Die Passantin

Die Passantin

Hardback
4.1159

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Description

Die gefeierte Filmikone Jeanne Patou erfährt aus dem Fernsehen, dass sie für tot gehalten wird. Für Jeanne ist es die Chance, unterzutauchen und so ihrem Ehemann zu entkommen, der gleichzeitig ihre größte Obsession und ihre fatalste Leidenschaft ist. Sie verschwindet in die Anonymität – und in einen Kosmos der untergetauchten Frauen, mit denen sie ein altes Haus in Barcelona bewohnt. Während sie ihre Schicksale kennenlernt, wird ihr auch ihr eigenes immer deutlicher.
Viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, eine Passantin unter vielen, als sie plötzlich ihrem Mann begegnet. Ihr ist klar: Sie muss sich stellen – ihrem Mann, aber vor allem sich selbst.
Die Passantin ist ein empathischer, rasanter und zorniger Roman über eine Selbstfindung, eine Starkwerdung, eine Emanzipation, ein Auftauchen aus festgefahrenen Strukturen, um zum wahren Kern zurückzufinden.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
320
Price
26.80 €

Author Description

Nina George, geboren 1973, ist Schriftstellerin, Journalistin, Übersetzerin und Moderatorin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens J. Kramer, schreibt Nina George außerdem Kinderbücher. Für ihr literarisches Werk sowie ihr kulturpolitisches Engagement, u. a. als politische Beauftragte des European Writers’ Council, als Gründerin des Netzwerks Autorenrechte und als Initiatorin der Initiative #frauenzählen, wurde Nina George als BücherFrau des Jahres ausgezeichnet und erhielt das Bundesverdienstkreuz. Nina George lebt in Berlin und in der Bretagne. www.ninageorge.de

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
73%
N/A
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78%
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55%
9%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

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Moderate100%
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Writing Style

Simple0%
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Posts

48
All
5

So richtig wortgewaltig ist dieser Roman und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt

Jeanne Patou, eine gefeierte Schauspielerin, nutzt ein Flugzeugabsturz, um ihren eigenen Tod vorzutäuschen. Um herauszufinden, wer sie ist und was sie will. Dieses Buch ist voller Wut und Kraft.

4.5

Wow! Was für ein Banger. Ich geb zu, ich hätte dieses Buch nie ohne den Buchclub gelesen und ich kann auch nicht sagen, warum. Cover war für mich so „okay“, Buchbeschreibung interessant, aber es hat mich einfach nicht angezogen. Vielleicht war es der Schreibstil - kurz reingelesen, dachte ich: „Ne, irgendwie zu gewollt für mich.“ Tja, manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden, denn ich hätte definitiv was verpasst, wenn ich diese Geschichte nicht gelesen hätte. Und der wunderbare Schreibstil entfaltet sich erst nach ein paar Seiten. Ich hab ihn geliebt! Jeanne Patou ist eine gefeierte französische Filmikone, die gerade in Barcelona in einer Bar sitzt und im Fernsehen erfährt, dass sie für tot gehalten wird. Der Flug 4U9525 ab Barcelona ist in den südfranzösischen Alpen abgestürzt. Und Jeanne war in diesem Flugzeug - nein, nicht wirklich, weil sie kurz vor dem Einsteigen umgedreht ist. Sie erkennt ihre Chance, endlich aus ihrem Leben auszubrechen. Ihrem dominanten Mann Bernard zu entkommen, ihren Liebhaber Luc zu verlassen, aber auch ihre erwachsenen Kinder Mathilde und Katja. Sie kommt in ein Haus unter, in dem nur Frauen leben, alles Frauen, die untergetaucht sind, die außen nicht mehr existieren wollen. Doch viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, als Passantin und begegnet Bernard. Stellt sie sich ihm? Diese Geschichte hat mich gleich gepackt! Ich konnte einfach nicht aufhören weiterzulesen. Rasant, lebendig und voller Kraft reißt es mich mit. Ich bin mit Jeanne erst mal verwirrt durch die Gassen gelaufen, um auf das Haus zu stoßen, in dem all die besonderen Frauen leben. Was für eine Gemeinschaft, was für ein Zusammenhalt! Welche Schicksale hier alles verborgen sind. Und so langsam beobachte ich, wie Jeanne zu sich selbst findet, ihrem Inneren. Gespickt mit Wut und Energie erkennen, welche Macht die patriarchalen Strukturen auf das Leben der Frauen haben. Und dabei so viele Fragen aufkommen, die ich fühle, mitnehme, nachdenke. Aufgeteilt in drei Abschnitte wechselt auch die Perspektive und das macht es für mich noch spannender. Interessant fand ich auch die Geschichte Barcelonas und den Wunsch nach Unabhängigkeit. Für mich eins meiner Highlights in diesem Monat. Ich kann es nur empfehlen. S.32 „Am Ende stirbt immer die Frau in den Dramen, die von Männern geschrieben, von anderen Männern finanziert, von ihren Männerfreunden konzipiert und dirigiert und von Frauen angesehen werden, die glauben, die wahre Liebe erkenne man daran, dass sie wehtut. S.55 „Was, wenn Facebook, deren Gesichtserkennung besser war als die des FBI, mich verriete? Jedes Jahr verschwanden Menschen, weil sie es so wollten. Was, wenn diese Künstliche Intelligenz, von der alle immer öfter sprachen, all die Verschwundenen auffand?“ S.153 „Wer wusste es schon, ob deswegen Väter nicht duldeten, dass Töchter Bücher läsen und Frauen Dinge aufschrieben; denn da, in den gefährlichen Büchern, erführen sie, dass es all das gab: das Wollen, die Kraft, den Hass und die Welt der Frauen, unsichtbar hinter der sichtbaren Welt der Männer.“ S.230 „Bernard hat mich angeschrien, später, dass ich seine Töchter gegen ihn aufhetzte, dass Mathildes Überreaktion mit ihrem Dachbodenexil ihn wie einen Psycho dastehen lasse, auch vor Katja, und dass er es satthabe, dass wir drei Weiber uns daran gewöhnt hätten, dass er ein nützlicher Idiot für uns sei. Weiber. Die Kinder waren acht und fünf. Ich war dreißig.“ S.238 „ „Pornografie ist die Ausbildung der Jungen, auf Frauen zu schauen, und Märchen die Ausbildung der Mädchen, auf Männer zu schauen“, schrieb Sella da. „Die beliebtesten Märchen in dem Teil der Welt, den wir den Westen nennen, erzählen dem Mädchen, dass sich Frauen immer nur vor anderen Frauen fürchten sollten. Vor der bösen Hexe, die einen im Ofen backen will, bis die Haut schön kross ist, vor der bösen Königin, die vergiftete Äpfel serviert, weil sie neidisch ist auf die Jugend und Anmut, vor der bösen Fee, weil sie nicht zum Geburtstag eingeladen wurde, vor der bösen Stiefmutter, die einem die verfaulten Hülsenfrüchte zum Sortieren hinschmeißt, vor den Stiefschwestern, die bereit wären, sich die Zehen abzuhacken, um dir den Kerl auszuspannen.“

