Woyzeck. Studienausgabe
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Description
Als Büchner im Februar 1837 starb, hinterließ er ein Konvolut von vier Entwurfshandschriften, deren Text diese Studienausgabe auf drei Stufen wiedergibt: 1. als »Lese- und Bühnenfassung«; 2. als »emendierten« Text in der dem dokumentierten Willen des Verfassers möglichst entsprechenden Gestalt mit zusätzlicher Verzeichnung der Textstellen, die Büchner von einer Entwurfsstufe zur nächsten übernahm; und 3. als typographisch »differenzierten« Text, der über den Zustand der Handschrift und über Schwierigkeiten und gravierende Unsicherheiten bei der Entzifferung des Dramentextes informiert.
Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Wichtig fürs aktuelle Abi
*Spoiler! * Der Klassiker „Woyzeck“ ist offiziell nicht meins. Auch wenn es genau das System ist, hat mir das Fragmente System nicht gefallen. Also es kann ja auch nicht, da Georg Büchner vorm beenden verstirbt, aber es war nichts für mich. Ich habe nicht gut erkennen können, dass er sich umbringt und es hat mich sauer gemacht, dass es logischerweise keinen Sinn macht, weil er zuletzt noch lebt. Aber ja ich weiß, so funktioniert ein offenes Drama und die Fragmente. Mich nervt es einfach. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht. Aber nochmal brauche ich es nicht, zumindest das Original. Aber nötig fürs Abitur ist es nun mal ! Ich bin eher Fan vom „Zerbrochne Krug“ aber gut, jeder das seine😅
Heute möchte ich euch das Dramenfragment „Woyzeck“ von Georg Büchner vorstellen, das posthum erstmals im Jahr 1879 erschien. Die Uraufführung fand am 8. November 1913 statt und machte deutlich, welch moderne und zeitlose Kraft dieses Werk besitzt. Im Mittelpunkt steht Franz Woyzeck, ein einfacher Soldat, der verzweifelt versucht, seine Lebensgefährtin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind finanziell zu unterstützen. Neben seinem Dienst als Bursche des Hauptmanns unterwirft er sich den medizinischen Experimenten eines skrupellosen Arztes, der ihn auf eine einseitige Erbsendiät setzt. Sowohl der Hauptmann als auch der Arzt demütigen und instrumentalisieren Woyzeck offen und treiben ihn psychisch wie physisch immer weiter an den Rand des Erträglichen. Als Marie eine Affäre mit dem selbstbewussten Tambourmajor eingeht, verstärken sich Woyzecks innere Stimmen und Wahnvorstellungen, bis er sie schließlich in einem Wald am See ersticht. Georg Büchners „Woyzeck“ zeichnet sich durch einen außergewöhnlich knappen und fragmentarischen Schreibstil aus, der die innere Zerrissenheit der Figuren und die soziale Enge ihrer Lebenswelt eindringlich widerspiegelt. Kurze, oft abrupt endende Szenen, eine reduzierte Sprache sowie die wiederkehrenden Motive von Wahnsinn, Ausgrenzung und Determinismus erzeugen eine beklemmende Atmosphäre. Auf ausführliche Beschreibungen verzichtet Büchner weitgehend und setzt stattdessen auf Dialoge, Andeutungen und eindrucksvolle Bilder, die dem Leser großen Interpretationsspielraum lassen. Zwar ist „Woyzeck“ unvollständig geblieben, was die Lektüre stellenweise irritierend wirken lassen kann, doch schmälert dies die literarische Bedeutung des Dramas keineswegs. Im Gegenteil: Gerade die Offenheit und Fragmenthaftigkeit verleihen dem Text eine besondere Intensität und eine erstaunliche Modernität, die ihn bis heute aktuell erscheinen lässt. Besonders positiv hervorzuheben sind die schonungslose Gesellschaftskritik und die psychologische Tiefe der Hauptfigur, die als Opfer sozialer Ungerechtigkeit und wissenschaftlicher Willkür dargestellt wird. Als negativ empfunden werden können der fragmentarische Aufbau und die teils sprunghaften Szenenwechsel, die den Zugang zum Werk erschweren und eine klare, lineare Handlung vermissen lassen. Insgesamt ist „Woyzeck“ trotz – oder gerade wegen – seiner Unvollständigkeit ein eindrucksvolles und bedeutendes Werk der deutschen Literatur, dessen Wirkung lange nach der Lektüre nachhallt. Bewertung: 4 von 5 Sternen. ✨️

Pflichtlektüre?
