Die geheime Sehnsucht der Bücher

Die geheime Sehnsucht der Bücher

Hardback
4.565

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Description

Bestseller-Autorin Nina George kehrt zurück auf das Bücherschiff und erzählt eine bewegende, bezaubernde und kluge Geschichte über Freundschaft, das Lesen und alle Facetten der Liebe.

Monsieur Perdu ist mit seinem Bücherschiff Lulu wieder in Paris. In seiner »Pharmacie Littéraire«, der Literarischen Apotheke, folgt der leidenschaftliche Buchhändler seiner Berufung: Menschen und Bücher zusammenzubringen, damit jede Maladie von Herz und Seele mit der richtigen Geschichte geheilt werden kann.

Unterstützt wird Perdu bei dieser unendlichen Aufgabe von der jungen Pauline Lahbibi. Wie ihr Mentor hat Pauline ein feines Gespür für Menschen und für Bücher, für ihre Träume, ihre Ängste, ihre Sehnsüchte.
Aber hat sie dieses Gespür auch für ihr eigenes Herz?

Bis die Zwölfjährige Françoise eines Tages im Schott steht – mit Geheimnissen, die größer sind als sie selbst. Jean Perdu und die junge Buchhändlerin Pauline, mit ihrem untrüglichen Gespür für die verschwiegenen Wünsche der Lesenden, stehen ihr bei bei der größten Mission ihres jungen Lebens – und verteidigen mit ihr gemeinsam Bücher gegen Verbannung und Zensur.

Ein inspirierender Roman über die Alchemie der Bücher und die Macht der Freundschaft

»Die geheime Sehnsucht der Bücher« ist die Fortsetzung von »Das Bücherschiff des Monsieur Perdu« und »Das Lavendelzimmer«, das Leserinnen und Leser weltweit verzaubert hat. Lebensweise und berührend, humorvoll und ehrlich erzählt Nina George von den Höhen und Tiefen des Lebens und vom Trost, den uns das richtige Buch spendet. Dabei durchwebt ein feiner, poetischer Zauber ihre Romane, der sie fest in unseren Herzen verankert.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
336
Price
23.70 €

Author Description

Die mehrfach ausgezeichnete internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Sachbücher, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten, Blogs und Kolumnen. Ihr Roman Das Lavendelzimmer wurde in 36 Sprachen übersetzt und eroberte weltweit die Charts, so etwa die New York Times-Bestsellerliste in den USA. Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens J. Kramer, schreibt Nina George Kinderbücher und Provencethriller. Sie lebt in Berlin und in der Bretagne. Nina George ist Ehrenpräsidentin des European Writers’ Council, dem Dachverband von 50 europäischen Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverbänden.

Characteristics

1 reviews

Mood

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Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
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Protagonist(s)

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Writing Style

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Bildhaft (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

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Mit „Die Geheime Sehnsucht Der Bücher“, kehren wir zurück auf das Bücherschiff des Monsieur Perdu. Hier geht es um Françoise ein kleines zwölfjähriges Mädchen, das sich in der Welt der Bücher verliert. Sie hofft in der literarischen Apotheke von Monsieur Perdu Hilfe für ihre Mutter zu finden, zu der sie eine dchwierige Beziehung hat. Die Autorin Nina George hat einen sehr schönen poetischen Schreibstil, der einen regelrecht nicht bur an die Geschichte fesselt, sindern einen in die Geschichte entführt. Man glaubt sich selbst in Paris zu befinden so schön ist das Setting der kleinen Gassen und Straßen beschrieben. Das Bücherschiff von Mondieur Perdu, der literarischen Apotheke samt all seinen Bücher, ist so realistisch und bildhaft beschrieben dass man glaubt sich selbst auf dem Schiff zu befinden und an Ort und Stelle in den Büchern zu verlieren. Man wird hier regelrecht, auf eine emotionale Reise mitgenommen, in der sehr einfühlsame Charaktere und liebevolle Handlungen, zu einem sehr berührenden Roman werden. Dies ist ein Must-Read, wenn ihr euch auf ein Bücherschiff begeben wollt, das euch auf eine emotionale und liebevolle Reise mitnimmt.