3

"Religionen sind das größte Marketing, (...), um Frauen an die kurze Leine zu nehmen." - S.108

Dieses Buch wurde auf Booktok empfohlen und ich kann verstehen, warum. Es steckt voller Wut, die ich absolut nachvollziehen kann, durch die das Buch aber nicht gut wird. Ich wünschte, die Wut wäre kontrollierter gewesen, weil ich sie in der Geschichte nicht gut fassen konnte. Schade, denn die Prämisse hat mich sehr angesprochen.

"Religionen sind das größte Marketing, (...),  um Frauen an die kurze Leine zu nehmen." - S.108
5

Dieses Buch ist eine Wucht

Dieses Buch hat mich um den Schlaf gebracht, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte von Jeanne oder auch wieder nicht Jeanne endet oder auch beginnt. Es ist nicht ganz so einfach, hier eine Rezension zu schreiben, weil ich so viel dazu sagen könnte. Es geht um die Schauspielerin Jeanne Patou, die bei einem Flugzeugunglück totgeglaubt wird und diese Möglichkeit ergreift, ihrem Leben zu entfliehen und ihrer Rolle, die sie spielt und die sie von ihrem Ehemann Bernard aufgesetzt bekommen hat. Und es geht auch nicht um Jeanne bzw. um ihr eigentliches ich, sondern um toxische Männer im Allgemeinen, um einige im Besonderen, um die Schicksale vieler Frauen, die sich nicht aus ihrem Schicksal befreien können oder es doch können und dann ein verstecktes Leben führen müssen, um nicht wieder von Männern unterdrückt, bedroht oder verletzt zu werden. Erzählt wird in unterschiedlichen Zeitsträngen, der Absturz, das Wiederbegegnen mit ihrem Mann 4 Jahre später und die Zeit dazwischen. Das Buch hat zu Beginn eine Härte und Wut, die mir zunächst zu viel war, die im Gesamten aber Sinn macht, weil sie der Beginn der Verwandlung der Jeanne Patou ist und sich im Laufe der Geschichte entwickelt, zunächst in Furcht, Verzweiflung, Liebe und schließlich Mut. Wir erfahren einiges über das Leben Jeannes, bevor sie Jeanne wurde und verstehen, warum es so weit kommen konnte. Sie befindet sich oft im Zwiegespräch mit ihrem eigentlichen Ich. "Kann ich nicht einfach ich werden?, flehe ich. Jeanne lacht. Wie weit kam eine Frau je damit, sagt sie." S. 97 Der zweite Teil des Buches wird aus der Perspektive von Nina geschrieben. Eine Polizistin, die ebenso wie Jeanne im Haus der Frauen lebt und ihre eigene bedrückende Geschichte hat. Sie beschließt Jeanne zu helfen (in mehrerlei Hinsicht, ich will hier nicht spoilern). In diesem Teil erfahren wir auch - in nur einigen Sätzen - was den anderen Frauen in diesem Haus widerfahren ist, doch es wird so eindrücklich beschrieben, dass es weh tut. Der dritte, letzte und kürzeste Teil wird aus wechselnden Perspektiven (auch aus der, der neuen Frau an Bernards Seite) geschrieben und nimmt noch einmal kräftig an Fahrt auf. Hier konnte ich das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen. Eine absolute Leseempfehlung!!! Meine für mich eindrücklichsten Zitate: "Das ist die Macht der Männer. Eifersüchtige Äffinen im Käfig zu erschaffen" S. 11 "Alles machen, was ich will, und alles lassen, was ich nicht will. Das Erste ist schwer, das zweite ist leicht. " S. 129 "[Sie hat] mit der Religion gebrochen, dass wir die Grausamkeiten der Männer immer rechtfertigen mit den Grausamkeiten ihrer Mütter" S. 228 "Ich habe solche Sehnsucht nach mir " S. 295 Achtung Spoiler!!!! Ich fand es besonders toll, dass sich Jeanne/Alva zum Schluss selbst aus ihrem Käfig befreien konnte und nicht in ihrem nun selbst eingerichteten Gefängnis verblieben ist oder von jemandem gerettet werden musste. Denn Tod Bernards fand ich aber irgendwie unnötig, da hätte es mir noch besser gefallen, wenn er jetzt mit der Gewissheit, dass seine Frau ihn nicht brauchte zum Leben und Überleben, hätte leben müssen. Ganz besonders fand ich auch, wie sich die Frauen im Haus der Frauen von ihren Geschichten durch das Aussprechen der Grausamkeiten befreien konnten. Wir sollten viel mehr echt miteinander reden und wirklich sagen, was uns bewegt oder verfolgt.