Seit diesem Jahr ist Woyzeck bei uns im Abitur zur Pflichtlektüre geworden. Der historische Hintergrund ist für mich super spannend, da ich den regionalen Bezug habe. Das Buch ist allerdings schwer zu lesen, da es als Fragment sehr viele offene Stellen gibt. Ich finde es am Ende einfach schade, dass Büchner das Drama nicht beenden konnte, da die Geschichte viele Interpretationen übrig hält. Für Heranwachsende aber sicher nicht die leichteste Lektüre, auch wenn man es theoretisch innerhalb einer halben Stunde lesen könnte, so wie ich heute in meiner Pause.
Woyzeck war für mich ein interessantes, aber auch etwas schwieriges Buch.
Die Geschichte von Franz Woyzeck, einem einfachen Soldaten, der von seiner Umwelt ausgenutzt und immer weiter in den Wahnsinn getrieben wird, ist ohne Frage tiefgründig und bedeutend - aber sie hat mich emotional nicht ganz so gepackt, wie ich gehofft hatte. Ich finde es beeindruckend, wie Georg Büchner schon im 19. Jahrhundert Themen wie Armut, soziale Ungerechtigkeit und psychische Belastung aufgegriffen hat. Das macht das Werk zeitlos und gesellschaftlich wichtig. Trotzdem hatte ich teilweise Probleme, richtig in die Handlung hineinzufinden. Die Sprache ist ungewohnt, und weil das Stück unvollendet geblieben ist, wirkt der Aufbau manchmal etwas chaotisch. Trotzdem merkt man, wie viel Symbolik und Bedeutung hinter allem steckt. Woyzecks Verzweiflung, die Kontrolle durch andere Menschen und der innere Konflikt sind stark dargestellt. Es ist kein leichtes Werk, aber eines, über das man nachdenken kann - gerade wenn man sich für Literatur und gesellschaftliche Themen interessiert. Ein klassisches, bedeutendes Drama mit vielen spannenden Ideen, das mich allerdings nicht vollständig überzeugen konnte. Woyzeck ist anspruchsvoll, wichtig und regt zum Nachdenken an - aber kein Buch, das ich einfach zum Spaß lesen würde.

Antiheld oder Monster? Ein Klassiker, der zurecht seinen Weg in die Schulen und den Kanon gefunden hat.
Ein Stück, dass trotz seiner Unvollständigkeit zu einem Klassiker geworden ist. Die Geschichte rund um den verwirrten und auf vielerlei Hinsicht gedemütigten Woyzeck zeigt, wie sehr verschiedene Machtstrukturen einem Menschen zusetzen können. Allein die Tatsache, dass die Schuldfrage nicht eindeutig klar beantwortet werden kann, verdeutlicht wie viel Tiefe in dem kurzen Drama steckt. Woyzeck: ganz klar kein Held, aber genauso klar auch kein Monster. Ebenso seine Freundin Marie, die zwar den Aufstieg und die Aufmerksamkeit des Nebenbuhlers genießt, aber auch als Opfer ihres Standes und ihrer Zeit definiert werden kann. Nicht nur als Deutschlehrer finde ich den kurzen Einblick in das Leben dieses armen Mannes und seiner Freundin faszinierend.
Was??