4

Ich liebe die Bücherschiff-Romane sehr aber dieser kam einfach nicht an die ersten Beiden ran.

5

Endlich zurück auf dem Bücherschiff des Monsieur Perdu. Ein Buch als Liebeserklärung an das Lesen und an das Leben. Vertraute Charaktere treffen auf neue Figuren. Die Hauptfiguren sind diesmal Jünger, aber nicht weniger Lebensklug. Alltägliche Dramen und Probleme, treffen auf die heilsame Wirkung der Gemeinschaft. Ich konnte mich wieder gut in die Geschichte fallen lassen und hätte gern noch 200 Seiten mehr gehabt.

4.5

So viele schöne Worte!😍

Gäbs doch nur das Bücherschiff, ich würde sofort einen Termin bei Jean Perdu vereinbaren! Ich wäre so neugierig, welche Bücher ich brauche.😊

5

Es geht zurück auf das Bücherschiff von Jean Perdu! "Das Lavendelzimmer" ist eines meiner Lieblingsbücher, selten hat eine Geschichte mich so berührt. Die Erzählung um Jean Perdu, seine "Pharmacie Littéraire" und seine verlorene Liebe Manon ist ein wunderschönes Buch über die Liebe - zu Menschen und Büchern. Nun sind wir, im mittlerweile dritten Band, wieder zurück, in Paris, auf dem Bücherschiff, und erneut finden versehrte Seelen ihren Weg zu Jean Perdu. Und auch in diesem Roman bin ich versunken. Die Geschichte spricht so viele Gefühle an, und ich fühle tatsächlich mit den Figuren. Trauer, Freude, Angst, Sehnsucht, Liebe - all diese Empfindungen formuliert Nina George wieder in wunderbaren Sätzen. Manchmal passierte es, dass ich einen Absatz mehrmals hintereinander las, weil er so schön war. Wer die Romane um das Bücherschiff schon kennt und mag, kann hier bedenkenlos zugreifen. Allen, die "Das Lavendelzimmer" noch nicht kennen, kann ich nur sagen: Lest es, wenn ihr eine Geschichte sucht, die euch wie eine liebevolle Umarmung umfängt.

5

Wer Frankreich 🇫🇷 mag und Bücher 📚..Der wird das Buch lieben 🫶 Schöne Geschichte..📚😀🫶👩🏻‍🎓🌊🛳️😎💆🏻‍♀️

5

Jeder Satz schwingt tiefgründig nach

Die Geschichte handelt von Monsieur Perdu und der "Pharmacie Litteraire" - eine literarische Apotheke, in der Perdu Menschen und Bücher verbindet. Unterstützung bekommt er von Pauline, welche ebenfalls ein ausgeprägtes Gespür für Bücher und Leiden anderer Menschen hat. Als eines Tages die 12-jährige Françoise vor ihnen steht, stehen beide vor einer Herausforderung. Meine Meinung: Die Autorin hat einen unfassbar eloquenten und tiefgründigen Schreibstil. Der Einstieg fiel mir aufgrund des außergewöhnlichen Schreibstils anfangs etwas schwer, aber es dauerte nicht lange und ich bin nahezu mit dem Worten verschmolzen. Tiefgründige Sätze ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und fordern den Leser zum innehalten und nachdenken auf. Selten konnten mich Worte so tief berühren. Ein eher gehobener Schreibstil, der langsam und bewusst gelesen werden sollte, um alles zwischen dem Gelesenen aufsaugen zu können, denn nahezu jeder Satz vermittelt eine tiefgründige Botschaft. Ausserdem überzeugt die Autorin durch einen sehr bildlichen Schreibstil - man streift gedanklich durch die Straßen von Paris und träumt sich in das Bücherschiff Lulu - eine Idee, die ich mir so gerne in der Realität vorstellen könnte. Auch die Protagonisten können in jeder Hinsicht überzeugen. Pauline mit ihren Ecken und Kanten, Françoise mit ihrer wortgewandten und überreifen Art, Froncoices Mutter - verlorene, hilflose und doch liebevolle Seele und natürlich Perdu. Ein Buch, das einem beim Lesen ein besonderes Gefühl von Wärme und ankommen vermittelt, aber auch die andere Seite vor Augen führt, sanft und einfühlsam.

