalimbus66
    amygdalalimbus66

    953 Followers

    5.0

    "Es ist ein Gerücht, dass sich Buchhändler um Bücher kümmern. Sie kümmern sich um Menschen."

    Es wird Zeit, dass ich meinen absoluten Herzensbüchern ein wenig Zeit widme. Dieses Buch hat mich gelesen und nicht andersherum. Es hat nicht einfach Seiten umgeblättert, es hat vorsichtig Schichten meiner eigenen Erinnerungen freigelegt, wie Lavendelblüten zwischen den Fingern ihr Aroma erst dann preisgeben, wenn man sie berührt. Jean Perdu verkauft keine Bücher. Er verschreibt sie. Als literarischer Apotheker erkennt er die unsichtbaren Brüche fremder Herzen, diagnostiziert Einsamkeit zwischen zwei Sätzen und Liebeskummer im Schweigen eines Kunden. Nur sich selbst bleibt er ein Rätsel. Der Mensch, der anderen Heilung schenkt, hat verlernt, die eigenen Wunden anzusehen. Viele Romane erzählen von verlorener Liebe. Doch dieses Buch erzählt von etwas viel Schwierigerem. Von konservierter Liebe. Von Gefühlen, die nicht sterben dürfen, weil sie das letzte Licht in einem Menschen geworden sind. Jean Perdu lebt nicht wirklich, er konserviert Erinnerungen wie andere Menschen Marmelade einkochen. Sorgfältig verschlossen, süß und längst überreif. Und dann ist da dieses Lavendelzimmer. Dieses Zimmer ist kein Ort, es ist eine Zeitkapsel aus Sehnsucht, Schuld und verweigerter Trauer. Während andere Romane laut und dramatisch werden, flüstert dieses Buch seine größten Wahrheiten. Was mich vollkommen eingenommen hat, war die Art, wie Nina George Sprache benutzt. Nicht als Werkzeug. Sondern als Duft. Ihre Sätze riechen nach warmem Holz, alten Buchseiten, Rotwein, Sommerstaub auf Fensterläden und nach jener bittersüßen Melancholie südfranzösischer Abende, in denen man plötzlich versteht, dass Schönheit immer auch Vergänglichkeit bedeutet. Die Reise auf der „Literarischen Apotheke“ ist dabei weit mehr als eine Fahrt durch Frankreich. Sie gleicht einer langsamen Häutung. Jeder Flusskilometer trägt etwas von Jeans Erstarrung fort. Und während andere Autoren Heilung als großen Wendepunkt inszenieren, zeigt dieses Buch etwas viel Wahrhaftigeres. Heilung geschieht oft unspektakulär. In Gesprächen. In Landschaften. In Gerüchen. In Menschen, die zufällig auftauchen und unbemerkt etwas in uns reparieren. Besonders beeindruckt hat mich, wie der Roman Bücher selbst behandelt. Nicht elitär. Nicht intellektuell kühl. Sondern zutiefst menschlich. Literatur wird hier nicht gefeiert, weil sie klug macht, sondern weil sie uns überleben hilft. Dieser Gedanke zieht sich wie ein goldener Faden durch die gesamte Geschichte. Bücher als Medizin gegen das Verstummen der Seele. Und ja – manche werden sagen, das alles sei zu poetisch, zu verträumt, vielleicht sogar kitschig. Aber ich glaube, genau darin liegt der Mut dieses Romans. In einer Welt, die Ironie oft mit Tiefe verwechselt, erlaubt sich -Das Lavendelzimmer-, aufrichtig zu sein. Zärtlich. Verletzlich. Ohne sich dafür zu entschuldigen. Ich muss einen Satz aus einer vorherigen Rezension wiederholen. -Dieses Buch liest man nicht wegen der Handlung allein.- Man liest es wegen des Gefühls, danach anders auf Menschen zu schauen. Sanfter vielleicht. Verständiger. Langsamer. Mich hat selten ein Roman so still bewegt. Nicht wie ein Sturm. Eher wie Lavendelduft durch ein offenes Fenster. Fast unmerklich. Aber Stunden später ist er immer noch da. ♡♡♡ "Ich wollte Gefühle behandeln, die nicht als Leiden anerkannt sind und nie von Ärzten diagnostiziert werden. All diese kleinen Gefühle, Regungen, für die sich kein Therapeut interessiert, weil sie angeblich zu klein und zu unfassbar sind. Das Gefühl, wenn wieder ein Sommer zu Ende geht. Oder zu erkennen, nicht mehr ein ganzes Leben Zeit zu haben, um seinen Platz zu finden. Oder die kleine Trauer, wenn eine Freundschaft doch nicht in die Tiefe geht und man weitersuchen muss, nach einem Lebensvertrauten. Oder die Schwermut am Morgen des eigenen Geburtstages. Heimweh nach der Luft seiner Kindheit. So etwas." "Die Gewohnheit ist eine gefährliche, eitle Göttin. Sie lässt nichts zu, was ihre Regentschaft unterbricht. Sie tötet eine Sehnsucht nach der anderen. Die Sehnsucht nach Reisen, nach einer anderen Arbeit, nach einer neuen Liebe. Sie verhindert zu leben, wie man will. Weil wir aus Gewohnheit nicht mehr nachdenken, ob wir noch wollen, was wir tun." ">Ich würde lieber eine Enzyklopädie über Allerweltsgefühle schreiben.<, gab er zu. >Von A wie Angst vor Anhaltern über F wie Frühaufsteherstolz bis Z wie Zehenschüchternheit oder die Sorge, dass die Füße die Verliebtheit des anderen sofort vernichten können.< [...] >Schreiben Sie das doch. Gefühlsenzyklopädie für literarische Pharmazeuten.< [...] >Fügen Sie Fremdvertrauen hinzu,unter F. Das seltsame Gefühl in Zügen, wenn man sich einem Unbekannten gegenüber weiter öffnet als je der eigenen Familie. Und Enkeltrost, unter E. Das ist das Gefühl, dass es weitergeht, das Leben.< [...] >Zehenschüchtern. Das war ich auch. Und gemocht... gemocht hat er meine Füße dann doch.<"