5

Das Buch ist extrem unbequem, die Sprache drastisch, vom Inhalt ganz zu schweigen - und ich werde es nie vergessen können!

2.5

Diese Buch hat sich mir einfach nicht erschlossen…

Der erste Teil war spannend, der zweite langweilig, der dritte irgendwo zwischen spannend und langweilig und das Ende sehr gewollt. Leider nicht mein Buch.

4.5

Wow- Patriachats-Hass war noch nie so poetisch. Ich hatte ein Katz-Maus-Spiel erwartet, aber es war eine weitaus sprachgewaltigere, radikalere, weitgreifendere und verzweifeltere Geschichte, als man vermutet.

5

Ich werde dieses Buch definitiv noch einmal mit mehr Ruhe lesen. Hat mir sehr gut gefallen.

5

Was für eine Macht!

Wer bestimmt, wer wir sind? Wer bestimmt, was richtig ist? Ein verstörendes, intensives, grossartiges Buch.

5

Dieses Buch hat mich sofort gepackt. Ein Roman über eine Frau, die die "Chance" für ein neues Leben nutzt, als man sie für tot hält. Die Autorin hat eine unglaublich intensive, kraftvolle und dichte Sprache, die sehr gut zum Thema "Gewalt gegen Frauen" passt, welches der "rote Faden" des Juches ist. Manchmal so, dass es schwer auszuhalten ist. Trotz aller Schwere findet sich auch etwas immer wieder sehr Hoffnungsvolles, Tröstliches in diesem Buch. Zusammenhalt von Frauen, Miteinander, gegenseitiges Mutmachen, Selbstfindung, Emanzipation und Starkwerden.

3.5

Hat mich nicht abgeholt

Ich wollte dieses Buch unbedingt mögen, weil ich die Idee echt stark finde und viel positives gehört habe. Leider konnte ich mich weder in die Handlung noch in die Protagonistinnen einfinden. Die Sprache ist wirklich schön, insgesamt passiert aus meiner Sicht aber sehr wenig in dem Roman. Es werden wichtige feministische Themen diskutiert, ja, und gleichzeitig hat es mich irgendwie kalt gelassen. Es hat wohl einfach nicht gematchet 🤔

2.5

Sprachlich stark, emotional schwierig

Literarisch anspruchsvoll, stilistisch beeindruckend, aber emotional nicht ganz mein Buch. Die Geschichte selbst hat mich nicht vollständig erreicht.

5

Eine starke Frauen erkämpft sich in IHR Leben ~ lesenwert

Die gefeierte Filmikone Jeanne Patou erfährt aus dem Fernsehen, dass sie für tot gehalten wird. Für Jeanne ist es die Chance, unterzutauchen und so ihrem Ehemann zu entkommen, der gleichzeitig ihre größte Obsession und ihre fatalste Leidenschaft ist. Sie verschwindet in die Anonymität – und in einen Kosmos der untergetauchten Frauen, mit denen sie ein altes Haus in Barcelona bewohnt. Während sie ihre Schicksale kennenlernt, wird ihr auch ihr eigenes immer deutlicher. Viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, eine Passantin unter vielen, als sie plötzlich ihrem Mann begegnet. Ihr ist klar: Sie muss sich stellen – ihrem Mann, aber vor allem sich selbst. Die Passantin ist ein empathischer, rasanter und zorniger Roman über eine Selbstfindung, eine Starkwerdung, eine Emanzipation, ein Auftauchen aus festgefahrenen Strukturen, um zum wahren Kern zurückzufinden.

5

Ein starkes Buch!