3.5

Netter dritter Band. Eine schöne Geschichte, die aber nicht ganz an die zwei Vorgänger heranreicht. Habe den Roman aber gerne gelesen.

5

Humorvoll, poetisch, herzerwärmend… wundervoll!

Mit „Die geheime Sehnsucht der Bücher“ bringt Nina George ein weiteres Buch rund um Monsieur Perdu, seinen Freunden und der „Pharmacie Littéraire“ heraus. Seinem, am Port des Champs-Élysées anliegenden, Bücherschiff, auf dem niemand das Buch bekommt das er will, sondern nur das, welches seine Seele braucht. Die Geschichte erzählt auf ihre ganz eigene, außergewöhnliche Weise von Hoffnung, Liebe, Verrücktheit, Freundschaft und darüber, wieviel Trost uns das richtige Buch zur richtigen Zeit doch schenken kann. Ich glaube, mir ist das Rezensieren noch nie so schwer gefallen wie bei diesem Buch. Nicht des komplexen oder komplizierten Inhaltes wegen, sondern weil ich gar nicht weiß, wie ich diesem wundervollen Buch gerecht werden soll, ohne kitschig oder übertrieben zu klingen. Am Besten fange ich wohl damit an, dass ich zuvor noch kein Buch von Nina George gelesen habe, also auch die beiden Vorgänger „Das Lavendelzimmer“ und „Das Bücherschiff des Monsieur Perdu“ nicht kannte. Erst hatte ich so meine Bedenken mit dem dritten Band einzusteigen, was sich aber als völlig unbegründet herausstellte, da das Buch problemlos unabhängig voneinander gelesen werden kann. Vorgängerbände hin oder her, schon nach nur wenigen Seiten hatte mich die Autorin mit ihrer außergewöhnlichen Sprache und Schreibweise ganz und gar für sich eingenommen. Sie schreibt so bildgewaltig, humorvoll und poetisch, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt. Immer wieder musste ich Sätze noch ein zweites Mal lesen, über die brillanten, auf den Punkt getroffenen Wortschöpfungen und ihre Wortwahl nachdenken und das gelesene erst einmal sacken lassen. Ich weiß nicht, ob ich in einem Buch jemals so viele Textstellen markiert oder herausgeschrieen habe! Die ganze Geschichte von Monsieur Perdu, seiner literarischen Apotheke, der heilenden Kraft von Büchern und auch die einzelnen Handlungsstränge, sind ebenso einzigartig, wie humor- und phantasievoll erzählt, dass man sich einzig und allein wünscht, mit an Bord gehen zu dürfen. Zudem sind die einzelnen Figuren so facettenreich, vielschichtig und auch liebevoll dargestellt und beschrieben, dass man nur allzu gern mit ihnen befreundet sein möchte. Zudem sind die Anspielungen auf andere literarische Werke und Personen einfach großartig. Ich konnte nicht anders, als mir - noch während ich das Buch las - direkt auch Band 1 und 2 zu bestellen. Mich hat das Perdu-Fieber gepackt und ich möchte behaupten, dass er fortan zu meinen liebsten literarischen Figuren gehört. Fazit: Das Buch ist nicht nur eine Liebeserklärung an Bücher, sondern auch an die Kraft des Lesens. Ich bin wirklich dankbar, dass ich dieses wundervolle Buch entdeckt und auf Monsieur Perdu aufmerksam geworden bin! Ein herzerwärmendes Wohlfühl-Buch mit Tiefgang, aber auch Humor. Ein Buch für die Seele!

5

So toll wieder, ich liebe Ninas Geschichten! Lektorat leider aber wieder verbesserungswürdig.