Also abgesehen davon, dass es Fragmente waren und eigentlich nicht sonderlich zusammen gehören sollten, war es trotzdem auch in den Fragmenten selber total unverständlich. Jeder der Charaktere hat irgendwie aneinander vorbeigeredet. Immer dieses Er anstatt Du war einfach so verwirrend und ich habe auch kaum verstanden, wann Marie irgendetwas falsch gemacht haben sollte. Ja sie hat ein paar Mal gesagt, dass der Tambourmajor ganz gut aussehen würde und hat mit ihm getanzt, aber ist das so schlimm, dass man jemanden umbringen muss. Ich denke nicht. Also keine Ahnung, was dieses Drama mich lehren soll, aber es war echt scheiße.
Pflichtlektüre fürs Abitur
Zunächst einmal, bin ich ein wenig verstört und verwirrt… vor allem auch nach der Filmversion, aber der historische Hintergrund (der Kriminalfall Woyzeck in Leipzig) und auch Büchners Hintergrundgeschichte sind echt spannend. Spannend sind auch die verschiedensten Anordnungen der Fragmente: Büchner hat das Werk ja nie mehr ordnen können und hinterließ es in vielen Fragmenten zurück. Das bietet einem immensen Interpretationsspielraum bei der Anordnung der Fragmente. Interessant, müsste ich aber für meine Leseverhältnisse nicht unbedingt nochmal lesen 😅
Habs jetzt einmal durch und verstehe erstmal recht wenig. Habe die Grundhandlung verstanden, aber bin noch nicht schlau aus dem Buch geworden ... aber als neues Deutschthema wird sich das aufjedenfall noch ändern.
So Wochen später: Ich mags. Es hat sehr viel tolle Interpretationsmöglichkeiten und erzählt toll die tragische Geschichte Woyzecks, der oft in seinem Leben ausgenutzt wurde und durch viele Menschen beeinflusst.
Der Woyzeck ist ein armes (wortwörtlich) Schwein (nicht wortwörtlich), weil der nämlich Erbsen fressen muss (ihgitt), ein Soldat ist (wir hassen den staatlichen Militarismus) und die Mutter seines Sohnes einen reicheren Offizier vögelt (he is just like me for real for real). Und die Lösung des Problems? Femizid natürlich, was dachtet ihr denn?
Love a little Kapitalismuskritik in my Gewaltfantasien übers Untreue-Frauens-töten
Woyzeck ist ein armer Soldat und nimmt für Geld an einem Experiment teil bei dem er sich nur von Erbsen ernähren darf. Er befindet sich in einem schwierigen psychischen und physischen Zustand. Zusätzlich dazu wird er einigen Demütigungen ausgesetzt. Er ist gefangen in seinen Zustand und bringt Marie um als er von ihrer Affäre mit dem Tambourmajor erfährt. Klassische Schullektüre… Ich fand es einfach nur verwirrend und war auch kein großer Fan vom Schreibstil.
Sehr abwechslungsreich gegenüber anderer Schullektüre. Ich bevorzuge sowieso eher offene Dramen, weswegen ich mich freute es zu lesen. Es war auch alles verständlich. Die Gefühle der Charaktere waren gut dargestellt… man kann sagen, es war sehr transparent. Als Schüler hat man sich deswegen natürlich gefreut, da man es gut interpretieren, analysieren und drüber diskutieren konnte.
Nachdem ich mich mit anderen über die Geschichte ausgetauscht hatte, hat mir das Buch auch richtig gut gefallen! Was ich alleine nicht verstanden habe, macht die Geschichte so bewundernswert und wichtig. Die Gesellschaftskritik am ständig gedemütigten Woyzeck war in jeder Zeile spürbar. Es lohnt sich, sich genauer mit dem Werk zu beschäftigen, denn dann merkt man wie fesselnd, erschreckenderweise aktuell und aufklärend es doch ist.