„Die Passantin“ von Nina George Verlag: Kein & Aber Ein Buch, das leise kommt und mit einer Wucht zuschlägt. Ein Roman, der nachhallt. Jeanne Patou – diesen Namen gibt ihr ihr Mann. Sie ist eine gefeierte Filmikone. Eine Frau in der Öffentlichkeit. Doch innerlich längst verloren. Als sie plötzlich im Fernsehen ihr eigenes Bild sieht, unterlegt mit der Nachricht ihres Todes bei einem Flugzeugabsturz, sitzt sie in einer Bar und denkt nur: Ich bin tot?! Die Welt trauert um Jeanne Patou. Und Jeanne? Sie erkennt: Das ist meine Chance. Eine Chance, allem zu entkommen: ihrer Ehe, ihrer Rolle, der Frau, zu der Bernard, ihr Ehemann, sie gemacht hat. Eine toxische Liebe, ihre größte Obsession und zugleich ihr tiefster Schmerz. Jeanne ergreift die Möglichkeit. Und lässt alles zurück. Ihre Töchter. Ihre Identität. Ihre Jeanne. Sie sucht sich selbst. Inmitten von Frauen, die ebenfalls ihre Geschichten und Verluste tragen, findet sie ein neues Leben. Ein Haus in Barcelona: still, weiblich, solidarisch. Und eine neue Rolle: Consuela Rubio Garcia, kurz Sella. Am Ende dieser langen Suche entdeckt sie etwas viel Tieferes: Alva. Die Frau, die sie ist. Ohne Rolle. Ohne Spiegel. Doch das Vergangene hat lange Schatten. Als sie viereinhalb Jahre später auf La Rambla als Passantin ihrem Ehemann begegnet, trifft sie nicht nur Bernard wieder - sie trifft auch auf eine Frau, die ihr gleicht. Und erkennt: das Spiel hat sich wiederholt. Bernard liebt in Mustern. Und zerstört in Mustern. Es ist der Moment, in dem Jeanne nicht länger flieht. Sondern sich stellt. Nicht nur Bernard – sondern vor allem sich selbst: Alva! Ihrer Geschichte. Ihrer Obsession. Ihrem Schmerz. Sprachlich ist dieser Roman eine Wucht. Zart, feminin, fesselnd. Und dennoch ruhig erzählt. Mit Zeitsprüngen zwischen 2015 und 2019 - zwischen Jeanne auf der Rambla, beobachtend, und der Frau, die damals nach ihrem Tod eine neue wurde. Ein Buch über Selbstfindung. Über das Verlorensein in einer Beziehung, in der man irgendwann nicht mal mehr weiß, was man gerne isst. Ein Buch darüber, wie tief Frauen sich verbiegen - um zu gefallen, zu funktionieren, zu überleben. Aber auch ein Buch darüber, dass es immer einen Weg zurück zu sich selbst geben kann. Kein Schauspiel mehr. Kein Verbiegen. Nur noch das wahre Ich. Nina George zeigt in „Die Passantin“ eindrucksvoll, wie wichtig weibliche Solidarität ist. Wie notwendig es ist, dass wir Frauen uns gegenseitig unterstützen, zuhören, helfen, vertrauen, statt aufeinander herumzuhacken. Denn manchmal reicht schon ein freies Zimmer. Eine offene Tür. Ein Zuhören. „Wir sind von Wundern umgeben, die wir nicht sehen, während sie uns beim Leben betrachten.“ Und dann - wie bei Jeanne und Bernard: „Wir sind von Wunden umgeben, die wir nicht sehen, während sie uns beim Überleben betrachten.“ Ein Roman, der in seiner Stille laut wird. Ein Roman über das Abtauchen, das Loslassen, das Wiederauftauchen. Über das Frau-Sein und das Mensch-Sein. Ein starkes Buch, das bleibt.

Ein starkes Buch!
5

Intensiv und schonungslos berichtet das Buch vom radikalsten Schritt, mit dem eigenen Leben zu brechen: die Schauspielerin Jeanne täuscht ihren eigenen Tod vor. Bis sie nach einigen Jahren ihrem Mann begegnet.

4.5

Eine Frau auf der Suche nach sich selbst

"Die Passantin" ist ein weiteres Buch von Nina George, das mich gefesselt und nachdenklich gemacht hat. Jeanne, eine bekannte und beliebte Schauspielerin, entschließt sich kurz nach dem Check-In dazu, den Flieger doch nicht zu besteigen. Dann geschieht das Unwahrscheinliche: das Flugzeug rast in ein Bergmassiv, alle Passagiere sind tot. Auch Jeanne steht auf der Liste., sie beschließt unterzutauchen und alles hinter sich zu lassen. Vier Jahre später sieht sie auf der La Rambla in Barcelona ihren Ehemann Bernard in Begleitung einer Frau. Soll sie sich zu erkennen geben? Wird er sie erkennen? Warum ähnelt ihr diese Frau? Nina George behandelt in diesem Roman intensiv die Gefühle von Jeanne Patou, einen Namen, den ihr ihr Mann gab. Er hat über ihr Leben bestimmt, ihre Karriere, ihre Gefühle. Dabei hat er sich immer das genommen, was er wollte. Jeanne trifft in Barcelona auf Frauen in einem Frauenhaus, die ähnliche und doch völlig andere Schicksale erlitten haben. . Zwischen den Frauen gibt es Solidarität, etwas was Sella (wie sie sich nun nennt) so noch nicht kannte. Ich habe Sella begleiten dürfen in Ratlosigkeit, Schmerz, Wut und Erkenntnis. Der Schreibstil von Nina George hat mir schon immer gefallen, in diesem Roman ist er besonders eindrücklich. Die Beschreibungen der männlichen Vorstellungen und Handlungsweisen machen ebenso nachdenklich wie der Weg von Jeanne zu sich selbst. Die Sprache ist klar, gleichzeitig feinfühlig aber auch deutlich und prägnant. Ein Roman, den ich nicht nur Frauen empfehle. Ein Roman, den es lohnt zweimal gelesen zu werden. Gute 4 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

