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Lyrik & Dramen

Dantons Tod

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Über das Buch

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. »Was ist das, was in uns lügt, stiehlt und mordet?« Danton ist frustriert, er hat die Schnauze voll: Die Revolution, für die er gekämpft hat, frisst ihre eigenen Kinder. Das, an was er geglaubt hat, hat die Welt nicht verbessert, im Gegenteil. Jetzt glaubt er an gar nichts mehr: »Da ist keine Hoffnung im Tod; er ist nur eine einfachere, das Leben eine verwickeltere, organisierte Fäulniß«. – Was nützt es da noch zu handeln? Wofür soll man sich überhaupt einsetzen?

Editionen (42)

ISBN9783104011967
VerlagFISCHER E-Books
Erscheinungsdatum22.02.11
Seitenzahl95

Rezensionen & Bewertungen

115 Bewertungen

7 Rezensionen

2,8

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  • 3,0

    Heute möchte ich euch das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner vorstellen, das im Jahr 1835 erschienen ist. Das Stück spielt zur Zeit der Französischen Revolution und thematisiert den ideologischen und politischen Konflikt zwischen Georges Danton und Maximilien Robespierre. Während Danton zunehmend vom Terror des revolutionären Systems desillusioniert ist und die moralische Rechtfertigung der Gewalt infrage stellt, betrachtet Robespierre eben diese Gewalt als notwendiges Mittel zur Sicherung der Revolution. Aus Angst vor Dantons Einfluss lässt Robespierre ihn und seine Anhänger verhaften. Trotz einer wortgewandten und eindringlichen Verteidigung vor Gericht ist das Urteil von Anfang an besiegelt: Danton und seine Mitstreiter werden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Büchner stellt damit grundlegende Fragen nach Schuld, Freiheit und der zerstörerischen Eigendynamik revolutionärer Gewalt. Büchners Schreibstil ist dicht und anspruchsvoll, geprägt von intensiven Dialogen, philosophischen Reflexionen und scharfen Gegensätzen. Auffällig sind die zahlreichen Antithesen, rhetorischen Fragen und die teils fragmentarische Sprache, durch die innere Zerrissenheit und politische Spannungen eindrucksvoll zum Ausdruck kommen. Positiv hervorzuheben ist die tiefgehende Auseinandersetzung mit Moral, Macht und Verantwortung sowie die psychologische Vielschichtigkeit der Figuren, insbesondere von Danton und Robespierre. Gleichzeitig wirkt das Drama stellenweise sehr theorielastig und emotional distanziert, was den Zugang erschweren kann und die Handlung zeitweise hinter gedanklichen Diskursen zurücktreten lässt. Geschichtlich ist das Werk im Kontext des Jakobinerterrors einzuordnen und spiegelt zugleich Büchners kritische Haltung gegenüber revolutionärer Gewalt wider. Insgesamt ist „Dantons Tod“ ein bedeutendes, aber forderndes Drama, das ich mit 3 von 5 Sternen bewerte. ✨️

    31. Jan. 2026

  • maulwurfskind
    maulwurfskind

    3 Follower

    1,0

    War im Abi auch mein Tod.

    1. Sept. 2022

  • withloveliane
    withloveliane

    76 Follower

    2,5

    Im Namen der Republik!...

    Danton, du bist ein toter Heiliger, aber die Revolution kennt keine Reliquien, sie hat die Gebeine aller Könige auf die Gasse und alle Bildsäulen von den Kirchen geworfen. Glaubst du man würde dich als Monument stehen lassen? Das Volk ist wie ein Kind, es muss alles zerbrechen, um zu sehen was darin steckt. (...) wer am meisten genießt, betet am meisten. Die Sünde ist im Gedanken. Ob der Gedanke Tat wird, ob ihn der Körper nachspielt, das ist Zufall. Die Revolution nennt meinen Namen. Meine Wohung ist bald im Nichts und mein Name im Pantheon der Geschichte. Es lebe der König! Im Namen der Republik.

    27. Juli 2024

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Georg Büchner

Georg Büchner, geboren am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt, studierte von 1831 bis 1833 in Straßburg und von 1833 bis 1834 in Gießen Medizin, Naturwissenschaften, Geschichte und Philosophie. Er gehörte der politischen Opposition an und gründete 1834 die ›Gesellschaft für Menschenrechte‹. 1835 musste er wegen seiner politischen Flugschrift ›Der Hessische Landbote‹ nach Straßburg fliehen, wo er naturwissenschaftliche Studien verfasste und auch literarisch tätig war. Büchner starb am 19. Februar 1837 in Zürich.

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