Mir hat die Lektüre nicht so gut gefallen, ganz besonders wegen dem unsympathischen Protagonisten, der nicht nur Halluzinationen hat, sondern ebenfalls verqueere Versuche über sich ergehen lässt. Woyzeck muss man differenziert betrachten. Einerseits ist er aufopferungsvoll, gibt beispielsweise seinen kompletten Lohn der Frau, die er geschwängert hat und macht sogar eine Erbsendiät, andererseits hat er verqueere Gedanken, die total seltsam sind, ihn aber dennoch menschlich machen, wenn er vielleicht in einer anderen Gesellschaftsschicht aufgewachsen wäre, hätte vielleicht noch etwas aus ihm werden können. Aufgrund der Fragmente gab es viele unzusammenhängende Stellen, die es nicht gerade einfacher für den Leser gemacht haben, insbesondere auch durch die dialektisch geprägte Schreibweise. Ein Pluspunkt ist dennoch, wenn man sich ein wenig eingelesen hat, kann man das Drama dennoch gut analysieren und es verstecken sich viele gesellschaftskritische Themen in dem Stück, beispielsweise wird die Kirche kritisch betrachtet, genauso wie die Schichten der Ärmeren und der etwas Wohlhabenderen und ihre Verhaltensweise sich gegenüber. Auch ein uneheliches Kind kommt vor. Insgesamt mochte ich die Charaktere, den Schreibstil und die Handlung nicht, dennoch spricht es wichtige Themen an und befasst sich damit, wie jemand wie Woyzeck - durch welche Umstände, dieser zum Mörder werden konnte.
Ein armer Soldat nimmt für mehr Geld an Experimenten teil. Er ernährt sich nur von Erbsen und ist dementsprechend in einem schlechten psychischen und physischen Zustand. Zusätzlich wird er vom Hauptmann, Doktor und Tambourmajor gedemütigt und als Marie, die Mutter seines Sohnes, ihn betrügt, bringt er sie um.
Das Buch ist ganz interessant. Die Frage inwiefern Woyzeck zurechnungsfähig war als er den Mord begang ist sehr interessant. Auch inwiefern die Gesellschaft Schuld an dem Mord war bzw wie die ärmeren Schichten von den oberen Schichten behandelt werden.
Wenn die Hürden überwunden sind, ist das ein tolles Werk
Vor Jahren hatte ich den „Woyzeck“ mal auf einer Bahnfahrt mit halber Aufmerksamkeit gelesen - und sehr, sehr wenig verstanden. Wenn man sich dann aber mal die Mühe macht, dieses ja auch gerade einmal rund 30 Seiten lange Fragment mit voller Aufmerksamkeit und vielleicht der einen oder anderen Hilfestellung zu lesen, dann versteht man denke ich auch recht schnell, wieso dieses unfertige Etwas fast 200 Jahre nach seinem Erscheinen immer noch von Relevanz ist. So ging es mir jedenfalls und ich hatte den Eindruck, dass es vielen aus meinem Deutsch-LK auch so ergangen ist, als wir es uns häppchenweise im Unterricht erarbeitet haben. Vor allem die Szenen mit Woyzeck und dem Doktor und/oder dem Haputmann haben eine ganz wunderbare (Tragi-)Komik. Und wenn man dann noch den historischen Woyzeck thematisiert… hach, ich komme ins Schwärmen. Das kann wirklich was, wenn man sich drauf einlässt. Sonst bleibt es einem verborgen…
In my opinion this book is far better than everybody told me it would be. Büchner created a work for me that impeccably depicts the controversial society at that time. For example, Andres is the mirror figure of Woyzeck, which means that the two characters come from the same background and yet are so opposite. Woyzeck seems to be tortured by his life situation, to the point that he even becomes mentally ill, and Andres is portrayed as a happy, singing character. I also find the characters Doctor and Captain very interesting. Of course they are highly anti-social and unbearable, but that is exactly what makes them so interesting. Although both are upper class, they loathe each other, just as they do the lower class Woyzeck. Woyzeck's murder of Marie also raises many questions for me that I am happy to address. In my opinion, Woyzeck is a highly recommended drama fragment that deals with both ethical and economic situations and the resulting consequences.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Als Büchner im Februar 1837 starb, hinterließ er ein Konvolut von vier Entwurfshandschriften, deren Text diese Studienausgabe auf drei Stufen wiedergibt: 1. als »Lese- und Bühnenfassung«; 2. als »emendierten« Text in der dem dokumentierten Willen des Verfassers möglichst entsprechenden Gestalt mit zusätzlicher Verzeichnung der Textstellen, die Büchner von einer Entwurfsstufe zur nächsten übernahm; und 3. als typographisch »differenzierten« Text, der über den Zustand der Handschrift und über Schwierigkeiten und gravierende Unsicherheiten bei der Entzifferung des Dramentextes informiert.