5

Wunderbare Fortsetzung der Reihe

Endlich ist der 3. Teil dieser wunderbaren Reihe da! Nina George hat mit dem Roman "Die geheime Sehnsucht der Bücher" erneut ein Meisterwerk abgeliefert, dass mich genauso wie seine Vorgänger begeistert hat. Der neue Roman um Monsieur Perdu und seine literarische Apotheke legt diesmal den Schwerpunkt weniger auf Jean Perdu selbst, sondern mehr auf seine Mitarbeiterin Pauline Lahbibi und auf die zwölfjährige Francoise. Frankie, wie sie von ihrer Mutter genannt wird und was ihr gar nicht gefällt, ist begeisterte Leserin von Büchern aller Art (auch von denen, die nicht zu ihrem Alter passen). Sie möchte ihrer Mutter helfen, die immer traurig ist. Den ganzen Haushalt überlässt sie Francoise, diese putzt, kocht und versucht ihre Mutter zum Lesen zu bringen. Vergeblich! Also geht sie zu Monsieur Perdu, damit er ihr das Buch gibt, das ihre Mutter braucht. Der Roman ist unglaublich berührend und in einer wunderschönen Sprache verfasst. Alle Handelnden sind so gut beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann und sie einfach mögen muss (bis auf ganz wenige Ausnahmen) . Dabei ist er mit vielen Weisheiten gespickt. Wir lesen/hören von der ersten großen Liebe, Tod und Verzweiflung, rebellischen Eltern, Paris, gutem Essen und natürlich von Büchern. Das Buch ist von Philipp Schepmann wunderbar interpretiert und gelesen und ich war sofort mitten in der Geschichte. Ich war fast schon traurig, als das Hörbuch zu Ende war und hoffe, dass es noch mehr Bände dieser Reihe geben wird. Eine 100%ige Empfehlung nicht nur für Buchliebhaber:Innen und sehr gute 5 Sterne!

5

Buchliebe in Paris

Zur "Vorbereitung" auf diesen dritten Band um Jean Perdu habe ich zuvor noch die den zweiten Band gelesen. Und ich war direkt wieder in dieser Welt gefangen. Nina Georges ganz besonderer Schreibstil hat mich wieder emotional mitgenommen und auch dieser Band war wieder wunderbar! Hier begleiten wir neben Jean Perdu, dem literarischen Apotheker, insbesondere Pauline, die sein Handwerk lernt und im 2. Teil eingeführt wurde, sowie als weitere (neue) Hauptfigur die 12-jährige Francoise. Die Kapitel sind entsprechend mit den jeweiligen Namen überschrieben, sodass man direkt weiß, welcher Teil und welcher Charakter hierin behandelt wird. Neben der bekannten Liebe zu Büchern gelang mir hier das Lesen und eintauchen in die Geschichte noch besser, da mehrere Handlungsstränge durch die unterschiedlichen Protagonisten existierten und dadurch noch mehr Perspektiven eröffnet wurden. Der Schreibstil hat mich wieder sehr berührt und ich würde es weiterempfehlen.

5

Ich bin süchtig nach den Geschichten von Monsineur Perdu . Nun lasse ich mich überraschen. 😀

5

Berührend, tiefgründig, poetisch - einfach besonders.