3.5

Wichtige Botschaften

Ich muss zugeben ich habe über die Hälfte des Buches lesen müssen bis es mich gepackt hat. Wäre es nicht für den Buchclub gewesen hätte ich wohl abgebrochen, da die Story mich anfangs einfach nicht gepackt hat. Aber auf einmal fand ich es super spannend und absolut bewegend. Als mehr auf die einzelnen Schicksale eingegangen wurde und Frauen im allgemeinen. Richtig gute Statements und ich hoffe sehr, dass auch viele Männer dieses Buch lesen und verstehen :)

5

Spannend und bedrückend und spannend

Das Buch liest sich so gut und fesselt einen. Ich brauchte etwas, um reinzukommen, aber dann konnte ich es nicht mehr weglegen. So brutal ehrlich, es ist bedrückend. Die Geschichten der Frauen lassen mich fassungslos zurück.

5

Sprachlos.

Heftig ist dieser Roman. Heftig, roh, wütend, brisant, brilliant. Mir fehlen die Worte. Dringend lesenswert, vielleicht schreibe ich dazu nochmal mehr.

5

Wer bist du wirklich?

Die bekannte Schauspielerin Jeanne Patou ist tot. Erfahren hat sie das durchs Fernsehen. Sie sollte bei einem Flugzeugabsturz gestorben sein. Sie ist nur nie in dieses Flugzeug eingestiegen. Anstelle zurück in ihr Leben zu gehen, flüchtet sie. Sie verschwindet in einem Haus voller untergetauchter Frauen. Geflohen vor ihren Männern. Vier Jahre später ist sie eine Passantin und begegnet ihrem Mann. Geht sie zurück ins ihr „altes“ Leben? „Ich habe solche Sehnsucht nach mir.“ Nicht nur einfach ein Buch. Das ist ein Buch voller sprachlicher Eleganz. Mit einer melancholischen Stimmung geht es in dem Buch um Sehnsucht, Liebe, Wut, Selbstfindung und Schmerz. Mich haben vorallem die Geschichten über die misshandeltem Frauen in dem Haus berührt. Ich habe Jeanne - eigentlich Alva - gerne durch ihre Gedanken begleitet und freue mich, dass sie ihren Wünschen folgt. „Was kann ich, eine Frau in mittleren Jahren, das mich befähigt, allein für mich zu sorgen?“

2

Nicht meines!

Ich bin leider enttäuscht von dem Buch. Es war so gar nicht meins. Dabei habe ich schon einige Bücher der Autorin gelesen. Jeanne ist eine berühmte Schauspielerin die sehr unter der Dominanz ihres Mannes leidet. Aus welchem Grund auch immer steigt sie in Barcelona nicht in das Flugzeug, das sie nach Hause bringen sollte. Sie verschwindet durch eine Seitentür im Flughafen. Durch Renovierungsarbeiten dort, bleibt dies unentdeckt. Jeanne beginnt dort ein neues Leben, denn ihr Flugzeug stürzt ab und sie nutzt für sich die Chance tot zu sein. Das macht sie so lange, bis sie sich selbst wieder gefunden hat. Leider war das Buch absolut nicht meines. Teilweise fand ich die Sprache auch einfach nur derb.

4.5

📚 Inhalt Jeanne Patou ist eine erfolgreiche Schauspielerin. Eigentlich hat sie alles: Erfolg, finanzielle Freiheit, ein Mann und zwei Töchter. Dann passiert die Tragödie: Ein Flugzeug stürzt in den französischen Alpen ab, an Board Jeanne Patout. Das sieht sie im Fernseher, denn Jeanne ist nie in diese Maschine eingestiegen. Ihr Puls steigt, eine Aufregung breitet sich in ihr aus. Sie könnte nun frei sein. Alles hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Genau das, was sie gerne möchte. Und das tut sie dann auch. Sie landet in einem Haus in Barcelona, ein Haus der anonymen Frauen. Jeanne lernt deren Schicksale kennen und teilt nach und nach ihr eigenes. Doch vier Jahre nach ihrem Untertauchen begegnet sie ihrem Mann. Diese Begegnung sollte alles verändern. 📖 Meinung Ein Buch über die Selbstbestimmung und -findung einer Frau. Einer Frau, die vermeintlich alles hat. Doch sie ist bereit, alles hinter sich zu lassen, um neu anzufangen. Was passiert in mir, wenn ich mir vorstelle, meine eigenen Kinder und Eltern dermassen anzulügen? Sie im Glauben zu lassen, ich sei bei einem furchtbaren Unglück verstorben? Ich bin ehrlich, ich kann es gar nicht nachvollziehen und finde es eine schreckliche Vorstellung. Dieses Gefühl konnte ich das ganze Buch über nicht ablegen und ich konnte Jeanne in dem Punkt auch nicht nachvollziehen. Ich hätte mir genau dort mehr gewünscht. Aber wieso soll mein moralischer Kompass anzeigen können, wann es in Ordnung ist, die eigene Familie hinter sich zu lassen? Eigentlich haben wir mehrere Geschichten in diesem Roman, da wir die verschiedenen Frauen relativ gut kennen lernen. Das hat mir sehr gefallen. Auch Jeanne und ihre Geschichte kenne zu lernen, war total interessant. Wie bereits gesagt, ich konnte ihr Untertauchen längst nicht in allen Dimensionen nachvollziehen. Ehrlicherweise kam mir das Ende auch zu schnell und wurde zu wenig aufgelöst. Nichts desto trotz hat mir die Geschichte gut gefallen. Jeanne ist eine starke, vielschichte Protagonistin, die für sich selbst einsteht. Genau das brauchen wir. Ich finde es so wichtig, dass immer mehr feministische Geschichten populär werden. Wirklich lesens- und empfehlenswert!