Book Information
Posts
Wichtig fürs aktuelle Abi
*Spoiler! * Der Klassiker „Woyzeck“ ist offiziell nicht meins. Auch wenn es genau das System ist, hat mir das Fragmente System nicht gefallen. Also es kann ja auch nicht, da Georg Büchner vorm beenden verstirbt, aber es war nichts für mich. Ich habe nicht gut erkennen können, dass er sich umbringt und es hat mich sauer gemacht, dass es logischerweise keinen Sinn macht, weil er zuletzt noch lebt. Aber ja ich weiß, so funktioniert ein offenes Drama und die Fragmente. Mich nervt es einfach. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht. Aber nochmal brauche ich es nicht, zumindest das Original. Aber nötig fürs Abitur ist es nun mal ! Ich bin eher Fan vom „Zerbrochne Krug“ aber gut, jeder das seine😅
Heute möchte ich euch das Dramenfragment „Woyzeck“ von Georg Büchner vorstellen, das posthum erstmals im Jahr 1879 erschien. Die Uraufführung fand am 8. November 1913 statt und machte deutlich, welch moderne und zeitlose Kraft dieses Werk besitzt. Im Mittelpunkt steht Franz Woyzeck, ein einfacher Soldat, der verzweifelt versucht, seine Lebensgefährtin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind finanziell zu unterstützen. Neben seinem Dienst als Bursche des Hauptmanns unterwirft er sich den medizinischen Experimenten eines skrupellosen Arztes, der ihn auf eine einseitige Erbsendiät setzt. Sowohl der Hauptmann als auch der Arzt demütigen und instrumentalisieren Woyzeck offen und treiben ihn psychisch wie physisch immer weiter an den Rand des Erträglichen. Als Marie eine Affäre mit dem selbstbewussten Tambourmajor eingeht, verstärken sich Woyzecks innere Stimmen und Wahnvorstellungen, bis er sie schließlich in einem Wald am See ersticht. Georg Büchners „Woyzeck“ zeichnet sich durch einen außergewöhnlich knappen und fragmentarischen Schreibstil aus, der die innere Zerrissenheit der Figuren und die soziale Enge ihrer Lebenswelt eindringlich widerspiegelt. Kurze, oft abrupt endende Szenen, eine reduzierte Sprache sowie die wiederkehrenden Motive von Wahnsinn, Ausgrenzung und Determinismus erzeugen eine beklemmende Atmosphäre. Auf ausführliche Beschreibungen verzichtet Büchner weitgehend und setzt stattdessen auf Dialoge, Andeutungen und eindrucksvolle Bilder, die dem Leser großen Interpretationsspielraum lassen. Zwar ist „Woyzeck“ unvollständig geblieben, was die Lektüre stellenweise irritierend wirken lassen kann, doch schmälert dies die literarische Bedeutung des Dramas keineswegs. Im Gegenteil: Gerade die Offenheit und Fragmenthaftigkeit verleihen dem Text eine besondere Intensität und eine erstaunliche Modernität, die ihn bis heute aktuell erscheinen lässt. Besonders positiv hervorzuheben sind die schonungslose Gesellschaftskritik und die psychologische Tiefe der Hauptfigur, die als Opfer sozialer Ungerechtigkeit und wissenschaftlicher Willkür dargestellt wird. Als negativ empfunden werden können der fragmentarische Aufbau und die teils sprunghaften Szenenwechsel, die den Zugang zum Werk erschweren und eine klare, lineare Handlung vermissen lassen. Insgesamt ist „Woyzeck“ trotz – oder gerade wegen – seiner Unvollständigkeit ein eindrucksvolles und bedeutendes Werk der deutschen Literatur, dessen Wirkung lange nach der Lektüre nachhallt. Bewertung: 4 von 5 Sternen. ✨️

Pflichtlektüre?