    "Es ist ein Gerücht, dass sich Buchhändler um Bücher kümmern. Sie kümmern sich um Menschen."

    May 29, 2026

  • buecherhummel
    buecherhummel

    979 Followers

    4.0

    Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben. Ein wahnsinnig süße Idee und ja Bücher können heilen wenn man die richtigen zur richtigen Zeit liest

    Jun 18, 2024

  • katjariga
    katjariga

    9 Followers

    5.0

    Ich liebe dieses Buch

    Dieses Buch hat mich verzaubert und sofort nach einer möglichen Fortsetzung bzw. dem angesprochenen “Südlichter” suchen lassen. . Ich liebe die bildhafte detailreiche Sprache von Nina George und diese Geschichte, die mich ganz tief berührt hat. Wer “anfällig” für Liebe in all ihren Schattierungen und mit all ihren schönen und auch schmerzhaften Seiten ist, der findet hier genau sein/ihr Buch.

    Apr 20, 2026

3 of 84 reviews

SocialReads

Page-based comments

Page 38099%
kittencuex
kittencuexJun 29, 2025

Ich war lange nicht mehr so gefangen von einem Buch. Wirklich herausragend wie sehr man sich in ihn hineinfühlen und seinen Schmerz aber auch all die Hoffnung nachempfinden kann.

Author

About Nina George

Die mehrfach ausgezeichnete internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Sachbücher, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten, Blogs und Kolumnen. Ihr Roman Das Lavendelzimmer wurde in 36 Sprachen übersetzt und eroberte weltweit die Charts, so etwa die New York Times-Bestsellerliste in den USA. Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens J. Kramer, schreibt Nina George Kinderbücher und Provencethriller. Sie lebt in Berlin und in der Bretagne. Nina George ist Ehrenpräsidentin des European Writers’ Council, dem Dachverband von 50 europäischen Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverbänden.

Reading is better with the READO app.

Discover books, track progress, read together.

Library

Keep track