2

Dieses Buch hat mir so gar nicht gefallen. Ich fand alles sehr verwirrend und anstrengend zu lesen. Es passt gar nicht zu dem, was ich sonst so von der Autorin gelesen habe.

4

Ein Leben nach dem Tod- aber anders gedacht Was passiert, wenn man für tot gehalten wird und plötzlich alles hinter sich lassen könnte?

Die Passantin Germanwings Flug Barcelona-Düsseldorf 2015: Was passiert, wenn man für tot gehalten wird – und plötzlich alles hinter sich lassen könnte? Nina George nimmt diese geniale Idee und erzählt sie mit sprachlicher Feinheit, schonungslos und punktgenau. Ein kluger, bewegender Roman über Identität, Schuld und den schwierigen Weg in ein neues Leben.

4

Ein atmosphärischer, klug erzählter Roman über Selbstbestimmung, Freiheit und den Mut, sich neu zu erfinden. Nina George verbindet poetische Sprache mit emotionaler Tiefe und schafft eine Geschichte, die lange nachhallt.

„Die Passantin“ von Nina George ist ein messerscharfer und kraftvoller Roman über Freiheit, Selbstbestimmung und den Mut, das eigene Leben neu zu denken. „Die Passantin“ erzählt von einer Frau, die sich dem Blick der Welt entzieht – und dabei beginnt, sich selbst wirklich zu sehen. Nina George schreibt eindringlich, poetisch und zugleich schonungslos ehrlich. Die Geschichte stellt große Fragen: Wer sind wir jenseits der Rollen, die andere uns zuschreiben? Wie viel Kontrolle geben wir ab – und was kostet es, sie zurückzuholen? Dieses Buch lebt von Atmosphäre, innerer Bewegung und starken weiblichen Perspektiven. Es berührt, macht wütend, macht Mut – und bleibt lange im Kopf. 〰️ Für alle, die Romane lieben, die unter die Haut gehen. 〰️ Für Leser*innen, die leise Stärke mehr schätzen als laute Dramatik. 〰️ Besonders lesenswert für alle, die Charakterentwicklung, stimmungsvolle Erzählungen und reflektierte Protagonist*innen lieben.

5

Wahnsinn.

Ein unglaubliches Buch, dass mich ganz in die Geschichte hinein gezogen hat. Es enthält so viele feministische Gedanken, die anregen, die eigene Rolle zu hinterfragen, ohne aufdringlich zu sein. Es ist so intensiv, dass es keines erhobenen Zeigefingers bedarf. Der Plot ist einfach irre gut und die Sprache pendelt beständig zwischen brutal derb und fast schon poetisch blumig, aber immer absolut treffend im Bild.

2

Puh. Selten so durch ein Buch gequält.

Vielleicht habe ich dieses Buch nicht verstanden? Viele andere Rezensionen sind voll des Lobes über „Die Passantin“ von Nina George - ich fand dazu schlicht überhaupt keinen Zugang. Um nicht zu sagen, ich habe mich durchgequält, weil ich wissen wollte, ob noch was interessantes passiert - und, weil es Lesekreis-Lektüre war. Spoiler: aus meiner Sicht, passiert nichts interessantes. Auch der Schreibstil an sich lässt m. E. keinen einfachen Zugang zu. Es geht um Jeanne Pateou, eine sehr bekannte Schauspielerin, die - der öffentlichen Wahrnehmung nach - bei einem Flugzeugsturz ums Leben kommt. Aber sie hat überlebt, weil sie das Flugzeug gar nicht bestiegen hat. Hierzu einen realen Flugzeugabsturz (German Wings im Jahr 2015 in den Alpen) als originalgetreue Vorlage zu nehmen, erscheint mir persönlich anmassend. Die Protagonistin nimmt allerdings die Chance wahr, aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen und neu zu beginnen. Hierbei begleitet man sie von einem Tief und Hoch zum nächsten. Viele (psychologische) Themen werden angerissen, aber auch handfeste Gewalt, wie der Missbrauch von Frauen, der auch von der Protagonistin in ihrem vorigen Leben erfahren wurde. Vermeintlich versucht sie sich auf die wichtigen und wahren Dinge im Leben zu konzentrieren - mir ist aber schon wieder entfallen, auf was eigentlich. Unglaubwürdig wird das Ganze meiner Ansicht nach dadurch, dass es sich bei der Protagonistin um „die bekannteste Schauspielerin“ Frankreichs handelt, die sogar noch ein Staatsbegräbnis bekommt - so geht für mich jede Möglichkeit der Identifikation verloren. Hat man doch in einer solchen privilegierten Position/Stellung/Lebenssituation alle Möglichkeiten des Lebens offen vor sich liegen. Da braucht es keinen „überlebten“ Flugzeugabsturz. Diese Tatsache störte mich ab der ersten Seite. Für mich absolut keine Lese-Empfehlung.