Seit diesem Jahr ist Woyzeck bei uns im Abitur zur Pflichtlektüre geworden. Der historische Hintergrund ist für mich super spannend, da ich den regionalen Bezug habe. Das Buch ist allerdings schwer zu lesen, da es als Fragment sehr viele offene Stellen gibt. Ich finde es am Ende einfach schade, dass Büchner das Drama nicht beenden konnte, da die Geschichte viele Interpretationen übrig hält. Für Heranwachsende aber sicher nicht die leichteste Lektüre, auch wenn man es theoretisch innerhalb einer halben Stunde lesen könnte, so wie ich heute in meiner Pause.
Woyzeck war für mich ein interessantes, aber auch etwas schwieriges Buch.
Die Geschichte von Franz Woyzeck, einem einfachen Soldaten, der von seiner Umwelt ausgenutzt und immer weiter in den Wahnsinn getrieben wird, ist ohne Frage tiefgründig und bedeutend - aber sie hat mich emotional nicht ganz so gepackt, wie ich gehofft hatte. Ich finde es beeindruckend, wie Georg Büchner schon im 19. Jahrhundert Themen wie Armut, soziale Ungerechtigkeit und psychische Belastung aufgegriffen hat. Das macht das Werk zeitlos und gesellschaftlich wichtig. Trotzdem hatte ich teilweise Probleme, richtig in die Handlung hineinzufinden. Die Sprache ist ungewohnt, und weil das Stück unvollendet geblieben ist, wirkt der Aufbau manchmal etwas chaotisch. Trotzdem merkt man, wie viel Symbolik und Bedeutung hinter allem steckt. Woyzecks Verzweiflung, die Kontrolle durch andere Menschen und der innere Konflikt sind stark dargestellt. Es ist kein leichtes Werk, aber eines, über das man nachdenken kann - gerade wenn man sich für Literatur und gesellschaftliche Themen interessiert. Ein klassisches, bedeutendes Drama mit vielen spannenden Ideen, das mich allerdings nicht vollständig überzeugen konnte. Woyzeck ist anspruchsvoll, wichtig und regt zum Nachdenken an - aber kein Buch, das ich einfach zum Spaß lesen würde.

Antiheld oder Monster? Ein Klassiker, der zurecht seinen Weg in die Schulen und den Kanon gefunden hat.
Ein Stück, dass trotz seiner Unvollständigkeit zu einem Klassiker geworden ist. Die Geschichte rund um den verwirrten und auf vielerlei Hinsicht gedemütigten Woyzeck zeigt, wie sehr verschiedene Machtstrukturen einem Menschen zusetzen können. Allein die Tatsache, dass die Schuldfrage nicht eindeutig klar beantwortet werden kann, verdeutlicht wie viel Tiefe in dem kurzen Drama steckt. Woyzeck: ganz klar kein Held, aber genauso klar auch kein Monster. Ebenso seine Freundin Marie, die zwar den Aufstieg und die Aufmerksamkeit des Nebenbuhlers genießt, aber auch als Opfer ihres Standes und ihrer Zeit definiert werden kann. Nicht nur als Deutschlehrer finde ich den kurzen Einblick in das Leben dieses armen Mannes und seiner Freundin faszinierend.
Was??