In "Die geheime Sehnsucht der Bücher" ist Monsieur Perdu mit seinem Bücherschiff Lulu wieder in Paris, Man taucht in eine Welt ein, in der Bücher nicht bloß Geschichten erzählen, sondern Heilmittel für die Seele sind. Der literarische Apotheker Jean Perdu bringt auch in diesem Roman Menschen und Bücher auf magische Weise zusammen. Zwar war ich anfangs etwas skeptisch, ob dieses Buch meinen Geschmack trifft, doch es hat mich überraschend schnell in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist nicht nur bildgewaltig und poetisch, sondern auch sehr präzise. Jede Formulierung wirkt gewählt, treffend und stimmig. Die Autorin versteht es, Emotionen und Stimmungen mit wenigen Worten greifbar zu machen und dabei auch die Eigenheiten ihrer Figuren sprachlich zu unterstreichen. Was mir besonders gefallen hat: Es handelt sich um kein Buch, das man "mal eben nebenbei" liest. Es ist tiefgründig, nachdenklich, melancholisch und gerade das macht es für mich zu etwas Besonderem. Es hat einen ganz eigenen Wiedererkennungswert. Es regt dazu an, sich selbst Fragen zu stellen. Im Laufe der Geschichte entfaltet sich ein vielschichtiges Netz aus zwischenmenschlichen Beziehungen, unausgesprochenen Wahrheiten und dem Wunsch nach Heilung. Besonders eindrucksvoll ist die Entwicklung von Françoise – ein Kind, das viel zu früh Verantwortung übernimmt, aber im Verlauf der Geschichte lernt, auch mal wieder Kind sein zu dürfen. Die Begegnungen mit Perdu, Pauline und auch ihrer Mutter Cleo sind intensiv, manchmal schmerzhaft, aber immer voller Hoffnung. Dass sich auch Cleo im Laufe der Handlung wandelt und man als Leser*in langsam versteht, welche Last sie trägt, hat mich sehr bewegt. Die Handlung ist dabei eher leise, aber niemals langweilig. Einige Szenen ziehen sich etwas, doch die emotionale Tiefe und die Verknüpfungen zwischen den Figuren entschädigen dafür mehr als genug. Paris wird dabei nicht nur zur Kulisse, sondern zum atmenden Teil der Geschichte. Ein Buch, das zeigt: Lesen kann trösten, heilen und verbinden. Und manchmal kann eine Geschichte genau das sein, was man braucht, auch wenn man es erst im Nachhinein versteht.