Puh. Selten so durch ein Buch gequält.
5

Was wäre, wenn man die Chance hätte, aus seinem eigenen Leben spurlos zu verschwinden?

Jeanne Patou bietet sich exakt diese Möglichkeit und nutzt sie. Sie verschwindet in die Anonymität Barcelonas, in ein Haus voller Frauen, die ebenfalls ihrem vorherigen Leben entflohen sind. Dieser spannend zu lesende Roman nimmt einen mit. Er erzählt von Selbstbestimmung, Selbstfindung und vom Ausbruch aus einer männerdominierten Welt. Besonders eindrücklich werden die Schicksale der Frauen geschildert. Die Sprache in diesem Buch ist klar, aber dennoch empathisch. Es ist eine leise erzählte Geschichte, die trotzdem wütend macht und mit Wucht einschlägt. Mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht das Letzte. Lesen!

5

Faszinierend

Die Autorin hat es geschafft, dass ich das Buch an einem Tag verschlungen habe! Es ist spannend, es ist tragisch, irgendwo auch humorvoll und lebendig. Ich habe noch nicht so viele Bücher gelesen, die mich so in den Bann gezogen haben. Die Erzählungen fließt über die Seiten. Kapitel, Abschnitte, Seitenzahlen; spielt alles keine Rolle. Ich war in der Geschichte und wollte nicht mehr raus. Wenn es eine Serie wäre, würde man wohl binge watchen sagen.

5

Brauchte ein bisschen, um reinzukommen wegen der unterschiedlichen Zeitebenen. Spannende Geschichte

Brauchte ein bisschen, um reinzukommen wegen der unterschiedlichen Zeitebenen. Spannende Geschichte
4

Was bringt eine Frau, die alles hat , dazu, ihren Tod vorzutäuschen? Immer mehr wird deutlich, dass die Protagonistin vorrangig ihrer toxischen Ehe entfliehen möchte. Der Roman ist authentisch und sehr relatable und beschönigt die Freiheit , die die Protagonistin mit dem inszenierten Tod erlangt hat , nicht .Ebenso wird deutlich : Emotionaler Missbrauch macht auch vor schönen und erfolgreichen Frauen nicht halt. Teilweise war es mir zu konstruiert- es wirkte so , als wollte die Autorin jeglichen feministischen Diskurs in diesen Roman zumindest etwas anschneiden. Dabei hätte man die toxische Ehe noch mehr beleuchten können .

5

Kein Wohlfühlbuch und ich brauchte ein bisschen… bewegende und bedrückende Frauengeschichten

Kein Wohlfühlbuch und ich brauchte ein bisschen… bewegende und bedrückende Frauengeschichten
4

Starker feministischer Roman über die Loslösung einer Frau von ihrem besitzergreifenden, manipulativen Ehemann.

Das Flugzeug, in dem sie eigentlich hätte sitzen sollen, ist gegen ein Felsmassiv gekracht, alle Passagiere sind tot, sie ebenfalls. Das erfährt die erfolgreiche Schauspielerin Jeanne Patou in einem Café sitzend aus den Nachrichten. Sie ist wie erstarrt und gleichzeitig wie erlöst von einer Last, nämlich der ihres Mannes, der alles für sie bestimmt hat, sie dominiert und eingeschüchtert hat. Sie beschließt, tot zu bleiben und tut sich mit anderen Frauen zusammen, die von Männern geschlagen, getreten und fast umgebracht wurden. Nina Georges Sprache und Erzählstil sind kraftvoll und verstörend. Nach und nach erzählt sie, wie Jeanne unter die Kontrolle ihres Mannes geraten ist und was alles vorgefallen ist. Ok, da hätte ich definitiv auch das Weite gesucht und zwar schnellstens. Leseempfehlung! Ok, da hätte ich definitiv auch das Weite gesucht und zwar schnellstens. Leseempfehlung!

3

Starke Frauen erkämpfen sich neue Leben. Die Protagonistin entscheidet sich, sie selbst zu sein. Sehr gutes und wichtiges Thema, teilweise sehr gut umgesetzt. An manchen Stellen wirken die Sätze gestelzt. Beim Schluss hat es sich Nina George zu einfach gemacht…

5

Ein sehr berührendes Buch.

5

Ich bin so begeistert, wie Nina George wahre Geschehnisse in den Roman einwebt. Ein so fesselndes Buch. Für Fans von Delphine de Vigan, Mareike Fallwickl und Laetitia Colombani.