Also abgesehen davon, dass es Fragmente waren und eigentlich nicht sonderlich zusammen gehören sollten, war es trotzdem auch in den Fragmenten selber total unverständlich. Jeder der Charaktere hat irgendwie aneinander vorbeigeredet. Immer dieses Er anstatt Du war einfach so verwirrend und ich habe auch kaum verstanden, wann Marie irgendetwas falsch gemacht haben sollte. Ja sie hat ein paar Mal gesagt, dass der Tambourmajor ganz gut aussehen würde und hat mit ihm getanzt, aber ist das so schlimm, dass man jemanden umbringen muss. Ich denke nicht. Also keine Ahnung, was dieses Drama mich lehren soll, aber es war echt scheiße.
Pflichtlektüre fürs Abitur
Zunächst einmal, bin ich ein wenig verstört und verwirrt… vor allem auch nach der Filmversion, aber der historische Hintergrund (der Kriminalfall Woyzeck in Leipzig) und auch Büchners Hintergrundgeschichte sind echt spannend. Spannend sind auch die verschiedensten Anordnungen der Fragmente: Büchner hat das Werk ja nie mehr ordnen können und hinterließ es in vielen Fragmenten zurück. Das bietet einem immensen Interpretationsspielraum bei der Anordnung der Fragmente. Interessant, müsste ich aber für meine Leseverhältnisse nicht unbedingt nochmal lesen 😅
Habs jetzt einmal durch und verstehe erstmal recht wenig. Habe die Grundhandlung verstanden, aber bin noch nicht schlau aus dem Buch geworden ... aber als neues Deutschthema wird sich das aufjedenfall noch ändern.
So Wochen später: Ich mags. Es hat sehr viel tolle Interpretationsmöglichkeiten und erzählt toll die tragische Geschichte Woyzecks, der oft in seinem Leben ausgenutzt wurde und durch viele Menschen beeinflusst.
Der Woyzeck ist ein armes (wortwörtlich) Schwein (nicht wortwörtlich), weil der nämlich Erbsen fressen muss (ihgitt), ein Soldat ist (wir hassen den staatlichen Militarismus) und die Mutter seines Sohnes einen reicheren Offizier vögelt (he is just like me for real for real). Und die Lösung des Problems? Femizid natürlich, was dachtet ihr denn?
Love a little Kapitalismuskritik in my Gewaltfantasien übers Untreue-Frauens-töten
Woyzeck ist ein armer Soldat und nimmt für Geld an einem Experiment teil bei dem er sich nur von Erbsen ernähren darf. Er befindet sich in einem schwierigen psychischen und physischen Zustand. Zusätzlich dazu wird er einigen Demütigungen ausgesetzt. Er ist gefangen in seinen Zustand und bringt Marie um als er von ihrer Affäre mit dem Tambourmajor erfährt. Klassische Schullektüre… Ich fand es einfach nur verwirrend und war auch kein großer Fan vom Schreibstil.
Sehr abwechslungsreich gegenüber anderer Schullektüre. Ich bevorzuge sowieso eher offene Dramen, weswegen ich mich freute es zu lesen. Es war auch alles verständlich. Die Gefühle der Charaktere waren gut dargestellt… man kann sagen, es war sehr transparent. Als Schüler hat man sich deswegen natürlich gefreut, da man es gut interpretieren, analysieren und drüber diskutieren konnte.
Nachdem ich mich mit anderen über die Geschichte ausgetauscht hatte, hat mir das Buch auch richtig gut gefallen! Was ich alleine nicht verstanden habe, macht die Geschichte so bewundernswert und wichtig. Die Gesellschaftskritik am ständig gedemütigten Woyzeck war in jeder Zeile spürbar. Es lohnt sich, sich genauer mit dem Werk zu beschäftigen, denn dann merkt man wie fesselnd, erschreckenderweise aktuell und aufklärend es doch ist.
