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Poetry & Drama

Danton's Tod

2.8(115)
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About the book

Wie weit darf man gehen, um ein hehres Ziel zu erreichen? Wo hört Recht auf? Wo fängt Mord an? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen macht Georg Büchners Drama "Danton’s Tod" zu einem Stück Weltliteratur. Inspiriert vom Verlauf der Französischen Revolution, verfasste Büchner Anfang 1835 binnen weniger Wochen dieses Werk, in dem er die Mechanismen von Politik und Macht nachzeichnet, die den Traum der Freiheit und den Kampf um Gerechtigkeit über Gewalt und Terror in ihr Gegenteil verkehren. Die Darstellung des Scheiterns der Französischen Revolution reicht weit über die offensichtlichen politischen und historischen Implikationen hinaus. Sven Kramer, ausgewiesener Fachmann für Literaturwissenschaft, widmet sich den literarischen Facetten dieses sprachlich hoch komplexen Dramas. Der juristische Kommentator Bodo Pieroth, versierter Kenner der Verfassungsgeschichte, nimmt sich der verfassungsgeschichtlichen Qualität des Werkes an.

Editions (42)

ISBN9783830514374
PublisherBerliner Wissenschafts-Verlag
Publication Date07/22/07
Pages146

Reviews & Ratings

115 ratings

7 reviews

2.8

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  • 3.0

    Heute möchte ich euch das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner vorstellen, das im Jahr 1835 erschienen ist. Das Stück spielt zur Zeit der Französischen Revolution und thematisiert den ideologischen und politischen Konflikt zwischen Georges Danton und Maximilien Robespierre. Während Danton zunehmend vom Terror des revolutionären Systems desillusioniert ist und die moralische Rechtfertigung der Gewalt infrage stellt, betrachtet Robespierre eben diese Gewalt als notwendiges Mittel zur Sicherung der Revolution. Aus Angst vor Dantons Einfluss lässt Robespierre ihn und seine Anhänger verhaften. Trotz einer wortgewandten und eindringlichen Verteidigung vor Gericht ist das Urteil von Anfang an besiegelt: Danton und seine Mitstreiter werden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Büchner stellt damit grundlegende Fragen nach Schuld, Freiheit und der zerstörerischen Eigendynamik revolutionärer Gewalt. Büchners Schreibstil ist dicht und anspruchsvoll, geprägt von intensiven Dialogen, philosophischen Reflexionen und scharfen Gegensätzen. Auffällig sind die zahlreichen Antithesen, rhetorischen Fragen und die teils fragmentarische Sprache, durch die innere Zerrissenheit und politische Spannungen eindrucksvoll zum Ausdruck kommen. Positiv hervorzuheben ist die tiefgehende Auseinandersetzung mit Moral, Macht und Verantwortung sowie die psychologische Vielschichtigkeit der Figuren, insbesondere von Danton und Robespierre. Gleichzeitig wirkt das Drama stellenweise sehr theorielastig und emotional distanziert, was den Zugang erschweren kann und die Handlung zeitweise hinter gedanklichen Diskursen zurücktreten lässt. Geschichtlich ist das Werk im Kontext des Jakobinerterrors einzuordnen und spiegelt zugleich Büchners kritische Haltung gegenüber revolutionärer Gewalt wider. Insgesamt ist „Dantons Tod“ ein bedeutendes, aber forderndes Drama, das ich mit 3 von 5 Sternen bewerte. ✨️

    Jan 31, 2026

  • maulwurfskind
    maulwurfskind

    3 Followers

    1.0

    War im Abi auch mein Tod.

    Sep 1, 2022

  • withloveliane
    withloveliane

    76 Followers

    2.5

    Im Namen der Republik!...

    Danton, du bist ein toter Heiliger, aber die Revolution kennt keine Reliquien, sie hat die Gebeine aller Könige auf die Gasse und alle Bildsäulen von den Kirchen geworfen. Glaubst du man würde dich als Monument stehen lassen? Das Volk ist wie ein Kind, es muss alles zerbrechen, um zu sehen was darin steckt. (...) wer am meisten genießt, betet am meisten. Die Sünde ist im Gedanken. Ob der Gedanke Tat wird, ob ihn der Körper nachspielt, das ist Zufall. Die Revolution nennt meinen Namen. Meine Wohung ist bald im Nichts und mein Name im Pantheon der Geschichte. Es lebe der König! Im Namen der Republik.

    Jul 27, 2024

3 of 7 reviews

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