Ich bin so begeistert, wie Nina George wahre Geschehnisse in den Roman einwebt. Ein so fesselndes Buch. Für Fans von Delphine de Vigan, Mareike Fallwickl und Laetitia Colombani.
5

Ein Leben in den Schatten Barcelonas

Eine tot geglaubte Schauspielerin lebt hier zwischen (ehemals?) gespielten Rollen und dem immerwährenden Geschlechterkampf ihr zweites Leben im gotischen Viertel der spanischen Großstadt. Im Exil findet sie nicht nur Zuflucht in einer Gemeinschaft verstoßener Frauen, sondern auch wieder zu sich selbst (oder doch nur in eine weitere Rolle?..). Ganz typisch für Kein & Aber hatte das Buch storytechnisch einen geradezu magischen Sog und auch sprachlich ist es einfach eine Wucht! Für mich ein Jahreshighlight!

5

Nachdenklich, packend, tief

Wenn du einfach verschwinden kannst. -Rezensionsexemplar- . Genre: Ein Roman mit Emanzipation, starken Frauen, Nachdenken & ein Zeitgefühl eingefangen in den Straßen Barcelonas! . Setting: Jeanne ist erfolgreiche Schauspielerin, verheiratet & hat 2 Kinder. Der Fernseher in einer Bar erzählt ihr, dass sie tot ist - sie steht auf der Liste des gerade abgestürzten Flugzeug. Sie ist von der Rollbahn verschwunden & kann nun aus ihrem Leben verschwinden. 4 Jahre später begegnet ihr Mann ihr auf den Las Ramblas & sie muss sich all dem zurückgelassen stellen. . Schnapp dir einen Kaffee & tauche in Barcelona unter & in eine tolle Geschichte ein!

Nachdenklich, packend, tief
3.5

Ich bin mir unschlüssig…

…was ich über das Buch denken soll. Die Story an sich fand ich toll. Aber irgendwie bin ich mit dem Schreibstil und der Aufteilung in die „Bücher“ nicht warm geworden. Dadurch hat es mich nicht komplett überzeugt.

4.5

Ich hatte mehr Krimi erwartet. Es ist ein aber ein „Frauenbuch“. Ich bin etwas zwiegespalten, deshalb auch nicht die vollen 5 Sterne. Die Idee ist sehr interessant! Die Probleme der Frauen und was Frauen bis heute erdulden, die politische Haltung dahinter, haben mich schon auch abgeholt und zum nachdenken gebracht. Die Geschichte ist für meinen Geschmack aber etwas zu überladen.

5

Selbstfindung in patriarchalischen Stukturen

Das Buch beschreibt schonungslos die Selbstfindung von Frauen in patriarchalischen Strukturen, gespickt voller Referenzen. Die Wichtigkeit des Zusammenhalts von Frauen und das gemeinsame Heilen ist berührend und lässt hoffen. Die Autorin vermag es durch den Wechsel der Zeiten und der verschiedenen Erzählerinnen einen Sog aufzubauen, der in der Mitte seinen Tiefpunkt erreicht und gegen Ende wieder Fahrt aufnimmt.

4

Sprachgewaltig und direkt

Ich mochte das Buch mit seiner gnadenlosen Sprache und Direktheit.

4.5

Sehr intensives, ausdrucksstarkes Buch. Die Sprache ist bisweilen hart und vielleicht für manche Leserin und manchen Leser zu explizit.

Die Geschichte einer Frau, die die Gunst der Stunde nutzt, um etwas zu entfliehen, was sie zunächst gar nicht so recht benennen kann. Ihr anschließendes Leben im Verborgenen wirkt sich auf ihr Umfeld und letztlich auch auf sie selbst aus. Das Buch erzählt von starken Frauen und von dem, was diese ertragen können und teilweise müssen. Mich störte anfangs die harte Sprache. Aber sie war es, die mich in die Geschichte mit einer großartigen Intensität hineinzog. Für wen ist das Buch? Zunächst für Frauen, die stark und selbstbewusst sind oder es werden wollen oder sollten. Und für Männer, die Frauen als Gegenüber achten und schätzen.

5

Interessanter Gedanke: was tue ich, wenn ich in meinem Leben unzufrieden bin und die Chance serviert bekomme, dem Leben zu entfliehen? Auch den Ort, an dem die Jeanne nachher wohnt finde ich super. Das Buch hat sich richtig gut gelesen.

5

Selten so ein passendes Cover gesehen

Das bisher stärkste Buch von Nina George, dass ich gelesen hab. Tiefgründiges Gedankenspiel und ein mutiger Frauenkreis.

3

„Die Passantin" überzeugt mit einer wunderschönen Sprache und befasst sich mit dem Thema Identität. Eine interessante & tiefgründige Geschichte!

3

Gute Idee, schöne Sprache, aber irgendwie nicht ganz rund...

Die Idee, was passiert, wenn man aus seinem Leben raus kann, weil alle denken, man sei tot...das Thema des Buches hat mich gepackt und etwa die erste Hälfte des Buches fand ich toll gemacht. Sprachlich bleibt das Buch bis zum Ende toll. Die Worte sind eine Wucht und manche Sätze haben mich gepackt. Aber inhaltlich wurde ich etwas abgehängt. Zu viele, zugegeben realistische, Grausamkeiten wurden reingepackt. Der Ganze Irrsinn der Welt unter dem Frauen leiden, soll verhandelt werden. Dabei geht für mich persönlich der rote Faden der Geachichte und die Weiterentwicklung der Protagonistin verloren. Das Ende wirkt etwas abrupt und ich hätte es mir persönlich anders gewünscht.

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