Mir hat die Lektüre nicht so gut gefallen, ganz besonders wegen dem unsympathischen Protagonisten, der nicht nur Halluzinationen hat, sondern ebenfalls verqueere Versuche über sich ergehen lässt. Woyzeck muss man differenziert betrachten. Einerseits ist er aufopferungsvoll, gibt beispielsweise seinen kompletten Lohn der Frau, die er geschwängert hat und macht sogar eine Erbsendiät, andererseits hat er verqueere Gedanken, die total seltsam sind, ihn aber dennoch menschlich machen, wenn er vielleicht in einer anderen Gesellschaftsschicht aufgewachsen wäre, hätte vielleicht noch etwas aus ihm werden können. Aufgrund der Fragmente gab es viele unzusammenhängende Stellen, die es nicht gerade einfacher für den Leser gemacht haben, insbesondere auch durch die dialektisch geprägte Schreibweise. Ein Pluspunkt ist dennoch, wenn man sich ein wenig eingelesen hat, kann man das Drama dennoch gut analysieren und es verstecken sich viele gesellschaftskritische Themen in dem Stück, beispielsweise wird die Kirche kritisch betrachtet, genauso wie die Schichten der Ärmeren und der etwas Wohlhabenderen und ihre Verhaltensweise sich gegenüber. Auch ein uneheliches Kind kommt vor. Insgesamt mochte ich die Charaktere, den Schreibstil und die Handlung nicht, dennoch spricht es wichtige Themen an und befasst sich damit, wie jemand wie Woyzeck - durch welche Umstände, dieser zum Mörder werden konnte.
Ein armer Soldat nimmt für mehr Geld an Experimenten teil. Er ernährt sich nur von Erbsen und ist dementsprechend in einem schlechten psychischen und physischen Zustand. Zusätzlich wird er vom Hauptmann, Doktor und Tambourmajor gedemütigt und als Marie, die Mutter seines Sohnes, ihn betrügt, bringt er sie um.
Das Buch ist ganz interessant. Die Frage inwiefern Woyzeck zurechnungsfähig war als er den Mord begang ist sehr interessant. Auch inwiefern die Gesellschaft Schuld an dem Mord war bzw wie die ärmeren Schichten von den oberen Schichten behandelt werden.
Wenn die Hürden überwunden sind, ist das ein tolles Werk
Vor Jahren hatte ich den „Woyzeck“ mal auf einer Bahnfahrt mit halber Aufmerksamkeit gelesen - und sehr, sehr wenig verstanden. Wenn man sich dann aber mal die Mühe macht, dieses ja auch gerade einmal rund 30 Seiten lange Fragment mit voller Aufmerksamkeit und vielleicht der einen oder anderen Hilfestellung zu lesen, dann versteht man denke ich auch recht schnell, wieso dieses unfertige Etwas fast 200 Jahre nach seinem Erscheinen immer noch von Relevanz ist. So ging es mir jedenfalls und ich hatte den Eindruck, dass es vielen aus meinem Deutsch-LK auch so ergangen ist, als wir es uns häppchenweise im Unterricht erarbeitet haben. Vor allem die Szenen mit Woyzeck und dem Doktor und/oder dem Haputmann haben eine ganz wunderbare (Tragi-)Komik. Und wenn man dann noch den historischen Woyzeck thematisiert… hach, ich komme ins Schwärmen. Das kann wirklich was, wenn man sich drauf einlässt. Sonst bleibt es einem verborgen…
In my opinion this book is far better than everybody told me it would be. Büchner created a work for me that impeccably depicts the controversial society at that time. For example, Andres is the mirror figure of Woyzeck, which means that the two characters come from the same background and yet are so opposite. Woyzeck seems to be tortured by his life situation, to the point that he even becomes mentally ill, and Andres is portrayed as a happy, singing character. I also find the characters Doctor and Captain very interesting. Of course they are highly anti-social and unbearable, but that is exactly what makes them so interesting. Although both are upper class, they loathe each other, just as they do the lower class Woyzeck. Woyzeck's murder of Marie also raises many questions for me that I am happy to address. In my opinion, Woyzeck is a highly recommended drama fragment that deals with both ethical and economic situations and the resulting consequences.






















