4

Mit "Die geheime Sehnsucht der Bücher" führt uns Bestsellerautorin Nina George zurück auf das Bücherschiff von Monsieur Perdu – und mitten hinein in eine feinfühlige Geschichte über Literatur, Freundschaft und die Kunst, das eigene Herz zu lesen. Die 1973 geborene Autorin, bekannt durch Werke wie "Das Lavendelzimmer" und ihre Provence-Krimis (als Jean Bagnol), verwebt hier erneut ihre Liebe zu Büchern mit Themen wie Identität, Trauer, Lebenssinn und Mut zur Veränderung. Mit ihrer Vielseitigkeit – von erotischer Literatur bis zur literarischen Therapie – hat sich George nicht nur als Erfolgsautorin, sondern auch als leidenschaftliche Verfechterin der Literatur etabliert. Worum geht’s genau? Monsieur Perdu hat mit seinem Bücherschiff Lulu wieder in Paris angelegt. Gemeinsam mit der jungen, klugen und oft widersprüchlichen Pauline Lahbibi betreibt er die „Pharmacie Littéraire“ – eine Apotheke für seelische Leiden, in der Bücher als Medizin verschrieben werden. Als die zwölfjährige Françoise auftaucht – belesen, verletzlich und mit einem Geheimnis, das größer ist als sie selbst – wird das Leben an Bord tiefgreifend verändert. Gemeinsam kämpfen Perdu, Pauline und Françoise für die Freiheit der Literatur, gegen Zensur, für Selbstbestimmung – und für ein Leben, das mehr ist als Funktionieren. Meine Meinung "Die geheime Sehnsucht der Bücher" hat mich überrascht – im besten Sinne. Um ehrlich zu sein hab ich eine leichte, melancholische Geschichte für Buchliebhaber:innen erwartet, doch schnell gemerkt, dass es das auf keinen Fall ist. Es handelt sich vielmehr um einen Roman, der poetisch und politisch, zärtlich und unbequem zugleich ist. Die Stärke des Romans liegt in seinen Figuren, allen voran Pauline: kantig, emotional, voller Widersprüche. Sie wirkt gleichzeitig altklug und verletzlich, tough und voller Sehnsucht. Ihre direkte Art, gepaart mit tiefer Empathie, macht sie zu einer der ungewöhnlichsten literarischen Figuren, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Ihre Beziehung zu Perdu ist humorvoll, weise, immer auf Augenhöhe: »350 Kilometer auf dem Wasserweg, wenn wir durchfahren, zweiundzwanzig Stunden, aber ab Rouen brauchen wir einen Lotsen an Bord, den muss man vorbestellen.«»Wenn ich jetzt noch bitte wissen dürfte, was …« Sie hielt inne. »Honfleur«, sagte sie. »Du meinst die Strecken bis Honfleur.«»Kann sein.«»Was … was soll ich denn da?«»Um dein Herz kämpfen. Und seins.«»Der Zug ist abgefahren. Oder das Schiff, wie du meinst.«»Du hast echt keine Eier in der Hose, Lahbibi.«»Und dir steht Slang nicht, Perdu.«Er antwortete mit Schweigen. (E-Book, S. 241) Die Dynamik zwischen den Figuren berührt, besonders die liebevolle Fürsorge, die Pauline für Marie zeigt, und die stille Stärke von Françoise, die mit zwölf schon eine Verantwortung trägt, die kein Kind schultern sollte. Eine Stelle, die mir lange im Kopf bleiben wird: "Puh, das war ziemlich schön. So schön, dass es Françoise wehtat, da unterm Herz. Wahrscheinlich waren das Dehnungsstreifen der Seele. Wenn man mehr Platz brauchte für große Gefühle, dann tat Glück erst mal weh." (E-Book, S. 186) Das Buch ist eine Liebeserklärung an die Literatur: „Ein Buch ist Mediziner und Medizin zugleich“ (E-Book, S. 166), so heißt es einmal, und so fühlt es sich auch an. Bücher heilen, fordern, begleiten – und verbinden. Ob mit literarischen Verweisen auf Mascha Kaléko oder das Buch-inspirierte Geburtstagsessen – es steckt so viel Wärme und Kreativität in diesen Seiten. Doch der Roman ist nicht nur romantische Buchhommage, sondern stellt sich auch aktuellen Themen wie Rassismus, Care-Arbeit, weiblicher Selbstbestimmung und jugendlicher Überforderung. Der Ton wird mitunter ernst, fast politisch, ohne belehrend zu sein: „Menschen, die vor Büchern Angst haben, haben Angst vor Machtverlust.“ (E-Book, S. 180) Gleichzeitig überfrachtet der Roman meiner Meinung nach aber stellenweise seine Erzählung mit zu vielen Themen. Manchmal hätte ich mir mehr Ruhe, mehr Fokus gewünscht. Auch Paulines Liebesgeschichte mit Kofi konnte ich emotional nicht ganz nachvollziehen – sie wirkte auf mich forciert und unausgereift. Auch ein Wermutstropfen: Das Buch verwendet keine gendergerechte Sprache – gerade bei einem Roman, der Diversität und Emanzipation so zentral behandelt, fällt das unangenehm auf. Dafür überzeugt Nina George mit vielen poetischen, lebensklugen Momenten. Besonders das Zitat hier hat mir wahrscheinlich auch aufgrund meines beruflichen Hintergrunds (Jugendsozialarbeiterin) aus der Seele gesprochen: »Ich denke darüber nach, dass ich manchmal jungen Menschen, die viel zu sehr wissen, wo sie lang wollen, sagen möchte: Vergiss es. Mach Revolution, schreib peinliche Gedichte, tanz im Dunkeln, verliebe dich, verlieb dich noch mal, leg dich mit der Politik an, mach ’ne Rucksackreise per Anhalter, hilf am Wochenende mal in einer Tierstation oder lerne zu zeichnen, einfach nur so, nur so … ohne gleich damit endgültig was zu wollen. Mit der Revolution oder dem Verlieben.« (E-Book, S. 168) Fazit Die geheime Sehnsucht der Bücher ist ein poetischer, kluger Roman über Literatur, Menschlichkeit und das Recht, sich selbst zu (er)finden. Er berührt, unterhält, regt zum Nachdenken an – und bleibt trotz kleiner Schwächen lange im Gedächtnis. Von mir gibt es dafür 3,5 von 5 Sternen.

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